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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 17. Juni bis 22. Juni entwickelt hat

Das Coronavirus hat auch Reutlingen und die Region Neckar-Alb in Atem gehalten. Mittlerweile ist die Zahl der Neuinfektionen stark gesunken. Weiterhin gilt: Wer befürchtet, infiziert zu sein, der soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen.

Beim Stadtfest und Markt der vielen Möglichkeiten konnten alle Kinder ihr verdientes Geld auf den Kopf hauen. Alles, was es zu k
Spaß in der Kinderspielstadt Burzelbach. Foto: Patricia Kozjek
Spaß in der Kinderspielstadt Burzelbach.
Foto: Patricia Kozjek

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März bestimmt das Coronavirus den Alltag vieler Menschen. Zu Beginn der Pandemie änderte sich die Lage fast jeden Tag. Einrichtungen, Behörden und Betriebe mussten schließen. Es gab immer mehr Verbote und Regeln. Bis hin zum Shutdown. Mittlerweile befindet sich Deutschland auf dem Weg zurück zur Normalität. Doch das ist komplizierter als gedacht. Was hat schon offen, was darf man wieder, was nicht? Der GEA hält Sie auf dem Laufenden. Alle Informationen, die zwischen 17. Juni und 22. Juni rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Montag, 22. Juni 2020

19 Uhr Nüchtern durch die Krise? Die Deutschen bleiben in der Corona-Krise offenkundig häufiger nüchtern als üblich. In diesem Frühjahr wurde deutlich weniger Alkohol verkauft als sonst. Nach der Steuerstatistik ging der Absatz von Bier kräftig zurück, im Mai sogar um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dafür wurden etwas mehr Spirituosen verkauft. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

18:48 Uhr Meldung aus dem Sozialministerium: Über das ganze Wochenende wurden 93 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.375 an. Davon sind ungefähr 33.114 Personen bereits wieder genesen. Derzeit sind geschätzt noch 435 Menschen infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt auf 1.826 an. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 1,06 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

18:37 Uhr Die Abendmeldung aus dem Landratsamt Tübingen: Die Fallzahlen im Kreis Tübingen sind über das Wochenende nicht weiter gestiegen. Weiterhin sind 1.294 Corona-Fälle bekannt, von denen ein Großteil bereits wieder genesen ist. Es ist auch kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 hinzugekommen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

18:16 Uhr Die Saisonvorbereitung für die Erdbeer-Bauern war turbulent: Wegen der Corona-Pandemie war zunächst ein Einreisestopp für Erntehelfer aus Osteuropa verhängt worden. Später konnten die Saisonarbeitskräfte zwar einreisen, die Landwirte mussten aber umfassende Auflagen zum Infektionsschutz erfüllen. Nun ziehen sie ein positives Saison-Fazit - mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

17:58 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden bislang 1.551 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, das ist eine mehr als in der letzten Lagemeldung am heutigen Morgen. Davon gelten mittlerweile 1.457 als genesen, was 99.59 Prozent entspricht. Die 88 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind dabei nicht eingerechnet. Die Inzidenz der vergangenen sieben Tage heruntergerechnet auf 100.000 Einwohner beträgt 1,7. (pm)

17:26 Uhr Für die Kinder und deren Eltern und Geschwister von Arche Intensiv in Mähringen hat sich der Alltag in dem Kompetenzzentrum für außerklinische pädiatrische Intensivmedizin verändert. Zwar galten schon vor der Pandemie hohe Hygieneauflagen, um die Infektionsweitergabe so gering wie möglich zu halten, doch durch Covid-19 kamen weitere Herausforderungen hinzu. So waren Besuche bei den kranken Kindern nur eingeschränkt möglich. Mittlerweile sind die Vorschriften gelockert, dennoch bleiben Widrigkeiten. Dazu gehören die steigenden Preise für Hygienematerialien. (GEA)

16:38 Uhr Seit einer Woche hat das Freibad in Tübingen wieder geöffnet. Weil sich die Besucher gut an die Corona-Regeln gehalten haben bislang, wurden heute weitere Bereiche geöffnet. Es stehen nun auch der Kleinkinder-Planschbereich und die Beachvolleyball-Felder wieder zur Verfügung. Wie man online ein Freibad-Ticket bucht, erklären die Stadtwerke in einem Video. (kk)

15:45 Uhr Bitte ein Pint! Nach mehr als drei Monaten Corona-Zwangspause könnten die beliebten englischen Pubs bald wieder öffnen. Premierminister Boris Johnson will mit Ministern und Wissenschaftlern hinter verschlossenen Türen über eine Lockerung der Corona-Maßnahmen auch in der Gastronomie diskutieren. Johnson werde die Ergebnisse am Dienstag vorstellen, bestätigte eine Regierungssprecherin der Deutschen-Presse-Agentur in London. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:55 Uhr In den Kreiskliniken Reutlingen werden aktuell drei Patienten behandelt, die an Covid-19 erkrankt sind. Davon sind zwei intensivpflichtig. Im Uniklinikum Tübingen werden fünf Covid-19-Patienten behandelt, einer von ihnen ist intensivpflichtig. (kk)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

14:16 Uhr Baden-Württemberg unterstützt Investitionsvorhaben im ländlichen Raum außerplanmäßig mit 15,8 Millionen Euro. Man werde wegen der Corona-Pandemie einen Teil der Gelder des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum vorzeitig für Projekte bereitstellen, teilte das Landwirtschaftsministerium am Montag in Stuttgart mit. »Die Corona-Pandemie stellt die Unternehmen ebenso wie unsere Gastronomie vor große Herausforderungen. Für die Landesregierung ist klar, dass hier schnelle Hilfen nötig sind«, erklärte Agrarminister Peter Hauk (CDU). Mit dem Geld werden insgesamt 176 Projekte gefördert. Bei der Auswahl habe es wegen der Krise klare inhaltliche Gewichtungen gegeben. (dpa)

13:29 Uhr Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat mangelnde Transparenz beim Bundes-Einstieg beim Biotech-Anbieter Curevac kritisiert, der einen Corona-Impfstoff entwickelt. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

12:35 Uhr Die erste Freiwillige, die in Tübingen den Corona-Impfstoff der Firma Curevac erhalten hat, ist wieder nach Hause entlassen worden. »Es sieht sehr, sehr gut aus, was die Verträglichkeit und Sicherheit des Impfstoffs angeht«, sagte Studienleiter Peter Kremsner vom Institut für Tropenmedizin am Montag. Die nächsten drei Teilnehmer sollten im Verlauf des Tages geimpft werden.

11:56 Uhr Wegen Hunger und Unterdrückung haben Millionen Venezolaner ihrer Heimat den Rücken gekehrt. In den Nachbarländern arbeiteten sie als Bauarbeiter, Tagelöhner, Zimmermädchen. Jetzt sind sie die Ersten, die wegen der Corona-Krise ihre Jobs verlieren. Vielen bleibt nur der Weg zurück. Eine Geschichte über die, die in Kolumbien sind - die aber unbedingt wieder zurück nach Venezuela wollen. (dpa)

11:19 Uhr Bayern wurde von der Kurzarbeit in der Corona-Krise laut einer Erhebung des Ifo-Instituts am härtesten getroffen - direkt gefolgt von Baden-Württemberg. »Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren«, sagte Ifo-Experte Sebastian Link. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

10:39 Uhr Könnte der Fleischproduzent Tönnies für die Kosten des Corona-Ausbruchs zahlen müssen? Der Bundesarbeitsminister möchte eine solche Option prüfen lassen. Unterdessen gehen die Tests bei Beschäftigten des Unternehmens weiter. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:58 Uhr Die Krankenhäuser haben die Corona-Krise bisher bewältigen können - auch dank frei gehaltener Betten. Das hat sich in den Augen der Ärzte bewährt. Ärztepräsident Klaus Reinhardt befürwortet angesichts der Corona-Pandemie einen ständigen Krisen-Puffer bei den Kliniken. »Krankenhäuser sind keine Unternehmen, in denen man wie in einem produzierenden Betrieb nur die Auslastung optimiert. Wir müssen immer einen gewissen Überhang an Kapazitäten vorhalten und natürlich auch finanzieren, um auf Krisen angemessen reagieren zu können«, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

9:12 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden bislang 1.550 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, das sind drei mehr als noch am Freitag. Davon gelten mittlerweile 1.455 als genesen, was 99.52 Prozent entspricht. Die 88 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind dabei nicht eingerechnet. Die Inzidenz der vergangenen sieben Tage heruntergerechnet auf 100.000 Einwohner beträgt 1,7. (pm)

