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Mit Zwangsmaßnahmen gegen Wohnungsnot? So reagieren Leser im Internet

Reutlingens künftiger OB hat mit seiner Aussagen zu Enteignung und zweckentfremdungsverbot für kontroverse Diskussionen im Internet gesorgt.

Wohnungsbau ist auch in Metzingen ein Balanceakt zwischen öffentlichen und privaten Interessen.
Wohnungsbau ist auch in Metzingen ein Balanceakt zwischen öffentlichen und privaten Interessen. Foto: dpa
Wohnungsbau ist auch in Metzingen ein Balanceakt zwischen öffentlichen und privaten Interessen.
Foto: dpa

REUTLINGEN. Ja zum Zweckentfremdungsverbot und zumindest kein Nein zu Enteignungen. Kurz zusammengefasst bildet das in etwa die Meinung des künftigen Reutlinger Oberbürgermeisters Thomas Keck ab, wenn es darum geht, mit Zwangsmaßnahmen gegen die Wohnungsnot in der Stadt vorzugehen (Das ganze Statement lesen Sie hier). Das hat für kontroverse Diskussionen im Internet gesorgt.

Auf Facebook haben User innerhalb kürzester Zeit knapp 70 Kommentare gepostet. Die Reaktionen sind gespalten. Die einen halten Zwangsmaßnahmen für richtig, für andere sind sie ein absolutes No-Go. Während sich die gea.de-Leser in einer nicht repräsentativen Umfrage mit knapp 70 Prozent gegen Zwangsmaßnahmen aussprechen, ist das Verhältnis von Gegnern und Fürsprechern auf Facebook ausgeglichen. So wurde der Gefällt-mir-Button unter dem Beitrag mit den Aussagen von Thomas Keck etwas öfter geklickt als der Wut-Emoji.

Ein Auszug der Reaktionen:

Flavor Fabe: »Die richtige Entscheidung. Überall leere Immobilien, die Eigentümer weit weg oder sogar im Ausland, nur Spekulationsobjekte...und die Mieten sind mehr gestiegen als unser aller Gehälter. Eigentum verpflichtet!«

Ellen Katz: »Also was da steht klingt bei Keck wesentlich differenzierter als die Tübinger Methode«

Ardit Jashanica: »Wie man so schön sagt: Maß und Mitte behalten. Wenn Spekulanten auf Preissteigerungen wetten, sollte man denen schon einen Riegel vorschieben. Es wird niemand kommen und die Wohnung, die man dem Nachwuchs vererben möchte, wegnehmen. Alle stöhnen über die Wohnmisere, aber gegen konkrete Maßnahmen ist man dann auch.«

Andy Reutlingen: »Einfach genügend bezahlbare Wohnungen bauen und diese zu moderaten Mietpreisen anbieten. Dann wird sich auch langfristig der Mietspiegel wieder senken. Von Enteignung oder Zwangszuweisung halte ich rein gar nichts. Man sollte niemandem vorschreiben, was er mit seinem Eigentum zu machen hat.«

Florian Kugel: »Die Stadt kann die Wohnungen ja anmieten und dann weitervermieten. Dann haftet die Stadt auch für eventuelle Schäden dem Eigentümer gegenüber. Das würde möglicherweise den ein oder anderen zum Umdenken bewegen. Von Zwangsmaßnahmen halte ich wenig...« (GEA)

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