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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 21. bis zum 26. Mai entwickelt hat

Das Coronavirus beeinflusst die ganze Gesellschaft. Mittlerweile offenbaren sich immer mehr kurz- und mittelfristige Folgen der Corona-Krise. Weiterhin gilt: Wer befürchtet, infiziert zu sein, der soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen.

Bryan Wingsch (links) führt Besucher durch die Bärenhöhle. Neben Nebelhöhle und Ostereimuseum ist sie ein Sonnenbühler Ausflugsz
Bryan Wingsch (links) führt Besucher durch die Bärenhöhle. Neben Nebelhöhle und Ostereimuseum ist sie ein Sonnenbühler Ausflugsziel – aber nicht mehr so gut besucht wie noch vor zehn Jahren. FOTOS: FISCHER/PRIVAT
Bryan Wingsch (links) führt Besucher durch die Bärenhöhle. Neben Nebelhöhle und Ostereimuseum ist sie ein Sonnenbühler Ausflugsziel – aber nicht mehr so gut besucht wie noch vor zehn Jahren. FOTOS: FISCHER/PRIVAT

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Das Coronavirus beherrscht mittlerweile den Alltag aller Menschen. Es gibt tolle Hilfsaktionen für Bedürftige, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 21. und 26. Mai rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Dienstag, 26. Mai 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns mit Neuigkeiten zum Thema Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungen: Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden. Dazu gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen, wie die dpa aus Regierungskreisen in Berlin und Thüringen erfuhr. Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen aber einen Sonderweg offen, ebenso andere Länder. Verabredet wurde der Kompromiss von den Staatskanzleien der Länder und dem Kanzleramt. Stundenlange Beratungen am Montag waren zunächst ergebnislos geblieben. Währendessen gibt es in Baden-Württemberg Krach in der Koalition: Grund für die Streitigkeiten sind die Äußerungen von Ministerpräsident Kretschmann zu den Lockerungen ab Juni, die er als Beschlüsse des Kabinetts präsentiert hatte. (dpa)

20:22 Uhr Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte sich gewünscht, dass die Schulen die Notbetreuung auch in den Pfingstferien fortsetzen. Diesen Wunsch können nicht alle Grundschulen im Kreis erfüllen, vor allem weil es an Betreuungspersonal fehlt. In Gomaringen, Nehren und Kusterdingen wird es daher ein solches Angebot nicht geben.  In Kirchentellinsfurt, Mössingen und Ofterdingen - letzteres allerdings nur die erste Ferienwoche - wird eine Notbetreuung dagegen angeboten, um die Eltern zu entlasten. (al)   

19:53 Uhr In Baden-Württemberg gibt es nun insgesamt 34.495 (gestern: 34.435) bestätigte Corona-Fälle, 31.345 (gestern: 31.217) von ihnen gelten als wieder geheilt. Es werden 1.726 (gestern: 1.707) Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,33 (gestern: 0,95) - sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,8 (gestern: 3,3) im Durchschnitt - sie ist die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. (pm) 

19:32 Uhr Der Berliner Virologe Dr. Christian Drosten und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verfechten beide einen eher zaghaften Lockerugskurs die Corona-Beschränkungen betreffend. Über Drosten und seine Studie zur Ansteckungsgefahr durch Kinder hatte heute die Bild getitelt: »Drosten-Studie über ansteckende Kinder grob falsch – wie lange weiß der Star-Virologe schon davon?« Drosten selbst hatte schon gestern auf Twitter eine Mail des Bild-Berichterstatters veröffentlicht, der ihn aufgefordert hatte, innerhalb von einer Stunde zu verschiedenen Zitaten Stellung zu nehmen. Drostens Kommentar auf Twitter: »Ich habe Besseres zu tun.«

Heute erfuhr der Virologe große Solidarität im Netz, es war von einer Hetz-Kampagne der Bild gegen ihn die Rede. Karl Lauterbach veröffentlichte ebenfalls auf Twitter vor zwei Stunden ein Bild von einem Paket, das er bekommen hatte. Darin enthalten: Ein Röllchen mit der Aufschrift »Corona positiv« und ein Zettel mit dem Text »Trink das, dann wirst du immun«. Lauterbach kommentierte es so: »Morddrohungen bis zu Beleidigungen aller Art, einige von uns müssen viel hinnehmen.« Drosten schrieb daraufhin auf seinem Account, dass er das selbe Paket auch bekommen habe. (kk)

18:58 Uhr Nun sind auch aktuelle Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es gibt drei weitere bestätigte Corona-Fälle aber keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden im Kreis Tübingen also 1.287 Corona-Fälle nachgewiesen, 57 Menschen sind verstorben. Mindestens 1.184 Personen gelten als wieder genesen (Stand Freitag). (pm) 

18:27 Uhr Noch weit entfernt - und trotzdem schon in der Diskussion: Gesundheitsminister Manne Lucha sagte jüngst, dass Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkte und Fasnet eventuell auch nicht stattfinden können wegen des Coronavirus. Ist die Lage wirklich so ernst? Wir haben uns in der Region umgehört - die ganze Geschichte lesen Sie hier. (kk)

17:56 Uhr In der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus will das Tübinger Biopharmaunternehmen CureVac in den nächsten Tagen die Zulassung für klinische Studien beim zuständigen Paul-Ehrlich-Institut beantragen. Das teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Die klinische Phase-1-Studie mit gesunden Freiwilligen soll im Juni beginnen und einige Wochen dauern. Das Tübinger Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits große Mengen seines besten Impfstoffkandidaten hergestellt und kann mit seiner Anlage mehrere Hundert Millionen Impfstoffdosen pro Jahr produzieren. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihre Chefredakteure Dr. Christoph Fischer und Damian Imöhl

17:25 Uhr Vor einer Woche durften die Gastronomen in Baden-Württemberg nach zweimonatiger Zwangspause wieder öffnen. Unter strengen Auflagen, aber immerhin. Eine Woche danach ziehen Reutlinger Wirte eine erste, ernüchternde Bilanz. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

16:52 Uhr Weil dem SSV Reutlingen wegen der Corona-Krise Einnahmen und Sponsorengelder wegfallen, klafft eine fünfstellige Lücke im Etat. Um die Verbindlichkeiten weiter zu reduzieren hat die Fußball-Abteilung eine Crowdfunding-Aktion gestartet, mit der bis zum 22. Juni 50.000 Euro gesammelt werden sollen. Jetzt hat der Verein prominente Unterstützung bekommen. Osiander-Geschäftsführer Christian Riethmüller aus Tübingen, der schon als Präsident des VfB Stuttgart kandidiert hat, hat heute auf Twitter in einer Videobotschaft für die Aktion geworben. Er freue sich über das Crowdfunding und werde es unterstützen. Osiander und der Kreuzeiche-Club seien Institutionen in der Stadt. Fußball ohne den SSV können man sich in Reutlingen und der region nicht vorstellen, so Riethmüller weiter. (ege)

16:38 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.542 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind genauso viele Fälle wie gestern. 1.429 Menschen sind bereits wieder genesen, was 98,15 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Außerdem sind 86 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie gestern. Insgesamt wurden 12.462 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt bei 3.984. (pm)

16:14 Uhr Am Reutlinger Theater Die Tonne laufen die Vorbereitungen fürs Spielzeitrestprogramm unter Coronabedingungen. Start des Sommertheaters soll am 16. Juli sein. Wie das wegen der Corona-Pandemie abgewandelte Konzept aussieht, lesen Sie hier. (cbs)

15:55 Uhr Seit Montag, 11. Mai, bietet das Tübinger Unternehmen Cegat Corona-Antikörper-Tests an. Der Test ermittelt, ob eine Person Antikörper gegen das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2) gebildet hat. Bei Personen mit Antikörpern wird davon ausgegangen, dass diese eine Infektion hinter sich haben und mit hoher Wahrscheinlichkeit immun sind. Der Andrang war schon am ersten Tag groß. Im Regen standen bereits rund 100 Personen vor Schlange, als das Testmobil auf dem Cegat-Gelände seine Türen öffnete. Bis heute haben sich bereits 7.000 Menschen vor Ort testen lassen, teilt Cegat mit. (pm)

15:33 Uhr Das Cineplex Planie in Reutlingen ist geschlossen. Wann es wieder öffnet hängt davon ab, welche Vorgaben die Landesregierung macht. Das größte Problem sind die Abstandsregeln. Für Detlef Rabe, Geschäftsführer des Cineplex in Reutlingen, ist jedoch klar: Wenn die 1,50-Meter-Regel konsequent eingehalten werden muss, dann ist der Betrieb eines Kinos nicht wirtschaftlich. (ege)

15:06 Uhr Die Werkstätten der Staatstheater Stuttgart haben angesichts der Corona-Pandemie bereits mehr als 10.000 Mund-Nase-Masken genäht. Diese werden unter anderem Arztpraxen oder karitativen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. (pm)

14:41 Uhr In Baden-Württemberg dürfen Kneipen, Bars, Jugendhäuser und öffentliche Bolzplätze nach dem Worten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann ab dem 2. Juni wieder öffnen. Großveranstaltungen mit mehr als 500 Menschen blieben aber auf jeden Fall bis zum 31. August verboten. Auch öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen sind ab 1. Juni wieder erlaubt, ebenso Privatfeiern in Innenräumen mit zehn Personen. (dpa)

14:11 Uhr Je länger die Corona-Pandemie unser Leben bestimmt, desto stärker trübt sich die Stimmung der Menschen in Deutschland ein. Wie die dpa berichtet, blicken laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach aktuell nur noch 22 Prozent der Bevölkerung mit Hoffnungen auf das kommende Jahr. Wie viel Vertrauen die Menschen in das Krisenmanagement der Bundesregierung haben und welche Ängste sie vor der Zukunft haben, lesen Sie hier. (dpa)

13:35 Uhr Zwei Monate später als ursprünglich geplant starten die großen Freizeitparks im Südwesten die Sommersaison. Am Freitag starten der Europa-Park in Rust, der Erlebnispark Tripsdrill - und auch das Traumland auf der Bärenhöhle. »Wir haben diese Woche mal noch 7000 Blümchen gepflanzt, Berge von Hackschnitzel verteilt, gestrichen, gereinigt, gebaut, geschwitzt, geflucht, gelacht und einfach alles gegeben«, schreiben die Betreiber auf ihrer Facebook-Seite. Auf der Homepage wird auch nochmal detailliert erklärt, wie das Corona-Schutzkonzept aussieht.