8:43 Uhr Während sich die Corona-Lage in Deutschland entspannt, steigen die Zahlen in den Ländern Lateinamerikas stark an. Vor allem Chile und Peru haben heruntergerechnet auf 100.000 Einwohner eine sehr hohen Infektionsrate. Diese Grafik zeigt die Entwicklung der Corona-Zahlen im Vergleich mit Deutschland. (ege)

8:12 Uhr Die Stadtwerke Tübingen (swt) haben mit dem Einbau von Fahrerschutzscheiben in allen Bussen ihrer TüBus-Flotte begonnen. Erste Fahrzeuge sind bereits mit den Plexiglasscheiben ausgestattet. Auf diese Weise soll den Fahrerinnen und Fahrern in ihrem Cockpit sowie den Fahrgästen ein optimierter Infektionsschutz im vorderen Einstiegsbereich der Busse geboten werden. Überall dort, wo die Schutzscheiben bereits eingebaut sind, können von den Fahrgästen auch wieder die vorderen Einstiegstüren im Linienbetrieb genutzt werden. (pm)

7:56 Uhr Von 29. Juni 2020 an sollen alle Kinder im Land wieder regelmäßig ihre Kitas und die Kindertagespflege besuchen können. Für die Öffnung der städtischen Kindertageseinrichtungen in Münsingen bedeutet dies, dass der Regelbetrieb ab 29. Juni möglich ist und die erweiterte Notbetreuung für Kindergartenkinder somit entfällt. Die Betreuung der Kinder erfolgt in der Einrichtung, die das Kind bisher besucht hat, in konstanten vor der Schließung besuchten Gruppen.

In den Einrichtungen dürfen ausschließlich gesunde Kinder ohne Symptome von SARS-CoV-2 betreut werden. Mit Beginn des Regelbetriebs sowie zu Beginn des neuen Kindergartenjahres müssen die Eltern deswegen eine entsprechende schriftliche Erklärung abgeben, die dokumentiert wird. Die Gesundheitsbestätigung ist auf www.muensingen.de eingestellt und kann dort heruntergeladen werden. In der Einrichtung muss zwischen den betreuten Kindern kein Mindestabstand eingehalten werden. (pm)

7:28 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch. »Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein«, sagte Kretschmann in einem Interview der »Stuttgarter Zeitung« und »Stuttgarter Nachrichten« (Montag). »So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen.« (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 191.272 (gestern: 190.670) Corona-Infizierte, 8.895 (8.895) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 174.740 (174.609) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Sonntag, 21. Juni 2020

17 Uhr Geht Lichtenstein dieses Jahr noch baden oder nicht? Darüber entscheidet der Gemeinderat am Donnerstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr, bei seiner Sitzung in der Lichtensteinhalle. Aus dem Tübinger Freibad, das schon geöffnet hat, gibt's Neuigkeiten für Badefans: Ab morgen werden weitere Bereiche geöffnet. Dann stehen auch der Kleinkinder-Planschbereich und die Beachvolleyball-Felder wieder zur Verfügung. Die größte Nachfrage verzeichnen die Stadtwerke üblicherweise bei den Beachvolleyball-Feldern. Maximal vier Spieler dürfen bei Einhaltung des  Mindestabstands von 1,50 Metern ein Feld gleichzeitig nutzen. Die übrigen Sportfelder sind noch nicht freigegeben. Im Kinder-Planschbereich greifen die Regelungen des bereits nutzbaren Spielplatzes: Eltern haben Aufsichtspflicht und sorgen für das Einhalten von Sicherheitsabständen. Es dürfen maximal 25 Personen ins  große Planschbecken. (pm)

15:31 Uhr Stall statt Strand: Nach acht Wochen Corona-Zwangspause dürfen Bauernhöfe wieder für Feriengäste öffnen. Die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot. Und es melden sich zunehmend auch Menschen, die nicht zur klassischen Zielgruppe gehören, sagen die Anbieter. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

Ein Gewinn für Landwirt und Gast: der Bauernhof Brunch. FOTO: MÜNCH
Eine Kuh auf einer Koppel. FOTO: MÜNCH
Eine Kuh auf einer Koppel. FOTO: MÜNCH

14:25 Uhr Dem aufmerksamen Leser unseres Live-Tickers ist es vielleicht schon aufgefallen: Gestern haben wir keine aktuellen Infektionszahlen aus den Kreisen Reutlingen und Tübingen vermeldet. Auch heute werden keine neuen Zahlen kommen. Das wird an den kommenden Wochenenden auch so bleiben - nur wenn sich Fallhäufungen ergeben, werde man auch samstags und sonntags wieder melden, heißt es von Seiten des Reutlinger Landratsamtes. Die Kreisgesundheitsämter müssen ab sofort auch am Wochenende keine Zahlen mehr an das Landesgesundheitsamt weitergeben, deshalb konnten wir gestern auch keine aktuellen Zahlen zur Lage in ganz Baden-Württemberg vermelden. (kk)

13:45 Uhr Ebenfalls auf eine Folge der Krise aufmerksam machen soll folgende Aktion, die morgen Abend deutschlandweit stattfindet - und auch in Reutlingen und Pfullingen. Bei der »Night of light« werden markante Gebäude rot illuminiert. Veranstaltungsfirmen wollen so auf die krisenbedingte schwierige Lage in ihrer Branche aufmerksam machen.

In Pfullingen werden unter anderem die Kreissparkasse am Lindenplatz und die Pfullinger Hallen angeleuchtet, in Reutlingen die Stadthalle und das Tübinger Tor. Eine Karte mit allen angeleuchteten Gebäuden deutschlandweit gibt's hier. (kk)

12:54 Uhr Mehr als 100 mit rotem Flatterband umwickelte Schaufensterpuppen sollen heute in Limburg auf die Corona-Krise und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen aufmerksam machen. »Es ist ein Mahnmal inspiriert durch die Corona-Krise«, sagte der Künstler Dennis Josef Meseg zu seiner Installation. »Vor allem soll es zu mehr Achtsamkeit der Menschen führen.« Bereits am Sonntagmorgen baute Mesegs Team die Installation mit dem Titel »It is like it is« (deutsch: »Es ist, wie es ist«) auf der Lahnbrücke auf. Zwei Stunden später zogen die 111 Puppen auf den Domplatz. »Durch das Herumstehen der Schaufensterpuppen wird auch der Stillstand der Gesellschaft deutlich«, sagte Meseg.

Johannes Mönch, Helfer des Künstlers, trägt zwei Schaufensterpuppen. Ein Künstler hat eine Corona-Kunstinstallation mit mehr als 100 Schaufensterpuppen auf der alten Lahnbrücke und vor dem Dom durchgeführt. Foto: Andreas Arnold/dpa
Johannes Mönch, Helfer des Künstlers, trägt zwei Schaufensterpuppen. Ein Künstler hat eine Corona-Kunstinstallation mit mehr als 100 Schaufensterpuppen auf der alten Lahnbrücke und vor dem Dom durchgeführt.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Die ausgestellten Schaufensterpuppen seien zu Beginn des Jahres noch in Auslagen von Geschäften zu sehen gewesen. Viele Geschäfte mussten jedoch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine Zeit lang schließen, teilte die Stadt Limburg mit. Fehlende Gliedmaße der Puppen stünden symbolisch für die Beschneidung der Grundrechte während der Pandemie. Die Installation war nach Angaben der Stadt Limburg schon unter anderem in Berlin, Köln, Hamburg, Stuttgart und Wolfsburg zu sehen. (dpa)

12:39 Uhr Nicht nur der SSV Reutlingen versucht, die durch die Corona-Krise weggebrochenen Einnahmen durch eine Crowdfunding-Aktion zu kompensieren. Auch die Handballer des VfL Pfullingen sammeln nun - ihr Ziel ist die Hälfte der SSV-Summe, nämlich 25.000 Euro. Die Aktion läuft seit zwei Tagen, 26 Unterstützer haben bislang 1.985 Euro gespendet. In den kommenden 27 Tagen müssen nur noch 23.015 Euro zusammenkommen, sonst erhält jeder Spender sein Geld zurück. (kk) 

