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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 15. bis zum 20. Mai entwickelt hat

Das Coronavirus beeinflusst die ganze Gesellschaft. Die Zahl der Ansteckungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt. Mittlerweile offenbaren sich immer mehr kurz- und mittelfristige Folgen der Corona-Krise. Weiterhin gilt: Wer befürchtet, infiziert zu sein, der soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen.

Ob ab Juli auf der Lauter wieder gepaddelt werden darf, ist noch ungewiss. FOTO: PR
Ob ab Juli auf der Lauter wieder gepaddelt werden darf, ist noch ungewiss. FOTO: PR
Ob ab Juli auf der Lauter wieder gepaddelt werden darf, ist noch ungewiss. FOTO: PR

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Das Coronavirus beherrscht mittlerweile den Alltag aller Menschen. Es gibt tolle Hilfsaktionen für Bedürftige, wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen, Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 15. und 20. Mai rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Mittwoch, 20. Mai 2020

21 Uhr Wir hatten in unserer Umfrage jüngst gefragt, ob die GEA-Homepage-Besucher langsam wieder öffentliche Verkehrsmittel nutzen - oder ob sie weiterhin Angst vor einer Anstreckung mit dem Coronavirus haben. Das Ergebnis: 58 Prozent gaben an, ihr Mobilitätsverhalten während der Krise gar nicht verändert zu haben. 35 Prozent gaben an, aus Angst vor einer Ansteckung weiterhin nicht mit Bus und Bahn zu fahren - und nur sieben Prozent gaben an, nun weniger Angst zu haben und wieder den ÖPNV zu nutzen. (kk)

20:45 Uhr Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat in dieser Woche mit drei wichtigen deutschen Impfstoffentwicklern zum aktuellen Forschungsstand telefoniert - darunter auch die CureVac AG in Tübingen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

20:15 Uhr Weltweit wurden Großveranstaltungen wegen der Corona-Krise abgesagt und teils durch Videoschalten ersetzt. Das war auch für den G7-Gipfel in den USA geplant. Nun bringt Präsident Trump plötzlich eine Planänderung ins Spiel und erwägt, den diesjährigen G7-Gipfel nun doch als reales Treffen und nicht per Video abzuhalten. Währendessen steht die Wirtschaft in Brasilien wegen der Corona-Pandemie faktisch still - und die Zerstörung im Amazonas-Gebiet nimmt dramatisch zu. 1200 Quadratkilometer abgeholzten Regenwald hat das Nationale Institut für Weltraumforschung Inpe, das Satellitenbilder auswertet, für das erste Quartal vorläufig registriert. Das entspricht einem Anstieg von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (dpa)

20:02 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es weiterhin seit dem 11. Mai keinen neuen laborbestätigten Corona-Fall. Die Gesamtzahl bleibt also weiterhin bei 779. Es gelten 717 Personen als wieder genesen (eine mehr als gestern), auch kein weiterer Todesfall ist hinzugekommen (Stand: 33). (GEA)

19:52 Uhr »Danke an alle, die weiterhin Abstand halten!«: Mit dieser Botschaft wirbt ein Container, den die Reutlinger Berufsfeuerwehr heute im Bürgerpark aufgestellt hat, großflächig für die Einhaltung geltender Abstands- und Hygieneregeln. Damit dies gut gelingt, erfüllt der Container nicht nur eine Werbefunktion: An zwei Waschbecken mit Seifenspendern, die an der Außenseite angebracht sind, können sich Bürgerpark-Besucher jederzeit die Hände waschen. (pm)

Die Feuerwehr Reutlingen stellt mit ihrem Kran den Container im Bürgerpark auf. Foto: Stadt Reutlingen
Die Feuerwehr Reutlingen stellt mit ihrem Kran den Container im Bürgerpark auf.
Foto: Stadt Reutlingen

19:18 Uhr In Baden-Württemberg wurden mittlerweile insgesamt 34.130 (gestern: 34.071) Corona-Fälle nachgewiesen. Davon gelten 30.384 (gestern: 30.209) Personen als wieder geheilt, 1.679 (gestern: 1.673) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,65 (gestern: 0,84) - sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,5 (gestern: 4,1) im Durchschnitt - sie ist die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. (pm)

18:43 Uhr Nun sind auch aktuelle Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es gibt einen weiteren bestätigten Corona-Fall, aber keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden im Kreis Tübingen also 1.277 Corona-Fälle nachgewiesen, es gab 56 Todesfälle. Rund 1.170 Personen gelten als wieder genesen, meldete das Landratsamt am Montag. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

18:27 Uhr Rätselraten um ein Millionen-Hilfspaket für den Sport in der Corona-Krise: Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel hat eine Finanzspritze von rund 100 Millionen Euro für Profivereine in Aussicht gestellt. Für den Profisport ist nach Darstellung des Innenministeriums aber kein Förderprogramm des Bundes geplant. Das sagte eine BMI-Sprecherin am Mittwoch auf Anfrage. Was es damit auf sich hat? Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

17:58 Uhr Sie hatten sich auf den Sommer ihres Lebens gefreut, doch das Coronavirus durchkreuzt die Pläne vieler Schüler in den Abschlussklassen. Immerhin - die schriftlichen Deutsch-Prüfungen haben Gymnasiasten und Realschüler auch in Reutlingen seit einigen Stunden hinter sich. Im GEA-Gespräch berichten sechs angehende Abiturienten des Isolde-Kurz-Gymansiums von den Herausforderungen in dieser besonderen Zeit. (kk)

Kreidezeichnungen sind in der Corona-Zeit ja wieder in Mode gekommen: Mutmacher-Botschaft auf dem Schulhof des Friedrich-List-Gymnasiums. Foto: Frank Pieth
Kreidezeichnungen sind in der Corona-Zeit ja wieder in Mode gekommen: Mutmacher-Botschaft auf dem Schulhof des Friedrich-List-Gymnasiums.
Foto: Frank Pieth

17:36 Uhr Die Aufstellungen sind noch lückenhaft und unvollständig, aber die Tendenz ist klar: Der Landkreis Tübingen hat hohe Aufwendungen für die Bewältigung der Corona-Krise. Trotz erheblicher Sparbemühungen werde man um eine Erhöhung der Kreisumlage wohl nicht herumkommen, so Landrat Joachim Walter im Kreistag. Aktuell steht noch nicht fest, wie die Kostenerstattung im einzelnen läuft. Walter verwies auf den Notbetrieb im Amt, auf die Teststation und die Fieber-Ambulanz. Weil das Land die in Aussicht gestellte Schutzausrüstung nicht, nur in kleinen Mengen oder viel zu spät lieferte, hatte man die Sache selbst in die Hand genommen und zum Beispiel 3,5 Millionen Mund-Nase-Masken selbst beschafft. Vom Land kamen dann 260.000. (-jk) 

17:04 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.527 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind zwei mehr als gestern. 1.399 Menschen sind bereits wieder genesen, was 96,68 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie noch vor einer Woche. Insgesamt wurden 12.324 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt bei 3.908. (pm)

16:25 Uhr 1.200 Kinder können rein rechnerisch ab kommendem Montag in den städtischen Einrichtungen wieder betreut werden: in Wechselschicht mit einer anderen Gruppe sechs Stunden vormittags im sogenannten »reduzierten Regelbetrieb«. Dazu kommen die rund 383 jetzt schon Notbetreuten. Die Eltern von 1.200 anderen Kindern gucken aufgrund der Corona-Beschränkungen weiter in die Röhre. Mehr dazu lesen Sie hier. (igl)

16:16 Uhr Die Bundesregierung will Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe »Made in Germany« herstellen, besser vor Übernahmen ausländischer Investoren schützen. Dazu wird die Außenwirtschaftsverordnung verschärft. Damit kann die Regierung bei geplanten Übernahmen von Firmen im Gesundheitssektor früher und genauer hinschauen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte heute: »Die aktuelle Corona-Krise zeigt, wie wichtig medizinisches Know-how und eigene Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa in Krisensituationen sein können.« (dpa)

15:49 Uhr »Ich bin so wütend, dass ich sogar ein Schild gebastelt hab«: Wer dieses Pappschild jüngst an einem der Bauzäune vor dem Tübinger Bahnhof befestigt hat, wissen wir nicht. Ist er wirklich wütend? Und hat er sein Schild vielleicht nur am Bahnhof zwischengelagert, um es am Samstag dann zur nächsten Corona-Demo nach Stuttgart mitzunehmen? Oder will er die, die gerade in ganz Deutschland gegen Corona-Regeln demonstrieren, ordentlich auf die Schippe nehmen? Eins wissen wir aber: Die Aktion hat dem einen oder anderen Pendler, der gestresst zum Bahnhof gehuscht ist, schon ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert und ihn kurz innehalten und überlegen lassen. Und das ist in diesen Zeiten ja auch nicht verkehrt. (kk)

Foto: Kammerer
Foto: Kammerer

15:18 Uhr Morgen ist Vatertag - und das Wetter soll gut werden. Große Wanderungen im Freundeskreis und mit dem Verein sind aber immer noch nicht möglich. Polizeisprecher Björn Reusch appelliert »weiterhin an die Vernunft der Bürger«, sagt er dem GEA. Man erwarte »zahlreiche Ausflügler«, die Polizei werde mit Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei morgen beobachten, ob sich die Menschen auch an die Kontaktbeschränkungen halten. Weiterhin gelte: Es dürfen nur Gruppen mit Angehörigen aus zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein. Wen sich Menschen den Regeln wiedersetzen, wird das zur Anzeige gebracht. Über die Strafen entscheidet die Bußgeldbehörde - »aber das können bis zu 1.000 Euro sein«, so Reusch. (kk) 

14:41 Uhr Nichts Genaues weiß man nicht. Selten hat dieser Satz die Finanzlage der Städte und Gemeinden präziser auf den Punkt gebracht. Denn alles fließt. Geschätzt werden die Kommunen im Land dieses Jahr 3,6 Milliarden Euro weniger in der Kasse haben. Allerorten wird es Nachtragshaushalte geben. Ein Überblick über die finanzielle Situation der Gemeinden im Kreis Tübingen, finden Sie hier. (GEA)

14:12 Uhr Schritt für Schritt lockert die Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Erst wenn in einem Landkreis die Zahl von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche gerechnet auf 100.000 Einwohner überschritten wird, werden die Lockerungen zurückgenommen. Aktuell ist das in ganz Deutschland nur in zwei Landkreisen der Fall, wie untenstehende Grafik zeigt. In den Kreisen Reutlingen und Tübingen ist die Zahl der Neuinfektionen seit Tagen stabil. In Reutlingen liegt der aktuelle Wert der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner bei 2,1, in Tübingen bei 7. Basis für die Werte auf der Karte sind die gemeldeten Covid-19-Fälle des Robert Koch-Instituts (RKI). Im Vergleich zu den Zahlen der GEA-Grafiken kann es zu minimalen Abweichungen kommen, weil das RKI seine Daten leicht verzögert erhält, während der GEA die plausibilisierten Fallzahlen aktuell vom Landratsamt gemeldet bekommt. (ege)

13:45 Uhr Baden-Württemberg hat heute einen Rettungsschirm für den ÖPNV und die Busunternehmen in Baden-Württemberg beschlossen. Das teilt das Verkehrsministerium in einer Pressemitteilung mit. Das Land stellt 200 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr mit Bahnen und Bussen bereit, um die gravierenden Einnahmeausfälle zu kompensieren. Hinzu komme ein zweites Programm in Höhe von 40 Millionen Euro für die meist kleinen und mittleren Unternehmen der Reisebusbranche. Der finanzielle Bedarf liege nach aktuellen Schätzungen bereits bei 480 Millionen Euro insgesamt allein für Baden-Württemberg. (pm)

13:28 Uhr Gut ein Jahr nach der Gründung des Kulturforums Metzingen machen sich die Organisatoren Gedanken um einen Neustart nach der Corona-bedingten Schließung. Seit 13. März ist der Standort direkt gegenüber des Metzinger Bahnhofes geschlossen. Dennoch überwiegt der Optimismus. Der Vorsitzende Harald Hug rechnet zwar nicht vor September mit einem Wiedereinstig in die Veranstaltungen: »Wir müssen aber auch nicht die ersten sein, die wieder loslegen.« (rr)

12:50 Uhr Nicht nur für die Abiturienten war die Vorbereitung auf die schriftlichen Prüfungen in diesem Jahr anders, als eigentlich geplant. Auch die Lehrer und Rektoren mussten sich logistisch einiges einfallen lassen, damit die Prüflinge aktuell ganz regelkonform mit Abstand ihr Deutsch-Abi schreiben können. Die 89 Abiturienten am Reutlinger Friedrich-List-Gymnasium schreiben die Prüfungen eigentlich in drei großen Räumen im Schulgebäude. Wenn 1,5 Meter Abstand zum Vorder-, Neben- und Hintermann eingehalten werden sollen, geht das aber nicht. Also wurde das Ganze in die Oskar-Kalbfell-Halle nebenan verlegt.