Es gibt unter anderem Hygienestationen im Park, die Sanitäranlagen werden häufiger gereinigt, Picknickbänke wurden weiter auseinander gestellt. Mitarbeiter tragen Visier oder Mundschutz und Handschuhe, manche Bahnen dürfen nur mit Maske gefahren werden, außerdem werden bei manchen Bahnen Sitzreihen gesperrt um Abstandsregeln einzuhalten. (kk)

13:02 Uhr Gastronomische Betriebe dürfen zwar wieder öffnen - doch die Auflagen sind hoch und das Risiko, bei einer Infektion des Personals alles wieder dicht machen zu müssen, auch. Mit Kreativität und einer Prise schwarzem Humor hat der Pächter der Tübinger Stadtpost, Kutay Nergues, das Problem auf seine Weise gelöst. Seit Anfang Mai verkaufen er und seine Mitarbeiter durch das »Survival Loch« - eigentlich der Schaukasten des Lokals - Essen und Getränke to go. Wenn zur Weihnachtszeit die Märkte in Tübingen sind, ist's das »Glühwein Loch«, nun soll das kontaktlose Bedienen der Gäste also das Überleben des Lokals sichern. Seit vergangenem Montag können sich Kunden auch an Tische draußen setzen - doch das kontaktlose Verkaufen behält der Stadtpost-Pächter trotzdem bei, sagt er dem GEA. Nergues, dessen Belegschaft vor der Krise aus 14 Aushilfen bestand (fast nur Studenten), ist durch den Lockdown geschrumpft. (kk) 

Foto: Kammerer
Foto: Kammerer

12:28 Uhr Heute Morgen um 9 Uhr ging es los: das Mathe-Abitur. Noch bis 13.30 Uhr qualmen bei den Abiturienten im Land die Köpfe. Am Metzinger Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium nehmen in diesem Jahr 97 Schüler an den Abitur-Prüfungen teil. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, sitzen nur je zehn Schüler in einem Klassenzimmer. »Organisatorisch ist es ein ziemlicher Kraftakt«, sagt Schulleiter Matthias Pröhl. Da wegen der Coronakrise noch immer kein regulärer Schulbetrieb läuft, ist es aber sehr viel ruhiger im Haus – ein Vorteil für die Prüflinge. »Was das angeht, ist es in diesem Jahr sehr viel entspannter«, so Pröhl. Er stellt aber auch klar: »Ich hätte das Abitur in diesem Jahr nicht stattfinden lassen.« (mewe)

11:55 Uhr Die Regierung lockert die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Erst wenn in einem Landkreis die Zahl von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche gerechnet auf 100.000 Einwohner überschritten wird, werden die Lockerungen zurückgenommen. Vergangene Woche war das noch in zwei Landkreisen der Fall, aktuell wird in ganz Deutschland nur noch in der kreisfreien Stadt Regensburg der Wert überschritten, wie untenstehende Grafik zeigt.

In den Kreisen Reutlingen und Tübingen ist die Zahl der Neuinfektionen seit Tagen stabil. Im Landkreis Reutlingen liegt der aktuelle Wert der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner bei 4,9 (Vorwoche: 2,1), in Tübingen bei 4,4 (7). Basis für die Werte auf der Karte sind die gemeldeten Covid-19-Fälle des Robert Koch-Instituts (RKI). Im Vergleich zu den Zahlen der GEA-Grafiken kann es zu minimalen Abweichungen kommen, weil das RKI seine Daten leicht verzögert erhält, während der GEA die plausibilisierten Fallzahlen aktuell vom Landratsamt gemeldet bekommt. (ege)

11:35 Uhr  »Vitalpilze« und Nahrungsergänzungsmittel als Schutz vor dem Coronavirus, »99,9 Prozent Keimreduktion« durch eine Mundspüllösung: Gegen solche Werbung mit irreführendem Bezug zur Pandemie geht die Wettbewerbszentrale reihenweise vor. Seit Mitte Februar hat die Einrichtung nach Angaben 159 Anfragen und Beschwerden zu unlauterem Wettbewerb im Zusammenhang mit Corona erhalten. 51 Abmahnungen wegen unlauterer Werbung und 16 formlose Hinweise habe die Selbstkontrollinstitution dabei ausgesprochen, außerdem seien 4 einstweilige Verfügungen erwirkt worden. Einige der Gerichtsentscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. (dpa)

11:08 Uhr Die Kitas in Baden-Württemberg sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur heute, gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern werde zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet, um »spätestens bis Ende Juni die Kitas wieder vollständig öffnen zu können«. Sie stützte sich dabei auf erste Erkenntnisse aus einer Studie zu Kindern und dem Coronavirus, an der die Uniklinik Heidelberg mit Partnern arbeitet. Diese Studie gebe Signale, wonach Kinder bis zehn Jahre als Überträger des Virus nur eine untergeordnete Rolle spielen, erklärte Eisenmann. Deshalb werde jetzt auch ein Konzept für die weitere Öffnung der Grundschulen entwickelt. (dpa)

10:42 Uhr Deutschland verlässt den Lockdown Schritt für Schritt. Manche  Lockerungen gelten bundesweit, manche werden von den Ländern beschlossen. So schön es ist, dass einiges wieder erlaubt sein wird: Den Überblick zu behalten, welche Lockerungen für welche Branche gelten, was noch geschlossen bleibt und wofür es zumindest eine Perspektive gibt, ist nicht leicht. Untenstehende Grafik gibt einen Überblick darüber, was, wann, wo wieder geöffnet werden darf. (ege) 

10:13 Uhr Betriebe, die Azubis von insolvent gegangenen Firmen übernehmen, sollen eine Prämie bekommen. Darauf haben sich Vertreter von Bundesregierung, Bundesländern, Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft und Gewerkschaften in der sogenannten Allianz für Ausbildung geeinigt. Hintergrund sind Sorgen vor einem Einbruch auf dem Lehrstellenmarkt, weil Hunderttausende Firmen in der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die Prämie soll befristet sein bis Ende des Jahres. Eine genaue Höhe ist noch nicht bekannt. (dpa)

9:43 Uhr Die Baubranche bleibt krisenfest: Während die Corona-Pandemie ganze Wirtschaftszweige lahmlegt, gibt es auf Baustellen weiter viel zu tun. Das zeigt die Bilanz der Baugenehmigungen im Landkreis Reutlingen: Danach wurde hier im vergangenen Jahr der Bau von 1 677 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

9:14 Uhr Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Wie die dpa berichtet, könnte das möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. (dpa)

8:47 Uhr Wie hat Corona den Alltag verändert? Und welche Momente oder Objekte belegen das? Mit diesen Fragen richtete sich das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart an die Bevölkerung. Eine Auswahl davon stellt nun das Museum für Alltagskultur in Waldenbuch aus, das zum Verbund des Landesmuseums zählt. Mitmachen ist in dieser Ausstellung auch erwünscht. (dpa)

8:29 Uhr Die Stadt Metzingen bietet in allen Metzinger Grundschulen eine Notbetreuung für Kinder auch in den Pfingstferien an. Die Betreuung steht somit sowohl in der Sieben-Keltern-Schule als auch in der Uhlandschule und in der Neugreuthschule zur Verfügung. Da es sich weiterhin um eine Notbetreuung handelt können Eltern nur diejenigen Zeiten in Anspruch nehmen, während derer sie zwingend an ihrer Arbeitsstätte anwesend sein müssen. Diese Präsenzpflicht der Eltern muss nachgewiesen werden, teilt die Stadt weiter mit. Das Betreuungsangebot ist kostenpflichtig. Anmeldungen sollten noch heute, Dienstag, erfolgen. Für die Sieben-Keltern-Schule unter 07123204617 oder per E-Mail an betreuung@sks.rt.schule-bw.de, für die Uhland- und Neugreutschule unter 07123204925 oder per E-Mail an betreuung@sks.rt.schule-bw.de. (pm)

8:10 Uhr Boris Palmer (Grüne), Richard Arnold (CDU) sowie Matthias Klopfer (Schorndorf) haben klare Vorstellungen vom Weg aus der Coronakrise: Weniger Bürokratie, mehr Entscheidungskompetenz in den Kommunen, genug Geld und mehr »gesunder Menschenverstand«. Was das konkret bedeutet, haben die Oberbürgermeister von Tübingen, Schwäbisch-Gmünd und Schorndorf gestern in einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz aus dem Tübinger Rathaus erläutert. Ganz oben auf der Agenda: die komplette Öffnung von Kindergärten und Schulen. Wie sie sich das vorstellen, lesen Sie hier. (sel)

7:54 Uhr Eigentlich wäre die Hochphase für über 500 Konfirmanden aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Reutlingen vorbei. Dieses Jahr gestaltet sich der Sprung für die Jugendlichen in die »religiöse Volljährigkeit« wegen der Corona-Pandemie aber schwierig. Die festlichen Segnungsgottesdienste können nicht zu den ursprünglich geplanten Terminen stattfinden. Zum Teil wurden neue Termine für die Zeit vor den Sommerferien und im Herbst vereinbart. Manche Gemeinden terminierten die Konfirmation aufs Frühjahr 2021, andere ließen die Planung noch offen, weil sich die Lage und die Regelungen angesichts der dynamischen Entwicklung schnell ändern. (stan)

7:28 Uhr  Partygänger müssen vermutlich noch lange darauf warten, bis ihre Lieblingsdisco wieder öffnen darf. Denn in Clubs, Bars und Discos finde das Coronavirus perfekte Bedingungen für eine schnelle Verbreitung, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) der Deutschen Presse-Agentur. Es ist eng, man schwitzt, schreit einander mit geringem Abstand ins Ohr - »das ist genau dieses Szenario, bei denen es in anderen Ländern bereits zu massenhaften Ansteckungen gekommen ist. Das sind die Viren-Hotspots - gerade für das Coronavirus.« (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 180.600 (gestern: 180.328) Corona-Infizierte, 8.309 (8.283) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 161.199 (160.281) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Montag, 25. Mai 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns wieder mit einer schönen Aktion aus dem GEA-Verbreitungsgebiet, die wir vorstellen: Wenn schon auf dem Pausenhof kein Leben herrscht, dann wenigstens am Zaun der Schule - nach diesem Motto haben sich Lehrer der Grund- und Werkrealschule St. Johann und Schulsozialarbeiterin Manuela Buck die Aktion »Zaungäste« ausgedacht. Alle Schüler aus St. Johann, die ihre Schule derzeit nicht besuchen dürfen, können mitmachen. Aus zwei kreuzweise zusammengebundenen Ästen – einer davon möglichst mit einer schönen Gabel für die Beine – entstehen Stockmännchen, die mit Stoffresten oder Wolle eingekleidet und fantasievoll geschmückt werden. Die Anleitung zum Bauen eines Zaungastes finden Sie hier. (dew)

An der Aktion der St. Johanner Schule beteiligen sich zahlreiche Familien. Am oberen Schulhof herrscht inzwischen schon ein regelrechtes Gedränge. Foto: Christine Dewald
An der Aktion der St. Johanner Schule beteiligen sich zahlreiche Familien. Am oberen Schulhof herrscht inzwischen schon ein regelrechtes Gedränge.
Foto: Christine Dewald

20:35 Uhr Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) hat die Reaktion der Behörden und des Unternehmens auf die Verbreitung des Coronavirus bei Müller Fleisch in Birkenfeld (Enzkreis) gelobt. »Ich habe den Eindruck, sie haben das gut gemanagt«, sagte Hauk am Montag nach einem Gespräch mit Landrat Bastian Rosenau und Geschäftsführer Stefan Müller in Pforzheim. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

20:16 Uhr Seit einer Woche haben die meisten Restaurant in Reutlingen wieder geöffnet. Die Kellner tragen Maske, es wird viel mehr desinfiziert, als vorher, Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das Fazit der Gastronomen ist trotz Rückkehr aus der Zwangspause nicht euphorisch: Es sind deutlich weniger Kunden da, als vor dem Lockdown. 

