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Aktuell Bevölkerung

Noch nie so viele Einwohner - auch in der Region

In allen Landkreisen Baden-Württembergs ist die Einwohnerzahl gestiegen. Auch die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und der Zollernalbkreis wuchsen. Das liegt vor allem an den Flüchtlingen aus der Ukraine.

Flüchtlinge aus der Ukraine waren von März bis Ende Juli zwischenzeitlich in der Pfullinger Schönberghalle untergebracht. Das wi
Flüchtlinge aus der Ukraine waren von März bis Ende Juli 2022 zwischenzeitlich in der Pfullinger Schönberghalle untergebracht. Das wird nicht wiederholt. Foto: Melinda Weber
Flüchtlinge aus der Ukraine waren von März bis Ende Juli 2022 zwischenzeitlich in der Pfullinger Schönberghalle untergebracht. Das wird nicht wiederholt.
Foto: Melinda Weber

REUTLINGEN/TÜBINGEN. So viele Menschen wie noch nie leben derzeit in Baden-Württemberg. Das geht aus den neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes in Stuttgart hervor. Demnach lebten zuletzt mehr als elf Millionen Einwohner im Land - ein Höchststand.

Das Bevölkerungswachstum betrifft alle Land- und Stadtkreise. Hier betrugen die Zuwachsraten zwischen 0,7 und 2,7 Prozent. In der Region Neckar-Alb lagen diese zwischen 1,2 (Landkreis Reutlingen) und 1,4 Prozent (Zollernalbkreis). In absoluten Zahlen bedeutet das beispielsweise für den Landkreis Reutlingen 3.538 Menschen mehr, im Landkreis Tübingen waren es 2.997.

Der Anstieg liegt vor allem am Zuzug von Flüchtlingen aus der vom russischen Angriffskrieg betroffenen Ukraine. Der Landkreis Reutlingen hat somit aktuell 291.696 und der Landkreis Tübingen 232.803 Einwohner. Im Zollernalbkreis leben 193.235 und im Kreis Sigmaringen 134.045 Menschen.

Das Statistische Landesamt hat in seiner Veröffentlichung auch festgestellt, dass die Zahl der Deutschen zurückging, am stärksten in der Landeshauptstadt Stuttgart (minus 5.700). Leichte Zuwächse bei der deutschen Bevölkerung erzielten im vergangenen Jahr lediglich der Landkreis Emmendingen und Freiburg im Breisgau.

In den Kreisen der Region gab es unter den Menschen mit deutschem Pass ebenfalls einen Rückgang. Im Landkreis Reutlingen waren es 479 und im Landkreis Tübingen 351 Menschen weniger. Im Landkreis Sigmaringen waren es 291 und im Zollernalbkreis 575 weniger Deutsche. 

Das lag nach Angaben der Landesbehörde am Geburtenrückgang und daran, dass mehr Menschen im Vergleich dazu im Jahr 2022 gestorben sind. (GEA)