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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 22. bis zum 29. April entwickelt hat

Das Coronavirus beeinflusst die ganze Gesellschaft. Die Zahl der Ansteckungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt. Mittlerweile offenbaren sich immer mehr kurz- und mittelfristige Folgen der Corona-Krise. Weiterhin gilt: Wer befürchtet, infiziert zu sein, der soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 07121 4804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr besetzt.

Coronavirus-Test
Ein Mitarbeiter hält in einem Abstrichzentrum einen Coronatest-Abstrich in der Hand. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Ein Mitarbeiter hält in einem Abstrichzentrum einen Coronatest-Abstrich in der Hand. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Das Coronavirus beherrscht mittlerweile den Alltag aller Menschen. Es gibt tolle Hilfsaktionen für Bedürftige, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 22. und 29. April rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Mittwoch, 29. April 2020

21:00 Uhr Zum Ausklang der Wochenmitte noch ein Rückblick auf den Tag im Stuttgarter Landtag und einen Appel von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Wir müssen wohl alle lernen, noch lange mit dem Virus zu leben. (dpa)

20.28 Uhr Wenn Promis oder Präsidenten doch mal nachdenken würden, bevor sie den Mund aufmachen. Unternehmer Elon Musk und US-Präsident Donald Trump sinnierten öffentlich über die möglicherweise hilfreiche Wirkung von Malariamitteln bei einer Infektionen mit dem Coronavirus. Das hatte Folgen. (dpa)

Elon Musk
»Vielleicht eine Überlegung wert: Chloroquine bei C19«, hatte Elon Musk Mitte März auf Twitter geschrieben. Foto: Jörg Carstensen/dpa
»Vielleicht eine Überlegung wert: Chloroquine bei C19«, hatte Elon Musk Mitte März auf Twitter geschrieben. Foto: Jörg Carstensen/dpa

20 Uhr Für die Flüchtlinge aus der Landeserstaufnahme in Ellwangen ist die Quarantäne bis zum 10. Mai verlängert worden. Bei drei Testdurchläufen wurden bislang 406 Bewohner und 32 Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet. (dpa)

19:35 Uhr Heute wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 183 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 31.589 an. Davon sind ungefähr 22.241 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Verdopplungszeit beträgt momentan 66 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,7 angegeben. Ein R von 0,7 bedeutet, dass im Mittel fast jeder mit SARS-CoV-2 Infizierte eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen abnimmt. (pm)

19:30 Uhr Corona hat die mächtige deutsche Autoindustrie weitgehend lahmgelegt. Neue Kaufprämien, bezahlt mit Steuergeld, sollen die Nachfrage anschieben - finden die Konzerne. Ideen dafür gibt es viele, reichlich Kritik daran aber auch. Denn der Fahrzeugbestand ist keinesfalls so schrottreif wie auf diesem Bild hier. (dpa)

Auto-Abwrackprämie
Vor dem Gelände eines Schrottplatzes mit Autopresse stapeln sich alte Autos, vorwiegend Dieselfahrzeuge. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Vor dem Gelände eines Schrottplatzes mit Autopresse stapeln sich alte Autos, vorwiegend Dieselfahrzeuge. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

19:00 Uhr Der Tod von gleich fünf mit dem Coronavirus infizierten Menschen war in Kohlberg Anfang April zu beklagen. Heute hat Bürgermeister Rainer Taigel uns bessere Nachrichten überbracht: »Obwohl es den Süden des ohnehin schon stark betroffenen Landkreises Esslingen am härtesten getroffen hat, entspannt sich die Lage in Kohlberg etwas. Es sind keine weiteren Todesfälle dazugekommen. Darüber bin ich sehr froh«, schreibt Taigel in einer E-Mail.  (GEA)

18:30 Uhr Es ist ein düsterer Ausblick. Die Corona-Krise lässt die deutsche Wirtschaftsleistung einbrechen. Und es ist noch lange nicht vorbei. In der Wirtschaft wächst die Kritik am Kurs der Regierung. (dpa)

17:57 Uhr Meldung aus dem Landratsamt Tübingen: Die aktuellen Fallzahlen im Kreis Tübingen belaufen sich am heutigen Mittwoch auf 1225, das sind 2 mehr als gestern. Es sind zwei weitere Todesfallmeldungen hinzugekommen, eine Person unter, eine Person über 80 Jahren. Damit gibt es im Kreis Tübingen nun bei 44 Todesfälle. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

17:30 Uhr In der Corona-Krise bittet der klamme Lufthansa-Konzern in seinen vier Heimatländern um Staatshilfen. Während in Deutschland noch hart gerungen wird, öffnen die Schweizer als erste ihre Bundeskasse. (dpa)

16:59 Uhr Die tägliche Lagemeldung aus dem Landratsamt Reutlingen: 1.450 laborbestätigte Corona-Fälle, das sind 12 mehr als gestern. Die Zahl der Genesenen ist gegenüber dem Vortag um 26 auf 972 gestiegen. Heißt: Im Vergleich zu gestern ist die Zahl der gleichzeitig Erkrankten gesunken. Die Zahl der Todesfälle (63) in Zusammenhang mit Covid-19 hat sich seit gestern nicht verändert. Insgesamt wurden 10.910 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.817. (pm)

16:38 Uhr Schulen bereiten sich auf ihre Öffnung für Abschlussklassen vor. Ab Montag gelten sehr strikte Regeln auch in Pliezhausen und Walddorfhäslach. Mehr dazu lesen Sie hier. (rr)

16:10 Uhr Roberto Laraia freut sich jetzt schon darauf, seinen Friseursalon nächste Woche wieder öffnen zu dürfen. Der Obermeister der Friseurinnung Reutlingen berichtet über hohe Nachfrage und volle Terminpläne. Viele Betriebe werden deshalb die Öffnungszeiten ausdehnen. Wegen der Hygienevorschriften stehen die Salonbetreiber »vor logistischen Herausforderungen und einem Mehraufwand an Zeit und Material«, erzählt Laraia. (stan)

Der Obermeister der Reutlinger Friseurinnung, Roberto Laraia, beim Befolgen einer neuen Regel: Haare waschen vor dem Schndeiden
Der Obermeister der Reutlinger Friseurinnung, Roberto Laraia, beim Befolgen einer neuen Regel: Haare waschen vor dem Schndeiden ist Pflicht. Foto: Stanislav Schitz
Der Obermeister der Reutlinger Friseurinnung, Roberto Laraia, beim Befolgen einer neuen Regel: Haare waschen vor dem Schndeiden ist Pflicht.
Foto: Stanislav Schitz

15:42 Uhr Die Reutlinger Stadtwerke teilen mit, dass das Reutlinger Wellenfreibad am 1. Mai aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht öffnen wird. Einen Ersatztermin gibt es noch nicht. Die Aufbau- und Vorbereitungsmaßnahmen laufen aber weiter, um das Wellenfreibad für den Fall einer möglichen Öffnung betriebsbereit zu haben. (pm)

15:00 Uhr »Ihre Hilfe wird gebraucht!« Mit diesem Appell wandte sich die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer Mitte März an die Studierenden. Unter anderem Universitätsklinika bräuchten Unterstützung. Beim Tübinger Uniklinikum gingen daraufhin viele Meldungen ein, etwa 260 Studierende, die meisten vom Fach Medizin, wurden an unterschiedliche Abteilungen vermittelt. Ausgestattet mit einem Hiwi-Vertrag, halfen sie zum Beispiel bei den Eingangskontrollen der Pforten, auf der Intensivstation oder bei Studien. Im aktuellen Newsletter der Universität erzählen fünf von ihnen, wie sie die Arbeit erlebt haben. (pm)

14:45 Uhr Mit einem Drei-Stufen-Plan wollen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen schrittweise die coronabedingten Einschränkungen für den Tourismus, die Gastronomie und die Hotellerie zurücknehmen. (dpa)

14:25 Uhr Auch nach zwei Tagen Maskenpflicht sehenswert: Ein Video der Landesregierung mit den Antworten auf die wichtigsten Fragen. 

14:00 Viele Ketten wollen den Mund-Nase-Schutz rasch in ihr Angebot aufnehmen. Aldi Süd hat heute bereits damit angefangen. (dpa)

13:30 Uhr Die weiterführenden Schulen in der Region bereiten sich weiter auf ihre teilweise Öffnung am kommenden Montag, 4. Mai, vor. Zunächst sollen Schüler der Abschlussklassen zum Unterricht erscheinen, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. In den beiden großen Gemeinschaftsschulen in Walddorfhäslach und Pliezhausen sind es  Schüler der neunten und zehnten Klassen. Die Vorbereitungen sind schon weit vorangeschritten. Konzepte wurden entwickelt und Klassenräume, Schulflure, Pausenbereiche und Toiletten vorbereitet. Überall stehen Spender mit Desinfektionsmitteln bereit. Maximal 15 Schülerinnen und Schüler dürfen in die Klassenzimmer. Die Einzeltische sind im Abstand von 1,50 Metern platziert. Die Schüler der Abschlussklassen müssen – ebenso wie die Lehrer - Masken tragen und dürfen sich nur sehr eingeschränkt in den Schulgebäuden bewegen. Auf den Fußböden werden sie am Montag Markierungen finden, die sowohl die vorgeschriebenen Wege als auch die Abstandsregeln zeigen. (GEA)

13:15 Uhr Viele Wochen lang ging alles gut im Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Zwiefalten. In der eigens eingerichteten Quarantäne-Teilstation mussten nur einzelne Covid 19-Fälle untergebracht werden. Einer, zwei, höchstens einmal vier erkrankte Patienten wurden hier behandelt, wie Professor Dr. Gerhard Längle sagt, einer der beiden Regionaldirektoren Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg. Verdachtsfälle wurden auf den einzelnen Stationen getrennt von den anderen Patienten untergebracht, bis ihr Testergebnis vorlag. Jetzt ist es auf einer der Stationen aber zu einem  größeren Covid 19-Ausbruch gekommen, wie die ZfP-Leitung in einer Telefonkonferenz mitteilte: Auf der Alterspsychiatrie-Station 51 sind aktuell neun Patienten und sechs Mitarbeitende positiv auf das Corona-Virus getestet.

Das Zentrum für Psychiatrie in Zwiefalten.
Das Zentrum für Psychiatrie in Zwiefalten. Foto: Thomas Warnack
Das Zentrum für Psychiatrie in Zwiefalten.
Foto: Thomas Warnack

Inzwischen ist die  Station 51 aufgeteilt: Die positiv getesteten Patienten werden in einer sogenannten Kohorten-Isolierung getrennt behandelt. Ein eigenes Mitarbeiter-Team versorgt die Covid-19-Patienten, Schleusenbereiche sorgen für die gebotene Hygiene.   »Bis in drei Wochen sollte der Spuk vorbeisein«, meinte Gerhard Längle. Die anderen Standorte des ZfP Südwürttemberg seien von einem solchen Ausbruch bislang verschont geblieben. (dew)

13:00 Uhr Der Technologiekonzern Bosch rechnet wegen der Corona-Krise und der Transformation in der Automobilbranche mit einer deutlich stärkeren Wirtschaftskrise als während der Rezession im Jahr 2009. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

12:50 Uhr Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart nicht statt. Das teilte die CDU-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat am Mittwoch mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 25. September bis zum 11. Oktober geplant. (dpa)

12:30 Uhr »Ein paar Wochen schafft man irgendwie – aber wie lange noch?« Das fragt sich Dunja Schenk aus Metzingen. Sie und ihr Mann haben zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Beide Elternteile arbeiten derzeit im Homeoffice und müssen seit dem Shutdown parallel dazu auch noch die Betreuung der Kinder übernehmen. Die Kita- und Schulnotbetreuung wurde am Montag zwar ausgeweitet, sie gilt aber weiterhin nicht für das Arbeiten im Homeoffice. Das bringt immer mehr berufstätige Eltern an ihre Grenzen. Konkrete Aussagen darüber, wie es mit der Kinderbetreuung weitergehen soll, gibt es noch nicht. »Die fehlende Perspektive ist das Schlimmste«, sagt Schenk. (GEA)

12:10 Uhr Die SRH Kliniken im Landkreis Sigmaringen sehen sich nach einem Sicherheitscheck mit dem örtlichen Gesundheitsamt in ihrem Corona-Management bestätigt. (pm)

11:58 Uhr Urlaub auf der Alb ist gefragt. Bei den Anbietern von Bauernhof- und Landurlaub waren noch zu Beginn 2020 die Bücher voll und die Buchungsauslastung vielversprechend. Dann kam der Shutdown, der mit enormen wirtschaftlichen Einbußen einhergeht. Ute Mushardt, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland, spricht von einem durchschnittlichen Verlust von rund 10.000 Euro pro Betrieb allein im Zeitraum vom 17. März bis 19. April und fordert ebenso wie Landesvorsitzende Traudl Brunner (Hayingen) von der Politik Perspektiven zur Wiederaufnahme der touristischen Vermietung.

Ungewöhnliche Unterkünfte: Die Alb hat viele Reize.  FOTO: GEA-ARCHIV
Ungewöhnliche Unterkünfte: Die Alb hat viele Reize. FOTO: GEA-ARCHIV
Ungewöhnliche Unterkünfte: Die Alb hat viele Reize. FOTO: GEA-ARCHIV

Brunner, die auch Vorsitzende des Ferienrings Schwäbische Alb ist und die Ferienwohnungen und Ferienhäuser ihrer Mitglieder kennt, betont: »Diese sind prädestiniert dafür, kleinere Gästezahlen zu beherbergen und ermöglichen es, bei einem Aufenthalt in Einzellage mit Selbstversorgung die sozialen Kontakte wie zu Hause auf ein Minimum zu beschränken.« Sollten den rund 600 Ferienhöfen, die im Landesverband »Urlaub auf dem Bauernhof« zusammengeschlossen sind, auch noch in den Pfingstferien und womöglich den Sommermonaten die Einnahmen wegbrechen, seien viele Gastgeber zur Betriebsaufgabe gezwungen.

11:27 Uhr Die Kurse der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) werden stark nachgefragt, doch auch sie haben Zwangspause während der Coronakrise. Dabei sollte das Schwimmen regelmäßig geübt werden, sagt Dieter Geisberger vom DLRG-Bezirk Reutlingen im Gespräch mit dem GEA. (in)

10:58 Uhr Am 4. Mai dürfen Friseurbetriebe wieder öffnen. Allerdings müssen Angestellte und Kunden strenge Hygiene-Regeln befolgen. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und das Ministerium für Soziales und Integration haben heute eine Richtlinie veröffentlicht, in der geregelt ist, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Beispielsweise müssen die Friseure einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, Kunden eine einfache Community-Maske. Welche Regeln sonst noch gelten, lesen Sie hier. (ege)

10:32 Uhr Baden-Württemberg will sich für eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht im Fern- und Flugverkehr einsetzen. Dies teilte das Staatsministerium in Stuttgart mit. Die Corona-Lenkungsgruppe der Landesregierung beschloss außerdem, dass Werkstätten für behinderte Menschen ab nächster Woche wieder öffnen können. Zunächst soll allerdings nur ein Viertel der Arbeitsplätze genutzt und in Kleingruppen von höchstens sechs Beschäftigten gearbeitet werden. (dpa)

9:51 Uhr Von Montag, 4. Mai an, wird der regionale Busverkehr im Landkreis Tübingen auf den Fahrplan an Schultagen umgestellt. Alle Busse an Schultagen verkehren planmäßig, obwohl diese nur begrenzt ausgelastet sein werden. Fahrplaninformationen sind unter www.naldo.de in der elektronischen Fahrplanauskunft verfügbar. Im Stadtverkehr Tübingen gelten abweichende Regelungen. (pm)

9:25 Uhr Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie einem Medienbericht zufolge bis mindestens Mitte Juni verlängern. Vor diesem Datum solle die Lage noch einmal neu bewertet werden, dazu wolle man sich vor allem mit den EU-Nachbarn eng abstimmen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Nach einer YouGov-Umfrage sind 48 Prozent dafür, die wegen der Corona-Pandemie erlassene Ausreisesperre für Touristen auch im Sommer aufrecht zu erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:02 Uhr Die Coronakrise stellt die Klimakrise in den Schatten. Sie muss aber nicht dazu führen, dass sich die Klimakrise verschärft. Die Politik hat nun die Chance, mit klugen Konjunkturprogrammen Klimaschutz und Wirtschaftsförderung in einem zu betreiben, schreibt Politikredakteurin Karin Kiefhaber in ihrem Kommentar. (GEA)

8:41 Uhr In den Alb-Thermen Bad Urach und der Panorama-Therme Beuren entspannen sich seit Mitte März keine Badegäste mehr. Die Pacht wurde zwar gestundet, trotzdem trifft die Schließung die Betreiber hart. Anzeichen für eine Wiederöffnung von Thermalbädern gibt es landesweit nicht. Mehr dazu lesen Sie hier. (pfi)

Ein Bild aus besseren Zeiten: lebhafter Betrieb in der Panorama-Therme Beuren.  ARCHIVFOTO: GROHE
Ein Bild aus besseren Zeiten: lebhafter Betrieb in der Panorama-Therme Beuren. ARCHIVFOTO: GROHE Foto: Manfred Grohe
Ein Bild aus besseren Zeiten: lebhafter Betrieb in der Panorama-Therme Beuren. ARCHIVFOTO: GROHE
Foto: Manfred Grohe