Auch der Hotel- und Gastro-Verband Dehoga zieht nach der ersten Öffnungswoche der Gastronomie im Südwesten nach der Corona-Zwangspause eine mittelmäßige Bilanz. Die Umsätze blieben deutlich unter Soll, teilte der Verband am Montag in Stuttgart mit. Es gebe von den Gästen zwar viel Verständnis für die Abstands- und Hygieneregelungen, doch drei von vier Betrieben könnten unter den aktuellen Bedingungen nicht wirtschaftlich arbeiten, ergab eine Umfrage des Verbandes unter rund 2800 Mitgliedern. (GEA/dpa)

19:42 Uhr Im Kreis Sigmaringen wurde heute ein weiterer Corona-Fall gemeldet - die Gesamtzahl aller bestätigten Fälle liegt somit bei 782. 740 Personen gelten als genesen, 34 Menschen, die im Landkreis leben, sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. (GEA)

19:35 Uhr Nach dem kritischen Bericht über die Wirkung der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tests mit dem Medikament vorerst ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte Chloroquin wiederholt als Wundermittel gepriesen. Zuletzt sorgte er für Aufregung mit der Aussage, er nehme das Medikament prophylaktisch ein, um sich vor dem Virus zu schützen. (dpa)

18:59 Uhr Nun sind auch aktuelle Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es gibt einen weiteren bestätigten Corona-Fall und einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden im Kreis Tübingen also 1.284 Corona-Fälle nachgewiesen, 57 Menschen sind verstorben. Mindestens 1.184 Personen gelten als wieder genesen (Stand Freitag). (pm)

18:20 Uhr In Baden-Württemberg gibt es nun insgesamt 34.435 bestätigte Corona-Fälle, 31.217 von ihnen gelten als wieder geheilt. Es werden 1.707 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,95 - sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Am Samstag lag sie noch bei 0,5. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,3 im Durchschnitt - sie ist die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. (pm) 

17:52 Uhr Am Samstag hatten wir berichtet, wie die Krämer in der Corona-Krise um ihre Existenz kämpfen und dass sie sich von der Politik alleingelassen fühlen. Nun hatten sie zumindest ein wenig Grund zur Freude: Heute fand im Sonnenbühler Teilort Willmandingen endlich wieder ein kleiner Krämermarkt statt. Mehr dazu lesen Sie hier. (GEA)

Leo, Ben und Stefanie Schneider kaufen beim Krämermarkt in Willmandingen bei Rudolf Kleinknecht (links) ein. FOTO: FISCHER
Leo, Ben und Stefanie Schneider kaufen beim Krämermarkt in Willmandingen bei Rudolf Kleinknecht (links) ein. FOTO: FISCHER
Leo, Ben und Stefanie Schneider kaufen beim Krämermarkt in Willmandingen bei Rudolf Kleinknecht (links) ein. FOTO: FISCHER

17:12 Uhr In den Reutlinger Kreiskliniken werden aktuell noch drei Menschen behandelt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Zwei von ihnen sind intensivpflichtig. Das teilt das Landratsamt mit. Im Uniklinikum Tübingen dagegen sind aktuell noch deutlich mehr Covid-19-Patienten: 21 werden stationär behandelt, neun davon sind intensivpflichtig. (kk)

16:51 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.542 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind zwei Fälle mehr als gestern. 1.422 Menschen sind bereits wieder genesen, was 97,66 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Außerdem sind 86 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind fünf Todesfälle mehr als am Freitag. Insgesamt wurden 12.415 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt bei 3.920. (pm)

16:34 Uhr Der schwedische Umgang mit der Pandemie mit vergleichsweise wenigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist weiter umstritten. In Schweden sind bislang 4.029 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Rate der registrierten Sterbefälle ist in Schweden um ein Vielfaches höher als etwa in Norwegen oder Deutschland. In Schweden kamen bislang 40 Todesfälle auf 100.000 Einwohner. In Norwegen sind es 4,4, in Deutschland rund 10. (dpa)

16:08 Uhr Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Reutlingen ist seit etwa zwei Wochen konstant im niedrigen einstelligen Bereich. Überraschend wurden vom Landratsamt am Sonntag elf Ansteckungen gemeldet. Der Grund für diese Häufung ist, dass sich im Haus Lindach, einer Einrichtung der Reutlinger Altenhilfe, mehrere Personen angesteckt haben, sagt Christine Schuster, Pressesprecherin des Landratsamts, auf GEA-Nachfrage. (ege)

15:41 Uhr Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) beriet heute mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder über das weitere Vorgehen. Geplant ist:
- Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli
- Beibehaltung der Maskenpflicht
- Aufenthalt im öffentlichen Raum und private Zusammenkünfte im Hause mit zehn Personen oder Angehörigen aus zwei Hausständen möglich
Das geht aus einem Beschlussvorschlag des Kanzleramts hervor. (ege)

15:27 Uhr Durch die Einstellung des Spielbetriebs in der Fußball-Oberliga blieben dem SSV Reutlingen Einnahmen aus und Sponsorengelder brachen weg. Die Fußball-Abteilung startet jetzt eine Crowdfunding-Aktion. Bis zum 22. Juni soll eine Summe von 50.000 Euro erreicht werden. (kre)

15:11 Uhr Eine komplette Öffnung von Schulen und Kitas wird nach Ansicht von Familienministerin Franziska Giffey erst möglich sein, wenn die 1,50-Meter-Abstandsregel nicht mehr gilt. »Das ist eine ganz klare Geschichte. Weil sie ansonsten einfach nicht 100 Prozent der Kinder in 100 Prozent der Zeit von Kita und Schule zurückholen können«, sagte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin. Die Entscheidung, ob man sich von der 1,5-Meter-Abstandsregelung verabschiede, sei eine »sehr, sehr schwere Entscheidung«. Das könne nicht für das gesamte Bundesgebiet am Tag X festgelegt werden, sondern müsse anhand der Lage vor Ort entschieden werden, sagte Giffey. (dpa)

14:48 Uhr Um die Lieferketten während der Coronakrisezu stärken, hat das Land das Samstagsfahrverbot für Lastwagen in den ferien aufgehoben, berichtet die IHK Reutlingen auf ihrer Website. Die generelle Ausnahmegenehmigung gilt auch für Leerfahrten bis einschließlich 31. August. (GEA)

14:15 Uhr Das Weindorf is eine der beliebtesten Veranstaltungen in Reutlingen. Wegen der Corona-Krise ist der geplante Termin vom 26. August bis zum 5. September bereits im April abgesagt worden. Man prüfe, ob ein Ersatz-Termin möglich ist, hieß es damals. Wahrscheinlich ist jedoch, dass der Reutlinger Herbst in diesem Jahr komplett entfällt. Zwar hoffen die Betreiber noch auf den »Best Case«, sicher ist aber: »Mit Hygiene- und Abstandsmaßnahmen kann das Weindorf nicht stattfinden«, sagt Hauptorganisatorin Regine Vohrer auf GEA-Anfrage. Charakter der Veranstaltung sei Geselligkeit und Spontanität. Dazu passen keine Abstandsregeln. Weder habe man das Personal, diese zu kontrollieren, noch trage sich das Fest, wenn deutlich weniger Besucher erlaubt sind.

Die einzige Hoffnung für das Weindorf ist aktuell, dass die Kontaktbeschränkungen spätestens Mitte Juni aufgehoben werden. Dann müssen die Wirte nämlich eine Entscheidung fällen, weil einige von ihnen mehrere Wochen Vorlauf brauchen, sollte das Fest doch stattfinden können. Letztmöglicher Zeitraum für das Event ist Mitte September, später geht nicht, weil dann das Wetter zu schlecht ist, so Vohrer. Sie stellt klar: »Wir würden das Weindorf gerne machen, aber wir möchten auch nicht verantwortlich dafür sein, dass sich Leute anstecken.« (ege)

13:49 Uhr Kann das Skype-Meeting am Computer den gemeinsamen Musikunterricht ersetzen? Biggi Neugebauer von der Kulturwerkstatt Reutlingen meint »nein«. Der eingetragene Verein hat zwar diverse Angebote auf digitale Formate umgestellt, die echten Proben und Unterrichtseinheiten vermissen jedoch alle, ob Jugendliche, Schulbands und auch das Team der Kulturwerkstatt, erzählt Neugebauer im GEA-Gespräch. (jüsp)

13:26 Uhr Nach Monaten der Geschlossenheit driften Bund und Länder jetzt bei den Corona-Beschränkungen stärker auseinander. Während die Bundesregierung weiter auf eine vorsichtige, schrittweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen setzt, möchte Sachsen einen ähnlichen Weg einschlagen wie Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Dieser hatte angekündigt, die Corona-Beschränkungen Anfang Juni beenden zu wollen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

12:57 Uhr Die Konsolidierung des Etats der Gemeinde Grafenberg wird wegen der Corona-Krise zunehmend schwieriger. »Der Haushalt nimmt eine völlig andere Entwicklung, als ich je gedacht hätte«, so Grafenbergs Kämmerin Susanne Girod zum ersten Quartalsbericht, den sie in jüngster Sitzung des Gemeinderats vorlegte, die wegen des Abstandsgebots in der Kelter stattfand. »Gekennzeichnet ist das erste Quartal durch die Corona-Krise. Diese wirkt sich ganz erheblich auf die ohnehin schon schlechte Finanzsituation aus«, sagte Girod. Zum Beispiel die Gewerbesteuer: Gegenüber dem Plananstz fehlen bereits jetzt 100.000 Euro. Zudem sind weitere 250.000 Euro weniger an Gewerbesteuereinnahmen angekündigt worden. (mar)

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihre Chefredakteure Dr. Christoph Fischer und Damian Imöhl

12:19 Uhr Corona-Soforthilfe ist nicht pfändbar. Die Mittel dienten nur dazu, unmittelbar durch die Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Engpässe zu kompensieren. Daher haben Schuldner nicht automatisch Zugriff auf das Geld. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Köln hervor. Die Auszahlung der Corona-Soforthilfe an den Gläubiger würde eine Maßnahme der Zwangsvollstreckung darstellen. Wegen ganz besonderer Umstände würde dies eine nicht mit den guten Sitten vereinbare Härte für den Schuldner bedeuten. (dpa)

11:53 Uhr Die Lufthansa ist in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten. Seit Wochen laufen Verhandlungen über ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Die Bundesregierung und die Lufthansa haben sich jetzt grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen geeinigt. Zustimmen müssen noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission. Die Einigung sei »im Rahmen« des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, hieß es am heute in Regierungskreisen. Demnach liegt das Volumen der Hilfen bei neun Milliarden Euro. Der Bund will sich vorerst mit 20 Prozent direkt an der Lufthansa beteiligen. (dpa)

11:27 Uhr Was liegt denn da? Irgendwer hat im Reutlinger Stadtpark in Sichtweite der Charlottenstraße einen Steinkreis angefangen, bei dem jeder mitmachen soll. Der wetterfest verpackte Zettel mit dem Aufruf dazu zeigt Schwächen in der Rechtschreibung, aber wen stört das schon: »Liebe Kinder, liee Spatziergänger, malt doch zu Hause einen Stein an und legt ihn dazu. Mal sehen, wie lange die Schlange während der Corona-Zeit wird?! Ob wir es durch den ganzen Park schaffen?« Die Aussichten sind vielversprechend. Bereits jetzt hat die Steinschlange eine Länge von 30 Metern, und besteht aus ganz vielen phantasievoll bemalten Einzelstücken. Die meisten sind bunt, manche zeigen Sprüche wie »selten hören wir die innere Musik und dennoch tanzen wir nach ihr« oder »Der Kreis ist rund. Die Zeit steht still«. Ein nettes kleines kindliches Kunstprojekt am Wegesrand. (zen)

