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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 20. bis zum 26. März entwickelt hat

Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus steigt. Im Kreis Reutlingen gibt es 206 bestätigte Fälle, im Kreis Tübingen 424. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 071214804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr besetzt, am Wochenende jetzt von 10 bis 16 Uhr.

Coronavirus
Undatierte elektronenmikroskopische Aufnahme, die vom U.S. National Institutes of Health im Februar 2020 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt das Virus, das COVID-19 verursacht. Foto: Uncredited/NIAID-RML/via Ap/dpa/Archivbild
Undatierte elektronenmikroskopische Aufnahme, die vom U.S. National Institutes of Health im Februar 2020 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt das Virus, das COVID-19 verursacht. Foto: Uncredited/NIAID-RML/via Ap/dpa/Archivbild

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Immer mehr Veranstaltungen werden abgesagt, Ärzte und Institutionen melden sich zu Wort, manche Menschen reagieren panisch, andere mahnen vor übertriebener Hysterie. Es gibt Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 29. Februar und 15. März rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Donnerstag, 26. März 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns für heute mit einer guten Nachricht: Die Kriminalität in Reutlingen und der Region ist in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Was Corona damit zu tun hat, lesen Sie hier. (ege)

20:53 Uhr Helfen Handydaten bei der Klärung von Infektionsketten? Bei den Beratungen zwischen Bundesregierung und den Ministerpräsidenten über eine Zeit nach Corona, in der man weiter gegen das Virus kämpfe, das öffentliche Leben aber schrittweise normalisiere, soll diese Frage Thema sein, schreibt die Deutsche Presse-Agentur in einem Artikel. Tübingens Oberbürgermeister meint dazu auf Facebook: »Wenn es helfen würde, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Einschränkungen anderer Freiheitsrechte zu verringern, wäre ich gerne bereit, dafür meine Handydaten auswerten zu lassen.« Seiner Meinung nach sei das Handy eine Gedächtnisstütze und Schutz für sein persönliches Umfeld, da er sich im Falle einer Infizierung mit dem Coronavirus gar nicht mehr an alle Kontaktpersonen der vergangenen 14 Tage erinnern würde. (ege)

20:27 Uhr In Reutlingen rollt derzeit kein Fahrschulauto durch die Straßen. Auch für Fahrschulen gilt die Verordnung der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Unterricht ist untersagt, doch was passiert eigentlich mit den Lastwagen- und Busfahrern, die alle fünf Jahre eine Schulung machen müssen? Der GEA hat nachgefragt. (mnk)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

20:01 Uhr Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Fälle steigt im Landkreis Tübingen auf 524 an, meldet das Landratsamt. In den letzten Tagen wurde in Tübingen nur eingeschränkt auf Coronavirus getestet. Dies lag auch an den teilweise eingeschränkten Laborkapazitäten - vor allem im Zusammenhang mit den stark verzögerten und widersprüchlichen Ergebnismitteilungen des Labors, die für große Verunsicherung bei den Betroffenen sorgten (wir berichteten). Zwischenzeitlich haben Landkreis und DRK-Vorsitzende Dr. Lisa Federle zwei weitere Labore in Stuttgart und Düsseldorf als Partner gewinnen können, so dass hiermit eine gute Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten besteht. (pm)

19:48 Uhr Hinter einem Sportheim in der Heinrich-Schliemann-Straße in Reutlingen hat sich heute gegen 18 Uhr eine Gruppe von sieben bis acht Jugendlichen zum Grillen getroffen. Eine Anwohnerin beobachtete das Ganze und alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, waren noch fünf Personen vor Ort, sie erhielten Platzverweise, bestätigte ein Sprecher der Reutlinger Polizei. Zur Erinnerung: Nach einem Beschluss der Landesregierung darf man im öffentlichen Raum nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands unterwegs sein. Diese Regelung gilt vorerst bis Sonntag, 5. April. (ege)

Foto: Privat
Foto: Privat

19:23 Uhr Der Verein Kulturscheune Oferdingen greift  die aus Italien kommende Idee der Balkonkonzerte auf und ermuntert zum gemeinsamen  Singen und Musizieren von den heimischen Balkonen, Fenstern oder Türen. Bis Sonntag, 29. März, singen und spielen die Oferdinger immer  um 18 Uhr »Auf der Schwäbsche Eisebahne«. Von Montag, 30. März, bis Donnerstag, 2. April, lassen sie dann  Nenas »99 Luftballons« steigen. (pm)

18:59 Uhr In Baden-Württemberg gibt es weitere 1.189 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, meldet das Gesundheitsministerium. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 8.441 an. Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg auf insgesamt 76 an. (pm)

18:20 Uhr Jeden Tag setzen sich Menschen in Reutlingen und der Region dafür ein, den Laden am Laufen zu halten. In der GEA-Video-Serie »Helden der Krise« stellt der GEA in losen Abständen einige davon vor. Im heutigen Clip: Ein junger Mann, der Blut spendet:

17:46 Uhr Die Corona-Soforthilfe ist bei der Industrie-und Handelskammer Reutlingen angelaufen. Bis 16 Uhr wurden auf bw-soforthilfe.de fast 2.500 Anträge eingereicht. In der Nacht und am Morgen war die Webseite, zeitweise überlastet. Im Schnitt sind heute pro Minute 250 bis 300 Anträge hochgeladen worden, heißt es in einer Pressemeldung der IHK. Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind, können ihren Antrag auf Soforthilfe hier stellen. (pm)

17:07 Uhr Im Landkreis Reutlingen liegen aktuell 206 laborbestätigte Corona-Fälle vor, meldet das Landratsamt. Außerdem sind bislang vier Personen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die gute Nachricht: Sieben Personen gelten als genesen. (pm)

17:01 Uhr Die Stadt Metzingen und alle anderen Träger von Metzinger Kindertageseinrichtungen werden die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung im April aussetzen. Das gilt für Einrichtungen folgender Träger: die evangelische Kirchengemeinde Metzingen, die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius, die Körperbehindertenförderung (KBF), den Naturkindergarten Grashüpfer und die Kindergruppe Sonnenschein. Die Entscheidung der Stadtverwaltung gilt auch für die kommunale Ganztagesbetreuung in den Metzinger Grundschulen. Auch in Bad Urach setzt die Stadtverwaltung die Gebühren für Kindertagesstätten, für die »Verlässliche Grundschule« und die Ganztagesbetreuung im April aus. (pm)

16:32 Uhr Kaum ein Tag, an dem sich nichts ändert: Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg hat heute um 11.30 Uhr die Liste mit den Geschäften, die offen und geschlossen bleiben dürfen, aktualisiert. Sie steht hier zum Download bereit. (ege)

16:01 Uhr Heiraten ja, aber ohne Gäste: Eheschließungen sind beim Standesamt Reutlingen nach wie vor möglich, allerdings darf im Standesamtsbezirk Reutlingen nur noch das Brautpaar zur Eheschließung kommen. Gäste können nicht mehr an der Eheschließung teilnehmen und können sich auch nicht im Rathaus aufhalten. Ebenso dürfen Trauzeugen, die seit 1998 für die Eheschließung nicht mehr vorgeschrieben sind, nicht mehr anwesend sein. Die auf drei Personen reduzierte Trauung mit Brautpaar und Standesbeamten gilt bis auf Weiteres. (pm)

15:41 Uhr Die Zahl derer, die im Landkreis Sigmaringen positiv auf das Corona Virus getestet wurden, steigt immer stärker an. Heute sind es 207 Personen, meldet das Landratsamt. Das sind 44 Personen oder 21 Prozent mehr als gestern. Die Zahl der Infizierten hat sich in den vergangenen fünf Tagen verdoppelt. Erfreulich ist aber, dass es nun auch immer Personen aus der Quarantäne entlassen werden können. Heute waren es 32, gestern noch 13. (pm)

15:29 Uhr In der Reutlinger Innenstadt waren heute um die Mittagszeit ungewöhnlich viele Menschen zu beobachten, die etwas unter dem Arm trugen, das derzeit in den meisten Supermärkten als Mangelware gilt: Toilettenpapier. Vor ein paar Wochen hätte das niemanden interessiert, heute schon. Vereinzelt blieben Passanten stehen, drehten sich um, tuschelten. »Schau mal, die haben noch was bekommen«, sagte eine junge Frau zu ihrer Freundin. Wer in die Richtung läuft, aus der die stolzen Klopapier-Träger kommen, findet schnell ihre Quelle. Ein riesiger Toilettenpapier-Haufen im Verkaufsraum eines Drogeriemarkts. Wann der wohl abverkauft ist? (ege) 

Wie lange es wohl braucht bis dieser Haufen Klopapier weggekauft wird? Foto: Egenberger
Wie lange es wohl braucht bis dieser Haufen Klopapier weggekauft wird?
Foto: Egenberger

14:36 Uhr So merkwürdig, teilweise gespenstisch und vor allem auch beängstigend das alles ist: Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht auch das Gefühl, dass wir gegenseitig mehr auf uns achten, seit die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus unser gewohntes Leben auf den Kopf zu stellen scheint? Und so ermuntern wir heute Sie, liebe Leser, uns an Ihren positiven Erlebnissen in diesen Krisen-Zeiten teilhaben zu lassen. Schreiben Sie uns, worüber Sie sich gefreut haben, oder geben Sie anderen Lesern Tipps, wie man das Beste aus den Einschränkungen machen kann. Wir freuen uns über eine E-Mail an die Adresse gea-forum@gea.de oder auch Briefpost an den Reutlinger General-Anzeiger Stichwort: Leserforum Postfach 1642, 72706 Reutlingen. (rh)

14:11 Uhr Wie müssen Abfälle aus Haushalten mit positiv auf Covid-19 getesteten oder unter Quarantäne gestellten Personen entsorgt werden? Das und was Sie sonst noch  zur Abfallwirtschaft im Kreis Reutlingen wissen müssen lesen Sie hier.

13:49 Uhr Seit letzter Woche sind die Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen und die Eltern stehen vor der Herausforderung die betreuungsfreie Zeit aufzufangen, zu überbrücken und das Zusammenleben neu zu gestalten. Die Erziehungsberatungsstellen des Landkreises Reutlingen haben Tipps zusammengestellt, wie der Familienalltag in dieser Situation gestaltet werden kann. Damit Eltern im Kreis nicht so gestresst enden wie diese Mutter:

13:05 Uhr Die Corona-Pandemie verändert das Land - und auch die Kriminalität. Betrüger versuchen, Profit aus der Ausnahmesituation zu schlagen. Und zu Hause gibt es mehr Konfliktpotenzial. Wie sich die Kriminalität in Corona-Zeiten verändert, lesen Sie hier.

12:45 Uhr Die aktuelle Corona-Lage trifft viele Unternehmen hart. Vor allem Gastronomen. Der Reutlinger Uwe Grauer ist einer von ihnen. Wie viele seiner Kollegen hat er darauf vertraut, dass der Staat ihnen jetzt finanziell unter die Arme greift. Bund und Land hatten Soforthilfen angekündigt. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, muss Bedingungen erfüllen. Eine davon ist laut Wirtschaftsministerium: »Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen.« Einen Screenshot davon postete Grauer heute bei Facebook. Viele der Kommentatoren halten die Bedingung für ungerecht, auch Grauer. »Ich habe ein gesundes Unternehmen, weil ich gut gewirtschaftet habe. Es gibt aber andere Reutlinger Lokale, die haben es schwerer«, sagt er dem GEA. Aktuell geht der Gastronom davon aus, dass er keine Soforthilfe bekommt. Ein bisschen Privatvermögen habe er, damit müsse er aber auch vier Betriebe retten. Wie lange das klappt? »Eine gewisse Zeit habe ich Luft, aber nicht ewig«, so Grauer. Er verspricht: »Solange ich noch Privatvermögen habe, lasse ich keines meiner Lokale hopsgehen.« (ege)

12:09 Uhr Bosch hat einen vollautomatisierten Covid-19-Schnelltest hergestellt, wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilte. In Deutschland soll er bereits im April verfügbar sein. »Mit dem Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden«, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das Produkt sei in nur sechs Wochen entwickelt worden. Von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis dauere es nur laut Bosch nur zweieinhalb Stunden. Zehn Test innerhalb von 24 Stunden seien mit dem Gerät möglich, verspricht das Unternehmen. Mit der gleichen Probe könnten zudem weitere neun Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersucht werden. (ege)

Foto: Bosch
Foto: Bosch

11:38 Uhr  Der Autobauer Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Sie solle zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten und einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche betreffen, teilte Daimler am Donnerstag mit. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten blieben davon ausgenommen. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 170.000 Menschen. Wie viele davon in Kurzarbeit gehen, ist nicht bekannt. Man reagiere damit auf die weitreichenden Auswirkungen des Coronavirus und daraus resultierende zunehmend schwierige wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen. (dpa)

11:15 Uhr Am Stuttgarter Flughafen sollen die Beschäftigten wegen des drastischen Einbruchs der Flugzahlen in der Corona-Krise von April an in Kurzarbeit gehen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier (dpa)

10.45 Uhr Die aktuellen Entwicklungen zum neuen Coronavirus führen auch zu Auswirkungen auf die Entsorgung von Abfällen. Das Abfallwirtschaftsamt des Landkreises Tübingen gibt Informationen zum Umgang mit Müll aus Haushalten, in denen Menschen leben, die positiv gestestet oder unter Quarantäne gestellt sind. Grundlage sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu Hygienemaßnahmen.

10.30 Uhr Katastrophenmediziner haben sich im Auftrag des baden-württembergischen Innenministeriums ein Bild von der Lage in Straßburg gemacht - und berichten über dramatische Zustände an der Grenze zu Deutschland. (dpa)

9:30 Uhr Warum der DRK Kreisverband Reutlingen Einsatzwagen mit Besatzung nach Pfullingen und innerhalb Bad Urachs verlegt hat lesen Sie hier

9:00 Uhr In einer Mitteilung an die Pfullinger Bürger informiert Bürgermeister Michael Schrenk über die aktuelle Lage und die Unterstützungsmöglichkeiten, die die Stadt für betroffene Bürger und Betriebe anbietet: Pfullingen kommt Bürgern bei Steuern und Gebühren entgegen.

8.25 Uhr Die Corona-Krise trifft auch den Wohnungsmarkt: Besichtigungen finden nicht mehr statt, Käufer dürften sich aus Sorge um ihre Jobs und Einkommen zurückhalten. Sind kräftig steigende Mieten und Kaufpreise Geschichte? Mehr lesen Sie hier (dpa)

7:05 Uhr Zwei Produkte des Einzelhandels stehen in Zeiten der Coronakrise besonders im Fokus. Viele Menschen lagern Toilettenpapier und Nudeln in großen Mengen zu Hause ein. Für die beiden großen Nudelhersteller der Region, Tress in Münsingen und Alb-Gold, bedeutet die sprunghaft gestiegene Nachfrage deutliche Mehrarbeit in der Produktion, die jetzt auf Hochtouren läuft. (zim)

7:00 Uhr Die Corona-Krise bringt den Milchmarkt durcheinander - Supermärkte kämpfen mit Rekordnachfrage, gleichzeitig brechen an den internationalen Agrarmärkten die Preise für Milcherzeugnisse ein. Was da los ist lesen Sie hier (dpa)

6:50 Uhr Allgemeiner Shut-Down, aber das Bauprojekt Stuttgart 21 läuft zunächst weiter. Trotz aller Einschränkungen und Verbote bleibt unklar, wie sich die Corona-Krise auf das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21 auswirken wird. (dpa)

Mittwoch, 25. März 2020

20:52 Uhr Zum Abschluss des Tages nochmal eine kleine Beschäftigungsidee, für alle, die zuhause nach mehr Bewegung sehen in diesen Zeiten: Die Klopapier-Challenge geht weiter viral - nach den Fußballern hat sie nun auch auf die Volleyballer übergegriffen. Die Volleyballerinnen der TSG Reutlingen zeigen, wie man mit einer Rolle Toilettenpapier baggert, pritscht und schmettert. (der)

20:45 Uhr In Supermärkten ist es fast überall noch ausverkauft, im Internet werden 500 Milliliter teilweise für 50 bis 70 Euro angeboten: Die Rede ist von Desinfektionsmittel, dem zweiten raren Gut neben Klopapier. Immer mehr Brennereien helfen nun aus und beliefern Apotheken mit Neutralalkohol zur Herstellung von Desinfektionsmittel: Unter anderem belieferte der Ludwigsburger Spirituosenhersteller »Satoshi Spirits« Apotheken im Raum Tübingen und Reutlingen. Auch die bekannte Hausbrennerei Schladerer aus dem Breisgau macht mit: Aus Lagerbeständen sollen schnellstmöglich 12.000 Liter hochprozentiger Alkohol gewonnen werden. Dazu werden Obstgeiste und andere Destillate erneut destilliert, um ihren Alkoholgehalt zu erhöhen. Das Universitätsklinikum Freiburg sowie Apotheken und andere Kliniken der Region sollen beliefert werden. (kk)

20:31 Uhr Wegen der Corona-Krise könnte es zu einem Engpass für medizinische Produkte kommen, sagte die Geschäftsführerin des Medizintechnikverbands Medical Mountains, Yvonne Glienke. (dpa)

20:20 Uhr Mit rund 20 Millionen Euro wollen die vier deutschen Champion-League-Clubs die finanziell notleidenden Fußballvereine der 1. und 2. Liga unterstützen. Mehr zur Aktion lesen Sie hier. (dpa)

20:15 Uhr Die Situation für die Flüchtlinge in Syrien und der Türkei hat sich durch die Coronavirus-Pandemie deutlich verschärft. Die medizinische Versorgung ist seit Langem schlecht, nun ist die Situation noch angespannter. Der Reutlinger Markus Brandstetter, der in sieben Flüchtlingscamps humanitäre Hilfe leistet, gibt einen Einblick in die derzeitige Situation. (mnk)

19:36 Uhr Neuste Zahlen aus dem Tübinger Landratsamt: Es gibt 479 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. »Die Steigerung ist auch heute zu einem großen Teil der komprimiert übermittelten Ergebnisse der im Labor liegen gebliebenen Fälle geschuldet«, so die Pressesprecherin des Landratsamtes, Martina Guizetti. (pm)

19:25 Uhr Um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist nun auch der Abfallwirtschaftsbetrieb im Kreis Tübingen für den Publikumsverkehr geschlossen. Sollte sich die Situation bei der Müllabfuhr verschärfen, gibt es klare Regeln: Bei den Abfallarten werden zuerst Bioabfall und Hausmüll, dann Papier und schließlich Sperrmüll, Holzmöbel und Grünschnitt abgefahren. Beim Wertstoffhof in Dußlingen gilt derzeit eine Einlassbegrenzung, Anlieferungen von Privathaushalten sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich. (pm)

Keine Privatanlieferungen mehr in der Abfalldeponie in Dußlingen. Foto: Markus Niethammer
Keine Privatanlieferungen mehr in der Abfalldeponie in Dußlingen.
Foto: Markus Niethammer

19:00 Uhr Man mag es sich gar nicht vorstellen: Zustände wie derzeit in Italien, wo Mediziner und Pflegepersonal nicht genug Intensivbetten und Ausrüstung haben, um alle schwer am Coronavirus Erkrankten optimal zu betreuen. Deutschland will solche schlimmen Situationen unbedingt vermeiden. Dennoch haben sich Experten auch hierzulande Gedanken um Richtlinien gemacht, welche Patienten zuerst versorgt werden sollen, falls es nicht für alle reicht.

