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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 17. bis zum 22. April entwickelt hat

Das Coronavirus beeinflusst die ganze Gesellschaft. Die Zahl der Ansteckungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt. Mittlerweile offenbaren sich immer mehr kurz- und mittelfristige Folgen der Corona-Krise. Weiterhin gilt: Wer befürchtet, infiziert zu sein, der soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 07121 4804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr besetzt, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr.

Im Drive-in wird mit einem Stäbchen ein Abstrich bei einem Autofahrer gemacht. FOTO: DPA
Im Drive-in wird mit einem Stäbchen ein Abstrich bei einem Autofahrer gemacht. FOTO: DPA
Im Drive-in wird mit einem Stäbchen ein Abstrich bei einem Autofahrer gemacht. FOTO: DPA

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Das Coronavirus beherrscht mittlerweile den Alltag aller Menschen. Es gibt tolle Hilfsaktionen für Bedürftige, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 17. und 22. April rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Mittwoch, 22. April 2020

20:45 Uhr Bislang haben allein das Landratsamt Reutlingen mehr als 10.000 Anrufe über das Bürgertelefon erreicht. 71 Mitarbeiter beantworten diese Woche im Schichtdienst die Fragen der Bürger, heißt es in einer Mitteilung vom Kreis. Mit einem Chatbot mit dem Namen Corey will die Landkreisverwaltung ihre Mitarbeiter nun unterstützen: Ab heute können sich Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche an Corey wenden und erhalten umgehend eine Antwort auf die drängendsten Fragen zu Covid-19, der Rechtsverordnung der Landesregierung, den Teststationen im Landkreis und vielem mehr. Das Frage- und Antwortsystem beruht auf Methoden der künstlichen Intelligenz. Mit jeder gestellten Frage lernt der Chatbot dazu und antwortet im Laufe der Zeit immer besser. Hier geht's zum Chatbot. (pm)

20:22 Uhr Gepunktet und gemustert, bunt und schlicht, aus Stoff oder in der eher klinisch anmutenden Variante: Masken waren heute in der Reutlinger Innenstadt vielfach zu sehen, Masken machen so langsam Mode. Ab kommendem Montag ist es sogar Pflicht, beim Einkaufen und bei der Fahrt mit Bus und Bahn eine zu tragen. (GEA)

20:02 Uhr Das Sozialministerium meldet 29.350 Corona-Fälle in Baden-Württemberg, davon gelten 17.807 Personen aber bereits wieder als geheilt. 1.103 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl wird mittlerweile mit 0,8 angegeben: Das heißt, dass jeder Infizierte etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Gestern und am Montag lag die Reproduktionszahl noch bei 0,6. (pm/kk)

19:31 Uhr Weil Zuschauer gerade nicht ins Landestheater Tübingen (LTT) dürfen, kommt das LTT eben zu den Zuschauern: Heute fand im Loretto-Viertel in Tübingen das erste »Balkon-Theater« statt. Bei blendendem Frühlingswetter gab's Songs aus der Inszenierung »Geisterstunde im Chelsea Hotel« mit Jennifer Kornprobst und Dennis Junge. Ein Zuhörer aus der Südstadt freute sich über die Aktion: »Jedes Stück Kultur hilft gerade. Gerne mehr davon.« Ein Paar war ebenfalls begeistert: »Dankeschön! Schöne Aktion.« Ein paar Dutzend Menschen hörten zu, morgen, um 18.30 Uhr, improvisieren die Schauspieler Andreas Guglielmetti und Gilbert Mieroph Szenen aus »Warten auf Godot« von Samuel Beckett - am selben Ort, auf dem Platz vor der Volkshochschule. (cbs)

18:57 Uhr Neue Zahlen aus dem Tübingen Landratsamt: Es gibt im Kreis Tübingen aktuell 1197 Corona-Fälle, das sind drei mehr als gestern. Außerdem ist eine weitere Person im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Es gibt nun 38 Todesfälle im Kreis. Alle Zahlen zu Corona in den Kreisen Reutlingen und Tübingen gibt's auch täglich in der Story des GEA-Instagram-Kanals. (pm/kk)

18:29 Uhr Sie ist zum Netz-Hit in Corona-Zeiten mutiert und noch lange nicht vorbei: die Klopapier-Challenge. Die Fußballer hatten vor rund einem Monat damit begonnen, irgendwann hatte das Challenge-Fieber auf Musikvereine und Narrenzünfte übergegriffen, jetzt sind auch die Feuerwehren »infiziert«. Die Abteilung Stadtmitte der Reutlinger Feuerwehr wurde von den Kollegen aus Riederich nominiert und schaffte es, innerhalb von 48 Stunden ein Video zu drehen, in dem ausnahmsweise kein Feuer, sondern vielmehr Klopapier die Hauptrolle spielt. Vom Ergebnis können Sie sich selbst überzeugen. ;-) (kk) 

18:05 Uhr Um für Familien auch in Corona-Zeiten da zu sein, bietet die Familien- und Jugendberatung einen Live-Stream an. Dieser findet erstmalig am Freitag, 24. April, um 14.30 Uhr mit Helmut Paß und Joachim Ruck-Neuhaus statt. Es geht vor allem um das besondere Familienleben aktuell. Die Anmeldung erfolgt online. Nach der Anmeldung werden ein Link und das Passwort zugeschickt. So kann am Live-Stream als Zuschauer teilgenommen werden, während des Streams können Fragen anonym und schriftlich gestellt werden. Fragen können auch schon im Vorfeld per Mail an die Familienberatung geschickt werden. 

17:30 Uhr Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus sollen nun bundesweit Maskenpflichten vor allem im Nahverkehr gelten. Als letztes Bundesland kündigte dies Bremen an. (dpa)

17:06 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck beurteilt die aktuellen Lockerungen der Corona-Verordnung des Landes sehr skeptisch. »Sicher, wir retten jetzt den einen oder anderen Einzelhändler«, sagte er im Gespräch mit dem GEA, »aber um welchen Preis?« Über die Äußerungen so mancher Bürgermeisterkollegen sei er »einigermaßen erstaunt«, wenn über Öffnung von Hallenbädern oder das Zulassen von größeren Veranstaltungen spekuliert werde. Virologen warnten seit Wochen davor, dass die Reproduktionszahl – also die Zahl derer, die ein Kranker ansteckt – bei einer zu schnellen Rückkehr zu alten Gewohnheiten wieder über den Faktor eins steige. Wenn das passiere, würden die »Krankheitszahlen weiter ansteigen« und dann »ziehen wir das Problem auf die ganz lange Distanz«. Schon vorigen Samstag sei die Stadt »wieder relativ voll« und der Verkehr am Montagmorgen bereits fast normal gewesen. (rh)

16:35 Uhr Neue Zahlen aus dem Landratsamt Reutlingen: Es gibt aktuell 1312 Corona-Fälle im Kreis. Das sind 37 mehr als gestern. Außerdem meldet das Landratsamt 11 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Zahl der Verstorbenen steigt somit auf 51 an. Der Landkreis Reutlingen liegt laut RKI-Ranking nun auf Platz 16 der Kreise mit den meisten Corona-Fällen deutschlandweit. Zur Erinnerung: Vor einigen Wochen war Reutlingen hier noch zwischen Platz 40 und Platz 50 gelegen. 779 Menschen gelten als wieder genesen, 9880 Abstriche wurden insgesamt gemacht. (pm/kk) 

Coronavirus

Zahl der Infektionen im GEA-Verbreitungsgebiet

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

16:17 Uhr Jetzt also doch: Wenn sie ihre Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter begrenzen, dürfen künftig auch größere Geschäfte in Baden-Württemberg wieder öffnen. Die entsprechende Regelung werde so schnell wie möglich geändert, teilte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher ist das im Südwesten nicht erlaubt. Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen dürfen seit Montag zwar Geschäfte mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen. Das gilt bislang aber nicht, wenn der Laden eigentlich größer und die Fläche nur abgetrennt ist. (dpa)

15:49 Uhr Endlich die Haare nach mehreren Wochen wieder mal schneiden lassen: Ab dem 4. Mai ist das möglich. Ein Schutzstandard regelt nun, unter welchen Vorgaben. Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseure und Kunden, heißt es in einem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege sind vorerst nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden. Außerdem müssen Kunden ihre Kontaktdaten bei den Friseursalons hinterlassen. So könnten Infektionsketten nachvollzogen werden. (dpa)

15:26 Uhr Die Konzerte der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) am 11. und 28. Mai in der Stadthalle sind abgesagt. Großveranstaltungen sind noch bis einschließlich 31. August verboten. Ob das die WPR betrifft, ist noch nicht klar, es fehlt eine genaue Definition, was genau eine Großveranstaltung ist. Ungeachtet versorgt die Philharmonie ihre Höhrer auch während der Corona-Krise mit Musik. Auf Youtube erscheinten in loser Folge Videos von Wohnzimmer-Konzerten. (ege)

15:05 Uhr Hilft das Medikament Hydroxichloroquin gegen das Coronavirus, wenn man es nur früh genug einnimmt? An den Uniklinken Tübingen und Ulm startet jetzt eine Studie, für die Patienten gesucht werden. Sie müssen 65 Jahre oder älter sein und sich im Anfangsstadium der Erkrankung befinden. Die Mediziner wollen herausfinden, ob man Hochrisiko-Patienten einen schweren Verlauf ersparen kann, wenn man das als Malaria-Mittel bekannte Medikament gleich zu Anfang gezielt einsetzt.

Bisher wurden beim Hausarzt oder der Fieber-Ambulanz auf dem Tübinger Festplatz nur begründete Verdachtsfälle getestet, also Menschen, die Kontakt mit Infizierten hatten und 37,5 Grad Fieber oder mehr hatten. Bei der Studie sind Patienten willkommen, die kleinste Anzeichen einer Erkältung (Husten, Schnupfen, Fieber) verspüren, zum Test erscheinen und innerhalb von 24 Stunden ein positives Test-Ergebnis bekommen. In den Kliniken hofft man auf die Mitwirkung der Hausärzte und der Altenheime. (-jk)

14:35 Uhr Das Uniklinikum Tübingen versorgt momentan 40 Covid-19-Patienten stationär. 23 von ihnen sind intensivpflichtig. Das geht aus dem Live-Ticker auf der Klinik-Homepage hervor. »Die Lage hat sich erheblich entspannt. Der Zustrom an Patienten aus der Stadt Tübingen und dem Landkreis ist fast zum Erliegen gekommen.« Nisar Malek, Ärztlicher Direktor der Inneren Medizin und Leiter der Task-Force Corona an der Uniklinik, zieht ein positives Fazit. (kk/-jk)

14:17 Uhr Der Landkreis Sigmaringen meldet 733 Corona-Fälle, das sind 16 mehr als am Vortag. Die Verdopplungszeit der Infektionsrate beträgt momentan 63,4 Tage, ist auf der Homepage des Kreises nachzulesen. 465 Menschen im Kreisgebiet gelten als wieder geheilt, 29 sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Gammertingen und Bad Saulgau sind die am stärksten betroffenen Gemeinden im Kreis. (kk) 

14:01 Uhr Das Metzinger Nähcafé und die Stadtverwaltung Metzingen haben eine Nähanleitung und ein Schnittmuster für Mund- und Nasenschutzmasken erstellt - die man auch hier runterladen kann. (GEA)

13:35 Uhr In den Reutlinger Kreiskliniken werden aktuell 39 Menschen mit Covid-19 stationär behandelt. Das teilt das Landratsamt auf Anfrage mit. Neun von ihnen sind intensivpflichtig. (kk)

13:02 Uhr Die Aktivisten von Fridays For Future (FFF) in Tübingen kämpfen trotz Corona weiter für das Klima. Für den globalen Klimastreik am Freitag, 24. April, haben sie eine stumme Demonstration geplant. Dabei werden auf dem Holzmarkt Plakate aufgestellt, menschliche Demonstranten werden nicht dabei sein. Wer mitmachen möchte, kann sein Plakat beim Unverpacktladen Speicher in der Tübinger Altstadt abgeben. Gleichzeitig läuft über YouTube ein Demoprogramm, das FFF-Gruppen aus ganz Deutschland zusammen geplant haben. (sapo)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

12:25 Uhr Nach 16 Jahren Wachstumskurs erschwert die Coronavirus-Krise die Geschäfte der Dekra. »Wir müssen von einem Rückgang beim Umsatz und anderen Kennzahlen ausgehen.« Im ersten Quartal 2020 sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 770 Millionen Euro gesunken, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Kölbl im GEA-Gespräch. (rog)

12:02 Uhr Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben. (dpa)

11:45 Uhr Die Sanierungsarbeiten im Eninger Freibad laufen auf Hochtouren. »Ich habe von Anfang an Druck gemacht«, erklärt Bürgermeister Alexander Schweizer mit Blick auf den Eröffnungstermin, der am 15. Mai hätte sein sollen. Die Erwartungshaltung angesichts neuer Attraktionen wie zwei großen Rutschen sei groß. Mit Mitte Mai klappt es nun wohl nicht. »Ende Mai wäre realistisch«, denkt Ortsbaumeister Rainer Klett. Zumindest was die Arbeiten im Bad betrifft. Ob die Corona-Pandemie den ganzen Anstrengungen einen Strich durch die Rechnung macht, ist offen. Bisher sagt Schweizer: »Wir hoffen, dass wir noch im Mai öffnen können.« (hai)

Foto: Claudia Hailfinger
Foto: Claudia Hailfinger

11:21 Uhr Seit fast fünf Wochen sind die Tore des Albguts für Besucher fest verschlossen. Jetzt laufen der Tourismus und das Event-Geschäft im ehemaligen Alten Lager langsam wieder an: Ab kommendem Wochenende ist das Albgut-Gelände für Besucher wieder zugänglich: Es kann ab Samstag, 25. April, täglich von 9 bis 19 Uhr besucht werden. Dann ist auch das Tor zum Fußgänger- und Radweg, der den nördlichen Bereich des Albguts mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz verbindet, wieder geöffnet. Weil sie weniger als 800 Quadratmeter groß sind, dürfen auch die  Manufakturen in den ehemaligen Truppenunterkünften  wieder öffnen. (dew)

10:54 Uhr Die Gastronomie-Branche leidet enorm unter den Einschränkungen und hofft auf Lockerungen. »Die Lage in der Branche ist sehr angespannt«, sagt der Landes-Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Fritz Engelhardt aus Pfullingen im GEA-Gespräch. (oje)

10:25 Uhr Die Zahl der Betriebe in Baden-Württemberg, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 93.600 Betriebe gestiegen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das sind knapp 32 Prozent aller Unternehmen im Südwesten, in dem mindestens ein Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Vor einer Woche hatte die Zahl bei gut 89.000 gelegen. (dpa)

9:58 Uhr Nach dem Bundesliga-Saisonabbruch ist der TuS Metzingen der dritte Tabellenplatz und die Qualifikation für die European Handball League (ehemals EHF-Cup) nicht mehr zu nehmen. Ungeklärt ist aber, ob die Pokal-Endrunde – die die Pink Ladies neben Borussia Dortmund, dem Thüringer HC und Frisch Auf Göppingen errreicht haben – nun entfällt oder in der neuen Saison nachgeholt wird. Eventuell sogar vor einer Geister-Kulisse. Wie Spielerin Marlene Zapf mit der Situation umgeht, lesen Sie hier.

9:31 Uhr Während viele Firmen stark unter der Corona-Krise leiden, profitiert Netflix davon, dass viele Menschen wegen des Virus kaum noch ausgehen. In den drei Monaten bis Ende März schoss die Anzahl der Bezahlabos weltweit um 15,8 Millionen in die Höhe, wie der Streaming-Marktführer mitteilte. Damit verbuchte Netflix das Vierteljahr mit seinem bislang größten Kundenandrang. Zum Quartalsende brachte es Netflix auf knapp 183 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. (dpa)

9:03 Uhr Das Landestheater Tübingen (LTT) startet in der Corona-Zeit eine neue Reihe: das »Balkon-Theater«. Da das Publikum zurzeit nicht ins LTT kommen kann, kommt das LTT auf den Platz vor der Volkshochschule ins Loretto-Viertel. Die Zuschauer gehen auf ihren Balkon oder öffnen ein Fenster und schauen heraus und können zuhören. Am Mittwoch, 22. April, um 18:30 Uhr, spielt das LTT Songs aus der Inszenierung »Geisterstunde im Chelsea Hotel« mit Jennifer Kornprobst, Dennis Junge und Stephan Weber. Am Donnerstag, 23. April, um die gleiche Zeit, improvisieren die Schauspieler Andreas Guglielmetti und Gilbert Mieroph Szenen aus »Warten auf Godot« von Samuel Beckett. Den Strom gibt's von der VHS als Geschenk. Eine Bitte hat das Theater: das Publikum bleibt in der Wohnung! (pm)

8:40 Uhr Erweiterte Notbetreuung für Kinder in Tübingen: Demnach haben zusätzlich zu den Eltern, die in Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten auch diejenigen Familien einen Anspruch auf Betreuung, in denen beide Erziehungsberechtigte beziehungsweise die oder der Alleinerziehende einen präsenzpflichtigen Arbeitsplatz und keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Der Arbeitgeber muss bescheinigen, dass die Eltern als unabkömmlich gelten und ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Bei selbstständig oder freiberuflich Tätigen genügt eine Eigenbescheinigung. Beide Dokumente stehen hier zum Download bereit. (pm)

8:12 Uhr Studien weisen daraufhin, dass der Verlauf einer Covid-19 Erkrankung bei Rauchern deutlich schlechter ist. Der Wissenschaftliche Aktionskreis Tabakentwöhnung an der Uniklinik Tübingen bietet Hilfe. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

7:49 Uhr Drei Frauen aus Willmandingen und Gammertingen engagieren sich in der Abstrichstelle in Münsingen. Warum sie sich freiwillig gemeldet haben und wie die Arbeit dort abläuft, lesen Sie hier.

Martina Sauer (ganz links),  Monika Wachter (in blauem Poloshirt) und Isabella Möck stehen hier als Ehrenamtliche ohne Schutzkle
Martina Sauer (ganz links), Monika Wachter (in blauem Poloshirt) und Isabella Möck stehen hier als Ehrenamtliche ohne Schutzkleidung und Masken dort, wo sonst die Testwilligen sich in Autoschlangen auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Münsingen drängen. FOTO: LEISTER
Martina Sauer (ganz links), Monika Wachter (in blauem Poloshirt) und Isabella Möck stehen hier als Ehrenamtliche ohne Schutzkleidung und Masken dort, wo sonst die Testwilligen sich in Autoschlangen auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Münsingen drängen. FOTO: LEISTER

7:21 Uhr Die Kreiskliniken Reutlingen mit den Reutlingen, Bad Urach und Münsingen planen ab 27. April ein stufenweises Wiederhochfahren des Normalbetriebes. Wegen der Corona-Krise hatten die Kreiskliniken viele planbare Eingriffe verschoben und nur Notfalleingriffe durchgeführt, um genügend Kapazitäten für Corona-Patienten frei zu halten. Nach Berichten des Robert Koch-Instituts steckt jeder Infizierte nun weniger als einen weiteren Menschen an. »Dies gibt uns die Hoffnung, dass der Ausbruch des Virus relativ beherrschbar geworden ist und wir den Normalbetrieb somit wieder langsam hochfahren können. Da bisher die ganz große Welle an Covid-19 Patienten ausgeblieben ist, sind sowohl auf den Isolationsstationen als auch auf den Intensivstationen genügend Kapazitäten vorhanden. Allerdings besteht im Rahmen unserer Planungen jederzeit die Möglichkeit, diese Kapazitäten im Falle einer erneuten Infektionswelle sofort wieder bereitzustellen«, sagt Pressesprecher Eckhard Zieker. (pm)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 148.453 (gestern 147.065) Corona-Infizierte, 5.086 (4.862) Menschen sind gestorben und 99.400 (95.200) gelten als wieder geheilt. 

Dienstag, 21. April 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns mit einer guten Nachticht: Mit einem Nothilfeprogramm in Höhe von 328 Millionen Euro will Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie vor der Insolvenz in der Corona-Krise bewahren. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

20:43 Uhr Nach zweieinhalb Wochen Stillstand zur Sanierung der Start- und Landebahn heben vom Stuttgarter Flughafen am Donnerstag wieder die ersten Maschinen ab. Der Flugbetrieb bleibt wegen der Coronavirus-Pandemie aber stark eingeschränkt, berichtet die Flughafengesellschaft FSG. Nur  wenige Flüge nach Berlin, Hamburg und Amsterdam und  zurück stünden für den ersten Tag auf dem Plan. (dpa)

20:22 Uhr Die Museen in Berlin mit der berühmten Museumsinsel können schon vom 4. Mai an wieder öffnen. Das beschloss der Senat während seiner Sitzung am Dienstag. (dpa)

20:18 Uhr Die Maskenpflicht ab kommendem Montag ist beschlossen - viele Fragen sind aber noch offen. Die Landesregierung will die Vorgaben zur Maskenpflicht in den kommenden Tagen konkretisieren. Beispielsweise die Frage, ob die Pflicht auch für Kinder gilt. Das konnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann nämlich heute noch nicht klar beantworten. »Kleinkinder gehen ja in der Regel nicht Einkaufen«, sagte er zunächst, dann: »Damit müssen wir uns, glaube ich, noch mal beschäftigen.« Gefragt nach der Regelung für Schulen sagte Gesundheitsminister Manne Lucha, dass er eine Maskenpflicht im Unterricht nicht für sinnvoll halte. (kk/dpa)

20:12 Uhr Wer wo eine Maske tragen muss: Da gibt's in Deutschland Unterschiede von Bundesland zu Bundesland. Hier zeigt sich nun wieder der förderale Flickenteppich, der die Bürger oft ratlos zurücklässt, schreibt Politikredakteurin Karin Kiefhaber in ihrem Kommentar. (GEA)

19:47 Uhr Überall gähnende Leere: In Reutlinger Hotels bekäme man derzeit genug Platz, wenn man nur dürfte. Man könnte schon für nächste Woche eine Tagung mit mehreren hundert Teilnehmern oder eine Hochzeit buchen, aber keiner tut es. Die Betreiber fürchten einen Shutdown in ihrem Bereich bis Ende des Jahres und erwarten Einbußen in Millionenhöhe. (co)

Fast fertig, aber momentan umsonst: Bauleiter Rudi Maisch (links) und Fortuna-Marketingleiter Paul Jurik im neuen »Panoramasaal« im Fortuna-Hotel in Betzingen. Foto: Hans Jörg Conzelmann
Fast fertig, aber momentan umsonst: Bauleiter Rudi Maisch (links) und Fortuna-Marketingleiter Paul Jurik im neuen »Panoramasaal« im Fortuna-Hotel in Betzingen.
Foto: Hans Jörg Conzelmann

19:22 Uhr Das Sozialministerium meldet 28.793 Corona-Fälle in Baden-Württemberg, davon gelten 17.045 Personen aber bereits wieder als geheilt. 1062 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl wird mittlerweile mit 0,6 angegeben: Das heißt, dass jeder Infizierte weniger als eine weitere Person ansteckt. (pm)

18:57 Uhr Angesichts der Corona-Pandemie sollen Gemeinderäte und andere kommunale Gremien künftig auch in Videokonferenzen tagen dürfen. Innenminister Thomas Strobl (CDU) habe dazu einen Gesetzentwurf erarbeitet und jetzt den Regierungsfraktionen zugeleitet, berichten »Stuttgarter Zeitung« und »Stuttgarter Nachrichten«. (dpa)

18:40 Uhr Wieso gilt sie erst in sechs Tagen? Wieso hat man sie erst jetzt eingeführt, nachdem man wochenlang ohne Schutz einkaufen gehen konnte? Auf Facebook, Twitter und Instagram gibt es viel Kritik an der Entscheidung der Landesregierung, eine Maskenpflicht in Baden-Württemberg einzuführen. Genausoviele Menschen finden die Regelung aber absolut angemessen und richtig. Wir haben zusammengefasst, wie in den Sozialen Netzwerken über die Maskenpflicht diskutiert wird. (kk)

17:50 Uhr Neue Zahlen aus dem Landratsamt Tübingen: Es gibt 1194 Corona-Fälle, das sind 11 mehr als gestern. Auch zwei weitere Todesfälle werden vermeldet, beide Personen seien über 90 Jahre alt gewesen, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Im Kreis Tübingen sind nun insgesamt 37 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. (pm)

17:45 Uhr Die ab kommenden Montag greifende Maskenpflicht wird – wie Meinungsstichproben zeigen – von Passanten auf der Reutlinger Wilhelmstraße sehr unterschiedlich beurteilt. Die einen finden sie »richtig und wichtig«, andere bloß ärgerlich. Vor allem kleinere Kinder, heißt es, stehen dem Mund-Nase-Schutz ablehnend gegenüber. Weshalb sich Eltern auf Protest einstellen. Zwangsläufig mitmachen werden zwar alle von der GEA-Lokalredaktion Befragten. Einige jedoch nur zähneknirschend. Etwa Marius Dängler, der die Disziplinlosigkeit etlicher Zeitgenossen beklagt: »Die haben uns das alles eingebrockt. Abstandhalten wäre völlig ausreichend gewesen, wenn es konsequent eingehalten würde.«

Umfrage (beendet)

Was halten Sie von der Lockerung der Corona-Maßnahmen?