Eigentlich ist die Oskar-Kalbfell-Halle eine Sporthalle. Also stellte die Stadt den Prüflingen kurzerhand Plastiküberzieher für die Straßenschuhe zur Verfügung. Foto: Pieth
Eigentlich ist die Oskar-Kalbfell-Halle eine Sporthalle. Also stellte die Stadt den Prüflingen kurzerhand Plastiküberzieher für die Straßenschuhe zur Verfügung.
Foto: Pieth

»Wir haben die Abstände zwischen den Tischen abgemessen«, erzählt Schulleiterin Susanne Goedicke. »Schüler wurden in Blöcke eingeteilt, es wurde geregelt, welcher Block welchen Eingang und welche Toilette benutzt.« Weil die Halle ja eine Sporthalle ist, tauchte noch ein ganz anderes Problem auf: die Straßenschuhe, welche die Prüflinge ja normalerweise tragen. Also stellte die Stadt kurzerhand Plastiküberzieher für jeden Abiturienten zur Verfügung. Eine Prüfung, die definitiv im Gedächtnis bleibt. (kk)

12:25 Uhr Wenn es heiß wird, suchen die Menschen Abkühlung: Angesichts geschlossener Freibäder infolge der Corona-Krise warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aber davor, auf Badeseen und andere Gewässer auszuweichen. »Eine Durchführung des Wachdienstes an Seen und somit die Präsenz vor Ort kann derzeit nicht gewährleistet werden«, sagte Eberhard Metzger, Leiter Einsatz des DRLG-Landesverbands Württemberg. (dpa)

11:55 Uhr Warum dürfen manche Kinder in den reduzierten Kindergarten-Regelbetrieb, mein eigenes aber nicht? Diese Frage stellen sich derzeit viele Pfullinger Eltern, die eigentlich voll berufstätig sind, aber nicht in einem »systemrelevanten Beruf«. Warum gibt es in Reutlingen ein »rollierendes System« für die Betreuung, das in Pfullingen aber »aufgrund rechtlicher Vorgaben« nicht möglich sein soll, wie Ordnungsamtsleiter Manfred Wolf es in einem Schreiben an alle Kindergarten-Eltern formuliert hatte.

»Feste Gruppen im wöchentlichen Wechsel, wie sie die Stadt Reutlingen eingerichtet hat, sind für uns keine Option«, erklärt Theresa Albrecht, die im Pfullinger Rathaus für die Kinderbetreuung zuständig ist. Denn die Maßgabe dafür lautet, dass es eben feste Gruppen sein müssen, mit stets den gleichen Kindern und den gleichen Erzieherinnen, möglichst auch in eigenen Räumen. »Für uns hieße das, dass wir doppelt soviel Personal einsetzen müssten«, sagt Theresa Albrecht, »das können wir nicht leisten.« Zumal etliche Erzieherinnen zur Risikogruppe zählen und aus diesem Grund derzeit nicht eingesetzt werden können. Aus diesem Grund habe die Stadt sich in Absprache mit allen Kindergartenleitungen entschieden, diese wenigen freien Plätze vorrangig an Vorschulkinder zu vergeben. (ps)

11:32 Das Wanderheim Eninger Weide ist ab Himmelfahrt, 21. Mai, wieder von 11 bis 19 Uhr Gäste geöffnet. Der coronagerechte Umbau der Gasträume und der Terrasse sei bis dahin abgeschlossen, so der Albverein. Mit einem zusätzlichen Zelt wurde die Außenfläche vergrößert. Die Öffnungstage sind Freitag, Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 19 Uhr. Die Würtinger Steige ist noch gesperrt, für Autofahrer gibt es eine Umleitung. Radfahrer können über den unteren und oberen Lindenhof die Eninger Weide erreichen. Wanderer benutzen die Albvereinswege. Zu beachten ist auch, dass die Zufahrt zur Eninger Weide, die seit 31. März coronabedingt geschlossen ist, bis auf Weiteres zu bleibt. (pm)

11:20 Uhr Seit Montag haben die Restaurants in der Region wieder geöffnet, manches ist anders als gewohnt. Wie Gastronomen auf der Alb damit umgehen, lesen Sie hier. (wu)

11 Uhr Die Abstandsregeln im öffentlichen Raum einzuhalten ist für viele nicht immer einfach. Wer weiß schon genau, wie lange 1,5 oder zwei Meter sind? Die Stadt New York macht es seinen Bürgern leicht. Im Domino Park von Brooklyn sollen auf dem Gras gezeichnete Kreise die die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleisten. Das wäre doch auch was für Parks oder die Liegewiesen in den Freibädern der Region. (ege)

Foto: dpa
Foto: dpa

10:42 Uhr Die Haushaltskommission des Landes hat ein weiteres Corona-Hilfspaket für die Südwest-Wirtschaft beschlossen. Das Volumen beträgt 1,5 Milliarden Euro. Mit gut der Hälfte davon soll betroffenen Unternehmen branchenunabhängig geholfen werden. Darin enthalten sei auch eine Liquiditätsbrücke für kleine und mittlere Unternehmen. Darüber hinaus sollen 330 Millionen Euro der Gastronomie und Hotellerie zukommen. Mit 200 Millionen Euro soll den Busunternehmen unter die Arme gegriffen werden. Auch Kunst und Kultur sowie Vereine werden diesmal bedacht. Mit 65 Millionen Euro soll zudem sichergestellt werden, dass alle Schüler im Land einen Laptop oder ein Tablet zur Verfügung haben. (dpa)

10:17 Uhr Vereine im Sportkreis Reutlingen verlieren durch die Coronakrise rund 1,7 Millionen Euro. 5.700 Mitgliedsvereine des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) haben ihre durch die Coronakrise entstandenen finanziellen Schäden an den Dachverband übermittelt. Alleine im Landkreis Reutlingen meldeten 95 Sportvereine mit 63.640 Mitgliedern Einbußen in Höhe von 1.687.694 Euro. Aus der Abfrage geht damit hervor, dass 36 Prozent der Vereine betroffen sind, die insgesamt zwei Drittel der Mitglieder im Sportkreis stellen.

»Durch die Umfrage wird deutlich, dass Vereine unabhängig von ihrer Größe betroffen sind«, sagt der Sportkreisvorsitzende Manuel Hailfinger. 442.750 Euro entfallen laut Statistik der WLSB-Umfrage auf 56 Vereine, die weniger als 500 Mitglieder haben, 457.921 Euro auf 27 Sportvereine mit einer Größe zwischen 500 und 1.000 Mitgliedern sowie 787.023 Euro auf zwölf Vereine mit mehr als 1.000 Mitgliedern. Größter Posten der Schäden sind mit 761.573 Euro die finanziellen Ausfälle durch die Einstellung des Sportbetriebs, gefolgt von Ausfällen in Höhe von 559.105 Euro durch die Absage von Veranstaltungen und einer Lücke von 196.321 Euro durch die Schließung der Gastronomie in den Vereinsheimen. Die weiteren Einbußen belaufen sich auf 170.695 Euro. (GEA)

9:50 Uhr Kitas und Schulen im Notbetrieb - für viele Eltern eine große Belastung in der Corona-Krise. Wenn sie wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten können, soll der Staat ihnen nun länger als geplant finanziell unter die Arme greifen. Eltern sollen bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen können, wenn sie ihre Kinder wegen Corona-Einschränkungen bei Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:24 Uhr In Baden-Württtemberg sind Freibäder noch geschlossen, wann sie wieder öffnen dürfen, ist derzeit noch nicht klar. Nach Wochen der Unsicherheit dürfen in anderen Bundesländern die Freibäder wieder öffnen. Der spontane Besuch nach der Arbeit wird vielerorts aber nicht möglich sein - und auch sonst gelten etliche Auflagen. (dpa)

An schönen Sommertagen ist das Markwasen-Freibad ein Besuchermagnet. Das wäre es sicherlich auch jetzt, da die Sonne Reutlingen
An schönen Sommertagen ist das Markwasen-Freibad ein Besuchermagnet. ARCHIV-FOTO: GEA Foto: Markus Niethammer
An schönen Sommertagen ist das Markwasen-Freibad ein Besuchermagnet. ARCHIV-FOTO: GEA
Foto: Markus Niethammer

8:51 Uhr Die Pfullinger Kulturwege 2020 fallen weitgehend Corona zum Opfer. Besonders bitter war für die Organisatoren, dass das zentrale Kulturfest von 19. bis 21. Juni abgesagt werden musste. Jetzt müssen sich die Kulturschaffenden etwas Neues einfallen lassen. In einem Punkt sind sie sich einig: »In jeder Krise steckt auch eine Chance.« (nol)

8:30 Uhr Mit scharfen Worten hatte Bundesarbeitsminister Heil angekündigt, er wolle »aufräumen« in der Fleischbranche. Hintergrund ist eine Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben. Die Bundesregierung bringt seine Vorschläge nun auf den Weg. (dpa)

8:02 Uhr Ab Montag, 25. Mai, öffnen in Reutlingen acht Bezirksämter mit zunächst eingeschränkten Öffnungszeiten wieder für den Publikumsverkehr. Das sind Altenburg, Bronnweiler, Degerschlacht, Mittelstadt, Oferdingen, Ohmenhausen, Reicheneck und Sickenhausen. Vor einem Besuch muss telefonisch ein Termin vereinbart werden. Gängige Hygieneregeln und Mindestabstände müssen ebenfalls eingehalten werden. Die Öffnungszeiten sind Dienstagvormittag 8 bis 12 Uhr und Donnerstagnachmittag 14 bis 18 Uhr. Zudem können ab dem 25. Mai bei den Bezirksämtern, Betzingen, Gönningen, Sondelfingen, Rommelsbach, die bereits seit zwei Wochen eingeschränkte Öffnungszeiten angeboten haben, Termine zu den gewohnten Öffnungszeiten telefonisch vereinbart werden. (pm)

7:48 Uhr Die Campingplätze dürfen wieder öffnen, ihre Gemeinschaftseinrichtungen nicht. Völliger Unsinn, findet Oliver Frank, Geschäftsführer der Azur Freizeit GmbH, die unter anderem den Azur Rosencampingplatz in Erpfingen betreibt: »Wir haben Einzelduschen wie im Hotel und selbstverständlich auch Einzeltoiletten. Das sind keine Gemeinschaftseinrichtungen.« Auch bei anderen Betreibern und möglichen Urlaubsgästen sorgt die Regelung derzeit für Unmut und Verwirrung. Mehr dazu lesen Sie hier. (dew)

Foto: Pieth
Foto: Pieth

7:22 Uhr  Alle ab ins Homeoffice - im März war die Sache noch klar. Bei der Rückkehr ins Büro sind sich Arbeitgeber deutlich weniger einig. Welche Konsequenzen das haben kann, lesen Sie hier. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 177.778 (gestern 176.551) Corona-Infizierte, 8.081 (8.003) Menschen sind gestorben und 155.681 (155.041) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Dienstag, 19. Mai 2020

21 Uhr Wir verabschieden uns wie meist mit einer positiven Nachricht: Forscher haben die weltweiten Emissionen während der Corona-Krise analysiert – und ihre Daten belegen eindrucksvoll das, was schon seit einiger Zeit diskutiert wird. Das Forscherteam schaute sich für die Studie Daten aus 69 Ländern, 50 US-Staaten und 30 chinesischen Provinzen an, die bis Ende April verfügbar waren. Das Ergebnis: Die weltweiten Emissionen sind vorübergehend deutlich gesunken - in Deutschland um mehr als ein Viertel. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

20:24 Uhr Auch Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen: Das Landeskabinett setzte den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herab, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München mitteilte. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. Auch das Land Berlin hält dies für zu viel und hat ein eigenes Warnsystem entwickelt, das bereits bei 30 auf Rot schaltet. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

20:12 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es nun seit dem 11. Mai keinen neuen laborbestätigten Corona-Fall. Die Gesamtzahl bleibt also weiterhin bei 779. Es gelten 716 Personen als wieder genesen (zwei mehr als gestern), auch kein weiterer Todesfall ist hinzugekommen (Stand: 33). (GEA) 

20:04 Uhr Lahmgelegt. Dieser Zustand trifft während der Coronakrise auf viele Einrichtungen zu. Während Einzelhandel, Firmen, Schulen und Museen jetzt allerdings nach und nach wieder öffnen dürfen, bleiben andere Türen weiterhin geschlossen – darunter die des Theaterpädagogikzentrums Baden-Württemberg (TPZ) in Betzingen. »Alle Projekte, Standorte und Kurse liegen auf Eis«, sagt Andreas Hoffmann, Vorstandsmitglied des TPZ, das in Freiburg, Konstanz, Schwäbisch Hall und Stuttgart weitere Standorte hat. Für das TPZ und dessen Honorarkräfte bedeutet das einen harten Einschnitt: »Im Prinzip fallen alle Einkünfte weg«, erklärt Hoffmann im GEA-Gespräch. (ane)

Ob und in welcher Form das »Echt Jetzt«-Festival heuer stattfinden kann, hängt coronabedingt in der Schwebe. Im vergangenen Jahr
Ob und in welcher Form das »Echt Jetzt«-Festival heuer stattfinden kann, hängt coronabedingt in der Schwebe. Im vergangenen Jahr lockte es unter anderem mit Performances auf dem Marktplatz. ARCHIVFOTO: TPZ Foto: ARCHIVFOTO: TPZ
Ob und in welcher Form das »Echt Jetzt«-Festival heuer stattfinden kann, hängt coronabedingt in der Schwebe. Im vergangenen Jahr lockte es unter anderem mit Performances auf dem Marktplatz. ARCHIVFOTO: TPZ
Foto: ARCHIVFOTO: TPZ

19:26 Uhr Nach dem Angriff auf Teilnehmer der Stuttgarter Corona-Demonstration am vergangenen Samstag schwebt eines der drei verletzten Opfer in Lebensgefahr. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

19:10 Uhr In Baden-Württemberg wurden mittlerweile insgesamt 34.071 (gestern: 34.006) Corona-Fälle nachgewiesen. Davon gelten 30.209 (gestern: 30.030) Personen als wieder geheilt, 1.673 (gestern: 1.664) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,84 (gestern: 0,95) - sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 4,1 (gestern: 4,5) im Durchschnitt - sie ist die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. (pm)

18:41 Uhr Nun sind auch aktuelle Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es gibt drei weitere bestätigte Corona-Fälle, aber keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden im Kreis Tübingen also 1.276 Corona-Fälle nachgewiesen, es gab 56 Todesfälle. Rund 1.170 Personen gelten als wieder genesen, meldete das Landratsamt gestern. Die Fieberambulanz auf dem Tübinger Festplatz hat an Sonn- und Feiertagen nicht geöffnet. Montags bis samstags ist sie von 10 bis 13 und von 16 bis 18 Uhr geöffnet. (pm)

18:22 Uhr Mehrere medizinische Fachgesellschaften fordern ein Ende des Notbetriebs in Kindergärten und Schulen und eine umgehende unbeschränkte Wiederöffnung der Einrichtungen. In einer gemeinsamen Stellungnahme rufen unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte trotz Corona-Pandemie dazu auf. (dpa)

17:56 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat nicht vor, wie sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) auf Tuchfühlung mit Gegnern der Corona-Maßnahmen zu gehen. Er werde nicht ohne Schutzmaske zu einer solchen Demonstration gehen, sagte er heute in Stuttgart. »Ich halte das für hochproblematisch in diesen Zeiten.« Das seien zudem »Leute, die alles, was wir machen, für mehr oder weniger falsch halten«. (dpa)

17:28 Uhr Vor acht Tagen brachte das Tübinger Biotech-Unternehmen Cegat seinen Corona-Antikörpertest auf den Markt. Man kann sich entweder beim Hausarzt testen lassen und das Blut in Cegat-Röllchen einschicken - oder man kann sich gleich beim Unternehmen vor Ort Blut abnehmen lassen.