11:20 Uhr Vor einer Woche kickten fünf Reutlinger Feuerwehrleute gegen fünf SSV-Fußballspieler. Und zwar - ganz dem Hygieneschutz entsprechend - in ABC-Schutzanzügen. Da es dementsprechend schwer war, in diesen Anzügen zu spielen, dauerte der Corona-Kick nur zwei mal vier Minuten. Am Ende stand es 2:2. Nun gibt's ein Video von der Aktion. Der SSV hatte mit dem Corona-Kick weitere Aufmerksamkeit auf seine Crowdfunding-Aktion lenken wollen. Wie wir mittlerweile wissen, war diese ein voller Erfolg: Die angestrebten 50.000 Euro wurden erreicht. Die Aktion läuft noch bis morgen, 20 Uhr. Aktuell haben 826 Unterstützer insgesamt 57.083 Euro gespendet. (kk)

10:50 Uhr Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hält die vollständige Rückkehr zu einem normalen Schulbetrieb nach den Sommerferien noch längst nicht für gesichert. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

10:32 Uhr Wie gestern berichtet, hat der Württembergische Fußballverband einen Haken hinter den Saisonabbruch im Amateurfußball gesetzt. Auch der Südbadische Fußballverband und der Badische Fußballverband haben gestern beschlossen, dass die Saison am 30. Juni endet. »Dass es keine Lösung gibt, die alle Beteiligten zufrieden stellen kann, war uns klar. Ich vertraue aber nun darauf, dass sich auch diejenigen mit der Entscheidung arrangieren können, die sich einen anderen Ausgang erhofft hatten«, sagte der Präsident des Württembergischen Fußballverbandes, Matthias Schöck. (dpa) 

9:05 Uhr An vielen Schulen in Baden-Württemberg fällt derzeit der Religionsunterricht aus - das sorgt zunehmend für Unmut. »Ich habe große Sorgen um unser Fach«, sagt die evangelische Schuldekanin Amrei Steinfort aus Balingen. Derzeit hänge es sehr vom jeweiligen Schulleiter ab, ob das Fach als wichtig angesehen werde. Das Kultusministerium müsse zum nächsten Schuljahr verbindlich dafür sorgen, dass Religion wie alle kleinen Fächer wieder in den Präsenzunterricht komme. Die ganze Geschichte gibt's hier. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 190.670 (gestern: 190.299) Corona-Infizierte, 8.895 (gestern: 8.887) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 174.609 (gestern: 173.972) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Samstag, 20. Juni 2020

18:39 Uhr Der Württembergische Fußballverband hat einen Haken hinter den Saisonabbruch gesetzt. Das teilte der Verband vor einer Stunde auf seiner Facebook-Seite mit. Die Delegierten des außerordnetlichen Verbandstages haben demnach mit großer Mehrheit (90,15 Prozent) für ein Ende der Saison 2019/20 zum 30. Juni abgestimmt. Nach Wertung des Quotienten werden die Erstplatzierten als Meister aufsteigen. Es wird keine Absteiger geben. (kk)

17:13 Uhr Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger zum freiwilligen Nutzen der neuen Corona-App aufgerufen. Die Anwendung sei »ein wichtiger Helfer, wenn es darum geht, Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen«, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. »Je mehr mitmachen, desto größer ist dieser Nutzen.« Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagnachmittag auf Twitter mitteilte, wurde die am vergangenen Dienstag gestartete App inzwischen 10,6 Millionen Mal auf Smartphones heruntergeladen. (dpa)

16:04 Uhr »Das sieht ein bisschen aus wie Spider-Man«, war das Fazit von Mathias Kessler zu den Kollegen Andreas Heusel und Melanie Liebig, die jüngst an alle Gemeinderäte Masken mit dem Wappen der Gemeinde Kirchentellinsfurt verteilten. (GEA)

Spider-Man? Oder doch Gemeinderäte aus Kirchentellinsfurt?
Spider-Man? Oder doch Gemeinderäte aus Kirchentellinsfurt?

14:38 Uhr Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies in Nordrhein-Westfalen sind mittlerweile 1029 Mitarbeiter positiv getestet worden. Dies teilte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, am Samstag in Gütersloh mit. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:18 Uhr Nach den Abiturprüfungen in Baden-Württemberg hat der Landesschülerbeirat Lehrer dazu aufgerufen, die Arbeiten mit Augenmaß zu benoten. Es werde zwar kein genereller »Corona-Bonus« erwartet, teilte die Schülervertretung mit. Lehrer müssten aber bei der Korrektur der Prüfungsarbeiten die durch die Corona-Krise entstanden Schwierigkeiten berücksichtigen. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

13:45 Uhr Der GEA startet eine neue Serie: »Lass uns reden« soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen, die sonst nicht miteinander reden würden oder die sich vielleicht einfach nie begegnen würden. Im ersten Teil geht's um Sinn und Unsinn der Corona-Beschränkungen. Wollen Sie gerne Ihre Meinung dazu sagen? Haben Sie keine Scheu, mit einem Menschen zu diskutieren, der eine andere Meinung vertritt? Dann ist die Serie genau richtig für Sie. Wie man teilnehmen kann, lesen Sie hier im Artikel. Wer noch eine Frage hat, kann diese gerne über den GEA-Facebookkanal oder den GEA-Instagramkanal stellen, oder per Mail an dialog@gea.de. (kk) 

13:06 Uhr Die IG Metall sieht wegen den Folgen der Corona-Pandemie »Hunderttausende Stellen« bedroht und fordert ein sofortiges Gegensteuern der Politik. Allein aufgrund von Insolvenzen seien »150.000 Arbeitsplätze akut bedroht, wenn nicht schnell sichtbar konjunkturelle Impulse gesetzt werden«, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa) 

12:12 Uhr Italien war sehr früh und besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Nach dem Stopp der Serie A im März rollt heute auch dort wieder der Fußball – wie in der Bundesliga ohne Zuschauer. »Geisterspiele zu kommentieren, ist nicht so leicht«, sagt der ehemalige Tübinger Lukas Esser (30), der als Fußball-Kommentator für einen Schweizer Pay-TV-Sender Teleclub in Zürich arbeitet.

»Tendenziell besteht die Gefahr, bei Geisterspielen zu viel zu reden, die ruhige Stadionatmosphäre verleitet dazu. Aber es gehört auch hierbei dazu, nicht 90 Minuten durch zu texten. Die Emotionalität ist natürlich nicht so gegeben wie bei Spielen mit Zuschauern. Hier muss man beim Kommentieren einen passenden Rahmen finden. Es ist wichtig, keine künstlichen Emotionen zu erzeugen.« (stan)

11:22 Uhr In den Krankenhäusern in Baden-Württemberg ist die Zahl der medizinischen Behandlungen in den vergangenen drei Monaten wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken. »Auf der Basis der Rückmeldungen der Krankenhäuser haben wir hochgerechnet, dass coronabedingt im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni im Land rund 170.000 Krankenhausbehandlungen weniger als zu erwarten durchgeführt wurden«, sagte der Geschäftsführer der baden-württembergischen Krankenhausgesellschaft, Matthias Einwag. Planbare Eingriffe wurden abgesagt oder verschoben, um für Corona-Patienten gerüstet zu sein. (dpa)

10:19 Uhr Im Karneval gibt es erste Absagen für die Saison 2021 bedingt durch die unklare Corona-Lage. Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte dagegen will vor den Sommerferien noch nichts absagen. »Für mich ist der Maßstab: Wenn die Bundesliga wieder mit normalem Publikum spielt, können wir auch unsere Fastnacht in irgendeiner Form durchführen«, sagte Präsident Roland Wehrle der Deutschen Presseagentur.