8:25 Uhr Die Coronavirus-Krise hat bei Daimler unter dem Strich für einen herben Gewinneinbruch gesorgt und den Autobauer nur knapp an einem Verlust vorbeischrammen lassen. Im ersten Quartal stürzte der auf die Aktionäre entfallende Gewinn auf nur noch 94 Millionen Euro ab, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Vor einem Jahr waren es noch rund 2,1 Milliarden Euro gewesen. Der Umsatz ging im Vergleich dazu nur leicht um sechs Prozent auf 37,2 Milliarden Euro zurück. Daimler hatte im ersten Quartal nur 644 300 Autos und Nutzfahrzeuge verkaufen können. Das waren 17 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. (dpa)

8:09 Uhr Von Montag, 4. Mai an, wird das Rathaus in Eningen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Das gilt allerdings mit Einschränkungen und unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Voraussetzung für den Zutritt ist ein vorab telefonisch vereinbarter Termin mit einem Ansprechpartner des jeweiligen Amts. Die Besucher werden dann durch das Bürgerbüro eingelassen. Der Zutritt zum Rathaus ist den Besuchern nur mit Mund-Nasen-Schutz erlaubt. (pm)

7:45 Uhr Eltern mussten in Dettingen im April keine Beiträge für Kinderbetreuung bezahlen. Seit dem 27. April gibt es in der Gemeinde eine Notbetreuung. Deshalb kündigte die Verwaltung nun auf ihrer Instagramseite an, Beiträge für jene zu erheben, deren Kinder aktuell betreut werden. Da manche die Notbetreuung nur zeitweise in Anspruch nehmen, hat die gemeinde die Monatssätze in Tagessätze umgewandelt. Sie gelten von 1. Mai an. (ege)

7:21 Uhr Der Grünen-Kreisverband Tübingen hat sich von Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer über den Schutz älterer Menschen in der Corona-Krise distanziert. »Wir fordern Boris Palmer dringend auf, seine Haltung zu überdenken«, erklärte der Kreisvorstand der Partei am Dienstagabend. Die Würde des Menschen sei unantastbar. Dies gelte für Menschen jeden Alters. Im Sat.1-Frühstücksfernsehen hatte der OB unter anderem erklärt: »Ich sag es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.« Es müsse unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen für Junge und Ältere geben. Am Abend relativierte Palmer seine Wortwahl. »Niemals würde ich älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Falls er sich »da missverständlich oder forsch ausgedrückt« habe, tue es ihm leid. (dpa)

7 Uhr  Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 159.912 Corona-Infizierte, 6.314 Menschen sind gestorben und 117.400 gelten als wieder geheilt. 

Dienstag, 28. April 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns für heute mit einem Musik-Tipp, der für gute Laune sorgen soll: »Deutschland isch stabil« heißt die neue Single von Tedros Teclebrhan. Der in Mössingen aufgewachsene Comedian tritt darin wie schon in seinen zuvor publizierten Musikvideos zu »Lohn isch da« oder »Flieg kleiner Wellensittich« als Antoine Burtz auf. Jener wenig intelligente aber dafür umso prolligere Einwanderer, durch den »Teddy« im Clip »Integrationstest – was nicht gesendet wurde« einst berühmt wurde. In seinem neuen Song fordert er die Hörer auf: »Mach mal dein Herz auf, Junge. Lass mal bissle Sonne rein.« Seine Botschaft: Hier ist nichts zu spät, wir gehen alle da durch. »Pandenie hin, Pandenie her« – Deutschland bleibt stabil. Stuttgart auch, Belsen auch, Mössingen auch. Das Video hat schon mehr als 400.000 Aufrufe und liegt damit bei Youtube in der Kategorie Trends auf Platz eins. (ege)

20:39 Uhr Der Kampf gegen die Corona-Krise belaufen sich in Baden-Württemberg mittlerweile auf bis zu neun Milliarden Euro, teilte das Staatsministerium mit. Darin enthalten sind Mehrausgaben von knapp drei Milliarden Euro von Bund und Land sowie Steuerhilfen, durch die dem Staat bis zu sechs Milliarden Euro an Einnahmen entgehen können. Oben drauf kämen noch Steuermindereinnahmen durch die Konjunkturabschwächung - sie könnten nach Schätzung des Bundes von Mitte März allein für das Land bei 4,4 Milliarden Euro liegen. (dpa)

20:24 Uhr In Baden-Württemberg wurden heute weitere 229 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 31.406 an. Davon sind 21.706 Personen bereits wieder genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Darüber hinaus wurden heute insgesamt 38 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land auf insgesamt 1.307 an. Unter den Verstorbenen waren 768 Männer und 539 Frauen. Das Alter lag zwischen 34 und 102 Jahren. 64 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter. (pm)

20:07 Uhr »Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären (...)«, dieses Zitat von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat heute Schlagzeilen gemacht und für einen Shitstorm im Netz gesorgt. Auch Reutlinger Stadträte wie Karsten Amann kritisieren Palmer für seine Aussage. Auf Twitter bekommt der OB ebenfalls fast ausschließlich Gegenwind. In einer Umfrage auf dem Instagram-Kanal des Reutlinger General-Anzeigers fällt das Urteil jedoch nicht so deutlich aus. Auf die Frage, ob die Empörung über seine Aussagen gerechtfertigt ist, haben Stand jetzt 52 Prozent der User mit »Ja« und 48 mit »Nein« gestimmt. (ege)

19:33 Uhr Eltern müssen in Reutlingen für die Monate April und Mai kein Besuchsgeld bezahlen, meldet die Stadtverwaltung auf ihrer Facebookseite. Die Regelung gelte demnach für die städtischen Einrichtungen, die der Kirchen und freien Träger, nicht aber für Eltern, deren Kinder aktuell in Notbetreuung untergebracht sind. Der Gemeinderat habe diesen Beschluss gerade für April gefasst, der für Mai soll Mitte nächsten Monats folgen. (ege)

18:57 Uhr Vor einer Woche wurde entschieden, dass es in der vergangenen Frauenhandball-Spielzeit keinen Meister geben wird. Aus der Club-Führung von Borussia Dortmund - bis zum Saisonbbruch Tabellenführer - hatte aus Diskriminierungs-Vorwürfe gegeben, da im Männer-Handball mit dem THW-Kiel der Spitzenreiter zum neuen Titelträger ernannt war. Bei den Verantwortlichen von Frauenhandball-Bundesligist TuS Metzingen gibt es kein Verständnis für diese Vorwürfe. »Das ist die richtige Entscheidung und auf gar keinen Fall eine Diskriminierung . Die Saison war noch nicht vorüber, vieles hätte noch passieren können«, sagte TuS-Trainerin Edina Rott. Geschäftsführer Ferenc Rott erklärte: »Daraus eine populistische Kampagne zu machen, obwohl  der demokratisch gewählte Vorstand der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) diese Entscheidung getroffen hat, das ist mehr als traurig.« (eye)

18:32 Uhr Studenten, die wegen der Coronavirus-Krise ihre Nebenjobs verloren haben und nun in einer finanziellen Notlage sind, sollen bis zu 900 Euro als zinsfreies Darlehen bekommen. Das Land hat einen entsprechenden Hilfsfonds für finanzielle Notlagen aufgelegt, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer mitteilte. Das Geld, jeweils bis zu 450 Euro für April und Mai, kann bei den Studierendenwerken beantragt werden. Eine Million Euro steht zur Verfügung. Bauer forderte den Bund auf, selbst ein Förderprogramm aufzulegen und dafür nicht abgerufene Bafög-Mittel zu nutzen. Eine bundesweite Lösung wäre die beste, betonte sie. »Da wir die Studierenden aber weder so lange warten lassen können noch wollen, hat Baden-Württemberg nun vorgelegt.« (dpa)

18:04 Uhr Ohne Code kein Einlass: Hans Ott und Mitarbeiter seiner Betzinger Sicherheitsfirma kontrollieren den Zugang zum Reutlinger Rathaus. Zwei stehen am Haupteingang, einer im Foyer. Ein vierter bewacht den Hintereingang. Am 20. April startete der geregelte Grundbetrieb im Rathaus mit geänderten Öffnungszeiten. Voraussetzung für den Zutritt zum Rathaus ist jetzt ein vorab telefonisch vereinbarter Termin mit dem jeweiligen Amt, bei dem es auch einen Code gibt. Ohne diesen Code kommt kein Rathausbesucher an Hans Ott und seinen Kollegen vorbei. (ass)

Hans Ott (rechts) zeigt auf eine Info-Tafel, auf der die Telefonnummern der städtischen Ämter gelistet sind. Denn ohne Anmeldung geht auf dem Reutlinger Rathaus nichts. Otts Mitarbeiter Dragan Stanojevic (links) wartet auf weitere Rathausbesucher. Foto: Dörr
Hans Ott (rechts) zeigt auf eine Info-Tafel, auf der die Telefonnummern der städtischen Ämter gelistet sind. Denn ohne Anmeldung geht auf dem Reutlinger Rathaus nichts. Otts Mitarbeiter Dragan Stanojevic (links) wartet auf weitere Rathausbesucher.
Foto: Dörr

17:26 Uhr Die aktuellen Corona-Fallzahlen im Kreis Tübingen belaufen sich am heutigen Dienstag auf 1.223, das sind 4 mehr als gestern. Es ist eine weitere Todesfallmeldung hinzugekommen, eine Person zwischen 80 und 90 Jahren. Damit liegen im Kreis Tübingen nun 42 Todesfälle vor. (pm)

17:08 Uhr »Keine Zufahrt möglich. Baggersee-Gelände gesperrt. Parkplatz geschlossen.« Schilder wie dieses verkünden potenziellen Besuchern des Kirchentellinsfurter Baggersees, dass sie gleich wieder umkehren dürfen. Das Nordufer und die Liegewiese sind tabu. Die Regelung gilt ab Freitag, 1. Mai. »Das Risiko ist zu groß«, heißt es im Kirchentellinsfurter Rathaus und im Landratsamt in Tübingen. Die Regelung gilt bis auf Weiteres. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeld rechnen. Beim ersten Mal werden mindestens 250 Euro fällig. Der Parkplatz wird in der Zeit der Sperrung ebenfalls geschlossen bleiben, auf der Zufahrt – der Illmitzer Straße entlang der B27 – gilt ein absolutes Halteverbot. Wann diese Maßnahmen wieder aufgehoben werden, entscheidet sich dann, wenn weitere Lockerungen der derzeitigen Einschränkungen zugelassen werden. (jk)

16:30 Uhr Die tägliche Lagemeldung aus dem Landratsamt Reutlingen: 1.438 laborbestätigte Corona-Fälle, das sind 12 mehr als gestern. Die Zahl der Genesenen ist gegenüber dem Vortag um 23 auf 946 gestiegen. Heißt: Im Vergleich zu gestern ist die Zahl der gleichzeitig Erkrankten gesunken. Leider sind auch drei neue Todesfälle - insgesamt 63 - in Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen. Insgesamt wurden 10.791 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.798. (pm)

16:20 Uhr Für weitere Lockerungen der Besuchsverbote in Pflegeheimen gibt es nach Angaben des Sozialministeriums noch keinen konkreten Zeitplan. (dpa)

15:50 Uhr Nach dem Tod eines mit dem Coronavirus infizierten Erntehelfers in Bad Krozingen bei Freiburg sind weitere Mitarbeiter des Spargelhofs von dem Virus betroffen. (dpa)

15:22 Uhr Alle Schüler sollen bis zu den Sommerferien wenigstens ab und zu im Klassenraum lernen. So lautet das Ziel der Länder in Corona-Zeiten. Aber ab wann ist dann ein regulärer Schulbetrieb in Sicht? (dpa)

14:50 Uhr In Zeiten der Coronakrise sollten wir nicht nur im Büro, im Auto und auf dem Sofa sitzen. Ein Trainingsprogramm für einen starken Rücken von Maike Ganzer-Schöck, Trainerin im f1 Zentrum für Fitness und Gesundheit in Reutlingen für zuhause finden Sie hier. (der)

14:19 Uhr Schon seit Wochen polarisieren die Vorschläge von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer zu möglichen Exit-Strategien aus dem Shutdown. Ein Satz, den der OB heute Morgen im Frühstücksfernsehen gesagt hat, sorgte jetzt endgültig für einen Sturm der Entrüstung im Netz. Aber der Reihe nach. Palmer, der aus seinem Arbeitszimmer zugeschaltet war, sagte zunächst, dass der Shutdown vor fünf Wochen richtig gewesen sei. Allerdings habe jedes Medikament Nebenwirkungen, so auch der Shutdown. »Wenn die Nebenwirkungen den Nutzen übertreffen, muss man das Medikament absetzen oder schwächer dosieren. Ich bin für schwächer dosieren.«, so der Rathaus-Chef.

Angesprochen auf die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble getätigte Aussage, man dürfe nicht alles ist dem Schutz von Leben unterordnen, fiel dann der Satz, der sogar den Moderator kräftig schlucken ließ. »Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären (...)« Diese Aussage hat es in viele Titelzeilen geschafft und wird besonders auf Twitter scharf kritisiert. Mehr als 2.000 Tweets wurden seit heute Morgen mit #Palmer versehen. Zynisch, menschenverachtend, kapitalistisch, volksverhetzend, sind noch die netteren Reaktionen. Dass Palmer direkt danach sagte »(…) aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen« sorgte bei der Community nicht für mildernde Umstände. Auch nicht, dass er im Anschluss auf eine Einschätzung der UNO verwies, die besagen soll, dass die Zerstörung der Weltwirtschaft und der dadurch einsetzende Armutsschock dieses Jahr eine Million Kinder zusätzlich das Leben kosten soll. (ege)

13:44 Uhr Regionale Lebensmittel liegen derzeit im Trend. Für Landwirte ist das eine Chance, aber gehören sie zu den Gewinnern der Coronakrise? Warum das nicht ganz so einfach ist, lesen Sie hier. (GEA)

13:12 Uhr Die 500 Termine für die Studie der Tübinger Uniklinik über die Auswirkungen des Coronavirus auf Kinder sind in etwas mehr als zwölf Stunden vergeben worden. Die Kinderklinik bemüht sich, zusätzliche Testkapazitäten zu schaffen. Sobald neue Termin verfügbar sind, wird sie darüber informieren. (pm)

12:47 Uhr Viele Senioren in Alten- und Pflegeheimen dürfen zurzeit wegen des Corona-Virus keinen Besuch von Angehörigen und Freunden mehr empfangen. »Das führt in vielen Fällen zu einem Gefühl der Traurigkeit und Einsamkeit«, sagt Michael Lucke, Vorsitzender des Kreisseniorenrats. Mit der »Aktion Hoffnungsbrief« lädt der Verein die Bevölkerung zum Mitmachen ein. »Schreiben Sie an einen älteren Menschen, schicken Sie Briefe, Bilder und gute Gedanken. Erzählen Sie von sich, Ihrem Alltag und wie Sie selbst durch die Corona-Isolation kommen«, so Lucke. Der Kreisseniorenrat sammelt die Briefe und verteilt sie an diejenigen Bewohner von Einrichtungen, die derzeit besonders wenig Ansprache haben. Die Briefe können – am besten bereits frankiert – an folgende Adresse geschickt werden: Kreisseniorenrat »Hoffnungsbrief«, Windfeldstr. 6, 72072 Tübingen. (pm)

12:19 Uhr Im Landkreis Sigmaringen wurden bislang 763 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das ist nur eine Person mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle ist seit 24. April gleichbleibend bei 30. (pm)

11:55 Uhr Angesichts der Einschränkungen wegen Corona sind in den vergangenen Wochen deutlich mehr Menschen im Wald unterwegs als sonst. Selbst  auf den abgelegeneren Waldwegen in den großen Waldgebieten wie dem Schönbuch. Die Mitarbeiter vom Forstbezirk Schönbuch freuen sich darüber. Allerdings bitten sie darum, sich auch im Wald an Regeln zu halten. So sollten die Waldbesucher in der Zeit der Aufzucht von Jungtieren  das Dickicht meiden. Außerdem gilt: den eigenen Müll wieder mit nach Hause nehmen und  Feuer nur an offiziellen Feuerstellen anzünden, zumal die Waldbrandgefahr angesichts der gegenwärtigen Trockenheit wieder von Tag zu Tag steigt. (pm)

11:10 Uhr Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, hat die geplante Lockerung der Besuchsregeln in Seniorenheimen als einen Anfang begrüßt. "Aber das kann nur ein erster Schritt sein", sagte er. (dpa)

10:45 Uhr Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. (dpa)

10:00 Uhr Ein großes Fest mit zahlreichen Gästen feiern? In Zeiten von Corona unmöglich. Die Krise wirft auch die Hochzeitspläne etlicher Paare durcheinander. Da stellt sich die Frage: trotzdem heiraten oder lieber verschieben? (dpa)

9:45 Uhr Frauen des Tübinger Fairstrickt-Bündnisses zeigten live im Internet, wie man Mund-Nasen-Masken selbst schneidert. Als bestes Material empfohlen: Schürzen. (GEA)