Foto: Zenke
Foto: Zenke

11:01 Uhr Seit vielen Wochen ist auch am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pfullingen Homeschooling angesagt. Die Lehrerinnen Franziska Müller und Sabine Störk haben ein Zwischenfazit des Fernunterrichts gezogen. Neben vielen Chancen, die digitale Lernangebote böten und die sie zu schätzen gelernt hätten, hätten sich auch die Grenzen des digital Möglichen gezeigt: Das Experiment im Chemie-Unterricht sei beispielsweise eindrucksvoller als das mit hohem Zeitaufwand gedrehte Erklärvideo, eine Diskussion über einen politischen Sachverhalt dynamischer und ergiebiger, wenn die Gesprächsteilnehmer direkt und spontan aufeinander reagieren können. Bildung brauche die Interaktion des Einzelnen mit der Gruppe und könne – sofern  sie mehr sein soll als bloße Wissensvermittlung – auf Dauer nicht im digitalen Raum stattfinden, der immer nur eine Simulation echter Begegnungen sei. Deshalb sehnen die Lehrerinnen die Zeit herbei, in der sie ihre Schülerinnen und Schüler wieder leibhaftig vor sich sitzen haben. Nach derzeitigem Stand wird ab Montag, 15. Juni, bis Ende des Schuljahres der Schulbetrieb für alle Klassenstufen geöffnet, angedacht ist ein rollierendes System. (GEA)

10:35 Uhr Null Abstand, Maske Fehlanzeige, sogar Bierflaschen kreisten: Knapp eine Woche nachdem der Skaterpark in Reutlingen nach der Corona-Pause öffnete, wurde er auch schon wieder geschlossen. »Wenn gute, umsetzbare Lösungen gefunden werden, wie das Skaten unter Berücksichtigung von Auflagen möglich ist, soll der Skatepark ab Dienstag, 2. Juni 2020 als Teil der Kinder- und Jugendarbeit in Reutlingen bis zum Ende der Sommerferien oder bis zur Aufhebung der Corona-bedingten Auflagen betrieben werden«, meldet die Reutlinger Stadtverwaltung heute. Skater können ihre Ideen zur Wiedereröffnung des Skateparks einbringen. Die Mitarbeiter des Jugendcafés und der Jugendhäuser der Stiftung Jugendwerk laden am Donnerstag, 28. Mai 2020, um 15 Uhr, an der Anlage im Bürgerpark zu einem »Sperrzaun-Gespräch« ein. (pm)

Foto: Stadt
Foto: Stadt

10:13 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.541 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das ist ein Fall mehr als gestern. 1.423 Menschen sind bereits wieder genesen, was 97,60 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Außerdem sind 83 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind zwei Todesfälle mehr als am Freitag. Insgesamt wurden 12.380 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt bei 3.909. (pm)

9:52 Uhr Sonnen in der Toskana, feiern auf Ibiza oder Sightseeing in New York - die Corona-Krise macht den diesjährigen Urlaubsplänen vieler Menschen einen Strich durch die Rechnung. Bislang hat Deutschland kaum Planungssicherheit geschaffen. Alternativen müssen her. Welche das sein könnten, lesen Sie hier. (dpa)

9:28 Uhr Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen im März auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote, wie das Statistische Bundesamt heute nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. »Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020«, hieß es. In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer. Insgesamt registrierte die Polizei im ersten Quartal 2020 rund 564 000 Verkehrsunfälle, das entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. (dpa)

9:05 Uhr Die Württembergische Philharmonie Reutlingen (WPR) hat die Saison 2019/20 vorzeitig beendet und alle verbleibenden Konzerte abgesagt, berichtet das Internetmagazin »klassik.com«. Grund für die Entscheidung sei demnach die Landesverordnung zum Infektionsschutz, nach der Großveranstaltungen verboten sind. Allerdings will die WPR Alternativprogramme entwickeln, da von Juni an Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen erlaubt sein sollen. Wer schon Karten gekauft hat, soll den Eintrittspreis für die abgesagten Konzerte zurückerstattet bekommen, schreibt das Magazin. Abonennten erhalten anteilige Gutschriften. (ege)

8:43 Uhr Am 6. Juni wäre es wieder so weit gewesen: Im Rahmen des Stadionfests der Fußballabteilung des TSV Eningen hätte der 19. Charitylauf der Aktion »Fußballkids helfen« stattfinden sollen. Doch coronabedingt sind solche Veranstaltungen derzeit nicht möglich. Die Fußballabteilung hat jetzt kurzfristig beschlossen, stattdessen einen virtuellen Spendenlauf zu starten. (pm)

8:16 Uhr Donnerstag Vatertag, jetzt Wochenende: Die Menschen zieht es hinaus. Die Alb ist ein besonderer Magnet für Ausflügler, die nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch von weiter her kommen. Natur kann man auch in Krisenzeiten genießen – und mittlerweile auch wieder an reizvollen Orten einkehren. Eine Stippvisite an der Wimsener Mühle, beim Lagerhaus in Dapfen und am Bootshaus in Bichishausen. (cofi)

7:50 Uhr Chemische Mittel zur Desinfektion haben mit der Corona-Krise verstärkt auch in privaten Haushalten Einzug gehalten. Es ist ein Trend mit Nebenwirkungen: Es steigt das Risiko von Vergiftungen. Der Giftnotruf im Südwesten hat daher wegen Corona mehr zu tun. (dpa)

7:25 Uhr Nach der jüngsten Steuerschätzung müssen die Kommunen in diesem Jahr mit 3,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als im Herbst 2019 prognostiziert. Der Einbruch sei insbesondere auf die rückläufige Gewerbesteuer zurückzuführen. 2021 müssen Gemeinden, Städte und Kreise mit einem Rückgang von rund 2,3 Milliarden Euro kalkulieren. Wie weit öffnet das Land die Geldschatulle für Kommunen in der Coronakrise? Heute beginnen dazu die Gespräche. Drei Oberbürgermeister wollen das Land vorab einstimmen auf die Sorgen der Städte und Gemeinden. Darunter ist auch der Tübinger OB Boris Palmer. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 180.328 (gestern: 179.986) Corona-Infizierte, 8.283 (8.261) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 160.281 (159.716) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Sonntag, 24. Mai 2020

17 Uhr Wir verabschieden uns für den heutigen Tag mit einer Geschichte, die ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubert: Maske tragen zu müssen ist nicht schön, aber man kann es sich wenigstens schöner machen. Das denkt sich zumindest Silke Brucklacher, als ihr Fachgeschäft für Dessous und Bademoden an der Wilhelmstraße endlich wieder aufmachen darf.

»Da mussten wir ja Mundschutz tragen, aber der war uns allen zu hässlich«, sagt sie. Irgendwie müsste sich doch aus erlesenen Zutaten auch etwas Erotisches machen lassen. So entsteht das erste »Mauldäschle« mit zarter BH-Spitze. Mittlerweile ist die Kundschaft mit Sinn fürs Schöne offenbar entzückt - aber lesen Sie hier selbst. (zen)

16:13 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.540 (gestern: 1.529) Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. 1.409 Menschen wurden am Freitag als bereits wieder genesen gemeldet (Todesfälle nicht eingerechnet). Außerdem sind 81 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (Auskunft von Freitag). Die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt heute bei 3.909. (pm)

16:02 Uhr Die KBF mit Hauptsitz in Mössingen ist mit ihren Geschäftsbereichen in der Pflege, Betreuung, Beschulung und Förderung in der Corona-Krise gefordert. »Wir sind noch weit von Alltag entfernt«, sagt Wolfgang Welte. Der 51-Jährige bildet zusammen mit Klaus Barthold und Beatrice Kästner den Stiftungsvorstand der KBF, zugleich die Geschäftsführung.

Die Busse stehen noch immer, da die Schulen und Kitas nach der längeren Schließung im Notmodus sind, es bis auf Weiteres nur sehr begrenzt Betreuung und Unterricht gibt. Fahrten zu Werkstätten für behinderte Menschen fielen ebenfalls ganz aus, da diese angesichts der Risiken geschlossen wurden. Und auch ältere Menschen in Senioreneinrichtungen der KBF blieben, wo sie waren, durften nicht einmal mehr besucht werden. Mehr dazu, wie die KBF in der Krise getroffen und auch gefordert wurde, lesen Sie hier. (mwm)

15:38 Uhr Das Reutlinger Autokino ist gestern gestartet: Nachdem das Wetter den Mittag über eher schlecht war, hörte der Regen am Abend dann auf - wie passend. »Ich wünsche dem Kamino viel Erfolg mit dieser tollen Idee«, sagte Thomas Reumann. Der Landrat saß am Samstagabend in einem von rund 60 PKWs des Autokinos auf dem ehemaligen Willi-Betz-Areal an der Max-Planck-Straße. (gb)

14:56 Uhr Nach Hunderten von Coronafällen in einer Fleischfabrik in Birkenfeld bei Pforzheim setzt sich auch der Landtag mit den Infektionen in dem Unternehmen auseinander. Auf Antrag der Fraktionen von SPD und FDP tritt der Landtagsausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz am Dienstag zusammen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:14 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es zwei neue bestätigte Corona-Fälle. Die Gesamtzahl aller Fälle liegt somit bei 1.283, davon sind 1.184 (Stand Freitag) bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist nicht weiter gestiegen, sie liegt bei 56. (pm) 

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihre Chefredakteure Dr. Christoph Fischer und Damian Imöhl

13:44 Uhr Steigende Ausgaben einerseits, sinkenden Einnahmen andererseits: Die baden-württembergischen Kommunen fordern vom Land Baden-Württemberg deutliche finanzielle Hilfen in der Coronakrise. An diesem Montag beginnen die Gespräche zwischen dem Land und den Kommunen übers Geld. Die jüngste Steuerschätzung für Baden-Württemberg beschrieb nicht nur für das Land eine düstere Perspektive. Auch für die Städte, Kreise und Gemeinden sieht es schlecht aus. Laut Schätzung müssen die Kommunen in diesem Jahr mit 3,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als im Herbst 2019 prognostiziert worden war. (dpa)

13:10 Uhr Bis zum 5. Juni gelten die Corona-Beschränkungen für Bürger im öffentlichen Raum - Thüringen will diese dann nicht mehr verlängern, verkündete Ministerpräsident Bodo Ramelow. Er begründet das mit der aktuellen Infektionslage. In der Umfrage auf der GEA-Homepage haben wir gestern Mittag dann gefragt, ob Baden-Württemberg die Beschränkungen auch beenden sollte. Knapp 1.600 Menschen haben bislang abgestimmt: 44 Prozent finden »Ja definitiv - was Thüringen vorhat ist gut«, 50 Prozent haben für »Nein, bloß nicht, das ist grob fahrlässig« gestimmt und 6 Prozent haben angegeben »Darüber muss ich mir noch Gedanken machen«.