Wer wird in einer akuten Mangelsituation an das Beatmungsgerät angeschlossen, wer nicht? Diese Entscheidung dürfe man nicht auf die Ärzte abwälzen, die Kriterien dafür müsse die Gesellschaft festlegen, sagt der Tübinger Medizinethiker Urban Wiesing. Die Wissenschaftler und Mediziner, die sich mit dem Thema beschäftigen, sind jetzt mit ihren Vorschlägen für Deutschland an die Öffentlichkeit gegangen. Laut Wiesing ist die entscheidende Frage bei solchen schwierigen Entscheidungen, wie gut die Prognose für den einzelnen Patienten ist. Sollten hierzulande bindende Vorgaben für die Ärzte entwickelt werden, gelte dennoch: »Es gibt keine schmerzfreie Lösung, jede Richtlinie macht mehr als Bauchschmerzen«. (sä)

18:40 Uhr Lagemeldung aus dem Sozialministerium: Es gibt aktuell 7.252 Corona-Infizierte im Südwesten, zudem 56 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die beiden Todesfälle aus dem Kreis Tübingen und ein Todesfall aus dem Kreis Reutlingen tauchen in der Statistik noch nicht auf – das Ministerium betont auch erneut, dass dies ein vorläufiger Datenstand ist. Wieso es einen Meldeverzug zwischen Landkreis, Bundesland und Robert-Koch-Institut gibt, wird hier erklärt. (kk)

18:23 Uhr Der Reutlinger Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat eine Facebook-Aktion gestartet, sie heißt »Die Menschen hinter den Schutzmasken«. Eric Sindek, der stellvertretende Bereitschaftsleiter beim Ortsverein Eningen, erklärt, was dahinter steckt:  »Den ganzen Tag sieht man in den Nachrichten nur Menschen in den weißen Schutzanzügen, gar nicht die richtigen Menschen darunter. Das ist doch irgendwie auch befremdlich.« DRK-Helfer aus dem ganzen Kreis sind bei der Abstrichstelle in Münsingen im Einsatz: »Alle von uns ziehen hier an einem Strang, das Gemeinschaftsgefühl ist toll«, sagt Sindek, der den Text zum Posting verfasst hat. (kk)

18:02 Uhr Es gibt einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit Corona im Kreis Tübingen, teilt das Landratsamt mit: Ein Frau, Jahrgang 1937, mit Vorerkrankungen, ist in Nagold verstorben. Sie war wohnhaft im Kreis Tübingen. (pm)

17:50 Uhr Die Schulabschlussprüfungen sollen nach derzeitigem Stand trotz Corona-Krise doch in ganz Deutschland stattfinden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder am Mittwoch in einer Schaltkonferenz verständigt, nachdem Schleswig-Holstein zuvor angekündigt hatte, die Prüfungen abzusagen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

17:16 Uhr Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha hat sich an die 193 Rehakliniken im Land gewendet und sie als Häuser für leicht erkrankte Covic-19-Patienten ins Spiel gebracht. Damit sind auch die Fachkliniken Hohenurach im Spiel. Der Betrieb in dem 555-Betten-Haus, das am 14. März wegen zwei bestätigten Fällen geräumt worden war, wird gerade wieder hochgefahren.

»Es ist absehbar, dass die Zahlen stationär behandlungsbedürftiger Patientinnen und Patienten mit Covid-19 in den nächsten Wochen deutlich ansteigen werden«, schreibt der Minister, »es ist auch absehbar, dass zusätzlich ein Bedarf für weitere nicht-intensivmedizinische Behandlungskapazitäten besteht.« Hier sollen Rehakliniken wie die in Bad Urach für Entlastung der Akutkrankenhäuser schaffen, die sich auf viele schwer(er) erkrankte Covic-19-Patienten einstellen. »Wir sind noch keine Corona-Klinik«, sagt Uli Wüstner, der Geschäftsführer der Fachkliniken Hohenurach, »wir könnten aber starten – wir helfen dem Land gern.« (and)

16:43 Uhr Not macht erfinderisch: In Kneipen ist es oft üblich, Getränke nicht gleich zu bezahlen sondern »anzuschreiben« und die Rechnung dann einmal in der Woche oder im Monat zu begleichen. Der Wirt gibt dem Gast sozusagen einen Kredit in Form von Getränken. Die Reutlinger Kneipe »Zentrale«, die aufgrund der Corona-Lage dicht machen musste, will den Spieß jetzt umdrehen.  »Normalerweise macht ihr die Deckel bei uns – nun machen wir sie zur Abwechslung mal bei euch«, heißt es in einem Posting auf der Facebookseite des Lokals. Wer die »Zentrale« jetzt finanziell unterstütze, erhalte einen Monat nach Wiedereröffnung den vollen Betrag in Form von Getränken oder Speisen zurück. So könne man der Kneipe durch die schwere Zeit helfen. (ege)

16:28 Uhr Wie das Landratsamt meldete, ist die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, im Landkreis Reutlingen auf 172 gestiegen. (pm)

16:08 Uhr In Reutlingen und der Region steigt nicht nur die Zahl der Corona-Fälle, auch die Solidarität nimmt zu. Zwischen einzelnen Menschen und zwischen Unternehmen in der Region, wie ein Beispiel aus Dettingen zeigt: Die Firma EPflex stellt dort Medizinprodukte her. Darunter Komponenten für Beatmungsgeräte und Zentrale Venenkatheter-Sets, die aktuell in Krankenhäusern dringend gebraucht werden. Weil der Firma langsam der Isopropylalkohol zur Desinfektion der Arbeitsplätze ausging und die Lieferanten das Mittel aufgrund der Corona-Lage vorrangig an Kliniken und Apotheken liefern, hätte die Produktion bis in wenigen Wochen gestoppt werden müssen. Johannes Uihlein, der Leiter des Qualitätsmanagements, setzte daraufhin in einer Whatsapp-Gruppe der Wirtschaftsjunioren der IHK Reutlingen einen Notruf ab. Wenig später landete der Aufruf im Netz. Auf die Frage, wer ein paar Liter Isopropylalkohol entbehren könne, gab es massive Rückmeldung, sagte Uihlein dem GEA. Einige Firmen haben das Mittel sogar kostenlos zur Verfügung gestellt, 20 Liter kamen beispielsweise von Elring Klinger. Das Lager bei EPflex ist wieder voll, die Produktion nicht mehr gefährdet. (ege)

15:42 Uhr Gemeinsam gegen das Coronavirus: Rote Aufkleber an den Müllfahrzeugen der Technischen Betriebsdienste Reutlingen rufen dazu auf, Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten, um die schnelle Ausbreitung des Virus zu dämpfen. Der Slogan wird in den nächsten Tagen nicht nur auf den Müllwagen, sondern auch an vielen weiteren Orten in Reutlingen zu finden sein. So soll beispielsweise auf Ortseingangsbannern zum Abstand halten aufgerufen werden. (pm)

Foto: Stadt
Foto: Stadt

15:28 Uhr Es gibt einige überregionale Corona-Neuigkeiten: In der Rhein-Neckar-Region husten Jugendliche ältere Menschen an und flüchten - nun ermittelt die Polizei, mehr dazu lesen sie hier. Die Diakonie sieht Prostituierte in einer besonderen Notlage und will sie unterstützen, bis staatliche Hilfen anlaufen. Auch Spanien meldet nun mehr Corona-Todesfälle als China, nur noch Italien verzeichnet bislang noch mehr Tote durch Covid-19. (dpa)

15:07 Uhr Wie der GEA nun erfahren hat, ist der in häuslicher Quarantäne verstorbene, mit dem Coronavirus infizierte Mann, der als zweiter Corona-Todesfall im Kreis gilt, eines natürlichen Todes gestorben. Dies sagt Uli Wüstner, der Geschäftsführer der Fachkliniken Hohenurach – der Verstorbene war ein Mitarbeiter der Fachkliniken. Somit sind nach Aussage von Uli Wüstner und Prof. Dr. Friedrich Pühringer, dem Ärztlichen Direktor der Kreiskliniken, alle drei bisher vermeldeten Corona-Toten im Kreis »mit dem Virus gestorben, nicht an dem Virus«. Gestern hatten wir berichtet, dass bei diesem Mann Covid-19 todesursächlich war. (kk)

15:00 Uhr Die Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle appelliert an Firmen: »Da Schutzausrüstung am Markt kaum mehr zu bekommen ist, rufe ich alle Firmen, die Schutzausrüstung vorhalten oder produzieren, auf, sich bei uns zu melden.« Krankenhäuser und Ärzte benötigten diese dringend. Der Landkreis hat in den letzten Tagen über 30 Firmen abtelefoniert und so rund 150 Schutzmasken FFP-2 erhalten. (pm)

14:30 Uhr Startsignal für die »Initiative Grundversorgung«: Auch die »Tübinger Tafel« musste vergangene Woche wegen des Corona-Virus ihren Laden in der Eisenbahnstraße schließen. Bürgermeisterin Daniela Harsch und die Dorothea Kliche-Behnke von der SPD-Fraktion wollten dezentral für Ersatz sorgen: »Die Menschen brauchen doch trotzdem Essen.« Die Jugendorganisationen aller Parteien waren sofort dabei sowie verschiedene Aktivisten-Gruppen: Binnen weniger Tage entstand über soziale Medien die Initiative, der sich neben Mitgliedern des Gemeinderats und städtischen Mitarbeitern zunächst 60, am Dienstag schon weit über 100 Freiwillige angeschlossen hatten, vor allem Schüler und Studenten.

Foto: Martin Bernklau
Foto: Martin Bernklau

Sie beschaffen von Läden und Supermärkten ausgemusterte Lebensmittel, sortieren sie und bringen sie zu sechs Stellen im ganzen Stadtgebiet, wo sie kostenlos an Bedürftige abgegeben werden: in der Parkgaststätte  »Goldene Zeiten« vor dem Hauptbahnhof, im Brückenhaus am Neckarwehr, bei der Kinder-und Jugendfarm Derendingen, im Stadtteiltreff Wanne, beim Bürgertreff NaSe in der Südstadt und bei der St. Petrus-Gemeinde Lustnau - jeden Werktag zwischen 14 und 17 Uhr. (mab)

13:51 Uhr An den Wertstoffhöfen Dußlingen und Reutlingen-Schinderteich werden ab sofort nur noch Abfälle von Handwerkern und Kleinbetrieben aus den Kreisen Reutlingen und Tübingen angenommen. Anlieferungen von Privathaushalten sind bis auf Weiteres nicht mehr möglich, schreiben die Technischen Betriebsdiensten Reutlingen (TBR) auf ihrer Homepage. Auch die Grüngutabfuhr, die am 16. März beginnen sollte, wird verschoben. Der Häckselplatz Betzingen ist seit heute vorübergehend geschlossen. Gelbe Säcke sind im Rathausfoyer und an Pforte der TBR weiterhin erhältlich. Bei der Sperrmüllabfuhr kommt es zu längeren Wartezeiten. Derzeit werden keine weiteren Aufträge angenommen. (pm)

13:27 Uhr Aktuell sind 34.009 Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden - das ist zumindest auf dem Dashboard der amerikanischen Johns Hopkins University zu lesen, die Corona-Daten weltweit nahezu in Echtzeit auswertet. Deutschland liegt auf Platz fünf der Länder mit den meisten bestätigten Infizierten. Das Robert-Koch-Institut vermeldet 31.554 Infizierte - hinkt aber aufgrund der längeren Meldekette naturgemäß etwas mit den Zahlen hinterher. (kk)

12:30 Uhr GEA-Redakteurin Heike Krüger findet, dass durch die Corona-Krise ein neues Wir-Gefühl entstanden ist: »Kein Zweifel: Zupackende Hingucker sind derzeit unübersehbar im Kommen. Und wäre es nicht wunderbar, wenn sie blieben?«, schreibt sie in ihrem Kommentar. (ekü)

11:55 Uhr Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, wie der Palast am Mittwoch mitteilte. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit. (dpa)

11:38 Uhr In einer neuen Facebook-Gruppe von Mythos Schwäbische Alb können sowohl Gastronomen, Lebensmittel- und Getränkehersteller als auch Bäcker und Metzger aus dem Landkreis Reutlingen und darüber hinaus, ihre Abhol- und Lieferdienste anbieten oder über sonstige Angebote informieren. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

10:54 Uhr Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer fordert, bereits jetzt Ausstiegsmöglichkeiten aus den wegen des Coronavirus geltenden Verordnungen zu diskutieren. Für den Erhalt des gesellschaftlichen Friedens und der öffentlichen Ordnung sei es notwendig, »dass wir uns Gedanken über Exit-Strategien machen. Wie kommen wir kontrolliert und organisiert aus diesem totalen Lockdown wieder heraus in drei bis vier Wochen?«, zitiert die »Welt« den Rathauschef. Palmer äußerte der Zeitung gegenüber Zweifel, dass die derzeitige Ausnahmesituation sehr viel länger als einen Monat durchzuhalten sei. Für Palmer ist demnach auch eine »vertikale Öffnung« denkbar: »Menschen, die über 65 Jahre alt sind, und Risikogruppen werden aus dem Alltag herausgenommen und vermeiden weiter Kontakte. Jüngere, die weniger gefährdet sind, werden nach und nach kontrolliert wieder in den Produktionsprozess integriert.« (dpa)

10:39 Uhr Acht regionale Blutspendezentren gibt es in Baden-Württemberg und Hessen. Eine davon befindet sich im Alb-Donau-Kreis in Laichingen in der Daniel-Schwenkmezger-Halle. Dort wurde in den vergangenen zwei Tagen knapp 300 Menschen jeweils ein halber Liter abgezapft. Einfach zum Spendetermin kommen? Das ist derzeit nicht möglich. Beim Einlass überprüfen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, ob der Spender einen Termin hat, bevor seine Temperatur gemessen wird. Mehr dazu lesen Sie hier. (lejo)

9:58 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck zeigt sich in einer Videobotschaft im Internet begeistert von der Solidarität vieler Reutlinger Bürger. 180 Personen hätten sich bereits bei www.reutlingen.de/einkaufshilfe angeboten, für Menschen einzukaufen, die einer Risikogruppe angehören. Solidarität sei die beste Arznei, so Keck. Sein Appell an die Bevölkerung: Nie war es wichtiger als jetzt, regionale Händler, Dienstleister und Gastronomen zu unterstützen. (ege)

9:53 Uhr Der Handschlag ist in Deutschland bei der Begrüßung vieler Menschen Standard. Obwohl er seit der Corona-Krise tabu ist, zuckt es oft noch im Arm, wenn man einen Bekannten zufällig auf der Straße trifft. Doch es gibt auch Alternativen zum Händedruck. Welche, das sehen Sie in unserer interaktiven Grafik. (ege)