Ähnlich beurteilte auch Reinhard Siegle vor einem Monat im Gespröch mit dem GEA die Lage: Vor Oktober soll keine endgültige Entscheidung gefällt werden. Siegle ist Präsident der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON), zu der auch die Zünfte aus Zwiefalten, Hayingen, Großengstingen, Steinhilben und Unterhausen gehören. (dpa/kk)

9:45 Uhr Unfreiwilliger Bruch mit der Tradition: Die für den heutigen Samstagabend geplanten Sonnwendfeiern mit weithin großen Feuern werden im Albvorland dieses Jahre nicht stattfinden. Sowohl die Feuerwehr Belsen (Artikelfoto) wie auch der Schwäbische Albverein Talheim haben ihre Feste wegen den Auflagen abgesagt. (mey)

2019 war von einer Corona-Pandemie noch keine Spur: Sonnwendfeier in Belsen. Foto: Jürgen Meyer
2019 war von einer Corona-Pandemie noch keine Spur: Sonnwendfeier in Belsen.
Foto: Jürgen Meyer

8:20 Uhr Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schließt nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies mit Hunderten Infizierten einen regionalen Lockdown nicht mehr aus. Das Infektionsgeschehen könne noch lokalisiert werden. »Sollte sich dies ändern, kann auch ein flächendeckender Lockdown in der Region notwendig werden«, sagte Laschet am Freitagabend in Düsseldorf. Er sprach von einem massiven Ausbruchsgeschehen: »Das größte, bisher nie dagewesene Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen.« (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 190.299 (gestern: 189.817) Corona-Infizierte, 8.887 (gestern: 8.875) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 173.972 (gestern: 173.847) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Freitag, 19. Juni 2020

19:00 Uhr Alkohol und illegale Drogen können Menschen in die Isolation treiben. Doch was ist, wenn die Isolation wegen einer Pandemie zum Alltag wird? Und soziale Kontakte daher auf Eis liegen? (dpa)

18:35 Uhr Für die Grundschüler startet der normale Schulbetrieb am Montag, 29. Juni. Ab dann bieten die Grundschulen auch keine Notbetreuung mehr an. Für die Kinder gibt es dann wieder die gängige Betreuung, wie sie schon vor der Corona-Pandemie angeboten wurde. In dem Sommerferien bemüht sich die Stadt Tübingen darum, an insgesamt fünf statt drei Standorten Ferienprogramm zu gestalten. Das betonte Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch bei einem Pressegespräch am Freitag. (sapo)

18:18 Uhr Die Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac ist am Freitag in die heiße Phase gegangen: Eine Freiwillige erhielt an der Uniklinik Tübingen die erste Impfung. Anschließend bleibe die junge Probandin 24 Stunden unter Beobachtung - sie werde dabei sowohl vom Monitor als auch von Ärzten überwacht, sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur. »Bei Impfstudien ist bisher noch nie etwas Gravierendes passiert, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen.« (dpa)

18:03 Uhr Fallzahlen, die gleich geblieben sind wie gestern, aus dem Landratsamt Tübingen: 1294 Corona-Fälle und 60 Todesfälle im Landkreis Tübingen. (pm)

17:48 Uhr Am Freitag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 39 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.282 an. Davon sind ungefähr 33.017 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 441 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. Dem Landesgesundheitsamt wurden heute aus den Landkreisen Heilbronn, Ortenaukreis und Tübingen insgesamt drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 1.824. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,97 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

17:12 Uhr Der erste »Tübinger Feierabend« am gestrigen Donnerstag war ein voller Erfolg für die von den Corona-Beschränkungen gebeutelten Tübinger Einzelhändler und Gastronomen. Das Wetter war toll, die Stadt voll mit Menschen, die es sichtlich genossen, nach drei Monaten Corona wieder ein wenig »Normalität« schnuppern zu können. Stellenweise hätte man fast vergessen können, dass das Virus noch nicht aus der Welt ist – hätten nicht die Gastronomen Kontaktdaten ihrer Kunden erfasst oder manche Menschen Masken getragen. Wie beurteilt die Stadtverwaltung den »Tübinger Feierabend« unter Infektionsschutz-Gesichtspunkten?

Auch die Stiftskirchentreppe war voll besetzt, viele Besucher hatten sich Getränke und Essen to-go geholt. Foto: Kathrin Kammerer
Auch die Stiftskirchentreppe war voll besetzt, viele Besucher hatten sich Getränke und Essen to-go geholt.
Foto: Kathrin Kammerer

Auf GEA-Anfrage heißt es: Der kommunale Ordnungsdienst sei in der Stadt unterwegs gewesen. Man wolle aber bei den noch folgenden »Feierabend«-Auflagen die Stellen in der Stadt verstärkt beobachten, an denen sich gestern Besucher geballt aufgehalten haben. Das waren vor allem Orte mit Live-Musik. »An vielen Veranstaltungsorten gab es gestern Abend aber nur kleinere Gruppen«, heißt es weiter. Die Orte, an denen sich Menschenmengen geballt hätten, habe man als Gast immer auch umgehen können. Aktionen, die unter Infektionsschutz-Gesichtspunkten nicht möglich gewesen seien, habe man von vorneherein abgelehnt.

Seit der Corona-Krise seien Mülleimer besonders voll, heißt es aus dem Tübinger Rathaus - denn viele Menschen kaufen Essen oder Getränke zum mitnehmen. Hier türmen sich Müllberge auf zwei Mülleimern auf der Neckarbrücke. Foto: Kathrin Kammerer
Seit der Corona-Krise seien Mülleimer besonders voll, heißt es aus dem Tübinger Rathaus - denn viele Menschen kaufen Essen oder Getränke zum mitnehmen. Hier türmen sich Müllberge auf zwei Mülleimern auf der Neckarbrücke.
Foto: Kathrin Kammerer

Ebenfalls auffallend waren überquellende Mülleimer an prominenten Stellen in der Stadt. Das Müllaufkommen sei jedoch nicht höher gewesen, als an einem normalen Samstag, heißt es von Stadtseite aus. Grundsätzlich seien die Mülleimer in Corona-Zeiten momentan voller als sonst, da viele To-go-Verpackungen verkauft würden. (kk)

16:45 Uhr Besondere Zeiten erfordern ungewöhnliche Arbeitsweisen: »Wir haben die Schüler zu Hause regelrecht ausgegraben«, berichtet der Dettinger Schulsozialarbeiter Lars Luft bei der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses von den Methoden während der Coronapandemie. Die Bilanz fällt ernüchternd aus: »In den Familien, die schon vor der großen Krise strukturelle und pädagogische Probleme hatten, sehen wird die Gefahr, dass bleibender Schaden entstanden ist«, heißt es in dem Bericht von Christel Bahnmüller-Luft und Lars Luft. (oech)

15:27 Uhr Ab Mittwoch, 24. Juni 2020, gelten in den SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen ( http://www.kliniken-sigmaringen.de ) an allen drei Krankenhausstandorten (Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf) für die Normalstationen geänderte Besuchszeiten, diese sind von 14 Uhr bis 17 Uhr. Das betrifft auch die Wochenstationen. Jeder Patient kann pro Tag von einer Person mit einer Besuchszeit von einer Stunde besucht werden. Zugang ist jeweils der Haupteingang. Jeder Besucher wird registriert und muss beim Zutritt sogenannte Triggerfragen beantworten. Dies kann zu Wartezeiten beim Einlass führen. Angehörige werden gebeten ihre Patientenbesuche im Vorfeld untereinander abzustimmen. (pm)

Umfrage

15:09 Uhr Handballer des VfL Pfullingen bitten ihre Fans und Unterstützer um Hilfe. Getreu dem Motto »Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen« geht eine Crowdfunding-Kampagne auf der Fairplaid-Plattform an den Start. Mit dem gesammelten Geld will die Abteilung die Corona-bedingten Finanzlöcher stopfen. Mindestens 25.000 Euro sollen dort innerhalb der nächsten vier Wochen zusammenkommen. Startschuss ist am Samstag, 20. Juni. (pm)

14:54 Uhr Die Eninger Schwimmer müssen sich noch etwas gedulden: Das Waldfreibad wird nicht wie zunächst anvisiert an diesem Samstag, sondern erst am kommenden Mittwoch, dem 24. Juni, geöffnet. Zu diesem Ergebnis kamen gestern die Gemeinderäte in einer Sondersitzung in der HAP-Grieshaber-Halle. Entschieden wurde auch über den Eintrittspreis: Er soll regulär bei 3 Euro, ermäßigt bei 1,50 Euro liegen. Die Tickets werden über ein Onlinesystem zu kaufen sein. Wer lieber analog unterwegs ist, soll sie zudem im Rathaus gegen Vor-Ort-Bezahlung bekommen. Über alles Weitere will der Rat in einer zusätzlichen Sitzung am Montag, 22. Juni, 19 Uhr, in der Halle entscheiden.