Auch auf dem GEA-Instagram-Kanal haben wir nach der Meinung der Follower zum Vorstoß Thüringens gefragt. Hier haben 42 Prozent der Umfrage-Teilnehmer angegeben, dass Baden-Württemberg die Beschränkungen auch aufheben sollte. 58 Prozent finden Thüringens Vorstoß »grob fahrlässig«. Eine Followerin schreibt »Die Menschen fühlen sich durch starke Lockerungen sicherer und verlieren noch mehr die Hemmungen«, ein anderer fordert »Weniger als 10.000 erkrankte Bürger in ganz Deutschland, wir sollten zurück zur Normalität«.  Auch auf der GEA-Facebook-Seite haben wir nach der Meinung der Leser gefragt und ein großes Spektrum an Positionen zu lesen bekommen. Frank Hoffmann schreibt beispielsweise »Irgendwann muss ja mal einer einen Anfang machen, sonst gibt es nie ein Ende«, Joachim Späth findet »Hier sollte dennoch ne klare, Bundesländer übergreifende Regelung gefunden werden und nicht wieder jeder sein eigenes Süppchen kochen«. Jasmin Weisshaar hofft »Hoffentlich geht das in Thüringen nicht nach hinten los...«, Sebastian Pönicke findet Thüringens Vorstoß »Absolut fahrlässig und hirnverbrannt«. (kk)

12:33 Uhr Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Schuldvorwürfe wegen Chinas Umgang mit dem Ausbruch des neuen Coronavirus scharf zurückgewiesen. Gerichtliche Klagen in den USA und Forderungen nach etwaiger Entschädigung durch China seien irrwitzig und hätten keinerlei rechtliche Grundlage, sagte der Chefdiplomat heute auf einer Pressekonferenz am Rande der laufenden Sitzung des chinesischen Volkskongresses in Peking. (dpa)

11:31 Uhr Urlaub im Ausland ist momentan nicht möglich und schwer planbar - also suchen viele Menschen in der Corona-Zeit Erholung in der nahen Umgebung. Unter anderem Fahrradläden verzeichnen einen Ansturm. (dpa)

10:53 Uhr Marktleute haben kaum eine Lobby, sagt Krämer Rudolf Kleinknecht - das hat die Corona-Krise auf brutale Art und Weise verdeutlicht. Von der Politik fühlt sich Kleinknecht allein gelassen: »Wenn ein Automobilkonzern hustet, ist gleich der Notarzt da. Wenn wir sterben, zuckt kaum jemand mit den Schultern«, macht er seinem Frust Luft. Im GEA-Gespräch berichten die beiden Krämer Rudolf Kleinknecht und Manfred Hess davon, wie Krämer nun um ihre Existenz kämpfen. (ma)

Manfred Hess (rechts) hat das Lager voller Socken, die er wochenlang nicht verkaufen durfte. Rudolf Kleinknecht hat dasselbe Pro
Manfred Hess (rechts) hat das Lager voller Socken, die er wochenlang nicht verkaufen durfte. Rudolf Kleinknecht hat dasselbe Problem in Grün: Er handelt mit Kurzwaren auf Krämermärkten, die, wie so vieles, Corona zum Opfer gefallen sind. FOTO: SCHRADE
Manfred Hess (rechts) hat das Lager voller Socken, die er wochenlang nicht verkaufen durfte. Rudolf Kleinknecht hat dasselbe Problem in Grün: Er handelt mit Kurzwaren auf Krämermärkten, die, wie so vieles, Corona zum Opfer gefallen sind. FOTO: SCHRADE

10:12 Uhr Nach dem Corona-Ausbruch in Niedersachsen nach einem Restaurantbesuch (gestern bekannt geworden), sucht der Landkreis nun nach den Ursachen. Wurden geltende Regeln missachtet? Der Landrat des Kreises äußerte in einem NDR-Interview, dass es Hinweise gebe, dass der Wirt während des laufenden Betriebes wohl keine Maske getragen hat und dass auch Abstandsregeln nicht eingehalten wurden. Außerdem sollen die Kontaktdaten von Gästen nicht vollständig erfasst worden sein. Auf der Facebook-Seite des Restaurants gibt es nun einen Shitstorm. Mehrfach wird auf ein TV-Interview des corona-positiven Wirtes hingewiesen, in dem er keine Maske trägt, sondern lediglich einen Schal, der ab und zu den Mund bedeckt, aber nicht die Nase. (dpa/kk)

9:44 Uhr Das Gesundheitssystem in Afghanistan lässt sich mit dem in Deutschland absolut nicht vergleichen: Nur 400 Beatmungsgeräte gibt es im ganzen Land. Umso interessanter ist die Geschichte der zwölf jungen Frauen, die aus der Provinz Herat stammen und nach monatelanger Tüftelei für Corona-Patienten einen günstigen Prototyp eines Beatmungsgeräts mit Autoteilen gebaut haben. Die ganze Geschichte lesen Sie hier. (dpa)

»Afghan Dreamers«
Eine Gruppe junger Frauen arbeitet an zwei Arten preiswerter Beatmungsgeräte, die sie unter Verwendung von Toyota-Autoersatzteilen entwickelt haben. Foto: Hamed Sarfarazi/AP/dpa
Eine Gruppe junger Frauen arbeitet an zwei Arten preiswerter Beatmungsgeräte, die sie unter Verwendung von Toyota-Autoersatzteilen entwickelt haben. Foto: Hamed Sarfarazi/AP/dpa

9:04 Uhr Nachdem sich am vergangenen Wochenende der bundesweit größte Protest gegen die Corona-Beschränkungen in Stuttgart versammelt hatte, fielen die Proteste am gestrigen Samstag fast überall kleiner aus, als angemeldet. An einem Protestzug in Stuttgart etwa nahmen mehrere Dutzend Menschen teil, später kamen weitere Demonstranten hinzu. Ursprünglich waren 500 Teilnehmer angemeldet gewesen. (dpa)

8:38 Uhr In Baden-Württemberg dürfen Hotels, Pensionen und andere Unterkünfte nach den coronabedingten Beschränkungen ab dem 29. Mai vollständig wieder öffnen. Eine entsprechende Verordnung für sogenannte Beherbergungsbetriebe beschloss die Landesregierung am Samstag, wie das baden-württembergische Wirtschaftsministerium mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 179.986 (gestern: 179.710) Corona-Infizierte, 8.261 (gestern: 8.228) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 159.716 (gestern: 159.064) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Samstag, 23. Mai 2020

17 Uhr Wir verabschieden uns für heute mit einer schönen Aktion: 50 selbst gemalte Bilder, ein Waldrundweg und der gemeinsam eingesungene Silbermond-Coversong »Machen wir das Beste draus« - Schüler und Lehrer der Waldschule Ohmenhausen sind während der Schulschließung kreativ geworden und haben sich mit viel Herzblut drei besonderen Aktionen gewidmet. Begonnen hat alles damit, dass Musiklehrer Thomas Frey und Referendarin Nina Nonnenmacher den neuesten Song der bekannten Deutschpopband Silbermond gecovert haben. »Machen wir das Beste draus«, heißt das Lied und beschreibt die Situation, die aus der aktuell alles beherrschenden Coronakrise entstanden ist. Der Song wurde im Tonstudio eines Freundes mit Gesang und Klavierbegleitung aufgenommen und sorgte für solche Begeisterung, dass die beiden Lehrer anregten, den Song durch einen Projektchor aus Schülern, Lehrkräften und Eltern zusätzlich aufzupeppen.

Die Einzelaufnahmen der fünf Gesangsolisten, alles Schülerinnen der dritten Klassenstufe, sowie des 40-köpfigen Chores sind inzwischen abgeschlossen und wurden zu dem bereits aufgenommenen Gesang von Nina Nonnenmacher gemischt. 50 Stunden intensive Proben- und Aufnahmezeit liegen hinter den Beteiligten und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. (jüsp)

16:35 Uhr Die AfD darf am Sonntag in Stuttgart gegen die Corona-Beschränkungen demonstrieren - trotz eines ursprünglichen Verbots der Stadt. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) setzte für den Protest aber strenge Auflagen fest, wie aus einer am Samstag in Mannheim veröffentlichten Entscheidung hervorgeht. Unter anderem dürfen nur bis zu 100 Menschen teilnehmen. (dpa)

16:04 Uhr Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf das Jahr 2021 gibt es erste Zweifel am neuen Termin, weil niemand weiß, ob die Krise oder das Virus im Sommer 2021 wirklich im Griff ist. Momentan glaubt daran kaum einer. Und der australische Sportfunktionär John Coates hat das nun auch in einer Videokonferenz erstmals ausgesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:34 Uhr Baden-Württemberg will Thüringen nicht folgen: »Die Länder sind sehr unterschiedlich vom Virus betroffen, was im gewissen Rahmen auch zur unterschiedlichen Handhabung der Maßnahmen führt«, sagte ein Sprecher der Landesregierung am Samstag. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:06 Uhr Manche Gemeinden haben es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft, ein rollierendes System für die Kinderbetreuung ab Montag zu organisieren. Andere Gemeinden haben es geschafft, Grafenberg zum Beispiel. In der ersten Phase soll durchgängig jedes Kind im Wochenrhythmus rollierend von jeweils 7 bis 13 Uhr im Kindergarten sein. (mar)

14:34 Uhr Gute Nachrichten aus Tübingen: Es gibt keine weiteren, bestätigten Corona-Fälle im Kreis. Die Zahl aller Infektionen liegt damit weiter bei 1.281. Die Zahl der Genesenen wurde gestern auf 1.184 geschätzt. Auch ist kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet worden, es bleibt bei 56 Todesfällen. (pm)

13:50 Uhr Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören. »Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen«, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen. Die Details sollen nach Angaben einer Regierungssprecherin in der Kabinettssitzung am Dienstag beraten werden. (dpa)

Umfrage (beendet)

Sollte Baden-Württemberg die Corona-Beschränkungen auch beenden?

Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Uns interessiert Ihre Meinung dazu: Sollte Baden-Württemberg nachziehen?

63%
33%
4%

13:39 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.529 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind gleich viele Fälle wie gestern. 1.409 Menschen wurden am Freitag als bereits wieder genesen gemeldet, was 97,31 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Außerdem sind 81 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Insgesamt wurden 12.354 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle lag am Freitag bei 3.908. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihre Chefredakteure Dr. Christoph Fischer und Damian Imöhl

12:36 Uhr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich gegen ein gesetzlich verankertes Recht auf Arbeit von zu Hause ausgesprochen. Altmaier sagte, er habe volles Vertrauen in Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Betriebsräte, dass vor Ort die richtigen Lösungen gefunden werden. »Staatliche Gängelei wäre grundfalsch.« (dpa)

12:08 Uhr Zuschüsse oder Kredite? Diese Frage steht bei der Ausgestaltung eines EU-Wiederaufbauplans für die Wirtschaft inzwischen im Mittelpunkt. Österreich, Dänemark, Schweden und die Niederlande haben nun mit einem Gegenentwurf auf die Ideen von Merkel und Macron reagiert. (dpa)

11:37 Uhr Das Wetter ist aktuell noch nicht optimal - aber vielleicht ändert sich das bis zum Abend ja noch. Dann startet nämlich das Autokino in Reutlingen auf dem Willi-Betz-Areal, heute gibt's den Film »Känguru-Chroniken« zu sehen. Tickets kann man ausschließlich online erwerben. Am Mittwochabend hatten sieben Personen die Leinwand und die restliche Zubehör aufgebaut - um das Ganze dann gleich unter realen Bedingungen bei Dunkelheit zu testen. In den kommenden Wochen soll immer ein Vorstandsmitglied des Forum22/Luna Metzingen das Vorführen am Kinoprojektor übernehmen, das Abendgeschäft - wie Kontrolle der Tickets, Platzzuweisung und ähnliches - wird vom Team des Kamino Reutlingen übernommen. (kk) 

Die Leinwand steht, davor ist noch eine ganze Menge Platz: Heute startet das Autokino in Reutlingen. Foto: Forum22
Die Leinwand steht, davor ist noch eine ganze Menge Platz: Heute startet das Autokino in Reutlingen.
Foto: Forum22

11:09 Uhr Nach dem Besuch eines Gottesdienstes in Frankfurt haben sind mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Sechs von ihnen liegen im Krankenhaus. Dabei hat die Baptisten-Gemeinde alle Regeln eingehalten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. (dpa)

10:45 Uhr Es war abzusehen: Die Feierlichkeiten zum 1 250-Jahr-Jubiläum von Seeburg sind abgesagt. »Auf unbestimmte Zeit verschoben«, wie Ortsvorsteher Oliver Kolb sagt. Der traurige Smiley mit nach unten gezogenen Mundwinkeln und Träne unterm rechten Auge, den er ins städtische Mitteilungsblatt setzen hat lassen, spricht Bände. Warum das Fest nicht einfach ein Jahr später gefeiert wird, lesen Sie hier. (and)

10:04 Uhr Chinesische Forscher haben eine erste kleine Wirkung eines Corona-Impfstoffs am Menschen nachgewiesen. Ein Malariamittel, das US-Präsident Trump angeblich nimmt, ist dagegen bei einer großen Studie mit Probanden durchgefallen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:28 Uhr Masken mit einem Sichtfenster: Sie können Hörgeschädigten das Leben in der Corona-Krise deutlich erleichtern. »Hochgradig schwerhörige Menschen«, beschreibt die Reutlinger Hörakustikmeisterin Nadja Kuhnle, »schauen einem auf den Mund und nicht in die Augen«. Das Ungehörte vom Mund abzulesen funktioniere bei ihnen praktisch automatisch. Der Pro-Akustik-Verband hat solche Masken nun herstellen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier. (ele)

Der Blick auf die Mundpartie kann Schwerhörigen helfen, besser zu verstehen. Und wer eine solche Maske trägt, kann anderen ein L
Der Blick auf die Mundpartie kann Schwerhörigen helfen, besser zu verstehen. Und wer eine solche Maske trägt, kann anderen ein Lächeln schenken. FOTO: PIETH
Der Blick auf die Mundpartie kann Schwerhörigen helfen, besser zu verstehen. Und wer eine solche Maske trägt, kann anderen ein Lächeln schenken. FOTO: PIETH

8:57 Uhr Nun scheint der Fall eingetreten zu sein, vor dem so manche Experten gewarnt und den so manche Gastronomen gefürchtet haben: Nur kurz nach Wiedereröffnung der Restaurants und Cafés scheinen sich mehrere Menschen in einem Lokal angesteckt zu haben. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:25 Uhr Die Krankenkassen sträuben sich gegen eine komplette Übernahme der Kosten für die geplante Ausweitung der Coronavirus-Tests (wir berichteten). »Im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Tests auszuweiten, erscheint auf jeden Fall sinnvoll«, sagte der Sprecher des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Als staatliche Aufgabe müssten Tests in diesem Rahmen aber auch vom Staat finanziert werden. Das forderte auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 179.710 (gestern: 179.021) Corona-Infizierte, 8.228 (gestern: 8.203) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 159.064 (gestern: 158.087) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Freitag, 22. Mai 2020

21 Uhr Nach den Einsätzen vor einer Woche steht Stuttgarts Polizei erneut ein Wochenende mit zahlreichen Demonstrationen und Protestzügen bevor. Die meisten davon richten sich nach Angaben der Stadt gegen die Coronavirus-Beschränkungen und dürften kleiner ausfallen als zuvor. Bis Freitagnachmittag seien neun Veranstaltungen genehmigt worden. (dpa)

20:35 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt seit dem 11. Mai zum ersten Mal wieder einen neuen laborbestätigten Corona-Fall. Die Gesamtzahl liegt damit bei 781. Davon gelten 722 Personen als wieder genesen. 33 Personen sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19. gestorben. (GEA)

20:20 Uhr Die Stadtwerke stehen in den Startlöchern, alles ist angerichtet für die Öffnung des Wellenfreibads Reutlingen. Die war eigentlich für 1. Mai geplant, musste coronabedingt aber abgesagt werden. Immerhin tauchen »Spaß- und Freizeitbäder« mittlerweile im zeitlich gestaffelten Stufenplan der Landesregierung auf. Ab Pfingsten dürfen sie öffnen – aber nur für Schwimmkurse und -unterricht, und auch das unter strengen Auflagen. Wann die Freibäder öffnen, ist nach wie vor ungewiss. (keg)

19:52 Uhr Johannes Schwörer vertritt als ehrenamtlicher Präsident des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) mittelständisch geprägte Unternehmen. »Für unsere Unternehmen hat es oberste Priorität, die Betriebe durch die Coronakrise zu bringen und die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter zu sichern«, stellt der 52 Jahre alte Chef von 1.850 Mitarbeitern des Fertighaus-Anbieters Schwörer Haus klar. Der HDH hat seine Vorschläge zur Krisenbewältigung sowie zur Wiederbelebung der Konjunktur in einem Zehn-Punkte-Plan zusammengefasst. »Wichtig ist jetzt die Liquidität der Betriebe, dann brauchen wir Investitionsanreize«, sagt Schwörer im Gespräch mit dem GEA.

19:35 Uhr Die Coronakrise wirkt sich in Bodelshausen noch stärker aus als in anderen Gemeinden. Denn: Die Gewerbesteuereinnahmen brechen dramatisch ein. Nach fünf bis sieben Millionen Euro in den letzten Jahren werden 2020 nur noch knapp zwei Millionen Euro erwartet – wenn es gut läuft. Bürgermeister fordert ein Hilfspaket.

19:14 Uhr Seit Montag dürfen Speisegaststätten in Baden-Württemberg im Innen- und Außenbereich wieder öffnen. Allerdings gelten strenge Hygienevorschriften. Tische und Gäste sind in der Reutlinger Innenstadt jedoch nicht überall weit genug voneinander entfernt. Was das Reutlinger Ordnungsamt dazu sagt, lesen Sie hier. (ege)

18:47 Uhr In Baden-Württemberg stieg die Zahl der Corona-Fälle um 98 auf mittlerweile insgesamt 34.310. Davon gelten 30.780 Personen als wieder geheilt. Derzeit sind geschätzt noch 1.838 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. 1.692 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,57 sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,4 im Durchschnitt - sie ist die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. (pm)

18:21 Uhr Eine knappe Mehrheit des Reutlinger Gemeinderats hat einem Vorstoß der CDU-Fraktion den Segen erteilt, die Parkgebühren in der Tiefgarage unter der Stadthalle für die ersten beiden Stunden kostenfrei zu lassen. Dies soll während der Corona-Krise vorläufig bis 21. August gelten.Die Maßnahme soll Kunden locken und den örtlichen Einzelhandel in der wirtschaftlich kritischen Lage unterstützen. Zugleich soll sie Werbung für das schlecht ausgelastete Parkhaus machen. (igl)

17:53 Uhr Der Bund soll nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder in diesem Jahr nur noch maximal 100 Milliarden Euro zusätzliche Schulden aufnehmen dürfen. Der bayerische Ministerpräsident unterlegte damit am Freitag in seiner Rede auf dem Internet-Parteitag in der CSU-Geschichte erstmals die Forderung der CSU nach einer Obergrenze für die deutschen Staatsschulden mit einer konkreten Summe. (dpa)

17:14 Uhr Keine Möglichkeit zur Fortsetzung von Proben? Das ist kein Problem für das  Reutlinger Kinder- und Jugendtheater Patati-Patata. Seit April übt Sonka Müller jeden Montag mit ihren Schülern - digital. Die Hoffnung bleibt, dass die verschobenen Auftritte irgendwann im Herbst nachgeholt werden können. »Die Schüler hatten am Anfang keine Lust darauf, weil sie in der Schule solche Videokonferenzen haben.« Doch die Jugendlichen haben schnell ihren Spaß an Online-Proben gefunden, meint Müller. Die Proben seien wichtig für die Motivation und den Ensemblegeist. (stan)

Foto: Schitz
Foto: Schitz

16:50 Uhr Vergangene Woche hatten sich die Fußball-Verbände in Baden-Württemberg darauf verständigt, die Saison von der Oberliga abwärts abzubrechen. Aufsteiger sollten nach Quotientenregel ermittelt werden, absteigen sollte nach dem Vorschlag der Verbände keiner. Die entgültige Entscheidung darüber wird jedoch erst am 20. Juni fallen, vorher sollten noch die Mitgliedsvereine angehört werden. Wie der Württembergische Fußballverband (WFV) auf seiner Website mitteilte, sind bislang 594 Stellungnahmen eingegangen. Laut Verband habe sich die »überwältigende Mehrheit« der Vereine für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Kritik gab es daran, dass keine Absteiger ermittelt werden. »Wir haben sicherlich in den Vorberatungen vieles bedacht. Aber es hat sich gezeigt, dass die intensiven Diskussionen in unseren über 1.500 am Spielbetrieb teilnehmenden Vereinen noch einzelne neue Aspekte hervorgebracht haben, die wir jetzt prüfen. Wir wollen das bestmögliche Ergebnis, und deshalb sind wir gut beraten, uns mit jedem konstruktiven Gedanken auseinanderzusetzen«, wird WFV-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm zitiert. (ege)

16:27 Uhr Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kaufkraft nach der Corona-Krise einem Bericht zufolge mit einem Familienbonus stärken. Eltern sollten für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen, berichtet der »Spiegel« über Pläne aus dem Finanzministerium. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:02 Uhr Wie Kinder mit der Corona-Krise zurechtkommen und welche Auswirkungen die Maßnahmen auf ihr Wohlbefinden haben, wird derzeit in der internationalen Online-Studie Covid-Kids erhoben. Dafür werden Teilnehmer im Schulalter von sechs bis 16 Jahren gesucht, die Fragen zu ihrem Alltag in der Coronakrise wie dem Homeschooling, der Internetnutzung, dem Familienleben und ihren Freundschaftsbeziehungen beantworten. Zur Umfrage geht's hier. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihre Chefredakteure Dr. Christoph Fischer und Damian Imöhl

15:22 Uhr Nun sind auch aktuelle Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es gibt zwei weitere bestätigte Corona-Fälle, aber keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden im Kreis Tübingen also 1.281 Corona-Fälle nachgewiesen. Weitere Todesfälle gab es nicht, damit bleibt es bei 56 Toten. Rund 1.184 Personen gelten als wieder genesen. (pm)

15:02 Uhr Die Polizei hat in den Kreisen Reutlingen, Tübingen, Esslingen und Zollernalbkreis gestern knapp doppelt soviele Kontrollen durchgeführt wie am Vortag. Tiefpunkt des Tages war gegen 23.30 Uhr als der Polizei auf dem Parkplatz an der Achalm mehrere Fahrzeuge und Personen gemeldet wurden, sagte Pressesprecher Björn Reusch auf GEA-Anfrage. Dort angekommen stellten die Beamten etwa 70 Fahrzeuge und mehr als 100 Menschen fest. Sie wurden aufgefordert das Gelände zu verlassen, was sie dann auch taten. Die Stadt Reutlingen hat die Zufahrt zum Schotterparkplatz anschließend komplett gesperrt, die Zufahrt vom Königssträßle kommend halbseitig. Mehr dazu lesen Sie hier. (ege)

14:36 Uhr Ende April sind in Deutschland geringfügig mehr Menschen gestorben als im Schnitt der vergangenen Jahre. Darauf deuten vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hin. In der Woche zwischen 20. und 26. April 2020 starben der Sonderauswertung zufolge in Deutschland mindestens 17.974 Menschen. Das waren 882 Fälle weniger als in der Woche davor. Vergleicht man den Zeitraum 20. bis 26. April mit den Durchschnittswerten dieser Woche in den Jahren 2016 bis 2019, waren es drei Prozent mehr. Die höchste Übersterblichkeit seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland gab es den bisherigen Daten zufolge in der 15. Kalenderwoche: Zwischen 6. und 12. April lag die Zahl der Todesfälle 13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt. (dpa)

14:14 Uhr An den Kreiskliniken mit den Standorten Reutlingen, Münsingen und Bad Urach werden aktuell acht Corona-Patienten stationär behandelt, drei davon intensivpflichtig. (pm)

                 

13:59 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.529 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das ist ein Fall mehr als gestern. 1.409 Menschen sind bereits wieder genesen, was 97,31 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Außerdem sind 81 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das ist ein Todesfall mehr als noch vor einer Woche. Insgesamt wurden 12.354 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle lag am Freitag bei 3.908.