9:05 Uhr Reutlinger Hotels und Restaurants sind großteils geschlossen, nur wenige halten einen Notbetrieb aufrecht. Eine Geschichte über einen vollkommenen Zusammenbruch. (co)

8:45 Uhr Seit heute gibt es in Reutlingen ein Online-Portal, das Angebote zur Nachbarschaftshilfe und Dienstleistungen von Einzelhändlern und Gastronomen bündelt. Unter der URL www.abstandnehmen-zusammenstehen.de finden sich außerdem Infos zu den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit Corona sowie zu Hilfeleistungen für Unternehmen. Die Website ist ein von der Stadt Reutlingen unterstütztes Gemeinschaftsprodukt des Reutlinger Stadtmarketings, "Rt-aktiv" und der Reutlinger Gastro-Initiative". (ege)

8:16 Uhr Auf dem Immenhof in Immenhausen leben bei Familie Riehle 30 Pferde, die Privatpersonen gehören. Noch können sie versorgt werden. Wegen des Coronavirus gelten nun strenge Regeln. Mehr dazu lesen Sie hier. (sapo)

7:36 Uhr In einer Zeit der Flugstreichungen und Grenzschließungen gleicht der Rückflug von Windhuk fast einer Flucht, einer Flucht ins Corona-Krisengebiet Deutschland, schreibt GEA-Politikredakteur Emanuel Schürer über seine letzten Meter auf namibischem Boden zum Flugzeug. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (eks)

7:00 Uhr Wegen Verstoßes gegen die Kontaktregeln zum Coronavirus haben vier junge Menschen in Oberhausen eine Anzeige kassiert. Mehr dazu lesen Sie hier 

Dienstag, 24. März 2020 

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages aber eine schöne Geschichte aus unserem Verbreitungsgebiet: Auf der Gemeindehompage von St. Johann macht Quaks, die Quarantäne-Ente, Kindern Vorschläge, was sie in der Quarantäne-Zeit denn Schönes und Lustiges anfangen können. Mehr zu diesem Projekt lesen Sie hier. (dew)

20:45 Uhr Traurige Nachrichten aus dem Süden: In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

20:30 Uhr Die seit Montag geltende Fassung der Corona-Landesverordnung hat viele Fragen aufgeworfen. Klar ist: Im öffentlichen Raum dürfen sich nicht mehr als zwei Personen zusammen aufhalten - es sei denn, die Personen gehören zur Familie oder zum Hausstand. Aber welche Regeln gelten eigentlich innerhalb der eigenen vier Wände? Darf man noch eine private Geburtstagsfeier veranstalten? Diese Frage hat uns erreicht.

Ein Sprecher des Sozialministeriums stellt klar: »Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen  verboten.« Natürlich könne man nicht alle Haushalte kontrollieren - er appelliert also wiederholt an die Vernunft der Bürger und betont, »dass jetzt nicht die Zeit für Privatpartys ist«. Die Verfassung erhält einen Passus, in dem steht, dass Familienmitglieder, die in gerader Linie miteinander verwandt sind, von der Fünf-Kopf-Regel ausgenommen sind. Heißt: Vater, Sohn, Großmutter, Enkel. Ausgenommen davon sind Geschwister, Tanten und Neffen. Das sei auch wörtlich zu nehmen, betont der Pressesprecher - auch eine Geburtstagsfeier mit mehr als fünf Geschwistern und Cousins, die nicht im eigenen Haus wohnen, wäre somit beispielsweise ein Verstoß gegen die Verordnung. (kk)

19:50 Uhr Die Zahl der vom Sozialministerium vermeldeten Corona-Infektionen ist heute um 710 Fälle angestiegen. Es sind nun 6.043 Fälle in Baden-Würtemberg registriert. Bislang sind laut Sozialministerium 37 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben, 28 von ihnen waren 80 Jahre alt oder älter. In diese Zahl ist aber beispielsweise der dritte Todesfall aus Reutlingen noch nicht eingerechnet. (pm)

19:30 Uhr Tübinger Betriebe, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen werden, können ab sofort die Stundung ihrer Gewerbesteuer beantragen, das teilt die Stadtverwaltung mit. Gestundet werden können Steuern, die bereits fällig sind oder in diesem Jahr fällig werden. Auch eine Anpassung der Vorauszahlung ist möglich. Auch die Metzinger Stadtverwaltung verkündet, »dass alle Unternehmen, die im Zuge der Corona-Pandemie Ertragseinbußen befürchten, ihre aktuellen Gewerbesteuer-Vorauszahlungen für das Jahr 2020 anpassen können«. (pm)

19:18 Uhr Tübingen hats gestern verkündet, Reutlingen tut's heute: Die Kindergartengebühren für April werden den Eltern erlassen, dies gilt für städtische Einrichtungen wie auch die Häuser anderer Träger. Sozialbürgermeister Robert Hahn verkündete das auf der städtischen Facebookseite - und erntete schnell viel Lob von der virtuellen Gemeinde. Endgültig stimmen die Gemeinderäte in ihrer nächsten Sitzung am 28. April darüber ab - ihre Zustimmung haben sie aber schon heute signalisiert. (kk)

19:15 Uhr Es sind bislang drei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Kreis Reutlingen bekannt. Der Ärztliche Direktor der Kreiskliniken, Prof. Dr. Friedrich Pühringer, erklärt hier, warum die Corona-Todesfall-Statistiken immer differenziert betrachtet werden sollten. (kk)

18:45 Uhr Auch Reutlingens größter Arbeitgeber Bosch reagiert auf die Corona-Krise. »Wir haben eine Einigung mit dem Betriebsrat zur Stundenreduzierung«, sagte eine Pressesprecherin dem GEA. Heute seien die Mitarbeiter darüber informiert worden, dass von morgen an in Bereichen der Robert-Bosch GmbH am Standort Reutlingen/Kusterdingen Überstunden und Resturlaub abgebaut werden müssen. Nicht betroffen sind Bosch Sensortec und Bosch Connected Devices and Solutions. Außerdem befinde man sich derzeit mit der Arbeitnehmervertretung im Austausch darüber, wie die nächsten Schritte aussehen könnten. »Kurzarbeit ist in der Diskussion«, bestätigt die Pressesprecherin. (ege)

17:56 Uhr So sieht eine Reutlinger Gemeinderatssitzung in Zeiten von Corona aus. Warum sie nicht aufgeschoben werden konnte, haben wir weiter unten im Ticker bereits erklärt. Eine Sitzung via digitaler Medien wäre laut Oberbürgermeister Thomas Keck auch keine Alternative gewesen, weil sie »das Risiko rechtswidriger Beschlüsse« in sich berge. (ele)

Sitzung mit Abstand: Der Reutlinger Gemeinderat tagt in der Stadthalle. Foto: Frank Pieth
Sitzung mit Abstand: Der Reutlinger Gemeinderat tagt in der Stadthalle.
Foto: Frank Pieth

17:08 Uhr Ein privater Sicherheitsdienst ist in der Tübinger Altstadt mit mehreren Streifen unterwegs, »um den Verlust der sozialen Kontrolle auszugleichen, der durch die weitgehende Ausgangsbeschränkung in der Corona-Krise entstanden ist«, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Einbrecher sollen sich nicht ermutigt fühlen, straffällig zu werden, nur weil weniger Passanten unterwegs sind. 

17:02 Uhr Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben. (dpa)

16:58 Uhr Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Fälle steigt im Landkreis Tübingen auf 300 an. Damit sind seit gestern weitere 110 infizierte Personen hinzugekommen. Diese enorme Steigerung ist der Tatsache geschuldet, dass das beauftragte Labor mit der Übermittlung der Ergebnisse über eine Woche im Verzug war und die Ergebnisse nun konzentriert übermittelt.

Außerdem meldet der Landkreis Tübingen nun den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Cornavirus: Eine 76-jährige Frau mit Vorerkrankungen starb am vergangenen Wochenende. Die im Paul-Lechler-Krankenhaus verstorbene Frau, über die gestern berichtet wurde, stammt aus dem Zollernalbkreis. Parallel hat das Robert-Koch-Institut neue Kriterien für die Testung herausgegeben: Risikogebiete wurden komplett aus den Kriterien herausgenommen. Nach Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt werden Tests ab sofort nur noch bei Personen durchgeführt, die Husten und Fieber (ab 38 Grad Celsius) haben und in den vergangenen 14 Tagen ab Symptombeginn Kontakt zu einer infizierten Person hatten. (pm)

16:48 Uhr Im Kreis Reutlingen liegen aktuell 152 laborbestätigte Corona-Fälle vor, meldet das Reutlinger Landratsamt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Mittlerweile sind drei Personen wieder genesen. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

16:11 Uhr Immer wieder wird der AfD vorgeworfen, dass sie viel kritisieren und spalten, statt konstruktive Vorschläge zu machen. Selten konnte man das so deutlich sehen wie in der aktuellen Corona-Krise. Während sich die Reutlinger Stadtverwaltung, diverse Stadträte und Bundestagsabgeordnete aus der Region seit Tagen bemühen, in den sozialen Medien für die Bürger nutzwertige Informationen zu publizieren, veröffentlicht der Reutlinger AfD Kreisverband auf seiner Facebookseite fast ausschließlich parteipolitisches Zeug. Darunter ein Seitenhieb gegen »linke Nachdenkseiten«, ein Hinweis, dass die AfD im Bundestag zuerst auf die Gefahr durch das Coronavirus hinwies und natürlich diverse Posts, dass Flüchtlinge immer noch nach Deutschland einreisen dürfen. Welchem Gastronomen, welcher Pflegekraft, welchem Supermarktangestellten, welchem Bürger das aktuell helfen soll, wird das Geheimnis der Reutlinger AfD bleiben. (ege)

15:34 Uhr Heute Abend tagt der Reutlinger Gemeinderat - trotz Coronakrise, aber in der Stadthalle, damit die Abstände zwischen den Räten eingehalten werden können. »Muss das heute sein?« fragt eine Facebook-Nutzerin den GEA. Immerhin sei das eine öffentliche Versammlung. Eine andere GEA-Leserin meldet sich telefonisch mit derselben Frage. Die Antwort aus dem Rathaus: Ja, es muss sein. Zum einen, weil im Bloosgebiet sonst nicht weiter gebaut werden kann - »und wir wollen ja trotz Coronakrise weiter Wohnraum schaffen«. Zum anderen weil die Stadt sonst keine Zuschüsse mehr fürs Sanierungsgebiet »Quartier Oberamteistraße« aus dem Landessanierungstopf bekommt. (kk)

15:22 Uhr Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Am Mittwoch können die Soforthilfen online hier beantragt werden. (pm)

15:09 Uhr Die Reutlinger Tafel plant ihre ältesten Tafel-Kunden direkt zu Hause mit Ware zu versorgen. »Dazu gehören neben unserem Lebensmittelangebot auch Hygieneartikel und Waschmittel. Die Menschen sollen alles in einem Aufwasch zu Tafelpreisen bekommen«, erklärt Joachim Rückle, Geschäftsführer des Diakonieverbandes Reutlingen. Gerade für Ältere sei es wichtig, dass sie zu Hause bleiben können. Hierfür werden aber erst noch die Kunden angeschrieben und das Organisationsteam stellt sich ebenso gerade erst auf. Auch der Reutlinger Tafel-Laden soll in schlanker Linie wieder eröffnet werden. Noch ist aber nicht klar, wie und wann das abläuft. Ende der Woche soll der Plan stehen. Etwa 2.000 Familien sind von der Tafel in Reutlingen abhängig. Etwa 70 bis 80 Personen kommen an einem Tag und versorgen sich dort mit den lebensnotwendigen Lebensmitteln. »Viele Menschen und auch Vereine bieten uns hierzu ihre Hilfe an«, freut sich Rückle. (mnk)    

14:59 Uhr Viele Menschen, die allein leben, sind durch das Herunterfahren des öffentlichen Lebens einsam. Die Pfullinger Nachbarschafts-Initiative PAULA vermittelt jetzt soziale Kontakte am Telefon. Personen, die Kontakt-Anrufe übernehmen möchten sowie alle, die sich Anrufe wünschen, können sich per E-Mail oder per Telefon 071219883188 melden. (pm)

14:41 Uhr Die AfD-Fraktion fordert wegen der Corona-Krise in einem zur heutigen Gemeinderatssitzung gestellten Antrag, schnell umsetzbare Schritte zur Kostensenkung in allen Bereichen der Stadtverwaltung. Dazu gehören vor allem »die Stilllegung von unrentablen, kaum genutzten Busverbindungen, Kürzungen bei Dienstleistungsverträgen, aber auch im Personalbereich«. Außerdem fordert die AfD-Fraktion, die Kindergartengebühren für die Dauer der Schließung der Kinderbetreuungen auszusetzen. (pm) 

14:07 Uhr Im Kreis Sigmaringen gibt es aktuell 128 bestätigte Corona-Fälle. Drei Personen sind wieder genesen, meldet das Landratsamt. (pm)

13:55 Uhr Die Fußballer des TV Unterhausen heben die Klopapier-Challenge auf die nächste Stufe. In ihrem Video, das auf Instagram zu sehen ist, jongliert ein Akteur sogar mit einer Jumbo-Toilettenpapierrolle. (ege)

13:28 Uhr Japans Premier Abe akzeptiert die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr. Mehr dazu lesen Sie hier. Nun herrscht Klarheit an fast allen Fronten, schreibt GEA-Chefredakteur Christoph Fischer in seinem Kommentar: »Und man kann die Korrekturarbeiten in Angriff nehmen. Das ist eine gute Nachricht, weil sie der Hoffnung Raum lässt, dass die Krise am Ende Gutes zur Folge hat.« (dpa/GEA)

13:05 Uhr Einige Supermärkte bieten Senioren und Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise frühere Öffnungszeiten an. Seit Montag steht zum Beispiel das Sortiment vom Edeka Fleck im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof zwischen 7 und 8 Uhr nur Rentnern, Rollstuhlfahrern und anderen »Personen mit Handicap« zur Verfügung, wie ein Schild am Eingang erklärt. Auf Facebook hat die Entscheidung zum größten Teil viel Lob und viele Herzchen bekommen. Manche Nutzer mahnten, dass auch die Renter einem gewissen Ansteckungspotential ausgesetzt sind, wenn sie alle zur selben Zeit einkaufen gehen. Andere fanden die Uhrzeit zu früh. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa/kk)

12:40 Uhr Das Geschäft mit der Not macht auch vor Corona keinen Halt. Ingwer gegen Viren, Notfallpaket mit abgelaufener Schokolade und merkwürdige Mittel: Die Verbraucherzentrale warnt. Mehr dazu lesen sie hier

11:43 Uhr Auf dem Tübinger Festplatz gibt es seit Montag eine Fieberambulanz. Dort werden Covid-19-Patienten und Verdachtsfälle ambulant versorgt, um die niedergelassenen Ärzte in Tübingen zu entlasten. Die Fieberambulanz soll aber nur aufgesucht werden, wenn der Hausarzt keine Untersuchung und Behandlung vornehmen kann. Die Patientenzuweisung erfolgt entweder direkt aus der Teststelle, vom Gesundheitsamt oder durch den Hausarzt. Es ist nicht möglich, direkt zur Ambulanz zu kommen. Die Praxis wird täglich von 9 bis 18 Uhr besetzt sein. (em)

Die neue Fieber Ambulanz bei der Abstrichstelle in Tübingen. Foto: Niethammer
Die neue Fieber Ambulanz bei der Abstrichstelle in Tübingen.
Foto: Niethammer

11:32 Uhr Virtuelles Lernen ist in Zeiten von Corona besonders für Ausbildungsbetriebe im Gesundheitswesen wichtig. Die Firma Easysoft aus Metzingen entwickelt digitale Lernplattformen. Geschäftsführer Andreas Nau erklärt im Gespräch mit dem GEA das Prinzip des virtuellen Klassenzimmers. (mewe)

11:19 Uhr Gestern Abend wurde ein Patient der BG Klinik Tübingen positiv auf Covid-19 getestet. Der Patient wurde vor ein paar Wochen zur Behandlung einer schweren Entzündung seiner Knieprothese in der Klinik aufgenommen und erfolgreich behandelt. Derzeit befindet sich der Patient zur weiteren Behandlung in einer so genannten Komplexen Stationären Rehabilitation. Nachdem der Patient am Montag Vormittag Fieber entwickelt hatte, veranlasste die BG Klinik Tübingen umgehend dessen Isolation und Testung auf Covid-19. Nach dem positiven Testergebnis am gleichen Abend, wurde der Fall dem Gesundheitsamt gemeldet. Ein weiterer Patient, mit dem sich der Patient das Zimmer geteilt hatte, wird derzeit ebenfalls getestet. Außerdem ermittelte die BG Klinik Tübingen zudem vorsorglich alle möglichen Kontaktpersonen. (pm)

11:05 Uhr Keine Bundesliga, keine Spiele des SSV Reutlingen, kein Amateurfußball: Ohne die schönste Nebensache der Welt kann das Leben für viele Menschen ganz schön langweilig sein. Aktuell ist nicht absehbar, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Wer trotzdem nicht auf Fußball verzichten will, kann sich sich hier das spannende Derby zwischen dem SSV Reutlingen und den Stuttgarter Kickers nochmal anschauen. Viel Spaß. (ege)

10:50 Uhr Kaum hatte Michaela Schmid in Gomaringen ihren Laden eröffnet, musste sie schon wieder schließen. Jetzt ist sie überwältigt von der Solidarität ihr gegenüber.