Die Landesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelockert. Seit Montag haben zahlreiche Einzelhändler wieder geöffnet.

57%
41%
2%

Anders die Meinung von Bärbel Sättler und Renate Titz-Brenke, die die Maskenpflicht »richtig gut finden«. Beide sind sie beruflich in der Altenhilfe tätig und deshalb besonders sensibilisiert. Dass es Stimmen gibt, die den Mund-Nase-Schutz für überflüssig, ja, sogar nutzlos  halten, kontern die Frauen mit der Feststellung: »Wenn jeder Maske trägt, ist auch jeder geschützt!« Sie selbst verfügen über mehrere Exemplare »zum wechseln und waschen«. Denn penible Hygiene sei das A und O.

Ob diese allerdings von allen eingehalten wird? Das bezweifelt Heiderose Feil, die Sorge hat, dass »der Schuss nach hinten losgeht«. Denn jede Maske kann in Handumdrehen zur »Bazillenschleuder« werden. »Man setzt sie auf und ab, auf und ab, hält sie in Händen, legt sie irgendwo hin … Ich fürchte, die Dinger sind durchaus problematisch.« (ekü)

17:25 Uhr »Uns sind ganz einfach alle Einnahmen weggebrochen«, sagt Heiner Engelhardt, der Pächter des Wanderheims Eninger Weide. Wie es um die Wanderheim-Pächter in der Corona-Krise steht, lesen Sie hier. (ps)

16:42 Uhr Im Kreis Reutlingen liegen aktuell 1.275 laborbestätigte Corona-Fälle vor. Das sind 23 mehr als gestern. 730 Personen sind  wieder genesen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg von 37 auf 40 an. Mittlerweile wurden im Kreis 9.798 Abstriche gemacht, außerdem gab es 3.702 begründete Verdachtsfälle. (pm)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

16:36 Uhr Wegen der Coronapandemie setzt der Reutlinger Energieversorger Fair-Netz derzeit keine Stromableser ein. Alternativ sollen die Kunden ihre Stromzähler selbst ablesen und die Zählerstände schriftlich, telefonisch oder online übermitteln. Ab Montag, 4. Mai, versendet das Unternehmen deshalb Ablesekarten an alle Kunden in Bad Urach, Pliezhausen und Walddorfhäslach. Für die telefonische Übermittlung gibt es die kostenlose Nummer 08000752472. Die Faxnummer lautet: 071215823439. Auch online oder per Mail können die Zählerstände übermittelt werden. (GEA)

16:11 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es aktuell 717 Corona-Fälle. Heruntergerechnet auf die Infizierten pro 100.000 Einwohner ist Sigmaringen damit der am zweitstärksten betroffene Kreis. 29 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (pm)

15:43 Uhr Auch in Reutlingen und Tübingen ist das Tragen von Stoffmasken beim Einkaufen und im ÖPNV ab Montag Pflicht. Der Umgang mit diesen Masken ist allerdings nicht ganz einfach – Regeln müssen eingehalten und Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Diese Grafik zeigt, wie man Stoffmasken richtig verwendet und für den mehrmaligen Gebrauch tauglich macht.

15:13 Uhr Großveranstaltungen dürfen bis 31. August nicht stattfinden. Doch was ist das überhaupt? Auf der Suche nach Antworten stößt man auf Widersprüche. Doch die Veranstalter brauchen Klarheit. Die Chance wurde jedoch vertan, kritisiert Kultur-Chef Armin Knauer in seinem Kommentar. (akr)

14:52 Uhr Bei ihren Einsätzen kommen Feuerwehrleute anderen Menschen zwangsläufig ziemlich nahe. Die Feuerwehr Engstingen mit ihren 122 Feuerwehrleuten schützt sich unter anderem so: »Es gilt das Minimalprinzip. Unsere großen Fahrzeuge gehen derzeit nur noch mit einer Staffelbesatzung von fünf Personen raus«, erklärt Daniel Geist, Kommandant der Abteilung Großengstingen. Im Falle eines größeren Einsatzes wie etwa einem Brand, müsse eben entsprechend Personal und Fahrzeuge nachgefordert werden. Zudem müssen nach dem Einsatz Fahrzeuge und Einsatzmittel gründlich gereinigt und zu desinfiziert werden. Die Feuerwehrleute dürfen zudem nicht mit Einsatzbekleidung in private Fahrzeuge steigen oder diese mit nach Hause nehmen. (ma)

14:15 Uhr Nach der Absage des Oktoberfests wegen des Coronavirus rechnet Sozialminister Manne Lucha auch mit einer Absage des Cannstatter Volksfests in Stuttgart. »Nach allem, was wir derzeit wissen, ja«, sagte er am Dienstag auf die Frage, ob das zweitgrößte Volksfest in Deutschland abgesagt werde. (dpa)

13:47 Uhr Per Video CNC-Technik lernen? Das geht - die Corona-Krise hat's notwendig und möglich gemacht. Das Reutlinger Ausbildungszentrum Mypegasus unterrichtet seine Schüler wegen des Coronavirus virtuell. (mai)

Schüler des Ausbildungszentrum Mypegasus lernen per Video-Unterricht.  FOTO: INHOFF
Schüler des Ausbildungszentrum Mypegasus lernen per Video-Unterricht. FOTO: INHOFF
Schüler des Ausbildungszentrum Mypegasus lernen per Video-Unterricht. FOTO: INHOFF

13:11 Uhr Zum Start des Unterrichts für Schüler der Abschlussklassen im Südwesten am 4. Mai stehen nach Ansicht von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ausreichend Lehrer zur Verfügung. Insgesamt würden nach der coronabedingten Pause rund 330.000 Jungen und Mädchen in den Schulen zurückerwartet, zudem gehöre etwa jeder vierte Lehrer zu einer Risikogruppe oder sei aus anderem Grund abwesend. »Das heißt, dass 75 Prozent der Lehrer für 22 Prozent der Schüler zur Verfügung stehen«, sagte Eisenmann in Stuttgart. (dpa)

13:00 Uhr Eine weitere Neuigkeit aus Stuttgart: Kirchen sollen nach Angaben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits Anfang Mai und unter Auflagen Gottesdienste feiern können. »Wir können sicher zusagen, dass wir in 14 Tagen eine Öffnung machen werden«, sagte der Regierungschef heute. (dpa)

12:41 Uhr Die Spielzeiten in der 1. und 2. Handball-Bundesliga sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Clubs am Dienstag mit großer Mehrheit beschlossen. Zum deutschen Meister wurde der THW Kiel erklärt. (dpa)

12:26 Uhr Die Maskenpflicht in Baden-Württemberg ist beschlossen: Von kommendem Montag an gilt die Pflicht, Mund und Nase beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr zu bedecken. Die Landesregierung steht aktuell Rede und Antwort dazu, wie es in puncto Corona-Bekämpfung und Rückkehr ins normale Leben weitergeht. (dpa)

12:16 Uhr Das Reutlinger Kreuzeichestadion wird aufgrund der Corona-Krise noch einige Wochen leer bleiben. Der Württembergische Fußballverband (WFV) wird erst Anfang Mai über eine Fortsetzung oder einen Abbruch des Spielbetriebs entscheiden. Letzteres wäre für den SSV Reutlingen womöglich gar nicht so schlecht, schließlich trennt den Club momentan nur das bessere Torverhältnis von einem Abstiegsplatz. Doch während der verkorksten Hinrunde hat der SSV auch einige schöne Tore geschossen. In einer Zeit ohne Fußball zeigt Ihnen der GEA die Top 5 im Video. (ege)

11:47 Uhr Unabhängig davon, was die Landesregierung heute zum Thema Maskenpflicht beschließt: In Tübingen wird das Tragen von Mundschutz beim Einkaufen ab kommender Woche Pflicht sein, kündigte Oberbürgermeister Boris Palmer auf Facebook an. Gestern hieß es noch, die Stadtverwaltung wolle die Zustimmung des Gemeinderats abwarten, die liege mittlerweile jedoch vor. Dementsprechend rät der OB allen Tübingern, sich im Lauf der Woche eine waschbare Stoffmaske zuzulegen. (ege)

11:27 Uhr Die Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag, 26. April, in Walddorfhäslach findet wegen der Coronapandemie unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln statt. Das betrifft sowohl die Vorbereitung der Wahl, den Wahltag als auch die Ergebnisermittlung und -feststellung, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes Reutlingen heißt. Die Wähler wurden aufgefordert, verstärkt von der Briefwahl Gebrauch zu machen. Ein gesonderter Antrag auf Breifwahlunterlagen ist nicht erforderlich. Am Sonntag gibt es drei Wahllokale: eins im Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Häslach und zwei in der Gustav-Werner-Schule im Ortsteil Walddorf. (rr)

11:04 Uhr Seit Montag sind viele Geschäfte wieder offen. Nicht dazu gehören Restaurants, Cafés, Bars, Hotels und Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Geschäftsfläche. Viele Inhaber kritisieren das. In einer Videobotschaft auf Facebook zeigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann Verständnis. »Ich verstehe Ihre Sorgen, Ihren Ärger und dass Sie um die Existenz fürchten«, sagte er und ergänzte: »Ich würde nichts lieber tun als alles sofort wieder zu öffnen.« Das sei jedoch nicht verantwortbar. Der Erfolg, den man in den vergangenen Wochen durch diverse Maßnahmen erreicht habe, sei sehr zerbrechlich. Er mahnte: »Wir sind noch immer in einer gefährlichen Situation, die Infektionszahlen können jederzeit wieder explodieren.« (ege)

10:40 Uhr Mit einem "Drive-In" wollen drei Unternehmen in Pliezhausen die Zeit der Corona-Schließung überbrücken. Den weiten Ausblick aufs Neckartal und die Schwäbische Alb gibt’s gratis. Denn der "Drive-In" am Hotel Schönbuch liegt in Pliezhausen ziemlich weit oben. Der Zwei-Eichen-Turm ist nur einen Steinwurf entfernt. Und wo ein Aussichtsturm ist, da muss die Aussicht ja grandios sein.

10:06 Uhr Auch wenn es in Baden-Württemberg aktuell noch keine Maskenpflicht gibt, der Bedarf an Mundschutzmasken und Desinfektionsmitteln ist enorm. Die Industrie- und Handelskammer Reutlingen (IHK) listet bekannte Unternehmen auf, die solche Artikel liefern. Die Liste finden Sie hier.

9:40 Uhr Dreißig Tage ohne die wöchentlichen Zusammenkünfte hat zuletzt so manche Mitglieder des Swingchors Bad Urach auf eine harte Probe gestellt. Jetzt hat der Chor  erstmals online geübt. Das Experiment hat funktioniert und soll wiederholt werden.

Gut gelaunte Mitglieder des Swingchors Bad Urach trafen sich zur gemeinsamen Chorprobe im Internet: Zum Singen wurden die Masken
Gut gelaunte Mitglieder des Swingchors Bad Urach trafen sich zur gemeinsamen Chorprobe im Internet: Zum Singen wurden die Masken natürlich abgenommen. FOTO: VEREIN
Gut gelaunte Mitglieder des Swingchors Bad Urach trafen sich zur gemeinsamen Chorprobe im Internet: Zum Singen wurden die Masken natürlich abgenommen. FOTO: VEREIN

9:14 Uhr Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Das gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) heute bekannt. (dpa)

8:51 Uhr Nach fünf Wochen Zwangspause wegen der Coronakrise ist es morgen so weit: Die Stadtbücherei Metzingen öffnet am Mittwoch, 22. April, wieder ihre Türen. Mehr dazu lesen Sie hier.

8:23 Uhr Es ist das Zeichen, auf das Fußball-Fans und Clubs gleichermaßen gewartet haben. Am 9. Mai könnte die Bundesliga nach fast zwei Monaten Corona-Auszeit ihre Saison fortsetzen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8 Uhr Der Pfullinger Ernst Bodenmüller, einstiger Personalchef von Bonduelle Reutlingen, kennt Uganda sehr gut und hat viele Kontakte dort. Seit mehr als zehn Jahren lebt er in einem regen Austausch mit dortigen Verantwortlichen und reist als Seniorexperte immer wieder in das ostafrikanische Land. Uganda eines der ärmsten Länder der Welt und dennoch: »In der Coronakrise hätten wir von Uganda lernen können«, sagt Bodenmüller im Gespräch mit dem GEA.

7:33 Uhr Heute befasst sich das grün-schwarze Kabinett in Baden-Württemberg mit einem verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz für den öffentlichen Nahverkehr und für den Einkauf. Im Anschluss an die Sitzung will Ministerpräsident Winfried Kretschmann um 12 Uhr mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) die Öffentlichkeit informieren. Politikredakteurin Brigitte Gisel hält das Tragen einer Maske für eine gute Idee. »Sie hilft, doch sie ist kein Wundermittel. Aber eine sinnvolle Ergänzung zu Händewaschen und Abstandhalten«, schreibt sie in ihrem Kommentar. (sel/dpa)

7.15 Uhr Die Kirchen im in Baden-Württemberg diskutieren, wie ein Wiedereinstieg in öffentliche Gottesdienste in der Corona-Krise gelingen kann. Am Mittwoch soll es dazu Gespräche zwischen den Bischöfen und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) geben. Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, hält den 10. Mai für die ersten gemeinsamen Sonntagsgottesdienste für ein realistisches Datum. Bis dahin könnten die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 147.065 (gestern 145.742) Corona-Infizierte, 4.862 (4.642) Menschen sind gestorben und 95.200 (88.000) gelten als wieder geheilt. 

Montag, 20. April 2020

21:00 Uhr Wir verabschieden uns mit einem Musik-Tipp: Die Spotify-Playlist  »Corona Quarantine Party«, die mittlerweile mehr als 15.000 Follower hat. Sie ist für alle, die sich derzeit zuhause in Quarantäne befinden und enthält sämtliche Songs, die zur aktuellen Situation passen und die dem ein oder anderen direkt aus der Seele sprechen dürften. Beispielsweise Hits wie »So Sick« von Ne-Yo, »No Air« von Chris Brown, »U can’t touch this« von MC Hammer, » I don’t care« von Justin Bieber, »Made in China« von den Higher Brothers oder »Bored In The House« von Tyga und Curtis Roach. Viel Spaß beim Anhören und einen schönen Abend! (ege)

20:44 Uhr Die ersten Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen sind in Kraft. Viele sind erleichtert, die Kanzlerin ist es offenbar nicht. Merkel befürchtet, dass alle Dämme brechen. Deswegen richtet sie einen Appell an die Bevölkerung - und speziell an die Ministerpräsidenten. (dpa)

20:40 Uhr Keine klare Handlungsgrundlage für die Kulturveranstalter bieten die neuen Corona-Regeln laut dem Intendanten der Württembergischen Philharmonie, Cornelius Grube. Zwar gelte, dass Großveranstaltungen bis 31. August verboten seien, das Land habe aber versäumt, in seinen Corona-Verordnungen zu präzisieren, was genau eine Großveranstaltung sein soll. Ob es im Juni und Juli Konzerte der Philharmonie geben wird, bleibt daher unklar. (akr)

20:28 Uhr Wir hatten die Follower auf unserem GEA-Instagramkanal gestern nach ihrer Meinung gefragt: Wie finden sie es, dass kleinere Geschäfte seit heute wieder öffnen dürfen? 36 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmten für »Find ich toll, war höchste Zeit«. 64 Prozent gaben an dass sie noch »ein mulmiges Gefühl« dabei haben, wenn die Maßnahmen nun wieder gelockert werden. Ob eine Maskenpflicht für alle daran vielleicht was ändern würde? Genau das ist das Thema unserer aktuellen Umfrage in der Instagram-Story: Die Landesregierung strebt eine Maskenpflicht an - wie finden Sie das? Außerdem gibt's auf Instagram ein tägliches Corona-Update mit den Infizierten-Zahlen aus den Landkreisen Reutlingen und Tübingen, und schöne Landschaftsbilder. Wie beispielsweise diese abflachende Corona-Kurve auf der Alb - so nannte Fotograf Christoph Rosenhagen aus Mössingen jedenfalls sein Bild. (kk)

20:20 Uhr Im Kreis Sigmaringen gibt es aktuell 715 Corona-Fälle. 29 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, 453 gelten als wieder genesen. Gammertingen und Bad Saulgau sind die am stärksten betroffenen Gemeinden, das geht aus einer Karte auf der Homepage des Kreises hervor. (kk)

20:16 Uhr Wieder mehr Leben in der Stadt: In Tübingen durften heute über 550 Geschäfte ihren Betrieb wieder aufnehmen. Für zehn Läden mussten erst die Vorgaben noch einmal überprüft werden. Drei haben das Okay der Stadtverwaltung bekommen und sind ab morgen auch dabei. Fast überall trugen die Mitarbeiter Masken und im Eingangsbereich standen Mittel zur Handdesinfektion bereit. (ist)

Auch in Tübingen kehrte am Montag das Leben zaghaft in die Innenstadt und in die Geschäfte zurück. Foto: Kammerer
Auch in Tübingen kehrte am Montag das Leben zaghaft in die Innenstadt und in die Geschäfte zurück.
Foto: Kammerer

20:01 Uhr Der Wochenmarkt wird nicht vorzeitig in den Bürgerpark verlegt. Das hatte die Linke Liste am vorvergangenen Samstag gefordert, nachdem es auf dem Marktplatz doch stellenweise ein kleines Getümmel gegeben hatte. »Die mögliche Standbelegungsfläche im Bürgerpark ist mit 1 453 Quadratmetern gegenüber der aktuellen Standbelegung mit 1 600 Quadratmetern auf dem Marktplatz für die Unterbringung sämtlicher Marktstände nicht ausreichend«, lässt Kreher die beiden Linken-Stadträte Carola Rau und Rüdiger Weckmann wissen. (pm)

19:46 Uhr Der Württembergische Fußballverband (wfv) will frühestens Anfang Mai über eine Fortsetzung des Spielbetriebs im Amateurfußball entscheiden. Einen möglichen Abbruch der Saison hielte der wfv zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. »Nach unserer aktuellen Spielordnung dauert das Spieljahr bis 30. Juni 2020. Es erscheint rechtlich problematisch, bereits jetzt unwiderruflich darüber zu entscheiden, bis dahin auch dann nicht mehr zu spielen, sollte es rechtlich wieder möglich werden«, heißt es in einer wfv-Mitteilung am Montag. (dpa)

19:38 Uhr Seit heute haben 91 Prozent der Geschäfte in Reutlingen wieder geöffnet. Allerdings vereinen diese nur 25 Prozent der Verkaufsfläche auf sich, machte Reutlingens Ordnungsamtsleiter Albert Keppler deutlich. Damit die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder in die Höhe schießt, müssen Kunden, Händler und ihre Mitarbeiter eine ganze Reihe von Regeln einhalten, vor allem zur Hygiene.

Um Kunden und Händler auf die neuen Bedingungen beim Shoppen vorzubereiten, sind in den Läden Plakate verteilt worden mit Empfehlungen zum adäquaten Verhalten in Form einer Ampel. Dazu gehört die Information über die maximale Besucherzahl: Pro 20 Quadratmeter ist ein Kunde gestattet. Markierungen sollen Besucherströme kanalisieren, das Bezahlen sollte möglichst bargeldlos erfolgen. Auch dieser Tipp wird hervorgehoben: »Kleidungsstücke zu Hause waschen oder reinigen, bevor Sie diese tragen.« Vor dem Anprobieren von Kleidung im Laden ist das nicht möglich. Wie er das handhabt, muss jeder für sich selbst entscheiden. (ele)

19:12 Uhr Laut Sozialministerium gibt es aktuell 28.537 Corona-Fälle in ganz Baden-Württemberg. Von den Erkrankten sind 16.337 Menschen schon wieder genesen, 1.014 jedoch im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl wird mittlerweile mit 0,6 angegeben: Das heißt, dass jeder Infizierte weniger als eine weitere Person ansteckt. (pm) 

18:50 Uhr Eine weitere Ergänzung zu den Hilfsangeboten für alle, die die Coronakrise besonders hart trifft, ist ein Gabenzaun an der Steinlachbrücke in Tübingen. (GEA)

18:30 Uhr Auch Eisdielen durften heute wieder öffnen - und das geschah auf Initiative der Handwerkskammer Reutlingen, schreibt diese nun in einer Pressemitteilung: So habe man beim Baden-Württembergischen Handwerkstag in Stuttgart die Ungleichbehandlung der Speiseeishersteller beklagt und sei schließlich von der Landesregierung erhört worden. Mittags und nachmittags nutzten viele Menschen in der Reutlinger Innenstadt das neue alte Angebot: Auf Bänken, Treppenstufen und auch beim Stadtbummel genossen sie ihr Eis. Strenge Vorschriften gelten auch in den Eisdielen: Das Personal trägt eine Maske, nur eine bestimmte Anzahl an Menschen darf in den Verkaufsraum. (kk)

Eis zum Mitnehmen: Seit heute auch in Reutlingen wieder möglich. Foto: Kammerer
Eis zum Mitnehmen: Seit heute auch in Reutlingen wieder möglich.
Foto: Kammerer

18:03 Uhr Der Münsinger Stadtschäfer Gerhard Stotz wird in diesem Jahr nicht durch die mit Zuschauern gesäumten Straßen in der Münsinger Innenstadt ziehen, um seine Herde auf die Weiden des ehemaligen Truppenübungsplatzes zu führen. Der Schafauftrieb samt Kunst- und Gartenmarkt, der am kommenden Sonntag hätte stattfinden sollen, fällt in diesem Jahr ersatzlos aus. Für Hans-Peter Engelhart, den Leiter der Münsinger Touristik-Information, ist das »ein herber Verlust«. Denn mit rund 200 Ausstellern und zwanzig- bis dreißigtausend Besuchern an einem einzigen Tag gehört das Frühjahrsevent zu den publikumswirksamsten Outdoor-Veranstaltungen in Münsingen. Jetzt hoffen alle Beteiligten auf den 3. Oktober: Wie jedes Jahr am Tag der deutschen Einheit soll dann der Biosphärenmarkt Münsingens Altstadt beleben. (ma)

17:38 Uhr Direkt danach auch die neuen Zahlen aus dem Reutlinger Landratsamt: Es gibt nun 1252 bestätigte Corona-Fälle im Kreis. Außerdem wurden nochmal vier weitere Todesfälle vermeldet - es sind also insgesamt 37 Menschen bisher im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Im Kreis Reutlingen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 9062 Abstriche durchgeführt. (pm)

17:26 Uhr Neue Zahlen aus dem Tübinger Landratsamt: Es gibt 1183 Fälle im Kreis - das sind 11 mehr als gestern. Außerdem werden fünf zusätzliche Todesfälle vermeldet. Alle Toten waren zwischen 80 und 95 Jahre alt. Im Kreis Tübingen sind somit also 35 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. (pm)

17:11 Uhr Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) und Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) haben es vorgemacht - gilt es jetzt bald fürs ganze Land? Die Landesregierung jedenfalls strebt die Einführung einer Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus an. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen erfuhr, will das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann morgen über einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen beraten. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

16:40 Uhr Schüler in Baden-Württemberg müssen wegen der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen, teilte das Kultusministerium. »Da die Leistungsbewertung allerdings in den letzten Wochen ausgesetzt wurde und auch in der kommenden Zeit nur sehr stark eingeschränkt möglich sein wird, werden alle Schülerinnen und Schüler grundsätzlich ins nächste Schuljahr versetzt«, betonte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). (dpa)

16:22 Uhr Auch in Metzingen haben seit heute zahlreiche Einzelhändler wieder geöffnet. Die Shops der Outletcity hingegen hatten, bis auf eine Ausnahme, weiterhin zu. »Wir gehen davon aus, dass die meisten Stores am Freitag wieder öffnen«, sagte jetzt Wolfgang Bauer, Vorstandsvorsitzender der Holy AG als Trägerunternehmen der Outletcity. Derzeit würden an verschiedenen Stellen in der Outletcity sogenannte »Care-Points« eingerichtet. An diesen können sich Kunden dann mit Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel versorgen. Noch sei allerdings nicht klar, ob alle Stores es schaffen, die strengen Auflagen bis Freitag umzusetzen. (mewe)

16:01 Uhr Die Tigers Tübingen kämpfen ums Überleben. Ohne Einnahmen aus Heimspiel-Tickets, Sponsorengeldern und Merchandise-Verkäufen sei »nicht nur mit einem kurzfristigen Stillstand der Tübinger Basketballwelt zu rechnen, sondern möglicherweise mit einem endgültigen«, schreibt der Zweitligist in einer Pressemitteilung. Zur Rettung soll nun eine Crowdfunding-Kampagne beitragen. Als Prämien für Spenden gibt es Unterstützer-Shirts oder verschiedene Erlebnisse mit Spielern oder dem Trainer. (der)

15:51 Uhr In den Reutlinger Kreiskliniken werden aktuell 41 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt. 11 von ihren sind auf der Intensivstation, so die Auskunft aus dem Reutlinger Landratsamt. Zum Vergleich: Am vergangenen Freitag waren es 45 stationäre Patienten und 10 Intensivpatienten. Im Tübinger Uniklinikum werden aktuell 39 Covid-19-Patienten stationär behandelt, 25 sind intensivpflichtig. Auch hier der Vergleich: Am vergangenen Freitag waren es 44 stationäre Patienten in Tübingen, davon 24 auf der Intensivstation. (kk)

15:07 Uhr Nach massiver Kritik: Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, am Montag mit. (dpa)

14:47 Uhr Plant nach Tübingen auch Reutlingen das Tragen von Mund- und Nasenschutz vorzuschreiben? »Mundschutzpflicht auf eigene Faust, davon halte ich nichts«, sagte Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck heute Mittag bei einer Pressekonferenz. Er halte auch nichts davon, wenn nun jede Kommune in Eigenregie eine Maskenpflicht anordnet. »Wenn die Pflicht kommen soll, dann muss es meiner Ansicht nach eine bundesweit, zumindest landesweite einheitliche Regelung geben, die von oben angeordnet wird. Mit einem Flickenteppich ist niemandem wirklich geholfen«, sagt Keck. Bis die Landesregierung tätig wird, gilt: »Das Tragen einer eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes, einer so genannten «Community Mask», wird dringend empfohlen. Diese schützt zwar nicht den Träger, dafür aber dessen Gegenüber - und das hilft letztlich sicherlich auch dabei, die Verbreitung des Virus' einzudämmen. Den wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt es allerdings noch nicht«, so Keck. (ele)

14:20 Uhr Die Klimakrise pausiert nicht, nur weil die Coronakrise gerade größere Aufmerksamkeit bekommt: Damit sie weiterhin auf ihr Anliegen aufmerksam machen können, werden die Aktivisten von Fridays for Future ab kommendem Freitag, 24. April, virtuell streiken. Das teilt die Reutlinger Ortsgruppe mit. Demoschilder werden sichtbar in Fenstern und an Briefkästen angebracht, dann wollen weltweit Aktivisten via Livestream zusammenkommen. Auf dem Instagramkanal der Ortsgruppe gibt’s weitere Infos dazu, beim angehängten Posting muss man rechts weiterklicken, es besteht aus mehreren Bildern. (kk)

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Es wird fett.

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13:57 Uhr Während mehrere große Laufveranstaltungen in der Region wie der Ermstalmarathon und der Reutlinger Altstadtlauf komplett abgesagt wurden, gibt's in Mössingen eine Verschiebung: Der Stadtlauf, der am 16. Mai hätte stattfinden sollen, wird auf den 3. Oktober verschoben. (pm)

13:41 Uhr Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus außergewöhnlich scharf kritisiert. So machte sie am Montag in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu »Öffnungsdiskussionsorgien« geführt habe. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark. (dpa)

13:15 Uhr Ein Hauch von Normalität kehrt seit heute Morgen in die Reutlinger Innenstadt zurück. Die meisten Geschäfte haben wieder geöffnet, viele Menschen füllen die Straßen. Doch eingekauft wird noch verhalten. »Die Menschen sind noch zögerlich«, meint Anita Lapaczinski, Mitarbeiterin bei Filiale City Shoes in der Wilhelmstraße und ergänzt: »Erst wenn jemand im Laden drin ist, kommen auch andere nach. Jemand muss immer den Anfang machen.« In der Nacht auf Samstag wurden die neuen Richtlinien für den Einzelhandel seitens der Landesregierung veröffentlicht. »Ich habe diese Informationen schneller gewünscht«, kritisiert  Steffen Marsik, Inhaber der City Shoes-Filiale die Kurzfristigkeit. Er musste nach der Bekanntgabe der neuen Verordnung den Schuhladen zum Teil noch umgestalten. Auch andere Geschäfte reagierten und richteten Warte- und Abstandszonen ein. (stan)

Wer sein Geschäft wieder öffnen wollte, musste bestimmte Vorgaben umsetzen. Foto: Frank Pieth
Wer sein Geschäft wieder öffnen wollte, musste bestimmte Vorgaben umsetzen.
Foto: Frank Pieth

12:49 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte in einer Regierungserklärung an, dass Eltern im Freistaat für die kommenden drei Monate keine Gebühren für Kindergarten oder Kitas zahlen müssen, wenn diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. (dpa)

12:18 Uhr Die Stadt Tübingen plant eine Maskenpflicht, das bestätigte Pressesprecherin Sabine Schmincke auf GEA-Anfrage. Boris Palmer zufolge sollen die Menschen während Busfahrten und in Gebäuden mit viel Publikumsverkehr wie Läden, Bibliotheken und Rathaus einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In den Außenbereichen des öffentlichen Raums dagegen soll eine Maske nicht zur Pflicht werden. Ohnehin werde das Vorhaben erst kommende Woche umgesetzt. »Erst müssen Vertriebswege für die Masken aufgebaut und sichergestellt werden. Die Bürger müssen ihrer Pflicht auch nachkommen können«, sagte Schmicke. Derzeit sei man noch dabei, 15.000 Masken an alle, die älter als Jahrgang 1954 sind, zu verteilen. Außerdem wolle man noch die Zustimmung des Gemeinderats abwarten. Die bräuchte Oberbürgermeister Boris Palmer rein formal zwar nicht, allerdings werde das trotzdem nicht ohne durchgesetzt, sagt Schmicke. Man gehe allerdings davon aus, dass die Stadträte der Maskenpflicht beipflichten. (ege/dpa)

11:40 Uhr Eine Warn-App soll im Kampf gegen das Corona-Virus helfen, doch die Funk-Technik »Bluetooth Low Energy« werde von rund zwei Milliarden Geräten weltweit nicht unterstützt, sagte Neil Shah, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research. Auf jedem vierten Smartphone funktioniert demnach die moderne Bluetooth-Variante nicht. Hinzu kommt, dass viele Menschen nur ein einfaches Handy haben oder gar kein Mobiltelefon. (dpa)

11:26 Uhr Schon oft wurde der Einfallsreichtum von Einzelhändlern und Gastronomen während der Corona-Krise gelobt. Die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie haben sie hart getroffen, trotzdem lassen viele nicht den Kopf hängen, sondern versuchen mit kreativen Mitteln ihr Geschäft am laufen zu halten. Wie beispielsweise Gerhard Mayer, Küchenchef von Mayer's Waldhorn in Mähringen. Statt mit Gutscheinen versucht er mit Humor und einem eigens komponierten Ständchen auf sein Angebot aufmerksam zu machen. Den Corona-Hit finden Sie hier. (ege)

11:05 Uhr Insgesamt 130 Verstöße gegen die Corona-Verordnung haben die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Reutlingen im Laufe des Wochenendes von Freitag bis Sonntag verzeichnet. Am Freitag mussten die Beamten 56 Mal einschreiten, am Samstag wurden 46 und am Sonntag 28 Verstöße registriert. Unter den Übeltätern waren auch auch sechs Motorradfahrer, die verbotenerweise als Gruppe und dazu noch viel zu schnell unterwegs war. Vier Biker flüchteten. Den ganzen Artikel lesen Sie hier. (pol)

10:50 Uhr Bayern führt eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von kommender Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte. In Reutlingen und Umgebung gibt es derzeit zwar noch keine Mundschutzpflicht, trotzdem gehen diese Zwerge im Garten eines GEA-Lesers auf Nummer sicher. (dpa/ege)

Foto: Privat
Foto: Privat

10:36 Uhr Weil die Unsicherheit groß ist: Tübinger Studierende der Initiative "Senkrechtstarter" bieten ab sofort kostenlose Online-Nachhilfe für Schüler an. Mehr dazu lesen Sie hier. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

10:19 Uhr Normalerweise wäre der gestrige Sonntag ein Festtag gewesen. Als »Weißer Sonntag« ist er im Kalender bezeichnet. Der Tag der Erstkommunion, die Erneuerung der Taufe, ein Sonntag, an dem in allen katholischen Kirchen gefeiert wird, auf den sich Kinder und Familien lange vorbereiten. Doch das Coronavirus hat das in diesem Jahr verhindert. In Metzingen und Bad Urach steht noch kein neuer Termin fest. (mar)

9:54 Uhr Während große Modehäuser in der Reutlinger Innenstadt geschlossen bleiben müssen, bereiten zahlreiche Einzelhändler am Montagmorgen ihre Läden für die Weidereröffnung vor. Waren im Schaufenster werden zurechtgerückt, verschiedene Zonen mit Klebeband markiert und Eingangsbereiche mit Blumen dekoriert. Einige Mitarbeiter tragen Mundschutz, Hinweise, dass auch Kunden einen tragen müssen, wurden nicht gesehen. Klar ist aber, dass das in Corona-Zeiten ein ganz neues Einkaufserlebnis sein wird. Einfach in einen Laden hereinspazieren, Ware aus dem Regal nehmen und bezahlen wird so nicht stattfinden. Es sind zahlreiche Regeln zu beachten. Teilweise gibt es Warte- und Einkaufszonen, Bereiche, die man nicht betreten darf und Pfeile, die den Kunden am Boden die Laufrichtung anzeigen. (ege)

Foto: Egenberger
Foto: Egenberger

9:16 Uhr Der Werbeslogan ist einprägsam und wahr: »Mit Abstand die schönsten Tulpen« haben die Gönninger dieses Jahr. Schade nur, dass keiner kommt. Die Großveranstaltung Gönninger Tulpenblüte, terminiert fürs vergangene Wochenende, ist coronabedingt ins Wasser gefallen. Mehr dau lesen Sie hier. (igl)

8:46 Uhr Der Autobauer Volkswagen fährt in dieser Woche seine Fahrzeugproduktion teilweise wieder hoch. Im Zwickauer VW-Werk gibt es von Montag an entsprechende Vorbereitungen. »Wiederanlaufen wird das Band dann am Donnerstag«, sagte ein Unternehmenssprecher. (dpa)

8:37 Uhr Im Landkreis Reutlingen haben sich laut Landratsamt bislang 1.242 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist gegenüber Freitag von 30 auf 34 gestiegen. Die gute Nachricht: 648 Personen haben die Lungenkrankheit auskuriert. Bislang wurden insgesamt 8.569 Abstriche gemacht, außerdem gab es 3.677 begründete Verdachtsfälle. (pm)

Coronavirus

Entwicklung der Infektionszahlen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

8:24 Uhr  Die Läden öffnen wieder – aber nur zum Teil. Wer etwa keinen Buchladen und kein Autohaus besitzt, oder einen Laden mit einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern betreibt, schaut in die Röhre. Denn Baden-Württemberg nimmt es bei der Umsetzung der 800-Quadratmeter-Regel besonders genau. Das ist jedoch schwer zu verstehen, schreibt Politikredakteurin Karin Kiefhaber in ihrem Kommentar.

8:05 Uhr Tübinger Linienbusse fahren ab heute, Montag, 20. April, nach einem Notfahrplan auf Basis des Ferienfahrplans. Die Stadtwerke Tübingen (swt) stellen damit wieder auf einen besseren Fahrplan um, nachdem seit dem 25. März der Samstagsfahrplan gültig war. Dadurch bestehen bessere Anbindungen, unter anderem nach Alte Weberei, Unterer Wert und Steinlachwasen. Ergänzt werden die Pläne bedarfsgerecht mit zusätzlichen Schülerfahrten ab dem 4. Mai. Die Nachtbus-Linie N88 fährt nur Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag und vor Feiertagen mit jeweils drei Fahrten. Die Nachtbusse N90 bis N99 fahren weiterhin nicht. (pm)

7:42 Uhr Im Landkreis Sigmaringen stiegt die Zahl der Corona-Infizierten um 7 Fälle auf 708 an. 27 Personen sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (pm)

7.22 Uhr Die Studenten an der Uni Tübingen hätten ihre ersten Tage im neuen Semester eigentlich schon hinter sich. Doch wegen der Coronakrise startet das Sommersemester erst am heute und das unter besonderen Bedingungen: Der Unibetrieb läuft nun erst mal online ab – und nicht im Hörsaal. Mehr dazu lesen Sie hier. (sapo)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 145.742 (gestern 143.724) Corona-Infizierte, 4642 (4.538) Menschen sind gestorben und 88.000 (88.000) gelten als wieder geheilt. 

Sonntag, 19. April 2020

17:14 Uhr Im Kreis Reutlingen liegen aktuell 1.234 Corona-Fälle vor, meldet das Landratsamt. Das sind 22 mehr als gestern. (pm)

17:11 Uhr In der Stadtbibliothek in Reutlingen sowie in den Zweigstellen Betzingen und Rommelsbach können von Dienstag an Medien telefonisch oder per E-Mail bestellt und jeweils am Folgetag abgeholt werden. Kunden, die berechtigt sind, die Reutlinger Einkaufhilfe in Anspruch zu nehmen, können sich die bestellten Medien auch nach Hause liefern lassen. mehr Infos dazu gibt's hier.

16:30 Uhr Die Reutlinger Innenstadt wird von morgen an mit mehr Leben gefüllt sein. Denn viele Geschäfte dürfen dann wieder öffnen. Die Landesregierung hatte das unter der Auflage erlaubt, dass strenge Hygieneregeln eingehalten werden. Wie das für Einzelhändler und Kunden aussehen kann, ist in einem Video zu sehen, dass das Reutlinger Stadtmarketing heute auf Facebook veröffentlicht hat. (ege)

16:06 Uhr Skandal um eine Seniorenresidenz in Kanada: Die Bewohner wurden inmitten der Corona-Krise weitesgehend sich selbst überlassen. Fast alle Pflegekräfte hatten das Heim verlassen, als Vertreter der lokalen Gesundheitsbehörden Ende März dort eintrafen. Aus einer Sammelklage geht nun hervor, dass sich zuletzt eine Krankenschwester und zwei Pfleger um 130 Bewohner gekümmert haben sollen. »Die Bewohner wurden unter völlig unmenschlichen Bedingungen gefunden: Einige waren entkleidet, stark unterernährt, dehydriert, ohne ihre Medikamente und wurden in ihren Fäkalien und Urin zurückgelassen, wodurch ein Geruch entstand, der sich durch die Einrichtung zog«, heißt es in der Sammelklage weiter. 31 Menschen sind gestorben. (dpa)

15:47 Uhr Zuhause bleiben fällt bei so schönem Wetter wie heute schwer. Dementsprechend tummelten sich sehr viele Menschen auf den Wiesen an den Gönninger Seen. Die Abstandsregeln wurden dabei befolgt. (ege) 

Foto: Zenke
Foto: Zenke

15:15 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es aktuell 1.172 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das ist eine Person mehr als am gestrigen Samstag. Die Anzahl der Toten blieb unverändert bei 30. (pm)

14:55 Uhr Wer eine Krankschreibung wegen Atemwegsbeschwerden brauchte, bekam diese zuletzt auch ohne Praxisbesuch, nach Telefonischer Rücksprache mit dem Arzt - eine Vorsichtsmaßnahme in der Corona-Krise. Nun ist damit Schluss. Das sorgt für Kritik. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:17 Uhr Einige Kommunen in Deutschland haben bereits eine Maskenpflicht eingeführt. Sulz am Neckar, Jena und Wolfsburg zum Beispiel. Droht so etwas auch in Reutlingen und Tübingen? Die Entscheidung darüber liegt bei den Oberbürgermeistern. Anfang April sprachen sich Thomas Keck und Boris Palmer noch gegen eine Maskenpflicht aus, da es damals zu wenige davon gab. Der Tübinger OB scheint seine Meinung dazu jedoch geändert zu haben. Auf seiner Facebookseite schrieb er gestern Abend: »Diese Woche können wir 15.000 Stück verteilen und der Nachschub ist gesichert. Ich tendiere daher dazu, auch eine Maskenpflicht einzuführen.« Mehr als 600 Menschen haben den Beitrag geliked, etwa 130 haben mit einem wütenden Emoji kommentiert. Anders ist das Ergebnis einer Umfrage auf gea.de ausgefallen. Dort sprachen sich 1.553 Personen gegen eine Maskenpflicht aus, 1.279 waren dafür. (ege)

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Nur noch mit Mundschutz durchs öffentliche Leben? Eine Pflicht ist höchst umstritten. Uns interessiert Ihre Meinung.

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13:38 Uhr Die Weltgesundheitsorganisation WHO attestiert vielen Staaten einem keine gute Pandemie-Vorbereitung. Die meisten Staaten weltweit seien schlecht bis mittelmäßig auf Epidemien vorbereitet, zitiert der »Spiegel« aus einem Positionspapier für eine für Sonntag angesetzt Videokonferenz der Gesundheitsminister der G20-Staaten zur Corona-Krise. Nur ein Drittel der Länder könne Seuchenausbrüche entdecken und darauf reagieren, heißt es laut »Spiegel« in dem Papier. Selbst hoch entwickelte Gesundheitssysteme hätten dann nur noch »begrenzte Kapazitäten«, grundlegende Leistungen zu erfüllen. Dem Bericht zufolge prophezeit die WHO, in armen Ländern mit schwächeren Systemen würden die Folgen der Corona-Pandemie »verheerend sein«. (dpa)

12:56 Uhr Seit dem 15. April sind im Kreis Reutlingen mehr bestätigte Covid-19-Erkrankungen als im Kreis Tübingen bekannt. Sätze wie »in Reutlingen geht die Pandemie esrt los«, waren seither in sozialen Medien zu lesen. Ein Blick auf untenstehende Statistik zeigt: Reutlingen gehört zwar zu den zehn am stärksten betroffenen Kreisen in Baden-Württemberg, liegt aber immer noch hinter den Kreisen Tübingen, Sigmaringen und Zollernalbkreis wenn man die Infizierten pro 100.000 Einwohner betrachtet. (ege)

12:10 Uhr Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) hat für die Tourismus- und Gastro-Branche eine schrittweise Lockerung der Corona-Auflagen gefordert. »Ich könnte mir vorstellen, dass man Gaststätten, Hotels, Parks und Ausflugsziele zunächst mit reduzierten Kapazitäten wieder öffnet«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. »Die Besucher könnten sich beispielsweise zuvor anmelden, auch online, damit man einen Überblick über die Gäste hat.« Auch bei Ferien auf dem Bauernhof oder auf Campingplätzen, in Ferienwohnungen oder kleineren Pensionen ließen sich Abstandsregeln gut einhalten. (dpa)

11:30 Uhr Die Veranstaltungsbranche fordert von der Politik Klarheit zum weiteren Vorgehen bei Konzerten und anderen Veranstaltungen. Hintergrund ist die Vereinbarung von Bund und Ländern, dass wegen der Corona-Krise alle Großveranstaltungen bis Ende August untersagt bleiben sollen. Der geschäftsführende Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungsbesucher (BDKV), Jens Michow forderte von allen Landesregierungen nachdrücklich klare Vorgaben. »Nur so wird es möglich sein, weitere Schäden auf Seiten aller Veranstaltungsbeteiligten zu vermeiden.« Auch Regine Vohrer, Mitglied des Reutlinger Gemeinderats und eine der Organisatorinnen des Weindorfs monierte eine fehlende Ansage der Landesregierung. »Keine Planungssicherheit, keine tragfähigen Eckpunkte, die eine Orientierung geben, wie wir entscheiden sollen. Erschreckend wie wenig unsere Regierung von Vorlaufzeit weiß. Veranstaltungen fallen nicht vom Himmel«, schrieb sie in einem Posting auf ihrer Facebookseite. (dpa/ege)

11:06 Uhr Experten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfehlen Körperkontakt - auch bei Corona: »Mütter und Säuglinge sollten in die Lage versetzt werden, kontinuierlich zusammenzubleiben und Hautkontakt durchzuführen – Tag und Nacht, insbesondere unmittelbar nach der Geburt.« Auch das Stillen wird empfohlen - unabhängig davon, ob bei Mutter oder Kind eine Infektion vermutet oder auch bestätigt wurde. (dpa)

10:32 Uhr Das wichtigste Hilfsmittel im Kampf gegen das Coronavirus ist ein kleines Wattestäbchen. Denn erst damit kann sicher gemacht werden, wozu das Robert-Koch-Institut seit Wochen aufruft: Testen, testen und nach Möglichkeit noch mehr testen. Im Landkreis Reutlingen geht das Kreisgesundheitsamt zwei Wege, um Verdachtsfälle zu untersuchen. Wie die Abstrichstellen im Kreis Reutlingen arbeiten, lesen Sie hier. (GEA)

10:21 Ein Star-besetztes Dankeschön für die Helfer an vorderster Front der Corona-Krise: das virtuelle Konzert »One World: Together at Home« brachte Künstler wie Elton John, Taylor Swift und Lady Gaga zusammen. Aus Hessen war auch Milky Chance dabei. (dpa)

9:54 Uhr Kanzleramtschef Helge Braun hält die Strategie einer "Herdenimmunität" für untauglich im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland. "Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in 18 Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73.000 Menschen mit Corona infizieren", sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten." (dpa)

9:20 Uhr Die Zahl der Corona-Infizierten im Land steigt auf 27.710. Davon sind bereits 15.293 Personen genesen. 952 Menschen sind in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (pm)

8:49 Uhr Weiße FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken oder selbst gefertigter Mundschutz aus Stoff sowie weiße Schutzanzüge gehören in Zeiten von Corona mittlerweile zu unserem Alltag. Über eine besondere Schutzkleidung für Christen schreibt heute Hermann Friedl (58), Dekan des Katholischen Dekanats Reutlingen-Zwiefalten, in seiner Kolumne. (GEA)

8:27 Uhr Körperliche Nähe ist wegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie derzeit nur eingeschränkt möglich. Für alle, denen das fehlt, hat das Forstamt in Island einen Tipp: Bäume umarmen. »Wenn du einen Baum umarmst, fühlst du es zuerst in deinen Zehen, dann in den Beinen, in deiner Brust und schließlich in deinem Kopf«, zitiert die Deutsche Presse-Agentur einen isländischen Förster. Er empfiehlt, dabei die Augen zu schließen. Hier in der Region, beispielsweise auf der Alb oder im Stadtwald gibt es zahlreiche schöne Bäume, an denen man das mal testen könnte. (ege)

Foto: The Icelandic Forest Service/dpa
Foto: The Icelandic Forest Service/dpa

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 143.724 (gestern 141.397) Corona-Infizierte, 4.538 (4.352) Menschen sind gestorben und 88.000 (83.114) gelten als wieder geheilt. 

Samstag, 18. April 2020

17:37 Uhr Im Landkreis Reutlingen gibt es aktuell 1.212 laborbestätigte Covid-19-Erkrankte. Das sind 19 mehr als gestern. (pm)

17 Uhr Im Kreis Sigmaringen haben sich 701 Personen mit dem Coronavirus angesteckt, 27 sind bereits im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (pm)

16:38 Uhr Seit 17. März sind die Schulen geschlossen und werden es voraussichtlich noch bis 4. Mai sein. Eine Verkürzung der Sommerferien steht. nicht zur Diskussion. »Es reicht aber nicht, einfach nur abzuwinken. Das zeugt jedenfalls nicht von Verantwortung«, schreibt Politikredakteur Oliver Jirosch in seinem Kommentar. (oje)

16:09 Uhr Im Kreis Tübingen belaufen sich die Corona-Fälle heute auf 1.171, das sind 8 mehr als am Freitag. Todesfallmeldungen gibt es seit gestern keine zu verzeichnen. (pm)

15:47 Uhr Einfache Gesichtsmasken müssten in der Corona-Pandemie nach Ansicht von Polizeigewerkschaften in Bussen, Bahnen und Geschäften deutschlandweit zur Pflicht werden. Sowohl die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) als auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprachen sich heute dafür aus. Hintergrund ist das unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

15:10 Uhr Münsingens Tourismus-Chef Hans-Peter Engelhart hat gemeinsam mit dem Handels- und Gewerbeverein Pro Münsingen zu Beginn dieses Monats quasi über Nacht eine Aktion auf die Beine gestellt, die sich inzwischen als voller Erfolg erwiesen hat: vom Ehrenkunden-Gutschein profitieren sowohl Münsinger Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister als auch deren Kunden. Bei inzwischen 24 Anbietern können Kunden per E-Mail oder Telefon direkt einen Gutschein ordern. Sie bezahlen 45 Euro, bekommen dafür aber zu einem späteren Zeitpunkt Waren, Speisen oder eine Service-Leistung im Wert von 50 Euro. Für die Geschäfte ist damit, wie Engelhart es formuliert, »etwas Druck aus dem Kessel«: Sie haben trotz Schließung Einnahmen – und die Kunden einen Bonus. (ma)

14:42 Uhr Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat die Stadt Stuttgart grünes Licht für eine von ihr zunächst untersagte Demonstration gegeben. Unter der Beachtung eines Abstandes von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmern und einer Distanz zu Passanten von 2 Metern könne die Versammlung auf dem zentralen Schlossplatz am Samstagnachmittag stattfinden, teilte die Stadt mit. Ein Privatmann hatte die Demonstration gegen die Einschränkung der Grundrechte in der Corona-Krise mit maximal 50 Teilnehmern angemeldet. (dpa)

14:18 Uhr Zusammen mit der Kanzlerin haben die Ministerpräsidenten neue Maßnahmen besprochen und in einer Verordnung umgesetzt. Baden-Württembergs Landeschef Winfried Kretschmann hat zu diesem Thema viele Fragen erhalten. Einige davon beantwortet er in einem etwa achtminütigen Video auf Facebook. Beispielsweise warum Geschäfte und Friseure wieder öffnen, Kitas und Kosmetikstudios aber nicht. (ege)

13:32 Uhr Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) fordert finanzielle Hilfe vom Bund für unter der Corona-Krise leidende Nahverkehrsunternehmen. Vor allem Busunternehmen müssten Zuschüsse erhalten.  Die Verkehrsminister der Länder hätten sich bereits mit einer entsprechenden Initiative an den Bund gewandt. Allein im Südwesten fehlten Bussen und Bahnen im Nahverkehr derzeit jeden Monat 40 bis 50 Millionen Euro an Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf. (dpa)

12:50 Uhr Seit 18. März, also seit viereinhalb Wochen, sind alle Möbelhäuser hierzulande aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf staatliche Anordnung geschlossen. Dies soll noch mindestens bis 3. Mai so bleiben. Die Chefs von Braun und Wohnland sind enttäuscht darüber, dass ihre Geschäfte weiterhin nicht öffnen dürfen, sagen sie im Gespräch mit dem GEA. (rog)

12:17 Uhr Für den Einsatz in der Corona-Krise hält die Bundeswehr inzwischen mehr als 37.000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent »Hilfeleistung Corona« gehörten mehr als 17.000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst der Streitkräfte, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums. (dpa)

11:45 Uhr Sie möchten bequem auf dem Handy über die aktuellen Corona-Zahlen aus den Kreisen Reutlingen und Tübingen informiert werden? Dann folgen Sie dem GEA auf Instagram. Dort posten wir neben hübschen Bildern und News aus der Reutlingen und der Region Neckar-Alb täglich ein Corona-Update. (ege)

11:18 Uhr Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass bestimmte Einzelhändler am Montag wieder öffnen dürfen. In der Wilhelmstraße war bereits zu beobachten, wie Inhaber ihre Läden auf diesen Tag vorbereiteten. Die Regelung gilt nur für Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Außerdem müssen strikte Hygieneregeln eingehalten werden. Welche das sind, haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und das Ministerium für Soziales und Integration jetzt veröffentlicht. Außerdem enthält die Richtlinie Vorgaben, nach welchen Regeln die Verkaufsfläche zu berechnen ist. Abtrennen oder Stilllegen von Bereichen eines Ladens sind demnach keine Optionen, um Verkaufsfläche zu verkleinern. (ege)

11 Uhr Sie bereiten sich aufs Abitur vor. Daheim. Alleine. Mit Material, das die Schule zur Verfügung stellt. Home-Schooling in der Coronakrise. Jason Ullah hat damit kein Problem. Der 17-Jährige, der das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Metzingen besucht, sieht sich gut vorbereitet. Doch das treffe nicht auf alle zu, die in diesem Jahr noch ihr Abi machen wollen, sagt Ullah. Er hat deshalb eine an Baden-Württembergs Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann gerichtete Online-Petition gestartet. Stand jetzt, hat Jason Ullahs vorgestern gestartete Petition mehr als 200 Unterzeichner gefunden. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

10:52 Uhr Viele Kinder können wegen der Corona-Krise ihre Omas und Opas aktuell nicht besuchen. Damit Großeltern trotzdem einen Frühlingsgruß bekommen, hat der Reutlinger General-Anzeiger einen Mal-Wettbewerb veranstaltet. Die Werke der kleinen Künstler finden Sie in unserer Bildergalerie. (GEA)

10:25 Uhr Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. »Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen«, teilte das Kultusministerium mit. In Fällen, bei denen schon vor Schließung der Schulen wegen des Coronavirus die schulischen Leistungen womöglich nicht für eine Versetzung gereicht hätte, soll das Gespräch mit Schülern und Eltern gesucht werden, um auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung des Schuljahres hinzuweisen. (dpa)

9:57 Uhr Die IHK Reutlingen richtet in ihren Räumen im »IHK-Haus der Wirtschaft« Arbeitsplätze für Kleinstunternehmer und Firmengründer ein. Das Angebot richtet sich an alle, die in Zeiten von Corona und Home-Office nicht in Ruhe arbeiten können, weil die Wohnverhältnisse zu beengt oder die Internetverbindung zu langsam ist. »Wir wollen Unternehmerinnen und Unternehmern eine Möglichkeit bieten, ihre Geschäftstätigkeit weiter auszuüben, die zu Hause nicht optimal arbeiten können«, sagt Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen. (pm)

9:33 Uhr Bürgermeister Uwe Ganzenmüller spricht von einer »großen und schönen Geste in Zeiten des Coronavirus«. Die in Bodelshausen ansässige Firma Speidel GmbH schenkt jedem Bürger eine Mund-Nasen-Maske. Anfang der kommenden Woche werden die Masken an die Gemeindeverwaltung ausgeliefert. Die Etikettierung und Verteilung der rund 5.000 Schutzmasken übernehmen Mitarbeiter der Gemeinde. Altenpflege-Einrichtungen und Wohngruppen werden zusätzlich berücksichtigt. (GEA)

9:11 Uhr Eigentlich wäre es die Zeit der Ostermärsche gewesen, seit sechzig Jahren eine der zentralen Aktionen der Friedensbewegung in Deutschland. Um Kriege und Rüstungsgeschäfte auch ohne Friedensmärsche in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen, hängen die Greenpeace-Mitglieder an ihren Häusern Banner auf – auch in der Region. (dew)

Foto: Privat
Foto: Privat

8:49 Uhr Wegen der Corona-Pandemie mussten auch der Mittagstisch und der Cafébetrieb im evangelischen Gemeindezentrum Hohbuch schließen. Nun gibt es eine neue Entwicklung: Erstmals am Donnerstag, 23. April, und dann immer dienstags bis freitags kann vorbestelltes Mittagessen abgeholt werden. (GEA)

8:28 Uhr Diese Woche hat ganz drastisch gezeigt, dass es die Regierung an der nötigen Transparenz ihrer Entscheidungen mangeln lässt, schreibt Politikredakteur Jürgen Rahmig in seinem Kommentar. (GEA)

8:18 Uhr Nach vier Wochen Stillstand in großen Teilen der Produktion fährt der Autobauer Daimler seine Werke von diesem Montag an wieder hoch. Ein Schwerpunkt liegt auf der Antriebs- und Getriebetechnik, einem Bereich, auf den nicht nur die übrigen Werke in Deutschland, sondern auch die im Ausland und insbesondere in China angewiesen sind. Während einige Standorte zunächst mit einer Schicht beginnen, soll in anderen gleich wieder in zwei oder drei Schichten gearbeitet werden, wie Personalvorstand Wilfried Porth und Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht sagten. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 141.397 (gestern 137.698) Corona-Infizierte, 4.352 (4.052) Menschen sind gestorben und 83.114 (77.000) gelten als wieder geheilt. 

Freitag, 17. April 2020

22:45 Uhr Die erneut überarbeitete Corona-Verfassung des Landes ist nun online einsehbar

21:00 Uhr Nach Ansicht von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl wären andere Bedingungen für die Öffnung des Einzelhandels sinnvoller gewesen. »Ich persönlich hätte mir durchaus andere Lösungen vorstellen können, bei denen nicht die Größe oder Art eines Betriebs entscheidend ist, sondern allein der Infektionsschutz«, wird der CDU-Politiker von der Deutschen Presse-Agentur zitiert. Im Moment berät die Landesregierung in Stuttgart über die Details der neuen Corona-Verordnung, die dann ab Montag in Kraft treten soll. Es ist beispielsweise noch nicht klar, was nun als Gorßveranstaltung gilt - und somit bis Ende August verboten ist. Oder welche konkreten Vorschriften Geschäfte erfüllen müssen, die ab Montag wieder öffnen dürfen. (dpa/kk)

20:20 Uhr 550 Läden in Tübingen öffnen am Montag wieder. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Für die rund zehn Betriebe, die zunächst weiter geschlossen bleiben müssen, soll nach Vorliegen der Landesverordnung am Montag geklärt werden, ob es Spielräume für eine Öffnung gibt. (pm)

20:03 Uhr Kirchheim/Teck führt als zweite Stadt in Baden-Württemberg nach Sulz am Neckar (wir berichteten) die Maskenpflicht ein. Das geht unter anderem aus einem Bericht der Stuttgarter Zeitung hervor. (kk)

19:57 Uhr Wegen der Coronapandemie bleibt die Zahl der Parkplätze am Uracher Wasserfall auch am Wochenende reduziert. Damit konnten laut Stadtverwaltung die Besucherströme zu dem beliebten Ausflugsziel in den vergangenen Wochen deutlich entzerrt und verkleinert werden. Gesperrt bleibt auch die Burgruine Hohenwittlingen und der dazugehörige Parkplatz. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

19:14 Uhr In ganz Baden-Württemberg sind nach Angaben des Sozialministeriums nun 27.328 (gestern: 26.630) Corona-Fälle bekannt. 922 (gestern: 874) Menschen sind an den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung verstorben. Mehr Menschen sind mittlerweile schon wieder genesen, als noch erkrankt: 14.464 (gestern: 13.733) Personen haben ihre Erkrankung auskuriert. Die Verdopplungszahl der Infektionen beträgt momentan 34 Tage. (pm)

18:49 Uhr Die Ultras der Szene E des SSV Reutlingen lehnen Geisterspiele ab - warum, das lesen Sie hier. (der)

17:56 Uhr Die Corona-Fallzahlen im Kreis Tübingen belaufen sich Stand heute auf 1.163 Fälle, das sind 11 Fälle mehr als am gestrigen Donnerstag. Zwischenzeitlich gibt es 5 weitere Todesfallmeldungen, damit sind im Kreis Tübingen aktuell 30 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Unter diesen 5 Todesfällen zählen 3 Personen zur Altersgruppe zwischen 70 und 80 Jahren. Eine Person war über 80 Jahre alt; eine weitere Person unter 60 Jahre. (pm)

17:46 Uhr Eigentlich hätte das Reutlinger Wellenfreibad am 1. Mai öffnen sollen. Doch daraus wird coronabedingt nichts. Wann die Saison starten kann und ob überhaupt, weiß derzeit niemand. Nach den neuesten Beschlüssen zur Eindämmung der Coronapandemie sind Großveranstaltungen bis 31. August untersagt. Ob der Freibadbetrieb unter diese Rubrik fällt, ist ungeklärt. Falls ja, wäre das ein ziemlicher Schlag ins Wasser, schließlich endet die Saison üblicherweise schon Mitte September. (keg)

Foto: Markus Niethammer
Foto: Markus Niethammer

17:30 Uhr Auch der 28. Reutlinger Altstadtlauf am 4. Juli wird Opfer der Corona-Pandemie. Bis zuletzt habe es beim Organisationsteam der Interessengemeinschaft Laufen Reutlingen (IGL) zwar noch etwas Hoffnung gegeben, dass sich die Situation bis zum Termin am 4. Juli soweit verbessern könnte, dass der Lauf doch stattfinden könne, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach den Beschlüssen der Bundesregierung stehe jetzt aber endgültig fest, dass der Lauf abgesagt werden müsse. (pm)

17:20 Uhr Auch wenn die Corona-Maßnahmen ab Montag gelockert werden - es gilt weiterhin, 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen zu halten. Für alle, die sich diese 1,5 Meter auch nach mehreren Wochen Corona-Krise immer noch nicht ganz vorstellen können, hat die Landesregierung auf Twitter eine kleine (schwäbische) Hilfe parat: 1,5 Meter sind auch 6 Teller Kässpätzle - oder 25 Flaschen Tannenzäpfle. Die Landesregierung von Rheinland-Pfanz hat den Abstand ebenfalls landestypisch definiert auf ihrem Twitter-Account - und zwar mit 18 Flaschen Wein. Na dann, Prost. ;-) (kk)

16:52 Uhr Die Spaziergänger, die am Ostersamstag mit Friedensfahnen an der Steinlach unterwegs waren, müssen kein Bußgeld zahlen. In Abstimmung mit der Polizei stellt die Stadtverwaltung als kommunale Ordnungsbehörde die Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. (GEA)

16:35 Uhr »Der Ausbruch ist - Stand heute - wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden.« Deutschland bekommt den Corona-Ausbruch immer besser in den Griff, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn. Die bisherigen Maßnahmen seien erfolgreich gewesen, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. (dpa)

15:59 Uhr Im Landkreis Reutlingen gibt es aktuell 1.193 laborbestätigte Covid-19-Erkrankte und 30 Todesfälle. 609 Menschen sind bereits wieder genesen. Bislang wurden 7.899 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.638. Seit vergangener Woche werden Abstriche bei sämtlichen Bewohnern und Mitarbeitern aller 38 stationären Pflegeeinrichtungen im Landkreis Reutlingen gemacht, sagte Landrat Thomas Reumann am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Bislang lägen zwar noch nicht alle Ergebnisse vor, der Zwischenstand von heute zeigt jedoch, dass diese Menschen ein besonderes Risiko tragen, am Coronavirus zu sterben. Von den 1.194 Corona-Fällen im Kreis entfallen 271 Bewohner von Einrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe. Das sind etwa 23 Prozent aller laborbestätigten Fälle. Von diesen 271 Personen sind bereits 16 gestorben, das sind knapp mehr als 50 Prozent aller Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 im Kreis Reutlingen. (ege)

Foto: Landratsamt
Foto: Landratsamt

15:30 Uhr Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef. (dpa)

15:25 Uhr Umsatz bricht ein: Autozulieferer ElringKlinger bekommt die schwache Konjunktur und die Corona-Krise zu spüren. (dpa)

14:51 Uhr Ebenfalls wieder regulär geöffnet ab Montag: das Reutlinger Rathaus. Zwei Wochen lang habe man am Konzept für die gefahrenfreie Wiederöffnung getüfftelt, heißt es von Seiten der Pressestelle. Voraussetzung für den Zutritt sei nun ein vorab telefonisch vereinbarter Termin mit einem Ansprechpartner des jeweiligen Amts. Der Zugang zum Rathaus sei zudem über den Haupteingang am Marktplatz 22 möglich. Ein Sicherheitsdienst kontrolliere, ob die Besucher tatsächlich einen Termin haben. In der Eingangshalle finde sich nun ein Wartebereich mit fünf getrennten Schalterboxen, die den jeweiligen Ämtern zugeordnet sind, heißt es weiter. Geschulte Lotsen begleiten die Bürger von dort aus ins jeweilige Amt. Sie achten darauf, dass der Mindestabstand eingehalten und die Desinfektionsmittelspender benutzt werden. Unter welchen Telefonnummern man Termine vereinbaren kann, lesen Sie hier. (pm)

Von rechts: Katja Büchel (Gebäudemanagement), Oberbürgermeister Thomas Keck, Stefan Kaufmann (Technische Betriebsdienste), Hartmut Queisser (Hauptamt) und Hans Raach (Bürgeramt) vor den Schalterboxen im Rathaus. Foto: Stadt
Von rechts: Katja Büchel (Gebäudemanagement), Oberbürgermeister Thomas Keck, Stefan Kaufmann (Technische Betriebsdienste), Hartmut Queisser (Hauptamt) und Hans Raach (Bürgeramt) vor den Schalterboxen im Rathaus.
Foto: Stadt

14:16 Uhr Zusammen mit vielen Geschäften sollen am Montag in Baden-Württemberg nun auch die Eisdielen wieder öffnen dürfen. Neben dem ohnehin erlaubten Abhol- und Lieferdienst soll auch der direkte Verkauf an der Theke wieder möglich sein, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag auf Anfrage mit. Voraussetzung sei, dass sämtliche Hygienevorschriften eingehalten würden. Das Ministerium hatte sich nach eigenen Angaben seit längerer Zeit für eine Öffnung eingesetzt. (dpa)

14:00 Uhr Neben einer langsam abflachenden Infektionskurve haben die Kontaktbeschränkungen auch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Es gab deutlich weniger Verkehrsunfälle über die Osterfeiertage. Nach Angaben des Innenministeriums waren es 1815 Stück, etwa 45 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. (dpa)

13:23 Uhr Die IHK informiert via Twitter und auf ihrer Homepage: Erwerbstätige Sorgeberechtige, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, sollen finanziell unterstützt werden. Arbeitgeber sollen die Auszahlung übernehmen. 

13:00 Uhr Die Reutlinger Kreiskliniken behandeln aktuell 45 Patienten wegen Covid-19 stationär, 10 von ihnen sind intensivpflichtig. Das teilt das Landratsamt auf GEA-Anfrage mit. Im Tübinger Uniklinikum werden aktuell 44 Menschen behandelt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. 24 von ihnen liegen auf der Intensivstation. (kk)

12:37 Uhr Auf der Ermstalbahn Metzingen-Bad Urach fahren montags bis freitags keine Züge mehr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die DB Regio Alb-Bodensee, deren rote Triebwagen sonst im Ermstal verkehren, den Betrieb unter der Woche eingestellt. Ersatzweise hat die DB Busse bestellt, die am Metzinger und Uracher ZOB zu den Abfahrtzeiten der Züge starten und wie diese mehrfach in Dettingen halten. Am 4. Mai wird sich nach jetzigem Stand einiges ändern. Dann sollen die Schulen zunächst für die älteren Jahrgänge wieder geöffnet werden, und auch die Ermstalbahn soll unter der Woche wieder fahren. (pfi)

12:07 Uhr Rund drei Wochen nachdem das Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen mit Liquiditätsengpässen ins Leben gerufen wurde, zieht die Handwerkskammer Reutlingen eine Zwischenbilanz. »Von den über 4.148 eingegangenen Anträgen auf Soforthilfe wurden 2.377 mit einem positiven Votum an die L-Bank übergeben«, berichtet Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Eisert. Die Auszahlung der Zuschüsse sei in vielen Fällen bereits erfolgt: »Diese Unterstützung ist für viele Betriebe in der aktuellen Situation enorm wichtig.« Weitere Hinweise für Betriebe gibt es unter www.hwk-reutlingen.de/soforthilfe. (pm)

11:42 Uhr Im naldo-Gebiet gilt für den Busverkehr bis voraussichtlich Donnerstag, 30. April weiterhin der Ferienfahrplan! Die Nachtbusse in den Städten Reutlingen und Tübingen bleiben weiterhin eingestellt. Die Buslinien des Stadtverkehrs Tübingen fahren ab Montag, 20. April ebenfalls einen Notfahrplan auf Basis des Ferienfahrplans (und nicht mehr nach dem Samstagsfahrplan). Die Änderungen werden voraussichtlich auf Samstag, 18. April 2020 in naldo-EFA/naldo-App enthalten sein, die der Buslinien der Bahntochter DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) auf Montag, 20. April 2020. Die »Freizeitregelung« der naldo-Schülermonatskarte gilt bis 30. April 2020 ganztägig. (pm)

11:24 Uhr Das Reutlinger Weindorf » Reutlinger Herbst« kann zum geplanten Termin vom 26. August bis zum 5. September wegen des Coronavirus leider nicht stattfinden. Noch wird geprüft, ob sich es die Möglichkeit  auftut, die Veranstaltung in den September zu verschieben. Dies hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab, meldet die Wein-Agentur Vohrer. (pm) 

11:04 Uhr Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Kampagnenzeitraum für das Stadtradeln 2020 um einen Monat bis 31. Oktober verlängert. In Reutlingen war die Aktion von 27. Juni bis 17. Juli. Der Termin wird jedoch verschoben, teilte die Sabine Külschbach, Pressesprecherinder Stadt Reutlingen, auf GEA-Anfrage mit. Ein Ersatztermin stehe noch nicht fest. (GEA)

10:42 Uhr Gestern überraschte die Eninger Feuerwehr die Bürger der Achalmgemeinde. Mithilfe der Drehleiter wurde Trompeter Lukas Schult an vier verschiedenen Plätzen im Ort über die Dächer Eningens befördert. Dort stimmte er zur Freude der zahlreichen Zuhörer an den Fenstern Welthits wie »My Way«, »The Rose« und »Il Silenzio« an. »Wir wollen damit den Eninger Bürgern in dieser schweren Zeit eine kleine Freude bereiten« sagt Kommandant Boris Goller über diese Einlage. Gewissermaßen anstecken lassen hat sich die Feuerwehr Eningen bei den Kollegen aus dem bayerischen Aschau, welche eine Aktion in ähnlicher Art und Weise durchgeführt hatten. 

Foto: Feuerwehr
Foto: Feuerwehr

Trompeter Lukas Schult ist nicht nur musikalisch. 2019 wurde er zudem als Teil der Freien Wählervereinigung in den Eninger Gemeinderat gewählt. Außerdem sorgte er mit seinen Parodien über Jogi Löw immer wieder für Lacher. Eine Kostprobe von der WM 2018 finden Sie hier. Für Schult war ein tolles Erlebnis, mal in 20 Metern Höhe über seiner Heimatgemeinde zu schweben, sagt er dem GEA. Die Reaktionen der Menschen hätten ihn gefreut und auch berührt - »die haben glaub' ich auf irgendeine besondere Aktion in dieser Krise gewartet«. (pm/ege/kk)

10:26 Uhr Nie war das digitale Angebot vielfältiger als zu Zeiten der Coronakrise. Das zeigt sich auch und besonders an der VHS Reutlingen, die als eine der ersten Volkshochschulen im Land ihr Programm bereits am 18. März wieder hochgefahren hat und inzwischen mehr als 120 Kurse online anbietet. (jüsp)

9:55 Uhr Die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des RKI deutlich gesunken. Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Statistik steckt derzeit jeder Infizierte weit weniger als einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate (R) liegt bei 0,7. Zehn Infizierte stecken damit nur sieben weitere Menschen an - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:30 Uhr Ab dem kommenden Montag, 20. April, sind die Wertstoffhöfe Reutlingen-Schinderteich und Dußlingen wieder normal geöffnet: montags bis freitags von 7 bis 16.45 Uhr und samstags von 8 bis 11.45 Uhr. Eingelassen werden nur einzelne Fahrzeuge. Besonders in den Eingangsbereichen – dort wo der Müll kontrolliert wird – ist es wichtig Abstand zu halten, am besten zwei Meter. Die Anliefernden sollten nach der Einfahrt den Kofferraum öffnen und wieder zurücktreten. So kann der Mitarbeiter der Eingangskontrolle in gesichertem Abstand die Ladung begutachten. Anschließend muss an der Waage bezahlt werden am besten bargeldlos. Zwei Meter Abstand gilt natürlich auch beim Entsorgen von Wertstoff und Müll. Mit sehr langen Warteschlangen sollte gerechnet werden. (eg)

Beim Wertstoffhof in Dußlingen gibt es jetzt neue klare Regeln für die Anlieferung.   FOTO: NIETHAMMER
Der Wertstoffhof in Dußlingen. FOTO: NIETHAMMER
Der Wertstoffhof in Dußlingen. FOTO: NIETHAMMER

9:03 Uhr Wie geht die Fußball-Saison im Bezirk Alb weiter? Der WFV hat zuletzt Änderungen seiner Spielordnung beschlossen, mit denen der Ungewissheit Rechnung getragen werden soll, ob die Runde bis zum 30. Juni regulär zu Ende gespielt werden kann. Die Verbandszentrale in Stuttgart erreichen ständig Anrufe von Vereinsfunktionären, die je nach Tabellenstand ihres Clubs eine »Ideallösung« parat haben. Der allgemeine Tenor der Vereine scheint zu sein, dass die Runde abgebrochen wird. Mehr dazu lesen Sie hier. (wil)

8:38 Uhr Wegen der Corona-Krise sind viele Beschäftigte in Kurzarbeit oder arbeiten im Homeoffice. Wenn sie irgendwann an ihren regulären Arbeitsplatz zurückkehren, wird dort vieles anders sein als früher. Denn Corona-Schutz am Arbeitsplatz wird bundesweit Pflicht, schreibt die Deutsche Presse-Agentur in einem Artikel. (dpa)

8:30 Uhr Weil Kneipen, Restaurants und Hotels in der Corona-Krise weiter für ungewisse Zeit geschlossen haben, rechnet die Branche mit bis zu 10.000 Pleiten und Aufgaben allein in Baden-Württemberg. Außerdem drohten Zehntausende Arbeitslose, warnte der Sprecher des Gaststättenverbands Dehoga, Daniel Ohl. (dpa)

8:11 Uhr Auch das Reutlinger Caritas-Zentrum hat aufgrund der Coronakrise seine Arbeit umstellen müssen. Wer Hilfe braucht, soll nicht einfach vorbeikommen, sondern anrufen. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

8:04 Uhr So Holter-die-Polter wie Baden-Württemberg und der Rest der Republik in den Shutdown geschlittert sind, so mühsam arbeiten sie sich wieder heraus, schreibt Politikredakteurin Brigitte Gisel in ihrem Kommentar. (sel)

7:38 Uhr Kleine und mittlere Läden dürfen unter Auflagen ab Montag wieder öffnen. Die Händler warten auf konkrete Vorgaben. Erste Reaktionen in Metzingen lesen Sie hier. (mewe)

7:22 Uhr Tausende Verbraucher haben in der Corona-Krise den Aufschub von Zahlungen für Kredite beantragt. Allein die baden-württembergischen Sparkassen setzten bislang nach Verbandsangaben Raten von knapp 30.000 Kreditnehmern aus. Seit 1. April müssen Banken Verbrauchern, die wegen der Krise in Not geraten sind, die Zahlung von Zins, Tilgung oder Rückzahlung von Konsumenten- und Immobilienkrediten für drei Monate stunden. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 137.698 (gestern 134.753) Corona-Infizierte, 4.052 (3.804) Menschen sind gestorben und 77.000 (72.600) gelten als wieder geheilt. (kk)

Alle Informationen, die zwischen 13. und 16. April rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.