9:30 Uhr In der Corona-Krise stehen in vielen Städten Menschen auf den Balkonen und singen oder spielen ein Instrument. Musik verbindet - und hilft im Kampf gegen den Lagerkoller. Das häusliche Musizieren erlebt ein Revival. (dpa)

9:00 Uhr Gesundheitsminister Jens Spahn fordert einem Medienbericht zufolge, dass nur noch 25 statt 50 Prozent der Intensivbetten für Covid-19-Erkrankte in den Kliniken reserviert werden sollen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

8:30 Uhr Laut dem Robert-Koch-Institut liegt die so genannte Reproduktionsrate jetzt bei 1,0 - in den vergangenen Tagen betrug der Wert 0,9. Die Zahl der Menschen, die sich hierzulande mit dem Coronavirus infizieren, steigt wieder etwas schneller. (dpa)

7:30 Uhr Bei einer Fortsetzung der Fußball-Bundesliga ist ein Großteil der Deutschen für eine Übertragung der Geisterspiele im frei empfangbaren Fernsehen. (dpa)

7:20 Uhr Um den Bildungs-GAU in der Krise zu verhindern, beschreiten Pädagogen Land auf, Land ab dieser Tage neue Wege. So auch an Reutlingens innerstädtischer Jos-Weiß-Schule, deren Erst- bis Viertklässler seit dem Shutdown auf Homeschooling angewiesen sind. Was – allen Widrigkeiten zum Trotz – offenbar ganz manierlich klappt. Mehr lesen Sie hier. (ekü)

7:15 Uhr Unter welchen Voraussetzungen kann der Schulbetrieb wieder hochgefahren werden? Und in welcher Reihenfolge? Dafür soll es jetzt ein Rahmenkonzept geben. (dpa)

7:00 Uhr Die Burgen und Schlösser in Baden-Württemberg sind derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen - viele Unternehmen trifft das hart. Der Verein Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg fürchtet einen regelrechten Dominoeffekt, der in Gang gesetzt wurde. (dpa)

Montag, 27. April 2020

21 Uhr Das Hamstern von Klopapier hat im Laufe der Corona-Krise deutlich abgenommen. Die Zahl der Vereine, die an der sogenannten Klopapier-Challenge teilnimmt, eher nicht. Haben vor einigen Wochen vor allem Videos von Fußballmannschaften die Runde gemacht, ziehen in der Region immer mehr Teams aus anderen Sportarten nach. Jetzt ist die Aktion auch bei den Tischtennis-Spielern in Sonnenbühl angekommen, die sich besonderen Einfallsreichtum bewiesen haben. (ege)

20:27 Uhr Wie häufig erkranken Kinder an Covid-19 und welche Rolle spielen sie bei der Ausbreitung des Coronavirus? Die Tübinger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin will im Rahmen einer neuen Studie, zusammen mit drei weiteren baden-württembergischen Universitätsklinika unter Federführung von Heidelberg, Antworten auf diese Frage finden. Hierfür sucht das Uniklinikum Kinder zwischen einem und zehn Jahren und einen Elternteil. Die Initiative zur Studie ging von Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus, die Idee ist in seinem Wissenschafts-Beraterkreis entstanden. Die Kosten der Studie belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die das Land übernehmen wird. Einen Termin können Eltern hier vereinbaren, oder alternativ unter 070712984798 (werktags 8 bis 17 Uhr). Termine für das Screening sind ab Dienstag, 28. April bis einschließlich Dienstag, 12. Mai täglich inklusive Samstag, Sonntag und Feiertag von 8-17 Uhr auf dem Tübinger Festplatz möglich. (pm)

20:04 Uhr Das Bürgertelefon des Landkreises Reutlingen ist ab Freitag, 1. Mai an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen nicht mehr besetzt. Von 4. Mai an ist es von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr erreichbar. (pm)

19:28 Uhr Der börsennotierte Informationstechnologie-Dienstleister Datagroup mit Sitz in Pliezhausen hebt den bisher fürs laufende Geschäftsjahr gegebenen Ausblick für Umsatz und Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) wegen der Corona-Krise auf. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

19:02 Uhr In Baden-Württemberg wurden heute weitere 160 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 31.177 an. Davon sind ungefähr 21.126 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute insgesamt 20 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.269 an. Unter den Verstorbenen waren 754 Männer und 515 Frauen. Das Alter lag zwischen 34 und 102 Jahren. 64 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter. (pm)

18:33 Uhr Die aktuellen Corona-Zahlen im Kreis Tübingen belaufen sich am heutigen Montag auf 1.219, das sind zwei mehr als gestern. Es ist keine weitere Person im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Der aktuelle Stand beträgtwie vor 41 Todesfälle. (pm)

18:08 Uhr Im Streit um die Einhaltung von Corona-Abstandsregeln hat ein wütender Kunde in einem Supermarkt in Wilhermsdorf bei Fürth eine Salatgurke gegen die Kassiererin geschleudert. Die Gurke sei am Schutzglas der Kasse abgeprallt und habe eine Deckenlampe des Marktes beschädigt, teilte die Polizei mit. Der Gurken-Angreifer sei am Samstag aus dem Supermarkt geflohen, nicht ohne dass sein Begleiter die Kassiererin noch mündlich beleidigt habe. Die herbeigerufene Polizei konnte die beiden Männer ausfindig machen. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. (dpa)

17:41 Uhr Die Basketball-Bundesliga will ihre Saison anders als die deutschen Top-Ligen im Handball und Eishockey fortsetzen. In einer Videoschalte am Montag verständigten sich nach dpa-Informationen zehn Clubs darauf, den Spielbetrieb trotz der Coronavirus-Pandemie wieder aufzunehmen, wenn die Politik dies erlaubt. (dpa)

17:09 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden bis heute 1.426 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, das sind 19 mehr als gestern, meldet das Landratsamt. Davon sind 923 bereits wieder genesen. 60 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Insgesamt wurden 10.710 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.773. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

16:32 Uhr Gut eine Woche nachdem die ersten Einzelhändler ihre Geschäfte wieder öffnen durften, zieht Silvio Flemmig, Vorstandsmitglied der Einzelhändlervereinigung »City Initiative Metzingen«, ein erstes Fazit: »Die Kunden kommen und sie kaufen ein.« Seine Beobachtung sei auch, dass die Kunden nicht nur das Nötigste, sondern durchaus in allen Bereichen des Handels einkaufen würden. »Für die Einzelhändler ist das super«, sagt Flemmig. »Wenn es jetzt wieder anläuft, können sich viele vielleicht doch noch vor der Insolvenz retten«, sagt er. Einen zweiten Shut-Down, im Falle einer erneuten Infektionswelle, würden viele Geschäfte aber vermutlich nicht überstehen. (mewe)

15:49 Uhr Damit Reutlinger einen Überblick über lokale Anbieter von Masken haben, sammelt die Stadt ab sofort deren Kontaktdaten, die dann auf Reutlingen.de veröffentlicht werden. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

15:15 Uhr Aufatmen ist im Seniorenzentrum Frère Roger in Eningen angesagt. 48 bestätige Covid-19-Fälle werden dort in der aktuellen Statistik des Landkreis Reutlingen gelistet. Fast ein Drittel der Belegschaft war betroffen. Am Mittwoch endet nun die dreiwöchige Quarantäne. Dann können sich Bewohner und Mitarbeiter wieder frei bewegen, erklärt Ralf Egenolf-Stohr, Regionalleiter der Keppler-Stiftung, die in Eningen zwei Pflegeheime betreibt. Die Kohortenisolierung, bei der die Infizierten in einem eigenen Wohnbereich untergebracht werden, habe sich bewährt. Es habe auch Todesfälle gegeben, bedauert er. Der Großteil der Bewohner aber sei genesen, zwei Betroffene befänden sich noch in Einzel-Isolierzimmern. Auch die betroffenen Mitarbeiter haben die Quarantäne überstanden und können ihren Dienst wieder antreten. (hai)

Das Seniorenzentrum Frère Roger in Eningen.
Das Seniorenzentrum Frère Roger in Eningen. Foto: Claudia Hailfinger
Das Seniorenzentrum Frère Roger in Eningen.
Foto: Claudia Hailfinger

14:56 Uhr Trotz Corona-Krise wird am Freitag, 1. Mai, 15 Uhr, in Reutlingen eine genehmigte Kundgebung auf den Marktplatz stattfinden. Sie wird alle Regeln und Auflagen des Infektionsschutzes beachten. Es gilt die Abstandsregel. Es geht um zusammengepferchtes Leben und Arbeiten, sei es in Textilfabriken in Bangladesch, Großstadt-Ghettos oder Flüchtlingslagern und -unterkünften. Die Montagsdemonstranten bewegt auch die Einschränkungen des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit und die Neueinstellungen und bessere Bezahlung von Pflegekräften. (eg)

14:30 Uhr Ab dem morgen müssen Mund und Nase auch bei Besuchen im Reutlinger Rathaus und seinen Außenstellen bedeckt sein. Seit Anfang vergangener Woche ist im Reutlinger Rathaus wieder ein eingeschränkter Publikumsverkehr möglich. Ab Montag, 4. Mai, öffnen auch die Bezirksämter Betzingen, Gönningen, Rommelsbach und Sondelfingen wieder eingeschränkt ihre Pforten. Weitere Bezirksämter und die Bürgeramts-Außenstelle Orschel-Hagen folgen in den kommenden Wochen. Die Maskenpflicht gilt für alle Verwaltungsstandorte.

Foto: Privat
Foto: Privat

13:51 Uhr Die Corona-Krise trifft die Obdachlosen besonders hart. Sie leben auf der Straße, haben keinen Rückzugsort, oft sind wichtige Schutzvorkehrungen wie Händewaschen ein Problem. Kommen sie kurzfristig in Notunterkünften unter, teilen sie den Raum meist mit anderen Menschen. Abstand halten ist schwer. Hinzu kommt: Nicht alle Notunterkünfte haben rund um die Uhr geöffnet. Mit der »Soforthilfe für Obdachlose« unterstütze das Land Kommunen, Stadt- und Landkreise finanziell, zusätzlich geeignete Räumlichkeiten zu finden, die eine Notübernachtung sicherstellen und tagsüber zum Aufenthalt geöffnet sind. Sie können nun Anträge zur finanziellen Unterstützung stellen. Insgesamt stehen hierfür 500.000 Euro zur Verfügung. Anträge für die Soforthilfe sind abrufbar unter https://t1p.de/antrag-soforthilfe-obdachlose. Zusätzlich zu den Hilfen für mehr Räumlichkeiten stellt die Landesregierung im Rahmen einer Vereinbarung mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege weitere 250.000 Euro für die Versorgung von Obdachlosen bereit. (pm)

13:22 Uhr Wegen der rückläufigen Zahlen von Corona-Patienten trifft die Tübinger BG Klink nun Maßnahmen, um zur »neuen Normalität« zurückzukehren. Seit Montag gibt es die ersten dringenden Behandlungen und Sprechstunden, die zuletzt verschoben wurden. Eine Wiedereröffnung aller OP-Säle ist im Lauf der nächsten Wochen vorgesehen. Obwohl die BG Klinik wieder Terminanfragen entgegennimmt, können weiter nur medizinisch dringende Behandlungen zeitnah erfolgen. (pm)

12:47 Uhr Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen dies wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen das Grundgesetz. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) mit. Das Gericht setzte die Vorschrift aber nicht außer Kraft. (dpa)

12:14 Uhr Nette Geste: Der Betzinger Musikverein hat den Bewohnern eines Seniorenheims in Reutlingens größtem Stadtteil ein Ständchen gespielt. Unterstützt wurde die Aktion von der Freiwilligen Feuerwehr Betzingen, die einen der Musikanten mit einer Drehleiter in den Himmel hob. Eine ähnliche Aktion hatte jüngst auch die Eninger Feuerwehr unternommen, die einen Trompeter mithilfe einer Drehleiter an vier verschiedenen Plätzen im Ort über die Dächer Eningens beförderte. (ege)

11:40 Uhr Es ist eine echte Schlappe. Die Coronapandemie hat alle Pläne des TSV Genkingen vom Platz gefegt. Der Verein wird 100 Jahre. Doch aus der Riesensause mit zwei Festwochenenden im Sommer wird nichts. Am offiziellen Festakt in der Brühlhalle am 10. Oktober halten die TSVler noch fest. Und die beiden Festwochenenden sind nur aufgeschoben. »Wir feiern dann eben 100 plus eins«, sagt Kurzenberger. Denn die Riesensause soll 2021 nachgeholt werden, »und wir sind überzeugt, dass wir dann richtig durchstarten«. Die Termine stehen bereits: 16. bis 18. Juli sowie 23. bis 26. Juli. Und auch das Programm wird eins zu eins transferiert. Dabei hat die Gemeinde Sonnenbühl ebenso mitgespielt wie die Bands und die Agentur. Und nicht zuletzt auch der TSV Undingen aus dem Nachbar-Teilort. Der hätte nämlich 2021 selbst gefeiert: Am 10. Juli 1910 wurde der Undinger Verein gegründet, man wollte also 111 Jahre  hochleben lassen – zugunsten der Nachbarn aus Genkingen verzichten die Undinger darauf. (cofi)

11:15 Uhr Gute Idee: Wie das Pflegeheim »Haus am Neckar« Angehörigen direkte Kontakte zu Bewohnern ermöglicht. (GEA)

11:00 Uhr Seit Montag gilt in Bussen, Bahnen und beim Einkaufen im Südwesten die Maskenpflicht: Nach einer ersten Gewöhnungswoche ohne Strafen sollen Bürger, die keine Masken tragen, danach ein Bußgeld von 15 Euro abdrücken. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

10:45 Uhr In Deutschland sind bis Sonntagabend mehr als 155.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 154.100 Infektionen). Mindestens 5738 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 5644). (dpa)

9:30 Uhr  Mit dem »Sprinter«-Telefon hält die TSG Reutlingen Inklusiv wichtigen Kontakt zu ihren Mitgliedern. (der)

9:00 Uhr Geschenk für Ü70-Jährige von Schweikardt Moden: Die Erpfinger Firma sorgt sich um Senioren in der Gemeinde. (GEA)

8:30 Uhr Die morgendliche Lagemeldung aus dem Landratsamt Reutlingen trifft ein: Es liegen 1.416 laborbestätigte Fälle und 58 Todesfälle im Landkreis Reutlingen vor.

8:00 Der Ambulante Hospizdienst Reutlingen steht Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen beratend und begleitend zur Seite. Doch in der Krise fehlt vor allem eines: der persönliche Kontakt. (GEA)

7:30 Uhr »Aber bitte mit Maske!« warb Ministerpräsident Kretschmann am Wochenende extra noch einmal. Aus dem dringenden Appell wird nun Pflicht im Südwesten.

7:15 Uhr Die Reutlinger Wochenendbilanz: Der Andrang war groß, aber die Gefühle bei einigen Händlern und Kunden gemischt. Während sich die Shoppinglaune am ersten Samstag seit den Lockerungen im Einzelhandel noch in Grenzen hielt, waren die Wilhelmstraße und der Marktplatz am Samstagvormittag gut frequentiert. Die meisten Passanten waren darauf bedacht, den nötigen Abstand einzuhalten. (jüsp)

7 Uhr Die Bundesregierung hat sich am Wochenende bei der Corona-Warn-App für eine dezentrale Speicherung entschieden. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach begrüßt das. Wann die App aber kommt, ist noch unklar. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Sonntag, 26. April 2020

17 Uhr Ab morgen gilt die Maskenpflicht in Baden-Württemberg: Beim Einkaufen in Läden und Einkaufszentren müssen Mund und Nase bedeckt sein, ebenso in Bahnen und Bussen sowie an Bahn- und Bussteigen. Darf man die Maske auch am Steuer tragen? Gilt die Pflicht auch in Banken und Postfilialen? Diese Fragen – und noch einige mehr – beantwortet die Landesregierung auf ihrer Homepage. Das GEA-Instagram-Team hat jedenfalls schon mal geprobt, wie das ab morgen aussehen muss. Wir verabschieden uns für heute mit einem Wettbewerb: Wer eine besonders schöne, lustige oder kreative Maske hat, kann uns via Instagram gerne ein Selfie schicken, der GEA ist dort unter dem Nutzernamen »reutlingergeneralanzeiger« zu finden. Wir sind gespannt auf Einsendungen und werden einige der Masken reposten! (kk)

16:24 Uhr Ausgemessene Räume, in die Mensa verlegter Unterricht, ein Hygienebeauftragter, Lunchpakete und separate Ein- und Ausgänge: Wenn am 4. Mai einige Jahrgangsstufen nach wochenlanger Pause wieder in die Schulen zurückkehren, ist der Schulalltag auch an den Gymnasien im Kreis Tübingen ein anderer, als vor Corona. Die ganze Geschichte lesen Sie hier. (GEA) 

15:47 Uhr Englisch, Latein, Deutsch: Für all diese Schulfächer können Arbeitsblätter und Online-Aufgaben erstellt werden. Aber was machen eigentlich Sportlehrer während der Corona-Pandemie? Carolin Finger, die in Tübingen studiert hat und nun in Stuttgart unterrichtet, hat sich was einfallen lassen. Oder vielmehr wurde sie von ihrem aus Reutlingen stammenden Partner dazu überredet, wie sie mit einem Augenzwinkern zugibt. Die 28-Jährige hat sich auf der Video-Plattform Tik Tok angemeldet und liefert ihren Schülern – von Klasse 5 bis Klasse 10 – nun täglich kleine Videoclips mit Sport-Challenges. Rhythmisches Treppenhüpfen, Liegestütz-Varianten oder ein T-Shirt anziehen, während sie nur noch mit den Händen auf dem Boden steht, die Füße an der Türe abgestützt?