10:25 Uhr Die Produktion bei Siemens am Standort Tübingen steht vorerst still. Das bestätigte Pressesprecherin Evelyn Necker auf GEA-Anfrage. Am 18. März wurde bekannt, dass sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Daraufhin wurden alle, die mit ihm Kontakt hatten, ins Homeoffice geschickt, sein Arbeitsbereich wurde desinfiziert. Als am Abend des 20. März das Testergebnis eines weiteren Angestellten positiv ausfiel, kamen Betriebsrat, betriebsärztliches Team und die Standortleitung laut Necker gemeinsam zu der Entscheidung, die Produktion zu stoppen. Sie kann binnen 24 Stunden wieder hochgefahren werden, das wird  jedoch frühestens im April der Fall sein. Zwei Tage später wurde bestätigt, dass zwei weitere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert wurden. Am Standort arbeiten rund 400 Mitarbeiter. (ege)

9:54 Uhr Das Tübinger Modeunternehmen Rösch Fashion hat mit ihrem Schwesterbetrieb Rösch Mode in Kecskemét/Ungarn Mund- und Nasenmasken entwickelt, die das Umfeld vor Ansteckung durch Speichelaustritt schützen sowie gleichzeitig unnötige Berührungen im eigenen Gesicht vermindern sollen, teilte das Unternehmen mit. Seit Mitte März laufe die Produktion der nicht-zertifizierten Masken mit einer wöchentlichen Kapazität bis zu 100 000 Stück. Rösch baue noch weitere Kapazitäten auf. Drei Varianten von Masken seien entwickelt und getestet worden, weitere für Kinder würden geplant. Die Masken würden mit Priorität an Großabnehmer aus dem medizinischen Bereich sowie an systemrelevante Firmen und Institutionen geliefert. Im zweiten Schritt sei auch die Abgabe an Privatpersonen über den Onlineshop geplant. (GEA)

9:26 Uhr Bei Twitter wird derzeit ein Schaffner für seine Durchsage in einem Zug der Deutschen Bahn gefeiert: »Bitte seien Sie so nett und vergreifen Sie sich nicht an unseren Toilettenpapiervorräten,« schallt es aus dem Lautsprecher. Und weiter: »Sollte ich jemand erwischen, der sich eine Rolle mit nachhause nehmen will, dem ziehe ich die Ohren lang.« Wir finden: Eine geniale Idee auch für eine Durchsage in den Reutlinger Supermärkten. (ege)

9:01 Uhr Gute Nachricht: Das Bundesfamilienministerium unterstützt Alleinerziehende und Familien mit wenig Einkommen in der Krise. Notfall-Kiz heißt die Aktion, die Ihre Haushaltskasse monatlich mit bis 185 Euro auffüllen kann. Ihren Anspruch prüfen Sie hier. (ege)

8:53 Uhr Die Bergwacht in Baden-Württemberg mahnt Freizeitsportler angesichts der Corona-Krise zu erhöhter Vorsicht. Wegen geschlossener Einrichtungen und eingeschränkter Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten ziehe es viele Menschen vermehrt in die Natur, sagte eine Sprecherin der Bergwacht Schwarzwald. Dies bedeute ein erhöhtes Unfallrisiko. Komme es zu Unglücken, müssten sich Retter im Einsatz einer hohen Infektionsgefahr aussetzen. Menschen sollten ihr Freizeitverhalten so anpassen, dass die Einsatzzahlen für den Rettungsdienst möglichst gering gehalten werden können. Dies gelte beim Wandern ebenso wie zum Beispiel beim Klettern und Mountainbiken. (dpa)

8:40 Uhr Weiter Verwirrung um 2.000 Coronavirus-Proben, darunter etwa 1.000 aus dem Kreis Tübingen: Ein Ravensburger Labor meldet erst nicht mehr verwertbare Proben, gibt dann aber Entwarnung. Doch die Behörden bleiben dabei: Die getesteten personen sollen nochmal einen Abstrich machen lassen. Eine Ärztin spricht von einem Skandal. (dpa/GEA)

8:35 Uhr Information ist alles. Das gilt vor allem in Corona-Zeiten. Was ist zu tun, was erlaubt, was verboten? Doch kommen die Informationen, die derzeit sämtliche Kanäle fluten, auch bei allen Bürgern an? Was ist mit den vielen Migranten im Land, die teils wenig oder gar kein Deutsch verstehen? Ein Beispiel aus Eningen.

8:29 Uhr Das Coronavirus ist gar nicht so schlimm, die Grippe ist viel gefährlicher, hört man auch in dieser Zeit noch von einigen. Stimmt das? Wie ansteckend ist Covid-19 im Vergleich zu anderen Krankheiten? Diese interaktive Grafik zeigt, wie viele Personen ein Erkrankter (z.B. an Masern, Grippe, Ebola…) im Durchschnitt ansteckt. (dpa)

8:15 Uhr Wird die laufende Saison 2019/2020 fortgesetzt? Welche Szenarien gibt es? Ebenso wie in manchen Profi-Ligen gibt es auch im Amateurbereich in Reutlingen und der Region in zahlreichen Sportarten wegen der Coronakrise viele offene Fragen. Eine Übersicht.

7:42 Uhr Die europäische Solidarität reicht in der Coronakrise doch weiter als bis zum nächsten Schlagbaum, kommentiert Jürgen Rahmig in seinem Kommentar.

7:00 Uhr In den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes leben viele Menschen zusammen. Um die Gefahr der Verbreitung des Coronavirus zu minimieren, werden alle Neuankömmlinge getestet. Mehrere Flüchtlinge sind in Quarantäne. Mehr lesen Sie hier

Montag, 23. März 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages noch eine Meldung vom Landesdatenschutzbeauftragten: Überließen Telekommunikationsfirmen den Behörden Ortungsdaten ihrer Kunden, um Infektionsketten zu verfolgen oder die Wirkung verhängter Maßnahmen zu überprüfen, sei das aber unter bestimmten Bedingungen in Ordnung, sagte Stefan Brink dem »Badischen Tagblatt« (Dienstag) in Baden-Baden. Mehr dazu lesen Sie hier.

20:45 Uhr Im Landkreis Reutlingen gibt es einen dritten Corona-Todesfall: Ein 81-jähriger Mann verstarb im Klinikum am Steinenberg. (GEA) 

20:40 Uhr Nach der erneuten Verschärfung von Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus ziehen Behörden in Deutschland eine positive Bilanz. Viele Menschen hielten sich mittlerweile an die Auflagen, hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Ländern. Mehr dazu lesen Sie hier

20:37 Uhr Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann appelliert an alle Pendler, die mit den Öffentlichen unterwegs sind: »Bitte versuchen Sie, wenn möglich, Ihre Fahrten im öffentlichen Nahverkehr auf Randzeiten zu verschieben und immer zu überlegen, ob sie wirklich notwendig sind.« Auch bei den Eisenbahnunternehmen steige der Krankenstand unter den Lokführern - unter anderem deswegen gelte ein reduzierter Fahrplan. Wer aktuell gewungenermaßen noch mit Bus und Bahn zwischen Reutlingen und Tübingen pendelt, der sieht täglich, dass immer weniger Menschen den ÖPNV nutzen. In Tübingen haben die Stadtwerke auf die meist einstelligen Fahrgastzahlen in den Bussen reagiert: Ab Mittwoch gilt der Samstagsfahrplan, die Linie zu den Kliniken (13E) wird verstärkt. (pm/kk)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

20:25 Uhr Die Reutlinger Kreiskliniken seien gut für die Corona-Krise vorbereitet, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. So habe ein eigens eingerichteter Krisenstab sich täglich besprochen und alle Maßnahmen eingeleitet, um beispielsweise ausreichend Beatmungsplätze und Isolierbetten zur Verfügung zu stellen. Im Klinikum am Steinenberg können anwachsend 122 Isolationsbetten genutzt werden, heißt es. Es ständen zudem bis zu 50 Beatmungsplätze zur Verfügung. Die Auslastung der Kliniken an allen drei Standorten habe man um rund 50 Prozent zurückgefahren, ausgewählte Behandlungen fänden nur noch bei hoher Dringlichkeit statt. (pm)

20:00 Uhr Landratsämter, Ministerien, Institute: Sie alle melden täglich Corona-Fallzahlen. Damit die vielen verschiedenen Zahlen besser eingeordnet und interpretiert werden können, haben wir aufgelistet, wer was an wen melden muss - und wie viel Zeit dazwischen oft vergeht. Mehr dazu lesen Sie hier. Das Sozialministerium hat indess heute Abend 5.333 Infizierte und 31 Corona-Todesfälle in Baden-Württemberg vermeldet. Das Durchschnittsalter der registrierten Infizierten beträgt 47 Jahre. (kk)

19:09 Uhr Das Landratsamt Tübingen meldet die neusten Fallzahlen: Es gibt 191 bestätigte Corona-Infizierte im Kreis, viele Proben stehen aber noch aus. Die älteste betroffene Person ist Jahrgang 1927, es sind aber auch einige Jugendliche unter den Betroffenen. (pm) 

18:40 Uhr Vertrauen ist gut, Kontrolle besser: Gemeinsam mit der Polizei überprüft das Ordnungsamt, ob die neuen Vorgaben gegen die Ausbreitung des Coronavirus eingehalten werden. Die Frage, wie Verstöße sanktioniert werden, stellt eine Herausforderung dar. Mehr dazu lesen Sie hier. (ege)

18:10 Uhr Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) befindet sich in Quarantäne. Er habe am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Montag mit. Lucha habe sich daraufhin unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Er sei symptomfrei und gehe seinen Dienstgeschäften vollumfänglich von zu Hause aus nach. (dpa)

17:24 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet nun 127 bestätigte Corona-Fälle. Zwei Personen aus dem Kreisgebiet sind an den Folgen der Erkrankung gestorben, zwei gelten wieder als genesen. Insgesamt wurden 1380 Abstriche genommen. (pm)

17:22 Uhr Trotz Coronavirus-Pandemie und vieler Appelle: In der Nacht von Freitag auf Samstag versammelten sich junge Leute bei Gomadingen oberhalb von Offenhausen im Gewann Schützenbuch zu einer privaten Party. Das werde nun strafrechtlich geahndet, teilt die Gemeinde mit, Bürgermeister Clemens Betz ist stinksauer. Mehr dazu lesen Sie hier. (cofi)

17:01 Uhr Die Aktion »Essen für Helden« der Football der SSV Reutlingen Eagles stößt auf große Resonanz. Mittlerweile hat der Coach Michael Häring einen Moneypool auf Paypal eingerichtet, auf dem bereits nach wenigen Stunden rund 500 Euro zusammengekommen sind. Das bedeutet 100 zusätzliche Essen, die sich Mitarbeiter aus systemrelevanten Berufen (zum Beispiel Krankenhaus, Supermarkt, Müllabfuhr) im Reutlinger Restaurant Dolce täglich von 16 bis 22 Uhr nach telefonischer Vorbestellung (07121/1362936) abholen können. (der) 

16:48 Uhr Nicht nur Klopapier, Nudeln und Desinfektionsmittel werden gehamstert, auch Mundschutz ist derzeit Mangelware. Die Isepos GmbH mit Sitz in Wannweil hat deshalb auf ihrer Facebookseite angekündigt, in den firmeneigenen 3D-Druckern Mundschutzmasken herzustellen. Sie bestehen aus Plastik und könnten »mit einfachen austauschbaren Filtern – wie Taschentüchern oder anderen Filtermaterialien - über einen langen Zeitraum wiederverwendet und zudem leicht desinfiziert werden«. Die Masken entsprechen zwar keiner Norm, da minimalster Schutz aber besser als kein Schutz sei, bietet die Firma sie gegen eine Spende primär für Leute an, die durch ihre Arbeit dazu beitragen, die Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Wer Interesse hat, soll sich per Mail an das Unternehmen wenden. (ege)

16:13 Uhr Rund 2000 Coronavirus-Proben sind laut dem MVZ Labor Ravensburg - anders als am Sonntag vom Gesundheitsministerium Baden-Württemberg mitgeteilt - doch verwertbar und können im Labor analysiert werden. »Alle bei uns eingelieferten Proben werden wir schnellstmöglich untersuchen«, teilte das Labor heute auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gestern hieß es in einer Mitteilung, dass das Labor wegen fehlender Chemikalien rund 2.000 Proben, davon 1.000 im Kreis Tübingen, nicht rechtzeitig analysieren konnte und die Tests deshalb zu einem Teil nicht mehr verwertbar seien. Hier geht's zum aktuellen Artikel.

16:08 Uhr Vor der Post-Filiale auf dem Pfullinger Marktplatz werden die eineinhalb Meter Abstand - trotz Andrang - vorbildlich eingehalten. Die Filiale hat zurzeit nur noch nachmittags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. (us) 

Foto: Sautter
Foto: Sautter

16:05 Uhr Nochmal was zum Thema Klopapier - denn Krisenzeiten machen erfinderisch. Offenbar leben manche Hamster von Toilettenpapier, weswegen für wirklich Bedürftige im Handel keine Rolle mehr übrig bleibt. Der naheliegende Gedanken: Man könnte sich einer Rolle Küchenpapier mittels Teppichmesser im Handumdrehen drei praktische Rollen Toilettenpapier machen. Das klappt auch, aber leider macht's dennoch keinen Sinn, wie uns eine aufmerksame Leserin mitteilt: Küchenpapier kann zu verstopften Abflüssen führen. Schade eigentlich. (zen) 

16:00 Uhr Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer beantwortet in einer Facebook-Liveschaltung erneut Fragen zu Corona. 

15:35 Uhr Eltern in Tübingen müssen für den Monat April keine Kindergartengebühren zahlen. Dies habe man für städtische Einrichtungen beschlossen und damit folge die Stadtverwaltung einer Verabredung aller Bürgermeister im Landkreis Tübingen, heißt es in einer Pressemitteilung. Freie Träger habe man aufgefordert, gleich zu verfahren. Mit dem Erlass der April-Gebühren wolle man besonders Familien helfen, die durch die wirtschaftliche Situation aktuell sowieso schon gebeutelt sind. (pm) 

15:27 Uhr Nach wie vor gehen viele Anrufe beim Bürgertelefon des Landkreises ein. In den Abendstunden habe sich die Nachfrage aber deutlich reduziert, schreibt das Landratsamt - deshalb wurden die Zeiten geändert: Ab morgen sind die Mitarbeiter von 8 bis 18 Uhr zu erreichen unter der Nummer 07121 4804399. (pm)

15:03 Uhr Die Tübinger Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus meldet einen ersten Covid-19-Todesfall: So verstarb eine 91-jährige Akutpatientin am Samstag. Aktuell werden mehrere Verdachtsfälle und drei positiv getestete Patienten in speziellen Tropen-Isolierzimmern behandelt. Sollte bei kritischen Verläufen die Beatmungspflicht eintreten, erfolge ausstattungsbedingt eine Verlegung an das UKT Tübingen. (pm)

14:45 Uhr Mal wieder ein Ticker-Beitrag zum Hamster-Produkt Nummer 1: Klopapier. Wie wir am Freitag bereits berichtet haben, hat Basti Vaas aus Grafenberg in der Facebook-Gruppe »#Nachbarschaftschallenge Reutlingen« eine ungewöhnliche Aktion gestartet: Er hat Klopapier, das er einem Kumpel mit Hausmeister-Service abgekauft hat, an Bedürftige verschenkt. Die Resonanz war so gut, dass er am Samstag noch mehr Rollen kaufte und wieder verschenkte - unter anderem an die Diakonie Grafenberg und die Diakonie Metzingen, aber auch an Privatpersonen, deren Kinder und Enkel ihn auf Facebook angeschrieben hatten. 