Untenstehende Grafik zeigt die Anzahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Reutlingen nach Gemeinden sortiert, sowie die Altersverteilung in Prozent und Geschlecht. Das mittlere Alter der Erkrankten liegt bei 55,78 Jahren. (pm)

13:32 Die Türkische Gemeinschaftsorganisation hat Geschenke an Pflegeeinrichtungen in Reutlingen verteilt. »Wir haben uns überlegt, was wir im Ramadan tun können, um anderen Menschen zu helfen«, sagt Mesut Demirezen. Und dann kam Corona. »Uns war schnell klar, dass wir den Menschen eine Freude machen wollen, die Tag für Tag ihr Leben riskieren.« Die ganze Aktion hat einen Batzen Geld gekostet und den sechs Aktiven, die sich hauptsächlich um die Organisation gekümmert haben, zwei Wochen lang jede Menge Organisationsarbeit abverlangt. Finanziert hat der Verein die Gaben an Pflegekräfte hauptsächlich über Spenden sowie Rücklagen. (nol)

13:04 Uhr Das Land Baden-Württemberg will weitere Soforthilfen für die Wirtschaft in Höhe von 1,5 Milliarden Euro auf den Weg bringen. Das geht aus einer Ankündigung der Regierungsfraktionen hervor, schreibt die Industrie und Handelskammer Reutlingen auf ihrer Website. Demnach soll es einen branchenoffenen Soforthilfefonds für kleine und mittlere Unternehmen in Form von gezielten Tilgungszuschüssen in Höhe von 775 Millionen Euro geben. Darüber hinaus sollen 330 Millionen Euro Soforthilfe für die Gastronomie und Hotellerie zur Verfügung gestellt werden. Mit 200 Millionen Euro soll Busunternehmen unter die Arme gegriffen werden. Zusätzliche 40 Millionen Euro sollen in den Tourismus- und Ausflugsverkehr fließen. Weitere Mittel sollen laut Pressemeldung der Regierungsfraktionen von heute in Vereine in den Bereichen Sport, Amateurmusik, Naturschutz oder den sozialen Bereich (50 Millionen Euro), in einen »Masterplan Kultur BW – Kunst trotz Abstand« (40 Millionen Euro) sowie digitalen Fernunterricht (65 Millionen Euro) fließen. (pm)

12:38 Uhr Drei öffentliche Gemeinderatssitzungen sind in Pfullingen wegen der Coronakrise bereits abgesagt worden. Weder im März noch im April noch im Mai ist das Gremium zusammengekommen. Der Grund: Im Sitzungssaal könne der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden, sagt Rathaussprecherin Cornelia Gekeler auf GEA-Nachfrage. In anderen Städten und Gemeinden läuft das kommunalpolitische Geschäft fast nahtlos weiter, die Sitzungen werden – um die Abstandsregeln einhalten zu können – in große Hallen verlegt. Einige wenige unaufschiebbare Angelegenheiten hat Bürgermeister Michael Schrenk nach Absprache mit den Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen im Zuge von Eilentscheidungen auf den Weg gebracht. Die erste nicht öffentliche Sitzung in Coronazeiten wird am Dienstag, 26. Mai in den Pfullinger Hallen stattfinden, geben die Kommunalpolitiker bekannt. Der Termin sei so gewählt worden, um die Zahlen der Mai-Steuerschätzung abzuwarten und die Auswirkungen der Krise auf den Haushalt besser abschätzen zu können, wie Stephan Wörner (UWV) ergänzt.  (ps)

12:09 Uhr Der staatliche Lohnersatz für Eltern während der Zeit der Schul- und Kitaschließungen wird verlängert - das hat das Kabinett in Berlin beschlossen. »Das ist erfreulich für die Mütter und Väter, die keine andere Möglichkeit haben, als von der Arbeit fernzubleiben, um zu Hause auf den Nachwuchs aufzupassen«, schreibt Politikredakteur Oliver Jirosch in seinem Kommentar. »Wem mit der ausgeweiteten staatlichen Hilfe allerdings gar nicht weitergeholfen ist, das sind die Kinder selbst. Deshalb ist zu wünschen, dass sich die Politik neben diesem absolut zu begrüßenden Beschluss, möglichst schnell dazu durchringt, Kitas und Schulen weiter zu öffnen.« Entschädigungsanträge können ab sofort über ein Online-Portal eingereicht werden. (GEA)

11:49 Uhr Andreas Welsch weiß es nicht nur, er singt es auch: »Da hilft nur eins. Das müssen wir durchstehen.« So heißt der Song der Partybands United, der sich auf die aktuelle Situation der Coronakrise bezieht. Welsch, der Profimusiker und Gründer der Partyband Die Lollies aus Pliezhausen, hat befreundete und bekannte Musiker angeschrieben und ihnen vorgeschlagen, einen Song gemeinsam aufzunehmen. »Alle waren sofort dabei. Das finde ich super.« (mak)

11:15 Uhr Baden-Württemberg will die Notbetreuung für Kinder an Schulen auch in den Pfingstferien anbieten. Das teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit. Mehr dazu lesen Sie hier. Und Eisenmann hatte noch mehr Nachrichten parat: Volkshochschulen, Sprach- und Nachhilfeinstitute sowie kirchliche Bildungseinrichtungen dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen. (dpa)

11:06 Uhr Meist hatten sie ohnehin nur Nebenjobs. Die sind sie jetzt oft los, ohne Anspruch auf Kurzarbeitergeld und ohne sonstige Unterstützung. Studierende trifft die Krise hart. Viele wissen seit Wochen nicht, wie sie Miete oder Essen bezahlen sollen. Die Verfasste Studierendenschaft Tübingen hat deshalb zusammen mit 77 anderen studentischen Gruppen, Organisationen und Vertretungen einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin, die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder unterzeichnet. Darin werden die bisherigen Maßnahmen zur Unterstützung von Studierenden als unzureichend kritisiert und weitere Hilfen gefordert. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

10:29 Uhr Auch in Tübingen ist der Vorschlag von Kultusministerin Susanne Eisenmann nicht praktikabel: Es können aufgrund verschiedener Probleme in einer 50-Prozent-Belegung der Kitas nicht alle Kinder wieder betreut werden, die auch in Vor-Corona-Zeiten einen Platz hatten. Rund 1.000 Kinder bekommen alleine in den städtischen Einrichtungen weiter keinen Platz. Auch nicht nur für eine bestimmte Zeit. »Uns erreichen sehr viele Nachfragen von Eltern zu den Kita-Öffnungen«, schreibt Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch heute auf Facebook. »Wir können den Ärger verstehen und die Verzweiflung.« Deswegen schlüsselte sie nochmal detailliert auf, an welche Rahmenbedingungen sich die Stadt bei der Vergabe der Kita-Plätze halten muss und zu welchen Problemen das führt.

Auch in Pfullingen wird es kein rollierendes System geben. »Feste Gruppen im wöchentlichen Wechsel, wie sie die Stadt Reutlingen eingerichtet hat, sind für uns keine Option«, erklärt Theresa Albrecht, die im Pfullinger Rathaus für die Kinderbetreuung zuständig ist. Denn die Maßgabe dafür lautet, dass es eben feste Gruppen sein müssen, mit stets den gleichen Kindern und den gleichen Erzieherinnen, möglichst auch in eigenen Räumen. »Für uns hieße das, dass wir für die Betreuung doppelt so viel Personal einsetzen müssten«, sagt Theresa Albrecht, »das können wir nicht leisten.« Zumal etliche Erzieherinnen zur Risikogruppe zählen und aus diesem Grund derzeit nicht eingesetzt werden können. (al/kk/ps)

9:53 Uhr Fahrräder, Autos und E-Tretroller mit anderen Menschen teilen - in der Corona-Pandemie scheint das eine schlechte Idee zu sein. Wer steigt schon auf oder in ein Fahrzeug, von dem man nicht weiß, wie gesund der Vornutzer war? Die Corona-Krise hat die Anbieter von Leihsystemen hart getroffen. Doch trotz Virusangst glauben Fachleute nicht an dauerhaften Nutzerschwund. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:32 Uhr Das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, die vielen Berichte in den Medien und die daraus resultierende Angst, Einsamkeit und Isolation, die Sache mit der Selbstbestimmung und dem Abgeben von Einkäufen an andere: Ältere Menschen kämpfen in der Corona-Krise mit vielen Problemen. Die Tübinger SPD und Vertreter des Seniorenrats beleuchteten diese Probleme. (GEA)

8:59 Uhr Not macht erfinderisch: Das hat sich in der Corona-Krise schon oft gezeigt. Wir haben weitere Beispiele aus Upfingen und Ödenwaldstetten parat. Dort hätten gestern, am Vatertag, eigentlich Feste stattgefunden. Nun gab es eben Bockbier und Hammel »to go«. (GEA)

Statt Bierzelt: Das Drive-in-Angebot des TSV Ödenwaldstetten erfuhr gestern eine riesige Resonanz.  FOTOS: LEIPPERT
Statt Bierzelt: Das Drive-in-Angebot des TSV Ödenwaldstetten erfuhr gestern eine riesige Resonanz. Foto: Gabriele Leippert
Statt Bierzelt: Das Drive-in-Angebot des TSV Ödenwaldstetten erfuhr gestern eine riesige Resonanz.
Foto: Gabriele Leippert

8:24 Uhr »Reduzierter Regelbetrieb - schon der Begriff ist total suspekt. Was aber dazu als Handreichung kam, war noch viel suspekter.« Auch Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz äußerte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung kritisch zu den unzureichenden Vorgaben der Landesregierung zur Kindergarten-Öffnung. Immerhin: In den vergangenen drei Wochen ist in Gomadingen kein Covid-19-Fall mehr bekannt geworden. (dew)

8:10 Uhr Nach wochenlangen Corona-Maßnahmen werden die Regeln für Restaurants und Cafés gelockert. Steigt die Zahl der Infektionen damit wieder? Ein Hygieneexperte rät Gästen dazu, möglichst draußen zu sitzen. Was er noch zum Thema Restaurant-Öffnungen gesagt hat, lesen Sie hier. (dpa)

7:34 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will bald die Grundlage für mehr Tests auf das Coronavirus in Krankenhäusern und Pflegeheimen schaffen. »Mein Ziel ist es, noch im Mai eine Verordnung vorzulegen, die präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht«, sagte der CDU-Politiker der Zeitung »Die Welt«. »Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt werden, sollten Sars-CoV-19-Tests die Regel sein.« Dem Bericht zufolge soll im Fall einer Infektion in einer Einrichtung zudem beim gesamten Personal sowie bei allen Bewohnern und Patienten vorsorglich ein Test gemacht werden. Auch symptomfreie Kontaktpersonen von Infizierten sollten erstmals Anspruch auf Testung haben. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 179.021 (gestern: 178.473) Corona-Infizierte, 8.203 (gestern: 8.144) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 158.087 (gestern: 156.966) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Donnerstag, 21. Mai 2020

17 Uhr Die Befürchtungen vor dem Vatertag waren angesichts der Corona-Pandemie groß. Schließlich nutzen vor allem Männergruppen den Feiertag auch gerne mal für große Trinkgelage. Die gute Nachricht: Der Vatertag im Südwesten ist geradezu besinnlich verlaufen. Bis zum Donnerstagnachmittag verzeichnete das Polizeipräsidium Stuttgart keine besonderen Vorkommnisse. Die Beamten kontrollierten landesweit, ob die Menschen Abstand hielten, wie das Präsidium mitteilte. Das Polizeipräsidium Reutlingen konnte derweil noch keine Bilanz ziehen. Aktuell habe man sehr viel zu tun, weil es im Zuständigkeitsbereich heute zu vielen Verkehrsunfällen kam, sagte ein Sprecher auf GEA-Anfrage. Details könnten erst morgen bekannt gegeben werden. (dpa/ege) 