T-Shirt anziehen in eher ungemütlicher Position: Eine von Carolin Fingers Sport-Challenges auf Tik Tok. Foto: Screenshot
T-Shirt anziehen in eher ungemütlicher Position: Eine von Carolin Fingers Sport-Challenges auf Tik Tok.
Foto: Screenshot

Für Finger kein Problem – und für ihre Schüler scheinbar auch nicht. Diese haben nun die Aufgabe, pro Woche ein kleines Video an Finger zurückzusenden, was sie auch tun: Die einen filmen sich bei den Tik Tok-Challengens, andere schicken Bilder von ihrer Joggingrunde oder von der Radtour. Die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen Improvisation gefordert – was durchaus auch positive Folgen haben kann, wie das Beispiel der »sportlehrerinauftiktok« zeigt. (kk)   

15:22 Uhr Das Tübinger Landratsamt meldet zwei neue Corona-Fälle im Kreis. Die Gesamtzahl steigt somit auf 1217. Bei dieser Zahl gilt es zu beachten: Es ist die Gesamtsumme aller jemals Infizierten im Kreis. Bei einer Pressekonferenz am Freitag wurde die Zahl der bereits Genesenen im Kreis Tübingen mit 933 angegeben. Rund 10.600 Testes waren durchgeführt worden. (pm/kk)

15:13 Uhr Auch wenn die neue Regelung, dass mehr Eltern als bisher die Notbetreuung in den Kitas in Anspruch nehmen dürfen, sehr kurzfristig kam: Pfullingen ist gewappnet. In allen Einrichtungen sind Maßnahmen getroffen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. So müssen etwa Eltern ihre Kinder zu verschiedenen Zeiten bringen und wieder abholen, um Kontakte zu vermeiden. (pm)

14:56 Uhr Als Folge der Coronavirus-Pandemie gibt es erhöhten Gesprächsbedarf zwischen der Kreissparkasse Reutlingen und ihren Firmenkunden, ihren Kreditnehmern für Immobilienfinanzierungen und Geldanlegern. Dies berichten Vorstandsvorsitzender Michael Bläsius und Vorstandsmitglied Martin Bosch dem GEA. Einzelne Kunden seien durch Einnahmeausfälle zwar stark von der Krise betroffen, »aber in Summe betrachtet ist die Lage nach bisherigem Erkenntnisstand beherrschbar«, sagt Bosch. Bläsius sieht das von ihm geführte Haus finanziell, technisch und personell gut aufgestellt, um den Corona-Ausnahmezustand zu bewältigen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (rog)

14:38 Uhr Spiel, Satz und Sieg: In Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Hamburg ist die Freiluft-Tennissaison schon eröffnet. Die Schwaben müssen noch warten. »Alles ist in der Schwebe«, sagt Hanne Hummel, Pressereferentin der Tennisabteilung des TSV Betzingen. Die Plätze sind fast fertig gerichtet, schließlich sollte es am 1. Mai losgehen. Wann immer die Landesregierung den Startschuss für den Spielbetrieb gibt – klar ist, dass es Einschränkungen geben wird. (keg)

14:19 Uhr In Walddorfhäslach ist am Morgen die Bürgermeisterwahl unter aufwändigen Corona-Sicherheitsvorkehrungen angelaufen. Der Start verlief schleppend. Bis zum Mittag waren in allen drei Wahllokalen (Foto: Dorfgemeinschaftshaus Häslach) nur zwei Dutzend Wähler eingetrudelt. (mey)

Foto: Jürgen Meyer
Foto: Jürgen Meyer

13:56 Uhr In Deutschland wird noch darüber diskutiert, Australien hat's nun getan: eine Corona-App eingeführt. (dpa)

13:49 Uhr Studieren in Corona-Zeiten? Da sind Frühaufsteher klar im Vorteil, hat Redakteurin Christine Dewald am Beispiel ihrer Tochter beobachtet. Das Mail-System und die Lernplattform gehen wegen der Überbelastung nämlich in die Knie, Mails trudelt erst viel Stunden später ein - technisch haben sich hier durch Corona einige Schwächen offenbar. Die ganze »Corona-Notitz« lesen Sie hier. (dew) 

13:40 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet aktuell 1407 bestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen (gestern: 1391). Bei dieser Zahl gilt es zu beachten: Es ist die Gesamtsumme aller jemals Infizierten im Kreis. Unter der Woche meldet das Landratsamt Reutlingen deshalb auch immer die Zahl der Menschen, die bereits wieder als genesen gelten. Am Wochenende erfolgt eine solche Meldung nicht. Deshalb an dieser Stelle die Zahl von Freitag: Da galten 816 Personen als geheilt. (pm/kk)

12:50 Uhr Ab morgen gilt die Maskenpflicht. Die Polizei Reutlingen informiert auf den Sozialen Netzwerken nochmal kompakt, wo und für wen die Pflicht gilt. Fragen zur Maskenpflicht werden auch auf der Homepage der Landesregierung ausführlich beantwortet. 

12:35 Uhr Abstand halten, für sich bleiben: Das funktioniert nicht in einer Sozialstation. Die ambulante Pflege steht während der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Das ambulante Team des Servicehauses Sonnenhalde in Engstingen etwa hat täglich mit Menschen in rund achtzig Haushalten zu tun, Pflegebedürftigen in Sonnenbühl, Trochtelfingen, Hohenstein und anderen Albgemeinden. Auf Morgen- und Abendtouren – möglichst zu den von den Kunden gewünschten Zeiten – fahren die Pflegekräfte von Haus zu Haus.

Die in der ambulanten Pflege ohnehin besonders wichtige Hygiene wird noch ein bisschen wichtiger. Schutzmaske, Handschuhe und regelmäßige Desinfektion sind selbstverständlich, häufig werden zwei Paare Handschuhe getragen, wie die stellvertretende Pflegedienstleiterin Beate Wenzel sagt. Und dann musste für jeden einzelnen Haushalt ein Notfallplan entwickelt werden für den Fall, dass der Pflegebedürftige oder seine Angehörigen positiv getestet sind. Für jedes Haus, für jede Wohnung mussten »Schleusenpläne« her, musste ein Raum gefunden werden, in dem sich die ankommenden Pflegekräfte oder Ärzte umziehen und mit der nötigen Schutzkleidung ausstatten können. (dew)

11:43 Uhr Ab Anfang Mai gibt's auch in Baden-Württemberg wieder Gottesdiente. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits am Dienstag in Stuttgart. Allerdings werden die Kirchgänge mit strengen Auflagen verbunden sein, deutete sich heute an. Bis dahin können Gläubige Predigten auf Youtube verfolgen - beispielsweise aus Münsingen - oder auch nur auf dem Balkon oder im Garten dem Glückengeläut lauschen - beispielsweise in Talheim (Foto).

Foto: Jürgen Meyer
Foto: Jürgen Meyer

11:17 Uhr Wir werfen einen Blick über die Landesgrenzen hinaus: Ist mit den Corona-Pressekonferenzen von US-Präsident Donald Trump bald Schluss? Jedenfalls twitterte er gestern Abend, die Konferenzen seien ihren Aufwand nicht wert, wenn die Journalisten sowieso nur Fake News berichten würden. Indess ist der von seiner Covid-19-Erkrankung genesene britische Premierminister Boris Johnson zurück: Am Montag will er seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. (dpa)

10:54 Uhr In der Diskussion um die Entwicklung einer Corona-Warn-App ist die Bundesregierung auf dezentralisierte Speicherung der Nutzerdaten eingeschwenkt. Das bestätigten Kanzleramtschef Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) in Berlin. (dpa)

10:08 Uhr Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts der massiven Hilfen in der Corona-Krise vor einer Überforderung des Staates gewarnt. Es gebe im Moment ein verbreitetes Gefühl, »wir könnten jedes Problem mit unbegrenzten staatlichen Mitteln lösen, und die Wirtschaft kriegen wir hinterher wieder mit einem Konjunkturprogramm in Gang«, sagte der CDU-Politiker dem »Tagesspiegel«. »Der Staat kann aber nicht auf Dauer den Umsatz ersetzen«, betonte Schäuble. In seiner Amtszeit als Bundesfinanzminister war es gelungen, von 2014 an Haushalte ohne Neuverschuldung aufzustellen. (dpa)

9:32 Uhr Die Firma Schweikardt Moden aus Erpfingen stellt normalerweise Mode für Damen her. In Zeiten der Corona-Pandemie wurde die Produktion auf Mund-Nase-Masken umgestellt (der GEA berichtete). Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung – auch in Sonnenbühl – bewusst. So sei auch die Idee entstanden, jeden Sonnenbühler Bürger ab 70 Jahren kostenlos mit einer Maske aus Erpfinger Produktion auszustatten, sagt Geschäftsführer Jürgen Schweikardt. Die Idee von Jürgen Schweikardt und seinem Team kam bei der Gemeinde an, die nun auch den Versand beziehungsweise das Verteilen der Masken übernimmt, um den Datenschutz zu wahren. Bürgermeister Uwe Morgenstern habe ihm per E-Mail mitgeteilt, dass die Umschläge mit den Masken seit Freitag vom Kita-Personal der Gemeinde verteilt würden. 1.200 Masken aus blauem Stoff wurden für die Sonnenbühler hergestellt. (cofi)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

9 Uhr  Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Recht auf Arbeit von zu Hause aus gesetzlich verankern: "Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde". "Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können - auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist", sagte Heil der Bild am Sonntag. "Man darf entweder komplett auf Homeoffice umsteigen oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche", erklärte Heil. Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge sei der die Zahl der Arbeitnehmer im Homeoffice in der Corona-Krise von 12 auf 25 Prozent aller Beschäftigten gestiegen. (dpa)

8:20 Uhr Grünen-Politiker Cem Özdemir hat dem Tübinger Uniklinikum (UKT) Blut für eine Covid-19-Studie gespendet. Das ist in der Instagram-Story des UKT zu sehen. Der aus Bad Urach stammende Özdemir hatte seine Corona-Infektion vor über einem Monat auf seinem eigenen Instagram-Profil bekannt gemacht. (kk)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 156.513 (gestern: 154.545) Corona-Infizierte, 5.866 (gestern: 5.723) Menschen sind gestorben und 109.800 (gestern: 106.800) gelten als wieder geheilt. (kk)

Samstag, 25. April, 2020

17:45 Uhr Wir verabschieden uns heute mit einem Blick nach Stuttgart: Dort sind Hunderte dem Aufruf der Initiative »Querdenken« gefolgt und haben gegen eine Einschränkung der Grundrechte während der Corona-Krise demonstriert. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

17 Uhr »Die Dinge sind gravierend, so ganz ohne Kultur ist das Leben armselig«, ist das Fazit von Sozialbürgermeister Robert Hahn. Wie sich die Corona-Pandemie auf die Reutlinger Kultureinrichtungen auswirkt, lesen Sie hier. (dpa)

16:35 Uhr Mitten in die Debatte über einen Neustart der Fußball-Bundesliga platzt ein kurioser Vorschlag aus dem Bundesarbeitsministerium: Demnach wurde überlegt, Profis mit Masken spielen zu lassen. Uns interessiert, wie Sie generell zu einem Neustart der Bundesliga stehen. (GEA)

Umfrage (beendet)

Wie stehen Sie zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga mit Geisterspielen?

Es gibt eine heftige Debatte darüber, ob die Liga trotz laufender Corona-Pandemie wieder starten sollte. Uns interessiert Ihre Meinung dazu.

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16:05 Uhr Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich in der Debatte um weitere Lockerungen der massiven Einschränkungen in der Corona-Krise für verständliche Kriterien ausgesprochen. »Je nachvollziehbarer die Regelungen sind, desto eher werden sie akzeptiert und gelebt«, sagte der CDU-Politiker. Er kritisierte damit bisherige Kriterien. (dpa)

15:37 Uhr Weil ältere Menschen besonders gefährdet sind, wurden nach dem Auftreten der ersten Fälle die Mitarbeiter und Bewohner in allen Altenheimen im Kreis Tübingen getestet. Bis Sonntag, so die Auskunft der Leitenden Notärztin und DRK-Vorsitzenden Lisa Federle, ist man einmal durch, nimmt sich danach die ambulanten Pflegedienste vor – und beginnt dann wieder von vorn. Bei der Aktion wurden 150 Menschen in den Heimen positiv getestet, ein Drittel waren Mitarbeiter, zwei Drittel Bewohner. (-jk) 

15:02 Uhr »Die Händler waren vor allem glücklich, dass man in die Normalität zurückkommt«, resümiert Christina Wolf von der Geschäftsstellenleitung des Tübinger Handels- und Gewerbevereins (HGV) die erste Woche der Wiedereröffnung der Geschäfte. Mehr dazu lesen Sie hier. (ist)

14:42 Uhr So langsam öffnen viele Institutionen wieder ihren Türen für den Publikumsverkehr - auch das Landratsamt Tübingen. Voraussetzung für den Zutritt ist ein vorab telefonisch vereinbarter Termin mit dem jeweiligen Aufgabenbereich. Ebenfalls öffnen viele Bücherreien wieder oder haben bereits geöffnet. Wobei alle? In Mössingen gibt es ein Zelle, die sich dem verschließt. (GEA/mey)

Foto: Jürgen Meyer
Foto: Jürgen Meyer

14:26 Uhr Das Tübinger Landratsamt meldet drei neue Corona-Fälle im Kreis. Die Gesamtzahl steigt somit auf 1215. Bei dieser Zahl gilt es zu beachten: Es ist die Gesamtsumme aller jemals Infizierten im Kreis. Bei einer Pressekonferenz gestern wurde die Zahl der bereits Genesenen im Kreis Tübingen mit 933 angegeben. Rund 10.600 Testes waren durchgeführt worden. (pm/kk)

14 Uhr Die Covid-19-Patientenzahlen an der Tübinger Uniklinik stagnieren - deshalb wird der Betrieb dort langsam wieder aufgenommen. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen werden wieder mehr Nicht-Covid-19-Patienten medizinisch versorgt. (pm)

13:41 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet aktuell 1391 bestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen (gestern: 1345). Bei dieser Zahl gilt es zu beachten: Es ist die Gesamtsumme aller jemals Infizierten im Kreis. Unter der Woche meldet das Landratsamt Reutlingen deshalb auch immer die Zahl der Menschen, die bereits wieder als genesen gelten. Am Wochenende erfolgt eine solche Meldung nicht. Deshalb an dieser Stelle die Zahl von Freitag: Gestern galten 816 Personen als geheilt. (pm/kk)

13:10 Uhr Je länger das Kontaktverbot gilt, desto größer werden die Unterschiede zwischen den Menschen, die sich penibel und teilweise gar panisch daran halten, und denen, die sich nicht so sehr darum kümmern. Ein kurzer Spaziergang durch die Reutlinger Innenstadt zeigte am heutigen Mittag zunächst eins ganz deutlich: Eineinhalb Meter Abstand zu den anderen Passanten waren an den wenigsten Stellen einzuhalten. Nur mit einem Slalom-Marsch und viel Geduld konnte man vielleicht annährend einen Meter zwischen sich und andere Menschen bringen. Das versuchten auch manche Passanten beharrlich, einigen war die Panik dabei ins Gesicht geschrieben. Manche Menschen trugen Handschuhe, immer mehr auch Masken. Ihnen gegenüber standen eher unbesorgt wirkende Menschengruppen, die sich an der Ecke Kanzleistraße/Oberamteistraße im Sonnenschein den ersten Draußen-Wein und das erste Bierchen des Wochenendes gönnten.

