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Busstreik in Reutlingen: RSV kritisiert »überzogene Aktionen« von Verdi

Streikende Busfahrer vor der Zehntscheuer in Betzingen.  FOTOS: ZENKE
Streikende Busfahrer vor der Zehntscheuer in Betzingen. FOTOS: ZENKE Foto: Stephan Zenke
Streikende Busfahrer vor der Zehntscheuer in Betzingen. FOTOS: ZENKE
Foto: Stephan Zenke

REUTLINGEN. Der ganztägige Streik der Busfahrer am Dienstag hatte – der GEA berichtete – massive Auswirkungen auf die Fahrgäste der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft (RSV). Darauf hat RSV-Sprecher Bernd Kugel mit einer Stellungnahme reagiert: »Bei allem Verständnis für die Belange der Tarifparteien und Respekt vor der Tarifautonomie, halten wir die Lahmlegung des ÖPNVs in der Region für nicht verhältnismäßig. Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Mobilität und Verkehr sind kein Selbstzweck, sie haben dienende Funktion und sind Teil der Daseinsvorsorge.«

In kurzer Abfolge seien die Fährgäste mit Fahrplankürzungen, Preiserhöhungen, Streiks und Auswirkungen der Pandemie konfrontiert worden. Die Gewerkschaft habe das nicht berücksichtigt, bedauert die RSV, die sich »aufrichtig bei unseren Kunden entschuldigt«. In der Mobilitätszentrale bekomme die RSV den vollen Unmut der Fahrgäste zu spüren. Die Bemühungen, Fahrgäste nach der Pandemie wieder zurück in den Bus zu holen, würden durch »die überzogenen Aktionen der Gewerkschaft Verdi massiv gefährdet«. Die Forderungen zur Manteltarifrunde findet die RSV »derart unangebracht, dass vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen in der Branche massiv in ihrer Existenz gefährdet sein werden«. (eg)