Derzeit kein Eintritt im Eninger Waldfreibad.
Derzeit kein Eintritt im Eninger Waldfreibad. Foto: Gemeinde Eningen
Derzeit kein Eintritt im Eninger Waldfreibad.
Foto: Gemeinde Eningen

Denn über die von Verwaltung und Bäderteam erarbeiteten Vorschläge zur Benutzungsordnung wurden sich die Räte gestern nicht einig. Weil  einer der drei Schwimmmeister verletzt ist, steht nicht das ganze Personal zur Verfügung. Vorgeschlagen wurden deshalb eher knapp bemessene Öffnungszeiten in zwei Slots: Einem von 10 bis 12 Uhr und einem von 13.30 bis 16 Uhr. Von Freitag bis Sonntag soll es nur einen Slot geben, von 13 bis 19 Uhr. Pro Slot dürfen nicht mehr als 200 Besucher im Bad sein. Vor allem mit Blick auf die Frühschwimmer soll daran nun aber nochmal gefeilt werden. Der Kinderbereich soll geöffnet werden, sobald die personellen Ressourcen es erlauben und rechtliche Vorgaben eingehalten werden können. (hai)

13:39 Uhr Dem Jugendzentrum Zelle, das durch die aktuelle Coronakrise in eine finanzielle Schieflage geraten ist, wurde eine Spende des Jugendgemeinderats von 1.500 Euro zugesagt. Der Verein bat in einem Antrag um Unterstützung, da durch den kompletten Wegfall von Veranstaltungen die monatlichen Fixkosten nicht mehr bezahlt werden konnten. (jüsp)

13:19 Uhr Erfreuliche Fakten auch aus dem Landratsamt Reutlingen. Es liegen 1.547 laborbestätigte Fälle - nur einer mehr als gestern - und 88 Todesfälle im Landkreis Reutlingen vor. Die Inzidenz der letzten sieben Tage beträgt 0,7 pro 100.000 Einwohner. (pm)

13:00 Uhr Die aktuellen Zahlen aus dem Landratsamt Tübingen: 1294 bekannte Corona-Fälle - wie gestern. Die Zahl der Genesenen im Kreis Tübingen liegt am heutigen Freitag geschätzt bei 1231 Personen. Von neuen an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen ist nicht die Rede (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

12:06 Uhr Beim ersten offiziellen Tübinger Feierabend war einiges los in der Unistadt. 60 Einzelhändler, Gastronomen, Hoteliers und Künstler haben sich für die neue Veranstaltungsreihe zusammengetan und diese nun mit dem ersten »langen Donnerstag« eröffnet. Von 17 bis 20 Uhr fanden in der ganzen Stadt verteilt verschiedenste Aktionen statt.

Vom Olivenöl- und Wein-Tasting, über Private-Shopping und Live-Musik bis hin zur Zaubershow für Kinder - das Programm war vielfältig. »Wir wollten Tübingen einfach wieder beleben«, erzählt Hans-Peter Schwarz von Tübingen erleben am Donnerstagabend. Er hat die neue Initiative mit angestoßen und freut sich, dass das Konzept zu funktionieren scheint. »Die Menschen haben sich nach so etwas gesehnt.« »Ich freu mich, dass wieder Leben in die Bude kommt«, sagt auch Passant Bernhard Pohl, während er in der Tübinger Altstadt steht und den Musikern Vona und Parallel lauscht. Er ist zufällig beim Soundcheck der Band vorbei spaziert und begeistert gewesen. (mewe)

11:38 Uhr Der Leiter der ersten klinischen Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac an der Uniklinik Tübingen rechnet bereits in zwei Monaten mit ersten Ergebnissen. »Das wird ziemlich fix gehen«, sagte Professor Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin, an dem der Wirkstoff getestet wird. Die Probandenuntersuchungen seien am Donnerstag angelaufen, aber die erste Impfung stehe noch aus. (dpa)

11:34 Uhr Ein Beitrag der Tübinger Bürgermeisterin für Soziales, Ordnung und Kultur beschäftigt im heutigen Süddeutsche Zeitung Magazin den Kolumnisten Axel Hacke in »Das Beste aus aller Welt«. Darin beschreibt Hacke, »wie Alltagsprobleme in Tübingen mit einer besorgniserregenden Entwicklung in der internationalen Politik zusammenhängen«. Damit meint er beispielsweise »dieses Nur-an-sich-Denken«. Harsch hatte in ihrem Facebook-Beitrag »das gesellschaftliche Spannungsfeld zwischen individuellen Bedürfnissen und Gemeinwohl« diskutiert. Sehr lesenswert. (zen)

10:27 Uhr Kein Bereich der Wirtschaft, der von der Corona-Krise nicht beeinflußt wird. Besonders hart trifft es Gaststätten und Hotels: Zwangsschließungen, Abstandsregeln und Furcht vor Ansteckung haben den Umsatz dramatisch einbrechen lassen. (dpa)

9:57 Uhr Die vorübergehende Schließung des größten deutschen Schlachtbetriebs von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück nach einem Corona-Ausbruch mit aktuell 730 Infizierten wird nach Experten-Einschätzung nicht zu Versorgungsengpässen führen. (dpa)

9:11 Uhr Die höchste Belastung in den Kreiskliniken gab es Mitte April, als 53 Covid-19-Patienten gleichzeitig stationär behandelt werden mussten. Im Moment sind es noch zwei Personen. Wie es nun in den Kreiskliniken wieder in Richtung Normalbetrieb geht, lesen Sie hier. (sä)

8:29 Uhr Der SSV Reutlingen hat das Ziel seiner Crowdfunding-Aktion erreicht: 50.000 Euro. »Was für eine unfassbare Erleichterung nach der ganzen Arbeit und Anspannung der letzten Wochen. Das haben wir alle zusammen geschafft und können uns gegenseitig auf die Schulter klopfen. Wir sind sehr gerührt gerade«, heißt es auf der SSV-Facebookseite. Die Aktion ist aber noch nicht vorbei: Heute können Teilnehmer für 25 Euro 19,05 Liegestütze von einem Mitglied der ersten Mannschaft erkaufen. Die Liegestütze werden als Beweis gefilmt und auf Social Media veröffentlicht. (kk)

7:21 Uhr Nach reiflicher Überlegung hat die LG Steinlach-Zollern entschieden, ihr hochkarätiges Meeting Jump & Fly nun doch am geplanten Termin, Samstag, 4. Juli, im Hechinger Weiherstadion durchzuführen. Damit ist die LG bislang der einzige Leichtathletik-Verein in der Region, der Athleten nun doch noch mit einem großen Hygiene- und Schutzkonzept sein traditionelles Sportfest anbietet. Der LV Pliezhausen, die LAV Tübingen, der TSV Riederich und der VfL Pfullingen hingegen hatten ihre Sportfeste abgesagt. Lange stand auch die 10. Auflage des Jump & Fly für Diskus-, Weitsprung- und Stabhochsprung-Athleten auf der Kippe. »Mit Herzblut und Leidenschaft für die Leichtathletik organisieren wir dieses Meeting – leider ohne Zuschauer, aber mit einem moderierten Livestream. Wir wollen den Spitzenathleten, aber auch unserem eigenen Nachwuchs die Möglichkeit zu einem offiziellen Wettkampf bieten, bei dem die Ergebnisse für die Bestenlisten und Qualifikationen zählen«, sagte der Vorsitzende der LG Steinlach-Zollern, Dieter Schneider. (bib)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 189.817 (gestern: 188.604) Corona-Infizierte, 8.875 (gestern: 8.851) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 173.847 (gestern: 173.599) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Donnerstag, 18. Juni 2020

19.10 Uhr Meldung aus dem Sozialministerium: Heute wurden weitere 20 (gestern: 42) bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.243 (gestern: 35.223) an. Davon sind ungefähr 32.986 (gestern: 32.948) Personen bereits wieder genesen. Derzeit sind geschätzt noch 436 (gestern: 459) Menschen infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt auf 1.821 (gestern: 1.816) an. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,97 (gestern: 0,78) angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

19 Uhr Immer weniger Menschen rufen bei der Corona-Hotline des Landratsamtes Tübingen an. Ab kommendem Montag, 22. Juni, wird sie daher eingestellt. Stattdessen werden auf der Landkreis-Homepage noch mehr Infos von den Ministerien eingestellt, außerdem wird der Chatbot »Corey« an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr Fragen beantworten. Waren es zu Beginn der Pandemie zeitweise bis zu 900 Anrufe täglich, ist das Anrufaufkommen mittlerweile auf 20 bis maximal 30 pro Tag zurückgegangen. (pm)

18:36 Uhr Drei Monate war das Jugendcafé Kult’19 in Eningen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Seit Montag ist es wieder geöffnet, allerdings unter strengen Hygieneauflagen. Vorerst dürfen sich maximal acht Personen im Saal des Kult’19 aufhalten, Betreuer inbegriffen. Die persönlichen Daten der Teilnehmer werden dokumentiert. (pm)

18:15 Uhr Die Abendmeldung aus dem Landratsamt Tübingen: Die Fallzahlen im Kreis Tübingen sind auch am heutigen Donnerstag nicht weiter gestiegen. Weiterhin sind 1294 Corona-Fälle bekannt, von denen ein Großteil bereits wieder genesen sind. Es ist ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 hinzugekommen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