Schilder weisen auf dem Reutlinger Wochenmarkt auf geltende Hygieneregeln hin. Foto: Kammerer
Schilder weisen auf dem Reutlinger Wochenmarkt auf geltende Hygieneregeln hin.
Foto: Kammerer

Auf dem Wochenmarkt wiesen Schilder auf einzuhaltende Hygiene-Regeln hin, sehr viele Einkäufer trugen auch Masken - die allermeisten Verkäufer jedoch nicht. Manche Menschen bewegten sich im Stechschritt durch die Innenstadt, so, als ob sie möglichst schnell wieder ins sichere Zuhause gelangen wollen. Andere bummelten gemütlich und shoppten Kleidung, Blumen und Nahrungsmittel. So als ob sie alles nachholen wollten, was in den vergangenen Wochen nicht möglich gewesen war. (kk)

12:45 Uhr Am Donnerstagabend machte der Lichtensteiner Gemeinderat einen Knopf an den ersten doppischen Haushalt der Gemeinde. Trotz des einstimmigen Votums für das Zahlenwerk war die Unsicherheit in der Lichtensteinhalle greifbar. Was ist das Werk in den Zeiten von Corona wirklich wert? Das war die zentrale Frage, die alle Gemeinderatsmitglieder in ihren Redebeiträgen beschäftigte. Mehr lesen Sie hier. (us)

An den Tischen weit auseinander, aber bei der Bewertung des Lichten-steiner Haushalts nah beieinander. Die Fraktionen des Gemeinderats bei der Sitzung in der Lichtensteinhalle am Donnerstagabend. Foto: Uwe Sautter
An den Tischen weit auseinander, aber bei der Bewertung des Lichten-steiner Haushalts nah beieinander. Die Fraktionen des Gemeinderats bei der Sitzung in der Lichtensteinhalle am Donnerstagabend.
Foto: Uwe Sautter

12:16 Uhr Die Stadt Tübingen hat Familien mit drei oder mehr Kindern unter 18 Jahren eine Einkaufsberechtigung ausgestellt: Diese berechtigt dazu, von rationierten Lebensmitteln und Gütern die doppelte Menge einzukaufen. (pm) 

12:02 Uhr Einige Regierungen hatten vorgeschlagen, Ex-Infizierten mit Corona-Antikörpern im Blut eine Art Covid-Pass auszustellen, damit sie beispielsweise früher zurück zur Arbeit können. Doch laut WHO ist die Annahme, dass Antikörper im Blut immun gegen das Virus machen, nicht ausreichend wissenschaftlich gedeckt: »Es gibt im Moment keinen Nachweis, dass Menschen, die sich von Covid-19 erholt und Antikörper haben, vor einer zweiten Infektion geschützt sind«, teilte sie mit. (dpa)

11:44 Uhr In der aktuellen Umfrage auf unserer Homepage wollen wir wissen: Was halten Sie von der Lockerung der Corona-Maßnahmen? 56,8 Prozent der Umfrage-Teilnehmer finden »Das ist der richtige Schritt« und 41,3 Prozent finden »Das kommt zu früh«. Nur 1,8 Prozent haben angegeben »Das betrifft mich nicht«. In einer Umfrage auf dem GEA-Instagramkanal hatten wir vor einigen Tagen gefragt, ob die Follower die Lockerungen eher spektisch sehen (wie OB Thomas Keck) oder ob sie sie für richtig halten. Diese Umfrage hatte ein anderes Stimmungsbild ergeben: 82 Prozent hatten dabei angegeben, die Lockerungen ebenfalls eher skeptisch zu sehen. (kk) 

11:22 Uhr Sehnsucht nach Normalität: Neben älteren Menschen sind aktuell diejenigen Menschen besonders belastet, die sowieso schon mit psychischer Instabilität zu kämpfen haben, sagt Dr. Frank Schwärzler, ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik Reutlingen. Die Zeit während des Coronavirus hat aber nicht nur negative Seiten, meint Psychologin Zrinka Lucic-Vrhovac. Wie sich die Corona-Krise auf die Psyche auswirkt, lesen Sie hier. (stan)

10:56 Uhr Das Land will in Zukunft deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus testen: Von zuletzt knapp 80 000 könnte die Zahl der Tests dadurch auf mehr als 160 000 pro Woche steigen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. (dpa)

10:35 Uhr Per Zeitungsanzeige wirbt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) persönlich für die Einhaltung der ab Montag geltenden Maskenpflicht im Südwesten. Auch in der heutigen GEA-Ausgabe ist die Anzeige zu sehen. Aus der Opposition kam promt Kritik an der Anzeigenkampagne der Regierung. (dpa/kk)

Auch in der heutigen GEA-Ausgabe ist der Ministerpräsident mit Maske zu sehen. Foto: Kammerer
Auch in der heutigen GEA-Ausgabe ist der Ministerpräsident mit Maske zu sehen.
Foto: Kammerer

9:47 Uhr Was tun, während man in der Corona-Krise viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt? »Entrümpeln!«, denken sich offenbar viele. Nicht alle halten sich dabei an die Regeln. (dpa)

9:22 Uhr Der Dettinger Gemeinderat wollte online tagen - durfte es aber nicht. Das Land muss die rechtlichen Voraussetzungen für Online-Sitzungen erst noch schaffen. Bürgermeister Michael Hillert ist sauer: »Die heutige Sitzung kommt zur Unzeit«, erklärte er am Donnerstagabend. Um Fristen zu wahren, sei sie aber unabdingbar notwendig. »Wir wollten das online machen und haben das auch geübt.« Nur die ausstehende Verordnung des Landes habe dies verhindert. (füs)

Sitzung mit Mund- und Nasenschutz (von links): die Gemeinderäte Dr. Michael Allmendinger und Wolfgang Budweg sowie im Hintergrun
Sitzung mit Mund- und Nasenschutz (von links): die Gemeinderäte Dr. Michael Allmendinger und Wolfgang Budweg sowie im Hintergrund Dettingens Personalchefin Jasmin Götz, die dafür sorgte, dass die Steg in Stuttgart zugeschaltet werden konnte. Foto: Thomas Füssel
Sitzung mit Mund- und Nasenschutz (von links): die Gemeinderäte Dr. Michael Allmendinger und Wolfgang Budweg sowie im Hintergrund Dettingens Personalchefin Jasmin Götz, die dafür sorgte, dass die Steg in Stuttgart zugeschaltet werden konnte.
Foto: Thomas Füssel

8:55 Uhr Die Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus in Tübingen leistete mit zwei Infektionsstationen und 30 Isolierbetten seit Anfang März einen Beitrag zur Behandlung der kritischen COVID-19-Patienten im Landkreis Tübingen. Aktuell weisen die vorliegenden Daten auf einen tendenziellen Rückgang der Covid-Patienten hin, heißt es in einer Pressemeldung. Die Klinik konzentriert sich daher wieder stärker auf ihre Kernaufgabe: der Behandlung von internistischgeriatrischen Erkrankten und von Palliativpatienten. Auch die Palliativstation und die Interdisziplinären Demenzstation (IDA) können wieder in den Normalbetrieb übergehen. Die Tropen- und Reisemedizinische Ambulanz öffnet zum 4. Mai für Impfsprechstunden und Arbeitsmedizinische Untersuchungen. Für Besucher der Ambulanz besteht Maskenpflicht. (pm)

8:29 Uhr Leon Goretzka, Joshua Kimmich und die Nationalmannschaft haben es vorgemacht, als sie mehrere Millionen Euro für soziale Zwecke in der Corona-Krise sammelten. Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi hilft in Rio de Janeiro denjenigen, die es am nötigsten haben - in einer Favela. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 154.545 (gestern: 153.129) Corona-Infizierte, 5.723 (gestern: 5.575) Menschen sind gestorben und 106.800 (gestern: 103.300) gelten als wieder geheilt. (kk)

Freitag, 24. April 2020

21 Uhr Von Montag an gilt in Baden-Württemberg beim Einkaufen in geschlossenen Räumen und bei der Nutzung des ÖPNV eine Maskenpflicht. Wie man mit diesen Schutzartikeln umgeht, sehen Sie in diesem Video. (ege)

20:42 Uhr Manche Schneider in Reutlingen können sich derzeit vor Aufträgen kaum mehr retten. So zu beobachten in der Burgstraße. Seit zwei Wochen bilden sich hier täglich lange Schlangen vor dem Nähstüble. Von morgens bis abends stehen die Kunden – meist vorbildlich mit Abstand zueinander – auf dem Gehweg und warten, bis sie einen Tröpfchenfänger aus Baumwolle ergattern können. Die Inhaberin des Ladens, Ulrike Leuthe, wirkt mittlerweile leicht erschöpft: »Wir werden überrollt«. An manchen Tage fehlt ihr und ihren Mitarbeiterinnen sogar die Zeit für eine erholsame Mittagspause, »weil das Telefon fast nie ruht«. Die Nähmaschinen auch nicht. Inzwischen wurden rund 2 500 Masken im Nähstüble angefertigt und verkauft. (stan)

Schlange vor dem Nähstüble. Foto: Schitz
Schlange vor dem Nähstüble. Foto: Schitz

20:20 Uhr Die Arbeitsgemeinschaft Reutlinger Sportvereine (ARS) und ihre Mitglieder rufen dazu auf, den Clubs in der Coronakrise die Treue zu halten. In diesen Tagen ziehen die Vereine die Mitgliedsbeiträge ein. »Diese sind in der Coronakrise überlebenswichtig«, erklärt Jutta Fundel, Geschäftsführerin der ARS. Daher appeliert sie an alle Mitglieder, nicht aus ihren Vereinen auszutreten. In der morgigen GEA-Ausgabe kommen viele Vereinsfunktionäre und Mitglieder zu Wort, die unterstreichen, warum es wichtig ist, jetzt Solidarität zu zeigen. Vereine und deren Mitglieder, die auch noch mitmachen wollen, können sich bei ARS-Geschäftsführerin Jutta Fundel per E-Mail j.fundel@ars-reutlingen.de melden. (der)  

19:48 Uhr US-Präsident Donald Trump will seine umstrittenen Äußerungen zu möglichen Therapieansätzen gegen das Coronavirus nach viel öffentlicher Kritik als Sarkasmus verstanden wissen. »Ich habe Reportern (...) sarkastisch eine Frage gestellt, nur um zu sehen, was passieren würde«, sagte Trump. Er gab an, keineswegs Amerikaner dazu aufrufen zu wollen, Desinfektionsmittel zu sich zu nehmen. Er habe lediglich eine »sehr sarkastische« Frage an eine »feindliche Gruppe« von Reportern gestellt. (dpa)

19:21 Uhr Das Reutlinger Naturtheater muss seine für dieses Jahr geplanten Produktion »Peter Pan« und »Die Kirche bleibt im Dorf« bedingt durch die Corona-Krise auf Sommer 2021 verschieben. Die Entscheidung fiel auch deshalb, weil nicht geprobt werden konnte, teilte das Theater auf seiner Facebookseite mit. Wie mit den bereits verkauften oder reservierten Karten verfahren wird, werde sobald wie möglich auf www.naturtheater-reutlingen.de mitgeteilt. (ege)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

19 Uhr Die Zahl der Corona-Infizierten im Land steigt um 457 auf 30.369. Davon sind 19.339 Personen genesen. Außerdem gibt es 1.203 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Das sind 31 mehr als gestern. Die Verstorbenen sind zwischen 36 und 102 Jahre alt. (pm)

18:42 Uhr Im Landkreis Sigmaringen haben sich Stand heute 753 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 13 mehr als gestern. Gestorben sind  im Zusammenhang mit Covid-19 bislang 29 Menschen, seit vier Tagen kam kein neuer Fall hinzu. (pm)

18:11 Uhr Am 10. Mai hätte der SSV Reutlingen bei den Stuttgarter Kickers gastiert. Doch das Spiel wird wegen der Corona-Krise nicht stattfinden - nicht einmal als Geisterspiel. Trotzdem wird das für den Club ein besonderer Tag. Denn Karten werden für das Spiel gegen die Reutlinger trotzdem verkauft. Für zehn Euro bekommt man »exklusive Einblicke in die Kickers-Familie und in den 90 Minuten, in denen normalerweise das Spiel läuft, gibt es Online-Interviews und Berichte aus dem Innenleben der Stuttgarter Kickers zu sehen, zu dem auch verschiedene Interviews mit ehemaligen Trainern gehören«, heißt es auf der Homepage des Vereins. Die Aktion hat das Ziel, die Vereinskasse aufzubessern. Der aktuelle Rekord von 6.350 Zuschauern im Gazi-Stadion stammt aus dem letzten Heimspiel gegen den SSV 2018. Für das virtuelle Spiel wurden bereits 8.700 Karten verkauft. Für alle, die lieber ein richtiges Derby sehen wollen, gibt's hier die Highlights des rassigen Hinspiels im Kreuzeichestadion. (ege)

17:39 Uhr Von Montag, 4. Mai an, ist in den Bezirksämtern Betzingen, Gönningen, Rommelsbach und Sondelfingen wieder eingeschränkter Publikumsverkehr möglich. Termine können ab Montag, 27. April, vereinbart werden. Die Zeiten, in denen die jeweilige Bezirksamts-Belegschaft Besucherinnen und Besucher mit telefonisch vereinbarten Terminen empfängt, sind auf jeweils einen Vor- und einen Nachmittag (8 bis 12 bzw. 14 bis 18 Uhr) beschränkt. (pm)

17:17 Uhr Im Kreis Tübingen belaufen sich die Corona-Fälle auf 1.212, das sind 5 fünf mehr als am Donnerstag. Ein Todesfall ist hinzugekommen, eine Person zwischen 70 und 75 Jahren. Damit gibt es im Kreis Tübingen 41 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. (pm)

17:04 Uhr Das Reutlinger Landratsamt übermittelt einmal pro Woche auch eine detailierte Aufschlüsselung der Covid-19-Fälle im Kreis. Daraus geht hervor, das 321 der 1.345 bestätigten Corona-Fälle auf Pflegeeinrichtungen entfallen. Das sind etwa 23 Prozent aller Fälle im Kreis Reutlingen. Am größten ist der prozentuale Anteil in Lichtenstein. 75 der 100 Infizierten wurden im Seniorenzentrum Martha-Maria festgestellt. Das sind 75 Prozent aller Covid-19-Erkrankungen in der Gemeinde. (ege)

16:42 Uhr In der Corona-Krise ist der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Helmut Haussmann vollständig von liberalen Gedanken infiziert. Deswegen kritisiert er in Teilen wie Vater Staat und Gesellschaft mit dem Virus umgehen. Bei einem spontanen Treffen in Tübingen gibt er Auskunft darüber, wie er das Herunterfahren des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens findet. (zen)

16:20 Uhr Im Landkreis Reutlingen steigt die Zahl der diagnostizierten Corona-Fälle auf 1.345 an. Das sind 12 mehr als am Vortag. Von diesen Corona-Fällen gelten 816 Personen aber bereits wieder als genesen, 56 sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Es wurden 10.489 Abstriche gemacht, 3.735 begründete Verdachtsfälle sind beim Landratsamt registriert. (pm)

16:10 Uhr US-Präsident Donald Trump ermunterte Forscher bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus unter anderem dazu, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Auf diese Äußerungen folgen nun eindringliche Warnungen. (dpa)

15:40 Uhr Die durch die Lockerung der Corona-Verordnung gestiegene Anzahl der Menschen in der Innenstadt stimme ihn »sehr nachdenklich«, sagt Reutlingens OB Thomas Keck in einem Video, das auf den Sozialen Netzwerken der Stadtverwaltung gepostet wurde. Er befürworte die ersten Öffnungen, weil er um die wirtschaftliche Not der Unternehmer wisse, so Keck: »Insolvenzen müssen auf jeden Fall verhindert werden.« Trotzdem sei er »zerrissen« gewesen, als die Lockerungen in der vergangenen Woche verkündet worden waren. Habe man damit gar falsche Hoffnung bei den Menschen geweckt, die eine schnelle Rückkehr zur Normalität wünschen? Mit dem GEA hat Keck auch schon ausführlich über die Auswirkungen der Pandemie auf die Stadt und ihre Bürger gesprochen. (kk) 

15:11 Uhr Acht Millionen Atemschutzmasken für medizinisches Personal erhält das Land Baden-Württemberg von nun an Woche für Woche direkt aus China. Möglich macht das eine Luftbrücke, die das Land gemeinsam mit dem Sportwagenhersteller Porsche, der Spedition DB Schenker, Lufthansa Cargo und dem Land Sachsen aufgebaut hat. Sechs Tage die Woche fliegt eine Lufthansa-Maschine vollgepackt mit Schutzausrüstung von Shanghai nach Frankfurt oder München. (sel)

14:52 Uhr Die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb unterstützen "Emmas-App", eine digitale Einkaufslösung für kleinere Lebensmittelhändler wie Bäckereien, Metzgereien und Hofläden. Händler können sich ab sofort kostenlos registrieren und ihr Produktsortiment ganz oder teilweise hochladen. Nach der Freischaltung können Kunden auf das Sortiment zugreifen bestellen. Die Waren über "Emmas-App" werden vom Händler zusammengestellt und müssen vom Kunden nur noch abgeholt werden. Auch eine Lieferung ist möglich, wenn der Händler diesen Service anbietet. Die Bezahlung erfolgt entweder über ein integriertes Online-Verfahren oder in Bar bei Abholung der Waren. Eine Person kann ihre gewünschten Waren online selbst einkaufen und mit Hilfe des Bestellcodes von einem Nachbarn abholen lassen. Auskünfte zur App gibt im Kreis Reutlingen Christoph Pfisterer via c.pfisterer@kreis-reutlingen.de oder unter der Telefonnummer 071214803321. Für Händler im Landkreis Tübingen ist Manuel Wohland per m.wohland@kreis-tuebingen.de oder unter 070712075203 zu erreichen. (pm)

Foto: PR
Foto: PR

14:26 Uhr Das Sanitätshaus PMZ in Münsingen, kann sich vor Anfragen kaum retten. Seit das Unternehmen mit Hauptsitz in Wangen einen Corona-Antikörper-Schnelltest angekündigt hat, wird es förmlich überrannt. Die Warteliste wächst rapide: Privatleute ebenso wie Unternehmen, die gleich die ganze Belegschaft testen lassen wollen, fragen an, die ersten Wochen sind praktisch ausgebucht. Allerdings: Wann der Schnelltest tatsächlich lieferbar sein wird, steht noch gar nicht fest. Eigentlich waren die vergangene und diese Woche genannt, inzwischen spricht PMZ von »Anfang Mai«. Tatsächlich wird es noch weit länger dauern, wie die Recherche verrät. Denn der Lieferant des Sanitätshauses, die NanoRepro AG aus Marburg, hat den begehrten Schnelltest selbst noch nicht im Haus. »Wir haben Lieferschwierigkeiten«, berichtet Michael Schley, bei NanoRepro für Vertrieb und Entwicklung zuständig. Denn die Tests kommen aus China, vom ebenfalls auf Schnelltests spezialisierten Unternehmen InTec. Ein Exportstopp der chinesischen Regierung habe zur Folge, dass im Moment kein verlässliches Lieferdatum genannt werden könne, so Schley. (dew)

14 Uhr Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen entscheiden. Die Auswirkungen der am Montag begonnenen Öffnung der Geschäfte könne man erst 14 Tage später abschätzen, sagte Merkel. Andere Lockerungen träten noch später in Kraft. »Das heißt, wir können dann am 6. Mai über diese Fragen sprechen.« (dpa)

13:35 Uhr Die Klimakrise auch während der Coronakrise nicht aus den Augen verlieren – dafür plädiert die Reutlinger Gruppe der Fridays for Future. Da die Klimaschützer zurzeit keine Demonstrationen und Kundgebungen organisieren können, starteten sie heute zur Mittagszeit eine Plakataktion auf dem Marktplatz. Eine Stunde lang präsentierten sie selbst gemalte und beschriftete Plakate, die an den Klimawandel und die vielfältigen damit einhergehenden Probleme erinnerten. »Wir wollen auch auf unsere Aktivitäten im Netz aufmerksam machen und zum Mitmachen aufrufen«, sagte Ricarda Schneider vom Orga-Team der Fridays for Future. Sie erklärte, wie »der Netz-Streik« aussieht: »Man macht ein Foto von sich mit einem Demo-Plakat und postet es auf einem sozialen Netzwerk mit #netzstreikfürsklima.« (ele)

Foto: Küster
Foto: Küster

Auch in Tübingen wollen die Aktivisten von Fridays for Future trotz Corona auf die Klimakrise aufmerksam machen. Deshalb organsierten die Tübinger Ortsgruppe  für den heutigen  globalen Klimastreik eine Demo ohne Menschen, aber mit Plakaten auf dem Holzmarkt. Wer mitmachen wollte, konnte sein Plakat im Vorfeld  beim Unverpacktladen Speicher abgeben. Dabei sind zahlreiche Schilder mit Klimaforderungen zusammengekommen, die auf den Stufen hoch zur Stiftskirche aufgestellt wurden. Vor dem Brunnen platzierten die Anhänger von Parents for Future Steine, die sie ebenfalls mit Klimaforderungen beschriftet hatten. Auch dieser stille Protest ist Teil des weltweiten Klimastreiks. (sapo)

Foto: Sapotnik
Foto: Sapotnik

12:56 Uhr Die Zahl der bisher Infizierten im Kreis Tübingen liegt bei 1.207. Die Zahl der mittlerweile wieder Genesenen wird vom Gesundheitsamt mit 933 angegeben. Amtsleiterin Birgit Walter-Frank betont, dass es sich bei Letzterem um einen Schätzwert handelt. Genesene müssen nicht gemeldet werden. »Es gibt keine Liste, auf der man einfach Häkchen setzen könnte.« Man habe sich bei der Ermittlung der Zahl an die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts gehalten. (jk)

12:46 Uhr Das DFB-Pokalfinale kann nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen. (dpa)

12:36 Uhr Seit heute 10 Uhr haben auch die meisten Läden der Outletcity wieder geöffnet. An verschiedenen Stellen auf dem Areal wurden sogenannte »Care Points« eingerichtet. Dort gibt es Desinfektionsmittel und Masken für die Kunden. Vor den Läden wurden Absperrungen aufgestellt. Store-Mitarbeiter kontrollieren am Eingang, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig den Laden betreten. Bereits am frühen Mittag sind schon wieder zahlreiche Passanten in der Outletcity unterwegs. »Aber es ist kein Vergleich zu sonst«, so eine Outlet-Mitarbeiterin. (mewe)

Foto: Weber
Foto: Weber

12:08 Uhr Ab Montag, 27. April ist der Komposthof Pfullingen auch wieder für Privatpersonen zu den üblichen Zeiten geöffnet, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Wichtig: Auf dem Gelände des Komposthofs gilt eine Mundschutzpflicht. Außerdem ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Eingelassen wird jeweils nur ein Fahrzeug mit höchstens zwei Personen an Bord. Das Komposthofpersonal darf beim Beladen den Radlader nicht verlassen. Es steht weder für eine händische Mithilfe noch für Beratungsgespräche zur Verfügung. (pm)

11:40 Uhr Die Studenten der Uni Tübingen fühlen sich vom Rektorat bei der Gestaltung des Sommersemesters übergangen. Warum - das lesen Sie hier. (GEA)

11:05 Uhr Von Einkaufen bis Gartenarbeit: In der Coronakrise haben sich auch auf den Härten zahlreiche Freiwillige gemeldet, um zu helfen. Die dörfliche Gemeinschaft funktioniert dort aber scheinbar noch sehr gut, denn viele Hilfsbedürftige müssen das Angebot gar nicht erst nutzen - sie haben schon Helfer in ihrem Umfeld. (raw)

Margot Knoblich gehört zur Risikogruppe und ist Simon Leicht sehr dankbar, dass er für sie einkauft: Sahne, Joghurt und Zahnpast
Margot Knoblich gehört zur Risikogruppe und ist Simon Leicht sehr dankbar, dass er für sie einkauft: Sahne, Joghurt und Zahnpasta standen auf der Einkaufsliste. FOTO: WEBER
Margot Knoblich gehört zur Risikogruppe und ist Simon Leicht sehr dankbar, dass er für sie einkauft: Sahne, Joghurt und Zahnpasta standen auf der Einkaufsliste. FOTO: WEBER

10:45 Uhr US-Präsident Donald Trump hat mit eigenwilligen Ideen für mögliche Therapieansätze gegen das Coronavirus für Aufsehen gesorgt. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend im Weißen Haus ermunterte der US-Präsident Forscher unter anderem dazu, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Außerdem sinnierte er über Optionen, starkes Licht »in den Körper« zu bringen, um Corona-Infektionen zu behandeln. Das sorgte für Spott, etwa in den Reihen der Demokraten. (dpa)

10:10 Uhr Die Tübinger Stadtverwaltung hat allen Bürgern ab 65 Jahren einen Brief geschrieben, eine Broschüre mit Lieferdiensten und Hilfsangeboten sowie eine Stoffmaske beigelegt. Dafür erntet die Verwaltungsspitze, allen voran OB Boris Palmer und Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch, täglich auf allen Kanälen harsche Kritik. Palmer postete vor einigen Tagen eine Postkarte auf Facebook, die er bekommen hatte: Darauf wurden er und auch seine Eltern aufs Übelste beschimpft. Nun meldet sich auch Daniela Harsch auf Facebook zu Wort - mit einem langen Posting, in dem sie ihr Unverständnis darüber ausdrückt, dass man mit Nazivergleichen und »Hohn und Spott« überschüttet wird für eine Geste, die eigentlich schützend und wertschätzend gemeint ist. Sie erklärt ausführlich, was die Stadtverwaltung zu diesem Schritt bewogen hat und wieso man 65 als Altersgrenze festgelegt hat. Unter ihrem Posting erntet sie zum allergrößten Teil positives Feedback zur Aktion. (kk)

9:47 Uhr Drei Mal pro Woche joggen, mindestens 15 Kilometer: Ein bald 95 Jahre alter Mann aus dem Raum Stuttgart lässt sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen. (dpa)

9:22 Uhr Aufgrund der momentanen Corona-Lage wird die Eröffnung der diesjährigen Badesaison im Bad Uracher Höhenfreibad verschoben. Ursprünglich war geplant, das Bad am 10. Mai zu öffnen. Sollten es die Umstände und die Corona-Vorgaben der Landesregierung zulassen, wäre ein Badebetrieb ab Anfang Juni denkbar. Einen Vorverkauf für Saisonkarten wird es in diesem Jahr nicht geben. Saisonkarten können später direkt an der Freibadkasse erworben werden. (pm)

9 Uhr Nicht nur Geschäfte dürfen wieder öffnen - auch Bücherreien: Ab kommender Woche öffnen die Bücherreien in Pfullingen und Lichtenstein wieder, die in Eningen ist gerade erst umgezogen - hier dauert's noch ein kleines bisschen länger. (GEA)

8:10 Uhr In Pfullingen scheinen einige Kinder nicht einverstanden zu sein mit den Quarantäne-Regeln für Kinder in der Coronakrise und mit den jüngsten Lockerungen. Beim Spielplatz am Ende der Arbachstraße finden sich einige Plakate mit gemaltem Protest - hier nochmal eins:

Foto: Uwe Sautter
Foto: Uwe Sautter

7:55 Uhr Nicht lebensnotwendige OPs werden verschoben, Früherkennungsprogramme gekürzt. Vor allem aber scheuen Patienten den Gang zum Arzt - aus Angst vor einer Corona-Ansteckung. Manche Krebsdiagnose könnte später gestellt werden. Werden mehr Menschen an Krebs sterben? (dpa)

7:35 Uhr Die Kanzlerin hat keinen Zweifel daran gelassen. Das Vorgehen mancher Länder bei der Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse findet sie »in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch«. Sie tritt auf die Bremse. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 153.129 (gestern: 150.648) Corona-Infizierte, 5.575 (gestern: 5.315) Menschen sind gestorben und 103.300 (gestern: 99.400) gelten als wieder geheilt. (kk)

Donnerstag, 23. April 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns für heute mit einem Spiele-Tipp: Corona-Hunter heißt das kostenlose Browser-Game, das sich perfekt eignet, um seiner Wut auf das Virus freien Lauf zu lassen. 60 Sekunden haben Sie Zeit mit Klopapierrollen Corona-Viren abzuschießen (gezielt und geschossen wird mit der Maus). Dafür gibt es Punkte, bei fünf Treffern in Folge auch einen Zeitbonus. Aber aufpassen: Klopapier hamstern geht nicht, nach fünf geworfenen Rollen muss per Leertaste nachgeladen werden. Das Spiel, das an den Klassiker Moorhuhn erinnert, wurde von drei Unternehmern aus Emmendingen (Baden-Württemberg) entwickelt. Leider funktioniert das Spiel nicht auf Smartphones, aber um möglichst viele Viren zu eliminieren, ist ein großer Bildschirm ohnehin besser. Der Spitzenreiter hat aktuell 100.005 Punkte, der Rekord in der Onlineredaktion liegt bei 4700. Das müsste doch zu schlagen sein, oder? Ein Klick auf das Bild und los geht's. (ege)

20:40 Uhr Beim deutschlandweiten Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« hat die Nachfrage nach Beratung zu häuslicher Gewalt zuletzt zugenommen. Vergangene Woche habe man eine Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet, sagte eine Sprecherin von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.  Ein solcher Trend zeichnet sich in Reutlingen und der Region Neckar-Alb aktuell jedoch nicht ab, sagt Polizei-Pressesprecherin Andrea Kopp auf GEA-Anfrage. Zum einen sei die Erfassung von Straftaten als Jahresstatistik konzipiert. Eine monatliche Auswertung unterliege erheblichen Verzerrungsfaktoren, da die Strafanzeigen erst nach Abschluss der Ermittlungen bei Abgabe an die Staatsanwaltschaften in die Statistik eingehen und nicht, sobald Bürger eine Anzeige aufgeben. »Da wir aber alle Vorkommnisse und Einsatzberichte sichten und einen ganz guten Einblick haben, können wir dennoch sagen, dass wir derzeit keine signifikante Häufung von häuslicher Gewalt feststellen«, sagt Kopp. Allerdings könne sie nur für die bei der Polizei bekannt gewordenen Fälle sprechen. Bei den Beratungsstellen könne sich da ein anderes Bild auftun. In Reutlingen bietet der Diakonieverband Betroffenen von häuslicher Gewalt Hilfe an. Eine GEA-Anfrage, ob es in der Corona-Krise diesbezüglich einen größeren Bedarf gab, blieb bislang unbeantwortet. (ege)

20:27 Uhr Gute Nachrichten aus Tübingen: Die Zahl der Corona-Patienten in der Uniklinik sinkt. »Die Lage hat sich erheblich entspannt. Der Zustrom an Patienten aus der Stadt Tübingen und dem Landkreis ist fast zum Erliegen gekommen«, sagt Nisar Malek, Ärztlicher Direktor der Inneren Medizin und Leiter der Task-Force Corona. (jk)

20:01 Uhr Jenseits der norditalienischen Corona-Hotspots ist auch die Lage in Pistoia, der mit Reutlingen freundschaftlich verbundenen Stadt in der Toskana, sehr schwierig. Viele Infizierte werden zu Hause medizinisch behandelt, die schweren Fälle müssen ins Krankenhaus San Jacopo, das mit insgesamt 400 Betten und unzureichender Krisen-Ausstattung ein Einzugsgebiet von fast 170.000 Einwohnern abzudecken hat. Infolge der Pandemie sind zahllose Menschen arbeitslos geworden, denen keine Mittel aus den überforderten Sozialkassen zustehen. Der Reutlinger Städtefreundschaftsverein Amicizia Pistoia-Reutlingen ruft deshalb zu Spenden für solche Einkaufsgutscheine auf, die über die Pistoieser Stadtverwaltung an bedürftige Bürger abgegeben werden. Die Spendenkonten finden sich hier. (pm)

19:40 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es mittlerweile 740 Corona-Infizierte. Das sind sechs mehr als gestern. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit Covid-19 liegt bei 29 und ist bereits seit drei Tagen nicht mehr gestiegen. (pm)

Coronavirus

Entwicklung der Infektionszahlen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

19:19 Uhr In einer Pressekonferenz berichtete die Reutlinger Bruderhaus-Diakonie über die Herausforderungen für das Sozialunternehmen. Dabei gab es auch Lichtblicke: Etwa aus dem Seniorenzentrum Gönningen, das stark vom Coronavirus betroffen war. Von 30 positiv getesteten Heimbewohnern sind unterdessen 23 wieder gesund. Elf von 14 infizierten Mitarbeiter sind ebenfalls genesen. (igl)

19:06 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es aktuell 1.207 Corona-Fälle, das sind zehn mehr als am gestrigen Mittwoch. Außerdem sind zwei Todesfälle (Altersgruppe zwischen 80 und 90 Jahren) hinzugekommen. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 40. (pm)

18:49 Uhr Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten ist im Land auf 29.912 gestiegen. Davon sind 18.558 Personen bereits wieder von ihrer Erkrankung genesen. Darüber hinaus wurden 69 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.172 an. Das Alter der Verstorbenen liegt zwischen 36 und 102 Jahren. 63 Prozent der Toten waren 80 Jahre oder älter. (pm)

18:16 Uhr Auch Sportvereine leiden unter den Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Nicht nur der Spielbetrieb ist abgesagt, auch Veranstaltungen wie Turniere und Feste, die von den Vereinen organisiert werden und einen wichtigen Bestandteil der Einnahmen ausmachen. »Fehlt dieses Geld kann das erhebliche Auswirkungen haben, etwa auf die Jugendarbeit«, sagt der Präsident des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) Andreas Felchle. Der Verband, der etwa 5.700 Vereine im Land unter seinem Dach vereint, kündigt auf seiner Website an, finanziellen Schaden von den Sportvereinen  abwenden zu wollen. Konkrete Hilfen nennt er nicht. Der WLSB hat jetzt ein digitales Meldesystem eingerichtet. Dort können Vereine noch bis zum 3. Mai ihren finanziellen Schaden melden. (ege)

17:58 Uhr Seit heute dürfen große Geschäfte und Kaufhäuser wieder öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter Fläche begrenzen. In Reutlingen öffnen sie jetzt nach und nach. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (ele)

17:20 Uhr Ermittler in Berlin decken immer mehr Betrugsfälle im Zusammenhang mit den Corona-Soforthilfen für notleidende Betriebe auf. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:43 Uhr Im Kreis Reutlingen gibt es 1.333 laborbestätigte Corona-Fälle. Das sind 21 mehr als gestern bekannt waren. Demgegenüber stehen 802 Genesene. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind 55 Menschen gestorben, Stand gestern gab es 51 Todesfälle. Insgesamt wurden 10.274 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.725. (pm)

16:20 Uhr Das Coronavirus scheint für Haustiere wie Mieze und Bello kein großes Problem zu sein. Zwei neue Nachweise bei Katzen in den USA ändern an der Einschätzung deutscher Experten nichts. (dpa)

16:03 Uhr »Profis dürfen bolzen, wird nicht! Das ist ungerecht!« Das steht auf einem der Plakate, die am Spielplatz Arbachstraße in Pfullingen aufgehängt wurden. »Altenheime zu! Kindergärten auf!« auf einem anderen. Wer die Plakate gemalt hat, weiß man nicht - aber die Schaffer sind wohl absolut nicht einverstanden mit den Corona-Regeln, die für Kinder gelten. (GEA)

Foto: Uwe Sautter
Foto: Uwe Sautter

15:40 Uhr Seit Dienstag ist es beschlossen: Ab kommenden Montag gilt die Maskenpflicht in Baden-Württemberg. Einige Fragen, die bislang dazu noch offen waren, werden nun auf der Homepage der Landesregierung beantwortet. Hier die wichtigsten Fakten zusammengefasst: Die Pflicht gilt für alle Menschen nach ihrem sechsten Geburtstag, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in geschlossenen Verkaufsräumen - also nicht auf Wochenmärkten. In Schulen müssen keine Masken getragen werden. Ab dem 27. April gilt eine einwöchtige Gewöhnungsfrist: Wer während dieser Frist gegen die Maskenpflicht verstößt, muss kein Bußgeld zahlen. Ab dem 4. Mai wird ein Verstoß dann teuer. (kk)  

15:10 Uhr Die Corona-Krise ist für Politiker aktuell ein dankbares Thema, um sich in den Sozialen Medien zu profilieren. Boris Palmer beschäftigt sich seit Wochen mit möglichen Exit-Strategien, Michael Donth (CDU), der für den Wahlkreis Reutlingen im Bundestag sitzt, teilt gerne, was wer beschlossen hat, Reutlinger Stadträte kommentieren die aktuelle Lage in der Region und Bundestagsmitglied Pascal Kober (FDP) postet alles Mögliche, Hauptsache er ist auf dem Bild zu sehen. Und die AfD? Die macht, was sie meistens macht. Sie ist dagegen. Gegen Corona, gegen die Regierung, gegen die Maßnahmen und vor allem gegen das Herunterfahren des öffentlichen Lebens. »Schluss mit dem Lockdown. Sonst sind wir in zwei Wochen alle pleite. Ohne Geld rettet man auch keine Leben«, liest man heute auf der Facebookseite AfD Münsinger Alb. Wie ihre Kollegen aus Reutlingen präsentieren die Münsinger seit Wochen ebenfalls keinen eigenen konstruktiven Vorschlag, was man statt des Lockdowns hätte tun sollen. Hauptsache, wie neulich gefordert, alle Politiker verzichten auf 33 Prozent ihres Gehalts. Wem und wie das helfen soll, haben sie uns jedoch verschwiegen. (ege)

14:39 Uhr Der seit Mitte März unterbrochene Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres ausgesetzt. Den Termin für einen Neustart müsse die Politik festlegen, sagte DFL-Chef Christian Seifert am Donnerstag nach der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga. (dpa)

14:22 Uhr OB Thomas Keck beurteilte die Lockerungen der Corona-Verordnung im Gespräch mit dem Reutlinger General-Anzeiger sehr skeptisch. Auf unserem Instagram-Kanal haben wir gestern eine Umfrage zu diesem Thema gestartet. Nach 19 Stunden sieht das Ergebnis so aus: 82 Prozent der Follower stimmen OB Keck zu und sehen die Lockerungen ebenfalls »eher skeptisch«. 18 Prozent finden sie »gut«. Eine Userin schreibt: »Schrecklich, alle benehmen sich, als wäre nie etwas gewesen.« Ein anderer Follower schreibt: »Für die Seele ist es bestimmt gut, aber für die Gesundheit nicht.« Nochmal eine Meinung, die gegen die aktuellen Lockerungen spricht: »Scheinbar haben viele Menschen Corona wieder vergessen.« Eine andere Frau beurteilt die Situation in der Innenstadt jedoch anders und antwortet ganz nüchtern mit einem zufriedenen »War okay«.

Umfrage (beendet)

Was halten Sie von der Lockerung der Corona-Maßnahmen?

Die Landesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert. Seit Montag haben zahlreiche Einzelhändler wieder geöffnet.

57%
41%
2%

Auch auf dem GEA-Facebook-Kanal haben wir nach der Meinung der Menschen zu den Lockerungen gefragt und viele Antworten bekommen. Eine Nutzerin schreibt beispielsweise: »Ich war heute in der Stadt und fand, dass alle in den Geschäften sehr diszipliniert waren. Wir werden jahrelang mit dem Virus leben müssen und somit sind diese Öffnungen angemessen.« Ein anderer Kommentar lautet: »Die Maskenpflicht kommt viel zu spät.« »Schlimm, aber wir müssen irgendwann weitermachen! Sonst sterben deutlich mehr Menschen an Bewegungsmangel und Übergewicht. Von den gigantischen wirtschaftlichen Folgen mal abgesehen... die Gastronomie braucht Planung und Sicherheit«, lautet ein anderer Kommentar. Aus der obenstehenden Umfrage zum Thema lässt sich keine eindeutige Tendenz herauslesen: 53 Prozent der Befragten finden bislang die Lockerung des Maßnahmen richtig, 45 Prozent halten sie für verfrüht. (kk)

13:47 Uhr Für den Schutz in Zeiten der Corona-Pandemie empfehlen Virologen, Mund und Nase abzudecken. Doch kommen im Netz Stimmen auf, die vor gesundheitlichen Folgen warnen. Zum Beispiel wird behauptet: Weil die Luft beim Ausatmen nicht entweichen könne, steige der Anteil von Kohlendioxid (CO2) im Blut. Besonders für kleine Kinder sei das gefährlich. Das ist jedoch falsch. Mediziner geben komplett Entwarnung. Die Fakten findetn Sie hier. (dpa)

13:30 Uhr Eltern mit Kindergartenkindern setzen die andauernden Corona-Einschränkungen besonders zu. Die Initiative Familienfreundliches Engstingen wendet sich deshalb in einem Offenen Brief an die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann. »Wir haben festgestellt, dass die Mehrfachbelastung der berufstätigen Eltern meist irgendwie und kreativ gelöst wird. Es ist jedoch sehr schwierig, gleichzeitig seiner Arbeit und der permanenten Kinderbetreuung zufriedenstellend nachgehen zu können«, heißt es darin. Und weiter: » Die Kräfte schwinden unter dieser Mehrfachbelastung. Was wir brauchen, ist Planungssicherheit. Ein komplette Aussetzen der Kita bis nach den Sommerferien wäre eine extreme Belastung für alle Berufstätigen (die gerade nicht in Kurzarbeit sind).« Die Engstinger fragen die Ministerin deshalb nach legalen, Corona-konformen Wegen für selbstorganisierte, flexible Betreuungsmodelle. (dew)

12:58 Uhr Wie die Landesregierung gestern mitgeteilt hat, ist es ab Montag, 27. April, Pflicht, im Öffentlichen Personennahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. naldo bittet seine Fahrgäste, eigenverantwortlich solch einen Mund-Nasen-Schutz zu verwenden. Weitere Bausteine zur Eindämmung des Coronavirus sind bei Fahrten mit Bus und Bahn beispielsweise das Abstandhalten zu anderen Fahrgästen, indem sich die Fahrgäste gleichmäßig im Fahrzeug verteilen oder das Verschieben von Einkaufs- und Besorgungsfahrten auf Zeiten, in denen Berufspendler, und ab 4. Mai die Schüler, nicht unterwegs sind. (pm)

12:20 Uhr Wie man das Beste aus den harten Zeiten machen kann, zeigt die Tübinger Schreinerei Hlawatsch. Vor der Coronakrise machte sie 80 Prozent des Umsatzes im Messebau. Aber Messen wird es auf lange Sicht erst mal nicht geben. Was tun? »Jammern hilft nicht«, sagt der Firmenchef Ferdinand Schneider-Hlawatsch. Er stellte kurzerhand die Produktion um und fertig jetzt Aufstellsäulen für Desinfektionsmittel. Das Geschäft läuft so gut, dass er sogar zusätzliches Personal sucht. (sä)

11:55 Uhr Der Bodelshausener Wäschehersteller Speidel stattet die Einwohner kostenlos mit den Schutz-Utensilien aus. Auch das Gomaringer Unternehmen Naturna hat viel zu tun, die Nachfrage nach den Masken ist groß. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

Bodelshausens Bürgermeister Uwe Ganzenmüller (links) nimmt von Swenja und Günter Speidel eine Spende von 5 300 Schutzmasken entg
Bodelshausens Bürgermeister Uwe Ganzenmüller (links) nimmt von Swenja und Günter Speidel eine Spende von 5 300 Schutzmasken entgegen. Foto: Jürgen Meyer
Bodelshausens Bürgermeister Uwe Ganzenmüller (links) nimmt von Swenja und Günter Speidel eine Spende von 5 300 Schutzmasken entgegen.
Foto: Jürgen Meyer

11:32 Uhr »Geisterspiele dienen lediglich dazu, den Profifußball und seine millionenschweren Institutionen aufrechtzuerhalten. Sie durchzuführen ist mit höchster Verantwortung verbunden«, schreibt GEA-Chefredakteur Christoph Fischer in seinem Kommentar: »Diese Verantwortung schultert im Realisierungsfall die Deutsche Fußball Liga. Ob sie sie tragen kann, wird man sehen. Wenn nicht, wäre das katastrophal. Vermutlich wäre es der Untergang der Deutschen Fußball Liga. Wenn man einige aus diesem Geschäft reden hört, kann man kaum glauben, dass sie das wissen.« (GEA)

11:22 Uhr Kritische Töne von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung heute morgen im Bundestag: Sie trage die Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche aus voller Überzeugung mit, sagte Merkel. »Doch ihre Umsetzung seither bereitet mir Sorgen.« Dies ändere »kein Jota daran«, dass sie die Hoheit der Bundesländer auch beim Infektionsschutzgesetz achte. »Gleichwohl sehe ich es als meine Pflicht an, zu mahnen, eben nicht auf das Prinzip Hoffnung zu vertrauen, wenn ich davon nicht überzeugt bin.«

Zusammen mit ihren Kollegen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen will Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) indess möglichst bald weitere und vor allem einheitliche Lockerungen der Corona-Vorgaben durchsetzen. (dpa)

10:56 Uhr Wegen der Coronaauflagen verschiebt sich der Start der Hauptsaison bei der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB) voraussichtlich vom 1. Mai auf den 13. Juni. Dies bedeutet, dass ab dem 1. Mai alle Züge an Sonn- und Feiertagen weiterhin nach dem Samstagsfahrplan verkehren. (pm)

10:36 Uhr In Stuttgart wird wieder gestartet und gelandet: Heute um 7.05 Uhr hob nach 17 Tagen Pause mit der Eurowings-Maschine nach Berlin-Tegel der erste Passagierflug ab. Wegen des Verkehrseinbruchs durch die Corona-Pandemie war die Teilerneuerung der Start- und Landebahn vorgezogen worden, dazu musste diese für 17 Tage vollständig gesperrt werden. Ab jetzt kann parallel zu den Bauarbeiten auf der auf 1.965 Meter verkürzten Runway geflogen werden. (pm)

Foto: Flughafen Stuttgart
Foto: Flughafen Stuttgart

10:10 Uhr Immer mehr Städte haben schon eins - und auch in Tübingen gibt's nun bald ein Autokino. Das teilt die »Bewegte Bilder Medien GmbH« in einer Pressemitteilung mit. Start ist am kommenden Mittwoch, 29. April, auf dem Festplatz. Auf diesen passen rund 190 Fahrzeuge, 380 Besucher können hier also regelkonform distanziert Filme schauen. Das Programm und die Tickets, die 12 Euro kosten, gibt's ausschließlich im Internet. (kk)

9:40 Uhr Die Gewerkschaft Verdi äußert sich zur gestern erfolgten Änderung der 800-Quadratmeter-Regel für den Einzelhandel: »Irritierend ist, wie schnell die Landesregierung dem Druck der Arbeitgeber nachgibt. Entscheidend ist doch der Schutz von Beschäftigten und Kundinnen und Kunden. Deshalb ist das Allerwichtigste: Es darf jetzt kein Wettrennen geben, wer am schnellsten wieder die Pforten öffnet. Erst, wenn für ausreichend Schutz gesorgt ist, dürfen die Beschäftigten zurück an ihre Arbeitsplätze. Darauf freuen sie sich, sie haben aber auch berechtigte Ängste. Diese Ängste werden übrigens nicht kleiner, wenn die Landesregierung über Nacht als riskant eingestufte Maßnahmen wieder revidiert«, wird Bernhard Franke, Verdi-Landesfachbereichsleiter Handel zitiert. (pm)

9:23 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Regierungserklärung gerade im Bundestag erneut: Auch Deutschland könne es nur gut gehen, wenn es auch Europa gut gehe. Diese Pandemie sei »eine Zumutung für die Demokratie«. (kk)

9:21 Uhr Es waren harte und lange Verhandlungen, am Ende aber haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD eine gemeinsame Linie bei wichtigen Themen in der Corona-Krise gefunden. Was dies nun für wen bedeutet, lesen Sie hier. (dpa)

8:55 Uhr Ganz und gar ausfallen soll es nicht: Sein 45. Bockbierfest will der TSV Ödenwaldstetten wenigstens auf Sparflamme feiern. Für alle Fans von Bockbier und Spanferkel gibt es ein Fest-Paket für »dahoim«: Sie können sich ein Festzeltmenu für Zuhause zusammenstellen und am Himmelfahrtstag, 21. Mai, von 9 bis 12 Uhr am Ödenwaldstetter Sportheim abholen. Die Bestellungen sind verbindlich und im Voraus zu bezahlen. Sie müssen bis 3. Mai beim TSV eingegangen sein. (dew)

8:15 Uhr Ein Getränkehersteller, eine Gesundheitsfirma, Flaschenrohlinge, die aussehen, wie Reagenzgläschen: Hätte man diese Zutaten vor der Corona-Pandemie in einen Topf geschmissen, herausgekommen wäre nicht viel. Doch die Krise bringt außergewöhnliche Kooperationen hervor, wie die zwischen der Reutlinger Romina Mineralbrunnen GmbH und dem Gesundheitsdienstleister Carelutions aus Stuttgart. Das Getränkeunternehmen, zu dem die Marke Eiszeitquell gehört, hat nun 20.000 PET-Flaschenrohlinge an Carelutions verschenkt. Das Unternehmen verwendet sie als Verpackung für Coronatests. (mai)

Flaschenrohlinge von Eiszeitquell eignen sich auch als Verpackung.  FOTO: ROMINA
Flaschenrohlinge von Eiszeitquell eignen sich auch als Verpackung. FOTO: ROMINA
Flaschenrohlinge von Eiszeitquell eignen sich auch als Verpackung. FOTO: ROMINA

7:58 Uhr Bayern und Baden-Württemberg wollen in der Corona-Krise gemeinsam vorgehen. Wie das gehen kann, wollen die beiden Regierungschefs der Nachbarländer heute bei einem persönlichen Treffen besprechen. (dpa)

7:42 Uhr In Zeiten der Corona-Pandemie werden die Grünen im Südwesten einer Umfrage zufolge in der Wählergunst von der CDU überholt. (dpa)

7:20 Uhr Die für heute angekündigte öffentliche Sitzung des Dettinger Gemeinderats in Form einer Video-Konferenz wird es so aus rechtlichen Gründen nicht geben. Die Mitglieder des Gremiums sind anders als geplant in der Sitzung im Zillenhart-Saal persönlich anwesend. Der Grund: Die von Innenminister Thomas Strobl angekündigte und dafür notwendige Änderung der Corona-Verordnung liegt nicht vor. »In Absprache mit der Kommunalaufsicht sehen wir uns deswegen gezwungen, die angekündigte Gemeinderatssitzung bei persönlicher Anwesenheit durchzuführen«, erklärt Bürgermeister Michael Hillert. Der Umfang der Sitzung wurde allerdings begrenzt. (GEA)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 150.648 (gestern: 148.453) Corona-Infizierte, 5.315 (gestern: 5.086) Menschen sind gestorben und 99.400 (selbe Zahl wurde gestern auch angegeben) gelten als wieder geheilt. (kk)

Mittwoch, 22. April 2020

20:45 Uhr Bislang haben allein das Landratsamt Reutlingen mehr als 10.000 Anrufe über das Bürgertelefon erreicht. 71 Mitarbeiter beantworten diese Woche im Schichtdienst die Fragen der Bürger, heißt es in einer Mitteilung vom Kreis. Mit einem Chatbot mit dem Namen Corey will die Landkreisverwaltung ihre Mitarbeiter nun unterstützen: Ab heute können sich Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche an Corey wenden und erhalten umgehend eine Antwort auf die drängendsten Fragen zu Covid-19, der Rechtsverordnung der Landesregierung, den Teststationen im Landkreis und vielem mehr. Das Frage- und Antwortsystem beruht auf Methoden der künstlichen Intelligenz. Mit jeder gestellten Frage lernt der Chatbot dazu und antwortet im Laufe der Zeit immer besser. Hier geht's zum Chatbot. (pm)

20:22 Uhr Gepunktet und gemustert, bunt und schlicht, aus Stoff oder in der eher klinisch anmutenden Variante: Masken waren heute in der Reutlinger Innenstadt vielfach zu sehen, Masken machen so langsam Mode. Ab kommendem Montag ist es sogar Pflicht, beim Einkaufen und bei der Fahrt mit Bus und Bahn eine zu tragen. (GEA)

20:02 Uhr Das Sozialministerium meldet 29.350 Corona-Fälle in Baden-Württemberg, davon gelten 17.807 Personen aber bereits wieder als geheilt. 1.103 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl wird mittlerweile mit 0,8 angegeben: Das heißt, dass jeder Infizierte etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Gestern und am Montag lag die Reproduktionszahl noch bei 0,6. (pm/kk)

19:31 Uhr Weil Zuschauer gerade nicht ins Landestheater Tübingen (LTT) dürfen, kommt das LTT eben zu den Zuschauern: Heute fand im Loretto-Viertel in Tübingen das erste »Balkon-Theater« statt. Bei blendendem Frühlingswetter gab's Songs aus der Inszenierung »Geisterstunde im Chelsea Hotel« mit Jennifer Kornprobst und Dennis Junge. Ein Zuhörer aus der Südstadt freute sich über die Aktion: »Jedes Stück Kultur hilft gerade. Gerne mehr davon.« Ein Paar war ebenfalls begeistert: »Dankeschön! Schöne Aktion.« Ein paar Dutzend Menschen hörten zu, morgen, um 18.30 Uhr, improvisieren die Schauspieler Andreas Guglielmetti und Gilbert Mieroph Szenen aus »Warten auf Godot« von Samuel Beckett - am selben Ort, auf dem Platz vor der Volkshochschule. (cbs)

18:57 Uhr Neue Zahlen aus dem Tübingen Landratsamt: Es gibt im Kreis Tübingen aktuell 1197 Corona-Fälle, das sind drei mehr als gestern. Außerdem ist eine weitere Person im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Es gibt nun 38 Todesfälle im Kreis. Alle Zahlen zu Corona in den Kreisen Reutlingen und Tübingen gibt's auch täglich in der Story des GEA-Instagram-Kanals. (pm/kk)

18:29 Uhr Sie ist zum Netz-Hit in Corona-Zeiten mutiert und noch lange nicht vorbei: die Klopapier-Challenge. Die Fußballer hatten vor rund einem Monat damit begonnen, irgendwann hatte das Challenge-Fieber auf Musikvereine und Narrenzünfte übergegriffen, jetzt sind auch die Feuerwehren »infiziert«. Die Abteilung Stadtmitte der Reutlinger Feuerwehr wurde von den Kollegen aus Riederich nominiert und schaffte es, innerhalb von 48 Stunden ein Video zu drehen, in dem ausnahmsweise kein Feuer, sondern vielmehr Klopapier die Hauptrolle spielt. Vom Ergebnis können Sie sich selbst überzeugen. ;-) (kk) 

18:05 Uhr Um für Familien auch in Corona-Zeiten da zu sein, bietet die Familien- und Jugendberatung einen Live-Stream an. Dieser findet erstmalig am Freitag, 24. April, um 14.30 Uhr mit Helmut Paß und Joachim Ruck-Neuhaus statt. Es geht vor allem um das besondere Familienleben aktuell. Die Anmeldung erfolgt online. Nach der Anmeldung werden ein Link und das Passwort zugeschickt. So kann am Live-Stream als Zuschauer teilgenommen werden, während des Streams können Fragen anonym und schriftlich gestellt werden. Fragen können auch schon im Vorfeld per Mail an die Familienberatung geschickt werden. 

17:30 Uhr Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus sollen nun bundesweit Maskenpflichten vor allem im Nahverkehr gelten. Als letztes Bundesland kündigte dies Bremen an. (dpa)

17:06 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck beurteilt die aktuellen Lockerungen der Corona-Verordnung des Landes sehr skeptisch. »Sicher, wir retten jetzt den einen oder anderen Einzelhändler«, sagte er im Gespräch mit dem GEA, »aber um welchen Preis?« Über die Äußerungen so mancher Bürgermeisterkollegen sei er »einigermaßen erstaunt«, wenn über Öffnung von Hallenbädern oder das Zulassen von größeren Veranstaltungen spekuliert werde. Virologen warnten seit Wochen davor, dass die Reproduktionszahl – also die Zahl derer, die ein Kranker ansteckt – bei einer zu schnellen Rückkehr zu alten Gewohnheiten wieder über den Faktor eins steige. Wenn das passiere, würden die »Krankheitszahlen weiter ansteigen« und dann »ziehen wir das Problem auf die ganz lange Distanz«. Schon vorigen Samstag sei die Stadt »wieder relativ voll« und der Verkehr am Montagmorgen bereits fast normal gewesen. (rh)

16:35 Uhr Neue Zahlen aus dem Landratsamt Reutlingen: Es gibt aktuell 1312 Corona-Fälle im Kreis. Das sind 37 mehr als gestern. Außerdem meldet das Landratsamt 11 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Zahl der Verstorbenen steigt somit auf 51 an. Der Landkreis Reutlingen liegt laut RKI-Ranking nun auf Platz 16 der Kreise mit den meisten Corona-Fällen deutschlandweit. Zur Erinnerung: Vor einigen Wochen war Reutlingen hier noch zwischen Platz 40 und Platz 50 gelegen. 779 Menschen gelten als wieder genesen, 9880 Abstriche wurden insgesamt gemacht. (pm/kk) 

Coronavirus

Zahl der Infektionen im GEA-Verbreitungsgebiet

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

16:17 Uhr Jetzt also doch: Wenn sie ihre Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter begrenzen, dürfen künftig auch größere Geschäfte in Baden-Württemberg wieder öffnen. Die entsprechende Regelung werde so schnell wie möglich geändert, teilte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher ist das im Südwesten nicht erlaubt. Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen dürfen seit Montag zwar Geschäfte mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen. Das gilt bislang aber nicht, wenn der Laden eigentlich größer und die Fläche nur abgetrennt ist. (dpa)

15:49 Uhr Endlich die Haare nach mehreren Wochen wieder mal schneiden lassen: Ab dem 4. Mai ist das möglich. Ein Schutzstandard regelt nun, unter welchen Vorgaben. Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseure und Kunden, heißt es in einem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege sind vorerst nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden. Außerdem müssen Kunden ihre Kontaktdaten bei den Friseursalons hinterlassen. So könnten Infektionsketten nachvollzogen werden. (dpa)

15:26 Uhr Die Konzerte der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) am 11. und 28. Mai in der Stadthalle sind abgesagt. Großveranstaltungen sind noch bis einschließlich 31. August verboten. Ob das die WPR betrifft, ist noch nicht klar, es fehlt eine genaue Definition, was genau eine Großveranstaltung ist. Ungeachtet versorgt die Philharmonie ihre Höhrer auch während der Corona-Krise mit Musik. Auf Youtube erscheinten in loser Folge Videos von Wohnzimmer-Konzerten. (ege)

15:05 Uhr Hilft das Medikament Hydroxichloroquin gegen das Coronavirus, wenn man es nur früh genug einnimmt? An den Uniklinken Tübingen und Ulm startet jetzt eine Studie, für die Patienten gesucht werden. Sie müssen 65 Jahre oder älter sein und sich im Anfangsstadium der Erkrankung befinden. Die Mediziner wollen herausfinden, ob man Hochrisiko-Patienten einen schweren Verlauf ersparen kann, wenn man das als Malaria-Mittel bekannte Medikament gleich zu Anfang gezielt einsetzt.

Bisher wurden beim Hausarzt oder der Fieber-Ambulanz auf dem Tübinger Festplatz nur begründete Verdachtsfälle getestet, also Menschen, die Kontakt mit Infizierten hatten und 37,5 Grad Fieber oder mehr hatten. Bei der Studie sind Patienten willkommen, die kleinste Anzeichen einer Erkältung (Husten, Schnupfen, Fieber) verspüren, zum Test erscheinen und innerhalb von 24 Stunden ein positives Test-Ergebnis bekommen. In den Kliniken hofft man auf die Mitwirkung der Hausärzte und der Altenheime. (-jk)

14:35 Uhr Das Uniklinikum Tübingen versorgt momentan 40 Covid-19-Patienten stationär. 23 von ihnen sind intensivpflichtig. Das geht aus dem Live-Ticker auf der Klinik-Homepage hervor. »Die Lage hat sich erheblich entspannt. Der Zustrom an Patienten aus der Stadt Tübingen und dem Landkreis ist fast zum Erliegen gekommen.« Nisar Malek, Ärztlicher Direktor der Inneren Medizin und Leiter der Task-Force Corona an der Uniklinik, zieht ein positives Fazit. (kk/-jk)

14:17 Uhr Der Landkreis Sigmaringen meldet 733 Corona-Fälle, das sind 16 mehr als am Vortag. Die Verdopplungszeit der Infektionsrate beträgt momentan 63,4 Tage, ist auf der Homepage des Kreises nachzulesen. 465 Menschen im Kreisgebiet gelten als wieder geheilt, 29 sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Gammertingen und Bad Saulgau sind die am stärksten betroffenen Gemeinden im Kreis. (kk) 

14:01 Uhr Das Metzinger Nähcafé und die Stadtverwaltung Metzingen haben eine Nähanleitung und ein Schnittmuster für Mund- und Nasenschutzmasken erstellt - die man auch hier runterladen kann. (GEA)

13:35 Uhr In den Reutlinger Kreiskliniken werden aktuell 39 Menschen mit Covid-19 stationär behandelt. Das teilt das Landratsamt auf Anfrage mit. Neun von ihnen sind intensivpflichtig. (kk)

13:02 Uhr Die Aktivisten von Fridays For Future (FFF) in Tübingen kämpfen trotz Corona weiter für das Klima. Für den globalen Klimastreik am Freitag, 24. April, haben sie eine stumme Demonstration geplant. Dabei werden auf dem Holzmarkt Plakate aufgestellt, menschliche Demonstranten werden nicht dabei sein. Wer mitmachen möchte, kann sein Plakat beim Unverpacktladen Speicher in der Tübinger Altstadt abgeben. Gleichzeitig läuft über YouTube ein Demoprogramm, das FFF-Gruppen aus ganz Deutschland zusammen geplant haben. (sapo)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

12:25 Uhr Nach 16 Jahren Wachstumskurs erschwert die Coronavirus-Krise die Geschäfte der Dekra. »Wir müssen von einem Rückgang beim Umsatz und anderen Kennzahlen ausgehen.« Im ersten Quartal 2020 sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 770 Millionen Euro gesunken, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Kölbl im GEA-Gespräch. (rog)

12:02 Uhr Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben. (dpa)

11:45 Uhr Die Sanierungsarbeiten im Eninger Freibad laufen auf Hochtouren. »Ich habe von Anfang an Druck gemacht«, erklärt Bürgermeister Alexander Schweizer mit Blick auf den Eröffnungstermin, der am 15. Mai hätte sein sollen. Die Erwartungshaltung angesichts neuer Attraktionen wie zwei großen Rutschen sei groß. Mit Mitte Mai klappt es nun wohl nicht. »Ende Mai wäre realistisch«, denkt Ortsbaumeister Rainer Klett. Zumindest was die Arbeiten im Bad betrifft. Ob die Corona-Pandemie den ganzen Anstrengungen einen Strich durch die Rechnung macht, ist offen. Bisher sagt Schweizer: »Wir hoffen, dass wir noch im Mai öffnen können.« (hai)

Foto: Claudia Hailfinger
Foto: Claudia Hailfinger

11:21 Uhr Seit fast fünf Wochen sind die Tore des Albguts für Besucher fest verschlossen. Jetzt laufen der Tourismus und das Event-Geschäft im ehemaligen Alten Lager langsam wieder an: Ab kommendem Wochenende ist das Albgut-Gelände für Besucher wieder zugänglich: Es kann ab Samstag, 25. April, täglich von 9 bis 19 Uhr besucht werden. Dann ist auch das Tor zum Fußgänger- und Radweg, der den nördlichen Bereich des Albguts mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz verbindet, wieder geöffnet. Weil sie weniger als 800 Quadratmeter groß sind, dürfen auch die  Manufakturen in den ehemaligen Truppenunterkünften  wieder öffnen. (dew)

10:54 Uhr Die Gastronomie-Branche leidet enorm unter den Einschränkungen und hofft auf Lockerungen. »Die Lage in der Branche ist sehr angespannt«, sagt der Landes-Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Fritz Engelhardt aus Pfullingen im GEA-Gespräch. (oje)

10:25 Uhr Die Zahl der Betriebe in Baden-Württemberg, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 93.600 Betriebe gestiegen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das sind knapp 32 Prozent aller Unternehmen im Südwesten, in dem mindestens ein Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Vor einer Woche hatte die Zahl bei gut 89.000 gelegen. (dpa)

9:58 Uhr Nach dem Bundesliga-Saisonabbruch ist der TuS Metzingen der dritte Tabellenplatz und die Qualifikation für die European Handball League (ehemals EHF-Cup) nicht mehr zu nehmen. Ungeklärt ist aber, ob die Pokal-Endrunde – die die Pink Ladies neben Borussia Dortmund, dem Thüringer HC und Frisch Auf Göppingen errreicht haben – nun entfällt oder in der neuen Saison nachgeholt wird. Eventuell sogar vor einer Geister-Kulisse. Wie Spielerin Marlene Zapf mit der Situation umgeht, lesen Sie hier.

9:31 Uhr Während viele Firmen stark unter der Corona-Krise leiden, profitiert Netflix davon, dass viele Menschen wegen des Virus kaum noch ausgehen. In den drei Monaten bis Ende März schoss die Anzahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe, wie der Streaming-Marktführer mitteilte. Damit verbuchte Netflix das Vierteljahr mit seinem bislang größten Kundenandrang. Zum Quartalsende brachte es Netflix auf knapp 183 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. (dpa)

9:03 Uhr Das Landestheater Tübingen (LTT) startet in der Corona-Zeit eine neue Reihe: das »Balkon-Theater«. Da das Publikum zurzeit nicht ins LTT kommen kann, kommt das LTT auf den Platz vor der Volkshochschule ins Loretto-Viertel. Die Zuschauer gehen auf ihren Balkon oder öffnen ein Fenster und schauen heraus und können zuhören. Am Mittwoch, 22. April, um 18:30 Uhr, spielt das LTT Songs aus der Inszenierung »Geisterstunde im Chelsea Hotel« mit Jennifer Kornprobst, Dennis Junge und Stephan Weber. Am Donnerstag, 23. April, um die gleiche Zeit, improvisieren die Schauspieler Andreas Guglielmetti und Gilbert Mieroph Szenen aus »Warten auf Godot« von Samuel Beckett. Den Strom gibt's von der VHS als Geschenk. Eine Bitte hat das Theater: das Publikum bleibt in der Wohnung! (pm)

8:40 Uhr Erweiterte Notbetreuung für Kinder in Tübingen: Demnach haben zusätzlich zu den Eltern, die in Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten auch diejenigen Familien einen Anspruch auf Betreuung, in denen beide Erziehungsberechtigte beziehungsweise die oder der Alleinerziehende einen präsenzpflichtigen Arbeitsplatz und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Der Arbeitgeber muss bescheinigen, dass die Eltern als unabkömmlich gelten und ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Bei selbstständig oder freiberuflich Tätigen genügt eine Eigenbescheinigung. Beide Dokumente stehen hier zum Download bereit. (pm)

8:12 Uhr Studien weisen daraufhin, dass der Verlauf einer Covid-19 Erkrankung bei Rauchern deutlich schlechter ist. Der Wissenschaftliche Aktionskreis Tabakentwöhnung an der Uniklinik Tübingen bietet Hilfe. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

7:49 Uhr Drei Frauen aus Willmandingen und Gammertingen engagieren sich in der Abstrichstelle in Münsingen. Warum sie sich freiwillig gemeldet haben und wie die Arbeit dort abläuft, lesen Sie hier.

Martina Sauer (ganz links),  Monika Wachter (in blauem Poloshirt) und Isabella Möck stehen hier als Ehrenamtliche ohne Schutzkle
Martina Sauer (ganz links), Monika Wachter (in blauem Poloshirt) und Isabella Möck stehen hier als Ehrenamtliche ohne Schutzkleidung und Masken dort, wo sonst die Testwilligen sich in Autoschlangen auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Münsingen drängen. FOTO: LEISTER
Martina Sauer (ganz links), Monika Wachter (in blauem Poloshirt) und Isabella Möck stehen hier als Ehrenamtliche ohne Schutzkleidung und Masken dort, wo sonst die Testwilligen sich in Autoschlangen auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Münsingen drängen. FOTO: LEISTER

7:21 Uhr Die Kreiskliniken Reutlingen mit den Reutlingen, Bad Urach und Münsingen planen ab 27. April ein stufenweises Wiederhochfahren des Normalbetriebes. Wegen der Corona-Krise hatten die Kreiskliniken viele planbare Eingriffe verschoben und nur Notfalleingriffe durchgeführt, um genügend Kapazitäten für Corona-Patienten frei zu halten. Nach Berichten des Robert Koch-Instituts steckt jeder Infizierte nun weniger als einen weiteren Menschen an. »Dies gibt uns die Hoffnung, dass der Ausbruch des Virus relativ beherrschbar geworden ist und wir den Normalbetrieb somit wieder langsam hochfahren können. Da bisher die ganz große Welle an Covid-19 Patienten ausgeblieben ist, sind sowohl auf den Isolationsstationen als auch auf den Intensivstationen genügend Kapazitäten vorhanden. Allerdings besteht im Rahmen unserer Planungen jederzeit die Möglichkeit, diese Kapazitäten im Falle einer erneuten Infektionswelle sofort wieder bereitzustellen«, sagt Pressesprecher Eckhard Zieker. (pm)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 148.453 (gestern 147.065) Corona-Infizierte, 5.086 (4.862) Menschen sind gestorben und 99.400 (95.200) gelten als wieder geheilt. 

Alle Informationen, die zwischen 17. und 21. April rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.