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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 15. Oktober bis zum 23. Oktober entwickelt hat

Das Coronavirus hat auch Reutlingen und die Region Neckar-Alb in Atem gehalten. Eine Zeit lang ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken, jetzt steigt sie wieder an. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht direkt in eine Praxis gehen, sondern erst bei seinem Hausarzt anrufen. Wenn dieser den Corona-Abstrich nicht selbst vornehmen kann, wird der Patient an eine der Coronaschwerpunktpraxen im Kreisgebiet oder an die Abstrichstelle in Reutlingen verwiesen.

Coronavirus
Ein Helfer der Johanniter hält im Corona Testzentrum ein Teststäbchen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein Helfer der Johanniter hält im Corona Testzentrum ein Teststäbchen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März bestimmt das Coronavirus den Alltag vieler Menschen. Zu Beginn der Pandemie änderte sich die Lage fast jeden Tag. Einrichtungen, Behörden und Betriebe mussten schließen. Es gab immer mehr Verbote und Regeln. Bis hin zum Shutdown. Zwischenzeitlich befand sich Deutschland wieder auf dem Weg zurück zur Normalität, doch aktuell ändert sich das wieder. Der GEA hält Sie auf dem Laufenden. Alle Informationen, die zwischen 15. Oktober und 23. Oktober rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Freitag, 23. Oktober

20:21 Uhr Das Reutlinger Gesundheitsamt haben nach Bekanntgabe der tagesaktuellen Corona-Zahlen viele Anfragen erreicht, ob die heutige Inzidenz stimmen kann. Diese ist innerhalb eines Tages von 63,1 auf 53,3 gefallen. »Wir haben diese extra nochmals vom LGA (Landesgesundheitsamt, d. Red.) plausibilisieren lassen und bestätigt bekommen, dass die Berechnung so stimmt«, teilte das Landratsamt Reutlingen mit. (pm)

19 Uhr Die Stadt Tübingen hat sich noch nicht entschieden, ob der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr trotz Corona stattfindet. Traditionell laden Stände in der Altstadt am dritten Adventswochenende zum Bummeln ein. Fest steht aber, dass es in vielen Gemeinden im Landkreis Tübingen in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben wird. In Mössingen, Nehren, Kirchentellinsfurt, Ofterdingen, Kusterdingen und Gomaringen sind die Märkte für dieses Jahr abgesagt. Die Begründung ist überall die gleiche: Ein Hygienekonzept mit der gewohnten Gemütlichkeit gibt es nicht. (sapo)

18:48 Uhr In einem Pflegeheim in Beimerstetten (Alb-Donau-Kreis) haben sich acht Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Es handle sich um sechs Bewohner und zwei Mitarbeiter, teilte ein Sprecher des Landkreises am Freitag mit. Es habe daraufhin Reihentestungen gegeben. Die erkrankten Bewohner müssten nun auf ihren Zimmern bleiben und würden dort versorgt. Im Alb-Donau-Kreis war es in dieser Woche bereits in Pflegeheimen in Laichingen und Blaustein zu Corona-Ausbrüchen gekommen. (GEA)

18:29 Uhr  Zwei Tage, nachdem er den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Pandemie in Zweifel gezogen hat, ist der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, zurückgerudert. »Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes«, teilte er am Freitag mit. Seine Aussagen hätten zu erheblichen Irritationen geführt, die er sehr bedaure. Reinhardt hatte in der ZDF-Talkshow »Markus Lanz« vom Mittwochabend gesagt, er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, »weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind. Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken«. Das widerrief er am Freitag: »Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird«, sagte er laut Mitteilung. (dpa)

17:49 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Freitag 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.342 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 2.009 Personen gelten als genesen, das sind 89,72 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 243 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 53,3. Aktuell sind folgende Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis von positiven Fällen betroffen: Werdenbergschule Trochtelfingen, Peter-Rossegger-Schule Reutlingen, Graf-Eberhard-Gymnasium Metzingen, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen, Eduard-Spranger-Schule Reutlingen, Laura-Schradin-Schule Reutlingen, Theodor-Heuss-Schule, Kindergarten Sirchingen, Kindergarten Ellwanger Dettingen. (pm)

17:41 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 66.815 gestiegen. Das sind 1.747 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch hervorgeht. 50.748 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um neun auf 1.966. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,14. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 67,4 Infizierten pro 100.000 Einwohner. (pm)

17:28 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Freitag 33 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.936 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 70,6. Bei den genannten Fällen handelt es sich laut Landratsamt hauptsächlich um Kontaktpersonen bereits bekannter Fälle bzw. um familiäre Häufungen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). An der Dorfackerschule Tübingen gab es einen Corona-Fall; eine Klasse sowie einzelne Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines übergreifenden Unterrichts wurden in Quarantäne geschickt, teilte das Landratsamt mit. Ebenso gibt es einen Corona-Fall an der Gewerblichen Schule Tübingen. Hier wurden einzelne Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt. (pm)

17:19 Uhr Das Ministerium für Soziales und Integration hat heute im Rahmen eines Erlasses Klarstellung bezüglich der Verhängung von Sperrstunden im Zusammenhang mit der 7-Tages-Inzidenz von positiven Corona-Fällen in den Landkreisen herbeigeführt. Demnach haben Landkreise mit einer Inzidenz von über 50 Fällen/100.000 Einwohner die Einführung einer Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe einschließlich eines generellen Außenabgabeverbots von Alkohol ebenfalls ab 23 Uhr zu verfügen. Dies gilt an allen Wochentagen. Der Landkreis Tübingen setzt diese Maßgabe im Rahmen einer Allgemeinverfügung um, die am Tag nach ihrer Veröffentlichung am morgigen Samstag, 24. Oktober in Kraft tritt, teilte das Landratsamt Tübingen mit. Es erfolgt keine Rückwirkung auf den heutigen Freitagabend, das heißt die Sperrstundeneinführung und das Außenabgabeverbot von Alkohol beginnen am morgigen Samstag, 24. Oktober  um 23 Uhr. (dpa)

17:10 Uhr Die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen bringt auch die Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen an ihre Kapazitätsgrenzen. Bis zu 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sämtlichen Abteilungen der Kreisverwaltung sowie Studierende der Medizin helfen im Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und Kontaktpersonen. Ab dem kommenden Dienstag erhält das Tübinger Gesundheitsamt zusätzliche Unterstützung durch die Bundeswehr, gab das Landratsamt bekannt. Zunächst sechs Soldatinnen und Soldaten vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Stetten am kalten Markt werden schwerpunktmäßig in der Fall- und Kontaktpersonenermittlung eingesetzt. (pm)

16:37 Uhr In einem Schlachthof in Ulm haben sich 39 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Durch die regelmäßigen Reihentestungen könne sich die Zahl fortlaufend ändern, teilte ein Sprecher des Alb-Donau-Kreises am Freitag mit. Betroffen ist demnach vor allem die Rinderschlachtung, es gebe jedoch Hinweise, dass das Geschehen auch auf weitere Bereiche gestreut habe. Zu dem Ausbruch wurde im Gesundheitsamt des Landkreises eine Arbeitsgruppe gebildet. Die Stadt Ulm stimme sich derzeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt beim Alb-Donau-Kreis über mögliche Maßnahmen ab, sagte eine Stadtsprecherin. Der Landkreis kündigte entsprechende Quarantäne- und Infektionsschutzmaßnahmen an. (dpa)

16:14 Uhr Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht abgelehnt. Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg wollten das Verbot kippen. Aus ihrer Sicht ist es unklar, ob es an Schulen ein hohes Infektionsrisiko gibt. Zudem sei nicht nachgewiesen, dass ein einfacher Mund-Nasen-Schutz die Ausbreitung des Coronavirus wirksam bekämpfe. Die Richter sahen das anders. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:50 Uhr Das Kultusministerium hat die Maskenpflicht an Schulen in Baden-Württemberg gelockert. Sie gilt nicht mehr während der Pause im Freien, solange der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten wird, teilte das Ministerium mit. Auch in Prüfungssituationen gibt es Lockerungen: In den Zwischen- und Abschlussprüfungen kann auf das Tragen der Maske verzichtet werden. Zudem ist die außerschulische Nutzung der Schulen wieder möglich, etwas für Musik- oder Volkshochschulen. (pm)

15:39 Uhr Die Anzahl der Menschen, die sich neu mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt in neue Höhen. Im Frühjahr gelang es den Deutschen gut, das Schlimmste zu verhindern. »Nun heißt es, sich an alte Stärke zu erinnern und zum Wohl anderer zurückzustecken – auch, damit ein weiterer Lockdown vermieden wird«, schreibt Politikredakteurin Karin Kiefhaber in ihrem Kommentar. (geu)

In eigener Sache

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

14:57 Uhr Nach den zweitägigen Intensivkontrollen zur Einhaltung der Quarantänepflicht zieht die Stadtverwaltung Tübingen eine positive Bilanz: Von 138 Personen, die der Gemeindevollzugsdienst am Mittwoch und Donnerstag aufgesucht hat, wurden 135 zu Hause angetroffen, eine weitere Person verbringt die Quarantänezeit an ihrem Zweitwohnsitz. »Das zeigt, dass die Tübingerinnen und Tübinger die Quarantänepflicht ganz überwiegend einhalten. Viele haben die Kontrollen sogar begrüßt und sich dafür bedankt«, sagte Richard Heß, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung. (pm)

14:35 Uhr Der Vorstandsvorsitzende des Tübinger Biopharmaunternehmens Curevac, Franz-Werner Haas, rechnet nicht damit, dass der Impfstoff seiner Firma gegen das Coronavirus noch dieses Jahr auf dem Markt kommt. »Glaube ich nicht«, sagte er am Freitag in Stuttgart. Vielleicht gehe es schneller, aber er wolle da keine Versprechungen machen. »Das wäre einfach unlauter«. Haas rechnet weiterhin mit dem ersten Halbjahr 2021. Das hänge unter anderem von der Rekrutierung der 30.000 Probanden für die nächste klinische Studie ab. Es brauche eine weltweit breite Immunisierung - er sei zuversichtlich, dass Curevac einen Platz finden werde. Es gehe erstmal darum, den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen, um einen Impfstoff zu haben. (dpa)

14:13 Uhr Zwei Spieler der Stuttgarter Kickers wurden in den vergangenen Tagen positiv auf das Coronavirus getestet, teilte der Fußball-Oberligist auf seiner Facebook-Seite mit. Beide Spieler wurden demnach sofort aus dem Trainingsbetrieb genommen, seit dem Spiel gegen den FC Nöttingen (4:1) am vergangenen Samstag fand aufgrund freier Tage und den beiden positiven Fällen ohnehin kein gemeinsames Training mehr statt. Zudem wurden alle weiteren Spieler, Trainer und Betreuer mittlerweile getestet: die Ergebnisse sind negativ ausgefallen. Der sportliche Leiter der Kickers, Lutz Siebrecht, geht nach Rücksprache mit dem Württembergischen Fußball-Verband davon aus, dass das Derby am Samstag (15.30 Uhr) beim SSV Reutlingen stattfinden kann. Die Oberliga-Spiele 1. FC Bruchsal gegen SV Oberachern und FC Nöttingen gegen Freiburger FC sind Corona-bedingt abgesagt worden. (der)

13:40 Uhr Die Berg-Brauerei in Ehingen ist erfinderisch geworden, damit Gäste in der Corona-Pandemie im Wirtshaus korrekte Kontaktdaten hinterlassen. Statt Kontaktlisten erhalten die Gäste im Gasthaus der Brauerei Postkarten, auf denen sie ihre Daten eintragen sollen. Was die Postkarte ebenso enthält: Einen Gutschein für ein Freibier. »Wir wollten dem Gast die Scheu nehmen, uns seine persönlichen Daten zu geben, indem wir ihm mit der Versendung der Postkarte seine Daten zurückgeben«, teilte Franz Weisser von der Brauerei Berg mit. Die Idee dazu sei auch aus der Not geboren, da die Brauerei nach dem Lockdown große Sorge gehabt habe, ob die Wirtschaft wieder in Gang komme. Von den Gästen werde die Aktion gut angenommen: »Nach dem Staunen sorgt es für ein Lächeln und sogar Heiterkeit«, teilte Weisser mit. (dpa)

12:58 Uhr Der Philologenverband fordert die Einführung einer Attestpflicht für Schüler, die während der Corona-Krise nicht den Unterricht besuchen wollen. Baden-Württemberg sei das einzige Bundesland, in dem Eltern bestimmten, ob ihr Kind zur Schule gehe oder nicht, sagte Verbandschef Ralf Scholl am Freitag in Stuttgart. Die Schulpflicht im Sinne der Unterrichtsteilnahme sei praktisch ausgesetzt. Auch Lehrer, die zur Risikogruppe gehörten, müssten eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, wenn sie keinen Präsenzunterricht machen wollten. (dpa)

12:45 Uhr Fünf Personen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Freitag mit, ohne die Namen der Betroffenen zu nennen. Die Mannschaft sowie das Trainer- und Funktionsteam hätten sich jeweils nach Hause begeben. Zunächst sei Maximilian Thiel am Mittwoch positiv getestet worden. Daraufhin sei am Donnerstag eine weitere Testreihe durchgeführt worden, bei der Thiel negativ getestet wurde, aber fünf andere positive Ergebnisse auftraten, sagte ein Sprecher.  Nach Angaben des Sprechers sei schwer zu sagen, ob das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) ausgetragen werden kann. (dpa)

12:28 Uhr Das Bundesgesundheitsministerium bleibt bei seiner Einschätzung, dass erste Corona-Impfungen voraussichtlich in den ersten Monaten des nächsten Jahres möglich werden. Man gehe weiterhin davon aus, dass Anfang 2021 ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag auf Anfrage. Der Spiegel zitiert Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in seiner neuen Ausgabe mit den Worten, es könne Januar sein, vielleicht auch Februar oder März – oder sogar noch später. Bild hatte zuvor unter Berufung auf Teilnehmer einer Videoschaltkonferenz der Gesundheitsminister der Länder mit Spahn Anfang der Woche berichtet, dass Impfungen schon früher möglich sein könnten. (dpa)

12:02 Uhr In diesem Jahr kommt dem Händewaschen aufgrund der prekären Corona-Virus Situation ein besonderer Stellenwert zu. Hier noch einmal die fünf grundlegenden Regeln, die beim Hände waschen zu beachten sind. (dpa)

Sven Mislintat steht im Stadion
Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat steht im Stadion. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild
Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat steht im Stadion. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

11:27 Uhr Fast ein Drittel der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge für noch härtere Corona-Maßnahmen aus. 30 Prozent der Befragten gehen die bestehenden Maßnahmen nicht weit genug, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer hervorgeht. 54 Prozent halten die Maßnahmen demnach für genau richtig, 14 Prozent für übertrieben. Im September waren nur 18 Prozent und im Oktober 23 Prozent für härtere Regelungen gewesen - obwohl diese seitdem vielerorts verschärft wurden. Die einzelnen Maßnahmen finden überwiegend große Zustimmung: 87 Prozent der Befragten hielten die Ausweitung der Maskenpflicht für richtig. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern und Treffen in der Öffentlichkeit fand eine Zustimmung von 86 beziehungsweise 79 Prozent. Dass Bars und Restaurants vielerorts früher schließen müssen, fanden dagegen nur 54 Prozent richtig. (dpa)