Basti Vaas (links) und sein Kumpel Maik Strehlow, der einen Hausmeister-Service hat und dem Vaas das Klopapier zum Einkaufspreis abgekauft hat. Foto: privat
Basti Vaas (links) und sein Kumpel Maik Strehlow, der einen Hausmeister-Service hat und dem Vaas das Klopapier zum Einkaufspreis abgekauft hat.
Foto: privat

Am Samstag habe er gemeinsam mit seiner Freundin auch Supermarkt-Parkplätze angefahren und dort gezielt Senioren angesprochen. Viele seien zunächst skeptisch und ein wenig eingeschüchtert gewesen - trotzdem wurden auch auf diesem Weg nochmal 50 Packungen verschenkt, berichtet Vaas. Er hat auf Facebook sehr viel Zuspruch für seine Aktion bekommen und auch kleinere Geldspenden gingen bei ihm ein - das ganze Klopapier hat er zunächst aus eigener Kasse finanziert. Wir finden: Klasse Aktion! (kk)

14:21 Uhr Als Folge der Produktionsstopps bei vielen Autobauern fährt nun auch der Zulieferer Elring Klinger mit Sitz in Dettingen einen Großteil seiner Produktion herunter. Betroffen seien vor allem die Standorte in Europa und Nordamerika, aber auch die Werke in Indien und Brasilien, teilte das Unternehmen am Montag mit. Mehr dazu lesen Sie hier

13:35 Uhr Die Sitzung des Reutlinger Gemeinderats am morgigen Dienstag findet trotz Corona und entsprechender Bundesverordnung statt - allerdings unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Die Sitzung wurde in die Stadthalle verlegt, denn hier kann der Mindestabstand eingehalten werden. Stadträte, die einer Risikogruppe angehören, müssen nicht teilnehmen. »Die Sitzung ist zur weiteren Handlungsfähigkeit der Stadt zwingend notwendig«, begründet Oberbürgermeister Thomas Keck diese Entscheidung. (pm)

12:55 Uhr Es gibt verschiedene Arten, wie Menschen mit der Krise umgehen. Manche schicken sich lustige Bildchen und verabeiten die aktuellen Entwicklungen mithilfe von Humor. Auch der Glaube an einen allmächtigen Gott kann Menschen Zuversicht und Hoffnung geben. Was sicherlich nicht hilft, ist eine Plakataktion wie sie heute in der Reutlinger Wilhelmstraße zu sehen ist. Vom Albtorplatz bis hinunter in die Katharinenstraße ist jede zweite Laterne mit einem Blatt Papier beklebt. Darauf zu lesen sind düstere Bibelverse in englischer Sprache über das Ende der Welt und die Zerstörung der Menscheit. Unser Fazit: Eine Aktion für die Tonne. (ege)

Mutmachen in der Krise geht anders: Plakate mit düsteren Bibelversen in der Innenstadt. Foto: Egenberger
Mutmachen in der Krise geht anders: Plakate mit düsteren Bibelversen in der Innenstadt.
Foto: Egenberger

12:20 Uhr Die Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft (RSV) wird ihr Angebot »aufgrund der Ausnahmesituation« weiter anpassen, heißt es in einer Pressemitteilung: Ab Dienstag wird der Betrieb auf den Quartiersbuslinien eingestellt, es handelt sich um die Linien 81, 82, 91, 92, 93 und 94. Außerdem teilt der Verkehrsverbund Naldo mit, dass Schülermonatskarten im »Schülerlistenverfahren« für den April erstattet werden können, wenn sie bis spätestens 31. März postalisch bei der Abgabestelle zurückgegeben werden. Wenn die Karte zurückgegeben wird, kann eine April-Karte aber nicht erneut ausgestellt werden, außerdem entfällt die Bonusregelung bei Eigenanteilen, das heißt dass dann der Monat Juli zusätzlich abgebucht wird. (pm)

12:01 Uhr Ohne Einnahmen kämpfen viele Kinos um ihre Existenz. Ein Kino-Vermarkter hat eine Möglichkeit geschaffen, wie jeder sein Lieblingskino in diesen schweren Zeiten unterstützen kann, ohne selbst einen Cent zu zahlen. Unter www.hilfdeinemkino.de  kann man dazu auf einer Deutschlandkarte sein Kino vor Ort auswählen und bekommt dann ein Werbevideo angezeigt. Mit jedem Video, das angeschaut wird, zahlt #HilfDeinemKino dem ausgewählten Kino ein bisschen Geld. (der)

11:51 Uhr Coronavirus-Pushmeldungen für Reutlingen und die Region können Sie via RSS direkt auf Computer oder Smartphone empfangen. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

11:23 Uhr Im Kreis Reutlingen haben sich nach Angaben des Landratsamts 120 Personen mit dem Coronavirus infiziert, zwei seien im Zusammenhang mit der Krankheit gestorben. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Behörde meldet, dass mittlerweile ein Infizierter wieder genesen ist. (pm)

10:55 Uhr: Eine Website von Rosa Reutlingen sammelt Hilfsangebote von Bürgern und stellt sie auf einer Karte nach Postleitzahl-Gebieten unterteilt dar. Unter der Postleitzahl 72764 Reutlingen sind bereits 75 Helfer registriert, für 72070 Tübingen 69. Beim Klick auf die Suchergebnisse öffnet sich eine Liste mit den einzelnen Angeboten. Der anonymisierte Helfer kann dann über ein Formular kontaktiert werden. (ege)

Screenshot: Nachbarschaft.Care
Screenshot: Nachbarschaft.Care

10:31 Uhr Den freien Theatern macht die Krise besonders zu schaffen. Und die Verunsicherung ob, wann und wie es weitergehen kann, ist groß. Zumal völlig unklar ist, wie die Bühnen finanziell über die Runden kommen sollen. Wie die Schauspielhäuser in Reutlingen von der Coronakrise betroffen sind, lesen Sie hier.

9:59 Uhr Sinneswandel bei den Menschen in der Region: Eine interaktive Karte der »Bild« vergleicht auf Basis anonymisierter Mobilfunkanbieter-Daten die Bewegungsprofile der Bevölkerung. Der Vergleich zeigte, dass die Menschen im Kreis Reutlingen am 16. März nur sechs Prozent weniger, im Kreis Tübingen acht Prozent weniger unterwegs waren, als am 9. März. Beide Werte lagen unter dem Bundesdurchschnitt (13 Prozent). Heute zeigt sich ein ganz anderes Bild. Es deckt sich mit dem, was auch am Wochenende zu beobachten war. Im Vergleich zum 14. März haben sich die Menschen im Kreis Reutlingen am Samstag 45 Prozent weniger bewegt, im Kreis Tübingen 43 Prozent. Die größte Reduzierung der Bewegung fand in Bayern statt, gefolgt von Baden-Württemberg. (ege)

9:31 Uhr Sie kommen mit dem Lesen neuer Corona-Nachrichten kaum hinterher? Der GEA will es Ihnen etwas leichter machen. Wir haben für Sie eine Seite mit interaktiven  Webgrafiken zusammengestellt. Mit nur ein paar Klicks erfahren Sie hier auf spielerisch leichte Weise das Wichtigste rund um Covid-19. Probieren Sie es hier aus.

8:58 Uhr Die Corona-Epidemie bedeutet für die Kliniken einen personellen und finanziellen Kraftakt. Die größte Kasse im Land sagt Unterstützung zu. Auch für die Versicherten gibt es eine gute Nachricht.

8:40 Uhr Die IHK Reutlingen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen sowie eine Reihe von Städten in der Region fordern Vermieter von Bars, Kneipen und Geschäften auf, sich »kooperativ zu verhalten und nach Möglichkeit temporäre Unterstützung bei der Gestaltung der Mietpreiszahlungen zu zeigen«. Damit setzten die Vermieterinnen und Vermieter in außergewöhnlichen Zeiten ein wichtiges Zeichen der Solidarität »und tragen zum Erhalt des breit gefächerten Einzelhandels- und Gastronomieangebots in der Region Neckar-Alb unmittelbar bei«, heißt es in dem Appell. (pm)

8:34 Uhr Sollen die Olympischen Spiele verschoben werden? Die Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes bezieht seine Athleten in die Debatte mit ein. Was die Dettinger Kurzdistanz-Profitriathletin Anja Knapp und Profi-Tennisspielerin Laura Siegemund aus Metzingen dazu sagen, lesen Sie hier.

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

7:55 Uhr Das Coronavirus wird Deutschlands Wirtschaft Hunderte von Milliarden Euro Produktionsausfälle bescheren, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. Das haben aktuelle Berechnungen des ifo-Instituts ergeben. »Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist«, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest. »Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.« (pm)

7:38 Uhr In Dettingen wird streng kontrolliert.  Tagsüber vom örtlichen Vollzugsdienst, der von Rathaus- oder Bauhofmitarbeitern unterstützt wird. Nachts ist zudem im Auftrag der Gemeinde ein privates Security-Unternehmen mit zwei Mitarbeitern im Ort unterwegs. (füs)

7:00 Uhr Für kleine Unternehmen soll nun schnell finanzielle Hilfe kommen. Mehr dazu lesen Sie hier

Sonntag, 22. März 2020

21:30 Uhr Ein privates Labor aus der Region Oberschwaben hat verschiedenen Gesundheitsämtern im Land heute mitgeteilt, dass die ihm in der vergangenen Woche zur Auswertung übergebenen Coronavirus-Proben auf Grund nicht vorhandener zur Testung notwendiger Chemikalien zum Großteil nicht rechtzeitig analysiert werden konnten und deshalb zu einem Teil nicht mehr verwertbar seien. Es handelt sich insgesamt um rund 2.000 Proben aus den Landkreisen Tübingen, Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis. Davon stammen die meisten Proben (etwa 1.000) aus dem Kreis Tübingen. Wer sich jetzt nochmal testen lassen muss, lesen Sie hier. (pm)

21 Uhr Das Coronavirus ist keine lustige Sache. Trotzdem werden seit Anfang der Krise Witze darüber gemacht. Aber darf man das überhaupt? Kareen Seidler vom Deutschen Humorinstitut in Leipzig sagt dazu, es sei ganz normal, dass Menschen sich über das lustig machen, was sie sehr beschäftigt. Humor hilft uns, mit Anspannung und Angst besser klar zu kommen, erklärt sie. Lachen ist also eine Art und Weise mit einem Problem umzugehen. Etwas Schweres wird so ein bisschen leichter. (dpa)

20:46 Uhr Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wird am morgigen Montag wieder eine Bürgersprechstunde zum Thema Coronavirus anbieten. Die Live-Übertragung auf seiner Facebookseite startet um 16 Uhr. Fragen können dort schon heute in den Kommentaren gepostet werden. Die gleiche Aktion startete Palmer auch am vergangene Woche, sein Video vom Donnerstag hatte mehr als 7.500 Aufrufe. (ege) 

20:21 Uhr Heute wurden dem Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg weitere 482 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 4.300 an. (pm)

19:51 Uhr Was tun, wenn wenig geht? Ganz alleine eröffnen sich in Zeiten des Coronavirus viele Abenteuer, die sonst links oder rechts liegenbleiben. Man muss nur die Augen öffnen, und sich aufmachen. Eine Geschichte über ein Abenteuer ganz alleine in der Metzinger Outletcity. (zen)

19:06 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel muss sich nun selbst in häusliche Quarantäne begeben, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. (dpa)

18:50 Uhr Kein Ausgangsverbot: Das ist erst einmal eine gute Nachricht. Es heißt, dass die Menschen verstanden haben, schreibt GEA-Politikredakteurin Karin Kiefhaber in ihrem Kommentar.

18:25 Uhr Punkt 18 Uhr spielte die Glocke der Stiftskirche in Tübingen mehrfach die Melodie der Europahymne. Die Atmosphäre war sehr anrührend. Der Marktplatz und die ganze Innenstadt waren viel leerer als sonst bei schönem Wetter an Sonntagen. Einige der wenigen Passanten blieben stehen, lauschten der Melodie und klatschten. (kk)

18:08 Uhr Zwischen Mailand und Sizilien erklingt seit Beginn der Corona-Epidemie viel Musik von Balkonen und aus Fenstern. Menschen singen und musizieren gegen die Krise. Die Italiener machen es vor, in Deutschland haben heute um 18 Uhr viele nachgezogen. Auch in Reutlingen. Beispielsweise im Wohngebiet am Georgenberg. Von zahlreichen Balkonen erklang Ludwig van Beethovens »Ode an die Freude« und durchbrach die gespenstische Stille. Sogar Blasmusik war zu hören. Schöne Aktion! (ege/dpa)

17:48 Uhr Eine Ausgangssperre verhängt die Politik ausdrücklich nicht. Weiter möglich bleiben: der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft - sowie andere notwendige Tätigkeiten. (dpa)

Umfrage

17:26 Uhr  Zusätzlich habe man sich in der Telefonkonferenz darauf geeinigt, zwei Punkte zu verschärfen, die heute noch im Eilverfahren beschlossen und von morgen an gelten sollen. In der Öffentlichkeit müssen Bürger dann verbindlich einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Im Supermarkt, beim Spazierengehen, in der Straßenbahn. Außerdem darf man draußen nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigene Hausstand unterwegs sein. Die Maßnahmen gelten für zwei Wochen, dann wird beraten, wie es weitergeht. »Das öffentliches Leben wird weiter runtergefahren aber wir machen Baden-Württemberg nicht dicht«, sagte Kretschmann dazu. (ege)

17:24 Uhr In Baden-Württemberg sei die Corona-Lage besonders bedrohlich, sagte Kretschmann. Zum einen durch die Nähe zu Italien, zum anderen, weil sich viele Wintersportler mit Covid-19 angesteckt hätten. Deshalb habe das Land noch vor anderen Bundesländern die Vorgaben zur Ausbreitung des Virus verschärft. Heute wurde beschlossen, dass von morgen an in allen Bundesländern das gilt, was seit gestern schon in Baden-Württemberg gilt. Die Liste finden Sie hier. (ege)

17:13 Uhr Mit knapp einer Viertelstunde Verspätung meldet sich Winfried Kretschmann im Livestream. Die Zahl der persönlichen Kontakte zu minimieren habe weiter oberste Priorität, sagt er. Die meisten Menschen würden sich bereits daran halten, Corona-Parties seien verschwunden. Auch beim Einkaufen würden die Menschen Disziplin zeigen, darüber sei er »froh und dankbar«. Kretschmann kündigte an: »Die Polizei wird die Einhaltung der Regeln streng kontrollieren und sanktionieren, wenn nötig.« (ege)

16:55 Uhr Eine halbe Stunde nach Winfried Kretschmann gibt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Erklärung ab. Hier geht's zum Video.

16:46 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann informiert über die Ergebnisse der Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder um 17 Uhr hier im Livestream (Sein Statement startet bei Minute 13:30).

16:29 Uhr Ein Betrüger hat in Tuttlingen mit einem vorgetäuschten Corona-Test schnelles Geld machen wollen. Wie die Polizei heute mitteilte, sei ein Bürger von einem Mann angerufen worden, der sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgegeben und sich nach seinem Gesundheitszustand erkundigt habe. Der Unbekannte kündigte an, dass er kommen werde, um einen Corona-Test zu machen, der 5.000 bis 7.000 Euro kosten würde. Das Opfer ließ sich nicht täuschen und verständigte die Polizei. (dpa)

16:13 Uhr Die Stadt Reutlingen möchte helfen, Personen, die in der Krise Hilfe brauchen, und solche, die Hilfe anbieten, zu vernetzen. Es geht in erste Linie darum, Menschen mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Auswahl und Umfang müssen direkt mit dem Hilfeanbietenden besprochen werden. Denkbar sind auch andere kleine Besorgungen wie: Apotheke, beim Arzt ein Rezept holen, den Hund Gassi führen.

Wenn Sie Hilfe brauchen, klicken Sie hier.
Wenn Sie Hilfe anbieten, klicken Sie hier.

15:55 Uhr Bund und Länder beschließen eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Die Regelung soll mindestens zwei Wochen gelten. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:51 Uhr Im Landkreis Sigmaringen sind nach aktuellem Stand 90 Personen an Covid-19 erkrankt. Das ist eine Person mehr als gestern. (pm)

15:43 Uhr Das Regierungspräsidium Tübingen verstärkt sein Krisenmanagement: Aufgrund der zunehmenden Dynamik wird ab sofort ein Corona-Arbeitsstab eingerichtet, der Bürgern, Behörden und Wirtschaftstreibenden für Fragen werktags ab kommenden Dienstag unter Telefon 070717570 oder per E-Mail mit dem Betreff »Corona« unter poststelle@rpt.bwl.de zur Verfügung steht. (pm)

15:13 Uhr Einen kompletten Ausfall der Olympischen Spiele in Tokio schließt IOC-Präsident Thomas Bach weiter aus. Ein Umdenken aber räumt er ein. Mehrere Szenarien für die Sommerspiele sind möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.

14:37 Uhr Trotz Hamsterkäufen wegen der Coronavirus-Krise ist die Lebensmittelversorgung in Deutschland aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht gefährdet. Es gebe im Moment auch »keine Planung, die staatlichen Nahrungsmittelreserven in irgendeiner Form anzutasten«, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, dem Tagesspiegel am Sonntag. Auch die Wasser- und die Stromversorgung seien nicht gefährdet. (dpa)

13:42 Uhr Wer gilt eigentlich als Kontaktperson? Die Grafik zeigt, welche Personengruppen in welchen Situationen einer höheren Infektionsgefahr durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgesetzt sind.

13:24 Uhr Im Amateurfußball wird fieberhaft nach einer Lösung gesucht, wie es spätestens im Sommer weitergehen soll. Was für ein Kurzspieljahr spricht und was dagegen, lesen Sie im Pro und Contra der Sportredakteure Manfred Kretschmer und Frank Wild. (GEA)

12:57 Uhr Das Coronavirus könnte in Großbritannien besonders viele Menschenleben fordern - vielleicht sogar mehr als in Italien, fürchten Experten. Erste Kliniken weisen Patienten ab, Krankenschwestern schützen sich mit Müllbeuteln. Ärzte haben britischen Medien zufolge schon die offizielle Anweisung bekommen, nach Überlebenschancen der Patienten abzuwägen, wer Hilfe erhält. Hier geht's zum Artikel. (dpa)

12:49 Uhr Schneewanderer, Spaziergänger und Jogger, in regelkonformer Zweier- oder Dreierbesetzung, genießen am Sonntagvormittag die bizarre Winterlandschaft in Mössingen am Fuße der Schwäbischen Alb.

Vorbildlich mit Sicherheitsabstand: Schneewanderer unter dem Dreifürstenstein in Mössingen. Foto: Meyer
Vorbildlich mit Sicherheitsabstand: Schneewanderer unter dem Dreifürstenstein in Mössingen.
Foto: Meyer

12:31 Uhr Den Eindruck, dass sich die meisten Menschen in der Region an diesem Wochenende an das Versammlungsverbot halten, bestätigt das Reutlinger Polizeipräsidium auf GEA-Anfrage. Hatten die Oberbürgermeister Thomas Keck (Reutlingen) und Boris Palmer (Tübingen) am Freitag noch von Grillfesten und feiernden Jugendlichen gesprochen, war es am Wochenende Stand jetzt »eher ruhig«, sagt der Polizeiführer vom Dienst Peter Buckmaier. Drei Mal hätten Anrufer der Polizei mitgeteilt, dass Personen auf der Straße feiern würden. Die Beamten hätte jedoch in allen Fällen niemand angetroffen. In Rottenburg habe laut Buckmaier noch eine Familienfeier stattgefunden, es sei aber noch unklar, ob das regelwidrig war. »Aus Sicht des Polizeipräsidiums war das ein gutes Wochenende«, resümiert Buckmaier. (ege)

12:05 Uhr Der Maschinenring Deutschland startet morgen, auf Initiative des Maschinenrings Tettnang und der Bodensee-Bauern, eine bundesweite Jobbörse für Erntehelfer. Unter www.daslandhilft.de können sich Bürger melden, die den Bauern unter die Arme greifen wollen. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk sagte: »Der Einsatz von Erntehelfern ist dringend notwendig, um die Versorgung der Menschen mit heimischen Lebensmitteln sicherzustellen.« Grenzüberschreitende Reisen aus berufsbedingten Gründen, wozu auch die Saisonarbeit zählt, sind weiterhin zulässig, so Hauk. Als Nachweis für die berufsbedingte Reise diene eine Pendlerbescheinigung, dies müsse auch für Saisonarbeitskräfte gelten, zumal dann, wenn sie nicht aus Risikogebieten kommen. (pm)

11:39 Uhr  Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr. (dpa)

11:17 Uhr Das Stadtmarketing Reutlingen, RTaktiv und die Reutlinger Gastro-Initiative planen eine regionale Website, die Anfang nächster Woche online gehen soll. Dort können sich jene Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen zusammen präsentieren, die ihre Produkte und Dienstleistungen weiterhin den Kunden online anbieten, per Kurier versenden oder durch neue, innovative Ideen zum Kunden bringen wollen. Damit soll die lokale Wirtschaft während der Krise unterstützt werden. Wer ein entsprechendes Angebot hat, muss ein Online-Formular ausfüllen. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

11:08 Uhr So wie es an diesem sonnigen Vormittag aussieht, halten sich die meisten Menschen in der Reutlinger Innenstadt an die Vorgaben, so weit es geht zuhause zu bleiben. Die Wilhelmstraße ist praktisch leergefegt, auf den Straßen in der Umgebung ist so gut wie kein Verkehr. Selbst beim Bäcker ist es für einen Sonntag ruhig. Die Leute bemühen sich sichtlich, den 1,5-Meter-Abstand zueinander einzuhalten. Manche stehen fast doppelt so weit voneinander entfernt. (ege)

10:45 Uhr Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert die Forschung zum Corona-Virus am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) in Reutlingen mit 210.000 Euro. »Wir müssen jetzt alles dafür tun, um schnellstmöglich einen geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus zu finden. Unsere wirtschaftsnahe Forschung im Land kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten«, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute in Stuttgart.

Mit der Anschaffung eines Pipettierroboters soll am NMI die Immunantwort auf Infektionen mit dem Corona-Virus erforscht und spezifische Antigene für die Diagnostik und Impfstoffentwicklung identifiziert werden. »Das NMI und unsere anderen Forschungsinstitute im Land sind international bestens vernetzt und daher gefragte Partner bei der Suche nach geeigneten Impfstoffen. Gerade innerhalb der Innovationsallianz Baden-Württemberg verfügen wir über hervorragende Forschungskompetenzen«, so die Ministerin. (pm)

10:36 Uhr Zeitungsverlage in Deutschland unterstützen mit einer Plakat-Aktion die Appelle an die Menschen, zuhause zu bleiben. Auch der Reutlinger General-Anzeiger macht mit. Die Ausgabe vom Samstag enthielt eine ganzseitige Anzeige mit dem Aufdruck: »Wir bleiben zuhause. Und wir danken allen, die den Laden am Laufen halten«. Sie soll gut sichtbar ins Fenster gehängt werden, wie hier an einem Beispiel aus Degerschlacht schön zu sehen ist. (ege)

Foto: Dengel
Foto: Dengel

Wenn Sie noch kein Abonnent unserer gedruckten Ausgabe oder des E-Papers sind oder einfach noch ein weiteres Exemplar der Anzeige möchten, dann können Sie sich das hier herunterladen, auf Ihrem PC speichern und ausdrucken.

9:58 Uhr Steigt die Scheidungsrate oder bekommen wir in neun Monaten einen Babyboom? Die Corona-Krise, wochenlanges Zuhausebleiben und dazu noch der Verzicht auf Kontakte werden nicht spurlos an uns vorübergehen. Welche Spuren das sein werden, daran scheiden sich die Geister. Wie man in Isolation (über)lebt, lesen Sie hier.

9:35 Uhr Die aktuelle Corona-Lage bringt jeden Tag traurige Nachrichten hervor. Mehr Infizierte, Tote, geschlossene Läden oder Gaststätten, Versammlungsverbote. Aber es gibt auch viel Positives: Nachbarschaftshilfe, Medizinstudenten, die sich vernetzen, um zu helfen. Aktionen wie die des TSV Sickenhausen oder der SSV Reutlingen Eagles. Und es gibt Menschen, die sich jeden Tag dafür einsetzen, den Laden am Laufen zu halten. In der GEA-Video-Serie »Helden der Krise« stellen wir in losen Abständen einige davon vor. Im heutigen Clip: Eine Supermarkt-Besitzerin und eine Verkäuferin. (ege)

9:12 Uhr Die Footballer der SSV Reutlingen Eagles haben auf Facebook eine außergewöhnliche Aktion gestartet. Wer im Supermarkt, bei der Polizei, beim Sicherheitsdienst, bei der Müllabfuhr oder im Krankenhaus arbeitet, darf sich ein Gratis-Essen im Reutlinger Restaurant Dolce bestellen. Es gibt ein Kontingent von 170 Essen. Finanziert wird die Aktion von den Trainern, Spielern und von Sponsoren. Um das Angebot inn Anspruch zu nehmen, muss man außerdem seine Uniform oder Arbeitskleidung bei der Abholung anhaben. Gefällt uns! (ege)

8:46 Uhr Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 haben sich nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 13.000 Covid-19-Tote seien bisher gezählt worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur in einem Artikel. (dpa)

8:34 Uhr Bombenentschärfung in Zeiten der Corona-Pandemie? In Stuttgart geschieht das am Sonntag. Wer aus der Wohnung raus muss, immer hin etwa 1.000 Bürger, soll in Ersatzunterkünften genügend Platz zum Abstand halten haben. (dpa)

8:23 Uhr Bleibt zuhause, schränkt eure sozialen Kontakte ein, lauten seit Tagen die Appelle von Politikern, Experten und Prominenten. Aber tun die Menschen das auch? Eine interaktive Karte der »Bild« vergleicht auf Basis anonymisierter Mobilfunkanbieter-Daten die Bewegungsprofile der Bevölkerung vom 9. März mit dem 16. März. Das Ergebnis: Die Menschen waren am 16. März 13 Prozent weniger unterwegs als noch vor einer Woche. Auffällig ist, dass die Appelle in den neuen Bundesländern sowie in Baden-Württemberg deutlich weniger zu helfen scheinen als im Rest der Republik. Laut der Karte wurden im Kreis Reutlingen nur sechs Prozent weniger Reisen unternommen, im Kreis Tübingen acht Prozent. Beide Werte liegen unter dem Durchschnitt. (ege)

Umfrage

8 Uhr Ralph Solveen erklärt den Unterschied zwischen der Finanzkrise und der Coronavirus-Krise. Der Commerzbank-Volkswirt erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2020 deutlich schrumpft. Er sieht aber auch Chancen für eine zügige Erholung nach der Krise. Hier lesen Sie das ganze Interview. (rog)

Samstag, 21. März 2020

21 Uhr Das Coronavirus wirbelt den Zeitplan im Fußball durcheinander. Ein Eil-Finale oder der EM-Modus werden für die Bundesliga diskutiert. Der Europapokal und die Nationalmannschaft brauchen auch Platz im Terminkalender. Auch radikale Lösungen könnten in den Fokus rücken. Mit diesem Frage-Antwort-Stück verabschieden wir uns für heute. (dpa)

20:46 Uhr Kleine Aufmerksamkeit in Zeiten der Corona-Krise: Was ein Auszubildender in einem Reutlinger Autohaus am Service-Desk erlebt hat lesen Sie hier.

20:08 Uhr Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer fordert bei Facebook: »Wenn schon Shutdown, dann bitte richtig.« Die Strategie, die Deutschland aktuell fahre, führe dazu, dass der Shutdown ein Jahr bis 18 Monate durchgehalten werden müsse. Dazu brauche es Alternativen. Eine davon sei die Protection-Strategie. Eine sehr strenge Isolation der Risikogruppen, während die weniger Gefährdeten den Laden am Laufen halten. (ege)

19:15 Uhr Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Samstag (21. März) vom Landesgesundheitsamt (LGA) weitere 153 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf 3.818 an. Mittlerweile gibt es außerdem 23 Todesfälle. (pm)

19:01 Uhr Seit Dienstag sind die Fitnessstudios in Baden-Württemberg wegen der Gefahr auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus geschlossen. Doch es gibt eine Alternative. Das peb2 in Eningen öffnet am Sonntag online seine Pforten. Und das nicht nur für Mitglieder. Mehr dazu lesen Sie hier. (der)

18:45 Uhr Nach ersten Einzelfällen ist das Coronavirus großflächig in Deutschland angekommen. Das Diagramm zeigt den Verlauf der Epidemie und die jeweils aktuellen Fallzahlen auf Basis der vom Robert Koch-Institut und der Johns-Hopkins-Universität gemeldeten Infektionen. Deutlich wird, was exponentielles Wachstum bedeutet. Noch vor einer Woche gab es in Deutschland etwa 4.500 Covid-19-Infizierte, heute sind es mehr als 22.000. (dpa)

18:17 Uhr Trotz Verbots waren am Freitag Spiel- und Bolzplätze in Reutlingen noch bevölkert. Die Ordnungskräfte schritten konsequent ein. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (keg)

17:44 Uhr Im Landkreis Sigmaringen 89 Menschen an Covid-19 erkrankt. Das sind 15 Erkrankte mehr als gestern. (pm)

17:17 Uhr Einkäufer müssen sich an diesem Samstag in Tübingen nicht fürchten, nichts mehr zu bekommen. Im Aldi in Derendingen beispielsweise sind die Regale und die Gefriertruhen sogar deutlich voller, als früher. Einzig rares Gut auch in Tübingen: Mehl und Klopapier. Um das zu bekommen, müssen meist mehrere Supermärkte abgeklappert werden. In den Supermärkten geht es ruhig zu, am Samstagnachmittag ist nicht übermäßig viel los, manche Kunden tragen Handschuhe. (kk)

16:45 Uhr Streit um Milliardenhilfe für Kliniken: Das Gesundheitswesen befindet sich in der Coronakrise im Stresstest. Der Gesundheitsminister plant umfassende Sofortmaßnahmen. Nicht alle sind begeistert. Mehr dazu lesen Sie hier

15:55 Uhr Wie heute morgen schon hier im Ticker berichtet, ist der Corona-Selbsttest, bei dem man die Luft anhalten muss und der in sozialen Medien die Runde macht, Mist. Da macht der Test, den der in Mössingen aufgewachsene Comedian Tedros Teclebrhan heute bei Instagram gepostet hat, fast schon mehr Sinn. (ege)

15:21Uhr Neben Kurzarbeitergeld für Angestellte soll es auch Unterstützung für Selbstständige und kleine Unternehmen geben. Diese sollen infolge der Coronavirus-Krise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten. Beschlossen werden soll das Ganze möglichst schnell. (dpa)

15:12 Uhr Die allgemeinen Regeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie führen auch in den Supermärkten der Region sichtbar zu Konsequenzen. Weil nur noch eine begrenzte Anzahl an Personen in die Läden darf, haben  Supermärkte wie die Rewe-Filiale im Tübinger Schleifmühlenweg (siehe Foto) Anstehbereiche mit Absperrband eingerichtet. Mit roten Markierungen am Boden sollen die wartenden Kunden auf Abstand gehalten werden. (der)

Anstehbereich mit Abstands-Markierungen vor der Tübinger Rewe-Filiale im Schleifmühlenweg.
Anstehbereich mit Abstands-Markierungen vor der Tübinger Rewe-Filiale im Schleifmühlenweg. Foto: Georg Pardi
Anstehbereich mit Abstands-Markierungen vor der Tübinger Rewe-Filiale im Schleifmühlenweg.
Foto: Georg Pardi

14:39 Uhr Vor allem ältere und vorerkrankte Menschen seien in Gefahr, hieß es. Doch immer deutlicher wird: Das Coronavirus kann auch Jüngere massiv treffen. Insgesamt sei die Gefahr durch das Virus, so räumt ein Mediziner ein, von Politik und Wissenschaft unterschätzt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

14:04 Uhr Nicht nur Klopapier wird gehamstert: Der Getränkehandel ruft dazu auf, nicht zu viele Getränkekisten zu lagern. Den Firmen fehlt bereits Leergut. Auch Romina Mineralbrunnen in Rommelsbach appelliert an die Konsumenten, ausgetrunkene Flaschen und Kisten nicht zu horten. »Wenn das Glas weiterhin gebunkert wird, dann ist der Pool an Flaschen irgendwann leer«, sagte ein Angestellter des Reutlinger Unternehmens. Im Normalfall habe jeder nur zwei oder drei Romina-Kisten im Keller, derzeit schienen es deutlich mehr zu sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

13:50 Uhr Krankenhäuser werden spätestens im Mai flächendeckend in die Insolvenz gehen, wenn es keine finanziellen Hilfen gibt, sagte der Präsident des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands heute Morgen im Radio. Könnte das auch die Reutlinger Kreiskliniken betreffen? »Letztes Jahr haben wir rote Zahlen geschrieben, das wird durch die Corona-Lage natürlich nicht besser«, sagte Eckhard Zieker, der bei den Kreiskliniken für PR und Marketing verantwortlich ist auf GEA-Anfrage. Allerdings könne ein kommunales Haus nicht so schnell in die Insolvenz gehen, ergänzte Zieker. »Wenn wir rote Zahlen schreiben, müsste erstmal der Landkreis als alleiniger Gesellschafter der GmbH dafür aufkommen.« Außerdem habe die Regierung schon finanzielle Hilfen zugesichert. Jedoch habe man im Krankenhaus gerade andere Dinge zu tun, als auf die Zahlen zu schauen. Mit der Belastung durch Corona-Infizierte stehe man erst am Anfang, so Zieker. (ege)

13:23 Uhr Was wird eigentlich aus den Olympischen Spielen in Tokio? Japans Premier Shinzo Abe gibt sich nach wie vor zuversichtlich. Vernunft ist in Zeiten der Corona-Pandemie auch in Japan ein Fremdwort, schreibt Sportredakteur Frank Wild in seinem Kommentar.

13:02 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) informieren in einer Videobotschaft über die aktuelle Corona-Lage und weitere Maßnahmen der Landesregierung.