17:42 Uhr Nun ging doch alles ganz schnell. Nach der Zulassungsbehörde, Paul-Ehrlich-Institut, hat auch die Ethikommission ihre Zustimmung dafür geben, dass Curevac seinen Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus an gesunden freiwilligen Probanden testen darf. Die Studie startete heute und wird in mehreren Phasen ablaufen. Erst werde der Impfstoff gesunden Probanden im Alter von 18 bis 60 Jahren in der niedrigsten Dosierung von 2 Mikrogramm verabreicht. Die Anzahl an Probanden sowie die Dosis des Wirkstoffs werde dann abhängig von der Verträglichkeit erhöht werden. In dieser Phase I Studie werden mehr als 100 Personen den mRNA-Impfstoff erhalten, berichtet das Universitätsklinikum. In der nächsten Phase, die voraussichtlich im Spätsommer startet, sollen die Altersgrenzen erweitert werden, ebenso soll dann international getestet werden. (zim)

17:28 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck hat in der jüngsten Gemeinderatsitzung für das Nutzen der Corona-App geworben. »Ich werbe mit Vehemenz dafür. Machen Sie mit.« Der OB begrüßt die Freiwilligkeit des Einsatzes, sieht zugleich persönliche Daten hinreichend geschützt. (igl)

17 Uhr Alarmstufe rot für eine ganze Branche: Die Coronakrise bedroht die Veranstaltungswirtschaft in ihrer Existenz. Aus diesem Grund werden die Unternehmen der Branche am Montagabend ab 22 Uhr im ganzen Land markante Gebäude in rotes Licht tauchen. Auch in Reutlingen und Pfullingen wird es solche »Mahnmale« geben, teilt Simone Marschall, Inhaberin von Marschallplan Eventmanagement in Pfullingen, mit. Es sind auch mehrere Unternehmen aus Pfullingen und Reutlingen dabei, die unter anderem das Reutlinger Rathaus, die Stadthalle, das Achalmhotel, die Kreissparkasse am Marktplatz, die Pfullinger Kreissparkasse am Lindenplatz sowie ihre eigen Firmengebäude rot anstrahlen werden. (ps)

16:22 Uhr Bei den Bundesliga-Handballerinnen der TuS Metzingen ist ein Coronafall aufgetreten: Lena Degenhardt hat die Erkrankung bereits gut überstanden. Mehr dazu lesen Sie hier. (eye)

15:55 Uhr Die Lagemeldung aus dem Landratsamt Reutlingen: Es liegen 1.546 laborbestätigte Fälle und 88 Todesfälle im Landkreis Reutlingen vor. Das bedeutet im Vergleich zu gestern ein neuer Corona-Fall. Die Inzidenz der letzten sieben Tage beträgt 0,7 pro 100.000 Einwohner. (pm)

15:25 Uhr Wenn Populisten und Pandemie zusammentreffen: Brasilien hat den zweiten Tag hintereinander mehr als 1200 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, starben 1269 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem Zeitraum. (dpa)

15:01 Uhr Berlin, Göttingen und der westfälische Kreis Gütersloh kämpfen derzeit mit größeren Corona-Ausbrüchen. Wohnkomplexe und ein Schlachtbetrieb sind betroffen. Insgesamt bleibt die Lage in Deutschland ruhig. (dpa)

14:10 Uhr Angesichts von etwa 100 neuen Coronavirus-Infektionen in einem Göttinger Hochhaus ist der Gebäudekomplex vollständig unter Quarantäne gestellt worden. Von der Entscheidung sind knapp 700 Bewohner betroffen, wie die niedersächsische Stadt mitteilte. Mit der Maßnahme sollen die Übertragungswege des Virus unterbrochen werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass es eine hohe Zahl an Kontaktpersonen ersten Grades in dem Wohnkomplex gibt. (dpa)

13:49 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eine personelle Stärkung der Gesundheitsämter angekündigt. Das Coronavirus habe gezeigt, wie wichtig es sei, mit solchen Krisen umzugehen, sagte Kretschmann. Das Sozialministerium bereite ein Kabinettsvorlage zur personellen Stärkung des Landesgesundheitsamtes und der Kreisgesundheitsämter vor. (dpa)

13:15 Uhr Vor Corona war die Geschichte von »Tumelo Home«, dem Behindertenheim in der Nähe der südafrikanischen Metropole Johannesburg, eine Erfolgsgeschichte. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit körperlichen und geistigen Behinderungen, aber auch obdachlose Straßenkinder fanden hier ein zweites Zuhause und viele von ihnen erstmals in ihrem Leben professionelle Hilfe in teilweise unvorstellbar schwieriger Lebenslage. Jetzt hat die Coronakrise nicht nur Südafrika hart getroffen, sondern auch »Tumelo Home«. Margret Wannenmacher, die seit vielen Jahren von Walddorfhäslach aus hilft und Spenden sammelt, berichtet, dass der Einrichtung mit ihren zwei Standorten durch die Coronakrise so gut wie sämtliche Spenden wegbrechen. (rr)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

12:39 Uhr Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) macht weiter Druck für eine rasche Wiederaufnahme des Messebetriebs mit größeren Veranstaltungen. »Wir sind der Auffassung, dass nichts mehr gegen eine Öffnung größerer Messen spricht, sollte das Infektionsgeschehen im Herbst dies zulassen. Für die Messen zählt jeder Tag«, sagte eine Sprecherin der CDU-Politikerin heute in Stuttgart. (dpa)

12:09 Uhr Nun gibt's also doch einen Termin: Das Freibad Pfullingen wird am 1. Juli geöffnet - vorbehaltlich des Beschlusses des Gemeinderates, der in der Sitzung am 30. Juni gefasst werden soll. Das teilt die Stadtverwaltung mit. (pm) 

11:49 Uhr Wie sinnvoll sind Antikörpertests? Um dieses Thema ging es bei einem Sachstandsbericht der Landkreisverwaltung zur Corona-Epidemie. Dr. Gottfried Roller, Leiter des Kreisgesundheitsamts, hält sich an die Position des Robert-Koch-Instituts: Danach könne man im Moment noch nicht sagen, ob die auf dem Markt erhältlichen Tests wirklich zuverlässige Ergebnisse liefern. Daher hält Roller flächendeckende Antikörper-Tests außerhalb von wissenschaftlichen Studien derzeit nicht für sinnvoll. Ein positiver Antikörper-Test sage im Übrigen noch nichts darüber aus, ob und wie lange jemand gegen eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus immun sei, fügte Dr. Dieter Mühlbayer hinzu, der Leiter des Instituts für Labordiagnostik und Krankenhaushygiene an den Reutlinger Kreiskliniken. Dr. Mühlbayer präsentierte zudem drei Grafiken, die jeweils die Auslastung der Kreiskliniken in den Monaten März bis Mai zeigen, sowie die in den drei Häusern behandelte Patientenzahl und die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen. (sä)

11:29 Uhr Die Türkei hat die Einstufung als Corona-Risikogebiet durch die Bundesregierung kritisiert. »Eine solche Einstufung stimmt unseres Erachtens auf keinen Fall mit der objektiven Sachlage überein und die Türkei verdient nicht eine solche Klassifizierung«, erklärte die türkische Botschaft in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. »Das Gleiche gilt selbstverständlich für die Reisewarnung.« Die Bundesregierung hatte die Türkei am Montag zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Aus einem Risikogebiet in Deutschland Einreisende müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. (dpa)

10:59 Uhr Wie sieht der Schulbetrieb nach den Sommerferien aus? Darüber beraten heute die Kultusminister der Länder. Es gilt, einige Fragen zu beantworten: Fallen die Abstandsregeln oder werden sie weiterhin beibehalten? Werden Lehrer regelmäßig getestet? Wie bereitet man sich auf den Fall erneuter Schulschließungen vor? Die Deutsche Presse-Agentur hat aufgelistet, was diskutiert wird. Zum Artikel geht's hier. (GEA)

10:13 Uhr Während des Lockdowns füllten sich die Lagerräume der Kleiderkammer beim Reutlinger Kinderschutzbund ungewöhnlich schnell. Nun ist der Kleiderladen seit Wochen wieder in Betrieb. Einziges Manko: Es fehlen Ehrenamtliche. Der Kleiderladen lebte vor Corona vom Engagement pensionierter Frauen. Nicht alle von ihnen haben sich nach dem Lockdown getraut, an die Kleiderladentheke zurückzukehren. (pm)

9:08 Uhr Wovon hängen die Folgen einer Corona-Infektion ab? Die bundesweit häufigsten Blutgruppen scheinen den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung stark zu beeinflussen - allerdings mit entgegengesetztem Effekt. (dpa)

8:55 Uhr Entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist die Volkshochschule Metzingen-Ermstal wieder für den Publikumsverkehr geöffnet und wartet mit einem kleineren, aber durchaus attraktiven Kursangebot auf, das teilweise bis in die Sommerferien reicht. In allen Fachbereichen wird daran gegenwärtig unter Hochdruck gearbeitet. Bereits fest stehen Kurse aus den Bereichen Sprachen, Kreativ, EDV und Gesundheit. Die Metzinger Bürger können beispielsweise wieder an Kursen wie Acrylmalerei, Porträtfotografie oder Excel teilnehmen oder erste Prüfungen im Bereich der beruflichen Fortbildung ablegen. (pm)

8:07 Uhr Vor der Corona-Krise war das weltweite Privatvermögen auf einem Hoch. Welche Folgen die Pandemie für den Reichtum hat, ist noch ungewiss. Eine Studie entwirft drei Szenarien, doch auch der optimistischste Fall lässt deutliche Einbrüche erahnen. (dpa)

7:36 Uhr Die CDU fordert angesichts sinkender Infektionszahlen deutliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Land. Demnach sollen bald Ansammlungen von bis zu 20 statt bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit erlaubt sein. So steht es in einem vorläufigen Entwurf der Corona-Verordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zudem möchte die CDU ab Anfang Juli Veranstaltungen mit bis zu 250 Leuten freigeben. (dpa)

7:30 Uhr Die Corona-Pandemie hat die Verantwortlichen der Basilika Birnau am Bodensee auf eine ungewöhnliche Idee gebracht: Die barocke Wallfahrtskirche in Uhldingen-Mühlhofen bietet ihren Besuchern einen fast kontaktlosen Weihwasserspender. »Eine Gottesdienstbesucherin kam beim Blick auf den Desinfektionsspender auf die Idee und wir setzten diese um«, sagte eine Sprecherin der Basilika am Mittwoch. »Not macht erfinderisch.« (dpa)

Ein Spender mit Weihwasser steht in der Basilika Birnau
Ein Spender mit Weihwasser steht in der Wallfahrtskirche Basilika Birnau. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Ein Spender mit Weihwasser steht in der Wallfahrtskirche Basilika Birnau. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

7:15 Uhr Olympiasieger Dieter Baumann findet deutsche Leichtathletik-Meisterschaften ohne Laufwettbewerbe nicht akzeptabel. »Ich verstehe das überhaupt nicht«, sagte der 55 Jahre alte Tübinger der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die für 8./9. August geplanten Titelkämpfe in Braunschweig. (dpa)

7:05 Uhr Als Reaktion auf einen Corona-Ausbruch mit Hunderten Infizierten beim Fleischunternehmen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind im Kreis Gütersloh ab heute die Schulen und Kitas geschlossen. Reaktionen von Kritikern der Fleischbranche kamen prompt: Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestsg, Anton Hofreiter, nannte die Zustände unhaltbar: »Die Gesundheit der Beschäftigten wird für die Profite der Fleischbarone aufs Spiel gesetzt.« (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 188.604 (gestern: 188.252) Corona-Infizierte, 8.851 (gestern: 8.820) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 173.599 (gestern: 172.842) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Mittwoch, 17. Juni 2020

19:00 Uhr Am 24. Juni 1859 war Henry Dunant in der Lombardei unterwegs, um Geschäfte zu machen. Stattdessen traf er in Solferino auf ein Schlachtfeld, mit sterbenden und toten Soldaten. Dunant wollte helfen und schloss sich mit Menschen der Umgebung zusammen, denen es genauso ging. Das war die Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Im Gedenken an die Schlacht und die Gründung der Hilfsorganisation veranstaltet das Italienische Rote Kreuz an jedem Jahrestag einen kilometerlangen Fackellauf. Rotkreuzhelfer aus der ganzen Welt reisen an – normalerweise. Diese Jahr geht das nicht, und schon gar nicht im vom Covid-19 betroffenen Norditalien. Damit die »Fiaccolata« nicht ausfällt, sendet die Rot-Kreuz-Gemeinschaft ein virtuelles Zeichen der Verbundenheit und der Erinnerung gen Italien. Auch die Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Mössingen-Ofterdingen beteiligt sich an der Aktion, bei der Fotos von fackeltragenden Ehrenamtlichen gemacht werden. Aus allen Beiträgen wird vom Landesverband Baden-Württemberg ein Video gestaltet, dass am eigentlichen Tag des Fackellaufs in den italienischen Medien veröffentlich wird. (mey)

Mitglieder der DRK-Bereitschaft Mössingen-Ofterdingen senden einen virtuellen Gruß ins italienische Solferino, der Gründungsstät
Mitglieder der DRK-Bereitschaft Mössingen-Ofterdingen senden einen virtuellen Gruß ins italienische Solferino, der Gründungsstätte des Roten-Kreuzes. FOTO: MEYER
Mitglieder der DRK-Bereitschaft Mössingen-Ofterdingen senden einen virtuellen Gruß ins italienische Solferino, der Gründungsstätte des Roten-Kreuzes. FOTO: MEYER

18:11 Uhr Am Mittwoch wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 42 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.223 an. Davon sind ungefähr 32.948 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 459 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. Dem Landesgesundheitsamt wurden heute aus den Landkreisen Emmendingen, Esslingen, Lörrach, Reutlingen und Rottweil insgesamt fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 1.816. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,78 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

18:08 Uhr Aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie bedingten Einschränkungen kann der 27. Tübinger Erbe-Lauf in diesem Jahr nicht im gewohnten Format stattfinden. Mit über 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mehreren Tausend Zuschauerinnen und Zuschauern entlang der Strecke sowie den zahlreichen Helferteams lassen sich Abstands- und Hygieneauflagen nicht umsetzen. Das Risiko einer Gesundheitsgefährdung aller Beteiligten wäre zu hoch. Um dennoch ein tolles Ereignis zu bieten, erarbeitet das Organisationsteam derzeit ein Konzept für den ersten virtuellen Erbe-Lauf. (pm)

17:58 Uhr Die Abendmeldung aus dem Landratsamt Tübingen ist sehr beruhigend: Die Fallzahlen im Kreis Tübingen sind auch am heutigen Mittwoch nicht weiter gestiegen.  Weiterhin sind 1294 Corona-Fälle bekannt. Es ist auch kein weiterer Todesfall hinzugekommen (Stand: 59 Todesfälle). (pm) 

17:51 Uhr Die Schulen sollen spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren. Dies gelte, falls sich die Infektionslage in der Corona-Krise weiterhin gleichbleibend gut entwickle. Das beschlossen Bund und Länder bei einem Treffen am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. (dpa)

17:32 Uhr Nach 93 Tagen Stillstand öffnet das Cineplex Kino in Reutlingen am morgigen Donnerstag wieder seine Tore. Angesichts der Hygienevorschriften, die das Kino einhalten muss, blickt  Theaterleiter Christos Haag jedoch noch recht sorgenvoll auf die kommenden Wochen. Aufgrund der Abstandsregelung müssten in den Sälen grundsätzlich neben jedem Besucherplatz links und rechts jeweils zwei Plätze frei gehalten werden. Auch jeweils die Reihe vor und hinter den besetzten Stuhlreihen müssten leer bleiben, »da der Abstand ja auch nach vorne und hinten zu wahren ist«. Ein wirtschaftlicher Betrieb des Kinos sei somit nicht gesichert. »In den großen Saal passen so nur maximal vierzig bis fünfzig Personen.« Ohne Corona wäre hier Platz für 300 Zuschauer. Daneben gebe es aktuell auch keine neuen Filme zu zeigen, die großen Blockbuster erscheinen größtenteils wegen Corona erst im Herbst. Immerhin: »Die Leute bekommen durch die Wiedereröffnung zumindest mit, dass wir wieder geöffnet haben«, sagt Haag. (mai)

16:47 Uhr Die Corona-Zahlen im Kreis Reutlingen: Weiterhin liegt die Zahl aller bestätigten Fälle bei 1.545, es gelten 1.453 Personen als wieder genesen. 88 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, das ist eine Person mehr als gestern. 99,73 Prozent aller Infizierten (Todesfälle nicht eingerechnet) gelten als wieder geheilt, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0,7. (pm)

16:18 Uhr Nach dem monatelangen Verbot von Busreisen in der Corona-Krise sollen die Betreiber in Kürze staatliche Hilfe erhalten. 170 Millionen Euro werden dafür noch in den geplanten Nachtragshaushalt eingestellt, wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei einer Demonstration von Busunternehmern in Berlin ankündigte. Der Bundestag stimmt voraussichtlich übernächste Woche über den Haushalt ab. Dann könnten die Betriebe im Juli auf das Geld zugreifen, sagte Scheuer. (dpa)

15:44 Uhr Die Zeit des Trainings auf dem Trockenen ist für die Reutlinger Schwimmer vorbei. Sowohl TSV Betzingen als auch SSG Reutlingen haben diese Woche den Übungsbetrieb wieder aufgenommen. Um den Mindestabstand auch im Wasser einzuhalten, darf beim Schwimmen auf der Bahn nicht überholt werden. Deshalb achten die Vereine darauf, dass homogene Gruppen, also etwa gleich schnelle Schwimmer, auf einer Bahn zirkulieren. (stan)

15:13 Uhr An seine letzten beiden Chorproben erinnert sich Stefan Lust noch genau. Wann die nächste sein wird, weiß der für den evangelischen Kirchenbezirk Münsingen zuständige Kantor nicht. Corona hat auch das kulturelle Leben im kirchlichen Rahmen mit voller Wucht ausgebremst. Es war der 12. März, an dem der Münsinger Kantor mit seinen Sängern an Bachs Johannespassion feilte.

Bei einer gemeinsamen Probe der Kinder- und Jugendchöre am 14. März, erinnert sich Lust, »mussten wir schon mehr Abstand halten«. Aber weil die Schulen noch nicht geschlossen waren, traf sich auch der Chor – nicht wissend, aber schon ahnend, dass es für längere Zeit das letzte Mal sein würde. Im GEA-Gespräch erzählt er, wie er Wege aus der Corona-Stille gefunden hat und wie glücklich Menschen sind, dass mit den musikalischen Abendgottesdiensten nun wieder ein bisschen Musik in ihr Leben kommt. (ma)  

14:35 Uhr Politikredakteur Oliver Jirosch fordert in seinem Kommentar, dass Kinder endlich wieder in Schulen und Kindergärten dürfen - vor allem, da nun ihre geringere Infektiosität in einer Studie nachgewiesen wurde: »An diesen Schulen sollen die Mädchen und Jungen schließlich zu mündigen, kritischen Mitbürgern erzogen werden. Dazu gehört auch ein Gerechtigkeitssinn. Aber wie soll der sich entwickeln, wenn Erwachsene das Gegenteil vorleben, in den Baumarkt und in den Flieger dürfen, Kinder aber nicht in die Schule?« (oje)

14:12 Uhr Wegen eingeschränkter Freizeitmöglichkeiten und Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise zieht es mehr Menschen als sonst in die Natur. In den Wäldern komme es daher zu Problemen, sagte ein Sprecher der Heidelberger Jäger-Vereinigung am Mittwoch. Nicht alle Menschen blieben auf den Wegen, Wildtiere würden so gestört. In Gaiberg im Rhein-Neckar-Kreis kümmert sich nun Anne Steffen um Rehkitze, die gefunden werden und hilflos sind. Mit Milch aus der Flasche werden sie gefüttert und großgezogen. Ohne diese Unterstützung drohe ihnen der Tod. Voraussichtlich im Oktober könnten sie dann zurück in die Natur und dort dann ohne menschliche Hilfe überleben. (dpa)

Rehkitze werden mit der Flasche großgezogen
Anne Steffen ernährt zwei Rehkitze mit der Flasche. Foto: Rene Priebe/dpa
Anne Steffen ernährt zwei Rehkitze mit der Flasche. Foto: Rene Priebe/dpa

13:14 Uhr Trotz der hohen Nachfrage im Online-Handel während der Corona-Krise erwartet die Paket-Branche keinen rasanten Zuwachs der Sendungsmengen. Grund dafür sind die Rückgänge im Business-Bereich, wie aus einer Studie des Branchenverbands Biek (Bundesverband Paket & Express Logistik) hervorgeht. (dpa)

12:53 Uhr Über Wege mit Wagnis ins Urlaubsglück macht sich Michael Merkle in seinen heutigen Corona-Notizen intensive Gedanken. Ein Fazit: »Zum deutschen «Wumms» für mehr Wachstum und Konsum, zum Beatmen des stotternden Wirtschaftsmotors nach dem oft erfolglosen Beatmen von Patienten, gehört das sorgenfreie Reisen«. (mwm)

12:05 Uhr Mit einem Hörspaziergang hatte sich das LTT nach der Corona-Pause an den Theaterbetrieb herangetastet. Am Wochenende nimmt das Theater mit zwei Premieren nun auch seine Saalbühnen wieder in Betrieb. (akr)

11:31 Uhr Das Tübinger Unternehmen CureVac darf mit der klinischen Prüfung seines Impfstoffkandidaten gegen Corona beginnen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen erteilte dem Unternehmen die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel am Mittwoch mitteilte. Ende April hatte bereits das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung erhalten, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen. (dpa)

11:05 Uhr Großveranstaltungen wie Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie möglicherweise bis mindestens Ende Oktober verboten. Das geht aus einer mit anderen Ländern abgestimmten Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. (dpa)

10:53 Uhr Die Corona-Warn-App des Bundes stößt bei den Menschen in Deutschland auf eine überraschend hohe Resonanz. Seit ihrem Start am Dienstagmorgen haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 6,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App heruntergeladen. Auf der Homepage der Bundesregierung werden detaillierte Fragen zur Corona-App nochmal beantwortet: Wie sie funktioniert, was sie macht, ob man verpflichtet ist, sie zu nutzen, wie mögliche Risiko-Begegnungen bewertet werden. Zur Homepage geht's hier. (dpa)

10:16 Uhr Nach ersten erfolgversprechenden Ergebnissen zum Einsatz des Entzündungshemmers Dexamethason bei schweren Covid-19-Verläufen warnen deutsche Experten vor verfrühter Euphorie. Eine abschließende Einschätzung zur Qualität sei erst möglich, wenn die Originaldaten ausführlich gesichtet seien, sagte Maria Vehreschild, Leiterin des Schwerpunkts Infektiologie am Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt. (dpa)

8:50 Uhr Der Bund beteiligt sich mit 300 Millionen Euro an der Tübinger Firma Curevac, die einen Corona-Impfstoff sucht. Das sorgt in Berlin aber nicht nur für Begeisterung: Der CDU-Wirtschaftsrat hat den Bund nun aufgefordert, ein verbindliches Ausstiegsszenario für diese Beteiligung vorzulegen. (dpa)

8:24 Uhr Werden Toiletten beim Spülen zu Virenschleudern? Physiker der Universität von Yangzhou haben nun mit Hilfe von Computersimulationen nachgestellt, welche Luftströmungen beim Spülen mit verschiedenen Toilettentypen entstehen. Zu welchem Ergebnis sie gekommen sind, lesen Sie hier. (dpa)

7:45 Uhr Gutes tun – das ist auch in schwierigen Zeiten möglich. Das dachte sich die Fußballabteilung des TSV Eningen und zeigte sich bei der Umsetzung des Charitylaufs flexibel. Eigentlich hätte der Lauf am 6. Juni zum 19. Mal über die Bühne gehen sollen – und zwar im Arbachtalstadion. Coronabedingt war das dieses Jahr nicht möglich. Kilometermachen aber schon. Also rief die Aktion »Fußballkids helfen« dazu auf, selbstständig loszurennen, zu walken oder zu wandern und für jede 480 zurückgelegte Meter einen Euro aufs Spendenkonto zu überweisen. Die Idee dahinter: Gesunde tun etwas für Kranke und Menschen in Not. Mitgemacht haben bisher unter anderem auch Mies Müller und Gudrun Göbel (Foto unten). Wer noch mitgemacht hat und wie viel Geld bereits gesammelt wurde, lesen Sie hier. (hai)

Mies Müller und Gudrun Göbel. Foto: Privat
Mies Müller und Gudrun Göbel.
Foto: Privat

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 188.252 (gestern: 187.682) Corona-Infizierte, 8.820 (gestern: 8.807) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 172.842 (gestern: 172.692) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Alle Informationen, die zwischen 12. Juni und 16. Juni rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.