10:42 Uhr Die Flughäfen in Deutschland haben ihre Forderung nach staatlichen Corona-Hilfen erneuert. Im Vorfeld des Luftverkehrsgipfels am 6. November im Bundesverkehrsministerium betonte der Verband ADV am Freitag die volkswirtschaftliche Bedeutung der Flughäfen. Die Bruttowertschöpfung betrage pro Jahr rund 27 Milliarden Euro. Die Infrastruktur-Einrichtungen seien unverzichtbarer Wachstumsgeber sowie Garant für gleichwertige Lebensverhältnisse in den Regionen, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel in Berlin. Anders als die Airlines haben die meist im öffentlichen Besitz befindlichen Flughafenbetreiber bislang kaum direkte Corona-Beihilfen erhalten. Im September hat bereits der Flughafen Paderborn-Lippstadt Insolvenz angemeldet. Viele Beschäftigte sind wegen des stark reduzierten Flugbetriebs in Kurzarbeit. Jeder vierte der rund 180.000 Arbeitsplätze ist laut Verband direkt gefährdet. (dpa)

9:56 Uhr Sportdirektor Sven Mislintat vom VfB Stuttgart rechnet durch die aktuelle Corona-Krise mit großen Verlusten für den Fußball-Bundesligisten. »Wir werden über alle Budgettöpfe hinweg bis zu 30 Millionen Euro verlieren im Vergleich zur Pre-Corona-Zeit«, sagte der 47-Jährige im Interview von »Spox« und »Goal«. »Das muss erst einmal kompensiert werden.« Allzu große Ziele will Mislintat mit dem Aufsteiger daher vorerst nicht ausrufen. Zunächst gehe es darum, die Klasse zu halten »mit der Prämisse, dass wir in der Corona-Krise wirtschaftlich gesund bleiben«, sagte er. »Wir leben in Zeiten, in denen es plötzlich vorstellbar erscheint, dass es nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Absteiger aus der Bundesliga geben könnte.« (dpa)

9:17 Uhr Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, erwartet für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Zahlen eine kritische Schwelle bei 20.000 Neuinfektionen pro Tag. »Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle«, sagte Montgomery der »Rheinischen Post«. »Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt.« (dpa)

8:36 Uhr Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 2.000 Angehörigen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der »Rheinischen Post« (Freitag). Sie gehören zum Einsatzkontingent »Hilfeleistung gegen Corona«, das über insgesamt 15 000 Soldaten verfügt. Allein in Gesundheitsämtern aller Bundesländer helfen derzeit 1561 Soldaten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. Zudem leisten Soldatinnen und Soldaten Unterstützung bei Testungen von Reiserückkehrern sowie mit mobilen Covid-19-Teststationen. Insgesamt liegen derzeit 1.141 Unterstützungsanfragen vor. Es sei »mit weiteren Bewilligungen und somit aufwachsender Unterstützung durch die Bundeswehr zu rechnen«, sagte ein Sprecher des Ministeriums. (eg)

8:12 Uhr Seit Einführung der Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse fünf verzeichnen Kinderärzte im Land viele Anfragen wegen Attesten, die Schüler davon befreien würden. »Allein am Montag hatte ich fünf Eltern mit diesem Wunsch in meiner Praxis oder am Telefon«, sagte der Reutlinger Arzt Till Reckert, der zudem Sprecher des Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte ist. Die meisten Ärzte stellten solche Atteste aber nur sehr zurückhaltend aus, sagte der Ärztevertreter. (dpa)

7:39 Uhr Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein nationales Hygiene-Rahmenkonzept für sichere Sportveranstaltungen in Zeiten anhaltender Pandemie vorgelegt. »Die Gesundheit der Sportler und der gesamten Gesellschaft hat weiterhin höchste Priorität«, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann laut einer Mitteilung. In Corona-Zeiten bedeute dies auch, dass durch ein verantwortungsvolles Sporttreiben und perfekt organisierte Sportveranstaltungen mit Hygienekonzepten ein wertvoller Beitrag geleistet und die Vielfalt des organisierten Sports in Deutschland geschützt werden könne. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 403.874 (gestern: 397.922) Corona-Infizierte, 9.960 (9.911) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 308.779 304.174) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Donnerstag, 22. Oktober

19 Uhr Mitarbeiter der Stadt Bad Urach haben am Mittwoch und Donnerstag kontrolliert, ob Einwohner, die zum Schutz vor dem Coronavirus in Quarantäne sind und zu Hause bleiben müssen, sich daran halten. Die Kontrolle war Teil einer landesweiten Schwerpunktaktion zur Einhaltung der Quarantänepflicht. Ordnungsamtsleiter Jochen Wagner zog  eine positive Bilanz der Aktion: »Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Alle 21 Quarantänepflichtigen haben sich ordnungsgemäß zu Hause aufgehalten.« Außerdem wurden auch Restaurants, Cafés, Bäckereien, Friseursalons und Fitnessstudios überprüft. Auch hier konnte das Ordnungsamt keine gravierenden Verstöße gegen die Corona-Auflagen feststellen. Bürgermeister Elmar Rebmann betonte, dass diese Ergebnisse ein Beleg dafür sind, dass die Menschen die Pandemie sehr ernst nehmen. »Eine kleine aber laute Gruppe von Corona-Leugnern möchte uns weismachen, dass die Mehrheit der Bevölkerung so denke wie sie. Aber solche Kontrollaktionen beweisen, dass die überwältigende Mehrheit der Leute vernünftig ist und die Corona-Vorgaben befolgt«, sagte Rebmann. Dennoch appellierte er an alle, sich weiterhin am Kampf gegen das Coronavirus zu beteiligen. »Diese Situation bewältigen wir am besten, wenn alle zusammenhalten!« (pm)

18:50 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 65.068 gestiegen. Das sind 1.950 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch hervorgeht. 50.260 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um sieben auf 1.957. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,14. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 61,2 Infizierten pro 100.000 Einwohner. (pm)

18:41 Uhr Insgesamt 83 Kinder im Grundschulalter sind in Tübingen für die Ferienbetreuung in den Herbstferien angemeldet, welche die Stadtverwaltung in diesem Jahr an vier Standorten anbietet. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Betreuungszeit am Montagvormittag mit einem Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Auch die insgesamt 37 Betreuungspersonen werden am Montagvormittag getestet. "Bei der Ferienbetreuung erlaubt die Corona-Landesverordnung eine größere Durchmischung als im Schulbetrieb2, erklärt  Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch. "Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens haben wir uns für die verpflichtenden Tests entschieden, damit wir den Kindern und Familien einerseits einen größtmöglichen Schutz und andererseits eine verlässliche Ferienbetreuung bieten können." Die Eltern wurden schriftlich über die kostenlosen Tests informiert. (pm)

18:32 Uhr Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie bezweifelt. Er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, »weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind«, sagte er in der ZDF-Talkshow »Markus Lanz« vom Mittwochabend. »Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken.« Dennoch befürwortete er das Tragen in manchen Situationen. Die Ärztegewerkschaft kritisierte ihn und betonte, die Aussagen stünden im Widerspruch zur Studienlage. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

18:18 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Donnerstag 19 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.318 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.999 Personen gelten als genesen, das sind 89,72 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 229 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 63,1. (pm)

17:52 Uhr Im Pflegeheim Haus an der Steinlach in Mössingen sind trotz strenger Hygienevorkehrungen zwölf Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut einer Mitteilung des Wohlfahrtswerk sind aber alle positiv Getesteten wohlauf und zeigen keine oder kaum Symptome. Ein Bewohner muss aktuell im Krankenhaus behandelt werden, konnte aber bereits den Intensivbereich wieder verlassen. Weitere Tests sind ab dem 24. Oktober geplant. Das Pflegeheim darf auf Anordnung des Gesundheitsamt von Besuchern und Mitarbeitern nur noch in Schutzkleidung betreten werden. (pm)

17:42 Uhr Die für den morgigen Samstag terminierte Basketball-Zweitliga-Begegnung zwischen Phoenix Hagen und den Tigers Tübingen wurde wegen einer Corona-19-Infektion eines Hagener Spielers abgesetzt. Die Mannschaft von Phoenix Hagen muss bis einschließlich 1. November in Quarantäne bleiben. Wann die Begegnung nachgeholt werden soll, steht noch nicht fest. Die neu formierte Tübinger Mannschaft von Trainer Danny Jansson startet nun am Sonntag, 1. November (18 Uhr), in die Spielzeit 2020/21. Dann ist Baskets Paderborn in der Tübinger Paul-Horn-Arena zu Gast. (GEA)

17:31 Dem Landratsamt Tübingen sind am Donnerstag 39 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.903 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 65,3. Bei den genannten Fällen handelt es sich laut Tübinger Landratsamt um einige Kontaktpersonen bereits bekannter Fälle bzw. um Fälle, bei denen noch ermittelt wird. Es sind auch weitere Schulen betroffen, über das Landratsamt aber erst morgen informieren wird. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

17:25 Uhr Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen eines Tages hat erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen 11.287 neue Fälle. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie war am Samstag mit 7.830 Neuinfektionen erreicht worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer zeigte sich alarmiert. Auf den Monat gerechnet gehe es um Hunderttausende Menschen, sagte der CSU-Politiker am Rand der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. »Das wird jetzt sehr sichtbar, dass wir in einer wirklich ernsten, dramatischen Lage sind.« (dpa)

17.10 Uhr Der Reitverein Wannweil hat das für diesen Samstag und Sonntag geplante Dressurturnier wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Ein Turnier sei in der derzeitigen Situation nicht zu verantworten, teilte der Verein mit. Ursprünglich war die Veranstaltung für Mai terminiert gewesen. (GEA)

16:55 Uhr Die Tübinger Walhkreisabgeordnete Annette Widmann-Mauz spricht in einer Videokonferenz am Dienstag, 27. Oktober, über Corona und die kalte Jahreszeit. Die Konferenz mit dem Titel »Zwischen Corona und Grippezeit – Wie kommen wir gesund durch den Winter?« beginnt um 19 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Als Experten sprechen die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Heidrun Thaiss, der Direktor des Kompetenzzentrums und Leiter der Fokusgruppe »Globale Gesundheit/Global Health« an der Uniklinik Tübingen, Carsten Köhler, und der Rottenburger Kinderarzt, Tobias Pantalitschka. Um Anmeldung per E-Mail an annette.widmann-mauz@wk.bundestag.de wird gebeten. Die Zugangsdaten werden per E-Mail zugeschickt. (pm)

16:21 Uhr Am Mittwoch haben Mitarbeiter der Gemeinde Gomaringen im Rahmen einer Kontrollaktion rund 90 Hausbesuche gemacht, gestern standen noch einmal 60 auf dem Plan. Das Ergebnis vom ersten Tag der Aktion war aus Sicht des Hauptamtsleiters erfreulich: »Fast alle, bei denen Quarantäne angeordnet ist, haben wir auch zuhause angetroffen.« Dabei gehe es weniger um die strafrechtliche Seite, versichert Schindler, sondern darum, die Menschen für die Situation zu sensibilisieren. (pp)

15:43 Uhr Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen rufen die Gewerkschaft IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auf. »Wir alle müssen jetzt durch unser tägliches Verhalten dafür sorgen, dass in unserem Land kein zweiter großflächiger «Lockdown» nötig wird«, appellierten Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger und Südwestmetall-Chef Stefan Wolf am Donnerstag in einem gemeinsamen Aufruf. Es stehe nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung auf dem Spiel, sondern auch das wirtschaftliche Überleben der Betriebe. Damit gehe es um den Erhalt von vielen Arbeitsplätzen. (dpa)

15:17 Uhr Verordnung folgt auf Verordnung, Maßnahme auf Maßnahme, Versammlungsobergrenze auf Maskenpflicht auf Sperrstunde: Seit Ausbruch des Coronavirus ändern Politiker mitunter täglich, was Menschen im Land dürfen und was nicht. Das hat einige laut werden lassen. Der Risikoforscher Ortwin Renn hält Debatten für gesellschaftliche Pflicht: »Verhältnismäßigkeit ist ein wichtiges Gut in der Demokratie.« Sie müsse immer wieder neu infrage gestellt und diskutiert werden, sagte er bei der Reutlinger Demokratiekonferenz. (GEA)

RTL-Dschungelcamp
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren das Dschungel-Camp auf RTL. Foto: Stefan Menne/RTL/dpa
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren das Dschungel-Camp auf RTL. Foto: Stefan Menne/RTL/dpa

14:39 Uhr Wegen der Corona-Pandemie findet der Tübinger Martinimarkt (am Montag, 9. November, und Dienstag, 10. November 2020, jeweils von 8 bis 19 Uhr) in diesem Jahr in reduzierter Form statt: 30 Stände verteilen sich auf die ganze Altstadt. Gastronomische Anbieter sind diesmal nicht dabei, lediglich abgepackte Speisen wie Magenbrot und Mandeln stehen zum Verkauf. Wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. (pm)

14:22 Uhr Der baden-württembergische Landkreistag zweifelt an den vorgeschriebenen Sperrstunden in Corona-Hotspots. Nach einem Erlass der Landesregierung muss ein Landkreis bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen eine Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie per Allgemeinverfügung verhängen. Er habe Bedenken, ob man diese Maßnahme zu diesem Zeitpunkt rechtlich halten könne, betonte der Präsident des Landkreistags, Joachim Walter, am Donnerstag nach einer Landrätekonferenz mit Innenminister Thomas Strobl (CDU). Wenn man die Sperrstunden nun umsetze und vor Gericht damit scheitern sollte, dann stünde das Mittel vielleicht später nicht mehr zur Verfügung. Das Sozialministerium teilte heute mit, dass es auf die Einhaltung der Vorgaben achten werde. Weil sich einzelne Landräte weigerten, den Erlass umzusetzen, sagte Minister Manne Lucha (Grüne) einen weiteren Erlass zur Sperrstunden-Regelung zu, der »die Ansage des Landes noch unmissverständlicher zum Ausdruck bringen soll«. Dieser werde derzeit erarbeitet und soll zeitnah versandt werden, hieß es. (dpa)

13:40 Uhr Das für Anfang 2021 geplante RTL-Dschungelcamp in Wales fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das sagte ein RTL-Sprecher in Köln am Donnerstag. Statt der geplanten Übertragung aus Wales plane man nun eine Ersatz-Show zu dem Format in Deutschland. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

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Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

13:29 Uhr Im Streit zahlreicher Wirte gegen ihre Versicherungen um Corona-Kosten hat erneut ein Gasthaus vor Gericht gewonnen. Das Landgericht München I sprach der Gaststätte Emmeramsmühle am Donnerstag für die Schließung im Frühjahr gut 427.000 Euro zu. Damit gab es der Klage des Wirts gegen die Haftpflichtkasse statt. Die Versicherung hatte sich geweigert zu zahlen. Das Gericht befand nun aber, dass die Klausel, mit der sie ihren Leistungsumfang einschränken wollte, intransparent und daher unwirksam sei. Zudem betonte die auf Versicherungsrecht spezialisierte Kammer, dass es nicht darauf ankomme, ob das Virus in dem betroffenen Betrieb aufgetreten sei. Entscheidend sei, dass der Betrieb wegen des Infektionsschutzgesetzes geschlossen worden sei. (dpa)

12:53 Uhr Die traditionellen Wiener Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie öffnen. Die österreichische Hauptstadt hat 18 Märkte mit insgesamt 852 Marktständen genehmigt, wie das Marktamt am Donnerstag mitteilte. Am 13. November öffnen etwa der Christkindlmarkt am Rathausplatz und der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz. Die Betreiber haben laut Marktamt in Abstimmung mit Hygienefachärzten ein Corona-Präventionskonzept erarbeitet: So gilt auf allen Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für Besucher und Standbetreiber. Um Platz für Sicherheitsabstände zu lassen, gibt es 178 Marktstände weniger als im Vorjahr. Für die Umsetzung der Bestimmungen sind die Betreiber zuständig, die zusätzliche Ordner beschäftigen sollen. (dpa)

12:38 Uhr Die dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen hängen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vorwiegend mit Ansteckungen im privaten Bereich zusammen. Es gehe vorwiegend um Feiern, Treffen mit Freunden oder der Familie, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Das Geschehen steigere sich drastisch und sei in einigen deutschen Regionen bereits unkontrollierbar. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es wieder mehr schwere Fälle und Tote geben werde. Wieler appellierte erneut, die Corona-Regeln wie Hygiene und Abstandhalten einzuhalten, und sprach sich auch dafür aus, bei Treffen in Innenräumen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Es gebe weiterhin die Chance, das Ausbruchsgeschehen zu verlangsamen, betonte er. Mehr dazu lesen Sie hier

So wie ihm geht’s auch vielen Anderen: Dimitrios Katsaras, Betreiber der Tübinger Studentendiskothek »Schwarzes Schaf« hinter de
So wie ihm geht’s auch vielen Anderen: Dimitrios Katsaras, Betreiber der Tübinger Studentendiskothek »Schwarzes Schaf« hinter dem Tresen. FOTO: OTT
So wie ihm geht’s auch vielen Anderen: Dimitrios Katsaras, Betreiber der Tübinger Studentendiskothek »Schwarzes Schaf« hinter dem Tresen. FOTO: OTT

12:17 Uhr Eine inhaltliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu den umstrittenen Beherbergungsverboten in der Corona-Krise lässt weiter auf sich warten. Kläger aus Tübingen, die in wenigen Tagen in Schleswig-Holstein Urlaub machen wollten, hatten einen Eilantrag gegen die Vorschriften in dem Bundesland eingereicht. Die Richter stuften diesen aber am Donnerstag als unzulässig ein. Es fehlten erforderliche Darlegungen, wie das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe mitteilte (Az. 1 BvQ 116/20). Im Landkreis Tübingen treten im Moment viele neue Corona-Fälle auf. Ein wichtiger Grenzwert ist überschritten, damit zählt Tübingen zu den deutschen Risikogebieten. In Schleswig-Holstein dürfen Feriengäste aus solche Regionen nur aufgenommen werden, wenn sie einen frischen negativen Corona-Test vorweisen können. Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig hatte das vergangene Woche in einem Eilverfahren bestätigt. In anderen Bundesländern wurden die Beherbergungsverbote nach Eilanträgen von Gerichten gekippt. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

11:43 Uhr Das Defizit der öffentlichen Haushalte im Euroraum ist in der Corona-Krise drastisch gestiegen. Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte, stieg das Verhältnis von Haushaltsdefizit zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal saisonbereinigt von 2,5 Prozent im Vorquartal auf 11,6 Prozent. Das ist der höchste Fehlbetrag seit Beginn der Zeitreihe 2002. In der Europäischen Union verlief die Entwicklung ähnlich. (dpa)

11:18 Uhr Viele Monate hat Dimitrios Katsaras, der Besitzer der Tübinger Studentendiskothek »Schwarzes Schaf« gehofft, den Discobetrieb noch in diesem Jahr wieder aufnehmen zu können. Logischerweise in abgespeckter Form. Schließlich zerplatzten seine Träume – nach den Beschlüssen von Bund und Ländern, wonach bis Ende des Jahres weiterhin keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen und den wieder rasant ansteigenden Infektionszahlen. Denn: Der Clubbetrieb zählt zu den Großveranstaltungen. Ein Umstand, der für Unverständnis bei Katsaras sorgt. Was den 32-Jährihgen stört: Der öffentliche Umgang mit der Thematik und die Hilfs- und Perspektivlosigkeit. Mehr dazu lesen Sie hier. (ott)

10:34 Uhr Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. (dpa)

9:56 Uhr Das Metzinger Weihnachtsdorf und der Metzinger Weihnachtsmarkt in der Innenstadt sind bereits seit einigen Wochen abgesagt. Nun wird auch die Alternative, das kleine Adventsdorf rund um den Markt- und Rathausplatz gecancelt. »Aufgrund der ansteigenden Infektionszahlen und den neuen Verordnungen können wir auch diese Aktion nicht fortführen. Die Sicherheit für alle Besucher und Beteiligten steht an erster Stelle«, macht Nicolay Dietrich von der Metzingen Marketing und Tourismus GmbH (MMT), die das Adventsdorf aufstellen wollte, deutlich. (pm)

9:20 Uhr Die Coronapandemie hat Bad Urach als Tourismus-Stadt voll getroffen. Seit März ist die Zahl der Besucher und Übernachtungen voll eingebrochen. Nach einer kurzen Erholung geht’s jetzt erneut abwärts:

Eine Szene aus dem Film »Ar condicionado«. FOTOS: FILMTAGE
Eine Szene aus dem Film »Ar condicionado«. FOTOS: FILMTAGE Foto: Gea
Eine Szene aus dem Film »Ar condicionado«. FOTOS: FILMTAGE
Foto: Gea

8:36 Uhr Deutschlands Verbraucher decken sich angesichts steigender Corona-Infektionen amtlichen Zahlen zufolge wieder zunehmend mit Hygieneartikeln und bestimmten Lebensmitteln ein. Wie eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes ergab, war der Absatz von Toilettenpapier in der Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (plus 89,9 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Die Verkaufszahlen von Desinfektionsmitteln lagen in der betrachteten Woche nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Donnerstag um knapp drei Viertel (plus 72,5 Prozent) und die von Seife um knapp zwei Drittel (plus 62,3 Prozent) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Auch die Nachfrage nach Mehl (plus 28,4 Prozent) und Hefe (plus 34,8 Prozent) zog nach Erkenntnissen der Statistiker wieder deutlich an. (dpa)

8:09 Uhr Nach Reutlingen hat auch Eningen entschieden, den Weihnachtsmarkt abzusagen. Die Beteiligten hätten an einer Neukonzeption des Marktes gearbeitet, die ohne den rapiden Anstieg der Zahlen gut durchführbar gewesen wäre. Leider berge eine Durchführung nun zu viel Risiko. »Wir bitten daher um Ihr Verständnis und um Zuversicht, dass wir im nächsten Jahr die Adventszeit wieder gemeinsam begehen können. Dank gilt vor allem den Anbietern, die mit viel Verständnis für die Lage, den unsicheren Weg mitgegangen sind und nun leider auch zurücktreten müssen«, schreibt die Gemeindeverwaltung in einer Mitteilung. Seit mehreren Jahren veranstaltet der Gewerbe- und Handelsverein den lebendigen Adventskalender. Viele Institutionen, Vereine und Einzelpersonen gestalten dabei täglich ein kleines Event und auch für dieses Jahr war der Kalender bereits rappelvoll. Auch diese Adventsaktion wurde nun abgesagt. (pm)

7:38 Uhr Deutschlandweit von der Couch aus an den Französischen Filmtagen teilnehmen? Aber klar doch – Corona macht’s möglich. Das Festival findet dieses Jahr vom 28. Oktober bis 4. November statt. Insgesamt 83 Filme und Kurzfilme werden in Kinos in Tübingen, Rottenburg, Reutlingen und Stuttgart gezeigt – wegen der Coronabeschränkungen allerdings mit stark reduzierter Besucherzahl. Erstmals kann das vielfältige Programm aber auch online mitverfolgt werden. Zahlreiche Dokus, turbulente Komödien und viele gesellschaftspolitische Filme und Themen stehen auf dem Programm. (mewe)

Reporter beobachten die Ankünfte zur Ministerpräsidentenkonferenz am Kanzleramt. Foto: Kappeler/dpa
Reporter beobachten die Ankünfte zur Ministerpräsidentenkonferenz am Kanzleramt.
Foto: Kappeler/dpa

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 397.922 (gestern: 385.591) Corona-Infizierte, 9.911 (9.882) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 304.174 (299.743) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Mittwoch, 21. Oktober

19:13 Uhr In Baden-Württemberg ist der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen landesweit überschritten. Die Landesregierung hatte die Bürger im Südwesten eindringlich zur Vermeidung von Kontakten aufgerufen. Die Bürger müssten nun diszipliniert sein, sonst werde man auf einen Lockdown zurückgreifen müssen mit enormen Kollateralschäden, warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

18:22 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Mittwoch 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.299 bestätigte Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 61,3. (pm)

18:16 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 63.118 gestiegen. Das sind 1.438 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch hervorgeht. 49.767 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um vier auf 1.950. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,14. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 53,4 Infizierten pro 100.000 Einwohner. (pm)

17:45 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Mittwoch 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.864 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 69,7. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle. Teilweise sind noch Ermittelungen von Infektionsquellen im Gange, teilte das Landratsamt mit. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

17:02 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.

16:55 Uhr Nach dem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind zwei weitere Bewohner gestorben. Insgesamt sind seit vergangener Woche 41 Bewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden, sechs Bewohner starben bislang in Folge der Infektion, wie eine Sprecherin der Einrichtung am Mittwoch mitteilte. Betroffen seien drei von vier Wohnbereichen. Seit vergangener Woche sei das gesamte Heim für Besucher geschlossen. Eine Ausnahme gelte jedoch für Angehörige von Erkrankten in kritischem Zustand, erklärte die Sprecherin. (dpa)

16:40 Uhr Behörden im Südwesten setzen zunehmend auf die Bundeswehr im Kampf gegen das Coronavirus - 136 Soldaten unterstützen derzeit Gesundheitsämter, um Kontakte nachzuverfolgen. In den nächsten Tagen folgen weitere und insgesamt könnten 266 Mitarbeiter der Wehr zum Einsatz kommen, sagte Oberstleutnant Markus Kirchenbauer vom Landeskommando Baden-Württemberg am Mittwoch in Stuttgart. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:29 Uhr Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium am Mittwoch mit. Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land wird dafür laut NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen. (dpa)

16:18 Uhr Neun Städte und Landkreise in Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit nicht in der Lage, den vorgeschriebenen Infektionsschutz in der Corona-Pandemie vollständig zu leisten. Die Engpässe umfassten zum Beispiel die Ermittlung von Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, teilte Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch mit und bestätigte einen Bericht der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Welche Regionen genau betroffen sind, könne die Behörde nicht sagen. Dazu seien Anfragen in den einzelnen Bundesländern nötig. Bekannt sind Engpässe zum Beispiel aus dem Berliner Bezirk Neukölln. (dpa)

15:46 Uhr Bei Bundesregierung und Länderregierungschefs nimmt nach einem Medienbericht die Verärgerung über Durchstechereien etwa bei gemeinsamen Konferenzen über die Corona-Pandemie zu. Daher werde über schärfere Regelungen nachgedacht, wie solche »Lecks« zu stopfen seien, berichtete der Sender RTL/ntv am Mittwoch. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte dazu, sie könne solche Pläne nicht bestätigen. »Ich kann Ihnen aber sehr wohl berichten, dass die Bundeskanzlerin sich ganz grundsätzlich an die Vertraulichkeit solcher internen Beratungen hält«, sagte sie. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), sagte dem Sender: »Diese Durchstechereien während der MPK (Ministerpräsidentenkonferenz) sind ein großes Ärgernis. Sie blockieren unsere Arbeit, kosten Zeit und verhindern gute, sachgemäße Ergebnisse. Aber: Ich bleibe Optimistin, auch wenn es mich nervt, und hoffe, dass das in der nächsten Runde vertrauensvoller läuft.« (dpa)

In eigener Sache

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15:29 Uhr Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD-Fraktion im Bundestag wollen ab der kommenden Woche im Parlament keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Sie haben deshalb Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble über einen Anwalt eine Abmahnung mit der Aufforderung geschickt, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Schäuble soll sich damit verpflichten, die Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht wieder aufzuheben. Dem CDU-Politiker wird dafür ein Ultimatum bis Freitag, 8 Uhr gesetzt. Im Schreiben des Anwalts, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, Schäuble habe zwar im Bundestag das Hausrecht. Dieses erstrecke sich aber nicht auf die Frage, in welcher Bekleidung die Abgeordneten ihr Mandat ausübten. Alleine der Gesetzgeber wäre ermächtigt gewesen, eine Maskenpflicht in den Räumen des Parlaments verbindlich anzuordnen. (dpa)

14:46 Uhr Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry kann das Champions-League-Duell des FC Bayern München der UEFA zufolge am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) gegen Atlético Madrid stattfinden. »Das Spiel läuft wie geplant ab«, teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (UEFA) der Deutschen Presse-Agentur wenige Stunden vor dem Anstoß auf Anfrage mit. Weitere Details wurden nicht genannt. Die Münchner hatten am Dienstagabend bei Nationalspieler Gnabry (25) einen positiven Corona-Test öffentlich gemacht. Der Offensivspieler befindet sich in Quarantäne. Anschließend wurden am Mittwoch weitere Tests bei den Münchnern angeordnet. (dpa)

14:12 Uhr Der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist auf die gesamte Bundesrepublik bezogen überschritten worden. Der Wert gilt als eine wichtige Schwelle für strengere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl am Mittwoch mit 51,3 an, am Vortag lag sie bei 48,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des RKI vom Mittwochmorgen 7.595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7.830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5.132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

13:10 Uhr. Zu einem großflächigen Stillstand in Deutschland wie im Frühjahr wird es nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Corona-Situation nicht kommen. »Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, den sehe ich nicht«, sagte Spahn auf die entsprechende Frage eines Nutzers der Social-Media-App Jodel. Dort hatten sich auch in der Vergangenheit bereits Spitzenpolitiker, unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Fragen von Nutzern gestellt. Spahn begründete seine Aussage damit, dass man wisse, dass es beispielsweise im Einzelhandel, bei Friseuren und in anderen Bereichen momentan keine Ausbrüche gebe, wenn auf die sogenannte AHA-Regel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - geachtet werde. »Also wir haben Bereiche, von denen wissen wir heute besser als im März, wo die Risiken händelbar sind, und deswegen würde man sie auch nicht wieder schließen müssen.« (dpa)

12:03 Uhr Der FC Bayern muss nach dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry bis heute um 15.00 Uhr die negativen Tests derjenigen Profis vorweisen, die in der Champions-League-Partie am Abend gegen Atlético Madrid (21.00 Uhr/Sky) spielen sollen. »Die Mannschaften und getesteten Personen müssen sicherstellen, dass die UEFA rechtzeitig Zugang zu den individualisierten negativen Testergebnissen erhält«, schreibt die Europäische Fußball-Union (UEFA) in ihrem Corona-Protokoll vor, das für den Europapokal maßgebend ist. Die Ergebnisse müssen »bis spätestens sechs Stunden vor der Anstoßzeit (Ortszeit am Spieltag)« vorliegen. (dpa)

11:38 Uhr  Der Bund unterstützt die unter der Corona-Krise leidenden privaten Theater mit bis zu 30 Millionen Euro. Dazu kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) das Programm »Neustart Kultur« an, das den mehr als 200 Bühnen helfen soll. Gefördert werden laut der Mitteilung bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021. Der Zuschuss könne maximal 140 000 Euro betragen. »Wir wollen alles tun, damit die deutschen Privattheater diese schwierige Zeit überstehen«, erklärte Grütters am Mittwoch. (dpa)

10:41 Uhr Weit weniger als jeder Hundertste der gemeldeten Corona-Infizierten in Deutschland ist zuletzt an oder mit Beteiligung der Infektion gestorben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Demnach liegt der Anteil Verstorbener an allen laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektionen seit der Kalenderwoche 34 (17.8. bis 23.8.) bei deutlich unter einem Prozent. Der überwiegende Teil (85 Prozent) der mehr als 9.800 Corona-Toten seit Beginn der Pandemie war laut RKI 70 Jahre oder älter. Unter 50 Jahre alt waren 130 Betroffene, was 1,3 Prozent aller Corona-Toten entspricht.

Zuletzt hatte eine Studie zur Infektionssterblichkeit in einem Magazin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Aufsehen gesorgt, wonach in den meisten Weltregionen vermutlich weniger als 0,2 Prozent aller Corona-Infizierten sterben. Der Autor John Ioannidis von der kalifornischen Stanford University betont jedoch darin, dass die Sterblichkeit sehr stark von verschiedenen Faktoren abhänge – insbesondere der Altersstruktur in einer Gesellschaft und davon, wie sehr es gelinge, verletzliche Gruppen vor einer Infektion zu schützen. (dpa)

Serge Gnabry
Bayern-Profi Serge Gnabry ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Sven Hoppe/dpa
Bayern-Profi Serge Gnabry ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Sven Hoppe/dpa

10:11 Uhr Der Reutlinger Weihnachtsmarkt ist abgesagt. Dies teilte der Veranstalter Markt-Werk-Stadt in einer Pressemitteilung mit. »Die geänderten Coronabedingungen mit den maximal 100 Personen je Zone/Platz sind in dieser Form nicht einzuhalten«, heißt es in der Mitteilung. Das gemeinsam mit der Stadt entwickelte »Platzkonzept« wäre mit maximal 500 Personen optimal umsetzbar gewesen. Besonders in den Bereichen Marienkirche und Albtorplatz – mit den Schulen- und Vereinshütten – sei die Grenze von 100 Personen utopisch. Nachdem nicht zu erwarten ist, dass die Corona-Fallzahlen in den nächsten Tagen drastisch sinken und die Grenze wieder auf 500 Personen gesetzt wird, muss der Veranstalter die Reisleine ziehen und den Markt absagen. Ob das Riesenrad im Bürgerpark unabhängig von der Absage in der Weihnachtszeit stehen kann, wird derzeit noch geprüft. (pm)

9:52 Uhr Die Corona-Pandemie hat die Veränderung der Jobs und Arbeitsmärkte nach einer Analyse des World Economic Forum (WEF) beschleunigt. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Automatisierung und Digitalisierung beschleunige sich, die Schaffung neuer Arbeitsplätze habe sich dagegen verlangsamt, sagte Saadia Zahidi, Geschäftsführerin beim WEF am Mittwoch in einer Online-Konferenz zum neuen WEF-Bericht »Die Zukunft der Arbeit 2020«. Nach wie vor gehe das WEF aber davon aus, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet werden. Schlüsselwort sei die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für neue Aufgaben. Den WEF-Analysen zufolge werden bis 2025 in mittleren und großen Unternehmen in 26 untersuchten Ländern rund 85 Millionen Arbeitsplätze zerstört. (dpa)

9:21 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zu einer »nationalen Kraftanstrengung« im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein »politisch-mentales« Problem, sagte Söder am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. »Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet«, sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. »Wir brauchen jetzt einen Gemeinschaftsakt - genauso wie bei der ersten Welle.« (dpa)

8:47 Uhr Der Seniorchef des Spitzenhotels »Traube Tonbach« in Baiersbronn, Heiner Finkbeiner (71), wünscht sich von der Politik mehr Klarheit und Einheitlichkeit in der Corona-Krise. Mit Blick auf das Hin und Her bei verschiedenen Maßnahmen, etwa dem Beherbergungsverbot, sagte er: »Ich weiß gar nicht, wie ich darauf reagieren soll.« Sein Unternehmen sei sehr gut über den Sommer gekommen. Die Ferienhotellerie und naturnahe Hotels hätten es im Vergleich zu Stadt- und Businesshotels leichter. Aber: »Der Herbst wird eine neue Herausforderung«, sagte Finkbeiner. Die Unsicherheit werde größer. Nach dem Großbrand im Januar soll das neue Stammhaus der »Traube Tonbach« mit dem Restaurant »Schwarzwaldstube« Anfang 2022 fertiggestellt sein. (dpa)

8:10 Uhr Nach Einschätzung des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit kann der Champions-League-Auftakt des FC Bayern gegen Atlético Madrid trotz der Corona-Infektion des Fußball-Nationalspielers Serge Gnabry heute (21.00 Uhr/Sky) stattfinden. »Mit einer regelmäßigen Testung, jeden Tag, kann man ausschließen, dass dort ein infektiöser Spieler teilnimmt. So lange alle negativ bleiben, kann man mit einer täglichen Testung ausschließen, dass dort Infektionen stattfinden«, sagte Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin dem Sender Sky in einem Interview. Mehr dazu lesen Sie hier

Trotz Maske sind Doris und Hartmut Hildebrandt (links) auf den Krämermark in Mössingen gekommen. Angst vor einer Infektion haben sie nicht. Foto: Mareike Inhoff
Trotz Maske sind Doris und Hartmut Hildebrandt (links) auf den Krämermark in Mössingen gekommen. Angst vor einer Infektion haben sie nicht.
Foto: Mareike Inhoff

7:37 Uhr Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der dpa auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan »Allied Hand« zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt. Insgesamt soll die Entsendung von rund 160 Spezialisten möglich sein. Hinzukommen könnten Soldatinnen und Soldaten, die den jeweiligen Einsatz von Deutschland aus unterstützen, heißt es aus dem Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 385.591 (gestern: 377.068) Corona-Infizierte, 9.882 (9.842) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 299.743 (296.672) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Dienstag, 20. Oktober 2020

22:02 Uhr Der Fußball-Oberligist SSV Reutlingen darf den Ticket-Vorverkauf für das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag (15.30 Uhr) nun doch fortsetzen. Das bestätigte am Dienstagabend Karsten Amann. Der Vorsitzende der SSV-Fußballabteilung ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation in enger Abstimmung mit dem Reutlinger Amt für Öffentliche Ordnung und dem Landratsamt. »Stand jetzt dürfen wir nach der Corona-Verordnung Sport am Samstag doch 460 Zuschauer im Kreuzeiche-Stadion zulassen«, sagte Amann. »Damit geht unser kurzfristig gestoppter Ticket-Vorverkauf nun weiter.« (GEA)

19:22 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Dienstag 37 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.275 bestätigte Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 59,9. (pm)

19.20 Uhr In einem Seniorenheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) haben sich 41 Bewohner und 21 Mitarbeiter der Einrichtung mit dem Coronavirus infiziert. Vier Senioren seien in Folge der Infektion gestorben, teilte das Landratsamt Alb-Donau-Kreis am Dienstag mit. Auch aus einem weiteren Seniorenzentrum im Landkreis waren zuvor mehrere Infektionen gemeldet worden. Der Ausbruch in den Einrichtungen schlage sich in den Infektionszahlen des Landkreises nieder: Dort liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nach neusten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt bei 89,8. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich mit dem Virus anstecken. (dpa)

18:54 Uhr In Baden-Württemberg wurde die Pandemie Stufe 3 ausgerufen und die fünfte Corona-Verordnung veröffentlicht. Durch die zusätzliche Verordnung »Studienbetrieb und Kunst« dürfen Veranstaltungen in Kunst- und Kultureinrichtungen mit bis zu 500 Besuchern weiter stattfinden, wenn ein genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Deshalb kann das Konzert des Vogler Quartetts am Donnerstag um 20 Uhr in der Stadthalle Reutlingen stattfinden, teilt die Stadt Reutlingen mit. Allerdings dürfen lediglich noch bis zu vier Personen ohne Abstand zusammensitzen und das nur, sofern die Tickets unter der gleichen Rechnungsadresse bestellt werden. Bis zum Sitzplatz besteht in der gesamten Stadthalle Reutlingen die Pflicht, eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Aus gegebenem Anlass gibt es derzeit auch keine Garderobe und keine Pausenbewirtung. (pm)

18:42 Uhr Die Coronapandemie beeinflusste am heutigen Dienstag auch die Stimmung der Händler auf dem Mössinger Krämemarkt. Die Händler  sprachen fast ausschließlich über ihre Zukunftssorgen, die sie wegen der Pandemie plagten. Immer mehr Krämermärkte werden so aktuell in Baden-Württemberg abgesagt. Michael Haller, Bezirksvorsitzender  für den Bereich Südwürttemberg-Hohenzollen im Landesverband Schausteller und Marktkaufleute Baden-Württemberg, erklärte am Rande des  Mössinger Marktes das Problem der Märkte mit der Corona-Verordnung:  »Bislang waren öffentliche Veranstaltungen mit 500 Personen per Verordnung erlaubt. Seit dem 19.10. sind es nun 100 Personen und selbst die Rathäuser sind uneins darüber, ob wir als festgesetzte Veranstaltung unter die Regel fallen«, sagte Haller. »Die Städte meinen dann, sie müssten gewährleisten, dass nie mehr als 100 Personen gleichzeitig auf dem Markt  sind.«  Ohne kostspielige Bauzäune und Sicherheitspersonal wäre das jedoch nicht machbar. Viele der Händler auf dem Krämermarkt freuten sich daher darüber, dass wenigstens in Mössingen am Dienstag der Markt noch stattfinden konnte und zeigten sich gegenüber der Stadt dankbar.  Die Besucher des Marktes gaben sich derweil gelassen und von Corona nahezu unbeeindruckt: Keiner der befragten Kunden befürchtete, sich bei dem Markt mit dem Virus zu infizieren. (mai)

Reisemesse CMT
Wohnmobile stehen auf der Reisemesse CMT. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild
Wohnmobile stehen auf der Reisemesse CMT. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

18:25 Uhr Angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen führt die Stadt Stuttgart eine Sperrstunde ein. Demnach ist der Betrieb von Gaststätten zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens untersagt, teilte die Stadt am Dienstag mit. Damit werden Maßnahmen umgesetzt, die in der vergangenen Woche von Bund und Ländern beschlossen worden waren. Außerdem werde der Verkauf von Alkohol weiter eingeschränkt und damit der Ausschank von alkoholischen »To-go«-Getränken im gesamten Stadtgebiet ganztägig verboten. Die Regelungen gelten den Angaben zufolge von diesem Donnerstag an und sollen zunächst bis 8. November andauern. »Wir führen die Sperrstunde ein, weil sie ein weiteres Instrument ist, vor Infektionen zu schützen«, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Ausnahmen von der Sperrstunde soll es für die Bewirtung von Übernachtungsgästen geben, sofern nur Speisen und alkoholfreie Getränke abgeben werden. (dpa)

18:11 Uhr In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Dienstag wurden dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 5.039.783 Fälle aus dem Europäischen Wirtschaftsraum zuzüglich Großbritannien gemeldet. Das sind rund 130.000 mehr als am Vortag, wie aus einer täglich aktualisierten Übersicht des ECDC hervorgeht. Die mit Abstand meisten Corona-Fälle haben demnach Spanien (974.449), Frankreich (910.277) und Großbritannien (741.212) verzeichnet. (dpa)

17:56 Uhr Nach Innenminister Thomas Strobl (CDU) befindet sich nun auch Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) in Corona-Quarantäne. Ein erster Corona-Test bei der Ministerin sei jedoch negativ gewesen, teilte eine Sprecherin am Dienstagnachmittag mit. (dpa)

17:40 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Dienstag 17 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.841 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 66,81. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle. Teilweise sind noch Ermittelungen von Infektionsquellen im Gange, teilte das Landratsamt mit. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Darüber hinaus gibt es weitere Corona-Fälle an Schulen im Landkreis Tübingen: Am Quenstedt-Gymnasium in Mössingen und am Wildermuth-Gymnasium in Tübingen sind Corona-Fälle aufgetreten. Die betroffenen Klassen sind in Quarantäne geschickt worden. (pm)  

17:35 Uhr Die für Ende Januar 2021 geplante Stuttgarter Reisemesse CMT (Caravaning, Motor, Touristik) fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte eine Messe-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage. Wann die Veranstaltung nachgeholt werden soll, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. »Es gibt Überlegungen, aber noch kein konkretes Datum«, sagte die Sprecherin dazu. Zuerst hatte der SWR über die Absage berichtet. Die CMT bezeichnet sich als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. Im Januar dieses Jahres kamen nach Veranstalterangaben rund 300.000 Besucher zur CMT. (dpa)

17:20 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 61.680 gestiegen. Das sind 972 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Montag hervorgeht. 49.220 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 10 auf 1.946. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,21. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 48,8 Infizierten pro 100.000 Einwohner. (pm)

17:02 Uhr Die Landesregierung hat die Bürger im Südwesten eindringlich zur Vermeidung von Kontakten aufgerufen. Die Bürger müssten nun diszipliniert sein, sonst werde man auf einen Lockdown zurückgreifen müssen mit enormen Kollateralschäden, warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Man habe nicht mehr viele Dinge im Köcher bis zu dieser großen Maßnahme, sagte er mit Blick auf Beschränkungen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

16:53 Uhr Wer sich nicht auf Corona testen lässt, muss in Quarantäne: Die slowakische Regierung hat am Dienstag ein drastisches Vorgehen bei ihren geplanten Corona-Massentests angekündigt. Der Regierungsplan sieht vor, dass an den kommenden drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag alle über zehn Jahre alten Bewohner des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden sollen. Das Vorgehen sorgte für Irritation und Rätselraten in den Medien. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic hatte das Vorhaben am Wochenende überraschend angekündigt, ohne vorher seine Koalitionspartner zu informieren. Obwohl bereits am kommenden Freitag die erste Phase der Massentests beginnen soll, beantwortete Matovic erst am Dienstag die Frage, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein sollten: »Die Tests werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit freiwillig sein - aber mit der Einschränkung, dass jeder, der keinen negativen Test vorweisen kann, für die nächsten zehn Tage in Quarantäne gehen muss.« (dpa)

16:24 Uhr Bei Basketball-Bundesligist Alba Berlin sind sechs Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das für Donnerstag angesetzte Euroleague-Spiel des deutschen Meisters und Pokalsiegers gegen Baskonia Vitoria-Gasteiz wurde abgesagt. (dpa)

16:05 Uhr Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit. (dpa)

15:36 Uhr Heute war Wochenmarkt – und die Marktbeschicker waren zumindest um 9 Uhr ziemlich unter sich. Von Gedränge keine Spur und trotzdem haben sich nahezu alle Passanten  an die Maskenpflicht gehalten. Es gab kaum jemanden, der nicht mit Mund-Nasen-Schutz an den Ständen stand. Aber unabhängig davon, ob viel oder wenig auf dem Wochenmarkt los ist und der Mindestabstand bei wenig Betrieb möglicherweise problemlos eingehalten werden kann, appelliert Albert Keppler, Leiter des Reutlinger Ordnungsamts, in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Es könne nämlich nicht immer der vorgeschriebene Sicherheitsabstand garantiert werden, beispielsweise in einer Schlange - auch wenn sie noch so kurz ist. Im Übrigen sind auch die Marktbeschicker angehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Händler waren heute um 9 Uhr allerdings mehrheitlich ohne Maske unterwegs. (GEA)

15:03 Uhr Die CoronaVO Sport, die den Trainings- und Spielbetrieb in Baden-Württemberg regelt, bleibt vorerst unverändert. Zwar wurde die grundsätzliche Maximalzahl der Teilnehmer am Trainingsbetrieb auf 10 Personen reduziert. Für den Trainingsbetrieb im Fußball gilt eine Ausnahmeregelung, nach der die Mindestzahl überschritten werden darf, teilt der Württembergische Fußballverband mit. (pm)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

14:53 Uhr Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) hält die bestehende Teilnehmergrenze von 500 Besuchern in Kultureinrichtungen trotz steigender Infektionszahlen für berechtigt. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen spreche das Publikum etwa im Theater nicht. Aufgrund der geltenden Abstandsregeln gebe es aber ohnehin »kein Haus, das eine 500er-Besetzung tatsächlich realisieren kann«, sagte Olschowski am Dienstag in Stuttgart. Die Kultureinrichtungen sind vorerst nicht von den neuen Einschränkungen der Landesregierung in Baden-Württemberg wegen steigender Infektionszahlen betroffen. (dpa)

14:06 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Beschränkung der Teilnehmerzahl für Trauergottesdienste und Bestattungen im Freien verteidigt. »Eine Trauerfeier mit 100 Personen ist jetzt nicht gerade an der Grenze der Pietät«, sagte er am Dienstag in Stuttgart. »Es muss ja niemand Angst haben, dass wir auf Friedhöfe gehen und sagen: Du darfst da nicht stehen.« Die Landeskirchen und Diözesen seien gut organisiert. »Da haben wir uns über nichts zu beschweren.« Die Probleme lägen bei muslimischen und freikirchlichen Trauerfeiern, wo sich Hunderte Personen treffen würden. »Das sind die Problemzonen«, sagte Kretschmann. »Da wir das immer für alle gleich machen müssen, sind wir aufgrund solcher Vorkommnisse leider dazu gezwungen.« Ausnahmegenehmigungen seien zudem möglich, sofern ein Konzept vorliege. 

Für religiöse Veranstaltungen im Freien gilt grundsätzlich die Grenze von 500 Personen. An Trauerfeiern und Bestattungen im Freien dürfen wegen der sich ausweitenden Corona-Pandemie in Baden-Württemberg nur noch 100 Personen teilnehmen. (dpa)

13:43 Uhr Der österreichische Wintersportort Ischgl, im März Hotspot bei der Verbreitung der Corona-Pandemie, will in der bevorstehenden Saison eines der sichersten Ziele im Alpenraum sein. »Die Erfahrungen des vergangenen Winters bestimmen unser Handeln für die Zukunft«, betonten die Tourismus- und Seilbahn-Verantwortlichen am Dienstag. So habe die Silvrettaseilbahn AG zuletzt rund 700 000 Euro in Gesundheits- und Sicherheitsstandards investiert. Kameras sollen sofort über Gruppen-Bildung beim Anstehen aufklären. Zudem sollen Wartezeiten vorhergesagt und mit Kaltvernebelungsgeräten die Seilbahn-Kabinen desinfiziert werden. (dpa)

12:51 Uhr Italiens Regierung hat sich an das bekannteste Influencer-Paar des Landes gewandt, um die Corona-Ansteckungen unter jungen Leuten in den Griff zu bekommen. Der Rapper Fedez (31) erzählt dazu in einem am Montag veröffentlichten Video auf Instagram, Regierungschef Giuseppe Conte habe ihn und seine Frau Chiara Ferragni (33) um Hilfe gebeten. Es sei ein »sehr unerwarteter« Anruf gewesen. Im selben Film startet Fedez einen Aufruf, sich an die nationale Maskenpflicht zu halten. Andere Politiker lobten das Paar am Dienstag. (dpa)

Grundschüler nutzen ein Tablet. Viele Schulen stehen bei der Digitalisierung des Lernens erst am Anfang. Doch das Coronavirus ha
Grundschüler nutzen ein Tablet. Viele Schulen stehen bei der Digitalisierung des Lernens erst am Anfang. Doch das Coronavirus hat diese Entwicklung befördert. FOTO: WEIGEL/DPA
Grundschüler nutzen ein Tablet. Viele Schulen stehen bei der Digitalisierung des Lernens erst am Anfang. Doch das Coronavirus hat diese Entwicklung befördert. FOTO: WEIGEL/DPA

11:54 Uhr Irland verschärft seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie drastisch. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag tritt für sechs Wochen die höchste von fünf Maßnahmen-Stufen in Kraft, wie der irische Premierminister Micheál Martin in einer Rede am Montagabend ankündigte. Wer kann, muss bis zum 1. Dezember von zu Hause aus arbeiten. Nur für das tägliche Leben unverzichtbare Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch geöffnet bleiben. Treffen mit anderen Haushalten zu Hause oder selbst im heimischen Garten sind untersagt. Um einen kompletten Lockdown handelt es sich jedoch nicht. Die Schulen und Kindergärten im Land bleiben geöffnet. Sport im Freien darf in einem Radius von fünf Kilometern betrieben werden. Pubs, Restaurants und Cafés können zumindest Lieferdienste anbieten. (dpa)

11:24 Uhr Die Zahl der Corona-Toten im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben. »Die amtliche Statistik müsse mit 2,5 multipliziert werden, um an die realen Zahlen zu kommen«, sagte Massud Mardani, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs. Nach dieser Berechnung läge die Zahl der Corona-Todesfälle bei mehr als 840 pro Tag – und nicht wie vom Gesundheitsministerium angegeben bei 337. (dpa)

10:33 Uhr Im Frühjahr führte Deutschland wegen der beginnenden Corona-Pandemie eilig Grenzkontrollen wieder ein. Chaos an den Grenzübergängen war die Folge. Ob es wegen der zweiten Corona-Welle eine Neuauflage geben könnte, darüber ist man sich selbst in der CSU uneins. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

9:55 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. »Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung«, sagte der CSU-Chef. »Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona-App wirksam wird.« Wie genau dieses Update aussehen soll, ließ Söder offen. (dpa)

8:49 Uhr Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen. Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger. »Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.« Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele. »Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten.« (dpa)

8:27 Uhr Im Kampf gegen das Coronavirus greift Bayern wegen ungebremster Infektionszahlen im Kreis Berchtesgadener Land zu drastischen Maßnahmen. Von heute an ab 14 Uhr gelten in der Region an der Grenze zu Österreich die ersten Ausgangsbeschränkungen seit dem Lockdown im Frühjahr. Die Menschen dürfen die eigene Wohnung dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Der Landkreis lag bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Montagabend bei 272,8. Das ist bundesweiter Spitzenwert. Die Beschränkungen gelten vorerst für 14 Tage. (dpa)

8:16 Uhr Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. »Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen«, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann. (dpa)

7:35 Uhr Die Landesregierung will einem Bericht zufolge die Corona-Testkapazitäten ausbauen. Das Landesgesundheitsamt (LGA) und das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) sollten dadurch in die Lage versetzt werden, zusammen täglich 900 Proben zu analysieren. Um die Kapazitäten auszubauen, sollten neue Geräte angeschafft und auch neue Stellen geschaffen werden. Mehr als 3,7 Millionen Euro seien dafür in diesem und im kommenden Haushaltsjahr zusätzlich vorgesehen. In der vorvergangenen Woche hatte es laut Bericht landesweit mehr als 144.000 Corona-Tests gegeben, die meisten davon in privaten Labors sowie in Universitätskliniken und Krankenhäusern. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 377.068 (gestern: 368.671) Corona-Infizierte, 9.842 (9.798) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 296.672 (293.447) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Montag, 19. Oktober 2020

19:17 Uhr Fußball-Oberligist SSV Reutlingen hat den Ticket-Vorverkauf für das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr, Kreuzeichestadion) gegen die Stuttgarter Kickers vorsorglich ausgesetzt, weil derzeit noch unklar ist, wie viele Zuschauer zugelassen sind. Die Nullfünfer warten die aktualisierte Corona-Verordnung Sport ab. (eye)

18:48 Uhr Im Zuge der Überschreitung der kritischen 7-Tages-Inzidenz von 50 Fällen/100.000 Einwohner hatte der Landkreis Tübingen am vergangenen Samstag eine Allgemeinverfügung in Kraft gesetzt. Zwischenzeitlich hat das Land Baden-Württemberg die Pandemiestufe 3 ausgerufen und in diesem Zusammenhang die Corona-Verordnung des Landes angepasst. Somit setzt der Landkreis Tübingen seine Allgemeinverfügung noch heute außer Kraft, es gelten die Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. 

Abweichend von den Regelungen der Allgemeinverfügung gilt für private Feiern in privaten Räumlichkeiten laut Corona-Verordnung, dass auch dort bis zu zehn Personen zusammenkommen dürfen (auch wenn diese aus bis zu zehn verschiedenen Haushalten kommen). Es dürfen im privaten und öffentlichen Raum mehr als zehn Personen sein, wenn es sich insgesamt um maximal zwei Haushalte handelt oder alle Personen eng miteinander verwandt sind. Eine Sperrzeit für Gastronomiebetriebe und auch ein Außen-Abgabeverbot von Alkohol ist entsprechend der Corona-Verordnung aktuell im Landkreis Tübingen nicht vorgesehen. (pm)

18:25 Uhr Der Landkreis Reutlingen ist seit Samstag Risikogebiet, seit heute gelten neue Regeln. Beispielsweise eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen, auf Märkten und bei kulturellen Events. Private Versammlungen, darunter geburtstagsfeiern und Hochzeiten wurden auf zehn Teilnehmer begrenzt. Mehr Infos zu den neuen Regelungen finden Sie hier. (ege)

18:16 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Montag dreizehn Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.238 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.963 Personen gelten als genesen, das sind 91,39 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 185 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 56,4. (pm)

18:11 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Montag 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.824 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 64. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle und familiäre Häufungen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Darüber hinaus gibt es weitere Corona-Fälle an Schulen im Landkreis Tübingen: An der Anne-Frank Schule in Dußlingen und der Freien Evangelischen Schule Dußlingen (Realschule) sind Corona-Fälle aufgetreten. Die betroffenen Klassen sind in Quarantäne geschickt worden. (pm)  

17:19 Uhr Das Derby der »TusSies« gegen das Top-Team SG BBM Bietigheim am Mittwoch (19.30 Uhr, Öschhalle) muss nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Mehr dazu lesen Sie hier. (eye)

16:59 Uhr Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 60.708 gestiegen. Das sind 669 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Montag hervorgeht. 48.815 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg auf 1.936. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 1,21. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. (pm)

16:25 Uhr Am Sonntag ist das Spiel desv SV Bronnen in der Fußball-Kreisliga B3 (Bezirk ) gegen den TSV Neufrag aufgrund eines Corona-Verdachtsfall im Team von Bronnen abgesetzt worden. »Der Spieler hat soebend ein negatives Testergebnis erhalten«, teilte Dominik Brillert, stellvertretender Abteilungsleiter des SV Bronnen, mit. (der)

16:12 Uhr Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen und der Ausrufung der Pandemiestufe 3 durch das Land Baden-Württemberg reagieren die Kliniken Landkreis Sigmaringen ab sofort wieder mit einem Besuchsstop. Dies gilt an allen drei Standorten in Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf. Vom Besuchsverbot ausgenommen sind lediglich Angehörige, die einen im Sterben liegenden Patienten besuchen wollen, eine Begleitperson, welche eine Schwangere bei der Geburt begleiten möchte und die Begleitperson eines minderjährigen Kindes. Dies wird in einer Zugangskontrolle geprüft. Alle Patienten werden auf eine mögliche Covid-19-Infektion getestet. Patienten mit Verdacht auf eine Infektion und infizierte Patienten werden ausschließlich im SRH Krankenhaus Sigmaringen behandelt. (pm)

16:03 Uhr Im Kampf gegen die sich zuspitzende Corona-Pandemie gelten seit Montag nochmals strengere Regeln in ganz Baden-Württemberg - die Opposition kritisiert den Kurs der Landesregierung aber als unverständlich und verwirrend. So sei etwa unklar, wann die verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Raum nun gelte, sagte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Montag. Die Landesregierung müsse die Regeln konkretisieren, um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften. Auch die SPD fordert eindeutigere Regeln zur Frage, wann Masken getragen werden müssen. (dpa)

Lichterglanz rund um die Marienkirche.
Lichterglanz am Reutlinger Weihnachtsmarkt 2019 rund um die Marienkirche. (Archivbild) Foto: Frank Pieth
Lichterglanz am Reutlinger Weihnachtsmarkt 2019 rund um die Marienkirche. (Archivbild)
Foto: Frank Pieth

15:32 Uhr Die Kreiskliniken Reutlingen reagieren auf die steigenden Corona-Zahlen im Landkreis Reutlingen mit einem Besucherstopp. »Da im Landkreis Reutlingen die Inzidenz den kritischen Schwellenwert von 50 überschritten hat, müssen wir zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter alles tun, um die Infektionsgefahr in unseren Krankenhäusern so gering wie möglich zu halten«, begründete Geschäftsführer Dominik Nusser in einer Pressemitteilung die Entscheidung, die drei Standorte der Kreiskliniken Reutlingen im Landkreis Reutlingen für Besucher zu schließen. Betroffen sind das Klinikum am Steinenberg Reutlingen, die Ermstaklinik Bad Urach und die Albklinik Münsingen. Der Besucherstopp wird wieder aufgehoben, sobald der Inzidenzwert von 50 wieder unterschritten wird. Ausnahmen des Besucherstopps werden beispielsweise gemacht für Angehörige eines Patienten, der im Sterben oder auf der Palliativstation liegt, Väter oder Begleitpersonen bei der Geburt und die entbundene Partnerin mit Kind, Patienten der Notaufnahmen, kranke Kinder oder ältere, gebrechliche oder demente Patienten. Aktuell findet laut Mitteilung in allen drei Standorten der Kreiskliniken Reutlingen die Versorgung von Notfällen und allen medizinisch notwendigen Behandlungen weiterhin vollumfänglich statt. Auch das Elektivprogramm, also die Durchführung geplanter Operationen und Eingriffe, wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht reduziert. (pm)

15:23 Uhr Unicef will noch in diesem Jahr 520 Millionen Spritzen für eine mögliche Corona-Impfung in Lagern deponieren. »Damit soll sichergestellt werden, dass die notwendigen Spritzen in den Ländern vorhanden sind, bevor die Impfstoffe eintreffen«, teilte das UN-Kinderhilfswerk mit. »Weltweit gegen Covid-19 zu impfen wird eine der größten Anstrengungen in der Menschheitsgeschichte werden«, erklärte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Man werde genauso schnell reagieren müssen, wie die Impfstoffe hergestellt würden. Auch für 2021 gibt es den Angaben zufolge schon Pläne. Unter der Voraussetzung, dass genügend Covid-19-Impfstoff zur Verfügung stehe, plant Unicef dann die Beschaffung von mehr als einer Milliarde Spritzen - zusätzlich zu den 620 Millionen, die das Kinderhilfswerk für Impfprogramme gegen andere Krankheiten wie Masern oder Typhus bereitstellt. (dpa)

14:42 Uhr Im britischen Großraum Manchester können einem Medienbericht zufolge die ersten Kliniken keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen. Zwölf Krankenhäuser seien bereits voll, zitierte der »Guardian« aus einem internen Dokument des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS). Bürgermeister Andy Burnham forderte am Montag erneut von Premier Boris Johnson mehr finanzielle Unterstützung für die Menschen und Firmen in der Region. Der Nordwesten Englands gehört zu den besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Regionen im Vereinigten Königreich. (dpa)

14:33 Uhr Wegen steigender Corona-Zahlen schließen die Finanzämter von Dienstag an erneut ihre Servicezentren für Besucher. Dies gelte bis auf Weiteres, teilte die Oberfinanzdirektion am Montag in Karlsruhe mit. In dringenden Fällen hätten die Bürger die Möglichkeit, Termine für Telefonberatungen zu vereinbaren. Auch Kontaktformulare, Erklärvideos und ein sogenannter Steuerchatbot stünden im Netz zur Verfügung. In besonderen Ausnahmefällen seien auch Termine im Finanzamt möglich. Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat die Aufsicht über die 65 Finanzämter in Baden-Württemberg. (dpa)

14:20 Uhr Die umstrittenen Beherbergungsverbote in der Corona-Krise werden zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Kläger aus Tübingen hätten einen Eilantrag gegen die in Schleswig-Holstein geltenden Vorschriften eingereicht, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe. Wie schnell die Verfassungsrichter darüber entscheiden werden, war zunächst nicht absehbar. Im Landkreis Tübingen treten im Moment viele neue Corona-Fälle auf. Ein wichtiger Grenzwert ist überschritten, damit zählt Tübingen zu den deutschen Risikogebieten. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:02 Uhr Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gibt den Wert für den Stadtstaat mit 50,6 an. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

13:31 Uhr Weil auch in Reutlingen die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wurde, besteht für die Markt-Werk-Stadt GmbH, die den Reutlinger Weihnachtsmarkt veranstaltet, Handlungsbedarf. Nach Auskunft von Norbert Brendle, Geschäftsführer der Markt-Werk-Stadt, werde geprüft, ob der Markt wie ursprünglich gedacht vom 25. November, bis Sonntag, 20. Dezember, zum Teil auch im Bürgerpark über die Bühne gehen kann. Die baden-württembergische Coronaverordnung hatte bis vor wenigen Tagen als Obergrenze für Veranstaltungen 500 Personen  festgelegt  – eine Zahl, die angesichts steigender Coronafälle Makulatur ist. Jetzt ist die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen auf 100 begrenzt. In enger Absprache mit der Stadtverwaltung werde deshalb eruiert, ob der Weihnachtsmarkt auch bei dieser Beschränkung stattfinden könne, sagte Norbert Brendle. »Wir sind dabei, die veränderte Situation neu zu bewerten.« Zeit für diese Entscheidung bleibt bis längstens Montag, 26. Oktober. Aus organisatorischen Gründen könnten bis zu diesem Datum potenzielle Aussteller ins Boot geholt werden. Norbert Brendle rechnet mit einer Entscheidung bis Mitte dieser Woche. (ass)

13:07 Uhr Das Jubiläumskonzert der Württembergischen Philharmonie Reutlingen diesen Montagabend in der Reutlinger Stadthalle kann trotz der neuen Corona-Beschränkungen des Landes stattfinden. Zwar hatte das Land die Besucherzahl bei Veranstaltungen auf 100 begrenzt. Eine Ausnahme gilt jedoch für Veranstaltungen »in Kunst- und Kultureinrichtungen sowie in Kinos«, wenn ein Hygienekonzept und ein fester Bestuhlungsplan mit Abstand vorliegen. In diesem Fall erhöht sich die zulässige Besucherzahl auf 500. Das war bereits bisher die geltende Obergrenze. Nachzulesen sind die genauen Bestimmungen in Paragraf 2, Absatz 3 der Landescoronaverordnung. Die Neuerungen darin sind unter anderem auf der Homepage der Württembergischen Philharmonie zu finden. (akr)

12:13 Uhr In den Kliniken der Region befinden sich weiterhin kaum Patienten wegen schwerer Covid-19-Symptome in stationärer Behandlung. Im Uniklinikum Tübingen ist es aktuell ein Patient, im Kreisklinikum Reutlingen sind es zwei. Keiner von ihnen wird intensivmedizinisch behandelt, niemand muss beatmet werden. Eine Sprecherin der Tübinger Uniklinik weist darauf hin, dass es bereits seit Monaten wenige Patienten gibt, die wegen einer Covid-19-Erkrankung eingeliefert würden. Auch seien seit einiger Zeit keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Corona hinzu gekommen. Intensivbetten stünden ausreichend zur Verfügung. (rr)

11:52 Uhr Am Wochenende machten auf diversen Fußballplätzen in der Region Gerüchte die Runde, dass es sich wegen der ansteigenden Infektionszahlen vorerst um den letzten normalen Spieltag handeln könnte. Bezirksspielleiter Wolfgang Rieker, der für den Bezirk Alb verantwortlich ist, gibt jetzt Entwarnung. »Ich gehe davon aus, dass der Spielbetrieb weitergeht, wie bislang«, sagt er auf GEA-Anfrage. Auf dem Platz sei das Ansteckungsrisiko deutlich geringer, als wenn man vor oder nach den Partien zusammensteht. Deshalb gebe es aktuell keinen Grund, den Fußball zu pausieren. Überlegungen diesbezüglich habe es bislang überhaupt nicht gegeben. (ege)

11:27 Uhr Der baden-württembergische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, befürwortet angesichts der Corona-Infektionen in den Nachbarländern stärkere Kontrollen an den Grenzübergängen. »Wer die Grenzen offenlässt zu Stark-Risikogebieten, da kann nur eines gelten: Stärkere Kontrollen an den Grenzen, Einreisebestimmungen überwachen. Nur so können wir vermeiden, dass wir da mehr ins Land bekommen, als wir möchten«, sagte er am Montag. Zudem beklagte er eine zu »lasche Verfahrensweise« in den vergangenen Monaten bei der Kontrolle von Corona-Auflagen. So sei die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr nicht streng genug kontrolliert worden. »Da hat sich etwas eingeschlichen, was jetzt ganz schwierig ist, wieder zurückzuholen«, sagte er. Eine deutliche Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Bürgern und Polizei wegen der Corona-Krise sehe er aber nicht. (dpa)

10:47 Uhr CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. »Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national«, sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. (dpa)

10 Uhr Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit »ja« oder »eher ja«. Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus. Vor allem jüngere Menschen wollen sich der Umfrage zufolge mit mehr Toilettenpapier und Nudeln eindecken: Am häufigsten beantworteten Menschen zwischen 25 und 34 Jahren die Frage mit »ja« oder »eher ja« (15 Prozent). In den vergangenen Tagen hatten Politiker bereits auf vereinzelte Meldungen über eine steigende Nachfrage nach einigen lagerbaren Produkten reagiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appellierte an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. »Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund«, sagte sie der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. (dpa)

9:35 Uhr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Länder zu einem einheitlichen Vorgehen bei Verstößen gegen Corona-Regeln aufgefordert. Dort, wo Regeln missachtet würden, müsse auch »durchgegriffen« werden, sagte Altmaier am Montag bei einer Wirtschaftskonferenz in Berlin. Er würde sich wünschen, dass sich die Länder über die Höhe von Bußgeldern verständigen. Es sei wichtig, ein »klares Signal« zu setzen, sagte Altmaier. Die übergroße Mehrheit der Menschen nehme die Vorschriften sehr ernst. Aber viele Hotspots gingen auch darauf zurück, dass vorgeschriebene Schutzmaßnahmen nicht respektiert würden. (dpa)

8:55 Uhr Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent. Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten. (dpa)

8:31 Uhr Der Run auf Supermärkte in der Corona-Krise hat die Umsätze mit Lebensmitteln nach Einschätzung des Herstellerverbands insgesamt nicht erhöht. »In der Summe haben wir nicht mehr umgesetzt unter Corona, weil wir das, was wir beim Endverbraucher gewonnen haben, in der Gemeinschaftsverpflegung verloren haben«, sagte der Präsident des Lebensmittelverbands Deutschland, Philipp Hengstenberg, den Stuttgarter Nachrichten. Nicht nur der Einbruch in der Gastronomie habe die erhöhte Nachfrage im Einzelhandel wieder ausgeglichen. Auch seien durch die Virus-Pandemie die Kosten gestiegen: »Alle Betriebe mussten ihre Arbeitsprozesse umstellen, also zusätzliche Hygienemaßnahmen umsetzen, Schichten neu zusammenstellen oder teilweise auf Homeoffice setzen«, sagte Hengstenberg. »In der Landwirtschaft hatten wir zwischenzeitlich die Sorge, nicht genügend Erntehelfer mobilisieren zu können.« (dpa)

8:02 Uhr Für die durch die Corona-Pandemie existenzbedrohten Thermal- und Mineralbäder im Südwesten ist Hilfe in Sicht. Das auch für den Tourismus zuständige Justizministerium arbeitet gerade an einer Kabinettsvorlage für ein Hilfsprogramm. Mit 15 Millionen Euro sollen durch Corona verursachte Umsatzeinbußen von kommunalen Thermal- und Mineralbädern abgemildert werden, erläuterte ein Sprecher von Ressortchef Guido Wolf (CDU). »Die kommunalen Bäder sind bislang durchs Raster gefallen sind.« Es sind 35 an der Zahl. Und die haben Unterstützung dringend nötig. Laut dem Heilbäderverband summieren sich die Einnahmeausfälle seit Krisenbeginn auf durchschnittlich 1,2 Millionen Euro pro Therme. (dpa)

7:36 Uhr  Thomas Hitzlsperger, der Vorstandsvorsitzende des Bundesliga-Aufsteigers VfB Stuttgart, hat eingeräumt, dass das Thema Gehaltsverzicht weiter aktuell bleibt, wenn wegen der Corona-Pandemie weiterhin nur wenige oder gar keine Zuschauer in die Stadien kommen. »Alle haben bisher mitgezogen. Aber wir haben auch gesagt, wenn die Pandemie länger anhält, wenn wir keine Zuschauer im Stadion haben, werden wir nochmals sprechen müssen«, sagte Hitzlsperger am Sonntag in der Sendung »SWR Sport«. Und er fügte hinzu: »Das betrifft uns alle, das wird auf uns zukommen.« (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 368.671 (gestern: 364.664) Corona-Infizierte, 9.798 (9.785) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 293.447 (291.129) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Sonntag, 18. Oktober 2020

18:55 Uhr Das Landratsamt Reutlingen gibt bekannt, dass über das Wochenende insgesamt 44 Corona-Fälle im Landkreis dazugekommen sind und sich die Gesamtzahl auf 2.225 erhöht hat. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 54,3. (pm) 

17 Uhr Seit Samstag sind 674 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Land auf 60 039 (Stand: 16 Uhr), wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag mitteilte. Der Warnwert stieg den Angaben zufolge von 42,9 auf 46,3 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen erhöhte sich um 4 auf 1932. Als genesen gelten geschätzt 48 544 Menschen - 308 mehr als am Vortag. (dpa)

16:12 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Sonntag 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.809 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 71,9. Bei den gemeldeten Fällen handelt es sich laut Landratsamt hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle, insbesondere im Zusammenhang mit Familienfeiern. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm) 

15:34 Uhr Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Auszubildende aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Die Prämie von 3.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können. Karliczek sagte dem »Handelsblatt«, da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch »sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern«. »Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können.« (dpa) 

14:46 Uhr Gestern hat der Landkreis Reutlingen mit 51,2 die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten. Heute sollte eine Allgemeinverfügung erlassen werden, teilte das Landratsamt gestern mit. Weil das Land Baden-Württemberg eine Verschärfung der Corona-Verordnung angekündigt hat, die weitergehende Maßnahmen enthalten und landesweit gelten wird, wird in Reutlingen nun aber doch keine Verfügung erlassen, gab die Behörde heute bekannt. Welche regeln in Baden-Württemberg von morgen an gelten, lesen Sie hier. (GEA)

14:14 Uhr Der Auftakt des BBL-Pokals wird vom positiven Corona-Test eines Berliner Profis geprägt. Dabei sollte das Turnier ein kleiner Schritt zurück in die Normalität werden. (dpa)

13:27 Uhr In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Wie am Sonntag aus den täglich aktualisierten Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorging, gab es im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Corona-Infektionen bislang 200 587 gemeldete Todesfälle. Die meisten der Toten wurden im Vereinigten Königreich (43.579), in Italien (36 474), Spanien (33.775), Frankreich (33.392), Belgien (10.392) und Deutschland (9.777) registriert. Unter den 15 Ländern des Raums mit den meisten Gesamtinfektionen hat Deutschland auf die Bevölkerung gemessen in den vergangenen 14 Tagen gemeinsam mit Schweden die mit Abstand niedrigsten Infektionszahlen und Todesraten. (dpa)

12:48 Uhr Nach dem Kontakt mit einem infizierten Personenschützer ist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte ein Sprecher am Sonntag. Strobl bleibe aber vorerst in der Quarantäne. Er sei zu Hause voll arbeitsfähig. Über das weitere Vorgehen, inwieweit weitere Tests und Quarantänemaßnahmen notwendig seien, werde nun mit den Ärzten beraten. Strobl hatte sich in Quarantäne begeben und alle Termine abgesagt, nachdem ein Personenschützer, der mit ihm zusammen im Auto unterwegs war, positiv getestet worden war. (dpa)

11:52 Uhr Überlebende des Holocausts sollen in der Corona-Krise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung habe das Finanzministerium mit der Claims Conference, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen, getroffen, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach können rund 240 000 Opfer des NS-Regimes weltweit über zwei Jahre 2400 Euro erhalten. Zuvor hatten internationale Medien berichtet. Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe - zum einen wegen ihres Alters, aber auch, weil sie durch ihre Zeit in den Lagern häufig gesundheitliche Probleme haben. Die Pandemie treffe sie besonders hart, erklärte das Finanzministeri. (dpa)

11 Uhr Der Automobilclub ADAC hat seine für Ende November geplante Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat das Präsidium des Verbandes am Freitag entschieden, wie der ADAC am Samstag in München mitteilte. Die jährlich tagende Hauptversammlung ist das oberste Organ des ADAC. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Coronavirus-Ausbreitung und der damit einhergehenden Verschärfung der Kontakt- und Reisebeschränkungen könne das Treffen bedauerlicherweise nicht stattfinden, sagte ADAC-Präsident August Markl. Die Abstimmungen zur Feststellung des Jahresabschlusses 2019, zur Entlastung des Präsidiums sowie zum Wirtschaftsplan 2020 würden nun im Umlaufverfahren realisiert. (dpa)

10:18 Uhr Wegen der Corona-Pandemie haben etliche Paare ihre Trauungen in Baden-Württemberg verschoben. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Stuttgart wurden in Baden-Württemberg zwischen Januar und August etwa 29.000 Ehen standesamtlich geschlossen. 2019 gaben sich demnach in derselben Zeit 34.000 Menschen das Ja-Wort. Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen haben nach Angaben der Statistiker vor allem im April und im Mai zu einem deutlichen Rückgang der Eheschließungen geführt. Die anschließenden Lockerungen hätten dann eine gewisse Normalisierung der Hochzeitszahlen gebracht. (dpa)

9:35 Uhr Randale, Pöbeleien und mitunter auch heftige Gewaltausbrüche: Seit April gilt vielerorts die Maskenpflicht. Doch nicht jeder will sie im Alltag akzeptieren. Laut Polizeigewerkschaften beginnt die Akzeptanz der Corona-Regeln zu schwinden. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:47 Uhr Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag von »Bild am Sonntag« als »eher gut«. Für 27 Prozent ist sie »eher schlecht«. 4 Prozent antworteten mit »weiß nicht«. Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, 10 Prozent falsch und 1 Prozent antwortete »weiß nicht«. Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. 4 Prozent antworteten »weiß nicht«. Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit »weiß nicht«. (dpa)

8 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 364.664 (gestern: 359.802) Corona-Infizierte, 9.785 (9.767) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 291.129 (289.027) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Samstag, 17. Oktober 2020

21:20 Uhr Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg hat dem Landratsamt Reutlingen am Samstagabend mitgeteilt, dass mit 51,2 die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wurde. Mit Überschreitung des Grenzwertes werden nun weitere Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft treten. Zuständig dafür ist das Landratsamt Reutlingen, das eine Allgemeinverfügung auf Grundlage des Erlasses des Ministeriums für Soziales und Integration vom 16. Oktober 2020 erlassen wird. Der Entwurf der Allgemeinverfügung wurde den Städten und Gemeinden im Landkreis Reutlingen noch am Samstagabend mit der Möglichkeit zur Stellungnahme bis Sonntag, 12 Uhr übersandt, so dass die Allgemeinverfügung noch am Sonntag veröffentlicht werden kann. Die Regelungen der Allgemeinverfügung werden am Montag, den 19. Oktober in Kraft treten. Die konkreten Regelungen der Allgemeinverfügung wird das Landratsamt Reutlingen am Sonntag bekannt geben. (pm)

17 Uhr Dutzende Bundesliga-Profis waren zuletzt mit ihren Nationalteams unterwegs, teils auch in Corona-Risikogebieten. Einige kehren verletzt oder krank zurück - das sorgt für Ärger bei den Vereinen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

16:24 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Samstag neun Neuinfektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.786 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt damit weiterhin bei 68. Bei diesen Fällen handelt es sich laut Landratsamt hauptsächlich um Kontaktpersonen bekannter Fälle, bei einigen ist die Infektionsquelle noch unklar. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm) 

15:30 Uhr Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Bevölkerung angesichts der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie vor einem erneuten Lockdown und drastischen Einschränkungen des Alltags gewarnt. Am Samstag beschloss das grün-schwarze Kabinett die Ausrufung der höchsten Corona-Warnstufe. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

14:51 Uhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. (dpa)

14:28 Uhr Aus der CDU kommt Kritik an der Ausweitung des Kurzarbeitergeldes in der Corona-Krise. Dadurch werde »dem Missbrauch Tür und Tor« geöffnet, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

13:30 Uhr Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit. (dpa)

11:42 Uhr Gewerbesteuereinbruch, Haushaltssperre, Coronakrise – die Reutlinger Finanzsituation ist alles andere als rosig. Und doch: Für 2020 lautete die Botschaft von Stadtkämmerer Frank Pilz im jüngsten Finanzausschuss, dass die Stadt dank eingeleiteter Konsolidierungsmaßnahmen sowie Finanzhilfen von Bund und Land zur Kompensierung der coronabedingten Mindereinnahmen mit einem blauen Auge davonkommen dürfte. (rh)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

11:35 Uhr Der Automobilclub ADAC hat seine für Ende November geplante Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat das Präsidium des Verbandes entschieden, wie der ADAC mitteilte. Die jährlich tagende Hauptversammlung ist das oberste Organ des ADAC. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Coronavirus-Ausbreitung und der damit einhergehenden Verschärfung der Kontakt- und Reisebeschränkungen könne das Treffen bedauerlicherweise nicht stattfinden, sagte ADAC-Präsident August Markl. (dpa)

10:44 Uhr Grüne und FDP im Bundestag fordern von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) weitere Einreiseerleichterungen für unverheiratete Paare in der Corona-Krise. Die Grünen-Abgeordnete Franziska Brantner warf Seehofer vor, er erschwere »mit seinen bürokratischen Hürden unnötig das Wiedersehen Tausender unverheirateter Paare«. Konstantin Kuhle von der FDP nannte die deutschen Regelungen »borniert und weltfremd«. »Viele binationale unverheiratete Paare haben sich seit Monaten nicht gesehen und können in Corona-Zeiten nicht füreinander da sein.« Das Bundesinnenministerium wies die Kritik zurück. (dpa)

10:02 Uhr Großen Andrang vermeiden, Händlern eine Perspektive bieten: In der Politik mehren sich Vorschläge, das Weihnachtsgeld für Beschäftigte früher als üblich auszuzahlen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

9:34 Uhr Die Niederlande sind besonders hart getroffen von der zweiten Corona-Welle. Regeln befolgen die Bürger kaum. Nun verhängte Premier Mark Rutte den »Teil-Lockdown«. Es ist die letzte Warnung. (dpa)

8:48 Uhr Die große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Einschränkungen. Gut zwei Drittel gingen davon aus, dass die Einschränkungen im Alltag noch mindestens sechs Monate dauerten, berichtete die Unternehmensberatung McKinsey gestützt auf eine repräsentative Umfrage unter 1053 Bundesbürgern. »Die Auswirkungen von Covid-19 auf das Verbraucherverhalten sind weiterhin sehr präsent«, betonte der McKinsey-Experte Jesko Perrey. »Es ist weniger ein Krisenmodus als vielmehr eine aktive Anpassung an eine neue Normalität.« Mehr lesen Sie hier. (dpa)

8:25 Uhr Bei allen Differenzen in praktischen Fragen ist klar, dass keine Zeit mehr zu verlieren ist, will man horrende Krankenstände und harte Lockdowns noch vermeiden. Realistischerweise kann sich niemand sicher fühlen, nicht einmal die Jungen und Gesunden. Sie trifft vielleicht kein schwerer Krankheitsverlauf, aber sie können Verwandte und Freunde anstecken – und sie würden unter den langfristigen wirtschaftlichen Folgen leiden, falls die Lage weiter eskaliert, kommentiert Politikredakteur Emanuel K. Schürer. (eks)

7:37 Uhr In Paris kommt die Ausgangssperre, in Warschau werden Hochzeitsfeiern verboten, in Prag baut die Armee ein Lazarett. Am Samstag treten in vielen Ländern neue Corona-Maßnahmen in Kraft. Und für deutsche Touristen schrumpft die Zahl möglicher Auslandsziele deutlich. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7:05 Uhr Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert. »Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona«, schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 359.802 (gestern: 352.107) Corona-Infizierte, 9.767 (9.739) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 289.027 (286.137) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Freitag, 16. Oktober 2020

19:13 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Freitag insgesamt 23 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.777 Fällen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Die 7-Tages-Inzidenz liegt damit bei 68. Bei diesen Fällen handelt es sich hauptsächlich um Kontaktpersonen der Fälle aus Familienfeiern und um sonstige Kontaktpersonen von bereits bekannten Fällen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). Auch sind weitere Fälle an Schulen im Landkreis Tübingen zu verzeichnen: Am St. Meinrad-Gymnasium in Rottenburg am Neckar ist ein Corona-Fall aufgetreten. Betroffene Schülerinnen und Schüler wurden teilweise in Quarantäne geschickt. Ob Lehrkräfte hiervon auch betroffen sind, wird noch geklärt. An der Merian-Gemeinschaftsschule Dußlingen ist ein Corona-Fall aufgetreten; die betroffene Klasse wurde in Quarantäne geschickt. Lehrkräfte sind nicht betroffen. Nachdem am Karl-von-Frisch-Gymnasium Dußlingen ein weiterer Corona-Fall aufgetreten ist, wurde eine weitere Klasse in Quarantäne geschickt. (pm)

19 Uhr Corona-Risikogebiet heißt nicht gleich Grenzschließung. Kretschmann und Kollegen beruhigen. Elsässer decken sich dennoch in Baden ein. Und im Südwesten ist ein Artikel wieder gefragt: Toilettenpapier. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

18:47 Uhr Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz hat im Landkreis Tübingen seit Donnerstag, 15. Oktober 2020, mit 64,3 die kritische Marke 50 deutlich überschritten. Das hat zur Folge, dass der Landkreis nun eine Allgemeinverfügung mit entsprechenden Maßnahmen erlässt, die sich an den Beschlüssen der Bundeskanzlerin mit den Ländern vom vergangenen Mittwoch (20. Oktober 2020) orientiert.Die Allgemeinverfügung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft, also am Samstag, 17. Oktober 2020. (pm)

Warnstreik im öffentlichen Dienst
Warnstreik in Meersburg am Bodensee. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst bieten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt an - weniger als von den Gewerkschaften verlangt. Foto: Felix Kästle/dpa
Warnstreik in Meersburg am Bodensee. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst bieten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt an - weniger als von den Gewerkschaften verlangt. Foto: Felix Kästle/dpa

18:18 Uhr Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg nimmt weiter deutlich zu. Im Vergleich zum Vortag kamen 1.198 hinzu, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilte. Damit liegt die Zahl der bestätigten Fälle nun bei 58.640. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 7 auf 1.927. Als genesen gelten laut Behörde 47.818 Menschen. Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 42,2 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. Im Landkreis Esslingen war der sogenannte Inzidenzwert mit 89,3 am höchsten. In Stuttgart ging er leicht auf 79,6 zurück. Über der kritischen Schwelle von 50 lagen auch der Alb-Donau-Kreis (51,2) die Landkreise Ludwigsburg (67,7), Schwäbisch Hall (54,4), Tübingen (66) sowie der Schwarzwald-Baar-Kreis (61,2). Auch die Städte Mannheim (58,3), Baden-Baden (54,4), Heilbronn (74,3) und Ulm (50,5) überschritten den Wert. (dpa)

17:41 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Freitag 31 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.181 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.930 Personen gelten als genesen, das sind 92,34 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 161 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 47,0. (pm)

 

17:26 Uhr Die hohe Streikbereitschaft trotz Corona kam für die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst wohl überraschend. Nun legten sie ein Angebot vor. Die Arbeitgeber bieten für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen an. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend. Sie wollen ihre Warnstreiks auch in der kommenden Woche fortsetzen. (dpa)

16:55 Uhr Das vom 5. November 2020 bis 31. Januar 2021 geplante Popup-Store-Fest in der Tübinger Altstadt ist abgesagt. Zwar hatten sich 50 Interessierte mit kreativen Ideen bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen (WIT) für die Veranstaltung angemeldet, aber nur ein Vermieter war bereit, seine Fläche für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Um das Event erfolgreich umzusetzen, wären mindestens vier Flächen nötig gewesen. Die WIT hatte, unterstützt durch Oberbürgermeister Boris Palmer, bei 30 Eigentümerinnen und Eigentümern leerstehender Gewerbeflächen in der Tübinger Altstadt angefragt. Auf den Flächen hätten Existenzgründerinnen und -gründer, Startup-Unternehmen, Einzelhändlerinnen und -händler sowie Kulturschaffende die Chance erhalten, innovative Ladenkonzepte temporär umzusetzen. (pm)

15:34 Uhr Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen steht Baden-Württemberg vor der Ausrufung der höchsten Corona-Alarmstufe - und vor weiteren Einschränkungen des Alltags. Ab kommender Woche gilt die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen auch im Unterricht. »Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von über 35«, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. »Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.« (dpa)

13:41 Uhr Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fiel es den EU-Staaten bislang schwer, sich auf eine gemeinsame Linie zu verständigen. Bringt nun die zweite Welle einen Kurswechsel? Beim EU-Gipfel in Brüssel wird zumindest guter Wille beteuert. (dpa)

12:49 Uhr Die Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche, die vom 18. bis 24. Oktober 2020 stattfinden sollte, wird wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt. »Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen macht diese kurzfristige Entscheidung nötig. Die Gesundheit unserer Gäste und der Besucherinnen und Besucher geht vor«, sagt Martina Schuler, Leiterin der Tübinger Stadtbücherei. Schulen, die bereits Tickets für Lesungen reserviert hatten, werden noch direkt informiert. (pm)

11:53 Uhr Durch die aktuell rasant steigenden Coronazahlen hat sich die Stadt Pfullingen entschlossen, zum Schutz der Bevölkerung den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr abzusagen. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates und der Stadtverwaltung, ist derzeit dabei, für die Adventszeit eine mögliche Alternative auszuarbeiten, die den Bürgern die vorweihnachtliche Stimmung optisch vermitteln soll. (pm)

11:32 Uhr Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, »wir belassen es dabei«, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag. (dpa)

Ein Gast füllt an der Rezeption eines Hotels einen Anmeldeschein aus
Ein Gast füllt an der Rezeption eines Hotels einen Anmeldeschein aus. Foto: dpa
Ein Gast füllt an der Rezeption eines Hotels einen Anmeldeschein aus.
Foto: dpa

11:27 Uhr Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. (dpa)

10:51 Uhr Angesichts schärferer Corona-Maßnahmen in vielen Teilen des Landes muss das Londoner Parlament bis auf Weiteres nüchtern bleiben. Die Pubs und Bars des Parlaments dürfen ab Samstag keinen Alkohol mehr ausschenken. In Regionen mit der höchsten Corona-Warnstufe wie Liverpool müssen Pubs und Bars geschlossen bleiben, sofern sie keine Hauptmahlzeiten anbieten. Außerhalb des Parlaments darf in London bis zur Sperrstunde um 22 Uhr weiterhin getrunken werden – ab Samstag allerdings nur noch mit Mitgliedern des eigenen Haushalts. (dpa)

9:57 Uhr Das Beherbergungsverbot ist nicht nur juristisch nicht haltbar, sondern widerspricht auch dem gesunden Menschenverstand. Das Urteil wird Reisende wie Hoteliers aller Art erfreuen, und es erleichtert die Ausbreitung der Pandemie nicht. Aber es wirft auch Fragen an die Politik auf, schreibt GEA-Politikredakteur Oliver Jirosch in seinem Kommentar. (GEA)

9:16 Uhr Deutsche Musiker machen in der Corona-Pandemie gerade vor allem mit Verschwörungstheorien auf sich aufmerksam. Urgestein Peter Maffay hält das für gefährlich. (dpa)

8:43 Uhr Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat laut einer Umfrage zugenommen. 43 Prozent der Menschen in Deutschland haben »sehr große« oder »eher große Angst«; im Juli waren es 40 Prozent gewesen. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, keine Angst zu haben. Das geht aus dem aktuellen YouGov-Covid-19-Tracker hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. 72 Prozent glauben zudem, dass die Coronavirus-Lage in Deutschland derzeit schlimmer wird. Auch die globale Krise sehen die meisten noch nicht beendet. 75 Prozent der Befragten glauben an eine Verschlechterung; Ende Juli waren es 66 Prozent gewesen. (dpa)

8:18 Uhr Der Kindergarten in Kleinengstingen ist aufgrund eines Corona-Falls seit Dienstag geschlossen. Das teilte Bürgermeister Mario Storz in der Sitzung des Gemeinderats mit. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf das Virus getestet worden. »Derzeit werden die Kontaktpersonen vom Kreisgesundheitsamt ermittelt und nachverfolgt«, so Storz. Die Eltern der Kinder werden vom Gesundheitsamt telefonisch kontaktiert und von der Kindergartenleitung über das weitere Verfahren informiert. Sicher ist schon jetzt: Für diese Woche bleibt der Kindergarten zu. Betroffen sind 41 Kinder, die von acht Erzieherinnen betreut werden. (ma)

7:52 Uhr Zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließt der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Abriegelung von Risikogebieten nicht mehr aus. »Vor neun Monaten habe ich in einem ähnlichen Interview gesagt, dass ich mir das nicht vorstellen kann. Inzwischen kann ich mir vorstellen, dass solche Maßnahmen durchgeführt würden«, sagte Wieler am Donnerstag dem Fernsehsender Phoenix. (dpa)

7:31 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht nun auch auf Distanz zu dem bundesweit umstrittenen Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots. Die Einschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen seien im Kampf gegen die Seuche »in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen«, sagte der CSU-Chef am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung »Markus Lanz«. Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. Söder sagte mit Blick auf Bayern: »Auch bei uns wird das so sein, dass wir das Stück für Stück auslaufen lassen« - Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 352.107 (gestern: 344.487) Corona-Infizierte, 9.739 (9.716) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 286.137 (283.656) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Donnerstag, 15. Oktober 2020

19 Uhr Fenster auf! Frischluft! Es zieht! Womöglich kaum ein Phänomen ist so deutsch wie das Lüften. Das spricht sich in Corona-Zeiten auch im Ausland herum. Briten lernen den Unterschied zwischen Stoß- und Querlüften kennen. (dpa)

18:37 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind um Donnerstag insgesamt 46 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis Tübingen bei 1.754 Fällen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 63,4 und damit deutlich über der kritischen 50er-Marke. Das Landesgesundheitsamt hat die Inzidenz bereits bestätigt. Damit geht der Erlass einer Allgemeinverfügung in die Zuständigkeit des Landkreises über. Diese Allgemeinverfügung wird voraussichtlich am morgigen Freitag (16. Oktober) veröffentlicht und tritt dann am Samstag (17. Oktober) in Kraft. Die Verfügung orientiert sich an den Beschlüssen, die in der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ländern gefasst wurden. Bei den genannten Fällen handelt es sich hauptsächlich um Fälle, die aus Familienfeiern resultieren und um Kontaktpersonen von bereits bekannten Fällen. Neue direkte Fälle im Zusammenhang mit der Häufung in einem Fitnessstudio sind nicht zu verzeichnen. Es gibt keine weiteren Todesfallmeldungen (Stand: 60 Todesfälle). (pm)

18:25 Uhr Der deutsche Aktienmarkt ist unter der Last steigender Corona-Infektionen eingeknickt. Der Leitindex Dax reagierte darauf am Ende mit einem Minus von 2,49 Prozent auf 12.703,75 Zähler. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor 1,53 Prozent auf 27.462,63 Punkte. War der Oktober bis zum Vortag noch ein erfolgreicher Börsenmonat für den Dax, steht inzwischen seit Monatsanfang ein Minus zu Buche. (dpa)

17:05 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Donnerstag 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 2.150 bestätigte Fälle. Die Zahl der Toten im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 90. 1.915 Personen gelten als genesen, das sind 92,96 Prozent (Todesfälle nicht eingerechnet). Damit sind aktuell 145 aktive Corona-Fälle bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 39,7.(pm)

16:55 Uhr Im Zusammenhang mit der auf Facebook publizierten Behauptung des Tübinger Oberbürgermeisters, wonach ein Besucher eines Tübinger Fitness-Studios das Studio trotz verhängter Quarantäne aufgesucht habe, werden dem Tübinger Gesundheitsamt Versäumnisse bezüglich der Information von Personen vorgeworfen, die an einem Kurs am 1. Oktober teilgenommen haben. Dazu nimmt das Landratsamt Tübingen jetzt Stellung. (pm)

15:48 Uhr Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks. Die Beherbergungsbetriebe, beispielsweise Hotels und Pensionen, müssen sich »mit sofortiger Wirkung« nicht mehr an die entsprechende Verordnung halten, wie das Lüneburger Gericht mitteilte. Bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren in der Sache könne es noch Monate dauern, sagte eine Sprecherin des Gerichts. (dpa)

15:35 Uhr Die Notierungen am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag unter der Last steigender Corona-Infektionen eingebrochen. Nach den strengeren Vorschriften in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, schließen Marktexperten inzwischen auch einen erneuten Lockdown in Europa nicht mehr aus. Der Dax reagierte darauf am Donnerstag mit deutlichen Verlusten von zuletzt minus 2,92 Prozent auf 12.647,42 Zähler. Zeitweise war er knapp unter die Marke von 12.600 Punkten gefallen. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor 1,99 Prozent auf 27 333,03 Punkte. Auch europaweit notierten die Börsen tief im Minus: Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 2,82 Prozent auf 3.181,08 Zähler ein. An der Wall Street zeichnete sich zuletzt ein ebenfalls schwächerer Auftakt ab. (dpa)

15:04 Uhr Die Pop-Sängerin Nena (60) hat mit einem rätselhaften Post auf Instagram kontroverse Diskussionen um mögliche Verschwörungstheorien ausgelöst - als Corona-Leugnerin will sie aber nicht verstanden werden. »Ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt«, schrieb die Hamburgerin am Mittwoch auf der Internetplattform. So sei es ihr möglich, sich »nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen zu lassen«. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

14:45 Uhr Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind ab kommendem Montag wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen am Donnerstag. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung. Der Gemeinsame Bundesausschuss ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt. Er ist das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. (dpa)

14:22 Uhr   Angesichts des starken Anstiegs von Corona-Fällen auch in Bayern sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine täglich wachsende Gefahr für einen erneuten Lockdown. »Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster«, sagte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich »explodieren die Zahlen in ganz Europa«. Söder betonte, dass sich Bayern auf Anfrage aus Tschechien bereit erklärt habe, Intensivpatienten aufzunehmen. Landesweit sei die Auslastung bei den Intensivbetten bereits bei mehr als 40 Prozent. (dpa)

14:06 Uhr Die Tübinger Stadtverwaltung zieht eine positive Bilanz der bundesweit einmaligen Teststrategie in Alten- und Pflegeheimen in den vergangenen vier Wochen. In dieser Zeit wurden 1.051 Corona-Tests beim Personal inklusive der mobilen Altenhilfe durchgeführt. Nur ein einziger Test war positiv, glücklicherweise bei einer Hauswirtschaftskraft, so dass das Virus nicht an Heimbewohnerinnen oder Bewohner weitergegeben wurde, teilte die Stadt mit. Das Projekt war eine Gemeinschaftsleistung aller Altenpflegeeinrichtungen, des DRK, der Diagnostik-Firma Cegat und der Stadtverwaltung. Der Gemeinderat hatte 250.000 Euro bereitgestellt, um die Finanzierung bis zum Jahresende zu sichern. Bisher sind Kosten von etwa 50.000 Euro für die Stadtkasse entstanden. Die restlichen Mittel werden voraussichtlich nicht benötigt. Denn auf Anordnung des Landratsamtes werden die regelmäßigen Tests nun im ganzen Kreis Tübingen durchgeführt und damit auch vom Gesundheitsfonds finanziert.

13:52 Uhr Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten. »Wir werden also in den Herbstferien kein solches Verbot mehr haben«, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Zugleich appellierte sie, sich an die Regeln zu halten. (dpa)

13:33 Uhr Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sieht die neu aufgestellten Corona-Regelungen der Bund-Länder-Runde als unzureichend an. »In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen«, sagte der Präsident der Leopoldina, Gerald Haug, am Donnerstag in Halle. Dazu gehöre, bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tagen strengere Maßnahmen verpflichtend einzuführen. Bislang sei dies als Empfehlung formuliert. Ziel sei, einen erneuten Lockdown zu verhindern. »Nur so wird das Vertrauen in die politischen Entscheidungen und die Einsicht in die Notwendigkeit der Maßnahmen gestärkt«, teilte die Leopoldina mit. (dpa)

13:09 Uhr Dass in Sölden die Weltcup-Saison beginnt, könnte eine der wenigen Konstanten in diesem Winter bleiben. Wegen Corona steht der Ski-Zirkus vor ganz neuen Herausforderungen. Auch sportlich sind kaum sichere Prognosen zu treffen. Im deutschen Team ist einer gefordert. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

12:27 Uhr Im Kreis Schwäbisch-Hall hat es Verwirrung um den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert gegeben. Das Landesgesundheitsamt (LGA) hatte den Wert am Mittwochabend mit 50,3 angegeben. Dies hätte normalerweise strengere Maßnahmen zur Folge. Doch das Landratsamt korrigierte die übermittelten Fallzahlen noch am Abend, da sich eine Infizierte aus dem Landkreis derzeit im Ausland befindet, wie ein Sprecher des Landratsamts am Donnerstag sagte. Durch diese Änderung liege der Inzidenz-Wert dann bei 49,9. Am Donnerstag würden zudem 19 Infizierte aus der Berechnung des Inzidenz-Werts herausfallen, da ihre Infektion länger als sieben Tage her sei, so der Sprecher. Der Wert würde deshalb auch am Donnerstag nicht auf über 50 steigen, dafür müssten sich mindestens 22 Menschen neu mit dem Coronavirus infizieren. (dpa)

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12:11 Uhr Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat mit Beschluss vom Donnerstag einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen registriert wurden. Der Antragsteller kommt aus Nordrhein-Westfalen und hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht. Das Beherbergungsverbot ist in Baden-Württemberg damit vorläufig mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt, wie das Gericht am in Mannheim mitteilte. Es können aber Rechtsmittel eingelegt werden. Mehr dazu lesem Sie hier. (dpa)

12:04 Uhr  In der britischen Hauptstadt London gelten ab Samstag schärfere Corona-Regeln. Angesichts rapide steigender Infektionszahlen dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr miteinander treffen, wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan am Donnerstag bekannt gab. Auch Treffen in Pubs oder Restaurants sind nicht erlaubt. (dpa)

11:51 Uhr Der Einsatz von Schnelltests soll sich zunächst wie angekündigt auf den Gesundheits- und Pflegebereich konzentrieren. Für den privaten Bereich, etwa um sich »freizutesten« oder gar für Selbsttests, seien sie nicht gedacht, machte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin deutlich. Die neue Testverordnung ist seit diesem Donnerstag in Kraft. (dpa)

11:45 Uhr Nachdem der Landkreis Reutlingen den kritischen 7-Inzidenz-Wert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner überschritten hat, wandte sich Reutlingens OB Thomas Keck an die Bürger. (der)

11:40 Uhr Neuzugang Mattéo Guendouzi vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist mit dem Coronavirus infiziert. Ein Test des 21 Jahre alte Franzosen vom Dienstagnachmittag fiel positiv aus. Ein zweiter am Mittwoch ebenfalls, teilte der Berliner Club nun mit. Guendouzi sei isoliert worden und befände sich nun für zehn Tage in Quarantäne, hieß es von der Hertha. Er zeige keine Symptome und es gehe ihm gut. Weitere Maßnahmen seien nicht notwendig, teilte der Tabellen-13. mit. Guendouzi habe bisher keinen Kontakt mit der Hertha-Mannschaft gehabt oder anderen Mitarbeitern.

11:16 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will das wegen Corona geltende Beherbergungsverbot etwas lockern. Er sagte am Donnerstag in Stuttgarter Landtag, man werde grundsätzlich daran festhalten - mit einer Ausnahme. Für Geschäftsreisen solle es aufgehoben werden. Die Ausnahmeregelung soll bis zum 8. November gelten. Bei ihrem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin konnte sich die Runde der Regierungschefs auf keinen einheitlichen Kurs beim Thema Beherbergungsverbot einigen. Es soll nach den Herbstferien erneut diskutiert werden. Bund und Länder hatten sich aber unter anderem auf eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie verständigt. (dpa)

10:49 Uhr In der Gemeinde St. Johann hat sich die Zahl der Coronafälle innerhalb einer guten Woche um 10 auf jetzt insgesamt 32 erhöht. Zurückzuführen sind die Neuinfektionen vermutlich auf eine Konfirmation, wie Bürgermeister Florian Bauer auf Nachfrage berichtete. Zwei positiv getestete Schüler gibt es auch an der Werkrealschule St. Johann in Würtingen. Die Klassen fünf und neun sind deshalb bis zu den Herbstferien in Quarantäne. (dew)

10:14 Uhr Europas größter Billigflieger Ryanair streicht seinen Winterflugplan wegen der verschärften Reisebeschränkungen in der Corona-Krise weiter zusammen. Von November bis März werde Ryanair voraussichtlich nur rund 40 Prozent so viele Flüge anbieten wie im vergangenen Winter, teilte das irische Unternehmen in Dublin mit. Bisher hatte das Management rund 60 Prozent angepeilt. Ryanair begründete die Kürzung damit, dass sich der Rückgang der Ticketbuchungen für November und Dezember verschärft habe. Ryanair hatte das Flugprogramm schon für Oktober auf 40 Prozent zusammengestrichen. (dpa)

9:29 Uhr Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat sich über Kritik an neuen Corona-Kontrollen in Tübingen verärgert gezeigt, von denen Menschen mit der Corona-Warn-App ausgenommen sind. Dort darf das Ordnungsamt seit vergangener Woche an öffentlichen Plätzen Personalien von Gruppen mit mehr als zehn Personen aufnehmen, die die App nicht auf dem Handy haben. Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink hält das Vorgehen für falsch. Die Freiwilligkeit müsse bei der App bewahrt werden. Druck durch Vergünstigung dürfe nicht entstehen. (dpa)

9:01 Uhr Der Sommer war eine Atempause: Die Fallzahlen waren niedrig, es ging bergauf. Doch mit dem Herbst klettern die Corona-Zahlen immer schneller. Die Politik stemmt sich mit neuen Auflagen dagegen - und warnt selbst, es könnte nicht ausreichen. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

8:25 Uhr Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts 6.638 Neuinfektionen - rund 1.500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6.300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. (dpa)

7:31 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält die Verabredungen von Bund und Ländern zur Eindämmung des Coronavirus für einen Erfolg. Es seien große Fortschritte erreicht worden, sagte der Grünen-Politiker am Mittwochabend nach mehrstündigen Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. In einer Reihe von Fragen seien »drastische Einschnitte« beschlossen worden. »Das wird uns alle sehr treffen«, sagte Kretschmann. Ob die Maßnahmen genügten, würden die nächsten Tage zeigen. (dpa)

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 344.487 (gestern: 337.314) Corona-Infizierte, 9.716 (9.682) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 283.656 (280.533) gelten als wieder geheilt. (GEA) 

Alle Informationen, die zwischen 8. Oktober und 14. Oktober rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier