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Zahl der Corona-Patienten in der Tübinger Uniklinik sinkt

Im Drive-in wird mit einem Stäbchen ein Abstrich bei einem Autofahrer gemacht. FOTO: DPA
Im Drive-in wird mit einem Stäbchen ein Abstrich bei einem Autofahrer gemacht. FOTO: DPA
Im Drive-in wird mit einem Stäbchen ein Abstrich bei einem Autofahrer gemacht. FOTO: DPA
TÜBINGEN/ULM. »Die Lage hat sich erheblich entspannt. Der Zustrom an Patienten aus der Stadt Tübingen und dem Landkreis ist fast zum Erliegen gekommen.« Nisar Malek, Ärztlicher Direktor der Inneren Medizin und Leiter der Task-Force Corona an der Uniklinik, zieht ein positives Fazit. Seit mehr als einer Woche seien keine Patienten mehr aus der eigenen Notaufnahme in die Stationen der Inneren oder in die Intensivstation gebracht worden. Allerdings übernimmt Tübingen immer wieder Patienten aus anderen Krankenhäusern.

Am Mittwochmorgen befanden sich in Tübingen noch zwölf Corona-Patienten auf der Inneren, 24 wurden auf der Intensivstation behandelt. Den höchsten Wert hatten die Tübinger am Wochenende vor Ostern verzeichnet. Damals waren 70 Patienten stationär in der Klinik.

Thomas Seufferlein, Maleks Kollege an der Uniklinik in Ulm, bestätigt den Trend. In Ulm sind die Zahlen noch niedriger. Am Mittwoch lagen elf Corona-Patienten auf der Intensivstation, sieben wurden stationär behandelt. Nur zwei kamen in der vorigen Woche über die Notaufnahme neu dazu.

Für allgemeine Entwarnung besteht jedoch nach Auffassung der Mediziner kein Anlass. Nach wie vor seien die Vermeidung von Kontakten und Sicherheitsabstand nötig. Siri Göpel, Oberärztin in der klinischen Infektiologie der Inneren Medizin in Tübingen, betont: »Wir rechnen mit einer zweiten Welle.«

Eine tödliche Gefahr geht vor allem für ältere Menschen mit Vorerkrankungen vom Virus aus. Birgit Walter-Frank, Leiterin des Gesundheitsamtes in Tübingen, bestätigt: Die im Landkreis Tübingen gestorbenen Patienten waren im Durchschnitt älter als 80 Jahre. (GEA)