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Alles nicht überraschend, was Jogi Löw ablieferte

Bundestrainer
Joachim Löw (M.) sah gegen Frankreich ein sehr von der Taktik geprägtes Spiel. Foto: Marius Becker
Joachim Löw (M.) sah gegen Frankreich ein sehr von der Taktik geprägtes Spiel. Foto: Marius Becker

Als die Mannschaftsaufstellung in München bekannt gegeben wurde, wusste man, wo der alte und neue Bundestrainer vielleicht sogar auch zukünftig seine Schwerpunkte setzen will. Gegen Weltmeister Frankreich war eine stabile Defensive die erste Richtschnur. Und das mit vier Innenverteidigern auf einer Linie. Für den sogenannten Neuanfang nicht wirklich ein wegweisendes Zeichen, am Ende aber ein durchaus erfolgreiches.

Zwischen dem Ex-Weltmeister und dem aktuellen Titelträger liegen fußballerisch inzwischen Welten, das gilt sowohl für die Mannschaftsverbund als auch für die individuelle Klasse. Das muss man wissen und akzeptieren. Joachim Löw hat das akzeptiert.

Auf jeden Fall ist nach diesem Spiel auch dem letzten Fan klar geworden, dass der Weg zurück an die Weltspitze ein langer werden wird, auch wenn der Ex-Weltmeister offensiv durchaus nicht enttäuschte. Die Dinge richten sich nicht einfach, nur weil ein Neuanfang versprochen ist. Es wird Zeit benötigen.

Das, was durch Jürgen Klinsmann initiiert wurde, ist Vergangenheit, was der Weltmeister-Trainer Löw in München ablieferte, erinnerte eher an defensivere Gestalter des deutschen Fußballs. Für Freunde der höheren Spielkultur ein vielleicht ernüchterndes Zeichen. Aber eben auch nichts, was auch nur irgendwie überraschend gewesen wäre.

christoph.fischer@gea.de

 

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