Logo
Aktuell Impfstoff

Linke-Fraktion im Tübinger Gemeinderat fordert Zivilklausel für CureVac

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

TÜBINGEN. Die Linke-Fraktion im Tübinger Gemeinderat nimmt zu Berichten Stellung, wonach sich die USA den bei CureVac in Tübingen entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus sichern wollen:

"Wenn es der Firma CureVac in Tübingen gelingen sollte, einen maßgeblichen Beitrag zur Herstellung eines Corona-Impfstoffs zu leisten, wäre das ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen das Virus. Das Vorhaben muss mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden.

Problem: Nun beansprucht nach Zeitungsmeldungen US-Präsident Trump den Zugriff auf den Impfstoff nur für die USA bzw nur für das Pentagon. In diesem Zusammenhang gab es »auf Wunsch der Investoren« (lt. Tagblatt 12.3.20) einen überraschenden Wechsel im Vorstandsamt. 

Aus gegebenem Anlaß erinnern wir an unsere Fragen aus dem Jahr 2016, an unsere Vorbehalte und Befürchtungen, wonach CureVac über Forschungsaufträge in Höhe von damals 33 Millionen Dollar mit DARPA (eine US-Militärforschungsorganisation) dem US-Verteidigungsministerium mehr verpflichtet ist und nicht dem öffentlichen Forschungs- und Wissenschaftsauftrag hier im Land.

Deshalb bekräftige ich ganz aktuell die Forderung meiner Fraktion nach einer verbindlichen Zivilklausel für alle (!) Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen in unserer Stadt. Alle Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen müssen zuallererst dem öffentlichen Interesse der Bevölkerung dienen - hier und überall auf der Welt - und nicht dem Pentagon", schreibt Gerlinde Strasdeit. (pm)