12:44 Uhr Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor. (dpa)

12:41 Uhr In Wannweil und in Walddorfhäslach werden Bürgerautos zu Bring- und Lieferservice – auch für Lebensmittel. Mehr dazu lesen Sie hier

12:20 Uhr Einen besonderen Service bietet Kochschul-Inhaber Marcus Schneider von Cooking Concept allen an: »Schickt mir Eure Auflistung an Dingen, die Ihr zu Hause habt und ich schicke Euch kreative Rezeptideen. Damit kommen vor allem die Lebensmittel zum Einsatz, die vielleicht in den nächsten Tagen ablaufen oder diejenigen, mit denen man gar nichts anzufangen weiß«, verspricht Schneider. Ratsuchende können eine Mail mit den vorhandenen Zutaten schicken, der Koch schickt umgehend seine Idee zurück. Dafür bittet Cooking Concept um eine Spende: Dies funktioniert über die Facebook-Seite von cookingconcept und geht an die Welthungerhilfe. (eg)

11:50 Uhr Der Reutlinger Wochenmarkt ist um diese Zeit schwach besucht. Kein Gedränge wie man das sonst an Samstagen kennt. Doch das war nicht den ganzen Tag so, sagt eine Verkäuferin. Am Morgen seien deutlich mehr Menschen da gewesen als sonst. Sie hätten sich teilweise so dicht um die Stände platziert, dass um Abstand gebeten werden musste. Erst der einsetzende regen habe das Ganze aufgelöst. (ege)

11:21 Uhr Friseure dürfen nun keine Haare mehr schneiden, Eisdielen kein Eis verkaufen, obwohl es ein Lebensmittel ist: Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat eine Liste jener Geschäfte veröffentlicht, die von den Schließungen im Rahmen der Maßnahmen gegen das Coronavirus betroffen sind - oder auch eben nicht. (dpa)

10:45 Uhr Auch die Bezirksligafußballer des TSV Sickenhausen melden sich via Instagram mit einer Videobotschaft. In dem knapp dreiminütigen Beitrag kommen mehrere Akteure zu Wort. "Ich habe nur noch eine Oma und die würde ich gerne behalten, sagt ein Spieler und ergänzt: "Menschen wie sie haben unser Land aufgebaut und jetzt sind wir dran, uns zu revanchieren". (ege)

10:43 Uhr Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hat wegen der Corona-Krise vor raschen finanziellen Engpässen der Kliniken gewarnt. Derzeit fahre man »mit Vollgas auf die Wand« zu, er hoffe auf ein baldiges Auffangnetz, sagte Verbandspräsident Josef Düllings im Deutschlandfunk. Es gebe auch noch nachlaufende Rechnungen aus den Monaten Februar und März, die bezahlt werden müssten. Bis Ende April werde das noch funktionieren. »Aber ich rechne im Mai damit, dass, wenn nichts kommt, die Krankenhäuser flächendeckend in die Insolvenz gehen.« (dpa)

10:40 Uhr Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes angesichts der Coronavirus-Krise. Sollte sich die Bundesregierung bis Montag nicht auf diese Maßnahme einigen können, sieht Verdi das Land in der Pflicht. Vielen Menschen drohe sonst ein Abrutschen in die Grundsicherung. In Baden-Württemberg haben mehr als 11.000 Firmen in den vergangenen Tagen wegen der Coronavirus-Krise Kurzarbeit angemeldet. Der Südwesten gehöre aber zu den Regionen mit der stärksten Nachfrage. (dpa)

10:04 Uhr Ist eine Ausgangssperre noch abzuwenden? Die Bevölkerung hat das offenbar selbst in der Hand. »Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen«, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) dem »Spiegel«. Das Wetter scheint schon mal mitzuspielen. In Reutlingen soll es am Samstag wie im gesamten Südwesten regnen. Doch nicht nur der Himmel appelliert, dass die Menschen zuhause bleiben. Auch die Bewohner des Reutlinger Tierheims tun es - mit dem wohl niedlichsten Posting der Krise. (ege)

9:47 Uhr Videostreaming-Dienste drosseln ihre Datenmengen in Europa, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Youtube wird die Bildqualität zunächst für 30 Tage etwas verschlechtern: Videos sollen grundsätzlich in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden. Netflix will den Datendurchsatz in dieser Zeit um ein Viertel reduzieren. Auch Amazon begann, die Datenmengen in seinem Dienst Prime Video zu drücken. Bei Sky hieß es dagegen, aktuell sei keine Änderung der Bitrate geplant. Man gehe im Streaming-Angebot bereits »sehr verantwortungsvoll« mit der Bandbreite um. (dpa)

9:31 Uhr Spaß in der Krise - viele Amateurfußballer in Reutlingen und der Region zeigen aktuell wie das geht. Nachdem Videos von Bundesligastars wie Jerome Boateng Anfang der Woche schon die Runde machten, beteiligen sich jetzt auch viele Vereine aus dem Bezirk Alb an der sogenannten »Klopapier-Challenge«. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Toilettenpapier zu hamstern sondern darum, wie oft man mit einer Rolle jonglieren kann. In der Regel stell ein Verein ein Video online und nominiert andere Vereine das auch zu tun. Dafür haben sie dann 48 Stunden Zeit, sonst ist eine Kiste Bier fällig. Gefällt uns! (ege)

9:22 Uhr In sozialen Medien wird seit einigen Wochen massenhaft eine angebliche Corona-Diagnose im Selbsttest, die nur zehn Sekunden dauert, verbreitet. Die Behauptung: Wer tief einatmet und dann problemlos für zehn Sekunden die Luft anhalten kann, hat keine Fibrose in der Lunge und sich somit nicht mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Laut Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur ist der Test jedoch unbrauchbar. Denn zu Beginn der Ansteckung vermehrt sich das Virus meist vor allem im Rachen, nicht in der Lunge. Andere Erkrankungen wie Asthma können zudem das Luftanhalten erschweren. Eine Fibrose sei außerdem kein Krankheitszeichen von Covid-19. Auch das Bundesgesundheitsministerium sagt: Einen eigenhändigen Schnelltest gibt es nicht. (dpa)

8:59 Uhr Die Zwangsschließung ihrer Betriebe überrascht Reutlinger Gastronomen nicht. Moritz Neubert von der Reutlinger Gastro-Initiative sagt: »Für den Augenblick« sei das Öffnungsverbot, »das Vernünftigste, was man tun konnte. Man muss jetzt an die Gesundheit der Menschen denken. Das ist das Allerwichtigste.« Hinzu komme, dass sich die Politik nun »Luft verschafft« habe, »möglichst unbürokratische Hilfsmaßnahmen« in geordnete Bahnen zu lenken und einzuleiten. (ekü)

8:48 Uhr Konzertabsagen, Kartenrücknahme, Pläne für später: Am härtesten trifft die Corona-Krise die freien Musiker, die ihr Geld komplett mit ihren Auftritten verdienen. Die Württembergische Philharmonie in Zeiten von Corona. (akr)

8:44 Uhr Platzt jetzt der Hochzeitstermin? Viele Paare müssen umdisponieren. Was eine Planerin rät und wie ein Paar mit der Situation umgeht, lesen Sie hier

8:31 Uhr Der Direktor einer Tübinger Schule berichtet davon, dass es ihm nicht gelungen sei, eine Gruppe von etwa 25 jungen Männern davon abzubringen, gemeinsam zu feiern. Statt das Gelände zu verlassen, zwangen sie ihn zur Flucht, um nicht verprügelt zu werden. Deshalb und weil andere Verbote nur unzulänglich beachtet wurden wird die Stadt das Versammlungsverbot jetzt stärker kontrollieren. (pm)

8:20 Uhr Der amtierende Chef des Tübinger Biotechunternehmens Curevac, Franz Werner Haas, ist optimistisch, dass ab Herbst dieses Jahres Zehntausende Menschen einen Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten könnten. Die entsprechenden Daten dafür sollen im dritten Quartal vorliegen, sagte Haas gegenüber der »WirtschaftsWoche«. Haas erklärte gegenüber dem Magazin, dass in einer bereits bestehenden Anlage »pro Jahr zwischen 200 und 400 Millionen Impfdosen« gegen das Coronavirus produziert werden könnten. Der erste Produktionsgang laufe bereits. Curevac, das kürzlich eine Zusage der EU-Kommission von bis zu 80 Millionen Euro erhalten hat, will das Geld für den Ausbau einer weiteren Produktionsanlage verwenden. 2022 soll die Anlage starten. »Dort könnten wir dann pro Jahr eine Milliarde Impfdosen und mehr gegen das Coronavirus produzieren«, sagte Haas. Geld von der Bundesregierung hat Curevac laut Haas noch nicht erhalten. »Wir sind natürlich schon seit längerem mit der Bundesregierung und den entsprechenden Behörden im Gespräch«, so Haas. (pm)

8:12 Uhr Eine Krise braucht klare Ansagen der Regierung. Das heillose Durcheinander und Rumgeeiere wie bei den Entscheidungen zum Thema Gastronomie ist den Betroffenen kaum zuzumuten, schreibt Politik-Redakteur Oliver Jirosch in seinem Kommentar.

8 Uhr In Baden-Württemberg sind inzwischen 17 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit um sechs. (dpa)

Freitag, 20. März 2020

21:00 Uhr Zum Abschluss des Tages nochmal ein Bild - und zwar vom Seniorenzentrum Martha-Maria in Lichtenstein-Honau.  

Foto: privat
Foto: privat

20:50 Uhr Auch in Mössingen gab es eine »Corona-Party« - OB Michael Bulander meldet sich mit einem Video zu Wort, mahnt, dass solche Partys völlig kontraproduktiv sind und dass alle daheim bleiben sollen in diesen Zeiten. 

20:44 Uhr Die Coronakrise trifft fast alle Branchen hart - auch die Kulturszene. Was macht ein Kulturbetrieb, dem von einem Tag auf den anderen die kompletten Einnahmen wegfallen? Im Theater Lindenhof in Melchingen tagte seit letztem Mittwoch täglich der Vorstand, heißt es in einer Mitteilung. Nun hat er erste Maßnahmen beschlossen: Am kommenden Montag werden alle Mitarbeiter einen verlängerten vierwöchigen Osterurlaub antreten. Danach steht das Thema Kurzarbeit auf dem Notfallplan. Auch Entlassungen seien nicht auszuschließen, heißt es weiter. Immerhin: Am Donnerstag bekam das Theater positive Signale aus der Stadt Burladingen und den fördernden Landkreisen. Sie werden ganz unbürokratisch die Ausbezahlung der nächsten Zuschussraten vorziehen. (pm)

20:05 Uhr Über Klopapier haben wir in diesem Ticker schon viel geschrieben - aber noch nie über jemanden, der dieses doch so rare Gut verschenkt. In der Facebook-Gruppe »#Nachbarschaftschallenge Reutlingen« hat Basti Vaas ein Angebot gemacht, dass in Corona-Zeiten aufhochen lässt: Er verschenkt Klopapier an Bedürftige.

Screenshot: Facebook
Screenshot: Facebook

Er sei angenervt vom Umgang der Menschen miteinander in diesen Zeiten, schreibt Vaas: »Dass jeder nur nach sich selbst schaut.« Ein Bekannter von ihm habe einen Hausmeister-Service, ihm habe er das Klopapier zum Einkaufspreis abgekauft. Nachdem er vor einer Stunde sein Angebot in die Gruppe gepostet hat, habe ihm direkt eine Frau von einem Pflegedienst geschrieben, so Vaas: Sie wisse von einem älteren Mann, der sich mit Zeitungspapier aushelfen müsse. An genau diese Menschen verschenke er nun das Klopapier. Wir finden: Coole Idee! (kk)

19:45 Uhr Neue Zahlen vom Sozialministerium: Es gibt nun 17 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in Baden-Württemberg - das sind sechs mehr, als gestern vermeldet wurden. Die Zahl der gemeldeten Infektionen steigt weiter deutlich an, aktuell nennt das Ministerium 3.665 Infizierte. Es dürften aber deutlich mehr sein, da die örtlichen Gesundheitsämter mit dem Melden der Fälle im Verzug sind, so groß ist der Arbeitsaufwand für sie momentan. (pm)

19:40 Uhr Sportwagenbauer Porsche stoppt von Montag an die Produktion in den Werken in Zuffenhausen und Leipzig vorerst für zwei Wochen. Dies sei auf die Coronakrise sowie auf zunehmenden Probleme, die Lieferkette aufrechtzuerhalten, zurückzuführen. Von dem Stopp seien etwa 10 000 Mitarbeiter betroffen. Im Entwicklungszentrum in Weissach arbeite die Belegschaft weiter, so wie es die Schutzmaßnahmen zuließen. Dort wo es möglich sei, werde von zu Hause aus gearbeitet. Für die Schließungen habe Porsche Kurzarbeit beantragt, sagte Vorstandschef Oliver Blume. (zim)

19:33 Uhr Ab morgen gilt ein Verbot für Versammlungen von mehr als drei Personen in der Öffentlichkeit - außerdem müssen Gastronomiebetriebe endgültig schließen. Dies hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute verkündet. Halten sich auch alle daran? Das will die Polizei ab morgen mit der verstärkten Kontrolle von Restaurants und Cafés, öffentlichnen Plätzen und Grünanlagen sicherstellen. »Wir werden dabei von Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt«, so Polizeisprecherin Andrea Kopp. Das Vorgehen werde rigoroser sein als bisher - schließlich handle es sich nun um ein konkretes Verbot und nicht mehr nur eine Bitte. (kk)

18:17 Uhr Wie oft wurden Whatsapp, Facebook, Amazon und Videospiele schon schlechtgeredet. »Ich hoffe, dass alle Nostalgiker in einer Zeit, in der das gesellschaftliche Leben so gut wie runtergefahren wird, alleine zuhause mit einem Buch in der Hand glücklich sind«, schreibt GEA-Online-Leiter Kaya Egenberger in seiner Randnotiz

17:17 Uhr In Tübingen sind nun 144 Corona-Fälle bestätigt. Dies teilt das Landratsamt mit. Da es momentan offenbar einen größeren Engpass im Labor gibt, sei über das Wochenende nicht mit neuen Zahlen zu rechnen, heißt es weiter. Man könne auch nicht mehr sicher sagen, dass die Ergebnisse nach einer Woche vorliegen - die Ergebnisse vom letzten Wochenende seien noch nicht mal da. Nun wird das Gesundheitsamt dazu übergehen, sich bei allen Getesteten zu melden - ob positiv oder negativ. Bislang galt die Regelung, wer nach sieben Tagen noch nichts gehört hat, der ist negativ. (pm)

17:10 Uhr Den Großteil der Reutlinger Gastronomen überraschte es nicht mehr: Ab Morgen dürfen sie gar nicht mehr öffnen. »Dieser Schritt«, sagt Moritz Neubert von der Reutlinger Gastro-Initiative, »ist richtig und wichtig. Ja, er ist in der derzeitigen Situation sogar total gut, weil er endlich und unmissverständlich Klarheit schafft.« Eine von der Landesregierung angeordnete Zwangsschließung, so Neubert,  habe für die Betriebe –  jedenfalls dann, wenn sie gegen  derlei Ausfälle  versichert sind –  den Vorteil eines  Endes mit Schrecken. Das sei nämlich allemal besser als ein Schrecken ohne Ende beziehungsweise ein scheibchenweises Vorgehen, das Wirten keinerlei Planungssicherheiten gewährt. (ekü)

Auf dem Marktplatz einen Kaffee oder einen Aperol trinken: Ab morgen ist das nicht mehr möglich - selbst wenn 1,5-Abstand zwischen den Tischen eingehalten werden können. Foto: Markus Niethammer
Auf dem Marktplatz einen Kaffee oder einen Aperol trinken: Ab morgen ist das nicht mehr möglich - selbst wenn 1,5-Abstand zwischen den Tischen eingehalten werden können.
Foto: Markus Niethammer

17:02 Uhr Auch die Manz AG lässt ihren Betrieb an den Standorten Reutlingen und Tübingen sowie in Italien für drei Wochen ruhen. Betroffen sind rund 550 Mitarbeiter. Eine Minimalbesetzung an den beiden deutschen Standorten bleibt bestehen, um kurzfristig reagieren zu können. Martin Drasch, Vorstandsvorsitzender der Manz AG, wird in einer Pressemitteilung auf der Homepage so zitiert: »(...) Die betroffenen Standorte haben einen starken Fokus auf Forschung- und Entwicklungstätigkeiten, die sich ohne entsprechende Infrastruktur nicht effizient im Home-Office erledigen lassen.« (pm)

16:41 Uhr Bosch fährt seine Produktion in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise weitgehend herunter. Betroffen seien rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche, teilte der Konzern mit. Das Herunterfahren soll am Mittwoch kommender Woche beginnen, an einigen Standorten auch schon am Montag. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst ihre Zeitkonten abbauen oder Urlaub nehmen. Spätestens vom 5. April an will Bosch dann Kurzarbeit einführen. Was das für den Standort Reutlingen bedeutet, sei aktuell noch in der Klärung, sagte eine Bosch-Pressesprecherin auf GEA-Anfrage. (dpa)

16:00 Uhr Auch Mössinger haben sich zusammengeschlossen, um Menschen, die zur Corona-Risikogruppe gehören, im Alltag zu helfen. Mehr dazu lesen Sie hier

15:35 Uhr Auch in Bussen sollte der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen eingehalten werden: Deshalb haben sich die Stadtwerke Tübingen (swt) die Leitlinie gesetzt, dass nicht mehr als 30 Personen in einem Gelenkbus fahren und nicht mehr als 15 Personen in einem Solobus. In den meisten Bussen gebe es Zählsysteme, so swt-Pressesprecher Ulrich Schermaul. Von der TüBus-Zentrale aus könne man dann überprüfen, ob die Zahlen eingehalten werden. »Es ist jetzt nicht so, dass der Busfahrer durchgeht, zählt und Leute rausschmeißt«, so Schermaul weiter. Aber wenn die Richtlinien überschritten werden, müsse man eben mehr Busse oder andere Busse einsetzen. Ab Montag gilt auch in Tübingen der Ferienfahrplan. (kk)

15:00 Uhr Im Kreis Reutlingen gibt es aktuell 96 laborbestätigte Covid-19-Fälle.

14:39 Uhr Das ging schneller als gedacht: Die Landesregierung hat nun zu noch härteren Maßnahmen gegriffen. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare. Gaststätten und Restaurants werden nach Kretschmanns Worten von Samstag an schließen. Essen zum Mitnehmen sei aber weiter erlaubt. (dpa)

Umfrage

14:30 Uhr In Tübingen gilt ab heute Nacht ein Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen - das hat OB Boris Palmer vor einer halben Stunde auf seinem Facebook-Account verkündet. Teilweise klappe die »soziale Distanzierung« ganz gut - teilweise auch nicht, schreibt er weiter: »Mich haben Berichte erreicht, die empörend waren. Ein Schuldirektor wurde von einer Gruppe feiernder junger Männer (20-30) weggejagt, als er sie aufforderte, das Gelände zu verlassen. Wir müssen also gegen die Uneinsichtigen eine Handhabe schaffen.«

Tübingens OB hat in seinem Facebook-Posting darauf hingewiesen, dass die Landesregierung heute wohl auch weitere Maßnahmen erlässt - dann entfalle die städtische Vorgabe wieder. (kk)

13:57 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck hat sich vor einer halben Stunde in einer knapp fünfminütigen Videobotschaft an die Bürger der Stadt gewendet. »Die Lage ist ernst, viel ernster als es uns noch vor Wochen bewusst war«, sagt er. Die Geschwindigkeit mit der die Fallzahlen steigen, mache ihm Angst, so der OB. Er sei bereit, sehr drastische Maßnahmen zu ergreifen, damit die Entwicklung hier nicht einen ähnlichen Weg nimmt wie in Italien. Er sei fassungslos über all diejenigen, die immer noch »grillen und chillen als gäbe es kein Morgen«. Er hält eine Ausganssperre für unvermeidlich. (ege)

13:37 Uhr Zur weiteren Entlastung der Arztpraxen, Krankenhäuser und insbesondere des mobilen Bürgerdienstes des Gesundheitsamtes, hat das Landratsamt Reutlingen in Reutlingen auf dem Kreuzeiche-Parkplatz eine weitere zentrale Abstrichstelle zur Testung von Corona-Verdachtsfällen eingerichtet. Sie wurde gestern in Betrieb genommen. Wichtig: Getestet wird nur, wer einen Termin vom Gesundheitsamt erhalten hat. (pm)

Abstrichstelle auf dem Kreuzeiche-Parkplatz. Foto: Markus Niethammer
Abstrichstelle auf dem Kreuzeiche-Parkplatz.
Foto: Markus Niethammer

13:34 Uhr Mitarbeiter des Zentrums für Intensivmedizin des Klinikums am Steinenberg in Reutlingen, wenden sich mit einem Appell auf Facebook an die Bürger: »Wir bleiben für euch im Dienst! Bleibt ihr für uns zu Hause!«, lautet ihre Botschaft. Gefällt uns. Denn nur so kann die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Und nur so kommen wir vielleicht noch um eine Ausgangssperre herum. Wenn überhaupt. (ege)

13:22 Uhr Vor wenigen Minuten hat das Kultusministerium darüber informiert, dass alle Abschlussprüfungen an den Schulen in Baden-Württemberg um einen Monat verschoben werden. Somit haben die Schüler mehr Zeit, sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Das sind die Termine: Abitur (ab 18.Mai), Real- und Werkrealschule (ab 20. Mai), Hauptschule (ab 16. Juni), Berufsschule (ab 18. Mai) (stan)

13:08 Uhr Die Schwäbischen Alb-Bahn stellt am kommenden Montag, 23. März bis zunächst zum Ende der Osterferien am 17. April auf einen modifizierte Fahrplan um. Dieser betrifft die Zugfahrten von Montag bis Freitag. An allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen gilt dagegen der reguläre Fahrplan ohne Einschränkungen.

12:52 Uhr Ausgangsbeschränkung in Bayern: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist von Samstag an nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. (dpa)

12:47 Uhr Zahlreiche Bürger melden sich beim Reutlinger Polizeipräsidium bezüglich einer möglichen Ausgangssperre. Deshalb weist die Polizei in einer Meldung darauf hin, dass hierzulande derzeit noch keine Ausgangssperre besteht. Jeder könne dazu beitragen, eine solche abzuwenden, indem die Verordnung der Landesregierung zum Infektionsschutz eingehalten wird. Dazu gehören laut Polizei der Verzicht auf den Aufenthalt an frequentierten öffentlichen Orten sowie insbesondere das Fernbleiben von abgesperrten Plätzen. Aus aktuellem Anlass wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Grillfeste und andere Feiern und Zusammenkünfte an öffentlichen Plätzen aufgrund des hohen Infektionsrisikos bis auf weiteres zu unterlassen sind. (pol)

12:26 Uhr Das Burladinger Textilunternehmen Trigema wird bald auch FFP-1-Masken ans Uniklinikum liefern, sagt Klinik-Chef Bamberg zum Abschluss der Pressekonferenz. Alle Pfleger arbeiten nun mit diesen Masken - auch wenn sie Patienten behandeln, die nicht mit Corona infiziert sind. FFP2- und FFP3-Masken seien momentan noch genügend vorhanden. (kk)

12:10 Uhr Wie werden die Mitarbeiter geschützt? »Wir fragen schon gar nicht mehr nach Risikogebieten«, sagt Klinik-Chef Bamberg. »Weil auch Tübingen eigentlich ein Risikogebiet ist.« Wer Symptome habe, werde heim geschickt, andere arbeiten mit Masken. Für die Phasen A und B stehen rund 180 Ärzte und mehr als 300 Krankenpfleger zur Verfügung, für die Phase C nochmal mehrere hundert Ärzte und Pfleger im vierstelligen Bereich. Ab kommender Woche werden die ersten Medizinstudenten, die sich gemeldet hatten, in den Kliniken eingesetzt: zunächst 40 bis 50. (kk)

12:05 Uhr Der Landkreis Tübingen hat viele Corona-Fälle im Vergleich zu anderen Kreisen in Baden-Württemberg. Woran liegt das? Prof. Malek kann nur spekulieren: Vielleicht liege es an einer stärkeren Testbereitschaft der Menschen hier, vielleicht auch an einer stärkeren Reisebereitschaft in dieser so international verknüpften Stadt. »Diese ganzen Zahlen haben aber eine gewisse Unschärfe.« Klinik-Chef Bamberg sagt: »In zehn Tagen werden wir sehen, wie sich die Verdopplungsrate entwickelt hat.« (kk)

12:02 Uhr: Zurück zur PK aus dem Tübinger Uniklinikum: Uhr Prof. Malek geht auf die verschiedenen Phasen ein, mit denen das Uniklinikum für eine Entwicklung der Corona-Zahlen reagieren kann. In Phase A werden Betten auf der Infektionsstation und auf der Internistischen Station bereitgestellt. In Phase B kommen Betten in der Inneren Medizin dazu - da sei man dann bei deutlich über 100 bereitgestellten Betten. Wenn auch das nicht mehr reicht, werden auch Betten auf der Chirurgie bereitgestellt - dann stünden mehrere hundert Betten für Patienten bereit. Man könne auch Patienten, die nicht an Corona erkrankt sind, auf andere Krankenhäuser umverteilen. (kk)

11:59 Uhr Ein kleiner Solo-Spaziergang weit weg von der Innenstadt und anderen Menschen wird ja wohl selbst in Zeiten drohender Ausgangssperren noch gehen. Zu sehen gibt es dennoch etwas, man muss nur mal auf den Boden der Tatsachen blicken. Lesen Sie hier ein Abenteuer ganz alleine. (zen)

11:50 Uhr Wie lange bleiben Corona-Patienten mit schwereren Verläufen im Krankenhaus? Prof. Malek sagt: »Wir haben hier eine Verweildauer von ungefähr sechs Tagen bisher, von den entlassenen Patienten musste bisher nur einer wieder aufgenommen werden, weil es ihm schlechter geht.« (kk)

11:46 Uhr Wie viele Corona-Patienten müssen denn überhaupt beatmet werden? Rosenbeger, sagt das könne man nur schätzen: »10 bis 12 Prozent der Patienten brauchen wahrscheinlich eine intensivmedizinische Behandlung, 7 bis 8 Prozent müssen vermutlich beatmet werden.« Er betont auch: »Wir müssen hier nicht davon ausgehen, dass sich Szenarien wie in Italien wiederholen.« (kk)

11:43 Uhr Prof. Peter Rosenberger, der Ärztliche Direktor der Intensivmedizin sagt: »Wir haben bislang etwa 110 Beatmungsplätze geschaffen.« Weitere Mitarbeiter würden laufend geschult für ihren Einsatz auf der Intensivstation. (kk)

11:36 Uhr Prof. Nisar Malek, der ärztliche Direktor der Medizinischen Klinik, sagt: »Wir haben aktuell nach wie vor einige Patienten auf unserer Infektionsstation mit einer durch Covid-19 ausgelösten Lungenentzündung.« Das seien zum großen Teil ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Sechs Menschen müssen momentan beatmet werden. (kk)

11:48 Uhr Diese Grafik bietet Informationen rund um das Coronavirus: Ansteckung, Inkubation, Symptome, Verhalten bei Infektionsverdacht und Maßnahmen falls Sie positiv getestet wurden:

11:30 Uhr Im Tübinger Uniklinikum beginnt eine Pressekonferenz zum Thema Corona. »Wir sind vor drei Wochen schon mal hier gesessen - ich glaube keiner hätte gedacht, dass wir uns so schnell hier wieder sehen«, sagt die Pressesprecherin des Klinikums. Per Facebook und via E-Mail können auch Zuschauer außerhalb der Klinik ihre Fragen zum weiteren Vorgehen in puncto Corona stellen. Klinik-Chef Michael Bamberg sagt: »Wir müssen davon ausgehen, dass bald viele Patienten kommen, von denen einige auch über Wochen beatmet werden müssen.« Zahlreiche Abläufe müssen verändert werden. Betten müssen frei werden, »wenn ein kleiner Tsunami« an Patienten kommt. 800 Medizinstudenten haben sich gemeldet, um mitzuhelfen. (kk)

11:08 Uhr Die Katholiken im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten wählen am Sonntag, 22. März, ihre neuen Kirchengemeinde- und Pastoralräte. In allen 28 Gemeinden und den vier muttersprachlichen Gemeinden der italienischen und kroatischen Katholiken kann gewählt werden, nicht aber bei der Vietnamesischen Katholischen Gemeinde. Hier wird vom Bischof ein Vertretungsgremium bestellt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart verfügt, dass reine Briefwahl stattfindet. Die Wahllokale bleiben geschlossen. (GEA)

10:54 Uhr Da das Reutlinger Landratsamt derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen ist, sind die Mitarbeiter nur telefonisch erreichbar. Wer die KFZ-Zulassungsstelle anrufen möchte und bei Google nach der Telefonnummer sucht, der wird schnell fündig. Die dort angezeigte Nummer 071214804399 ist aber falsch. Die Informationshotline der Zulassungsbehörde erreichen Sie unter der Telefonnummer: 071214802036 (pm)

10:42 Uhr Nachdem das öffentliche Leben schon dramatisch heruntergefahren wurde, könnte die nächste Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus eine Ausgangssperre sein. Die Landesregierung in Baden-Württemberg will diesen Schritt noch nicht gehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, bereitet man stattdessen ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor. Bei der Gruppengröße handle es sich um eine einstellige Zahl, das Justizministerium müsse das juristisch prüfen. Zugleich lasse Ministerpräsident Winfried Kretschmann Voraussetzungen und Regelungen einer Ausgangssperre prüfen, damit diese schnellstmöglich umgesetzt werden könnte - sollten die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin am Sonntag zum Schluss kommen, dass eine solche unabwendbar ist. (dpa)

10:22 Uhr Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Corona-Krise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einigen Minuten auf Twitter bekannt. (dpa)

9:45 Uhr Pressekonferenz im Reutlinger Landratsamt, obwohl der Landrat, der sich mit dem Coronavirus infiziert, in Quarantäne sitzt und mit ihm ein Teil der Verwaltungsspitze des Landkreises? Über diese Idee darf man sich schon ein wenig wundern, schreibt die stellvertretende Chefredakteurin Gisela Sämann in ihrem Kommentar

9:19 Uhr Brauchen wir eine Ausgangssperre, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, oder geht das auch ohne? GEA-Leser haben dazu eine klare Meinung. In einer Umfrage auf dieser Website stimmten aktuell 1.900 Menschen für eine Ausgangssperre aus. Das sind 86 Prozent der Befragten. 227 Personen sind dagegen, 87 sind unentschlossen. Auch Oberbürgermeister Boris Palmer hat das Thema heute auf seiner Facebookseite angesprochen. Seit sich die Nachricht verbreite, Freiburg habe eine Ausgangssperre verhängt, werde er von vielen Leuten bestürmt, das auch in Tübingen zu tun. Palmer sprach sich weder für noch gegen eine solche Maßnahme aus, führte jedoch an, dass die Lage in Freiburg nicht mit der in Tübingen zu vergleichen sei. So wisse er in Tübingen beispielsweise nichts von Corona-Partys  auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt sei tags und nachts leer, wo auch immer er hinkam. Hinzu komme, so Palmer, dass die Nähe zum Elsass in Freiburg eine weitere Gefährdung darstelle. Das sei nicht auf Tübingen übertragbar. (ege)

8:55 Uhr Der mathematische Modellierer Martin Eichner von der Uni Tübingen hat zusammen mit einem Softwareentwickler und dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg ein Online-Tool entwickelt, das die Corona-Ausbreitung unter verschiedenen Maßnahmen zeigt. Anhand von Schiebereglern können die Auswirkungen von Maßnahmen wie etwa der starken Einschränkungen von Kontakten in der Bevölkerung beobachtet werden. »Solche Simulationswerkzeuge dienen dazu, bestimmte Dinge zu Ende zu denken«, sagte Eichner der Deutschen Presse-Agentur. Er warnte jedoch davor, unrealistische Bedingungen einzustellen. »Wenn man unsinnige Einstellungen zu Ende denken will, kommt auch Unsinn dabei heraus.« Das Tool sei für Entscheidungsträger entwickelt worden, für Normalverbraucher ist es etwas kompliziert zu bedienen. Wer das Tool wenigstens nicht auf Englisch bedienen möchte, kann die automatische Übersetzung des Browsers nutzen. Bei Google Chrome geht das ganz einfach: Seite öffnen, Rechtsklick auf den Seitenrand, im Menü »Übersetzen in Deutsch« auswählen. (ege/dpa)

8:40 Uhr Das Tübinger Landratsamt hat die Kfz-Zulassungsstelle nach draußen verlegt. Wie es dort zugeht sehen Sie im Video.

8:14 Uhr Durch die Coronavirus-Krise gibt es viele Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten (sind). Finanzinstitute in Reutlingen sehen sich finanziell und personell gut aufgestellt, um solche Betriebe in ihrer Zahlungsfähigkeit zu unterstützen. Dies berichten dem GEA Vertreter der Kreissparkasse, der Volksbank und der Commerzbank. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (rog)

7:55 Uhr  Trigema hat aufgrund der Corona-Krise seine Produktion teilweise umgestellt, wie das Burladinger Textilunternehmen auf seiner Website bekanntgab. Weil aktuell dringend Schutzkleidung benötigt werde, wolle man dem Mundschutzmangel entgegenwirken. Deshalb verkauft die Firma jetzt über ihren Onlineshop einen wiederverwendbaren Mund- und Nasenschutz. Medizinische Pflegeeinrichtungen würden vorrangig beliefert. Wie der Zollern-Alb-Kurier berichtet seien Krankenhäuser auf den T-Shirt-, Sport- und Freizeitbekleidungshersteller mit entsprechenden Anfragen zugekommen. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) habe sich ebenfalls direkt an das Unternehmen gewandt, mit der Bitte um Unterstützung, so die Zeitung. (ege)

7:38 Uhr Bei den Herstellern von Schutzanzügen stehen daher derzeit die Maschinen nicht still. Auch nicht bei der Siebfabrik Arthur Maurer in Öschingen.

7:04 Uhr Der Reutlinger DAV kämpft mit Absagen und der ungewissen Hüttensaison. Mehr dazu lesen Sie hier.

6.30 Uhr Der Tübinger Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal versichert Unternehmen und Selbstständigen: »Das Sofortprogramm kommt. Wir lassen niemanden alleine und wir helfen denen, die durch die Coronakrise in eine Existenzkrise kommen.« Mehr lesen Sie hier (pm)

Alle Informationen, die zwischen 15. und 20. März rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.