Die Resonanz ist riesig, so Cegat-Geschäftsführerin Saskia Biskup auf GEA-Anfrage: Bislang liesen sich mehr als 4.500 Menschen vor Ort Blut abnehmen für den Test und weitere 10.000 Tests wurden bestellt. Cegat meldet positive Antikörpertests - also solche, die auf eine bereits überstandene Infektion hindeuten - nicht ans Gesundheitsamt. Werden positive Antikörpertests von anderen Anbietern an die Gesundheitsämter gemeldet, werden diese zwar erfasst, heißt es aus dem Tübinger Landratsamt. Sie tauchen aber nicht in der offiziellen Fallzahlstatistik auf. (kk)

16:49 Uhr Das Robert Koch-Institut erforscht das Virus in besonders betroffenen Gemeinden. Zusammen mit der Heinsberg-Studie sowie weiteren geplanten Studien anderer Forscher will sich das RKI ein breites Bild über die Krankheit und deren Verbreitung verschaffen. Laut Landesgesundheitsamt sind etwa in Reutlingen und Freiburg ähnliche Studien in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung geplant. (dpa)

16:21 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.525 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind genauso viele wie gestern. 1.384 Menschen sind bereits wieder genesen, was 95,78 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie noch am Freitag. Insgesamt wurden 12.241 Abstriche gemacht, die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt seit gestern unverändert bei 3.907. (pm)

15:55 Uhr Gute Nachrichten für Kletter- und Bergfreunde: Im Außenbereich Kletterzentrum B12 der Tübinger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) kann wieder gebouldert werden. Allerdings gilt dieses Angebot nur für Inhaber von Jahres- und Climbkarten. Außerdem müssen strenge Hygieneregeln eingehalten werden. Die Kletterhalle wird voraussichtlich ab Pfingsten wieder geöffnet. Dann aber nur in reduzierter Form mit 30- bis 50-prozentiger Auslastung. Die Tübinger Hütte im Montafon öffnet wieder Anfang Juli. Der Übernachtungsbetrieb auf den Alpenvereinshütten ist schon ab Ende Mai eingeschränkt wieder möglich. Das teilt der DAV-Dachverband auf seiner Homepage mit. Wann die Kletterhalle in Reutlingen wieder aufmacht, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings werden alle Jahreskarten und Climbingcards so verlängert, dass den Kunden kein Verlust entsteht, heißt es auf der Website. (iwa)

15:24 Uhr Die sechste Auflage des Reutlinger Swim & Run am 26. Juni wurde abgesagt. Die Corona-Pandemie und die Unsicherheit bezüglich der Handhabung von Sportveranstaltungen, gepaart mit den verbundenen Verordnungen, Auflagen und Restriktionen machen eine Durchführung durch die Abteilung Schneesport und Triathlon der TSG Reutlingen unmöglich, teilte Abteilungsleiter Jan Krewinkel mit. Der Swim & Run soll aber am 25. Juni 2021 im Freibad Markwasen wieder steigen. (pm)

15:05 Uhr Fünf Mitarbeiter und fünf Patienten der Station 41 der radioonkologischen Universitätsklinik in Tübingen sind am Coronavirus erkrankt, seit heute gilt für zwei Stationen ein Aufnahmestopp. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

14:33 Uhr Anfang April war für Guido Henzler, den landwirtschaftlichen Geschäftsführer des Nürtinger Rammerthofs, in Sachen Spargel- und Erdbeerernte noch vieles unklar. Wegen der coronabedingten Grenzschließungen durften ausländische Saisonarbeiter zunächst nicht mehr einreisen. Dann hat die Regierung eine Sonderregelung erlassen: Im April und Mai dürfen unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen doch je 40.000 Saisonarbeitskräfte einreisen. Auch Guido Henzler hat inzwischen knapp 140 Saisonarbeitskräfte aus Rumänien einfliegen lassen. Sie ernten nun auf seinen Feldern Erdbeeren und Spargel. Die Mehrkosten, die durch die Umsetzung der Hygienemaßnahmen, Flüge, Bustickets und separate Unterbringung der Arbeiter entstanden sind, schätzt Henzler bereits jetzt auf rund 100.000 Euro. Dennoch ist er froh, dass die Ernte jetzt läuft. (mewe)

14:09 Uhr Vor der Corona-Pandemie wurden eher die Menschen interessiert bis schief angeschaut, die in Geschäften oder dem ÖPNV eine Maske über Mund und Nase trugen - nun sind es die, die keine tragen. Die IHK Reutlingen weist auf den Sozialen Netzwerken darauf hin, dass dies nicht mutwillig böse gemeint sein muss, sondern dass der Nicht-Träger auch eine Erkrankung haben kann. Deshalb: »Nachfragen ist okay, aber bitte freundlich!« (kk)

13:28 Uhr Seit Beginn der Corona-Krise haben sich dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20.400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem neuartigen Virus infiziert. Davon haben laut RKI mittlerweile geschätzte 19.100 Menschen die Infektion überstanden. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

12:55 Uhr Die Corona-Pandemie hat im März deutliche Auswirkungen auf die weltweite Nachfrage nach Autos und Maschinen aus Baden-Württemberg gehabt. Während die Exporte aus dem Südwesten im ersten Quartal dieses Jahres nur leicht zurückgingen, mussten Autobranche und Maschinenbauer einen Rückgang von 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

12:25 Uhr Bis zum 17. Mai  konnten die knapp 5.700 Mitgliedsvereine des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) ihre finanziellen Schäden aufgrund der Corona-Krise an den Dachverband übermitteln. Im Landkreis Reutlingen meldeten bis zum Stichtag 95 Sportvereine mit 63.640 Mitgliedern Einbußen in Höhe von 1.687.694 Euro. Aus der Abfrage geht damit hervor, dass 36 Prozent der Vereine betroffen sind, die insgesamt zwei Drittel der Mitglieder im Sportkreis stellen. (pm)

11:54 Uhr Die Basketball-Bundesliga darf ihre wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison fortsetzen. Die bayerische Staatsregierung stimmte am Dienstag in einer Sitzung des Kabinetts den Plänen für ein Turnier mit zehn Teams im Juni in München zu, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. (dpa)

11:30 Uhr Fitnesstudios dürfen in Baden-Württemberg nach Pfingsten wieder öffnen. Wir waren die ersten schließen mussten und wir sind mit die letzten, die Ihren Betrieb wieder öffnen dürfen, heißt es in einem Videostatement des PT Reutlingen auf Youtube. Man verstehe das und stehe hinter den Maßnahmen, denn Gesundheit sei wichtig. Wirtschaftlich sei es jedoch ein Desaster. Deshalb appelliert das Reutlinger Fitnesstudio an die Politik: »Helfen Sie uns. Es gibt keinen Grund uns anders zu behandeln, als die Gastronomie«. Gefordert wird, dass die Mehrwertsteuer auch für Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen auf sieben Prozent gesenkt wird. Das könnte viele Studios retten. (ege)

11:02 Uhr Kritiker der Corona-Beschränkungen machen gegen Masken mobil, die in Geschäften und der Bahn getragen werden müssen. Eine Behauptung ist: Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nehmen Fälle von Augenherpes zu. »Das entbehrt jeder Grundlage«, sagt Medizinprofessor Thomas Reinhard, ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. Auch der Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands, Ludger Wollring, sagt, dass sich über die eigene Atemluft unter dem Mundschutz nur jemand anstecken könne, der gerade aktive Herpesbläschen an den Lippen hat. Diese Möglichkeit hält er aber für sehr unwahrscheinlich. Seinem Verband seien weder solche Fälle noch Studien zu der Problematik bekannt. (dpa)

10:38 Uhr Seit Montag dürfen Campingplätze wieder öffnen, allerdings »ohne die Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen«, wie es in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes heißt. Dazu gehören nicht nur Schwimmbäder und Aufenthaltsräume, sondern auch die Sanitäranlagen, die Duschen ebenso wie die  WCs. Weil Pfingsturlaub ohne Klo und Dusche nicht geht, fordern die Betreiber dringend Nachbesserungen. »Wir haben Einzelduschen wie im Hotel und selbstverständlich auch Einzeltoiletten. Das sind keine Gemeinschaftseinrichtungen«, sagt Oliver Frank, Geschäftsführer der Azur Freizeit GmbH, die unter anderem den Azur Rosencampingplatz in Erpfingen betreibt. (dew)

10:10 Uhr Wegen nachlassender Nachfrage ändern sich bei der Einkaufhilfe Reutlingen die telefonischen Kontaktzeiten. Ab sofort sind die Mitarbeiterinnen der Stabsstelle Bürgerengagement von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter 07121 3035771 erreichbar. Außerhalb der Kontaktzeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Auf www.reutlingen.de/einkaufshilfe kann per Online-Formular Kontakt aufgenommen werden. Die Einkaufhilfe Reutlingen ist ein ehrenamtliches Angebot für Menschen, die zur Risikogruppe gehören und nicht selbst einkaufen gehen möchten. (pm)

9:47 Uhr Mehr als drei Wochen nach der vorläufigen Einstellung der Rückholflüge des Auswärtigen Amts sitzen immer noch Hunderte Deutsche im Ausland fest. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr, befindet sich alleine in Marokko noch eine »hohe dreistellige Zahl« rückkehrwilliger deutscher Staatsbürger, die wegen der Kappung der Flug- und Fährverbindung in der Corona-Krise nicht wegkommen. »In Südafrika gehen wir von einer mittleren dreistelligen Zahl von ausreisewilligen Deutschen aus, in Argentinien und Pakistan von einer jeweils niedrigen bis mittleren dreistelligen Zahl«, heißt es aus dem Ministerium. Die Botschaften versuchen weiter in jedem Einzelfall, Rückkehrmöglichkeiten etwa mit den vereinzelten kommerziellen Flügen zu finden. (dpa)

9:16 Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft abstürzen lassen, nicht jedoch die Immobilienpreise. Das geht aus einer Analyse des Immobilienportals immowelt.de hervor. Demnach sind die Preise für Eigentumswohnungen in 45 von 60 Städten von Ende 2019 auf Anfang 2020 gestiegen. Zu den Städten mit dem größten prozentualen Anstieg gehört neben Leipzig auch Reutlingen. Die Preise für Eigentumswohnungen sind dort trotz der Krise um neun Prozent gestiegen. In Hotspots wie München, Frankfurt (jeweils +2 Prozent) und Hamburg (-1 Prozent) bleiben die Preise dagegen relativ konstant. (GEA)

8:48 Uhr Von Montag, 25. Mai an, fährt der TüBus wieder nach dem Normalfahrplan. Der Normalfahrplan löst somit den in den vergangenen Wochen gültigen Sonderfahrplan ab, der auf Basis des Ferienfahrplans konzipiert war. Wichtige Fahrplanerweiterungen im Klinik- und Schülerverkehr, Schutzmaßnahmen, Zusatzangebote sowie der Einsatz möglichst großer Busse erhalten die Stadtwerke Tübingen weiterhin zusätzlich aufrecht. Welche das im Detail sind, lesen Sie hier. (pm)

8:29 Uhr Donald Trump pries es schon als »Geschenk Gottes«. Nun nimmt er nach eigenen Angaben selbst ein Malaria-Medikament, um sich in der Corona-Krise zu schützen. Allerdings gibt es bislang keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus. (dpa)

8:08 Uhr Der Württembergische Fußballverband (WFV) gerät bei der geplanten Fortsetzung des Verbandspokals unter Zeitdruck. Wie die anderen 20 Landesverbände hat auch der WFV das Ziel, die Pokalsaison regulär zu beenden, um den jeweiligen Teilnehmer für den DFB-Pokal sportlich zu ermitteln. Der Zeitpunkt dafür kann zwar nach dem 30. Juni liegen, wegen des ruhenden Spielbetriebs aufgrund der aktuell bis 31. August gesperrten Sportstätten bleibt der Termin für den diesjährigen Finaltag der Amateure weiterhin offen. Die Teilnehmer für den DFB-Pokalwettbewerb der kommenden Saison müssen allerdings von den Landesverbänden rechtzeitig vor der 1. Runde gemeldet werden. Diese ist für den 14. August terminiert. (wil)

7:48 Uhr Corona trifft Prostituierte besonders schlimm. Abstandsgebot und Hygieneregeln lassen sich kaum mit ihrer Tätigkeit vereinbaren. Wann die Corona-Beschränkungen für die 33.000 angemeldeten und nach Schätzungen bis zu 400.000 Prostituierten in Deutschland beendet werden, ist unklar. Für sie gibt es keinen Termin, nicht mal eine vage Perspektive, wann sie ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Zeit für den Ausstieg? (dpa)

7:26 Uhr Über 180 Speisewirtschaften in Tübingen dürfen wieder für Besucher öffnen. Das gilt auch für Cafés, Eisdielen, Metzgereien und Bäckereien mit Vor-Ort-Verzehr. Die Stadt Tübinegn unterstützt sie unterstützen sie nach Kräften, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. So können gastronomische Betriebe ohne Konzession als Speisewirtschaft, die jetzt Speisen ausgeben wollen, unbürokratisch eine befristete Konzession beantragen. Gaststätten, die keine eigene Außenfläche haben, können nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung freie Flächen als Freisitz nutzen und haben so mehr Platz für Tische und Stühle. Außerdem haben die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats dem Vorschlag zugestimmt, allen Gaststätten in diesem Jahr die Gebühren für die Sondernutzungserlaubnis der Außengastronomie zu erlassen. Das entspricht einer Förderung von voraussichtlich knapp 100 000 Euro. (pm)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 176.551 (gestern 176.369) Corona-Infizierte, 8.003 (7.962) Menschen sind gestorben und 155.041 (154.011) gelten als wieder geheilt.

Montag, 18. Mai 2020

21 Uhr Wir beenden diesen Tag mit dem Bericht über eine schöne Geste: Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke hat kleineren sozialen Einrichtungen Mund- und Nasenschutzmasken gespendet. Mädchen, Frauen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen brauchen Ansprechpersonen, sagte die Politikerin. Bedürftige müssten dringend notwendige Lebensmittel erhalten, Wohnungslose oder Geflüchtete bräuchten auch weiter Hilfe und Orientierung. Trotz Corona. Um diejenigen Einrichtungen, die sich um die Hilfebedürftigen kümmern, zu unterstützen, wenigstens ein klein wenig ins Bewusstsein zu rücken und sie mit Mund- und Nasenmasken zu versorgen, hat Müller-Gemmeke bei Franziska Schuller aus Münsingen und ihrem Nähstudio »Nähativ by Franzi« Gesichtsverhüllungen bestellt. »550 Stück sind es bisher, ich habe Franzi vergangenes Jahr bei meiner Alb-Tour kennengelernt, sie kommt gar nicht mehr mit dem Nähen hinterher«, schmunzelt die Grünen-Politikerin. (nol)

Beate Müller-Gemmeke (links) übergibt Asylpfarrerin Ines Fischer genähte Behelfsmasken, die bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. Foto: Leister
Beate Müller-Gemmeke (links) übergibt Asylpfarrerin Ines Fischer genähte Behelfsmasken, die bei hohen Temperaturen gewaschen werden können.
Foto: Leister

20:31 Uhr Auch im ÖPNV kehrt langsam vieles zu Vor-Corona-Verhältnissen zurück: Damit in den Bussen bald wieder Tickets von den Busfahrern verkauft werden können, haben die Busunternehmen im Naldo-Gebiet in den vergangenen Wochen mit Hochdruck an Lösungen durch eine Trennscheibe gearbeitet, verkündet der Verkehrsverbund auf seiner Homepage. Die ersten Busunternehmen hätten ihre Fahrzeuge schon fertig umgerüstet, die anderen sollen bald folgen. Deutlich mehr Menschen nutzen wieder Bus und Bahn - nur die Maske, die ja nun Pflicht ist, erinnert weiterhin sichtbar an die Corona-Pandemie. In Tübingen verkehren die Busse noch nach dem Ferienfahrplan, in dieser Woche soll aber über eine Rückkehr zum Normalfahrplan entschieden werden, sagte der Pressesprecher der Stadtwerke in der vergangenen Woche auf GEA-Anfrage. Auch unsere neue Umfrage widmet sich diesem Thema: Uns interessiert Ihr Mobilitätsverhalten in der aktuellen Phase der Corona-Krise. (kk)

Umfrage

20:03 Uhr Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) rechnet mit einer hohen Dunkelziffer von Corona-Infizierten. »Wir gehen derzeit davon aus, dass es momentan bis zu 200.000 nicht identifizierte Infizierte gibt«, sagte Lucha der »Schwäbischen Zeitung«. Die Gefahr sei noch lange nicht vorbei. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

19:56 Uhr Mit Pünktlichkeitswerten von bis zu 98 Prozent sind zurzeit die Regionalzüge in Baden-Württemberg unterwegs, teilt das Verkehrsministerium in einer Pressemitteilung mit. Landesverkehrsminister Winfried Hermann sagte heute bei einer Online-Pressekonferenz: »Die Epidemie sorgt für reduzierte Fahrgastzahlen und auch bei den Lokführern und beim Zugpersonal für krankheitsbedingte Ausfälle. Es war der absolut richtige Schritt, schnell darauf zu reagieren und vorübergehend nur einen stabilen Grundfahrplan anzubieten, damit in der Krise die Züge zuverlässig fahren. Das hat sich ausgezahlt.« (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

19:39 Uhr In Baden-Württemberg wurden mittlerweile insgesamt 34.006 Corona-Fälle nachgewiesen. Davon gelten 30.030 Personen als wieder geheilt, 1.664 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,95 - sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 4,5 im Durchschnitt - sie ist die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. (pm)

19:01 Uhr Nach dem Angriff auf Teilnehmer der Stuttgarter Corona-Demonstration ermittelt die Polizei wegen Verdachts der versuchten Tötung. Am vergangenen Samstag waren drei Menschen, die auf dem Weg zur Kundgebung auf dem Cannstatter Wasen waren, von Unbekannten angegriffen und niedergeschlagen worden. Ein Mann liege noch immer mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

18:19 Uhr Nun sind auch aktuelle - und erfreuliche - Zahlen aus dem Kreis Tübingen da: Es gibt keinen weiteren bestätigten Corona-Fall und auch keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Es bleibt also bei 1273 Corona-Fällen und 56 Todesfällen. Rund 1.170 Personen gelten als wieder genesen. Einmal pro Woche schickt das Tübinger Landratsamt auch eine Aufschlüsselung der Corona-Fälle nach Kreis-Gemeinden - normalerweise am Freitag, dieses Mal nun am Montag. (pm) 

17:51 Uhr Im Kreis Sigmaringen gibt es heute keinen weiteren gemeldeten Corona-Fall, die Zahl aller bisher bestätigten Corona-Fälle bleibt weiterhin bei 779. 714 Personen gelten als wieder genesen (das sind zwei mehr als gestern), 33 sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. (GEA) 

17:14 Uhr Noch vor wenigen Wochen stritten die EU-Staaten erbittert über Corona-Bonds für die gigantischen Kosten der Pandemiekrise. Jetzt wird nach Kompromissen für einen europäischen Wiederaufbauplan gesucht. Deutschland und Frankreich legen vor. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:43 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.525 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das ist ein Fall mehr als gestern. 1.369 Menschen sind bereits wieder genesen, was 94,74 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie noch am Freitag. Insgesamt wurden 12.207 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.907. (pm)

16:26 Uhr Ende der Durststrecke: Reutlinger Restaurants haben seit heute wieder geöffnet. Bei sommerlichen Temperaturen waren bei der Salat- und Suppenbar in der Reutlinger Wilhelmstraße während der Mittagszeit die meisten Tische belegt. Zögerlich zeigten sich einige Gäste, wenn es darum ging, sich in die vorgegebenen Listen mit Kantaktdaten einzutragen. Und wie liefen die Geschäfte am ersten Tag nach zwei Monaten ohne Innen- und Außenbewirtung? »Es war mehr los als letzte Woche, aber auch nicht wesentlich«, sagt Inhaber Gerd Bauer dem GEA. (stan)

16:10 Uhr Die Kreiskliniken Reutlingen lassen an den Standorten Klinikum am Steinenberg Reutlingen, Ermstalklinik Bad Urach und Albklinik Münsingen, wieder täglich Besucher von 15 bis 17 Uhr zu. Erlaubt ist ein Besucher pro Patient und Tag. Es darf sich nur ein Besucher im Patientenzimmer für eine Dauer von maximal 60 Minuten aufhalten. Außerdem gilt: das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Hände desinfizieren, Abstand zu anderen Personen 1,5 Meter, Fiebermessen direkt am Eingang. Auf den Covid-19-Stationen und in der Notaufnahme gilt weiterhin ein Besuchsverbot. Regelungen für die Intensivstation, Kreißsaal und Wöchnerinnenstation, Kinderklinik sowie für Angehörige die Sterbende begleiten, können telefonisch bei den jeweiligen Fachbereichen angefragt werden. (pr)

15:48 Uhr Die Fußball-Saison von der Oberliga bis zur Kreisliga steht in Baden-Württemberg vor dem Abbruch. Trainieren dürfen die Vereine seit 11. Mai jedoch wieder. Allerdings hat dieses Training wenig mit dem zu tun, was Fußballer normalerweise darunter verstehen. Grund sind die strengen Regeln zum Infektionsschutz, die sämtliche Übungen mit Kontakt verbieten. Landesligist SSC Tübingen ist derzeit dabei, die Vorgaben für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs aufzunehmen. Dazu gehört unter anderem das Absperren der Kabinen und Duschbereiche sowie das Unterteilen des Kunstrasens in kleine Felder. (ege)

15:21 Uhr Am Montag, 25. Mai 2020, startet die reduzierte Regelbetreuung in Reutlinger Kindertagesstätten. Ab sofort können Eltern ihre Kinder dafür anmelden. Die Anmeldung läuft über den jeweiligen Träger. Für Kindertageseinrichtungen der Stadt Reutlingen ist die Anmeldung ausschließlich online über ein Formular möglich. Wer sein Kind mit Start am Montag in Betreuung geben möchte, muss es bis spätestens Mittwoch, 20. Mai, 7 Uhr, anmelden. Mehr dazu lesen Sie hier. (pm)

15:05 Uhr Das Corona-Bürgertelefon im Kreis Reutlingen ist seit heute eingestellt. Die Nachfrage war in den vergangenen Tagen stark gesunken - über 11.000 Anrufe waren seit Anfang März beantwortet worden. Auf der Homepage des Landratsamtes gibt es weiterhin zahlreiche Infos zum Virus, auch Chatbot Corey ist weiterhin im Einsatz. (pm)

14:21 Uhr Nach der Lockerung der Grenzkontrollen stellt die Bundespolizei großen Informationsbedarf bei vielen Reisenden fest: An den Übergängen zwischen Deutschland und der Schweiz sowie zu Frankreich stoppten die Beamten am Wochenende viele, die ohne triftigen Grund über die Grenze wollten - beispielsweise zum Einkaufen. (dpa) 

13:59 Uhr Der Württembergische Tennis-Bund (WTB) hat die Verbandsrunde im Sommer abgesagt. »Die Durchführung der Verbandsrunde in gewohnter Form und unter den bekannten Rahmenbedingungen halten wir für nicht vertretbar«, schrieb der WTB dazu in einer Pressemitteilung. Stattdessen plant der Verband ab Mitte Juni mit einer »Corona-Wettspielrunde«. Die Teilnahme daran ist für die Vereine freiwillig. Sieger erhalten als Belohnung ein Aufstiegsrecht für die Saison 2021, Abteiger werden nicht ermittelt. (pm)

13:32 Uhr Nicht alle Gaststätten dürfen seit heute wieder öffnen: Bei manchen scheitert es daran, dass sie nur Getränke anbieten. Und bei manchen auch schlichtweg an der Größe. Die Wirte der nur 25 Quadratmeter großen Gaststätte »ct« in der Tübinger Weststadt wollen ihr Bier aber nicht »in den Gully leeren«, wie sie auf ihrer Homepage und auf Facebook schreiben. Also bieten sie am Donnerstag und am Freitag kurzerhand einen Straßenausschank an. Auch Maultaschen hätten sie noch auf Vorrat, heißt es weiter - und die werden bis September, »wo wir hoffentlich wieder normal öffnen können«, halt auch nicht besser. (kk)

13:04 Uhr Aktuell läuft eine Regierungspressekonferenz in Berlin - es geht um die neusten Beschlüsse des Corona-Kabinetts, auch um die zunehmenden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in ganz Deutschland. Man nehme die Sorgen der Menschen ernst, sagt Pressesprecherin Ulrike Demmer einleitend. »Kein Platz ist aber für extremistisches Gedankengut, für Falschinformationen.« (kk)

12:34 Uhr SPD-Chefin Saskia Esken hatte sich mit ihren Ministern Hubertus Heil und Franziska Giffey für eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern eingesetzt. Nun öffnet sich auch die CDU-Spitze für die Forderungen, Familien in der Corona-Krise länger und stärker zu unterstützen. Wird der Kompromiss bald eingetütet? Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

12:12 Uhr In diesem Jahr ist wegen des Coronavirus auch der muslimische Fastenmonat Ramadan anders als üblich. »Das Fastenbrechen machen wir jetzt abends zu Hause«, erzählt Selahattin Korkmaz, der Vorsitzende des Deutsch-türkischen Familien- und Kulturvereins, der in Wannweil eine Moschee betreibt.

Weil sich die Muslime nicht mehr zum Fastenbrechen treffen, können sie sich über das Fasten auch nicht mehr im persönlichen Gespräch austauschen - doch sie haben eine Lösung gefunden. Im GEA-Gespräch erzählt Selahattin Korkmaz von einem ungewöhnlichen Ramadan. (GEA) 

11:37 Uhr Seit vier Jahren ist Joel Maier Fachkrankenpfleger für Intensiv und Anästhesie. Bereits seit 2012 arbeitet er als Gesundheitspfleger für das SRH Krankenhaus Sigmaringen. Mit Krisen und Notfällen kennt er sich also aus: Er ist ganz nah an den Patienten, aber zugleich auch an den Ärzten der Klinik, wann immer Alarm ist und es darum geht, Menschenleben zu retten. Im Gespräch mit dem GEA gibt der Intensivpfleger in seinen Alltag und spricht darüber, wie er die Corona-Epidemie erlebt. (GEA)

11:10 Uhr Es ist ein ungewohntes Bild: In der Reutlinger Innenstadt stehen vor den Restaurants seit heute wieder Tische und Stühle. Wochenlang waren diese Flächen leer gewesen. Den Morgen haben viele Gastronomen mit den letzten Vorbereitungen verbracht, Abstände ausmessen, Desinfektionsmittelspender aufstellen, Speisekarten platzieren. Auf dem Marktplatz und in der Wilhelmstraße herrschte geschäftiges Treiben. Diese Aufbruchstimmung hatte irgendwie etwas hoffnungsvolles. (ege)

Ungewohntes Bild: In der Reutlinger Wilhelmstraße stehen vor den Restaurants wieder Tische und Stühle. Foto: Egenberger
Ungewohntes Bild: In der Reutlinger Wilhelmstraße stehen vor den Restaurants wieder Tische und Stühle.
Foto: Egenberger

10:47 Uhr Kinos haben wegen der Corona-Pandemie noch geschlossen, ein cineastischer Ersatz startet in Reutlingen jedoch bald. Am Samstag, 23. Mai, öffnet das Autokino im Betz-Areal seine Pforten. Täglich ab 21.15 Uhr gibt's auf einer 50 Quadratmeter großen Leinwand aktuelle Arthouse Hits und ausgesuchte Klassiker zu sehen. Tickets für das Autokino gibt es ab Dienstag, 19. Mai ausschließlich auf www.kamino-reutlingen.de, eine Abendkasse gibt es nicht. (GEA)

10:20 Uhr Fünf Wochen hatte alles zu. Auch die Läden in der Outletcity. Am 24. April wurde sie wieder eröffnet. Das Sicherheitskonzept habe sich bewährt, Abstandsregeln und Maskenpflicht werden nach Beobachtung der Betreiberin der Outletcity, der Holy AG, vorbildlich eingehalten. »Wir bewerten die Wiedereröffnung als sehr positiv und sind zufrieden mit der Umsetzung unseres Sicherheitskonzepts«, sagt der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Bauer. Aufgrund der immer noch geschlossenen Grenzen ist die Zahl der Besucher zwar lange noch nicht so hoch wie vor der Coronakrise, doch dafür wird laut Holy AG seit April beim Onlineshop ein starkes Umsatzwachstum beobachtet, was ganz im allgemeinen Trend liegt. (füs)

9:52 Uhr Schon wieder 92 Infektionen in einem Fleischbetrieb: Die Branche mit vielen Subunternehmern und Arbeiter-Sammelunterkünften ist von Corona-Ausbrüchen besonders betroffen. Der Arbeitsminister will dagegen vorgehen - aber das Kabinett vertagt das Thema. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

Schlachtbetrieb
In immer mehr Schlachtbetrieben häufen sich die Corona-Infektionen bei Arbeitern. Foto: Ingo Wagner/dpa
In immer mehr Schlachtbetrieben häufen sich die Corona-Infektionen bei Arbeitern. Foto: Ingo Wagner/dpa

9:25 Uhr Der Bundesliga-Neustart ist geglückt. Prompt melden sich die ersten Politiker und stellen eine schrittweise Zulassung von Zuschauern in Aussicht. »Total unverständlich, im Moment sind Geisterspiele angesagt. Mehr geht nicht. Aus. Basta«, schreibt Sportredakteur Manfred Kretschmer in seinem Kommentar. (kre)

9:01 Uhr Zweimal 100 Millionen Euro schwer sind die Hilfspakete, die das Land Baden-Württemberg den von der Coronakrise betroffenen Kommunen bisher geschnürt hat. Metzingens Finanzbürgermeisterin Carmen Haberstroh berichtete, dass die Stadt 140.000 Euro aus dem ersten Paket erhalten hat, »den gleichen Betrag erwarten wir auch aus der zweiten Tranche.« Der Verwendungszweck ist offen. So kann das Geld ausgefallene Kita-Beiträge, die die Stadt den Eltern monatelang erlassen hat, ausgleichen oder Defizite lindern, die bei der Volkshochschule Metzingen-Ermstal entstanden sind. Haberstroh zum weiteren Vorgehen: »Wir müssen einfach mal Kassensturz machen, wer welche Einbußen hat.« Denkbar wäre auch, internetfreudige Familien, die sich digitale Endgeräte nicht leisten können, mit solchen auszustatten. (pfi)

8:40 Uhr Von heute an dürfen Speiserestaurants wieder öffnen. Allerdings müssen Gastronomen einige Vorschriften einhalten. Auch für Gäste ändert sich einiges. Ein Video des Stadtmarketings zeigt am Beispiel des Reutlinger Restaurants Vis-à-Vis wie sich Restaurantbesitzer und Kunden am besten verhalten. Beispielsweise muss man in einem Wartebereich ausharren, bis man einen Tisch zugewiesen bekommt. Außerdem muss man sich in eine Liste mit Name und Kontaktdaten eintragen. (ege)

8:19 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.525 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das ist ein Fall mehr als gestern. 1.340 Menschen sind bereits wieder genesen, was 92,73 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie noch am Freitag. Insgesamt wurden 12.175 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.906. (pm)

7:48 Uhr Die Blutkonserven-Lager sind so gut wie leer. Mit Auftreten des Coronavirus wurden Operationen verschoben, Blutspendetermine abgesagt. Inzwischen wird aber wieder an Herz, Hüfte und Knie operiert. »Der Blutbedarf ist massiv angestiegen«, erklärte Miriam Fischer, Referentin des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen. »Wir haben am Donnerstag einen Bestand mit einer Reichweite von 0,8 Tagen gehabt«, berichtete sie weiter. Im Pop-up-Blutspendezentrum in den Pfullinger Hallen haben jetzt bereits 550 Menschen Blut gespendet. (GEA)

7:26 Uhr Die Corona-Pandemie beschert den Herstellern von tiefgefrorenen Lebensmitteln eine stark gestiegene Nachfrage. Auf den Einkaufszetteln steht aber nicht nur Fettiges. Auch Spinat ist ein Krisenhit. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 176.369 (gestern 175.233) Corona-Infizierte, 7.962 (7.897) Menschen sind gestorben und 154.011 (151.597) gelten als wieder geheilt.

Sonntag, 17. Mai 2020

17 Uhr Die Bundesregierung geht davon aus, dass in weiten Teilen Europas trotz Corona-Pandemie in diesem Sommer Urlaub möglich sein wird. »Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können«, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten«. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will am Montag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel des Treffens ist ein koordiniertes Vorgehen bei der Öffnung der Grenzen für Touristen. (dpa)

16:41 Uhr Im Kreis Sigmaringen ist eine weitere Person im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, meldet das Landratsamt. Insgesamt gibt es im Kreis 33 Todesfälle. Die Zahl der positiv Getesteten, (insgesamt 779) und Genesenen (712) ist gleich geblieben. (GEA)

16:24 Uhr Der Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart hat zum Neustart der Saison im Aufstiegsrennen eine herbe 1:2 (0:0)-Nliederlage beim SV Wehen Wiesbaden hinnehmen müssen. Die Atmosphäre beim Geisterspiel sorgt im leeren Stadion für eine außergewöhnliche Situation. Die Spieler selbst haben sich durch die Corona bedingten Maßnahme nicht berühren lassen. Aber der Profi-Fußball Verliert ohne Fans seinen Reiz. (wil)

16:07 Uhr Morgen öffnen auch in Reutlingen wieder zahlreiche Speiserestaurants. Auf Facebook kursieren bereits viele Bilder auf denen zu sehen ist, wie Gaststätten in Zeiten von Corona bestuhlt und welche Hygienemaßnahmen getroffern wurden. Lokalbesitzer und Pächter konnten die Wiedereröffnung kaum erwarten, doch wie sieht es bei den Bürgern aus? In einer Umfrage auf der GEA-Website haben wir gefragt, was Sie zur Öffnung der Gastronomie im Land sagen. Das Ergebnis ist bislang relativ ausgeglichen. 40 Prozent der knapp 600 Befragten befürworten den Schritt, 35 Prozent halten ihn für bedenklich und 25 Prozent essen und trinken lieber zuhause. Wie sieht es bei Ihnen aus? (ege)

Umfrage

15:45 Uhr Die Corona-Krise hat die Kulturszene jenseits digitaler Welten lahmgelegt. Nur langsam öffnen sich etwa erste Museen. Die Kulturminister wollen nun Theater wieder öffnen. Zur Begrenzung von Besucherzahlen sollen Sitzplätze und ganze Sitzreihen ausgelassen werden. Ticketing-Systeme könnten dabei Mindestabstand sicherstellen. Zum Vermeiden von Warteschlangen wollen die Kulturminister Online-Tickets und Zeitfenster. Besucherströme sollen geregelt werden etwa über Verzicht auf Abriss von Eintrittskarten, Scans von Tickets oder zeitversetzten Einlass. Zur Verringerung der Aerosol-Belastung in Sälen und Innenräumen werden ergänzende Konzepte empfohlen. Zudem sollen Kontaktdaten von Besuchern zur Nachverfolgung bei Erkrankungen gespeichert werden. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:19 Uhr Wegen der Corona-Krise sind bei der Deutschen Bahn nach Einschätzung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr. »Es droht ein dramatischer Stellenabbau«, zitierte die »Bild am Sonntag« den amtierenden EVG-Vorsitzenden Klaus-Dieter Hommel. (dpa)

14:50 Uhr Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ein weiteres Mal gelockert. Die Änderungen betreffen beispielsweise Gastronomie, Kinderbetreuung, Besuchsreglungen in Heimen und Kliniken sowie Öffnungen von Bildungseinrichtungen. Dementsprechend gilt ab Montag eine aktualisierte Landesverordnung. (ege)

14:28 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es insgesamt 1.273 bestätigte Corona-Fälle, das ist ein Fall mehr als gestern. Es gibt keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19, die Gesamtzahl bleibt bei 56 Todesfällen. (pm)

13:51 Uhr Zwei junge Männer haben in Herrenberg in Baden-Württemberg auf einen Busfahrer eingeschlagen, nachdem sie des Busses verwiesen wurden. Der Fahrer hatte die jungen Männer am Samstagnachmittag zunächst ermahnt, weil sie keinen Mundschutz trugen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nachdem er sie des Busses verwiesen hatte, rasteten die Männer aus und schlugen auf den Fahrer ein. Der Fahrer erlitt Verletzungen im Gesicht, die von Rettungskräften versorgt wurden. Die Fahndung nach den beiden brachte keinen Erfolg. (dpa)

13:26 Uhr Zum ersten Mal seit die ersten Personen im Kreis Reutlingen am 10. März positiv auf das Coronavirus getestet wurden meldet das Landratsamt keine einzige Neuinfektion. Somit bleibt es bei 1.524 Infizierten. Weitere Zahlen veröffentlicht die Behörde am Wochenende nicht. Stand Freitag waren 1.340 Menschen wieder genesen, was 92,93 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen waren bis Freitag in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das waren genauso viele Todesfälle wie noch am Donnerstag. Insgesamt wurden 12.100 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.902. (pm)

13:05 Uhr Wer aus einem EU-Land nach Baden-Württemberg einreist, muss ab sofort nicht mehr zwei Wochen in Corona-Quarantäne. Die Landesregierung hat die entsprechende Verordnung gelockert. Auch Einreisen aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien sind nun ohne häusliche Quarantäne möglich. Ausnahme: Wenn im Herkunftsland die Zahl der Neuinfizierten bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt, ist sie weiter erforderlich. (dpa)

12:40 Uhr Heute startet der VfB Stuttgart beim SV Wehen Wiesbaden in die Rest-Saison der zweiten Fußballbundesliga nach der Corona Pause. Die Anreise war vollkommen unproblematisch – sogar die letzten Meter vor dem Stadion, die sonst aufgrund von Zuschauerströmen durchaus beschwerlich sein können. Man fragt sich, ob hier an der Mainzer Straße 98 tatsächlich um 13:30 Uhr ein Fußballspiel Über die Bühne geht. Aber in der Brita-Arena steigt tatsächlich das Geister-Spiel zwischen dem Tabellen-16. und den zweitplatzierten Stuttgartern. (wil)

Sportberichterstattung in Corona-Zeiten: GEA-Redakteur Frank Wild trägt im Stadion Maske. Foto: Wild
Sportberichterstattung in Corona-Zeiten: GEA-Redakteur Frank Wild trägt im Stadion Maske.
Foto: Wild

12:18 Uhr Eine mögliche Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland gibt es bisher nicht - und wird es auch nicht geben, sagt der Kanzleramtschef. Auch das Robert Koch-Institut spricht sich dagegen aus. (dpa)

11:50 Uhr Die FDP-Fraktion im Landtag in Baden-Württemberg macht sich für mehr verkaufsoffene Sonntage stark. Die Corona-Pandemie habe im Einzelhandel zu massiven Umsatzeinbußen geführt, heißt es in einem Facebookposting. Laut Handelsverband sei jeder sechste Einzelhändler von der Insolvenz bedroht. Die Liberalen wollen daher mindestens fünf zusätzliche verkaufsoffene Sonntage zulassen. (ege)

11:22 Uhr Kusterdingens Bürgermeister Jürgen Soltau nimmt es mit sarkastischer Gelassenheit, dass die vom Lande erwarteten Klarstellungen bezüglich der für 18. Mai vom Land vorgesehenen Kita-Öffnungen für den »eingeschränkten Regelbetrieb« nicht arg viel weiter führen, die Gemeinden vielmehr mit der konkreten Ausführung allein gelassen werden. Aber seit der Flüchtlingskrise sind sie ja beim Umgang mit außergewöhnlichen Herausforderungen erprobt. »Die Deppen sind wir ja eh immer. Das Land verspricht, wir sollen es einhalten«, sagt er. Die Kommunen müssen in der nächsten Woche Kriterien erarbeiten, welche Kinder in die Kitas dürfen. Ein Zwischenstand aus den Orten, Nehren, Mössingen, Gomaringen und Kusterdingen. 

10:53 Uhr Die Volkshochschule in Metzingen muss sich in Corona-Zeiten auf digitale Angebote konzentrieren. Wann und in welcher Form der normalen Betrieb wieder beginnt, ist weiterhin offen. Bis dahin baut die VHS ihre Online-Angebote aus. (GEA)

10:24 Uhr Weil die Rad-Bundesliga in dieser Saison wegen der Coronakrise bis auf Weiteres ausfällt, hat der Bund Deutscher Radfahrer eine digitale Rennserie für Lizenzfahrer ins Leben gerufen. Sie werden auf der Plattform Zwift ausgetragen, die von Spitzenfahrern wie André Greipel, elffacher Etappensieger bei der Tour de France, schon seit Jahren zum Trainieren genutzt wird. Profi-Radfahrerin Franziska Brauße aus Eningen ist beim digitalen Rennen der Frauen-Bundesliga mitgefahren. »Irgendwie komisch«, nennt sie diese Erfahrung im Gespräch mit dem GEA. (der)

Die digitale Version von Franziska Brauße (blaues Trikot) fährt im Bundesliga-Rennen in einer virtuellen Welt, während die echte
Die digitale Version von Franziska Brauße (blaues Trikot) fährt im Bundesliga-Rennen in einer virtuellen Welt, während die echte in Eningen auf dem Rollen-Trainer fährt. Foto: Privat
Die digitale Version von Franziska Brauße (blaues Trikot) fährt im Bundesliga-Rennen in einer virtuellen Welt, während die echte in Eningen auf dem Rollen-Trainer fährt.
Foto: Privat

9:57 Uhr Die Mitarbeiter des Giftnotrufs in München haben seit der Corona-Krise deutlich mehr zu tun. Viele Eltern melden sich, weil ihre Kinder Desinfektionsmittel oder ähnliche Substanzen getrunken haben. Auch aus Kindertagesstätten kommen mittlerweile derartige Anrufe. Die gute Nachricht: »Desinfektionsmittel führen zu keinen schweren Vergiftungen, maximal zu einer leichten Alkoholvergiftung«, sagt der Toxikologe Tobias Zellner der Deutschen Presse-Agentur. Wasser nachtrinken und etwas Süßes essen, um Unterzucker zu vermeiden, sei als Behandlung ausreichend. Übrigens: Anrufe von Erwachsenen, die nach dem Rat des US-Präsidenten Donald Trump absichtlich Deinfektionsmittel als Schutz gegen eine Corona-Infektion getrunken haben, gab es beim Giftnotruf bisher noch keine. (dpa)

9:35 Uhr Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat China bei der Zahl der Corona-Toten überholt. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Samstag hervor. Demnach sind in dem mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesstaat Brasiliens bislang 4.688 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, in China mit mehr als einer Milliarde Einwohner 4.637 Menschen. Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 15.633 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 233.142 Infizierte wurden inzwischen registriert. (dpa)

9:02 Uhr Das Römische Freilichtmuseum in Hechingen-Stein, ein römischer Gutshof des 1. bis 3. Jahrhunderts nach Christus, ist ab Sonntag, 17. Mai, wieder für Besucher geöffnet. Es gelten in der Anlage die wegen der Corona-Pandemie einzuhaltenden Verhaltensregeln, Führungen und Veranstaltungen wird es vorerst nicht geben. (pm)

8:45 Uhr Nach ihren Toren beim 3:0-Sieg in Hoffenheim feiern die Profis von Hertha BSC Berlin gemeinsam. Sie umarmen sich, klatschen ab. Warum den Profis trotz ihres gemeinsamen Torjubels mit Körperkontakt keine Strafe durch die Deutsche Fußball Liga droht, lesen Sie hier. (dpa)

Ein Mann steht während einer Protestkundgebung der Initiative »Querdenken 711« mit einem Schild, auf dem »Wir wollen unser Leben zurück« steht, auf dem Cannstatter Wasen. Foto: dpa
Ein Mann steht während einer Protestkundgebung der Initiative »Querdenken 711« mit einem Schild, auf dem »Wir wollen unser Leben zurück« steht, auf dem Cannstatter Wasen.
Foto: dpa

8:23 Uhr Vier Monate nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland haben Wissenschaftler die Ansteckungsketten der ersten Patientengruppe detailliert analysiert. Die in der Fachzeitschrift »The Lancet Infectious Diseases« veröffentlichte Studie bestätigt, dass Infizierte bereits vor den ersten Symptomen ansteckend sein können. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 175.752 (gestern 175.233) Corona-Infizierte, 7.938 (7.897) Menschen sind gestorben und 152.600 (151.597) gelten als wieder geheilt.

Samstag, 16. Mai 2020

17 Uhr Tausende Menschen haben sich in Stuttgart am Samstag erneut zu einer Demonstration gegen die Coronavirus-Beschränkungen versammelt. Auf dem Cannstatter Wasen waren diesmal allerdings nur 5.000 Teilnehmer erlaubt, zahlreiche Menschen kamen deshalb auch außerhalb des ausgewiesenen Geländes zusammen. Die Polizei wies ihnen eine weitere Fläche zu. Ordner des Veranstalters forderten die Menschen auf, sogenannte Spontanversammlungen anzumelden. Eine Beschwerde der Veranstalter gegen die Auflagen hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg noch am Samstag zurückgewiesen. Hinter dem Protest steht die Initiative »Querdenken« des Unternehmers Michael Ballweg. Ballweg kündigte bei der Kundgebung an, wegen der Beschränkungen der Versammlungsfreiheit erneut vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Bundes- und Landesregierung müssten vom Verfassungsschutz beobachtet werden, forderte er. (dpa)

Erling Haaland (links) von Borussia Dortmund jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit seinem Mannschaftskollegen in gebührendem Abstand. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa
Erling Haaland (links) von Borussia Dortmund jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit seinem Mannschaftskollegen in gebührendem Abstand. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

16:52 Uhr Im Kreis Sigmaringen verändern sich die Corona-Zahlen an diesem Samstag zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie nicht. Keine weiteren Infizierten (insgesamt 779), Genesenen (712), oder Toten im Zusammenhang mit Covid-19 (32). (GEA)

16:39 Uhr Der Paketzusteller DPD hat einen Standort im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen mit Hunderten Mitarbeitern wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen. Nach Angaben des Heinsberger Landrats Stephan Pusch sind rund 80 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert worden. Etwa 340 der insgesamt 400 Proben seien ausgewertet worden, sagte der CDU-Politiker am Samstag in einer Videobotschaft bei Facebook. (dpa)

16:19 Uhr Halbzeit in der Bundesliga. Selbst der größte Fußball-Fan wird 45 Minuten nach dem Restart von Deutschlands höchster Spielklasse im Fußball zugeben müssen: Das hat mit der schönsten Nebensache der Welt absolut gar nichts, zu tun. Keine Fans, keine Emotionen, Fußballer, die sich irgendwie nicht so richtig trauen in die Zweikämpfe zu gehen. Selbst im gewohnt körperlichen Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 ist bislang kaum Feuer drin. Auch nicht beim 1:0 in der 29. Minute durch Erling Haaland - dem ersten Tor am heutigen Spieltag. Normalerweise gibt es bei den Schwarzgelben kein Halten, wenn sie gegen den Erzrivalen in Führung gehen. Heute nicht. Stattdessen ein gequält grinsender Torschütze, dessen Teamkameraden in gebührendem Abstand um ihn herumwackeln, statt ihn unter sich zu begraben. Sterilität mag in der Corona-Krise an vielen Stellen wichtig sein, zum Fußball  passt das aber nicht. (ege)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

16:02 Uhr »Fast alles, was wir uns für 2020 vorgenommen hatten, wurde buchstäblich über den Haufen geworfen«, sagte Metzingens Oberbürgermeister Ulrich Fiedler bei seiner Rede zur Lage der Stadt. Trotzdem sieht er Metzingen auf einem guten Weg. mehr daziu lesen Sie hier. (pfi)

15:42 Uhr Baden-Württemberg hat die Corona-Beschränkungen ein weiteres Stück gelockert. So wird am Montag die Kinderbetreuung ausgeweitet, Fahrgastschiffe dürfen wieder fahren und Bildungseinrichtungen jeglicher Art wieder öffnen, wie das Staatsministerium am Samstag mitteilte. Auch Restaurants, Cafés und Eisdielen dürfen. wieder Kunden empfangen. Die geänderte Verordnung enthält noch weitere Lockerungen, die aber erst im Laufe der kommenden Wochen in Kraft treten sollen. Vom 29. Mai an dürfen etwa auch Hotels wieder Touristen aufnehmen und Freizeitparks ihre Tore öffnen. Vom 2. Juni an können alle öffentlichen und privaten Sportanlagen wieder öffnen. In Schwimm- und Hallenbädern dürfen zumindest Schwimmkurse angeboten und Prüfungen abgenommen werden.

15:27 Uhr Der Bundesfinanzminister will für die Corona-gebeutelten Kommunen ein massives Stützungsprogramm auflegen - und gleich auch das regional unterschiedlich drängende Altschuldenproblem angehen. Eine Lösung müsse schnell her. Widerspruch kommt aus der Union. (dpa)

15:09 Uhr In knapp 20 Minuten feiert die Bundesliga ihr Comeback. Wegen der Corona-Pandemie allerdings ohne Zuschauer. Damit trotzdem möglichst viele Fans zusehen können, bietet Pay-TV-Sender Sky die Fußball-Konferenz frei zugänglich im Fernsehen und im Livestream an. (ege)

14:41 Uhr Besuche sind im Pflegeheim in Oferdingen ab sofort nach Terminabsprache möglich. Zwei Personen können für eine halbe Stunde kommen und eine Bewohnerin oder einen Bewohner durch ein offenes Fenster mit einigem Abstand sehen und sich auch unterhalten. In der Einrichtung wurde keine einzige Person positiv getestet. Während in den besonders stark betroffenen Einrichtungen wie etwa in Honau weitere Tests angesetzt sind, sei das für Oferdingen nicht vorgesehen. Mehr dazu lesen Sie hier. (nol)

14:16 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es insgesamt 1.272 bestätigte Corona-Fälle, das sind zwei Fälle mehr als gestern. Es gibt keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19, die Gesamtzahl bleibt bei 56 Todesfällen. (pm)

13:55 Uhr Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) wendet sich zusammen mit Dominik Kuhn alias »dodokay«, Christian Wittel von RT-aktiv und Moritz Neubert von der RGI Reutlinger Gastro Initiative in einem Video an die Bürger. Die Stimmung in der Stadt sei vor einigen Wochen noch eine andere gewesen, so Keck. Heute seien wieder viele Dinge erlaubt. Die Lockerungen waren nur möglich, weil alle an einem Strang gezogen haben, sagt der OB. Trotzdem sei man von der Normalität noch ein weites Stück entfernt. »Das Virus ist noch nicht verschwunden, wir befinden uns noch immer in der Pandemie«, so Keck. (ege)

13:34 Uhr Durch die Coronakrise bricht in Metzingen die Gewerbesteuer um 60 Prozent ein. Was das für den Metzinger Haushalt und Großprojekte in der Stadt bedeutet, lesen Sie hier. (pfi)

13:11 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden 1.524 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind zwei Fälle mehr als gestern. Weitere Zahlen veröffentlicht die Behörde am Wochenende nicht. Stand gestern waren 1.340 Menschen wieder genesen, was 92,93 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen waren bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das waren genauso viele Todesfälle wie noch am Donnerstag. Insgesamt wurden 12.100 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.902. (pm)

12:24 Uhr Mitarbeiter der Deutschen Bahn beweisen in der Coronakrise weiter Humor. Bei Twitter wurde vor einigen Wochen ein Schaffner für seine Durchsage in einem Zug gefeiert: »Bitte seien Sie so nett und vergreifen Sie sich nicht an unseren Toilettenpapiervorräten,« schallte es aus dem Lautsprecher. Und weiter: »Sollte ich jemand erwischen, der sich eine Rolle mit nachhause nehmen will, dem ziehe ich die Ohren lang.« Jetzt legte ein Kollege nach. Auf Facebook kursiert derzeit ein Video aus einem ICE. Nach einer Info, in welchem Wagen es Masken zu kaufen gibt, sagt der Zugbegleiter: »Und zum Schluss noch ein Hinweis an alle Verschwörungstheoretiker bei uns an Bord: Denken Sie bitte daran, dass die Bundesregierung heimlich Speichelproben sammelt, um Klone von Ihnen zu produzieren, die Sie dann ersetzen sollen. Tragen Sie daher dauerhaft Ihre Mund-Nasen-Bedeckung, um zu verhindern, dass die Regierung an Ihre DNS kommt. Vielen Dank auch im Namen aller Mitreisenden!« (ege)

11:57 Uhr Nach zweimonatiger Durststrecke dürfen gastronomische Betriebe am Montag unter Auflagen öffnen. Grund zum Aufatmen ist das für einige Reutlinger Gastronomen trotzdem noch nicht. »Ein mieser Sommer würde der Gastronomie endgültig das Genick brechen«, sagt Sebastian Kurtz, einer der Pächter der Kaiserhalle. Sein Kollege Richard Lottholz sagt im Gespräch mit dem GEA: »Die harte Zeit kommt erst noch«. (GEA)

11:32 Uhr Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Zahlen an, sind in Europa einige Grenzen ab 15. Juni wieder offen. Tourismusbranche und Urlauber schöpfen Hoffnung. Welcher Urlaub im Sommer möglich ist, lesen Sie hier. (dpa) 

11:04 Uhr Unbekannte sollen in der Nacht auf Samstag drei Lastwagen einer Firma für Veranstaltungstechnik in Stuttgart in Brand gesetzt haben. In den Fahrzeugen hätte die Technik für die am Nachmittag (15.30 Uhr) stattfindende Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen auf dem Cannstatter Wasen transportiert werden sollen, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Die Lastwagen seien zum Zeitpunkt des Brandes jedoch noch nicht beladen gewesen. Der Schaden beträgt etwa 70.000 Euro. Die Firma müsse sich nun um Ersatzfahrzeuge kümmern, so der Sprecher. Nähere Informationen zu den Tätern hatte die Polizei zunächst nicht. (dpa)

10:48 Uhr Trotz erster Lockerungen in der Corona-Krise sieht sich jeder zehnte Einzelhändler in Deutschland von Insolvenz bedroht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Von den Anfang Mai befragten 10.000 Unternehmen gaben knapp 40 Prozent an, ihre Investitionen für das laufende Jahr kürzen zu wollen. Und knapp jeder dritte Betrieb beklagte Liquiditätsengpässe. Immerhin rechnet rund die Hälfte der Befragten mit einer Normalisierung des Geschäfts noch in 2020. 78 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einem Umsatzrückgang, bei einer Umfrage im März waren es noch 82 Prozent. Zugleich gab ein knappes Drittel der Händler an, Personal abbauen zu müssen. (dpa)

10:22 Uhr Finanzminister Olaf Scholz beziffert die Kosten für das Corona-Hilfspaket allein in diesem Jahr auf über 450 Milliarden Euro. Hinzu kommen Garantien und Kreditverpflichtungen in Höhe von 800 Milliarden Euro. Wenn das Geld fehlt, sollen eben die Steuern erhöht werden, meint SPD-Chef Norbert-Walter Borjans. Doch »die Coronakrise lässt sich nicht allein mit noch mehr Umverteilung und höheren Steuern lösen«, schreibt Politik-Chef davor Cvrlje in seinem Kommentar. (cvr)

9:54 Uhr Nach wochenlangen Beschränkungen haben Deutschland, Österreich und die Schweiz die Regeln für den grenzüberschreitenden Verkehr gelockert. Seit Mitternacht ist die Einreise in beide Richtungen wieder möglich, wenn man seinen Lebenspartner oder Verwandte besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilnehmen will. Gleiches gilt für Besitzer selbst genutzter Liegenschaften und Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen, wie das Bundesinnenministerium in Berlin kurzfristig mitteilte. Ebenso dürfen Menschen einreisen, die Tiere versorgen müssen.  (dpa)

9:43 Uhr Ab Montag, 18. Mai, sind Besuche von kranken Angehörigen am Uniklinikum Tübingen wieder möglich. »Mit der Lockerung der Besuchsbestimmungen erfüllen wir den großen Wunsch von Patienten und deren Familien«, so Professor Michael Bamberg, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Uniklinikums. Sicherheitsvorkehrungen und Hygieneregeln wie Mund-Nasen-Schutz müssen von den Besuchern strikt beachtet werden. Vor Betreten des Gebäudes müssen Besucher einen Fragebogen ausfüllen und eine kontaktlose Temperaturmessung vornehmen lassen. Jeder Patient darf täglich zwischen 15 und 18 Uhr maximal eine Besuchsperson für höchstens 30 Minuten empfangen. (pm)

9:15 Uhr Anfang Mai starteten in Reutlingen zwölf städtische Schulen in den eingeschränkten Schulbetrieb. Ab Montag, 18. Mai, kehren auch alle vierten Klassen an die 22 Grundschulen und altersgleichen Grundstufen der Sonderschulen zurück, rund 900 Kinder erhalten wieder Präsenzunterricht. Generell gilt für alle Bereiche das Abstandsgebot von 1,5 Metern. Um die Umsetzung des Gebots zu erleichtern, gibt es gegebenenfalls zeitversetzte Pausenzeiten und zugewiesene Pausenbereiche im Hof, vor und in den Toilettenräumen sind Abstandsmarkierungen angebracht. In den Sanitärräumen dürfen sich nicht zu viele Kinder gleichzeitig aufhalten. Außerdem gibt es keinen Kiosk- und Pausenverkauf. Nach den Pfingstferien, am 15. Juni, soll dann der Unterricht für alle weiteren Klassenstufen im wochenweisen Wechsel wieder stattfinden. (pm)

8:54 Uhr Der Spiel- und Wandertag (SuW), seit 36 Jahren jährlich organisiert von der Handballabteilung der TSG Reutlingen in Zusammenarbeit mit GEA und der Kreissparkasse, fällt am Himmelfahrtstag wegen der Corona-Beschränkungen aus. Bereits nach Bekanntgabe der Verordnung der Landesregierung im März wurden alle Beteiligten informiert, dass es in diesem Jahr keinen SuW im Volkspark geben wird. Bereits getätigte Bestellungen wurden storniert. Dennoch reißt die Absage ein größeres Loch in die Kasse der TSG-Handballer, zumal ja auch das Stadtfest verschoben wurde, wo die Handballabteilung seit Jahren mit einem Stand vertreten ist. (pm)

8:39 Uhr Im GEA-Artikel "Protokoll einer Pannenserie" schilderte ein an Covid-19 erkrankter Arzt seine Erlebnisse als Patient und auch die aus seiner Sicht unbefriedigenden Kontakte mit dem Gesundheitsamt. Jetzt erklärt Christine Schuster, Pressesprecherin des Landkreises Reutlingen: "Eine Pannenserie hat es nicht gegeben": Dem Landratsamt Reutlingen, heißt es in der Stellungnahme, sei der im Artikel "Roland" genannte Arzt namentlich bekannt. Man habe den Fall umfassend aufgearbeitet und geprüft: "Den Vorwurf der Fahrlässigkeit weist das Kreisgesundheitsamt entschieden zurück. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

8:16 Uhr Der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen warnt davor, die Protestierenden in der Corona-Krise pauschal auszugrenzen, sie als »Spinner«, »Paranoiker« und »Hysteriker« abzutun. Dies trage nur zur Verhärtung der Fronten bei, sagte Pörksen der Deutschen Presse-Agentur. Selbstverständlich gebe es Antisemiten und Rechtsradikale, von denen man sich klar abgrenzen müsse. Hier dürfe es keine falsche Toleranz geben. Aber die Vielschichtigkeit der Proteste enthalte eigentlich einen »Aufruf zum differenzierten Diskurs«. Man müsse die Extremisten scharf kritisieren, dürfe die Zweifelnden, Suchenden und Andersdenkenden jedoch nicht diffamieren. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 175.233 (gestern 174.478) Corona-Infizierte, 7.897 (7.884) Menschen sind gestorben und 151.597 (150.300) gelten als wieder geheilt.

Freitag, 15. Mai 2020

21 Uhr Der Komiker und Schauspieler Bastian Pastewka (48) hat zwar durch die Corona-Krise zugenommen, trägt sein Gewicht aber mit Fassung, teilt die Deutsche Presse-Agentur mit. »Wenn ich an mir runterschaue, sehe ich eine erstaunliche Corona-Plauze«, wird er zitiert. »Ich bin ein nicht endender Jojo-Effekt.« Trotzdem: Der gebürtige Bochumer ist nach eigener Aussage mit seinem Aussehen zufrieden. Wir finden: Das ist doch mal eine positive Einstellung in dieser trüben Krisenzeit - und verabschieden uns mit einem Augenzwinkern ins Wochenende. ;-) (dpa/kk)

20:41 Uhr Seit Montag bietet das Tübinger Unternehmen Cegat Corona-Antikörpertests für Privatpersonen an - der Ansturm am ersten Tag war trotz Regen groß. Nun trudeln langsam die Ergebnisse bei den ersten Getesteten ein. Wenn sie positiv auf Antikörper getestet wurden - also bereits infiziert waren - tauchen diese Personen dann auch in der offiziellen Fallzahlstatistik auf? Nein, sagt Tübingens Landratsamt-Pressesprecherin Martina Guizetti auf GEA-Nachfrage: »Nur Labornachweise, die auf eine akute Infektion hindeuten, sind meldepflichtig.« Ein positiver Antikörpertest, der auf etwas nicht akutes hindeute und trotzdem gemeldet werde, werde zwar erfasst, tauche aber nicht in der Fallzahlstatistik auf. (kk)

Foto: Drofitsch
Foto: Drofitsch

20:25 Uhr Ab 1. Juni sind nach einem (noch nicht beschlossenen) Vorschlag der Landesregierung wieder private Feiern mit bis zu 100 Personen möglich. Auf dem GEA-Instagramkanal haben wir heute Mittag gefragt, wie die Nutzer das finden. Ergebnis der Blitzumfrage: 39 Prozent der Teilnehmer stimmen für »Super, endlich!«, 61 Prozent stimmen für »Schlecht, noch zu gefährlich«. Außerdem haben wir gefragt, wie die Nutzer zur Öffnung von Speisegaststätten am kommenden Montag stehen: Freuen sie sich oder haben sie eher Angst vor einer eventuellen Anstreckung? Die Meinungen gehen weit auseinander: »Wir haben schon einen Tisch reserviert und hoffen, dass die Regeln eingehalten werden« ist eine Antwort, eine andere Nutzerin schreibt »Wer Angst hat, bleibt zu Hause. Der Rest kann endlich wieder genießen«. Nochmal eine andere Antwort: »Ich werde noch nicht so schnell in ein Restaurant gehen. Es ist mir zu gefährlich.« (kk) 

20:09 Uhr Immer wieder wehren sich Menschen rabiat gegen Corona-Einschränkungen und verletzten oder beleidigen dabei auch Polizisten. Hier geht's zu einem weiteren Fall aus Mannheim. (dpa) 

19:35 Uhr Wolfgang Bauer, Vorstandsvorsitzender der Holy AG, die das Outletcenter Metzingen betreibt, prophezeite im »Stern«-Podcast jüngst eine Rabattschlacht der Marken. »Man kann davon ausgehen, dass es in den kommenden Monaten Megapreise geben wird«, sagte er. Ein Blick nach Metzingen zeigt heute: Die Menschen sind durchaus bereit, fürs Shopping-Erlebnis mit Mundschutz auch eine ganze Weile vor den Stores anzustehen. Ob neu eröffneter Shop oder »alter Hase« - überall war einiges los. 

Foto: Drofitsch
Foto: Drofitsch

Und das nicht nur in Metzingen: Auch in der Reutlinger Innenstadt standen die Menschen Schlange vor einigen Geschäften. Rabatte, Räumungsverkauf und die Freude, nach langer Shopping-Pause mal wieder einkaufen zu dürfen, trieben viele Menschen auf die Straße. (kk)

Das Testen der Diakoniestations-Mitarbeiter musste im Freien stattfinden, da die Räume der Einrichtung in Kusterdingen dafür zu klein sind. Foto: Mötzung
Das Testen der Diakoniestations-Mitarbeiter musste im Freien stattfinden, da die Räume der Einrichtung in Kusterdingen dafür zu klein sind.
Foto: Mötzung

19:05 Uhr Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Baden-Württemberg insgesamt 33.856 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Von ihnen gelten ungefähr 29.487 als wieder geheilt, teilt das Sozialministerium in seiner täglichen Lagemeldung mit. 1.645 Menschen sind an und mit dem Coronavirus verstorben, unter den Verstorbenen waren laut Sozialministerium 938 Männer und 707 Frauen. Das Alter der Verstorbenen lag zwischen 18 und 106 Jahren, 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter. Die Reproduktionszahl im Südwesten liegt aktuell bei 0,73. Diese Zahl gibt an, wie viele Menschen im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. (pm)

18:30 Uhr Sämtliche Pflegeheime im Landkreis Tübingen sind bereits auf den Coronavirus getestet: sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter (der GEA berichtete). Da war es auf Initiative des DRK naheliegend, auch die ambulanten Dienste in den Blick zu nehmen. Als erste Einrichtung im Landkreis ließ das Gesundheitsamt in der ersten Maiwoche die Diakoniestation Härten testen - mit einem erfreulichen Ergebnis: alle Mitarbeiter sind negativ. (pm)

18:16 Uhr Seit Beginn der Corona-Pandemie wird viel über die sogenannten Risikogruppen diskutiert. Doch wer gehört genau dazu? Und was müssen Menschen beachten, die mit Risikopatienten Kontakt haben oder gar mit ihnen zusammenleben? Das Land hat diesen Themenkomplex auf seiner Homepage detailliert und übersichtlich dargestellt. (GEA)

17:49 Uhr Im Rahmen des Corona-Hilfsprogramms hat das landeseigene Förderinstitut L-Bank Stand Freitag bereits mehr als zwei Milliarden Euro Hilfsgelder ausgezahlt. Seit Beginn des Hilfsprogramms wurden von den zuständigen Handels- und Handwerkskammern demnach fast 260.000 bereits geprüfte Anträge weitergeleitet. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

17:15 Uhr Nicht nur die Gehsteige und Einkaufsstraßen sind wieder deutlich voller - auch die Busse werden wieder von deutlich mehr Menschen genutzt. Bernd Kugel, Marketingleiter der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft (RSV), sagt auf GEA-Anfrage: »Mittlerweile sind wir bei einer Fahrgastanzahl, die rund 60 Prozent der Vor-Corona-Zeiten erreicht.« Schon an den Bushaltestellen wird auf die geltende Maskenpflicht hingewiesen - Sanktionen bei Nichteinhaltung können aber nur das Ordnungsamt und die Polizei durchführen. »Bisher haben wir aber den Eindruck, dass sich der überwiegende Teil unserer Fahrgäste an die Maskenpflicht hält«, sagt Kugel.

Die Tübinger Stadtwerke veröffentlichen keine konkreten Zahlen zum Fahrgastaufkommen, haben aber auch seit Ende April einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnet. Als sich die Corona-Lage im Südwesten verschärfte, hatten sich die Stadtwerke die Richtlinie gesetzt, maximal 15 Personen pro Normalbus und 30 Personen pro Gelenkbus zu transportieren. Das war eine Zeit lang auch durchaus möglich - nun sind die Busse vor allem auf den gut frequentierten Linien aber wieder deutlich voller. »Über den Zeitpunkt der Rückkehr zum regulären Fahrplan entscheiden die Stadtwerke in der kommenden Woche«, sagt Pressesprecher Ulrich Schermaul. (kk)

Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen nach Gemeinden, Stand 15.05.2020 Foto: Landkreis Reutlingen
Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen nach Gemeinden, Stand 15.05.2020
Foto: Landkreis Reutlingen

16:37 Uhr Die sechste Auflage des Mey Generalbau Triathlon Tübingen am 26. Juli  ist abgesagt. Das haben die Organisatoren heute bekannt gegeben. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Verordnungen, Auflagen und Restriktionen machen eine Durchführung in diesem Jahr unmöglich. »Wir tragen die Entscheidung des Veranstalters mit, setzen unser Engagement fort und freuen uns gemeinsam auf ein erfolgreiches Comeback im nächsten Jahr«, sagte Achim Mey, Geschäftsführer des Tübinger Titelsponsors Mey Generalbau. (pm)

15:56 Uhr Die Lagemeldung aus dem Landratsamt Tübingen: Die Fallzahlen im Kreis Tübingen sind am heutigen Freitag um 2 gestiegen, das bedeutet einen Stand von 1.270 Fällen. Es sind keine weiteren Todesfallmeldungen eingegangen, damit bleibt es bei 56 Verstorbenen. (pm)

15:37 Uhr Die BG Klinik Tübingen öffnet sich ab dem kommenden Montag wieder für Besucher - mit Einschränkunen und Regeln. Stationäre Patienten können pro Tag von einer Person besucht werden. Alle Besuche müssen im Vorfeld telefonisch angemeldet und genehmigt werden. Besucher können die Klinik nur über den Eingang der Notaufnahme betreten. In der Ambulanz erfolgt die medizinische Erfassung jedes Besuchers, um eine Erkrankung mit Covid-19 möglichst ausschließen zu können. Besucher mit einer Körpertemperatur von über 38 Grad Celsius müssen die Klinik leider wieder verlassen. Die komplette Besucherregelung gibt hier. Im Rahmen der Zugangsregelung erfasst die BG Klinik zudem Vor- und Nachname sowie die Kontaktdaten jedes Besuchers. Diese Angaben werden zur Ermittlung von Infektionsketten 28 Tage aufbewahrt und anschließend vernichtet. (pm)

15 Uhr Im Kreis Reutlingen wurden Stand jetzt 1.522 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, meldet das Landratsamt. Das sind zwei Fälle mehr als gestern. 1.340 Menschen sind bereits wieder genesen, was 92,93 Prozent aller Infizierten entspricht (Todesfälle nicht eingerechnet). 80 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind genauso viele Todesfälle wie noch am Donnerstag. Insgesamt wurden 12.100 Abstriche gemacht, begründete Verdachtsfälle gab es 3.902. (pm)

Foto: PR
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14:59 Uhr Die Stadt Stuttgart hätte den Lockdown-Gegnern aus Sicht von Innenminister und CDU-Bundesvize Thomas Strobl schon früher striktere Auflagen für ihre Demonstrationen machen müssen. Stuttgart habe vergangene Woche 10000 Teilnehmer auf dem Cannstatter Wasen genehmigt. »Aus meiner Sicht war das ein Superspreader, also ein riesiger Virusverbreiter«, sagte Strobl. (dpa)

14:15 Uhr Der Bundesrat hat heute die geplante Aufstockung des Kurzarbeitergeldes beschlossen. Nachdem gestern auch schon der Bundestag den Weg dafür freigemacht hatte, können die Ausnahmeregelungen für die Corona-Krise nun kommen. (dpa)

13:51 Uhr Der Reutlinger Musiker Jan Henning lobt die Unterstützung der Künstler in Deutschland in der Corona-Krise durch Land und Bund. Im GEA-Interview sagte er, er finde es erstaunlich, in einem Land zu leben, in dem das möglich sei. Henning lebt als Jazz- und Rockgitarrist, Komponist und Produzent zeitweise auch in Los Angeles in den USA. Dort sei eine vergleichbare Unterstützung von freien Künstlern durch den Staat undenkbar. Die Folgen für die Musiker dort seien noch nicht abzusehen. Henning betont, man dürfe jetzt nicht vergessen, eine Idee für nach der Krise zu entwickeln. Das komplette Interview gibt es in der GEA-Samstagsausgabe. (akr)

»Von Herzen danke für euren Einsatz gegen Corona«: Farbenfrohe Dankesbotschaft am Parkhaus der Crona-Kliniken. Foto: Kammerer
»Von Herzen danke für euren Einsatz gegen Corona«: Farbenfrohe Dankesbotschaft am Parkhaus der Crona-Kliniken.
Foto: Kammerer

13:30 Uhr Baden-Württemberg erwägt, die Vorgaben für Großveranstaltungen in der Coronakrise schrittweise zu lockern. Das sieht der Vorschlag für ein Stufenkonzept vor, das allerdings noch nicht von der grün-schwarzen Landesregierung beschlossen ist. Dem Vorschlag zufolge sollen private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Taufen mit bis zu 100 Menschen vom 1. Juni an wieder erlaubt werden. Zeitgleich sollen auch öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen wie Vereinsversammlungen oder Theateraufführungen in dieser Größenordnung zulässig sein. In einem zweiten Schritt sollen für diese beiden Arten von Veranstaltungen ab dem 1. Juli auch wieder bis zu 500 Menschen zusammenkommen können. (dpa)

12:55 Uhr In den Reutlinger Kreiskliniken werden aktuell sieben Corona-Patienten stationär behandelt, drei davon sind intensivpflichtig. Das teilt die Pressestelle des Landratsamtes auf GEA-Anfrage mit. Vor einem Monat, am 15. April, wurden 47 Covid-19-Erkrankte stationär behandelt, acht von ihnen auf der Intensivstation. Wir werfen auch einen Blick nach Tübingen: Aktuell werden im Uniklinikum 21 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt, 13 von ihnen auf der Intensivstation. Vor einem Monat waren es 50 Covid-19-Patienten, 23 davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sinkt also nachweislich. Am Parkhaus der Tübinger Crona-Kliniken hängt indess dieses farbenfrohe Plakat, das wohl von Kindern gemalt wurde. (kk)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

12:28 Uhr Der massive Rückgang von Übernachtungs- und Gästezahlen im März sei »eine volle Breitseite« für den Tourismus im Land - mit diesen Worten hat Tourismusminister Guido Wolf (CDU) die Tourismuszahlen kommentiert, die das Statistische Landesamt am Freitag veröffentlicht hat. Laut Statistik lag der Rückgang bei mehr als 60 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

Insa Jebens und Rupert Hausner in »Peter und der Wolf«.  FOTO: SIGMUND/LTT
Insa Jebens und Rupert Hausner in »Peter und der Wolf«. FOTO: SIGMUND/LTT
Insa Jebens und Rupert Hausner in »Peter und der Wolf«. FOTO: SIGMUND/LTT

11:55 Uhr Heiko Herrlich wollte eine unterhaltsame Anekdote erzählen. Tatsächlich offenbart der Augsburger Coach einen Verstoß gegen die Corona-Regeln im DFL-Konzept. (dpa)

11:45 Uhr Bundessozialminister Hubertus Heil will sich für eine Anschlussregelung für die auslaufende Lohnfortzahlung bei geschlossenen Kitas und Schulen einsetzen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

11:16 Uhr In Deutschland sind bis Freitagvormittag über 172.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 172.000 Infektionen). Mindestens 7791 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 7712). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. (dpa)

10:23 Uhr Die Stadt Stuttgart verschärft die Auflagen für die Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen. Bei der Kundgebung am Samstag auf dem Wasengelände seien höchstens 5000 Teilnehmer zulässig, teilte die Stadt am Freitag mit. Die Versammlungsbehörde fordert zudem 500 Ordner, die eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, da sie zwangsläufig immer wieder den erforderlichen Mindestabstand unterschreiten. Zugang und Abgang zur Demo müssen außerdem so entzerrt werden, dass die Teilnehmer nicht in direkten Kontakt kämen. (dpa)

10:05 Uhr Das LTT erwacht aus seinem pandemiebedingten Dornröschenschlaf und will ab dem 4. Juni wieder spielen. Unter anderem auf einer eigens eingerichteten Open-Air-Bühne im Hof des Theaters, wie Intendant Thorsten Weckherlin ankündigte. (cbs)

9:48 Uhr Die einen machten alles dicht, die anderen ließen fast alles offen: Dänemark und Schweden sind in der Corona-Krise völlig unterschiedlich vorgegangen. Während die Dänen Fortschritte machen, bleiben die Zahlen bei den Schweden hoch. An ihrem Kurs halten sie dennoch fest. (dpa)

9 Uhr Die Zeit des Wünsch-Dir-was ist vorbei. Die Coronakrise wird ein riesiges Loch in den Staatshaushalt reißen. Doch noch ist die Zeit des eisernen Sparens nicht gekommen. Die Bundesregierung muss mit klugen Konjunkturpaketen nun erst einmal dafür sorgen, dass die Wirtschaft schnell wieder auf die Beine kommt, kommentiert Karin Beatrix Kiefhaber. (GEA)

8:36 Uhr Der 15. Mai wird als internationaler Tag der Familie gefeiert, laut dem Beschluss der Vereinten Nationen (UN) dient er der Bekräftigung der Bedeutung der Familie. »Ein eher vergessener Tag bekommt dieses Jahr einen besonderen Stellenwert, denn keine andere gesellschaftliche Zelle wird in der aktuellen Coronakrise mehr gefordert und benötigt als die Familie«, sagt Ursula Schlüter, Vorsitzende des Reutlinger Kinderschutzbundes. (em)

7:57 Uhr Die Bundesregierung will die Lohnfortzahlung für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, wohl doch nicht verlängern. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:45 Uhr Der prominente Grünen-Politiker und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer beklagt, dass viele Kritiker der einschneidenden Alltagsbeschränkungen in der Corona-Krise beiseite gedrängt und teils auch diffamiert würden. Das erinnere ihn an die Flüchtlingskrise 2015, als Debatten über die Einreise Hunderttausender Migranten mit »moralisierender Alternativlosigkeit« abgewürgt worden seien, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung »Maybrit Illner«. (dpa)

7:20 Uhr Am Mittwochabend machte das Kultusministerium einen Entwurf zur Umsetzung des für den 8. Mai angekündigten »reduzierten Regelbetriebs« in Kitas publik. Statt zur Erhellung führten die Vorgaben bei den Reutlinger Trägern zu noch mehr Ratlosigkeit – und Verärgerung. »Wir mussten leider feststellen: Das ist nichts Konkretes«, sagt Silvija Simunic, zuständig für die katholischen Kindertageseinrichtungen. Klar ist, dass ein Start ab kommenden Montag nicht möglich ist. »Unser Ziel ist der 25. Mai«, kündigt Sozialamtsleiter Joachim Haas an. Wie der »Regelbetrieb« dann laufen soll, ist freilich alles andere als geregelt. (keg)

7:15 Uhr Einfach mal ausgehen, ins Lieblingsrestaurant oder die Stammkneipe - das soll theoretisch ab Montag wieder möglich sein. Allerdings sind die Wirte noch von vielen Fragen geplagt. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI), die Daten sind deshalb auch immer etwas aktueller als die des RKI. In Deutschland gibt es demnach 174.478 (gestern 174.098) Corona-Infizierte, 7.884 (7.861) Menschen sind gestorben und 150.300 (148.700) gelten als wieder geheilt.

Alle Informationen, die zwischen 11. und 14. Mai rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier