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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region bis zum 15. März entwickelt hat

Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus steigt. Im Kreis Reutlingen gibt es 96 bestätigte Fälle, im Kreis Tübingen 144. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht in eine Praxis gehen oder zu einer Abstrichstelle fahren, sondern beim Hausarzt anrufen. Bestehen keine Krankheitszeichen, Sie haben jedoch Sorge, sich angesteckt zu haben, können Sie die Nummer des Bürgertelefons anrufen: 071214804399. Dieses ist an Werktagen von 8 bis 20 Uhr besetzt, am Wochenende von 8 bis 16 Uhr.

Schild mit der Aufschrift »Landesgrenze«
Ein Schild markiert die Grenze zwischen Konstanz in Deutschland und Kreuzlingen in der Schweiz. Foto: Felix Kästle/Archiv
Ein Schild markiert die Grenze zwischen Konstanz in Deutschland und Kreuzlingen in der Schweiz. Foto: Felix Kästle/Archiv

KREIS REUTLINGEN. Immer mehr Veranstaltungen werden abgesagt, Ärzte und Institutionen melden sich zu Wort, manche Menschen reagieren panisch, andere mahnen vor übertriebener Hysterie. Es gibt Pressekonferenzen, Mitteilungen und viele regionale und überregionale Artikel. Alle Informationen, die zwischen 29. Februar und 15. März rund um das Virus eingegangen sind, haben wir in diesem Live-Ticker zusammengefasst. Die weiteren Entwicklungen finden Sie hier.

Sonntag, 15. März 2020

19:52 Uhr Gammertingen greift durch. Von Montag an sind alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern untersagt; Veranstaltungen mit Teilnehmerzahlen zwischen 20 und 50 müssen vorab im Rathaus gemeldet werden. Außerdem werden sämtliche städtische Einrichtungen geschlossen. Bürgermeister Holger Jerg begründet die Maßnahmen so: »Wir müssen solidarisch sein mit unseren älteren und kranken Mitbürgern. Wir müssen eine Überforderung unserer Krankenhäuser und des Gesundheitswesens vermeiden! Wir müssen die Ausbreitungsgeschwindigkeit reduzieren.« (pm)

19:14 Uhr Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am heute vom Landesgesundheitsamt (LGA) 150 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter an auf insgesamt 977. (pm)

19.10 Uhr In Pfullingen, Eningen und Lichtenstein gibt es eine Notfallbetreuung für Kinder. Welche Kinder infrage kommen und wie man sie anmelden kann, lesen Sie hier.

18:15 Uhr Der VfB Stuttgart führt wegen der Ausbreitung des Coronavirus derzeit keine Stadion-Touren mehr durch. Außerdem bleibt das Fan-Center geschlossen. (dpa)

17:49 Uhr Die neuesten Zahlen aus dem Kreis Tübingen: Es gibt nun 70 bestätigte Fälle, heißt es aus dem Landratsamt. Auf dem Festplatz, bei der Drive-in-Teststation sei auch am Sonntag wieder viel los gewesen. Wie der SWR fast gleichzeitig  vermeldet, gibt es in Stuttgart nun 150 bestätigte Fälle - die Zahl der Infizierten hat sich somit innerhalb eines Tages von 80 auf 150 fast verdoppelt. (GEA)

17:46 Uhr Es gibt einen Corona-Fall am Bad Uracher Graf-Eberhard-Gymnasium. Deshalb wird die Schule schon ab Montag geschlossen. Auch die Geschwister-Scholl-Realschule bleibt ab Montag geschlossen aufgrund der räumlichen Nähe. Das teilt die Uracher Stadtverwaltung mit. (pm)

17:09 Uhr Tübinger Nachtleben: Am Samstag war deutlich weniger los als sonst, manche Clubs hatten schon gar nicht mehr geöffnet. Um 1.15 Uhr wird im »Schwarzen Schaf« die Musik leise gedreht, das Licht geht an - das hat es dort an einem Samstagabend noch nie gegeben. (kk)

17:00 Uhr Der Wannweiler Bürgerbus bietet einen Einkaufs-Notdienst für alle, die lieber Zuhause bleiben möchten. Mehr lesen Sie hier (pm)

16:30 Uhr Ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff kommt für das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac nicht in Frage. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

15:25 Uhr Deutschland schließt wegen Corona teilweise seine Grenzen. Mehr dazu hier 

14:45 Uhr Der kommunale Kindergarten in Ödenwaldstetten muss bereits ab Montag, 16.03. geschlossen werden. Die kommunalen Kindergärten in Eglingen und Meidelstetten haben an diesem Tag noch geöffnet. In begründeten Fällen haben Eltern aus Ödenwaldstetten die Möglichkeit, ihr Kind am Montag in diesen Einrichtungen betreuen zu lassen. (pm)

13:05 Uhr Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise. Mehr lesen Sie hier (dpa)

12:07 Uhr Das Landratsamt Reutlingen aktualisiert die Zahl der laborbestätigten Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen auf 30. Angesichts von Autoschlangen vor dem Abstrichzentrum in Münsingen betont die Behörde: Das Zentrum ist nicht für die Öffentlichkeit geöffnet, sondern nur für geplante Abstriche des Kreisgesundheitsamts. (pm)

12:01 Uhr Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und in Anlehnung an das Vorgehen der vhs Reutlingen setzt auch die Partnervolkshochschule Gomaringen alle Kurse und Veranstaltungen ab Montag, 16. März, bis Sonntag,19. April 2020, aus. (pm)

12:00 Uhr Lange Autoschlangen am Abstrichzentrum Münsingen. Unsere Kollege Joachim Lenk hat sich das vor Ort angeschaut. Mehr lesen Sie hier

10:47 Uhr Schon vergangene Woche gab es Gerüchte, dass die Tübinger Firma Curevac, die eine Niederlassung in Boston hat, komplett in die USA zieht. Ein Unternehmenssprecher dementierte das auf GEA-Anfrage und sagte: »Tübingen bleibt Hauptsitz.« Zu den aktuellen Meldungen, dass sich die USA die Arbeit der Tübinger Wissenschaftler für viel Geld sichern wollen, gibt es aktuell kein Statement von Curevac. Auf GEA-Anfragen gibt es bislang noch keine Rückmeldung. (ege)

10.30 Uhr Nach Berichten, wonach sich die USA den bei CureVac in Tübingen entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus sichern wollen, fordert die Tübinger Linken-Fraktion eine verbindlichen Zivilklausel für alle Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen in der Unistadt. Mehr lesen Sie hier. (pm)

9:45 Uhr Aktuelles aus dem Tierheim Reutlingen: Auch hier wurde der Ostermarkt abgesagt, Besucher werden geben nur zu kommen wenn es wirklich sein muss. Fund- und Abgabetiere können weiterhin gebracht werden. (pr)

9:15 Uhr Ab Montag 16. März 2020 gibt es einen Corona-Andachts-Newsletter der Reutlinger Jubilategemeinde. Pfarrerin Silke Bartel wird täglich bis Ostern Gedanken, Gedichte, Gebete oder Lieder schreiben und sprechen, die jeder per Mail erhalten kann und als Audio-Datei im Netz findet: https://www.jubilatekirche-reutlingen.de/ . (pr)

8:45 Uhr Das Pfullinger Hallenbad (Echazbad) ist ab heute bis auf Weiteres geschlossen.  (pr)

8:00 Uhr Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der »Welt am Sonntag« zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeite.  Mehr lesen Sie hier (dpa)

7:00 Uhr Notfallpraxen unter Notfallnummer nur per Festnetz erreichbar: Wer wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion eine Notfallpraxis erreichen will, darf die Notfallnummer nur vom Festnetz aus anrufen. Die Nummer laute 116 117 und habe keine Vorwahl, teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. Anrufe von einem Mobiltelefon aus würden aus technischen Gründen über ein bundesweites Call-Center geleitet, das wegen des großen Andrangs jedoch völlig überlastet ist. (dpa)

3:18 Uhr Dan Shi-Härle ist Geschäftsführerin des deutsch-chinesischen Unternehmens Grace Deutschland, das eine Zentrale in Pfullingen hat. Wie sie sich der Coronakrise stellt, lesen Sie hier.

2:27 Uhr In der Tübinger Innenstadt war Samstagnacht deutlich weniger los, als sonst: Im »Bären« bekam man problemlos einen Platz, der »Altstadt-Besen« war nicht voll, das Collegium lies nur eine begrenzte Zahl an Gästen rein. Das »Schwarze Schaf« in der Mühlstraße war der einzige Club, der noch geöffnet hatte. Die Tische auf der Tanzfläche, die normalerweise irgendwann zur Seite geräumt werden, blieben den ganzen Abend stehen. Der Andrang war auch hier sehr gering. Um 1.15 Uhr schloss der Club - das war an einem Samstag noch nie vorgekommen. (kk) 

Tote Hose in Tübingen. Foto: Kammerer
Tote Hose in Tübingen.
Foto: Kammerer

Samstag, 14. März 2020

23.11 Uhr Reutlingen war schon vor der Corona-Pandemie nicht dafür bekannt, dass in der Innenstadt zu später Stunde noch viele Leute unterwegs sind. Doch heute sind die Straßen fast leergefegt. Und das obwohl die Bars, anders als in Stuttgart, noch geöffnet sind. Besonders deutlich zu sehen ist der Menschenschwund bei einem Blick in die Burger-King-Filiale am alten Omnibusbahnhof. Kurz nach 23 Uhr sind nur die Angestellten im Restaurant, obwohl es noch fast zwei Stunden geöffnet hat.

Der Burger King hat noch bis 1 Uhr offen, doch schon um 23 Uhr ist hier keine Menschenseele mehr - an einem Samstag. Foto: Egenberger
Der Burger King hat noch bis 1 Uhr offen, doch schon um 23 Uhr ist hier keine Menschenseele mehr - an einem Samstag.
Foto: Egenberger

Die meisten Tische sind blitzsauber, dort, wo sonst die Burger liegen, herrscht gähnende Leere. Lediglich ein Tablett mit Abfällen deutet darauf hin, dass hier heute schon mal jemand etwas gegessen hat. Schon den ganzen Tag war wenig bis nichts los, sagen die Angestellten. (ege)

21:10 Uhr Maßnahmen, die eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen, können nur dann ausreichend wirken, wenn die sozialen Kontakte auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden. Deshalb schließt die Stadt Reutlingen ab Dienstag, 17. März alle Bibliotheken und alle städtischen Museen (Heimatmuseum, Naturkundemuseum, Kunstmuseum, Museum »Im Dorf« Betzingen, Samenhandelsmuseum Gönningen, Industriemagazin). Die städtischen Sportstätten sind ebenfalls ab Dienstag, 17. März, bis vorerst Sonntag, 19. April geschlossen. Diese Regelung beinhaltet auch die Lehrschwimmbecken und die Umkleide- und Duschräume der städtischen Sportaußenanlagen (z.B. Kreuzeiche-Stadion, Sportpark-Gebäude, Dietweg-Betriebsgebäude).

Die Bürger werden gebeten, nur in zwingend notwendigen Fällen das Rathaus zu besuchen. Anliegen können per Telefon oder E-Mail an die jeweiligen Abteilungen gerichtet werden. Weitere Maßnahmen sind nicht auszuschließen. (pm)

21:07 Uhr Die Reutlinger Stadtverwaltung arbeitet laut einer Pressemitteilung auf Hochtouren daran, eine Notfallbetreuung von Kindergartenkindern anzubieten. Mehr zu diesem Thema und wie Sie sich anmelden können, lesen Sie hier. (pm)

20:20 Uhr Das Landratsamt Tübingen meldet: Es sind noch positive Testergebnisse reingekommen. Stand jetzt gibt es im Kreis Tübingen 43 Corona-Fälle. (pm)

19:57 Uhr Pressemeldung des Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg: Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Samstag (14. März) vom Landesgesundheitsamt 258 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter deutlich an auf insgesamt 827. (pm)

19:30 Uhr Auf einer Krisensitzung hat der Vorstand der Tübinger Tafel heute die sofortige Schließung bis voraussichtlich 17. April 2020 beschlossen. Der Beschluss fiel dem Vorstand nicht leicht, denn neben der Rettung von Lebensmitteln sieht er seine Aufgabe vor allem in der Unterstützung der etwa 1.700 bedürftigen Menschen - darunter 50 Prozent Kinder – in und um Tübingen herum, die jede Woche von der Tafel mit dem Nötigsten versorgt werden. Aber diese Arbeit wird überwiegend von älteren Menschen getragen, die von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffen sind. (pm)

19:11 Uhr Reutlinger und Tübinger hamstern weiter Klopapier. In Rewe-Märkten in Reutlingen (Ringelbachstraße) und Tübingen (Mohlstraße) sind die Fächer, in denen sonst Klopapier zu finden ist, leer.

Kein Klopapier im Rewe in der Reutlinger Ringelbachstraße. Foto: Egenberger
Kein Klopapier im Rewe in der Reutlinger Ringelbachstraße.
Foto: Egenberger
Ausverkauft: Toilettenpapier in der Rewe-Filiale in Tübingen (Mohlstraße). Foto: Kammerer
Ausverkauft: Toilettenpapier in der Rewe-Filiale in Tübingen (Mohlstraße).
Foto: Kammerer

Sämtliche Supermärkte rufen auf ihren Facebookseiten dazu auf, von Vorratskäufen abzusehen. Edeka schreibt bespielsweise: »Wir beobachten zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt. Dennoch können wir die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über unsere Logistikzentren weiterhin gewährleisten.« (ege)

18:55 Uhr Derzeit gibt es zwei Abstrichzentren im Landkreis Reutlingen. Eines in Reutlingen und eines in Münsingen auf dem ehemaligen Schoell-Areal. Seit heute Morgen um 10 Uhr werden dort ausschließlich Mitarbeiter von Fachkliniken auf das Coronavirus untersucht. Diese Drive-In-Station in der Stadtmitte ähnelt denen in Esslingen und Tübingen. Auch dort werden nur begründete Verdachtsfälle untersucht. Dazu zählen Menschen, die in einem Risikogebiet waren oder zu einer nachweislich erkrankten Person Kontakt hatten.

Die Untersuchung unter freiem Himmel mit dem Abstrichtupfer in der Nase und im Rachenraum erfolgt durch das Autofenster. Die Abstriche werden anschließend in einem Labor auf das Coronavirus untersucht. Innerhalb einer Stunde kamen zwölf Fahrzeuge aus den Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Nürtingen und Alb-Donau vorgefahren. Am morgigen Sonntagnachmittag will das Landratsamt Reutlingen genaue Zahlen vorlegen. (lejo) 

18:00 Uhr Die Gemeinde Pliezhausen hat festgelegt, dass ab 17.03.2020 der Betrieb der Musikschule und der Mediothek bis zunächst einschließlich 19.04.2020 eingestellt werden. Bereits ab Montag, 16.03.2020, werden alle weiteren gemeindeeigenen Liegenschaften, Hallen und Einrichtungen geschlossen mit der Folge, dass ein Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb aller Vereine und Gruppierungen bis zunächst einschließlich 19.04.2020 nicht stattfinden kann. Sämtliche nicht ohnehin schon verbotenen Veranstaltungen in gemeindeeignen Einrichtungen und Liegenschaften sind ab sofort bis zunächst einschließlich 19.04.2020 ebenfalls abgesagt. (pm)

16:40 Uhr Die Facebook-Gruppe #Nachbarschaftschallenge Reutlingen soll die Möglichkeit bieten, kleine Hilfsdienste für die Menschen, die aktuell ihre Wohnung nicht verlassen können oder sollen anzubieten und die Unterstützung von Menschen, die der Risikogruppe angehören oder aus anderen Gründen auf Hilfe angewiesen sind, zu koordinieren. Gefällt uns! (zen)

16:00 Uhr Die SPD in Baden-Württemberg sagt wegen des neuartigen Coronavirus alle ihre Veranstaltungen bis Ende April ab. (dpa)

15:30 Uhr Das Landratsamt Tübingen meldet: Die aktuelle Zahl der positiven Corona-Befunde im Kreis Tübingen liegt bei 37 Personen. (pm)

15:26 Uhr Die Fachklinik in Bad Urach wird weiter Patienten abbauen. Außerdem gibt es bis auf weiteres einen Aufnahmestopp. (ege)

15:15 Uhr Die Pressekonferenz ist eigentlich schon beendet, da gibt Elmar Rebmann noch die Information heraus, dass das Thermalbad in Bad Urach zum Ende des Tages geschlossen wird. (ege)

15:08 Uhr Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann, betont - wie alle seine Vorredner - die gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis, der Stadt Bad Urach und den beteiligten Kliniken. (ege)

15:01 Uhr Zwischen der Fachklinik in Bad Urach und der Ermstalklinik werden immer wieder Patienten ausgetauscht. Einer davon gestern Abend, die anderen beiden vergangene Woche. Diese drei Patienten hatten Kontakt zu den vorher angesprochenen Verdachtsfällen. Die drei Personen wurden isoliert und getestet, die Ergebnisse sind noch nicht da. (ege)

14.55 Uhr In der Fachklinik in Bad Urach wurden nach Bekanntwerden der Corona-Fälle vorsorglich 200 von 529 Patienten in häusliche Quarantäne entlassen. Bei 81 Mitarbeitern wird heute ein Abstrich gemacht. Wie viele davon aktuell nicht arbeiten können, ist derzeit nicht bekannt. (ege)

Foto: Fink
Foto: Fink

14:46 Uhr Ein Notfallpatient wurde gestern von der Fachklinik in Bad Urach zunächst in die Ermstalklinik gebracht und von dort wiederum ins Klinikum in Reutlingen. Dieser Patient ist nicht mit dem Corona-Virus infiziert. Trotzdem spricht Reumann dabei von einer komplexen Situation. Was das für die einzelnen Häuser bedeutet, soll gleich erläutert werden. Reumann: »Die Sicherheit der Patienten steht an oberster Stelle.« (ege)

14:39 Uhr In der Fachklinik in Bad Urach gibt es zwei laborbestätigte Corona-Fälle. Ein Patient und ein Arzt sind infiziert. Beide Bestätigungen kamen gestern Abend. Zwei Ärzte haben zudem Symptomen, sagt Reumann. Sie befinden sich seit 13. März in häuslicher Quarantäne. Außerdem gab es eine Mitarbeiterin in der Kantine, die ein begründeter Verdachtsfall war, doch der Test fiel negativ aus. Heute werden in der Klinik zusätzlich 100 Abstriche gemacht. (ege)

Foto: Fink
Foto: Fink

14:34 Uhr Die Pressekonferenz mit Landrat Thomas Reumann beginnt. Er spricht von einer außergewöhnlichen Situation. Stand 14.40 Uhr gibt es 18 laborbestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen. Bis gestern wurden 162 Abstriche bei begründeten Verdachtsfällen gemacht. Heute werden 140 Abstriche folgen. Davon werden wir 60 vom aufsuchenden Bürgerservice erledigt, der Rest in einer zentrale Abstrichstelle in Münsingen, die heute Nacht kurzfristig aktiviert wurde, sagt Reumann. (ege)

13:55 Uhr Vor den Reha-Kliniken in Bad Urach stehen um die Mittagszeit ungewöhnlich viele Taxis. Laufend rollen Autos mit auswärtigen Kennzeichen an: Mitarbeiter im Eingangsbereich tragen Atemschutzmasken.

Die Bad Uracher Fachklinik für Akutmedizin und Rehabilitation wird geräumt.
Die Bad Uracher Fachklinik für Akutmedizin und Rehabilitation wird geräumt. Foto: Andreas Fink
Die Bad Uracher Fachklinik für Akutmedizin und Rehabilitation wird geräumt.
Foto: Andreas Fink

Die Fachklinik für Akutmedizin und Rehabilitation wird geräumt. Es soll bestätigte Coronafälle geben. Um 14.30 Uhr informieren Landrat Thomas Reumann und der Uracher Bürgermeister Elmar Rebmann über die neuesten Entwicklungen. (and)

13.30 Uhr  Mit Fragen zum neuartigen Coronavirus können sich die Menschen im Ortenaukreis ab sofort auch an einen Roboter wenden. »Ortena«, ein sogenannter Chatbot, beantwortet auf der Webseite der Kreisverwaltung rund um die Uhr die wichtigsten Fragen zum Virus. (dpa)

12:30 Uhr Die Eishalle Reutlingen hat auf Facebook bekannt gegeben, dass die Eissaison am Sonntag um 18 Uhr beendet wird. (der)

11:45 Uhr Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat die Bürger aufgerufen, Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise zu vermeiden. (dpa)

10:45 Uhr Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Coronavirus-Risikogebiete ausgeweitet: Nun gelten auch das Bundesland Tirol in Österreich und die spanische Hauptstadt Madrid offiziell als Gebiete, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. (dpa)

Auch in den Tübinger Bussen ist der Durchgang zum Fahrer abgesperrt, hier Linie 5.
Auch in den Tübinger Bussen ist der Durchgang zum Fahrer abgesperrt, hier Linie 5. Foto: Kathrin Kammerer
Auch in den Tübinger Bussen ist der Durchgang zum Fahrer abgesperrt, hier Linie 5.
Foto: Kathrin Kammerer

10.15 Uhr Das durch das Corona-Virus ausgelöste faktische Berufsverbot trifft die Schausteller-Branche auch in Reutlingen bis ins Mark. Mehr lesen Sie hier

10:00 Uhr Die Gemeinde Hohenstein sagt mehrere Veranstaltungen ab: Versammlung der Jagdgenossenschaft Hohenstein am 18.03. Seniorentreff am 19.03. Markungsputzete am 28.03. Kinderkino am 16.04. (pm)

8:40 Uhr Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) neue Regionen zum COVID-19-Risikogebiet erklärt hat und sich die Risikolage weiter verschärft hat, reagiert nun auch die AOK Baden-Württemberg. Die größte Krankenkasse im Südwesten schließt ab sofort alle KundenCenter für den Publikumsverkehr und betreut die Versicherten verstärkt telefonisch und per E-Mail. (pm)

7:00 Uhr Angesichts der Corona-Pandemie sollten sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz nach Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums selbst in Quarantäne begeben. Deutschlands Nachbarländer Tschechien, Polen und Dänemark riegeln wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig oder ganz ihre Grenze für alle Ausländer ab. (dpa)

6:45 Uhr Wie sich Schulen, Kindergärten und Eltern in der Region im Vorfeld auf die Schließungen vorbereitet haben. Mehr dazu lesen Sie hier

5:00 Uhr Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus riegelt sich Tschechien ab. Deutsche dürfen - von Ausnahmen abgesehen - nicht mehr ins Land. Restaurants und die meisten Geschäfte müssen schließen. (dpa)

Freitag, 13. März 2020

22:17 Uhr: Die Stadt Nürnberg hat die Austragung des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien untersagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, untersage die Stadt wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels unumgänglich sei. (dpa)

21:49 Uhr:  In der Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass der deutsche U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. (dpa)

21:29 Uhr Den verschiedenen städtischen und landeskirchlichen Regelungen und Empfehlungen folgend, sind – einem Beschluss der KGR-Vorsitzenden entsprechend – alle Veranstaltungen einschließlich der Gottesdienste bis Ende März abgesagt, teilt die Kreuzkirchengemeinde in einer Pressemeldung mit. (pm)

20:47 Uhr Die nächsten Sportveranstaltung der Region sind der Coronakrise zum Opfer gefallen: Die Eiskunstläufer der TSG Reutlingen werden den Achalm-Pokal (5. April) in der Reutlinger Eishalle nicht ausrichten. Die »Champions Night« des One Team Kampfsportgyms in der Rommelsbacher Wittumhalle wurde vom 9. Mai auf den 26. September verlegt. Der 1. RMC Reutlingen den BW-Pokal im Jugend-Motocross (9. Mai), die deutsche Motocross- und Quad-Meisterschaft (10. Mai) und das Enduro-Rennen (30. Mai) auf dem Reutlinger Panzergelände abgesagt. Ob es Ersatztermine geben wird, ist noch unklar. (der)

20:13 Uhr: Der Deutsche Handballbund (DHB) hat den Spielbetrieb bis mindestens 19. April ausgesetzt. Die TuS Metzingen hat daraufhin den Ticketvorverkauf für die Spiele in der Handball-Bundesliga der Frauen eingestellt und die Geschäftsstelle bis auf Weiteres geschlossen. (GEA)

19:13 Uhr Im Landkreis Tübingen gibt es laut Landratsamt-Sprecherin Martina Guizetti 35 Corona-Fälle, also 17 neu infizierte Personen. Bei den Fällen sind einige Südtirol-Rückkehrer und damit verbundene Sekundärfälle dabei. Auch gebe es einige Ischgl-Skiurlauber, die betroffen sind. 471 Anrufer informierten sich heute am Bürgertelefon. (pm)

18:54 Uhr Die Stadt Metzingen richtet laut Pressemitteilung in den Kitas eine Notfall-Betreuung für Kinder ein, deren Elternteile (beide) in systemrelevanten Berufen arbeiten. Dazu gehört Feuerwehr, Polizei, Lebensmittelproduktion sowie Einzelhandel medizinisches Personal und Hersteller von medizinischen Produkten. Und die öffentliche Infrastruktur: Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung. (pm)

18:24 Uhr Dekan Marcus Keinath ließ heute Nachmittag den Leitungsverantwortlichen der Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen und besonderen kirchlichen Diensten im Kirchenbezirk Reutlingen ein Schreiben zukommen. Darin empfiehlt er: »Alle einmaligen und regelmäßigen Veranstaltungen sollten bis auf weiteres, mindestens aber bis Ostern unverzüglich abgesagt bzw. unterbrochen werden. Damit sind auch alle regelmäßigen Treffen von Gruppen und Kreisen gemeint (Seniorenkreise, Jugendgruppen, Chorproben etc.). Sie machen eine Corona-Pause. Dies gilt auch für alle Vermietungen von Gemeindehäusern und Kirchen.« Im Blick auf Gottesdienste legt der Dekan den Entscheidungsverantwortlichen in den Kirchengemeinden nahe, »bis auf weiteres keine Gottesdienste in unseren Kirchen zu feiern. Umso mehr sei auf TV- oder Radiogottesdienste verwiesen.« (pm)

Das franz.K
Das franz.K. FOTO: NIETHAMMER
Das franz.K. FOTO: NIETHAMMER

17:33 Uhr Das franz.K hat sich entschlossen, alle Veranstaltungen bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April 2020 abzusagen oder zu verschieben. Das Haus wird in diesem Zeitraum komplett geschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, wer dennoch Karten zurückgeben will, soll sich an die Stelle wenden, wo die Karten erworben wurden. (ege)

17:14 Uhr Der Geisterspieltag in der Fußball-Bundesliga ist abgesagt. Mehr dazu lesen Sie hier.

17:11 Uhr Neben zahlreichen anderen Sportvereinen hat auch der SSV Reutlingen den Trainingsbetrieb in allen Abteilungen vorerst eingestellt, teilte Gesamtvereins-Präsident Karsten Amann dem GEA mit. Maik Schütt, Fußball-Trainer der Oberliga-Mannschaft sagte, dass die Spieler nun individuell trainieren.  Heute hat auch die Stadt entschieden, all ihre Sportstätten einschließlich Lehrschwimmbecken sowie Umkleideräumen für die Sportaußenanlagen ab Dienstag bis vorerst 19. April zu schließen. (der)

17:10 Uhr Die für Samstag, 21. März, um 14 Uhr geplante Pferdeauktion am Haupt- und Landgestüt Marbach entfällt. Mehr dazu lesen Sie hier.

16:42 Uhr Der Landkreis Göppingen hat dem Gesundheitsministerium am Freitag (13. März) einen weiteren COVID-19-Todesfall gemeldet. Es handelt sich um einen Mann aus dem Kreis Göppingen, Jahrgang 1935, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf drei (Landkreise Rems-Murr, Esslingen, Göppingen). Am Freitagnachmittag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen im Land innerhalb eines Tages um 115 auf 569 Fälle. Von den 569 Fällen sind 314 männlich (55%). Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren. (pm)

16:30 Uhr Ein Mann aus Gomaringen hat sich telefonisch beim GEA gemeldet. In den Fasnetsferien war er gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Südtirol. Am 29. Februar kehrte die Familie zurück. Südtirol wurde am 5. März zum Risikogebiet erklärt, einen Tag später wurden alle Mitglieder der Familie von Arbeitgebern und Schule heim geschickt. Am Montag, 9. März, suchte die Familie das Arzt-Mobil in Tübingen auf: Alle hatten leichte Erkältungssymptome, die Mutter wurde getestet. Bis heute haben die Familienmitglieder nicht erfahren, ob der Test positiv war. »Ich kann verstehen, dass die Labore sehr viel zu tun haben«, sagt der Mann. Aber Bekannte hätten das Ergebnis schon nach 48 Stunden bekommen. Die Arbeitgeber der Familienmitglieder würden nun schon nach dem Stand der Dinge fragen - und wenn kein Ergebnis komme, gehe die Familie am Montag wieder arbeiten.

»Wir haben leider keinen Einfluss auf die Dauer der Übermittlung der Testergebnisse«, sagt Landratsamt-Pressesprecherin Martina Guizetti. Das Gesundheitsamt bitte die betroffenen Leute, daheim zu bleiben, bis ein Ergebnis da ist. Auch wenn dann seit der Rückkehr schon mehr als 14 Tage vergangen sind. (kk) 

16:13 Uhr Im Kreis Tübingen gibt es sechs neue Corona-Fälle, bestätigte Martina Guzetti auf GEA-Anfrage.

15:57 Uhr Der Württembergische Landessportbund (WLSB) empfiehlt dringend allen Sportvereinen, den Trainingsbetrieb bis zu den Osterferien auszusetzen. Vereine wie der VfL Pfullingen und der TSV Sondelfingen haben in einem Brief seinen Mitgliedern bereits mitgeteilt, dass alle Trainingsgruppen bis zum Ende der Osterferien pausieren. Der Sportkreis Reutlingen hat indes seine für den 20. März geplante Sportlerehrung abgesagt.  Diese soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. (der)

15:26 Uhr Im Reutlinger Hallenbad wissen die Mitarbeiter derzeit noch nichts von einer möglichen Schließung. Ein Angestellter sagte gegenüber dem GEA, er gehe derzeit davon aus, dass er morgen wieder zur Arbeit erscheine. Für alles weitere verwieß er auf einen Aushang im Eingangsbereich. (ege)

Infos zum Coronavirus im Eingangsbereich des Reutlinger Hallenbads. Foto: Egenberger
Infos zum Coronavirus im Eingangsbereich des Reutlinger Hallenbads.
Foto: Egenberger

15:19 Uhr Von Samstag, 14. März, an wird der Kinobetrieb im forum22 in Bad Urach und im Luna Filmtheater in Metzingen bis auf weiteres ausgesetzt. Das Cineplex in Reutlingen hat Stand jetzt noch geöffnet. Allerdings kommen deutlich weniger Besucher, sagte ein Mitarbeiter. Nicht mehr als 100 Besucher dürfen in eine Vorstellung, besetzt werde nur jeder zweite Platz, erklärt der Mann, während eine Mitarbeiterin die Türgriffe reinigt. Besucher, die Anzeichen einer Erkältung aufweisen, werden nicht reingelassen. (ege)

15:03 Uhr Die für die kommenden beiden Wochen geplanten IHK-Zwischen- und Abschlussprüfungen (Teil 1) sind bundesweit in allen Ausbildungsberufen abgesagt. Davon sind auch 1.200 Prüflinge in der Region betroffen. Die Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. (pm)

14:44 Uhr Covid-19 und Influenza sind verschieden. Eine Infografik zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten:

14:36 Uhr Die Zahl der Corona-Infizierten steigt immer weiter, Veranstaltungen werden abgesagt, Schulen und Kitas schließen, Toilettenpapier, Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind Mangelware. Wie gehen Passanten in Reutlingen mit dieser Situation um? Die Umfrage im Video:

14:21 Uhr Weitere Corona Fälle im Landkreis Sigmaringen: Zwei Familienangehörige von Erkrankten haben sich ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt. Sie befinden sich bereits zuhause und dürften keine weiteren Personen angesteckt haben, meldet das Landratsamt. Damit gibt es im Landkreis Sigmaringen aktuell neun Fälle. (pm)

14:12 Uhr Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant. (dpa)

14:09 Uhr Stuttgart schließt alle Clubs, Bars, Museen und Bäder. Mehr dazu lesen Sie hier.

14:08 Uhr Es gibt gibt 13 laborbestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen. Das teilt das Landratsamt mit. (pm)

Erläuterungen:
1) Bis zum 13. März 2020 12:00 wurden insgesamt 162 Abstriche durchgeführt.
2) Bis zum 13. März 2020 12:00 wurden insgesamt 162 begründete Verdachtsfälle gemeldet.
3) Bei der Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle handelt es sich um Fälle mit einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2).
*Bei dieser Zahl sind auch Abstriche aufgeführt, die bei nicht begründeten Verdachtsfällen durchgeführt wurden. Diese Abstriche werden zukünftig nicht mehr aufgeführt

13:39 Uhr Die Garden Life, die vom 21. bis 24 Mai hätte stattfinden sollen, ist vorerst abgesagt. Das teilt Stephan Allgöwer vom Veranstalter Solution Cube mit. Momentan plane man aber definitv, die Gartenmesse zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Allgöwer denkt beispielsweise an das Wochenende vom Stadtfest - »wenn wochenlang nichts los ist« würden sich die Leute sicher auf ein »Mega-Event« freuen. Natürlich könne man momentan noch nicht absehen, wann die Corona-Krise wieder abflacht - »aber ich plane für das Leben nach Corona«, so Allgöwer. Auch die Tulpenblüte in Gönningen (19. und 26. April) findet nicht statt, das teilt die Stadt mit. (ele/kk)

13:26 Uhr Via Facebook informiert die Stadt Reutlingen, dass die Wochenmärkte in Reutlingen nach derzeitigem Stand weiterhin stattfinden. Die Kunden sollen sich jedoch die allgemeinen Hygienehinweise einhalten.

13:15 Uhr Die RSV wird in den Bussen von Samstag, 14. März an, den Vordereinstieg absperren. Fahrgäste dürfen dann nur noch an den hinteren Türen ein- und aussteigen. Der Mittelgang wird ab dem vorderen Radkasten (erste Haltestange im Bus) in Richtung Fahrerkabine gesperrt. Die Maßnahme soll für die nächsten zwei Wochen gelten. (pm)

13:12 Uhr Externe Besucher haben keinen Zutritt mehr zur Kantine des Finanzamts. (ele)

13:09 Uhr Die Internationale Islamische Gemeinschaft in der St. Leonhardstraße hat das Freitagsgebet gecancelt. (ele)

Aushang am Grundstück der Islamische Gemeinschaft. Foto: Privat
Aushang am Grundstück der Islamische Gemeinschaft.
Foto: Privat

13:00 Uhr Der Bahnverkehr nach Italien ist wegen des Coronavirus eingestellt. Das teilt die Deutsche Presse-Agentur mit, mehr lesen Sie hier. (dpa)

12:56 Uhr Der »Offene Betrieb« des Jugendcafés in der Federnseestraße und der vier Jugendhäuser der Stiftung Jugendwerk wird eingestellt. Gleiches gilt für die Freizeitangebote der sechs Jugendtreffs der Stadt Reutlingen. Zu den jeweiligen Öffnungszeiten stehen die Mitarbeiter zur individuellen Beratung zu Verfügung. Auch die Kontaktaufnahme per Telefon und über die sozialen Medien der Einrichtungen ist gewährleistet, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Maßnahme ist zunächst bis 20. April 2020, befristet. (pm)

12:50 Uhr Das Landratsamt Esslingen hat dem Ministerium für Soziales und Integration am heutigen Freitag (13. März) mitgeteilt, dass gestern ein 80-jähriger Mann aus Kirchheim in einer Klinik verstorben ist, der zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Dabei handelt es sich um den zweiten Todesfall in Baden-Württemberg, der im Zusammenhang mit Corona steht. (pm)

12:47 Uhr Das Fußball-Heimspiel des SSV Reutlingen am Samstag gegen den 1. Göppinger SV fällt aus. Die Oberliga-Spielkommission hat soeben den Spielbetrieb der kompletten Liga bis mindestens 23. März ausgesetzt. Gestern wurde zuerst noch entschieden, das Spiel ohne Zuschauer auszutragen. (der)

12:01 Uhr In der Zollernstadt Hechingen und in der Stadt Burladingen samt ihren Stadtteilen sind alle Veranstaltungen ab 75 Teilnehmern verboten worden. Diese Regelung ist zunächst bis 30. April begrenzt. Alle Bediensteten, die in wichtigen Infrastrukturen (Strom-, Wasserversorgung) tätig sind, haben Urlaubssperre. Das Theater Lindenhof in Melchingen beschränkt seine Aufführungen auf 75 Besucher. In Balingen und Albstadt sind alle faktisch alle überregionalen Messen, Märkte, Börsen und Konzertveranstaltungen abgesagt worden. Auch die Messe »Neckar-Alb regenerativ« am 14./15.3. in der Balinger Vollksbankmesse sowie der verkaufsoffene Sonntag in Ebingen am 29. März. Bis Freitag, 13.3.,12 Uhr, gab es 21 bestätigte Coronavirusfälle im Zollernalbkreis, 50 sind in häuslicher Quarantäne, teilt das Gesundheitsamt mit. (mey)

11:45 Uhr  Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag. Der Montag sei gewählt worden, damit eine »geordnete Rückreise der Gäste« aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es aus Innsbruck und fast wortgleich aus Salzburg. (dpa)

11:36 Uhr Der Verkehrsverbund Naldo teilt folgendes mit: »Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, können die Busunternehmen im Verkehrsverbund naldo ihre Fahrgäste nur noch an den hinteren Türen ein- und aussteigen zu lassen.« Diese Maßnahme soll die Ansteckungsgefahr für die Fahrgäste und die Busfahrer minimieren.

Die Stadtwerke Tübingen setzen dies um: »Ab sofort bleiben die vorderen Türen geschlossen. Auch der vorderste Einzelsitz steht nicht mehr zur Verfügung. Dies geschieht zum besseren Schutz des Fahrpersonals«, teilen sie in einer Pressemitteilung mit. Bezahlen kann man am Automat oder per App. In Rottenburg scheint es ebenfalls schon umgesetzt zu sein - zumindest wurde auf der Facebook-Seite »Dein Rottenburg« gestern folgendes Foto gepostet. Eine Kommentatorin merkt unter dem Posting an, dass dann aber auch Fahrgäste voneinander Abstand halten sollten. (kk)

11:31 Uhr Auch die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt - mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

10:29 Uhr Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Proficlubs unterbreiten. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

10:22 Uhr Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus immer mehr Auswirkungen auf die Bevölkerung hat, werden die Corona-Witze in den sozialen Medien nicht weniger. Über Vergleiche mit einem bekannten Bierhersteller wird genauso herzlich gelacht, wie über Videos vom Wuhan-Shake. Weniger lustig fand eine Leserin dagegen ein Plakat von Nudel-Hersteller Albgold, das in der Reutlinger Kletterhalle gesichtet wurde.

Foto: Privat
Foto: Privat

»Unsere Spaghetti waren noch nie in Italien«, steht darauf. Ein geschmackloser Witz auf Kosten der Corona-Infizierten in Italien? Nein, sagt Matthias Klumpp, der bei Alb-Gold für Marketing und Kommunikation zuständig ist. Das Motiv sei bereits drei oder vier Jahre alt und habe rein gar nichts mit Corona zu tun, so Klumpp. Der Spruch sollte auf die Regionalität der Produkte hinweisen. So würden besagt Spaghetti beispielsweise aus heimischem Dinkel und in deutscher Produktion hergestellt, so die Erklärung. (ege)

10:12 Uhr Das baden-württembergische Kultusministerium warnt in einer Mail vor falschen Nachrichten, die in sozialen Netzwerken kursieren: »Der Screenshot unserer Webseite, der in sozialen Netzwerken kursiert und auf dem steht, dass Schulen und Kitas in BaWü geschlossen werden, ist ein Fake.« Erst heute, um 12 Uhr, diskutiert das Kabinett über die Schließung. (kk)

9:48 Uhr Das Universitätsklinikum Tübingen hat beschlossen, Besuche in der Regel zu untersagen. Diese Regelung gilt ab Freitag, 13. März 2020 bis auf Weiteres. In Einzelfällen (z.B. im Rahmen der Sterbebegleitung oder zur Begleitung eines erkrankten Kindes) kann nach telefonischer Abklärung mit den Stationsleitungen über begründete dringende Ausnahmen entschieden werden. (pm)

9:36 Uhr Während der Klinikverbund Südwest von heute an keine Besuche mehr in den Krankenhäusern und Besucherzentren in Böblingen, Calw, Herrenberg, Leonberg, Nagold und Sindelfingen erlaubt, sind die Besuche in den Kreiskliniken in Reutlingen, Münsingen und Bad Urach noch möglich. Eine Person pro Besuch zwischen 16 und 18 Uhr ist von heute an noch erlaubt, bestätigt Eckhard Zieker (Leitung PR/Marketing). Diese Regelung stößt vielen sauer auf. »Sie können sich nicht vorstellen, was sich unsere Schwestern teilweise anhören müssen«, sagt Zieker. Abgesagt sind auch die Kreißsaalbegehungen für Schwangere bis Ende April. (ege)

9:27 Uhr Eine Erzieherin des evangelischen Kindergartens in Stetten wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Sie hat am Montag noch gearbeitet und ging am Dienstag gegen Mittag als erste Symptome auftraten sofort nach Hause, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Sigmaringen. Der Kindergarten hat ein offenes Konzept, das heißt die Kinder sind nicht in Gruppen getrennt. Da eine Einschränkungen auf Gruppen nicht möglich ist, muss der gesamte Kindergarten nun für 14 Tage geschlossen bleiben. Es kann nicht nachvollzogen werden, mit welchen Kindern die erkrankte Erzieherin in näherem Kontakt war. Daher müssen alle Kinder und Mitarbeiterin nun 14 Tage zu Hause bleiben. Sie werden getestet, sobald sie Symptome zeigen. (pm)

9:19 Uhr Wie die »Tagesschau« berichtet, hat Bayern beschlossen, Kindergärten und Schulen bis nach Ostern zu schließen. Zudem werde das Besuchsrecht in Kindergärten und Altenheimen eingeschränkt. Auch Berlin will ab nächster Woche stufenweise den Betrieb der Kindergärten und Schulen einstellen. 

9:01 Uhr Der Bahnbetrieb läuft aktuell noch normal. Auf Fragen, wie sich das Coronavirus auf den Verkehr auswirkt, reagiert die Pressestelle sparsam. »Die DB ist in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium, denen jeweils weitere Entscheidungen zum Bahnbetrieb obliegen. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen für Bahnkunden keinerlei Einschränkungen«, schreibt ein Sprecher dem GEA. Die Fragen, welche Vorkehrungen die Bahn trifft, von was eine Einstellung des Verkehrs abhängt und wie Ticketinhaber dann entschädigt werden, beantwortete das Unternehmen nicht. (ege)

8:48 Uhr Die aktuelle Corona-Lage ist sehr dynamisch. Fast stündlich werden neue Maßnahmen bekannt gegeben, die das Virus eindämmen sollen. Viele von ihnen erzwingen weitere Schritte. So könnte die Schließung der Schulen beispielsweise den Busverkehr in Reutlingen lahmlegen. Bernd Kugel, Prokurist und Leiter des Marketings bei der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft (RSV) sagt: »Ich denke, wenn die Schulen geschlossen werden, löst das eine Lawine aus. Eltern werden dann ebenfalls daheim bleiben, und sich um ihre Kinder kümmern.« Man müsse schauen, ob man dann einen Notbetrieb macht, oder ob das Gesundheitsamt, dann gewisse Auflagen sogar den Betrieb einstellt. »Wir sind auf alle Situationen vorbereitet, beraten uns täglich mit der Stadt«, sagt Kugel. (ege)

7:19 Uhr Das Frühlingsfest auf den Reutlinger Bösmannsäckern ist erstmals ins seiner Geschichte abgesagt (wir berichteten) - die Schausteller hatten fast schon fertig aufgebaut. »Wir«, sagt Organisator Kai Weeber, »sind echt viel gewöhnt und hart im Nehmen, aber Corona trifft uns bis ins Mark. Das hat eine neue Dimension. Wenn es regnet oder schneit, steckt man das weg und zieht halt optimistisch zum nächsten Platz. Jetzt aber gibt es keinen nächsten Platz. Jedenfalls vorerst.« Kurzarbeit, Erstattungen, andere staatliche Hilfen? Wie es weitergeht, weiß er noch nicht. (ekü)

7:15 Uhr Die Deutsche Presse-Agentur meldet ebenfalls: Der Klinikverbund Südwest (Sindelfingen) und die großen Stuttgarter Kliniken erlauben ab Freitag bei wenigen Ausnahmen keine Besucher mehr in ihren Häusern. Mit dieser Maßnahme wollen sie nach eigenen Angaben Patienten und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützen. (dpa)

7:00 Uhr Um 12 Uhr gibt es eine Sondersitzung in Stuttgart: Das Kabinett will über flächendeckende Schul- und Kindergartenschließungen in Baden-Württemberg entscheiden. Auch in Bayern wird heute darüber entschieden. (dpa)

Donnerstag, 12. März 2020

20.33 Uhr Die Volleyball Bundesliga (VBL) reagiert auf die sich rasant verändernde Situation rund um die Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus. Der VBL-Vorstand traf am Donnerstagabend die Entscheidung, die Spielzeit der 1. Bundesliga der Frauen und Männer mit sofortiger Wirkung abzubrechen. Das bedeutet auch, dass es in der Saison 2019/20 keinen Deutschen Volleyball-Meister bei den Frauen und Männern geben wird.

Zudem entschied der Vorstand, dass es aufgrund der außergewöhnlichen Situation keine Regelabsteiger aus der 1. Bundesliga geben wird. Über die finale Rangfolge in der Tabelle und die damit verbundene Vergabe der Startplätze im Europapokal wird eine Regelung entscheiden, die nun gemeinsam mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) für alle Ligen erarbeitet wird.

20:19 Uhr Gesundheitsminister Manne Lucha bestätigte heute Abend aufgrund der sich zuspitzenden Situation im Land die Ankündigung, allgemeine Schulschließungen in Betracht zu ziehen: »Diese können ein wichtiger Baustein sein, um soziale Kontakte, die auch immer die Gefahr von Ansteckungen mit sich bringen, in den kommenden Wochen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Es stehen jetzt sehr einschneidende Entscheidungen an, um das Land gut durch die Krise zu steuern und unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Meine entsprechenden Vorschläge sind auf einer Telefonkonferenz der Gesundheitsminister der Länder heute Mittag mit Bundesminister Jens Spahn auf große Zustimmung gestoßen.«

19.03 Uhr Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Donnerstagabend vom Landesgesundheitsamt 119 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter deutlich an auf insgesamt 454.

Der Kindergarten Ahlsteige, in dem rund 100 Kinder in vier Gruppen betreut werden, bleibt mindestens bis Montag geschlossen. Ein
Der Kindergarten Ahlsteige, in dem rund 100 Kinder in vier Gruppen betreut werden, bleibt mindestens bis Montag geschlossen. Eine Erzieherin gilt als begründeter Verdachtsfall für eine Infektion mit dem Coronavirus. FOTO: SAUTTER
Der Kindergarten Ahlsteige, in dem rund 100 Kinder in vier Gruppen betreut werden, bleibt mindestens bis Montag geschlossen. Eine Erzieherin gilt als begründeter Verdachtsfall für eine Infektion mit dem Coronavirus. FOTO: SAUTTER

18:56 Uhr Nachdem die 2. Baskteball-Bundesliga den 30. Spieltag aufgrund der Entwicklungen des Coronavirus ausgesetzt hat, haben die Tigers Tübingen den Ticketvorverkauf für die letzten beiden Saisonspiele gegen Science City Jena und die PS Karlsruhe Lions gestoppt. Vereine und Liga beraten in der kommenden Woche auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über den weiteren Saisonverlauf. Zudem setzt der SV 03 Tübingen den Trainingsbetrieb aller Basketball-Teams aus. Der Baskteball-Verband Baden-Württemberg hat alle Spiele vorerst ausgesetzt. (GEA)

18:14 Uhr Das Zimmertheater Tübingen teilt mit, dass der Spielbetrieb regulär stattfindet und schreibt: »Gäste, die sich unwohl fühlen oder die in einem Risikogebiet waren, bitten wir freundlich, zu Hause zu bleiben und sich zu erholen. Die Karten nehmen wir in diesem Spezialfall selbstverständlich zurück.« (pm)

17:45 Uhr Wer eine angeordnete häusliche Quarantäne nicht einhält, dem droht ein Bußgeld in der Höhe von 100 bis 200 Euro. Wer mehrfach gegen die Quarantäne-Regeln verstößt, dessen Bußgeld kann auch höher sein. Das teilte Landrat Thomas Reumann mit. Es habe schon mindestens einen solchen Fall im Kreisgebiet gegeben - hier funktioniere die soziale Kontrolle aber ganz gut, sagte er. Das Landratsamt habe nämlich davon erfahren und die Person dann kontaktiert. (kk)

17:44 Uhr Bei Automotive Lighting in Reutlingen gibt es einen Corona-Fall. Dies bestätigte das Unternehmen auf GEA-Anfrage. Das Unternehmen »wünscht ihm eine vollständige und schnelle Genesung«, schrieb Pressesprecher Maurizio Scrignari. Drei Kollegen des Mitarbeiters seien vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne.

17:36 Uhr  Erster Corona-Fall beim VfB Stuttgart: Ein Mitarbeiter des Stadionbetreibers des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. »Nach der Meldung durch den Mitarbeiter selbst wurde sein direktes berufliches Umfeld umgehend in häusliche Quarantäne geschickt, die zuständige Behörde informiert und alle Maßnahmen sowie Empfehlungen des Robert Koch-Instituts umgesetzt«, sagte VfB-Vorstandsmitglied Stefan Heim laut einer Club-Mitteilung vom Donnerstag. Der Mitarbeiter der VfB Stuttgart Arena Betriebs GmbH soll keinen Kontakt zur Mannschaft gehabt haben.

17:31 Uhr Die Fallzahlen steigen schnell an: In Reutlingen gibt es einen weiteren Fall, nun also insgesmt 11 Stück. Das meldet das Landratsamt. (kk)

17:29 Uhr Der SSV Reutlingen muss nach dem Geister-Heimspiel am vergangenen Samstag gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen (0:3) auch das nächste Spiel im heimischen Kreuzeiche-Stadion am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den 1. Göppinger SV ohne Zuschauer austragen. Das bestätigte der Fußball-Vorsitzende Theo Faßnacht auf GEA-Anfrage. (der)

17:23 Uhr Das Reutlinger Landratsamt nennt nun keine Details mehr zu Infizierten, wenn es nicht unbedingt nötig ist. »Wir wollen keinen Vorschub leisten für Stigmatisierung«, sagte Landrat Thomas Reumann. Es werde in Gemeinschaften zunehmend versucht, Betroffene zu identifizieren. Nur wenn es wichtig ist, den Wohnort zu kennen - beispielsweise im Fall des Pfullinger Kindergartens - werde man Details zu den Infizierten nennen. (kk)

17:17 Uhr Es gibt insgesamt 18 bestätigte Corona-Fälle im Kreis Tübingen. 400 bis 500 Personen wurden getestet, das heißt, bei ihnen lag ein begründeter Verdacht vor. Die Pressesprecherin des Tübinger Landratsamtes teilt per Mail mit: »Es wird in nicht allzu langer Zeit auf Grund der steigenden Zahlen nicht mehr möglich sein, das Kontaktpersonenmanagement aufrecht zu erhalten.« Damit schließt sie sich dem an, was Reutlingens Landrat Thomas Reumann in der Pressekonferenz vor einer Stunde gesagt hatte. (kk)

17.10 Uhr Angesichts der dynamischen Lageentwicklung bei der Verbreitung des Corona-Virus haben die Verantwortlichen des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) entschieden, den Spielbetrieb ab sofort bis einschließlich 31. März  komplett auszusetzen. Diese Regelung betrifft alle Ligen unterhalb der Oberliga. Betroffen sind alle Altersklassen (der)

15:58 Uhr Zurück zur Pressekonferenz im Landratsamt: »Es ist abzusehen, dass wir in bald an die Grenzen des aufsuchenden Dienstes stoßen«, sagt Landrat Thomas Reumann. Bislang fahren Ärzte zu den Personen, die als begründete Verdachtsfälle gelten und nehmen in häuslicher Umgebung einen Abstrich. Es gibt zwei Fahrzeuge und zehn niedergelassene Ärzte, die diesen aufsuchenden Dienst momentan ausführen.

Pressekonferenz im Landratsamt Reutlingen: In Pfullingen wurde ein Kindergarten geschlossen, eine Mitarbeiterin gilt als »begründeter Verdachtsfall«. Foto: Kathrin Kammerer
Pressekonferenz im Landratsamt Reutlingen: In Pfullingen wurde ein Kindergarten geschlossen, eine Mitarbeiterin gilt als »begründeter Verdachtsfall«.
Foto: Kathrin Kammerer

»Nun schalten wir zwei Abstrichstellen im Landkreis auf Stand-by«, so Reumann weiter. Eine in Reutlingen und eine in Münsingen. »Wenn sich die Zahl der Verdachtsfälle exponentiell vergrößert, wollen wir gewappnet sein.« Diese Abstrichstellen ähneln dann denen in Tübingen und Esslingen: Personen fahren vor und können einen Abstrich machen lassen, noch während sie im Auto sitzen. Aber weiterhin gilt: Getestet werden nun begründete Verdachtsfälle. (kk) 

15:51 Uhr Der SSV Reutlingen hat seine für Dienstag angesetzte Mitgliederversammlung »auf unbestimmte Zeit verschoben«, wie der Fußball-Vorsitzende des SSV, Theo Faßnacht, auf GEA-Anfrage mitteilte. Ob das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den 1. Göppinger SV wieder zum Geisterspiel wird oder sogar ganz abgesagt wird, steht derzeit noch nicht fest. Laut Faßnacht befindet sich der SSV derzeit in Gesprächen mit dem Württembergischen Fußball-Verband. Der WFV fordert demnach eine schriftliche Begründung von der Stadt Reutlingen. Auf einer Pressekonferenz am Vormittag hatte OB Thomas Keck ein Verbot von Veranstaltungen ab 200 Personen ausgesprochen. (der)

15:36 Uhr Pressekonferenz im Landratsamt Reutlingen: Es gibt weitere Fälle im Kreis. »Wir haben zehn laborbestätigte Fälle nun, zwei davon sind aus Pfullingen«, sagt Reutlingens Landrat Thomas Reumann. Beide waren in keinem Risikogebiet. »Die Personen haben ihren Hausarzt aufgesucht, hatten leichte Symptome. Daraufhin hat der Hausarzt präventiv einen Abstrich gemacht und das Ergebnis eingeschickt«, erklärt Reumann weiter.

Die zwei Pfullinger, ein Ehepaar, waren in Kontakt mit einer Mitarbeiterin eines Kindergartens der Stadt Pfullingen, so der Landrat weiter. Dieser Kindergarten - eine städtische Einrichtung - wurde nun geschlossen. Pfullingens Bürgermeister Michael Schrenk berichtet: »Diese Mitarbeiterin war über mehrere Tage ganz normal im Kindergarten-Betrieb, deshalb haben wir beschlossen die Einrichtung bis einschließlich Montag zu schließen.« So lange, bis definitiv klar ist, ob sie sich auch mit dem Coronavirus infiziert hat.

»Wir gehen bei dieser Mitarbeiterin von einem begründeten Verdachtsfall aus«, so Landrat Reumann. Heute habe man einen Abstrich gemacht, dieser sei sofort ins Labor gebracht worden. Morgen werde das Ergebnis erwartet. Der betroffene Kindergarten hat vier Gruppen mit mehr als 100 Kindern. (kk)

Dr. Ulrich Fiedler (FWV): »Den ÖPNV zu einer echten Alternative machen« FOTO: PR
Dr. Ulrich Fiedler (FWV) FOTO: PR
Dr. Ulrich Fiedler (FWV) FOTO: PR

15:35 Uhr Metzingens Oberbürgermeister  Dr. Ulrich Fiedler  steht unter häuslicher  Quarantäne. Das hat  die Pressesprecherin der Stadt Metzingen, Irina Storz, auf Anfrage des GEA bestätigt. Fiedler  war demnach  in den Faschingsferien mit seiner Familie zum Skifahren in Südtirol und ist am Freitag, 28. Februar,  zurückgekommen. 

Am Donnerstag, 5. März,  hat die Landesregierung Südtirol zum Risikogebiet erklärt. Eine Nachricht,  die Fiedler am späten Abend nach der an diesem Tag angesetzten öffentlichen Gemeinderatssitzung erreicht  hat. Den Empfehlungen des Landes entsprechend,  begab er sich zusammen mit seiner Familie sofort in  häusliche  Quarantäne.  

Irina Storz: »Ihm geht es gut.« Fiedler und seine Familie zeigen bis dato keinerlei Symptome einer  Corona-Infizierung, weshalb er von Samstag an auch wieder »physisch«  im Amt ist. Seinen Aufgaben als Oberbürgermeister  ist er in den  zurückliegenden Tagen von zu Hause aus nachgekommen – so gut dies eben geht. (füs)

15:27 Uhr Zwei Corona-Fälle in Filiale der Bäckerei Veit in Riederich: »Wir möchten darüber informieren, dass es nach aktuellem Stand in unserem Bäckereifachgeschäft in Riederich zwei Corona Fälle gibt und unser Fachgeschäft durch Personalmangel und im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes unserer Mitarbeiter ab 12. März vorübergehend geschlossen bleibt«, heißt es in einer Pressemeldung. Die Schließung der Filiale erfolge jedoch nicht wegen der beiden Corona-Fälle sondern wegen des Gesamtkrankenstands, sagte eine Sprecherin auf GEA-Anfrage.

15:07 Uhr Fußball-Spiele der Verbandsliga, Landesliga, Bezirksliga und der diversen Kreisligen werden am Wochenende allesamt ausgetragen. »Bislang wurde keine Verlegung beantragt«, sagt Josef Haug, der Vorsitzende des Fußball-Bezirks Alb. Falls ein Verein einen Spieler mit diagnostizierter Corona-Infektion hat, kann das Spiel verlegt werden. (kre)

15:04 Uhr Auch das Reutlinger Frühlingsfest auf dem Festplatz Bösmannsäcker ist abgesagt: »Bleibts gesund!!!« schreiben die Veranstalter auf ihrer Facebook-Seite. Die Schausteller hatten schon aufgebaut. Ob's einen Ersatztermin gibt, fragt eine Facebook-Nutzerin. »Bis jetzt nicht«, antworten die Veranstalter. (kk) 

15:01 Uhr Die Pfullinger Drittliga-Handballer müssen am Samstag (19.30 Uhr) in Fürstenfeldbruck antreten. Der Deutsche Handballbund hat entschieden, dass die Spiele der 3. Liga durchgeführt werden. Der TuS Fürstenfeldbruck hat jedoch nach Rücksprache mit den Behörden entschieden, dass die Abendkasse nicht geöffnet wird, bereits erworbene Tickets allerdings ihre Gültigkeit behalten. Dauerkarteninhaber und Mitglieder der Handball-Abteilung der TuS Fürstenfeldbruck dürfen das Spiel besuchen. (kre)

14:36 Uhr Anruf beim St. Meinrad-Gymnasium in Rottenburg, das am Vormittag geräumt wurde - nur der Anrufbeantworter meldet sich. Eine Frau erklärt, dass das Coronavirus nun auch das St. Meinrad-Gymnasium erreicht hat, ein Schüler sei positiv getestet worden. Man habe nun aus Vorsicht die Schüler für Donnerstag und Freitag vom Unterricht befreit. »Wir halten Sie per Mail auf dem Laufenden«, heißt es weiter. (kk)

14:14 Uhr Im Landkreis Sigmaringen gibt es zwei weitere Corona-Fälle, insgesamt also 6 Stück. Der nördliche Teil des Landkreises mit Gammertingen und Mariaberg grenzt an den Landkreis Reutlingen. (kk)

12:00 Uhr Seit heute können sich begründete Corona-Verdachtsfälle bei einer Drive-in-Station am Tübinger Festplatz testen lassen. Das Arzt-Mobil, das seit Mittwoch, 4. März, beim Bergfriedhof stand, hatte nicht mehr ausgereicht, um dem Ansturm Herr zu werden.

In Tübingen können sich begründete Verdachtsfälle seit heute an der Corona-Drive-in-Station testen lassen. Foto: Philipp Förder
In Tübingen können sich begründete Verdachtsfälle seit heute an der Corona-Drive-in-Station testen lassen.
Foto: Philipp Förder

Begründete Verdachtsfälle sind Menschen, die in einem Risikogebiet waren und Symptome haben, oder die zu einer nachweislich erkrankten Person Kontakt hatten und Symptome haben. Die Station ist Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr in Betrieb, sowie Samstag von 10 bis 12 Uhr. (pp)

11:56 Uhr Der Vorstand der Frauenhandball-Bundesliga hat alle Spiele am Wochenende abgesagt. Das betrifft auch die TuS Metzingen, die am Samstag bei den Bad Waldungen Vipers hätten antreten sollen. Bislang steht kein Nachholtermin fest. Darüber will der Vorstand in Absprache mit den Vereinen in der kommenden Woche entscheiden. (GEA)

11:33 Uhr Der erste Corona-Todesfall in Baden-Württemberg ist bestätigt: Ein 67-Jähriger azs den Rems-Murr-Kreis, der im Februar aus dem Kongo zurückgekehrt ist, verstarb vor einigen Tagen. Sein Leichnam wurde positiv auf Corona getestet. Seine 70-jährige Frau ist ebenfalls infiziert, sie befindet sich weiter in stationärer Behandlung. (kk)

11:09 Uhr Gute Nachrichten für Bundesliga-Fans: Aufgrund der durch den Coronavirus ausgelösten Geisterspiele übertragt Sky an den kommenden beiden Spieltagen die Konferenz der Fußball-Bundesliga sowie die Konferenz der 2. Bundesliga frei empfangbar. »In herausfordernden Zeiten müssen wir alle zusammenstehen. Für uns ist es selbstverständlich, unseren Teil dazu beizutragen, indem wir diese Spiele mit allen teilen, so dass möglichst viele Fußballfans die Bundesliga live erleben können«, sagte Devesh Raj, Vorsitzender der Geschäftsführung des Bezahlsenders, am Donnerstag. (dpa)

11:01 Uhr Die Stadt Reutlingen verbietet ab Freitag, 13. März, 0 Uhr, alle Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern. Das hat OB Thomas Keck auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Das Verbot betrifft auch das SSV-Spiel am Samstag gegen Göppingen. Der OB appelliert an Veranstalter, zu prüfen, ob es notwendig ist, auch Veranstaltungen mit weniger als 200 Besuchern durchzuführen - beispielsweise Hauptversammlungen, bei denen ja Personen auf engem Raum zusammen kommen. Ob Schulen betroffen sind, müsse jedoch das Land entscheiden.  (mey)

10.40 Uhr Nicht nur im Profi-Eishockey wurde die Saison vorzeitig beendet: Die TSG Black Eagles Reutlingen wurden vom Eissport-Verband Baden-Württemberg darüber informiert, dass der Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung für alle Altersklassen eingestellt wird. Die Landesliga-Mannschaft der TSG hätte am 21. März noch ein Spiel bei EKU Mannheim 1b gehabt. (der)

10:23 Uhr Das Rottenburger St. Meinrad-Gymnasium wird soeben wegen Corona geräumt. Das wurde bei einer Pressekonferenz des Landkreises Tübingen gerade bestätigt. Ob ein Schüler infiziert ist oder nur ein bestätigter Verdachtsfall, kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht definitiv gesagt werden. (kk)

10:00 Uhr Der Baumaschinenhändler Eberle-Hald hat seine Niederlassung in Metzingen und zwei Niederlassungen in Sachsen wegen einem bestätigten Corona-Fall aus der Firma vorerst geschlossen. Das teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Der positiv getesteten Person gehe es gut. Wer anruft, landet beim Anrufbeantworter: Bis einschließlich 16. März sei die Firma geschlossen, heißt es. (kk)

7:36 Uhr GEA-Redakteur Armin Knauer hat sich beim Blutspenden in Dettingen umgesehen: Völlig unterschiedliche Reaktionen auf das Corona-Virus erleben derzeit die vom Roten Kreuz organisierten Blutspende-Termine. Wie Miriam Fischer, die Referentin des Blutspendedienstes, berichtet, kommen zu vielen Terminen viel weniger Spendewillige, zu manchen aber auch mehr als sonst. Die DRK-Bereitschaft Dettingen erlebte bei ihrem Blutspendetermin in der Buchhalde den zweiten Fall: 200 Spendewillige bedeuten einen Rekord, bezogen auf die letzten Jahre. Zuletzt hatten sich meist um die 150 Spender gemeldet.

Letztlich konnte der Blutspendedienst 177 Spenden bilanzieren. 23 Spendewillige durften aus verschiedenen Gründen doch nicht an die Nadel. (akr)

In Dettingen hat der Corona-Virus niemanden abgehalten zur Blutspende zu gehen – im Gegenteil. Foto: Armin Knauer
In Dettingen hat der Corona-Virus niemanden abgehalten zur Blutspende zu gehen – im Gegenteil.
Foto: Armin Knauer

7:13 Uhr Das Sozialministerium hat am Mittwochabend noch insgesamt 335 Corona-Fälle in Baden-Württemberg vermeldet. In der angehängten Tabelle sind für den Landkreis Tübingen aber nur 3 Fälle aufgelistet und für den Landkreis Reutlingen 5 - die Tabelle ist also nicht komplett, es gibt mehr Fälle. Zur Erinnerung: Mittwochabend meldete Tübingen 16 Corona-Fälle im Kreis, Reutlingen 6 Stück. (kk)

6:30 Uhr Wie die Deutsche Presse-Agentur heute Nacht mitgeteilt hat, haben die USA vorerst Einreisestopps für Reisende aus Europa verhängt. (dpa) 

6:00 Uhr Die Kliniken im Südwesten bekommen die Ausbreitung des Coronavirus schon deutlich zu spüren - und sie bereiten sich auf eine Verschärfung der Lage vor. Schutzbekleidungsvorräte sind nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft noch vorhanden. »Aber die Preise dafür explodieren gerade«, sagte Hauptgeschäftsführer Matthias Einwag auf Anfrage. Aktuell zahle man für Masken, Schutzbrillen und andere Ausrüstung das Zehnfache als vor der Krisenzeit. Wegen der Knappheit an Nachschub müssten die Krankenhäuser neue Beschaffungswege vor allem in Osteuropa suchen. (dpa)

Mittwoch, 11. März 2020

21:09 Uhr Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Tübingen steigt weiter: Wie das Landratsamt am Mittwochabend in einer Pressemitteilung bekannt gab, sind es nun insgesamt 16.

Einer der neuen Fälle ist ein Informatik-Student an der Tübinger Universität. Er hatte an einer Blockveranstaltung teilgenommen, an der nach Uni-Angaben insgesamt 28 Studierende, ein Professor und zwei Nachwuchswissenschaftler teilgenommen hatten. Zwei Studenten und die beiden Nachwuchswissenschaftler gelten als Kontaktpersonen Kategorie 1 - sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die anderen Kursteilnehmer gelten als Kontaktpersonen Kategorie 2, sie sollen ihre sozialen Kontakte minimieren und umgehend die Gesundheitsbehörden kontaktieren, wenn sie Krankheitssymptome entwickeln.

Ob der Schüler aus dem Kreis Tübingen, dessen erster Test nicht eindeutig war, nun Corona hat, ist weiterhin unklar, so das Landratsamt. (kk)

18:17 Uhr Im Bundestag gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein FDP-Abgeordneter wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet. (dpa)

17:50 Uhr Das neue Coronavirus hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation inzwischen in 115 Länder ausgebreitet. Die WHO sieht damit den nächsten Schritt gekommen - und spricht ab nun von einer Pandemie. (dpa)

17:25 Uhr Das Bäckereihaus Veit schließt vorübergehend seine Pforte in der Filiale in Riederich. Wegen Corona-Infektionen? Das hat zumindest ein Mann dem GEA telefonisch mitgeteilt. 

Fünf Mitarbeiter haben sich laut Marketing-Leiterin Susanne Erb-Weber krankgemeldet. Ob die Erkrankten aus Angst oder begründetem Infektionsverdacht von der Arbeit fern bleiben, weiß sie nicht. »Das ist mit Springern jedenfalls nicht mehr zu bewältigen.« Daher schließe die Filiale - die Marketingleiterin hofft jedoch, dass sie nächste Woche wieder öffnet. Die Landratsamt-Sprecherin Christine Schuster dementiert außerdem, dass es neue Fälle im Landkreis gibt. Weiterhin sind sechs Fälle im Kreis bekannt. (mnk) 

17:15 Uhr Die Reutlinger »Live-Nacht« am 21. März und der verkaufsoffene Sonntag »Fit in den Frühling« am 5. April werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Dies teilen die Reutlinger Gastro-Initiative und »RT aktiv« mit. 

Wegen des nun gültigen Verbots von Großveranstaltungn mit mehr als 1000 Besuchern können auch die zeitgleich zum verkaufsoffenen Sonntag angekündigten Reutlinger Mobilitätstage mit Radmesse »Bike & more« nicht stattfinden. (GEA) 

16:02 Uhr Das Stuttgarter Frühlingsfest ist abgesagt, teilt die Stadt mit. (dpa)

16:00 Uhr Das Heimspiel des Volleyball-Bundesligisten TV Rottenburg gegen die Netzhoppers KW am kommenden Samstag wird Stand jetzt mit deutlich verkleinerter Zuschauerzahl durchgeführt werden. Dauerkarteninhaber und Personen, die bereits eine Karte haben, erhalten Zutritt, so der Verein. Der Vorverkauf wurde gestoppt, die Abendkasse bleibt geschlossen.

Auch das Fußballspiel zwischen dem SSV Reutlingen und dem Göppinger SV am Samstag wird stattfinden. »Stand jetzt wird gespielt«, ließ der Fußball-Vorsitzende Theo Faßnacht wissen. Die Stadt habe die Freigabe bereits erteilt. (GEA)

15:27 Uhr Am Mittwoch wurde der vierte Corona Fall im Landkreis Sigmaringen bekannt, schreibt das dortige Landratsamt. Die Frau aus dem nördlichen Teil des Kreises, die nun positiv getestet wurde, hat milde Symptome und bleibt zu Hause. Der nördliche Teil des Kreises Sigmaringen, zu dem die Gemeinden Gammertingen, Mariaberg und Neufra gehören, grenzt direkt an den Landkreis Reutlingen.

Das Landratsamt Sigmaringen nennt nicht mehr den genauen Wohnsitz der Coronavirus-Infizierten, denn: »Nach dem Bekanntwerden des gestrigen Falls in Neufra kam es teilweise zu Aufforderungen, etwa bei der Arbeit, dass Menschen aus Neufra daheim bleiben sollen«, erklärt Kreissprecher Tobias Kolbeck. Es könne nicht sein, dass Menschen aus einem bestimmten Ort schief angeschaut werden. »Deshalb nennen wir ihn auch nicht mehr, wenn keine Gesundheitsgefahr besteht«, erklärt der Sprecher weiter. (mnk)

14:30 Uhr Bei Bosch in Kusterdingen wurden die Mitarbeiter einiger Abteilungen am Ende der Frühschicht über Maßnahmen unterrichtet, mit denen versucht wird, die Angehörigen verschiedener Abteilungen und Schichten klar voneinander zu trennen. Es gibt nach GEA-Informationen keine Schichtübergaben mehr, bei denen alle Mitarbeiter anwesend sind, die Mitarbeiter benutzen klar getrennte Eingänge und dürfen nur noch den Pausenraum und die Toiletten ihrer eigenen Abteilungen benutzen. Außerdem habe man den Mitarbeitern, bei denen es möglich ist, Home-Office empfohlen. »Wir haben aber keinen Fall an den Standorten Reutlingen und Kusterdingen«, sagt Pressesprecherin Manuela Kaiser. (kk)

Klopapier ist auch im Reutlinger E-Center wohl sehr gefragt. Foto: Jonas Eger
Klopapier ist auch im Reutlinger E-Center wohl sehr gefragt.
Foto: Jonas Eger

14:15 Uhr Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Dazu zählen der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach - ein Interview mit ihm war heute im GEA-, die SPD-Fraktionsvizechefin Eva Högl und der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner, wie ein Fraktionssprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte. (dpa)

13:45 Uhr Das Landratsamt hat gestern bekannt gegeben, dass es fünf Corona-Fälle im Kreis Reutlingen gibt, seit heute ist ein sechster Fall bekannt. Mittlerweile hat man alle Fälle auf Kontaktpersonen überprüft, diese Überprüfung ist fast abgeschlossen.

Dem 65-jährigen Mann aus Grafenberg konnten bislang 17 Kontaktpersonen zugeordnet werden. Angesichts der Tatsache, dass er sich zwei Mal in einem Wartezimmer einer Metzinger Hausarztpraxis aufgehalten hatte, bevor er getestet wurde, habe man »Glück gehabt«, so Landrat Reumann. Beim ersten Arztbesuch seien zehn andere Patienten im Wartezimmer gewesen, beim zweiten Besuch nur zwei.

Den Fällen 2 bis 6 konnte man bisher neun Kontaktpersonen zuordnen. Allen Corona-Patienten gehe es gut, heißt es aus dem Landratsamt. Die Kontaktpersonen müssen in häusliche Quarantäne. (sä) 

13:40 Uhr In Baden-Württemberg wird der Start des Sommersemesters an allen Hochschulen wegen des Coronavirus bis nach Ostern verschoben. (dpa)

13:10 Uhr Die Firma Moldex produziert gerade in ihren Produktionshallen zwischen Walddorfhäslach und Gniebel Atemschutzmasken rund um die Uhr. Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus beliefert sie damit hauptsächlich die zentrale Stelle des Bundesgesundheitsministeriums zur Beschaffung von Schutzausrüstung.

Die beiden Firmenchefs Torben und Roman Skov sind gerade von einem Treffen mit Gesundheitsminister Jens Spahn in Berlin zurückgekehrt, bei dem Einzelheiten besprochen wurden. »Wir wurden, wie andere Firmen auch, aufgefordert Angebote einzureichen, wie viele Atemschutzmasken wir denn zu dieser zentralen Stelle liefern können«, erklärt Torben Skov im Gespräch mit dem GEA. Die Firma hätte ein solches Angebot bereits abgeliefert.

»Grob über den Daumen gepeilt, können wir Atemschutzmasken im sechsstelligen Bereich in der Woche liefern, also über 100.000 Stück«, konkretisiert der Firmenchef. Die Produktion sei seit Tagen hochgefahren, Sonderschichten seien eingeteilt und auch neue Mitarbeiter für die Produktion würden dringend gesucht. (rr)

Atemschutzmasken werden gerade in Walddorfhäslach am laufenden Band hergestellt. Sie sollen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Corona-Virus helfen. Foto: Ralf Rittgeroth
Atemschutzmasken werden gerade in Walddorfhäslach am laufenden Band hergestellt. Sie sollen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Corona-Virus helfen.
Foto: Ralf Rittgeroth

12:45 Uhr Martina Guizetti, die Pressesprecherin des Landratsamt, sagt, dass es eventuell einen neunten Corona-Fall im Kreis Tübingen gibt, einen Schüler. Das Ergebnis des ersten Tests ist bei diesem Schüler nach neusten Erkenntnissen des Landratsamts nicht eindeutig ausgefallen. Aktuell, so Guezetti, werde ein zweiter Test ausgewertet. Das Ergebnis wird frühestens am Abend erwartet. Die Schule wurde bisher noch nicht geschlossen. Der Schüler, heißt es im Landratsamt, habe nur mit einzelnen Personen Kontakt gehabt, weshalb auch nur diese momentan separiert werden müssten.

Bei zwei der anderen sechs Fälle, die am Montagabend und am Dienstag bekanntgegeben wurden, könne die Infektionskette noch nicht nachvollzogen werden. Unter diesen Fällen sei auch ein Kindergartenkind aus dem Kindergarten am kleinen Ämmerle in Altingen. Der Kindergarten wurde laut Landratsamt vorsorglich geschlossen, da »alle Kinder aus der Einrichtung als Kontaktperson ersten Grades betrachtet werden müssen«. (mai)

12:43 Uhr Alle Spiele des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga finden aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Als letzte Partie wurde am Mittwoch das Aufeinandertreffen von RB Leipzig und SC Freiburg als Geisterspiel bestätigt. Das teilte Leipzig mit. (dpa)

12:40 Uhr Die Bundesregierung lehnt es ab, die deutschen Grenzen wegen der Corona-Epidemie zu schließen. »Wir sind in Deutschland der Meinung, dass Grenzschließungen keine adäquate Antwort auf die Herausforderungen sind«, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in der Bundespressekonferenz in Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ergänzte: »Die Grenzen pauschal zu schließen, verhindert nicht, was da passiert.« (dpa)

11:45 Uhr Obwohl die Apotheken in Reutlingen seit Anfang letzter Woche Desinfektionsmittel per Verordnung selber herstellen dürfen, kann der Bedarf laut Stephan Weinandy, dem Leiter der List-Apotheke Reutlingen, nicht gedeckt werden. »Normalerweise haben wir die Grundstoffe immer vor Ort«, berichtet der Apotheker. Aktuell aber sei auch die Nachlieferung der Ausgangsstoffe von Desinfektionsmittel schwierig. »In der letzten Woche haben wir rund zehn Liter selbst produziert«, sagt Weinandy. »Aber jetzt gehen auch unsere Vorräte auf das Ende zu.« Die Abgabe der selbst produzierten Lösung hat die Apotheke daher vor allem auf Arztpraxen beschränkt. Etwa drei Liter, berichtet der Apotheker, könnten mit den aktuell vorhandenen Grundstoffen etwa noch hergestellt werden.

Stephan Weinandy, Leiter der List-Apotheke, zeigt, welche Ausgangsstoffe er benötigt, um Desinfektionsmittel selbst zu mischen. Foto: Mareike Inhoff
Stephan Weinandy, Leiter der List-Apotheke, zeigt, welche Ausgangsstoffe er benötigt, um Desinfektionsmittel selbst zu mischen.
Foto: Mareike Inhoff

Eine ähnliche Situation herrscht auch in der Apotheke in der Kaiserpassage. Dort, heißt es, sei der Inhaltsstoff Isopropanol aktuell überhaupt nicht mehr vorrätig. Momentan wird daher hier nichts produziert. Die Apotheke wartet auf Nachlieferung. (mai)

11:44 Uhr Der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) fordert die sofortige präventive Schließung aller Schulen bis zu den Osterferien, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Das teilt der Verband in einer Pressemitteilung mit. In Polen wurde dies bereits beschlossen: Alle Schulen sind zunächst für zwei Wochen geschlossen. (kk)

10:43 Uhr Wie das Landratsamt Reutlingen bestätigt, gibt es einen sechsten bestätigten Corona-Fall im Kreis. Es handelt sich um eine 56-jährige Frau aus Metzingen, die in Brixen in Italien war und Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte. (kk)

10:46 Uhr Wie die Tagesschau berichtet, hat Österreich den Personen-Zugverkehr nach Italien eingestellt. (kk)

10:00 Uhr Das Robert-Koch-Institut hat seine Liste der Risikogebiete erweitert: Nun gehört auch die Region Grand Est in Frankreich dazu (enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne). Wer in einem Risikogebiet war, sollte nach Empfehlung des RKI »- unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben«. Weitere Risikogebiete sind: Italien, Iran, in China die Provinz Hubei, in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do.

Stand gestern Abend (21:30 Uhr) gibt es in ganz Deutschland 1296 bestätigte Corona-Fälle. Baden-Württemberg ist nach Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten betroffene Bundesland. (kk)

6:37 Uhr GEA-Politikredakteurin Brigitte Gisel hat den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach interviewt. Er sieht Deutschland in der Corona-Krise erst am Anfang und rät auch weniger gefährdeten jungen Menschen, von Besuchen in Clubs und Fitnesscentern beispielsweise abzusehen:

»Wir leben in den Wochen einer sich rasch ausbreitenden für ältere Menschen gefährlichen Epidemie. Da ist die Solidarität der Jungen gefordert, um die Älteren nicht zu gefährden.« 

Außerdem regt er an, weitaus mehr Menschen zu testen, als bisher, beispielsweise auch Kindergarten- und Schulkinder: »Wir wissen mittlerweile, dass Kinder sich bei Erwachsenen anstecken und kaum Symptome zeigen, wir wissen aber nicht, ob sie ihre Eltern anstrecken. Es wäre sehr sinnvoll, diese Informationen zu erheben.« Das ganze Interview haben wir ebenfalls hier im Live-Ticker verlinkt. (sel)

6:26 Uhr In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitung gibt es einige Artikel zum Thema Corona. GEA-Redakteur Malte Klein hat sich mit den Auswirkungen auf die Outletcity beschäftigt (nachzulesen auch weiter unten im Live-Ticker), die stellvertretende Chefredakteurin Gisela Sämann mit den ersten Fällen im Kreis Reutlingen und dem weiteren Vorgehen des Kreises. (kk)

6:16 Uhr Wie die Badische Zeitung vermeldet, kann man im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald nicht mehr ausschließen, dass auch Südbaden zum Corona-Risikogebiet erklärt wird. Die Zeitung hat unter anderem mit Martin Barth, dem Ersten Landesbeamten gesprochen, der von stark steigenden Fallzahlen für die Region ausgeht. Die Verknüpfungen zum Elsass seien eng, schreibt die BZ, und dort zirkuliere das Coronavirus nahezu frei. Infektionsketten könnten im Elsass nicht mehr verfolgt werden.

In den Landkreisen Tübingen und Reutlingen - und auch im Raum Freiburg - ist diese Nachverfolgung der Infektionskette momentan noch Praxis, wenn ein Corona-Fall bestätigt wird. (kk)

Dienstag, 10. März 2020

18:45 Uhr Nach GEA-Recherchen liegt die Praxis, die der 65-jährige infizierte Grafenberger zweimal aufgesucht hat, bevor er positiv getestet wurde, in Metzingen. Sie ist nun geschlossen, bis klar ist, mit wem der 65-Jährige dort Kontakt hatte, wer also auch in Quarantäne muss. (GEA)

17:52 Uhr Am Dienstagnachmittag gab das Sozialministerium neue Zahlen bekannt: In Baden-Württemberg gibt es 277 Corona-Fälle. 

16:57 Uhr In Tübingen gibt es fünf neue Corona-Fälle. Das teilt das Landratsamt mit. Insgesamt sind im Kreis Tübingen nun also acht infizierte Personen bekannt, im Kreis Reutlingen fünf. (kk)

16:24 Uhr Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus sollen in Baden-Württemberg Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen verboten werden. Es werde eine bindende Verordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes auf den Weg gebracht, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Für die Kommunen werde diese »als verbindliche Leitlinie dienen«, sie müssen sich laut Ministerium an das Verbot halten. Die Landesregierung folgt damit anderen Bundesländern wie Bayern und Nordrhein-Westfalen, die bereits Verbote ausgesprochen oder angekündigt hatten.

16:00 Uhr GEA-Redakteur Malte Klein war in der Outletcity unterwegs: Wie sich das Corona-Virus auf die Metzinger Wirtschaft und die Outletcity auswirkt, kann Irina Storz, die Sprecherin der Stadt Metzingen, momentan noch nicht abschätzen. »Obwohl natürlich völlig klar ist, dass sich die aktuelle Situation auf sehr viele Wirtschaftsbereiche auswirken wird, ist es aus unserer Sicht noch zu früh, um seriös über konkrete Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Metzingen sprechen zu können.«

In der Metzinger Outletcity ist es nicht so voll wie sonst. »Wir haben Rückmeldungen einiger Stores, dass weniger ausländische Kunden in der Outletcity sind«, sagt Isidora Muthmann, die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Outletcity Metzingen.  Ein Grund dafür seien die erschwerten Ein- und Ausreisebestimmungen einiger Länder. »Es sind kaum chinesische Kunden vor Ort. Die chinesischen Kunden, die noch dort einkaufen, wohnen in Deutschland«, sagt Muthmann. 

Auch auf dem neu gebauten G+V-Areal gehen kaum Kunden vor den Restaurants entlang. Auch wenn es geregnet hat und der Dienstag auch sonst nicht der besucherstärkste Tag ist. Foto: Thomas Füssel
Auch auf dem neu gebauten G+V-Areal gehen kaum Kunden vor den Restaurants entlang. Auch wenn es geregnet hat und der Dienstag auch sonst nicht der besucherstärkste Tag ist.
Foto: Thomas Füssel

Bianca Bazlen, Vorstand der im Januar gegründeten Cityinitiative Metzingen, wählt deutliche Worte, wie sich das Virus auf den Metzinger Einzelhandel auswirkt: »Es ist eine Katastrophe, weil die Leute sich extrem panisch verhalten.« Natürlich sei es wichtig, sich öfter als sonst die Hände zu waschen. Die Situation sei für die Händler sehr schwierig und zeitlich nicht beschränkt. »Die Österreicher, Schweizer, Italiener und Chinesen fehlen.« Außerdem hätten auch einheimische Kunden Angst, vor die Tür zu gehen. (mak)

14:30 Uhr Die Pressekonferenz im Reutlinger Landratsamt ist fast beendet, da berichtet Landrat Thomas Reumann von einem versuchten Betrugsfall in Lichtenstein: So sei wohl jüngst um 23 Uhr ein Mann vor der Haustüre einer älteren Dame gestanden und habe gesagt, er komme im Auftrag des Kreisgesundheitsamtes. Die ältere Dame reagierte offenbar geistesgegenwärtig - und lies ihn nicht in die Wohnung. Reumann betonte: Mitarbeiter des Gesundheitsamtes können sich ausweisen, außerdem kommen sie nicht um 23 Uhr. (kk)

13:16 Uhr Gestern Abend war bekannt geworden, dass es in Landkreis Tübingen nun einen dritten bestätigten Corona-Fall gibt. Wie Landratsamt-Pressesprecherin Martina Guizetti heute mitteilte, handelt es sich dabei um einen Mann Jahrgang 1958, wohnhaft in Tübingen. Es liege offenbar kein Bezug zu einem Risikogebiet vor, deshalb sei die Infektionskette im Moment noch unklar. Das Bürgertelefon des Landkreises laufe weiter heiß - bei den meisten Anrufern handle es sich um Rückkehrer aus Südtirol. (GEA) 

13:00 Uhr Landrat Thomas Reumann eröffnet die Pressekonferenz im Landratsamt. Er gibt bekannt, dass es fünf bestätigte Corona-Fälle im Kreis Reutlingen gibt.

Zum einen ist dies ein 65-jähriger Mann aus Grafenberg, der Anfang März aus Südtirol zurückgekehrt ist. Südtirol war zum damaligen Zeitpunkt noch kein Risikogebiet. Am 6. März habe der Mann einen Hausarzt im Kreisgebiet aufgesucht wegen anderer Beschwerden, zu diesem Zeitpunkt hatte er aber schon Fieber. Zu diesem Zeitpunkt war Südtirol auch schon als Risikogebiet eingestuft. Am 9. März ging der Mann erneut zum Arzt, erst dann wurde er als Südtirol-Rückkehrer vom Arzt erkannt und es wurde ein Abstrich gemacht. Dieser Abstrich war positiv.

Die weiteren Fälle: Eine Mutter und ihr Sohn aus Reutlingen, eine 44-jährige Frau aus Reutlingen sowie ein 57-jähriger Mann aus Engstingen. Diese vier Personen wurden regulär durch den Arzt-Fahrdienst des Kreises getestet. Alle vier Personen hatten Kontakt zu zwei bestätigten Corona-Fällen aus dem Kreis Heilbronn.

Der 65-jährige Mann aus Grafenberg ist aktuell im Klinikum, sein Zustand ist aber stabil. Die anderen vier Fälle befinden sich in häuslicher Quarantäne und stehen im täglichen Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt.

Großes Medienaufgebot bei der Pressekonferenz im Landratsamt: Im Kreis Reutlingen gibt es seit Dienstag fünf bestätigte Corona-Fälle. Foto: Kathrin Kammerer
Großes Medienaufgebot bei der Pressekonferenz im Landratsamt: Im Kreis Reutlingen gibt es seit Dienstag fünf bestätigte Corona-Fälle.
Foto: Kathrin Kammerer

Die Praxis, die der 65-Jährige besucht hatte, liegt laut Landrat Thomas Reumann nicht in Grafenberg, aber im Landkreis Reutlingen. In der Praxis dürfen aktuell keine Personen behandelt werden - es müssen erst die Kontaktpersonen des bestätigten Falles im Praxisumfeld ermittelt werden.

Spätestens nach dem zweiten Besuch des 65-Jährigen in der Hausarztpraxis - als bekannt war, dass dieser in Südtirol war und Symptome hat - war er als »begründeter Verdachtsfall« einzustufen. Dies hätte der Arzt sofort dem Kreisgesundheitsamt melden müssen - was er allerdings nicht sofort tat. Ob das rechtliche Konsequenzen hat, konnte Landrat Thomas Reumann noch nicht beantworten.

Er gab bekannt, dass das Bürgertelefon nun von 8 bis 20 Uhr besetzt ist. Insgesamt hätten dort schon mehr als 1000 Personen angerufen. Die Nummer des Bürgertelefons ist 07121 4804399. (kk)

11:37 Uhr Soeben hat Landrat Thomas Reumann bei einer Pressekonferenz bestätigt, dass es einen Corona-Fall im Kreis Reutlingen gibt. Ein 65-jähriger Mann aus Grafenberg hat sich infiziert, er hatte sich in Südtirol aufgehalten. Weitere Informationen will Reumann in einer Pressekonferenz um 13 Uhr geben - auch über Kontaktpersonen des Infizierten und die weitere Vorgehensweise des Kreises. (kk)

7:30 Uhr Nach teils heftigen Turbulenzen, ausgelöst durch Coronavirus und gescheiterte Verhandlungen der Opec, gerät der Ölpreis wieder in ruhigeres Fahrwasser. Die Nachfrage dürfte aber weiter rückäufig sein. (dpa)

7:00 Uhr Die Hotels und Gaststätten in Baden-Württemberg bekommen die Auswirkungen des Coronavirus bereits voll zu spüren. Tourismusminister Guido Wolf geht nach Gesprächen mit der Branche davon aus, dass bei drei von vier Betrieben im Hotel- und Gastgewerbe der Umsatz deutlich zurückgegangen ist. (dpa)

Montag, 9. März 2020

18:34 Uhr Das Sozialministerium meldet 35 neue Fälle im Südwesten. Ein Fall wurde im Kreis Tübingen bestätigt, weiterhin keiner im Kreis Reutlingen. 

17:30 Uhr Wir haben im GEA-Verbreitungsgebiet nachgefragt: Werden Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abgesagt? Den ausführlichen Artikel finden Sie hier im Liveticker. Kurzfassung: Der SSV Reutlingen und die Tübinger Tigers spielen - Stand heute - in naher Zukunft nicht vor leeren Rängen, beraten aber tagesaktuell neu, wie die Lage nun aussieht.

Auch von Seiten des Reutlinger und des Tübinger Landratsamtes sieht man noch keinen Anlass, die Absage von Veranstaltungen in Reutlingen und Tübingen zu empfehlen oder gar anzuordnen. Man berate sich ebenfalls stetig neu, da die Lage dynamisch sei. (kk)

17:07 Uhr Bis Sonntag wurden im Landkreis Reutlingen insgesamt 64 Abstriche durchgeführt, meldet das Landratsamt. Davon war keiner positiv. Reutlingen ist somit (Stand 16.30 Uhr) einer von fünf coronafreien Landkreisen im Südwesten.

16:40 Uhr In Deutschland sind am Montag erstmals zwei Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Beide Todesfälle wurden im am stärksten betroffenen Bundesland NRW gemeldet. (dpa)

10:40 Uhr Die Großeinkäufe aus Angst vor dem Coronavirus machen auch den baden-württembergischen Tafeln zunehmend Probleme. Mehrere Tafeln hätten zuletzt von den Supermärkten weniger Lebensmittel für die Weiterverteilung an Bedürftige erhalten, sagte Udo Engelhardt von der Tafel Baden-Württemberg am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 

Auch die Reutlinger Einrichtung verzeichnet weniger gespendete Lebensmittel. »Wir spüren das deutlich«, berichtet die Leiterin der Tafel, Gisela Braun. Ob das allerdings mit dem Coronavirus zusammenhänge, wisse sie nicht. »Wir haben ganz wenig Molkereiprodukte, weniger Obst und bei den Nudeln und Cerealien sind wir fast bei null«, zählt Braun auf. Aber nicht nur die Lebensmittel, auch etwa ein Viertel der Kunden bleibe weg, sagt Braun. Noch befürchte der Verein allerdings nicht, dass die Versorgung der Bedürftigen massiv leiden werde. (dpa/mnk) 

9:57 Uhr Immer mehr Veranstaltungen im Kreis werden abgesagt: Auch die Berufsmesse für Schüler und Eltern (hätte am Dienstag stattfinden sollen) in der Alenberghalle Münsingen ist wegen des Virus vorerst gestrichen. Einen Folgetermin gibt es noch nicht. (pm) 

9:00 Uhr Die Stadt Metzingen hat wegen des Coronavirus einen Krisenstab eingerichtet. Für alle Fälle, wie Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler in jüngster Sitzung des Gemeinderats informierte. Der Krisenstab, der aus sieben Personen – vom Ordnungsamtsleiter bis hin zum Feuerwehrkommandanten – besteht, soll bei Bedarf zusammenkommen. »Wichtig ist uns, so schnell wie möglich agieren zu können – auf was auch immer.« (füs)

7:00 Uhr in der heutigen GEA-Ausgabe wird an mehreren Stellen über das Coronavirus und seine Auswirkungen berichtet. Im Sportteil geht es um drohende Geisterspiele: »Das Coronavirus bringt die gesamte Gesellschaft und damit auch den deutschen Fußball in eine schwierige Situation«, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Die »Gesundheit der Bevölkerung und damit auch aller Fußball-Fans« habe »oberste Priorität«, stellte er klar und kündigte ein Treffen mit den Clubs an.

Verschiebungen der Spiele seien aber nur schwer umsetzbar. Es stehe »außer Frage, dass die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden muss, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln«, sagte Seifert. Ganz genau so denkt die Handball-Bundesliga (HBL). Dann also im Zweifelsfall lieber Sportereignisse ohne Zuschauer. (sid)

Umfrage (beendet)

Was halten Sie davon, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen?

Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Uns interessiert Ihre Meinung dazu.

39%
55%
6%

Die Bilanz bei der Tübinger Familienmesse fdf ist wegen des Coronavirus fatal: Waren es im vergangenen Jahr noch 71 000 Besucher, die sich auf dem Messegelände tummelten, hat sich diese Zahl halbiert, der Umsatz der Aussteller ebenso, berichtet Messeleiter Michael Bartmann. Trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen kamen so wenige Besucher: Bartmann hatte den Eindruck, dass die Verunsicherung einfach zu groß war und es an der richtigen Einschätzung fehlte. »Manche haben den Coronavirus mit Krebs gleichgesetzt.« Der Vergleichsmaßstab wäre aber die Grippe. (al)

6:00 Uhr Laut der Deutschen Presse-Agentur prüfen die Behörden im Rems-Murr-Kreis einen Todesfall auf Corona: Der Mann einer 70-jährigen Frau, die positiv getestet worden war, ist vor einigen Tagen gestorben, teilte das Landratsamt Waiblingen am Sonntag mit. (dpa)

Sonntag, 8. März 2020

17:24 Uhr Das Sozialministerium meldet nun 199 Fälle in Baden-Württemberg. Unter den 17 neusten Fällen ist weiterhin keiner aus dem Landkreis Reutlingen (0 Fälle) und auch kein neuer Fall aus dem Kreis Tübingen (bislang 2 Fälle). 

15:49 Uhr Wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht noch zu zaghaft, sagte der CDU-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

Ob Mortadella oder Salami: Beim Toskanischen Markt gab es in der Vergangenheit stets allerlei Spezialitäten aus Pistoia zu kaufe
Ob Mortadella oder Salami: Beim Toskanischen Markt gab es in der Vergangenheit stets allerlei Spezialitäten aus Pistoia zu kaufen und zu verkosten. Wegen des Coronavirus wird es dazu heuer allerdings nicht kommen. Foto: Archiv: Gerlinde Trinkhaus
Ob Mortadella oder Salami: Beim Toskanischen Markt gab es in der Vergangenheit stets allerlei Spezialitäten aus Pistoia zu kaufen und zu verkosten. Wegen des Coronavirus wird es dazu heuer allerdings nicht kommen.
Foto: Archiv: Gerlinde Trinkhaus

14:30 Uhr Das Frühjahrs-Event »Fit in den Frühling« muss – dem Coronavirus COVID-19 geschuldet – heuer ohne italienisches Flair auskommen. Wie die Leiterin des Reutlinger Stadtmarketings, Tanja Ulmer, auf GEA-Nachfrage sagt, hat man sich mit den Gästen aus der befreundeten Kommune Pistoia jetzt darauf verständigt, am Wochenende 4./5. April keinen Toskanischen Markt anzubieten. »Möglicherweise«, so Ulmer, werde die sechzehnte Auflage des beliebten Spezialitäten-Mercato nebst Verkostung und Verköstigung aber »zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt«. Der verkaufsoffene Sonntag am 5. April soll - Stand jetzt - aber stattfinden. (ekü)

Ein Händler auf dem Toskanischen Markt. Foto: Archiv: Gerlinde Trinkhaus
Ein Händler auf dem Toskanischen Markt.
Foto: Archiv: Gerlinde Trinkhaus

11:52 Uhr Aus Angst vor dem Coronavirus sind einige Hundert Fußballfans dem Bundesliga-Topspiel Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund ferngeblieben. Borussia Mönchengladbach hatte im Vorfeld allen Kartenkäufern aus dem am meisten vom Virus betroffenen Kreis Heinsberg angeboten, den Ticketpreis zu erstatten. Davon hätten 550 Menschen Gebrauch gemacht, sagte ein Vereinssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Sie dürfen zusätzlich kostenlos zum nächsten Europapokal-Heimspiel. Das Angebot galt nur für Menschen aus dem Kreis Heinsberg. (dpa)

8:20 Uhr Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus legen viele Menschen auch in Deutschland derzeit Vorräte an - nach Ansicht eines Experten ist das allerdings nicht notwendig. Angesichts des Coronavirus »macht es überhaupt keinen Sinn, irgendwelche Lagerbestände anzuschaffen«, sagte der Referatsleiter in der Abteilung für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium, Michael Willms, in Stuttgart. (dpa)

7:04 Uhr Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, hat Italien nun große Teile im Norden abgesperrt. Das Land ist in Europa am stärksten vom Coronavirus betroffen. Mit der Abriegelung wurde die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Bürgern drastisch eingeschränkt. Davon betroffen sind unter anderem auch die Millionenstadt Mailand und die Touristenhochburg Venedig.  

In Deutschland hatte das Robert Koch-Institut (RKI) bis Samstagnachmittag 795 Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 erfasst - mehr als zehn Mal so viele wie noch eine Woche zuvor. Außer in Sachsen-Anhalt ist der Erreger in allen Bundesländern nachgewiesen worden. Die weitaus meisten Fälle bundesweit verzeichnete Nordrhein-Westfalen vor Baden-Württemberg und Bayern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte derweil ein europäisches Robert-Koch-Institut. »Die europäische Seuchenbehörde ECDC ist viel zu klein, um Epidemien wie diese vernünftig begleiten zu können«, sagte Spahn der »Bild am Sonntag«. Sie benötige einen größeren Etat und mehr Handlungsmöglichkeiten. (dpa)

6:00 Uhr Vor dem Koalitionsgipfel an diesem Sonntag hat der Deutsche Städtetag die Einrichtung eines Hilfsfonds für Unternehmen vor Ort gefordert, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten geraten. »Bundesmittel sollten in einen Fonds fließen, mit dem Unternehmen, aber auch stark betroffenen Selbstständigen unbürokratisch geholfen wird«, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung, der Deutschen Presse-Agentur.

Angedeutet hatte sich zuletzt, dass unter anderem die Hürden für Firmen gesenkt werden sollen, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Auch der SPD-Vorschlag, den eigentlich für 2021 geplanten Abbau des Solidaritätszuschlags auf diesen Sommer vorzuziehen, wird diskutiert. Im Raum stehen außerdem sogenannte Überbrückungskredite, um Unternehmen kurzfristig finanziell zu helfen, ebenso Bürgschaften oder Steuerstundungen. (dpa)

3:35 Uhr Schlimme Nachrichten aus China: In der chinesischen Stadt Quanzhou ist ein Hotel eingestürzt. 49 Menschen sollen gerettet worden sein, aber immer noch sollen Menschen in den Trümmern eingeschlossen sein. Das Gebäude wurde für Coronavirus-Patienten genutzt. (dpa)

Samstag, 7. März 2020

21:38 Uhr Weitere zwölf Reiserückkehrer aus Südtirol wurden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet: Die Zahl der Fälle in Baden-Württemberg steigt nun auf 182. Betroffen sind die Landkreise Rastatt (2 Fälle), Ludwigsburg (2 Fälle), Biberach (1 Fall), der Alb-Donau-Kreis (1 Fall), Landkreis und Stadt Karlsruhe (4 Fälle) sowie Mannheim (1 Fall) und Baden-Baden (1 Fall).

15:26 Uhr Das Sozialministerium meldete am Samstagnachmittag 54 neue Infektionen im Südwesten. Die Zahl der Corona-Fälle in Baden-Württemberg steigt somit auf 170. Obwohl mittlerweile fast alle Landkreise betroffen sind, gibt es im Kreis Reutlingen weiterhin keinen bestätigten Fall.

Betroffen von den nun bekannt gewordenen Infektionen sind die Landkreise Main-Tauber (21 Fälle, alle Rückkehrer einer Reisegruppe aus Südtirol), Heilbronn (6 Fälle), Esslingen (2 Fälle), Emmendingen (2 Fälle), Heidenheim (2 Fälle), Breisgau-Hochschwarzwald (1 Fall), Göppingen (1 Fall), Konstanz (1 Fall) und Biberach (1 Fall) sowie der Ortenaukreis (4 Fälle), der Rhein-Neckar-Kreis (3 Fälle), der Schwarzwald-Baar-Kreis (1 Fall), der Enzkreis (1 Fall) und die Städte Stuttgart (4 Fälle), Heidelberg (3 Fälle) und Mannheim (1 Fall). 

Baden-Württemberg, Biberach an der Riß: Ein Schild mit der Aufschrift »Die Schule ist aufgrund von bisher unbestätigten Verdachtsfällen geschlossen. Die individuelle Beratung kann daher heute nicht stattfinden.« hängt an der Eingangstür der Dollinger-Realschule. Im Landkreis Biberach gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. 20 Schulen und vier Kindergärten sollen am Montag geschlossen bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Biberach. Foto: Felix Kästle/dpa
Baden-Württemberg, Biberach an der Riß: Ein Schild mit der Aufschrift »Die Schule ist aufgrund von bisher unbestätigten Verdachtsfällen geschlossen. Die individuelle Beratung kann daher heute nicht stattfinden.« hängt an der Eingangstür der Dollinger-Realschule. Im Landkreis Biberach gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. 20 Schulen und vier Kindergärten sollen am Montag geschlossen bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Biberach.
Foto: Felix Kästle/dpa

9:00 Uhr In Baden-Württemberg ankommende Flüchtlinge sollen auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Darauf haben sich das Innen- und das Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart verständigt. 

8:00 Uhr GEA-Wirtschaftsredakteur Armin Zimny widmet sich in der Kolumne »Gelebte Wirtschaft« den Corona-Hamsterkäufern - und findet, dass einige Zeitgenossen »eindeutig auf der Stufe der Jäger und Sammler stehen geblieben« sind.

Einen Vorteil attestiert er dem Ganzen immerhin: Vermutlich war »das Bewusstsein für Hygiene und ausgiebiges Händewaschen noch nie so ausgeprägt wie heute«. Die ganze Kolumne haben wir hier im Liveticker verlinkt. (zim)

GEA-Politikredakteur Oliver Jirosch hat sich in der heutigen Ausgabe unserer Zeitung einem anderen Aspekt des Virus gewidmet: Warum greifen die Behörden zu so drastischen Maßnahmen (Veranstaltungen werden abgesagt, Schüler müssen daheim bleiben), obwohl deutlich weniger Menschen am Coronavirus erkrankt sind, als Jahr für Jahr an der Grippe?

Der ganze Artikel ist im Liveticker verlinkt - ein Aspekt aber schon hier: Warum werden so viele Veranstaltungen abgesagt? Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, die natürlich viel größer ist, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind. Damit soll Zeit gewonnen werden. Viele Mediziner räumen ein, dass man noch nicht so viel weiß über das neue Coronavirus und darüber, wie es sich entwickelt. Das geben viele Mediziner zwar zu, wollen aber nicht namentlich zitiert werden, weil sie um ihr wissenschaftliches Renommee fürchten. (oje)

7:00 Uhr Zum Beginn des Wochenendes die neusten Zahlen aus dem Sozialministerium: 116 bestätigte Corona-Fälle im Südwesten. Aus dem Landkreis Tübingen (2 Fälle) und Reutlingen (0 Fälle) gibt es keine Neuigkeiten. 

Bei immer mehr Menschen in ganz Deutschland wird das neue Coronavirus nachgewiesen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet von inzwischen rund 640 Fällen, das sind mehr als zehn Mal so viele wie eine Woche zuvor. (dpa)

Freitag, 6. März 2020

20:44 Uhr Die Online-Handelsplattform Ebay hat den Verkauf von Atemschutzmasken, Hand-Desinfizierern und anderen antibakteriellen Reinigungsprodukten auf seiner US-Website verboten. (dpa)

17:35 Uhr Das Arztmobil in Tübingen wurde heute offenbar von Menschen überrannt, die fürchten, das Coronavirus zu haben. Meldungen, dass Südtirol nun als Risikogebiet gilt und Schüler nach Hause geschickt wurden, die sich dort vor Kurzem aufgehalten haben, haben offenbar einen Schub ausgelöst. »Wir wurden vollkommen überrannt«, sagt Lisa Federle. Die DRK-Vorsitzende und Leitende Notärztin berichtet, man habe Patienten abweisen müssen.

Das Ärztemobil ist wieder im Einsatz: Lisa Federle nimmt einen Abstrich. Foto: Markus Niethammer
Das Ärztemobil ist wieder im Einsatz: Lisa Federle nimmt einen Abstrich.
Foto: Markus Niethammer

Wie die Leiterin der Gesundheitsabteilung im Landkreis, Birgit Walter-Frank, hervorhebt, sind bei den bisherigen Tests in Tübingen keine neuen Corona-Fälle gefunden worden. Federle und Landrat Joachim Walter plädierten für Augenmaß: Husten, Schnupfen, Heiserkeit seien in der gegenwärtigen Saison keine Seltenheit. Das Arztmobil beim Bergfriedhof sei eingerichtet für Menschen, bei denen ein begründeter Verdacht bestehe, weil sie sich im Risikogebiet aufgehalten haben und über Symptome klagen. (jk)

15:00 Uhr Weil die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus im Südwesten weiter steigt, hat der Württembergischen Fußball-Verband (WFV) geprüft, ob eine Einstellung des Spielbetriebs erforderlich ist. »Im Ergebnis haben wir uns dazu entschieden, von einer solchen Maßnahme im Moment abzusehen«, teilte der WFV mit. »Wir vertrauen insoweit auf die zuständigen Gesundheitsbehörden, die bisher keine Verbote ausgesprochen haben.« Der Verband empfiehlt Spielern, auf den ansonsten üblichen Handshake vor Anpfiff zu verzichten. Die Staffelleiter seien vom WFV instruiert worden, Anträgen auf Spielverlegungen aufgrund entsprechender Verdachtsfälle in einer Mannschaft großzügig zu entsprechen. Bundesweit sehen derzeit auch die anderen Landesverbände – mit Ausnahme des besonders betroffenen Landkreises Heinsberg in Nordrhein-Westfalen – von Spielabsagen ab. (pm)

13:45 Uhr Fünf Lehrer und rund 20 Schüler des Metzinger Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums wurden am Freitag nach Hause geschickt. Sie alle waren in den vergangenen 14 Tagen in Südtirol gewesen - das am Donnerstagabend zum Corona-Risikogebiet erklärt worden war. Das ist kein Einzelfall - wie schon erwähnt hat die Landeregierung alle Südtirol-Rückkehrer dazu aufgerufen, 14 Tage daheim zu bleiben.

»Wir hatten diese Maßnahme schon beschlossen, bevor gegen 10 Uhr die entsprechende Anweisung aus dem Kultusministerium kam«, sagt Schulleiter Matthias Pröhl. Man habe die Eltern angerufen und abgeklärt, ob man das Kind heim schicken kann. »Dass die Kinder in Südtirol waren, mussten sie nicht nachweisen«, sagt Pröhl - wie schon bei Orkan »Sabine«.

Schulbefreiung als Quarantäne-Maßnahme sei eine schwierige Sache, sagt er: Manche Eltern halten das für übertrieben, manche befürchten, dass ihr Kind stigmatisiert wird, andere finden die Maßnahme gerechtfertigt. Die betroffenen Lehrer und Schüler müssen daheim bleiben, bis 14 Tage seit ihrer Rückkehr vergangen sind.

Er selbst sei »etwas verwundert über die ganze Aufregung« rund um das Virus, so Pröhl weiter. »Bedauerlich finde ich auch die nicht richtig abgestimmten Quarantäne-Maßnahmen der verschiedenen Stellen, das erschwert das Alltagsgeschäft.« Kinder und Lehrer, die bereits negativ auf das Virus getestet wurden, dürfen die Schule weiter besuchen. (kk)

Das Dietrich Bonhoeffer Gymnasium
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Foto: Markus Pfisterer
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium.
Foto: Markus Pfisterer

12:48 Uhr Aus Rücksicht auf die »vorwiegend älteren interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger in Reutlingen« wurde den zwei Veranstaltungen zum jüdischen Leben abgesagt. Organisator ist die Evangelische Bildung Reutlingen. (pm)

11:44 Uhr Nun sind es 96 Infizierte in Baden-Württemberg: Betroffen von den neuen Fällen ist der Rems-Murr-Kreis (1 Fall), der Ortenaukreis (2 Fälle), die Stadt Heilbronn (1 Fall) sowie die Landkreise Biberach (1 Fall), Emmendingen (1 Fall) und Calw (1 Fall).

11:40 Uhr Die Landesregierung hat Reiserückkehrer aus Südtirol aufgerufen, wegen des neuartigen Coronavirus vorläufig zu Hause zu bleiben. Dies gelte für jeden, der sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in Südtirol aufgehalten habe, teilte das Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mit. Es gehe darum, unabhängig von Symptomen unnötige Kontakte zu vermeiden. Laut Kultusministerium gilt der Hinweis auch für Schüler und Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieherinnen. (dpa)

11:15 Uhr Der Titel des 25. James Bond Film passt nicht in eine Zeit, in der die Coronavirus-Pandemie die ganze Welt bewegt: »No Time To Die«. Wenige Wochen vor der geplanten Premiere wurde der Start des neuen 007-Epos verschoben. Wir haben nachgefragt, was das für Kinos bedeutet. (zen)

10:50 Uhr Der Landkreis Esslingen richtet die zwei ersten Stationen für Coronavirus-Tests im Land ein, an denen Menschen aus ihrem Auto heraus eine Probe entnehmen lassen können. Einwohner des Landkreises, die aufgrund ihrer Symptome befürchten, am neuartigen Coronavirus erkrankt zu sein, können von Montag an zu einer der beiden Stationen fahren und einen Abstrich entnehmen lassen. »Man bleibt dann einfach im Auto sitzen und kurbelt das Fenster runter«, sagte am Freitag der Leiter des Landratsamts, Peter Keck. (dpa)

10:22 Uhr Das Landratsamt Reutlingen teilt mit, dass es im Kreis weiterhin keinen bestätigten Corona-Fall gibt. Bis Donnerstag wurden insgesamt 36 Abstriche durchgeführt, keiner davon war positiv. Das Bürgertelefon hat seine Sprechstunden ab dem kommenden Wochenende erweitert: Es ist jeden Tag von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 07121 4804399 zu erreichen. (pm) 

9:00 Uhr Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auch wegen der Ausbreitung des Coronavirus zeigt sich der Vorstandsvorsitzende der Hugo Boss AG, Mark Langer optimistisch. (zim)

8:00 Uhr Das neuartige Coronavirus macht vielen Menschen Sorge. Und es fordert Forscher heraus - auch in Baden-Württemberg. Die Tübinger Biotechfirma CureVac sucht nach einem Impfstoff. (dpa) 

7:00 Uhr Das Sozialministerium meldet, dass es nun 89 Corona-Fälle in Baden-Württemberg gibt. Die neusten Fälle stammen aus dem Zollernalbkreis (8 Fälle) und dem Hohenlohekreis (1 Fall). Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus kommen die EU-Gesundheitsminister zu einem weiteren Sondertreffen in Brüssel zusammen. Ziel der Beratungen, an denen auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilnimmt, ist eine enge Koordinierung.

Bis Donnerstagabend waren nach Angaben der EU-Behörde ECDC in Europa rund 4200 Infektionen registriert. Besonders betroffen ist Italien mit laut Zivilschutz 148 Toten und mehr als 3800 Infizierten. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher Infektionen bei 400 Menschen nachgewiesen. (pm/dpa)

Donnerstag, 5. März 2020

16:24 Uhr Vor dem Hintergrund der möglichen Gefahr durch das Coronavirus hat der BUND Kreisverband Reutlingen entschieden, den Warentauschtag bei den Technischen Betriebsdiensten Reutlingen (TBR) am Samstag, 21. März, abzusagen. (pm)

15:56 Uhr Chinesischer Studenten werden in Tübingen wegen des Coronavirus diskriminiert. Davon berichteten sie in einem gemeinsamen Pressegespräch vom Verein der Chinesischen Studenten und Wissenschaftler in Tübingen und dem Verein Adis, der sich für Antidiskriminierung einsetzt, am Donnerstagnachmittag in Tübingen.

Vermehrt seien Chinesen in Tübingen in den vergangenen Wochen verbal und non-verbal angegangen worden. Passanten riefen in ihrer Gegenwart unvermittelt »Coronaviurs« oder machten einen weiten Bogen um sie. Der Student der Deutschen Literaturwissenschaft, Yuchen Liu, berichtete, dass eine Verkäuferin in einem Supermarkt Desinfektionsmittel in seine Richtung und auf das Kassenband gesprüht hat, um sich offenbar vor dem Coronavirus zu schützen. »Mir ist das schon zum zweiten Mal passiert«, sagte er. (sapo)

15:33 Uhr Sieben neue Fälle im Südwesten: Das teilt das Sozialministerium mit. Betroffen sind die Landkreise Esslingen (3 Fälle) und Rhein-Neckar-Kreis (1 Fall), der Zollernalbkreis (1 Fall), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Landkreis Karlsruhe (1 Fall). Damit steigt die Zahl der Infektionen im Land auf 80.

13:06 Uhr Das Landratsamt Reutlingen teilt in seiner Pressemitteilung mit, dass es weiterhin keinen bestätigten Corona-Fall im Kreis gibt. Der ärztliche Fahrdienst hat bis Mittwoch 28 Abstriche bei Verdachtsfällen genommen - keiner war positiv. (pm)

12:29 Uhr Die Bildungsmesse »didacta« in Stuttgart wird aufgrund des neuartigen Coronavirus verschoben. Sie hätte ursprünglich vom 24. bis zum 28. März stattfinden sollen. (pm)

12:20 Uhr Am Donnerstagmittag meldete das Sozialministerium acht neue bestätigte Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg. Betroffen sind die Landkreise Esslingen (5 Fälle) und Ravensburg (1 Fall), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Stuttgart (1 Fall). Damit steigt die Zahl der Infektionen im Land auf 73.

7:00 Uhr Laut Sozialministerium gibt es in Baden-Württemberg nun 65 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Die sieben neusten Fälle wurden aus folgenden Landkreisen gemeldet: Alb-Donau-Kreis (2 Fälle), Landkreis Heilbronn (4 Fälle) und Stuttgart (1 Fall).

GEA-Berichterstattung In der aktuellen Ausgabe unserer Zeitung gibt es mehrere Berichterstattungen über das neuartige Coronavirus. GEA-Sportredakteur Manfred Kretschmer wurde nach einem Urlaub in Venedig zum Corona-Verdachtsfall. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland erlebte er eine Odyssee zwischen Ärzten und Ämtern, bis endlich feststand: Er hatte sich nicht infiziert. In seinem Artikel schildert er, was er in dieser unklaren Zeit erlebt hat. In Tübingen wurde das Arztmobil, das schon während der Flüchtlingskrise gute Dienste leistete, wieder aktiviert: Es steht vorläufig am Parkplatz des Bergfriedhofs - hier können sich begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus testen lassen. 

Auch im GEA-Sportteil ist das Virus ein großes Thema: Eine Verlegung oder Absage der Olympischen Spiele 2020 in Tokio ist für den IOC-Präsidenten trotz Coronavirus offiziell kein Thema. In Japan denkt man anders.

Mittwoch, 4. März 2020

15:00 Uhr In Baden-Württemberg haben sich nachweislich mittlerweile 50 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Wie das Sozialministerium mitteilte, kamen am Mittwochnachmittag noch einmal sechs Fälle hinzu. Es geht um eine 46 Jahre alte Frau aus dem Main-Tauber-Kreis, die zuvor in Südtirol war, um einen 61 Jahre alten Mann aus Ludwigsburg, der in Neapel in Italien war, und um eine 55 Jahre alte Frau aus Stuttgart, die aus Barcelona (Spanien) zurückgekehrt war. Bei drei Fällen im Rhein-Neckar-Kreis handelt es sich um einen 55-Jährigen, der zuvor Kontakt zu einer infizierten Person hatte, um einen 36 Jahre alten Reiserückkehrer aus dem Iran und um einen 55-Jährigen, der zuvor in Südtirol gewesen war.

15:00 Uhr Auch die Deutsche Bahn reagiert nun auf Corona: »Aufgrund der wachsenden Zahl der Corona-Erkrankungen in Baden-Württemberg werden die Desinfektionsmaßnahmen in den Nahverkehrszügen verschärft«, teilt das Verkehrsministerium mit. Handgriffe und Toiletten werden nun mit speziellen Desinfektionsmitteln gereinigt. (pm)

14:55 Uhr Das Landratsamt Böblingen bestätigt auf Nachfrage, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen, bei denen der Landkreis der alleinige Veranstalter ist, zunächst abgesagt sind. Diese Vorsichtsmaßnahme gelte zunächst nur für den März, so Pressesprecherin Rebecca Kottmann. Im Landkreis Böblingen gibt es aktuell einen bestätigten Corona-Fall. (kk)

13:20 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiteren Infektionen mit dem neuen Coronavirus. »Der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht«, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Die Behörden zielten weiterhin darauf, die Entwicklung zu verlangsamen und einzudämmen. »Die Sicherheit der Bevölkerung geht im Zweifel vor, auch vor wirtschaftlichen Interessen.« Spahn rief die Bürger zugleich zu Besonnenheit und Zusammenhalt auf. (dpa)

12:30 Uhr Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus untersagt die Bundesregierung den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung. Ein entsprechendes Verbot wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht.

12:18 Uhr Viele Arbeitnehmer fragen sich, wie sie sich im Falle einer Corona-Infektion verhalten sollen und ob sie weiter Gehalt bekommen. Der Berliner Rechtsanwalt Johannes von Rüde hat der Deutschen Presse-Agentur Fragen dazu beantwortet (den Link finden Sie in diesem Artikel). Ein kleiner Auszug: "Bei einer regulären Krankmeldung bekommen Arbeitnehmer weiter ihr Gehalt gezahlt. Sollte allerdings der Verdacht einer Corona-Infektion bestehen, könnten Betroffene unter Umständen auch das Recht auf eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz haben.

In § 56 Infektionsschutzgesetz heißt es dazu, dass jemand, der als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld." (dpa)

12:14 Uhr Die Messe Frankfurt hat die Musikmesse, die vom 2. bis zum 4. April in Frankfurt am Main stattfinden sollte, aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus verschoben. (pm)

12:10 Uhr  Wegen eines Corona-Verdachtsfalls ist in Frankfurt ein ICE gestoppt worden. Das teilte die Bundespolizeiinspektion am Mittwochmittag mit. Am Vormittag sei die Meldung eingegangen, »dass sich in einem ICE aus Kiel eine männliche Person mit Verdacht auf den Corona-Virus befinden würde«, hieß es in der Mitteilung. Der Zug war unterwegs nach Stuttgart, an Bord seien 300 Reisende. (dpa)

11:50 Uhr Aus Sorge vor dem Coronavirus schränken die Rhein-Neckar Löwen den Kontakt zu ihren Fans ein. So soll es unter anderem nach den Heimspielen des Handball-Bundesligisten »auf unbestimmte Zeit« keine Autogrammstunden mehr geben, wie der Club am Mittwoch mitteilte. (dpa)

10:00 Uhr Das Sozialministerium meldet nun insgesamt 44 Fälle im Südwesten. Die sieben neuen Fälle verteilen sich auf Freiburg (3 Fälle), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Ulm (3 Fälle).

9:42 Uhr Das Tübinger Uniklinikum teilt mit: In enger Abstimmung mit der Abteilung Gesundheit des Landratsamts in Tübingen habe man die drei mit dem Coronavirus infizierten Patienten am Dienstagabend in die häusliche Isolation entlassen. Bei den drei Patienten handelt es sich um eine 24-jährige Studentin und ihren Vater, einen Oberarzt am Klinikum. Der dritte Patient ist der Partner der 24-Jährigen.

Das Reutlinger Landratsamt hatte am Dienstag in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass man im Kreis (bisher ohne Infizierte) nur Patienten mit starken Symptomen in der Klinik behandeln werde. Wieso wurden also die drei Tübinger Patienten, die alle nur leichte Symptome zeigten, mehrere Tage isoliert in der Klinik behandelt? Die Uniklinik teilt auf GEA-Anfrage mit, dass man nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts gehandelt habe: »An diese Richtlinien haben wir uns zu einem Zeitpunkt, als es deutschlandweit noch sehr wenige Fälle gab, initial gehalten. Zur Erinnerung: Bei den ersten beiden Tübinger Fällen handelte es sich um Patient 2 und 3 in Baden-Württemberg.« (kk)

07:00 Uhr Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Baden-Württemberg ist an diesem Mittwoch (9.00 Uhr) Thema im Landtag. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) berichtet zunächst, wie die Lage ist. Im Anschluss ist eine Debatte geplant. Im Südwesten war die erste Infektion mit dem Virus am 25. Februar bestätigt worden. Es handelte sich um einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Göppingen, der sich zuvor in Italien aufgehalten hatte. Seitdem sind mehrere bestätigte Fälle hinzugekommen. Nach Luchas Worten zeigen die Patienten aber bislang milde Krankheitsverläufe. Die Behörden erwarten eine steigende Zahl von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Sie wollen aber eine schnelle Ausbreitung verhindern. (dpa)

Landtag Stuttgart
Abgeordnete sitzen während der Landtagssitzung auf ihren Plätzen. Foto: Tom Weller/dpa
Abgeordnete sitzen während der Landtagssitzung auf ihren Plätzen. Foto: Tom Weller/dpa

6:00 Uhr Das Coronavirus stoppt auch die Friseure: Eigentlich wollte die Friseur-Innung am Sonntag, 15. März, ihre neuesten Kreationen für die Saison Frühjahr/Sommer präsentieren. Daraus wird wohl nichts: »Die Präsentation der Frisurenmode wird abgesagt«, lässt die Innung in einer Pressemitteilung verlauten. Aufgrund der verstärkten Verbreitung des Coronavirus und der aktuellen Entwicklungen habe sich der Vorstand »nach intensiver Beratung« dazu entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Die Veranstaltung werde ersatzlos gestrichen. (GEA)

Dienstag, 3. März 2020

16:14 Uhr Die Zahl der Infektionen in Baden-Württemberg steigt auf 30: Bei den beiden zuletzt gemeldeten Fällen geht es um einen 44 Jahre alten Mann aus dem Rems-Murr-Kreis, bei dem der Hausarzt nach leichten Symptomen einen Abstrich genommen habe. Der Test fiel positiv aus – der Mann soll stationär behandelt werden. Zudem wurde die Infektion bei einem 45 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg nachgewiesen. Er hatte sich zuvor in Südtirol aufgehalten und war mit einem leichten grippalen Infekt zum Hausarzt gegangen. 

15:50 Uhr Ein Coronavirus-Verdacht im Landtag gefährdet die an diesem Mittwoch geplante Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Ein 56-jähriger CDU-Landtagsabgeordneter befindet sich in Quarantäne, weil der Verdacht besteht, dass er sich im Winterurlaub in Italien mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert hat. Ein Testergebnis wurde für Dienstagabend erwartet. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird die für Mittwoch angesetzte Wahl eines neuen Regierungschefs nach Angaben von Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke) verschoben. (dpa)

Dr. Christiane Schlegel vom Kreisgesundheitsamt führt den örtlichen Medien vor, in welcher Schutzausrüstung Ärzte Abstriche von Personen nehmen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Foto: Kathrin Kammerer
Dr. Christiane Schlegel vom Kreisgesundheitsamt führt den örtlichen Medien vor, in welcher Schutzausrüstung Ärzte Abstriche von Personen nehmen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind.
Foto: Kathrin Kammerer

14:50 Uhr Infos aus der Pressekonferenz des Landkreises Reutlingen: Stand jetzt gibt es im Landkreis Reutlingen keinen laborbestätigten Fall. Es wurden insgesamt 20 Abstriche gemacht, 18 davon bei begründeten Verdachtsfällen. 

Am Bürgertelefon des Landkreises wurden am Wochenende 80 Anrufer betreut, gestern waren es 120, das Interesse ist insgesamt groß. Die Nummer 07121 4804399 ist tagsüber von 8 bis 16 Uhr besetzt, es wurden zusätzliche Telefonplätze geschaffen, damit Anrufer rasch einen Mitarbeiter an der Strippe haben. Außerhalb dieser Zeiten gibt es einen Bereitschaftsdienst, es ist also rund um die Uhr ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu erreichen.

Dr. Dieter Mühlbayer, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Bluttransfusionswesen und Ärztliches Qualitätsmanagement an den Reutlinger Kreiskliniken, betont: »85 Prozent der Erkrankten haben nur leichte Symptome wie einen Schnupfen, Halsweh oder Husten.« Sollten solche Fälle in der Zukunft auch im Landkreis auftreten, werden diese nicht in der Klinik behandelt. Nur Menschen mit schweren Verläufen, die beispielsweise eine Lungenentzündung bekommen, werden stationär behandelt.

An den drei Standorten der Kreiskliniken gäbe es insgesamt 80 Plätze zur Isolation für schwere Fälle, zudem rund 30 Beatmungsplätze.

Landrat Thomas Reumann bei einer Pressekonferenz zum Coronavirus (Archivbild) Foto: Kathrin Kammerer
Landrat Thomas Reumann bei einer Pressekonferenz zum Coronavirus (Archivbild)
Foto: Kathrin Kammerer

Wenn im Landkreis ein begründeter Verdachtsfall vorliegt, wird die Person aktuell von Ärzten aufgesucht. »Wir wollen die sozialen Kontakte der Verdachtsfälle reduzieren«, sagt Landrat Thomas Reumann. Man wolle weitere Ansteckungen verhindern. Alle Teilnehmer der Pressekonferenz betonen: Wer befürchtet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, der soll keine Arztpraxis aufsuchen - denn auf diese Weise könnten sie weitere Personen im Wartezimmer anstecken.

Sollten die Fälle der Infizierten im Kreis irgendwann zunehmen, könne man das Ärzte-Team, das den Fahrdienst aktuell übernimmt, auch aufstocken. Wenn diese Vorgehensweise gar nicht mehr ausreicht, um alle Verdachtsfälle aufzusuchen, werde man zwei zentrale Stellen im Landkreis schaffen, bei denen sich Personen testen lassen können. (sä/kk)

Dr. Christiane Schlegel führt vor, wie sich Ärzte schützen, wenn sie Verdachtsfälle überprüfen oder mit bestätigten Corona-Patienten in Kontakt kommen: Schutzanzug, Haube auf den Kopf, FFP3-Schutzmaske, Handschuhe und Schutzvisier. Foto: Kathrin Kammerer
Dr. Christiane Schlegel führt vor, wie sich Ärzte schützen, wenn sie Verdachtsfälle überprüfen oder mit bestätigten Corona-Patienten in Kontakt kommen: Schutzanzug, Haube auf den Kopf, FFP3-Schutzmaske, Handschuhe und Schutzvisier.
Foto: Kathrin Kammerer

14:15 Uhr Die Leipziger Buchmesse ist wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. (dpa)

13:30 Uhr Bei den 28 Menschen im Südwesten, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, gibt es nach Angaben der Regierung bislang milde Krankheitsverläufe. Nach dem bisherigen Kenntnisstand gelte, dass für ältere Menschen und für Menschen mit Vorerkrankungen eine stärkere Gefahr bestehe, schwerer zu erkranken, sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, man nehme jeden Fall ernst. »Wir gehen entschlossen, aber auch besonnen an die Aufgabe heran.«

Lucha geht nach eigenen Worten von einem weiteren Anstieg der Infizierten aus - konkrete Zahlen nannte er hier aber nicht. Unter anderem sei geplant, pensionierte Ärzte zu reaktivieren, die notfalls bei der medizinischen Versorgung der Menschen mithelfen könnten. (dpa)

11:22 Uhr Hat er den Coronavirus-Test gemacht oder hat er nicht? Papst Franziskus leidet an einer Erkältung, und seit Tagen wird spekuliert, ob er sich auf das neuartige Virus testen ließ, das sich in Italien besonders stark ausgebreitet hat. Die römische Zeitung »Il Messaggero« berichtete nun, dass Franziskus eine Probe abgegeben habe und negativ sei. Der Vatikan äußerte sich dazu am Dienstag nicht. (dpa)

10:40 Uhr Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Baden-Württemberg auf 28 gestiegen. Das Sozialministerium teilte am Dienstagmorgen in Stuttgart mit, dass zwei weitere Fälle bekanntgeworden seien. Demnach handelt es sich um einen 61 Jahre alten Mann aus dem Zollernalbkreis, der mit einer Reisegruppe zum Skifahren in Südtirol war. Er habe am Montag Symptome gezeigt und befinde sich in häuslicher Isolation. Bei dem anderen Fall geht es um eine 45 Jahre alte Frau aus dem Stadtkreis Ulm, die ebenfalls zum Skiurlaub in Südtirol war. Sie wird in der Universitätsklinik Ulm isoliert versorgt. (dpa)

10:20 Uhr Als erster großer Tech-Konzern empfiehlt Twitter seinen fast 5000 Angestellten Heimarbeit wegen der Coronavirus-Ausbreitung. Andere Firmen greifen nur punktuell zu solchen Maßnahmen - wie etwa Google in Finnland. (dpa)

7:00 Uhr Die Lage nach den ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Baden-Württemberg steht an diesem Dienstag im Mittelpunkt der Regierungs-Pressekonferenz. In Stuttgart stellen sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Lucha (beide Grüne) den Fragen der Journalisten. (dpa)

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6:55 Uhr In fast allen Bundesländern gibt es seit Montagabend nachgewiesene Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus in Deutschland auf rund 170. (dpa)

Montag, 2. März 2020

18:10 Uhr Der Verband der niedergelassenen Ärzte plädiert angesichts einer Flut ängstlicher Menschen in den Praxen für zentrale Stellen zum Abklären einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. Ihre Praxis werde geradezu überlaufen von Menschen, die meinen, sich infiziert zu haben, sagte die Landeschefin des NAV-Virchow-Bundes, Brigitte Szaszi, aus Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg) am Montag. »Die Leute sind ein bisschen hysterisch.« (dpa)

16:51 Uhr Das Landratsamt Reutlingen meldet, dass der am Freitag im Kreis Reutlingen getestete Verdachtsfall negativ ist. Es gibt also weiterhin keinen im Labor bestätigten Verdachtsfall im Landkreis Reutlingen. (zen)

15:45 Uhr Während die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg steigt, warnen Verbände vor den Folgen übertriebener Ängste. Nicht nur die Blutspenden gehen zuneige, auch die Hausärzte melden Probleme. (dpa)

15:10 Uhr Das größte Gymnasium in Baden-Württemberg, das Marbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium, hat seinen jüngeren Schülern am Montag schulfrei gegeben, um besser gegen das Coronavirus gerüstet zu sein. (dpa)

15:00 Uhr Praxisärzten im Südwesten gehen Schutzmasken und -brillen gegen das Coronavirus aus: »Wir verfügen nur noch für wenige Tage über Schutzmaterial für die Abstriche«, sagte der Vorsitzende des Mediverbundes, Werner Baumgärtner, am Montag in Stuttgart. (dpa)

Atemschutzmaske
Ein Apotheker hält in einer Apotheke eine FFP2 Atemschutzmaske. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
Ein Apotheker hält in einer Apotheke eine FFP2 Atemschutzmaske. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

14:30 Uhr Die baden-württembergische Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, ist überrascht von den Ängsten der Lehrkräfte vor dem neuartigen Coronavirus. »Zunächst habe ich gedacht, sie gehen entspannt in die Schule«, sagte Moritz am Montag dem Südwestrundfunk. »Mich haben über das Wochenende aber einige Mails erreicht, die von «extremer Angst» und von «Katastrophenlage» in Baden-Württemberg sprechen. Das hat mich angesichts der Situation doch überrascht.« (dpa)

12:00 Uhr Vor dem Hintergrund der möglichen Gefahr durch den Corona-Virus hat der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Reutlingen e.V. entschieden, die Spielzeugbörse bei den Technischen Betriebsdiensten (TBR) am Samstag, 7. März, abzusagen. Der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Reutlingen e.V. ist Veranstalter der Spielzeugbörse, die regelmäßig bei den TBR stattfindet. Bis zu 400 Menschen, Verkäufer und Käufer, darunter viele Kinder, werden bei dieser Veranstaltung in der Fahrzeughalle der TBR erwartet. Familien- und Kinderschutz stehen für den Verein an oberster Stelle, daher diese Entscheidung. (GEA)

11:24 Uhr Der SPD-Gesundheitspolitiker und Mediziner Karl Lauterbach hat gefordert, mehr Menschen auf das neuartige Coronavirus zu testen, um Risiken besser abschätzen zu können. »Wir haben noch kein gutes Gefühl dafür, wie weit das Virus zum jetzigen Zeitpunkt verbreitet ist in Deutschland«, sagte Lauterbach am Montag im Deutschlandfunk. Corona-Fälle, die heute anhand von Symptomen festgestellt würden, seien vor einer Woche oder vor zwei Wochen entstanden. Daher müsse man »mehr spontan testen«, sagte Lauterbach.

Derzeit sei Deutschland in einer »kritischen Phase«, die Absage von Großveranstaltungen sei zum jetzigen Zeitpunkt »sehr wichtig«. Mit Sorge sieht Lauterbach allerdings die Verfügbarkeit von Pflegekräften. »Der Mangel an hoch qualifiziertem Pflegepersonal insbesondere in der Intensivpflege ist das Nummer-eins-Problem, wenn die Epidemie sich wirklich stark ausbreiten würde in Deutschland«, sagte Lauterbach. (dpa)

10:00 Uhr Am Freitagabend hatte es erste Gerüchte über Corona-Infektionen im Landkreis Reutlingen gegeben. Diese Gerüchte konnte Landrat Thomas Reumann auf GEA-Anfrage am Freitagabend nicht bestätigen. Er sagte: Bei einer Person sei vorsichtshalber ein Abstrich gemacht worden, um eine Infektion auszuschließen; es bestehe ein »geringer« Verdacht. Der Abstrich werde am Montag untersucht. Auf erneute Nachfrage unserer Zeitung teilte die Pressestelle des Landratsamtes am Montagmorgen nun mit, dass am Montagnachmittag ein Ergebnis des Tests erwartet wird. (sä/kk)

9:41 Uhr Wie das Ministerium für Soziales und Integration mitteilt, gibt es in Baden-Württemberg aktuell 25 bestätigte Corona-Infektionen. Am späten Sonntagabend waren fünf weitere Fälle im Landkreis Heilbronn bestätigt worden. (dpa)

4:00 Uhr In Deutschland sind mittlerweile in 10 der 16 Bundesländer Fälle des neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Mehr als 130 Infektionen waren es bis zum späten Sonntagabend nach Angaben der Behörden in den Ländern. Aus dem Saarland und den meisten neuen Bundesländern wurden bis zum Wochenende keine Coronavirus-Infektionen berichtet. Am späten Sonntagabend wurde der erste nachgewiesene Fall in Berlin bekannt.

In vielen Apotheken und bei Großhändlern gibt es keine Desinfektionsmittel mehr. »Desinfektionsmittel sind derzeit knapp, in vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen. Die Apotheken in Nordrhein haben in der vergangenen Woche so viel Desinfektionsmittel verkauft wie sonst in zwei Jahren«, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Düsseldorfer »Rheinischen Post« (Montag). (dpa)

Mittwoch, 26. Februar 2020

Bei einer Pressekonferenz bestätigt die Uniklinik Tübingen nun zwei Infektionen mit dem Coronavirus. Bei den Erkrankten handelt es sich um eine 24-jährige Studentin und ihren Vater, der am Uniklinik als Oberarzt tätig ist. Die Studentin war gemeinsam mit dem aus Göppingen erkrankten Mann in Italien gewesen und kehrte am Sonntag zurück nach Deutschland. Beim Wiedersehen mit ihrem Vater hat sie diesen offenbar angesteckt. Beiden Patienten gehe es gut, teil die Klinik einen Tag später mit. Am 29. Februar veröffentlicht der Spiegel ein Interview mit dem Oberarzt, in dem dieser über seine Isolation im Krankenhaus spricht und mitteilt, dass es ihm gut gehe. (GEA)

Mittwoch, 29. Januar 2020

Am Tübinger Uniklinikum wird der erste Mann in unserem Verbreitungsgebiet behandelt, bei dem der Verdacht besteht, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Der Verdacht erweist sich als unbegründet: Einen Tag später gibt das Uniklinikum Entwarnung.  Der 26-Jährige war drei Wochen lang durch China gereist und hatte dort auch die Stadt Wuhan besucht. (GEA)