16:24 Uhr Der Anfang war katastrophal: »verheerende Umsatzeinbrüche« beim Tourismus im Kreis Reutlingen. Minus 61 Prozent gab es im ersten Quartal bei den Ankünften, minus 46 Prozent bei den Übernachtungen. Doch nun zeigt sich ein Silberstreif am Horizont. Es gibt ein deutliches Plus bei den Anfragen – Urlaub im eigenen Land ist in diesem Jahr möglicherweise besonders attraktiv. (pp)

15:53 Uhr Videos von der Klopapier-Challenge haben zu Beginn der Corona-Pandemie das Internet überschwemmt. Mittlerweile ist der Hype abgeflacht, die meisten Vereine in der Region scheinen ihren Nominierungen schon nachgekommen zu sein. Zunächst hatten Fußballer ihr Können beim Jonglieren mit Toilettenpapierrollen gezeigt, später zogen Eishockeyspieler, Handballer, Tischtennisspieler und weitere Sportler nach. Jetzt hat auch der DRK Ortsverein in Reutlingen teilgenommen. (ege)

15:27 Uhr Im Rahmen des Corona-Kulturprogramms »Neustart« von Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll deutlich mehr Geld für die Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen zur Verfügung stehen. Der Rahmen soll zunächst von 10 Millionen auf 20 Millionen Euro aufgestockt werden, wie Grütters der »Rheinischen Post« (Donnerstag) sagte. (dpa)

15:01 Uhr Die Panorama-Therme in Beuren darf wie alle anderen Heilbäder in Baden-Württemberg noch nicht öffnen. Das schlägt sich massiv auf die Übernachtungen aus, sagt Bürgermeister und Kurdirektor Daniel Gluiber. »Für die Planung der Pfingstferien orientieren sich viele Gäste an den Möglichkeiten im Ort«, erklärt er. Sind die Bäder nicht geöffnet, führt das zur Abwanderung - vor allem deshalb, weil andere Bundesländer ihre Thermalbäder bereits geöffnet haben. »Das kann es aber nicht sein - ein Thermenwettbewerb zwischen den Bundesländern«, sagt Gluiber. Für die 35 Thermen im Land soll es trotz Corona-Krise so schnell wie möglich eine Öffnungsperspektive geben, fordert deshalb Tourismusminister Guido Wolf (CDU). Spätestens in der ersten Junihälfte sollen die Thermen demnach wieder in Betrieb gehen dürfen. (dpa)

14:33 Uhr Nun sind auch aktuelle Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es zwei weitere bestätigte Corona-Fälle, aber keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden im Kreis Tübingen also 1.279 Corona-Fälle nachgewiesen, es gab 56 Todesfälle. Rund 1.170 Personen gelten als wieder genesen, meldete das Landratsamt am Montag. (pm)

14:21 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.528 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das ist ein Fall mehr als gestern. 1.399 Menschen sind bereits wieder genesen, was rund 96 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). Weitere Zahlen veröffentlicht die Behörde an Feiertagen und Wochenenden nicht. Stand gestern sind 80 Menschen sind in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das waren genauso viele Todesfälle wie noch vor einer Woche. Insgesamt wurden 12.324 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle lag bei 3.908. (pm)

14 Uhr Der britische Billigflieger Easyjet will vom 15. Juni an wieder erste Flüge anbieten. Dabei werden hauptsächlich Strecken innerhalb Großbritanniens angeboten, wie das Unternehmen in London mitteilte. Bedient werden sollen insgesamt 22 Flughäfen, darunter London-Gatwick, Edinburgh, Glasgow und Belfast. Die Airline kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wegen der Corona-Krise an. So sollen beispielsweise Passagiere, Besatzung und das Bodenpersonal Masken tragen. (dpa)

13:28 Uhr Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat in dieser Woche mit drei wichtigen deutschen Impfstoffentwicklern zum aktuellen Forschungsstand telefoniert. Diese sind die Unternehmen die CureVac AG in Tübingen, BioNTech SE in Mainz und IDT Biologika GmbH in Dessau-Roßlau. »Ein Impfstoff gegen das neuartige Corona-Virus ist der Schlüssel für eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Normalisierung. Erst wenn einer oder - und das ist wahrscheinlicher - mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das Virus gefunden sind und einem Großteil der Bevölkerung angeboten werden kann, werden wir zu unserem bisherigen Alltag, zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können.« Ein Impfstoff gegen Corona wäre ein echter Game-Changer. Die Ministerin habe sowohl in den Telefonaten einen positiven Eindruck gewonnen. Bis zu 750 Millionen Euro wird die Regierung für die Beschleunigung der Impfstoffentwicklung und den Ausbau der Produktionskapazitäten zur Verfügung stellen. (pm)

13:04 Uhr Der Vatertag ist angelaufen, beziehungsweise angerollt. Mangels Hocketen aufgrund der Corona-Pandemie haben viele Ausflügler ihr Vesper im Rucksack mitgenommen. Immerhin sind die Grillstellen wieder geöffnet. (mey)

Foto: Meyer
Foto: Meyer
Foto: Meyer
Foto: Meyer

12:23 Uhr Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. Das ging aus Daten der  Johns Hopkins Universitä hervor. Demnach starben außerdem  bereits rund 328.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen. (dpa)

11:40 Uhr Kein Plan, keine Strategie, Zerstrittenheit und Inkompetenz: Die Opposition lässt kein gutes Haar an der Corona-Politik der Regierung und nutze die Landtagssitzung am Mittwoch für eine Generalabrechnung. FDP und SPD werfen der Landesregierung Chaos und Versagen im Umgang mit der Krise vor. Das will der Ministerpräsident nicht auf sich sitzen lassen. »Ich kann da überhaupt kein Chaos erkennen«, sagte der Grünen-Politiker. Die Regierung arbeite in der Krise sieben Tage durch, habe in kurzer Zeit komplexe Regelungen getroffen und diese auch verständlich erklärt. Es gebe keine Blaupausen für eine solche Krise, da laufe eben nicht alles nach Plan und ohne Widersprüche. Aber man habe mit schnellem Handeln einen schlimmeren Verlauf der Pandemie abwenden können. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

11:13 Uhr Eine für den Sonntag von der AfD geplante Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in Stuttgart darf nach Angaben der Polizei nun doch nicht stattfinden. Die Versammlung wurde von der Stadt Stuttgart verboten, wie ein Sprecher der Polizei Stuttgart am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Unter anderem verwiesen die Behörden auf den Infektionsschutz in der Corona-Krise. Die AfD plant nun, einen Eilantrag gegen das Verbot zu stellen, wie die Partei mitteilte. Auch die AfD-Landesvorsitzende Alice Weidel sollte nach AfD-Angaben auf der Demonstration sprechen. (dpa)

10:45 Uhr Die baden-württembergische Landesregierung will den einmaligen Corona-Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro im Juli auszubezahlen. Eingeplant seien mindestens 30 Millionen Euro für die Altenpflegekräfte, teilte das baden-württembergische Sozialministerium auf Anfrage des Evangelischen Presse-Diensts (epd) mit. Zwei Drittel der Kosten wird der Bund tragen, ein Drittel übernehmen die Länder. In den Pflegeheimen und Pflegediensten arbeiteten nach Angaben des Statistischen Landesamts 2017 etwa 134.000 Pflegefachkräfte. Pflegekräfte in Vollzeit sollen bis zu 1.500 Euro, in Teilzeit bis zu 1.000 Euro bekommen. Auszubildende sollen bis zu 900 Euro erhalten und sonstige Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen bis zu 500 Euro. Die Prämie wird steuerfrei gestellt. (epd)

10:31 Uhr Seit gestern fährt die weiße Flotte auf dem Bodensee wieder im innerdeutschen Verkehr. Die Häfen von Bayern, Österreich und der Schweiz sind noch geschlossen. (mey)

Foto: Meyer
Foto: Meyer

10:11 Uhr Corona stoppt Corona. Wegen der Ausbreitung des Virus wurde die Produktion des gleichnamigen Biers in Mexiko zwischenzeitlich eingestellt. Das Land ist der viertgrößte Produzent und größte Exporteur von Bier der Welt. Nachdem Bier in Mexiko langsam zur Neige geht, könnte ab dem ersten Juni in Mexiko-Stadt nach knapp zwei Monaten erstmals wieder gebraut werden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Doch nicht nur das Corona-Bier ist weniger geworden. Auch die Memes, die das Wortspiel mit Bier und Virus aufgegriffen haben und zu Beginn der Pandemie in gefühlt jeder Whatsapp-Gruppe herumgeschickt wurden, sind fast verschwunden. (dpa/ege)

9:42 Uhr Wegen steigender Nachfrage nach Blutkonserven drohen unter anderem in Baden-Württemberg Engpässe. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schlägt wegen der Entwicklung Alarm: Im Südwesten und auch in Hessen könne derzeit nicht einmal der Bedarf eines durchschnittlichen Tages abdeckt werden, sagte Stephan Küpper vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes. Der Vorrat an Konserven reiche keine 24 Stunden. »Corona hat das Blutspendewesen sehr deutlich durchgerüttelt«, sagte Küpper weiter. Grund dafür sei nicht etwa eine mangelnde Spendenbereitschaft, sondern der Wegfall vieler Gelegenheiten zur Blutspende etwa in Firmen oder Universitäten. (dpa)

9:21 Uhr In Krisenzeiten brodelt oft auch die Gerüchteküche. Viele behaupten derzeit, Flugreisen seien gefährlich, weil die Klimaanlagen das Coronavirus durch die Luft schleudern und die Ansteckungsgefahr erhöhen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Nach Angaben des Flugzeugherstellers Airbus sorgt ein komplexes und geschlossenes Belüftungssystem in Passagiermaschinen für eine sehr saubere Luft und ein geringes Infektionsrisiko an Bord. Es bewirkt dass die Luft in der Kabine alle zwei bis drei Minuten erneuert wird und der Qualität in einem Krankenhaus entspricht. »Die Luft im Flugzeug ist bei der Landung sauberer als nach dem Schließen der Türen beim Start«, sagt Airbus-Chef-Ingenieur Jean-Brice Dumont. (dpa)

8:52 Uhr Nach der schrittweisen Lockerung des im Zuge der Corona-Eindämmung verhängten Shutdowns gilt es jetzt nach Auffassung der Metallarbeitgeber in der Region Neckar-Alb umgehend die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. »Wir brauchen wir jetzt schnell ein Paket mit Kauf- und Investitionsanreizen«, sagt Dr. Jan Vetter, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Reutlingen des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. Mit solch einem Konjunkturpaket habe man schon in der großen Finanz- und Wirtschaftskrise vor rund zehn Jahren gute Erfahrungen gemacht. Neben anderen Elementen solle das Paket auch eine Kaufprämie für Autos umfassen. (pm)

8:26 Uhr Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat einem Medienbericht zufolge den 30. Mai als definitiven Neustart-Termin für die 3. Liga festgelegt. Die Clubs seien gebeten worden, sich auf den Wiederbeginn am übernächsten Wochenende einzustellen und Quarantäne-Hotels zu reservieren, berichtet die »Bild«-Zeitung. Demnach hat der DFB die ersten Spiele nach der Corona-Pause terminiert und die Vereine auch über den Spielplan informiert.

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 178.473 (gestern 177.778 ) Corona-Infizierte, 8.144 (8.081) Menschen sind gestorben und 156.966 (155.681) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Alle Informationen, die zwischen 15. und 20. Mai rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier