Logo
Aktuell Wahl

Eric Sindek wird Eninger Bürgermeister

Die Eninger haben sich entschieden – und zwar eindeutig: Mit 80,82 Prozent gewinnt Eric Sindek die Bürgermeisterwahl in der Achalmgemeinde.

Hat die Bürgermeisterwahl in Eningen unter Achalm eindeutig gewonnen: Eric Sindek (28) erhielt mehr als 80 Prozent der abgegeben
Hat die Bürgermeisterwahl in Eningen unter Achalm eindeutig gewonnen: Eric Sindek (28) erhielt mehr als 80 Prozent der abgegebenen Stimmen. Foto: Dieter Reisner
Hat die Bürgermeisterwahl in Eningen unter Achalm eindeutig gewonnen: Eric Sindek (28) erhielt mehr als 80 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Foto: Dieter Reisner

ENINGEN. »Mit seiner strebsamen Art wird er sicher noch Karriere in der Verwaltung machen«, das sagte der noch amtierende Bürgermeister Alexander Schweizer 2019 bei der Verabschiedung Eric Sindeks als FWV-Gemeinderat. Und wie er doch recht hatte: Mit mehr als 80,8 Prozent der Stimmen hat der 28-jährige Sindek die Bürgermeisterwahl am Sonntag eindeutig für sich entschieden und tritt damit die Nachfolge Schweizers an. Die Wahlbeteiligung betrug 51,2 Prozent, insgesamt 4 395 Eninger gaben bei der Wahl ihre Stimme ab.

Der Musikverein spielt, die Tischtennisabteilung des TSV Eningen gibt Getränke und Rote Würste aus, die Stimmung ist gut an diesem bedeutsamen Abend, den sich rund 500 Eninger nicht entgehen lassen: Schon als knapp 20 Minuten nach 18 Uhr das erste Auszählungsergebnis da ist, ist die Tendenz eindeutig: Mit mehr als 80 Prozent liegt Sindek vorne. Bei den Familienangehörigen, Freunden und Kollegen, die zur Unterstützung des 28-Jährigen mit vors Eninger Rathaus gekommen sind, fließt bereits das ein oder andere Freudentränchen, Sindek selbst bleibt noch ruhig, ist von der Eindeutigkeit der Tendenz aber sichtlich überrascht.

Eindeutiges Wahlergebnis 

Knapp 40 Minuten später sind alle Wahlbezirke ausgezählt und hat sich die Tendenz bestätigt: Lauter Applaus brandet auf als Amtsinhaber Alexander Schweizer vor den zahlreichen Besuchern auf dem Rathausplatz den Sieger verkündet: »Herzlichen Glückwunsch, Herr Sindek.« Der 28-Jährige habe ein eindeutiges Ergebnis eingefahren, hatte er kurz zuvor auf Nachfrage dem GEA erklärt. Nicht zuletzt, weil er einen guten Wahlkampf gemacht und in diesem sachlich überzeugt habe.

Dann tritt Sindek ans Mikrofon: »Mit so einem phänomenalen Wahlergebnis hätte ich nicht gerechnet«, gesteht er. Es sei ein »zehrender Wahlkampf« gewesen, das Wahlergebnis erfülle ihn »mit Stolz und Demut«. Es sei ein enormer Vertrauensvorschuss, als Bürgermeister werde er den Eningern nun beweisen, dass er diesen auch verdiene. »Ich verspreche, dass ich mich immer voller Tatendrang und Elan für Ihre Belange einsetzen werde.« Seinen beiden Konkurrenten dankt er für »einen fairen und angenehmen Wahlkampf.« In der Wahlbeteiligung sieht er zudem ein »gutes Zeichen für die Demokratie«. Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2015 lag die Wahlbeteiligung bei 55,2 Prozent, 2007 hatten 53,2 der Wähler ihre Stimme abgegeben.

Dass er letztlich nur 10,5 Prozent erhalten hat, kann sich Marcel Modschiedler an diesem Abend nicht wirklich erklären. Vielleicht seien gerade »einfach die jungen Bürgermeister im Trend«, spekuliert er. Auch er habe den Wahlkampf als fair empfunden und wünscht dem Wahlsieger nun alles Gute. Gelassen nimmt Christoph Beck sein Ergebnis von 8,4 Prozent. Geknickt sei er nicht, im Vergleich zu seinem Wahlergebnis von 2003 – damals erhielt er 2,7 Prozent der Stimmen – habe er sein Ergebnis immerhin fast verdreifacht. »Ich nehm’s sportlich«, sagt er und wünscht Sindek ebenfalls alles Gute.

Zahlreiche Glückwünsche

Zahlreiche weitere Glückwünsche nimmt derweil Wahlsieger Sindek auf dem vollen Rathausvorplatz entgegen. Bundes- und Landtagsabgeordnete gratulieren, auch die Bürgermeister aus den Nachbargemeinden sind extra angereist. Die Höhe des Ergebnisses findet Lichtensteins Bürgermeister Peter Nußbaum überraschend, der sich freut, einen jungen Amtskollegen zu bekommen. Das Ergebnis sei ein klarer Auftrag, die super Legitimation positiv für einen Start als Bürgermeister: »Besser kann man es fast nicht erwischen.« Und er wünscht ihm, dass er den Wahlabend genießen kann, weil er einzigartig sei. »Herzlichen Glückwunsch zu diesem grandiosen Ergebnis.« Pfullingens Bürgermeister Stefan Wörner freut sich auf einen Kollegen mit Verwaltungserfahrung in der Nachbargemeinde, mit dem man die schon bestehende interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Achalmgemeinde, Pfullingen und Lichtenstein weiter ausbauen kann. Denn das sei notwendig. Aber jetzt wünscht er Sindek erst mal einen guten Start.

Für Sindeks derzeitigen Chef Hartmut Walz, Bürgermeister der Gemeinde Westerheim, der ebenfalls zur Unterstützung nach Eningen gekommen ist, war schon länger klar, dass er sich nach einem neuen Hauptamtsleiter umsehen muss, sagt er. »Die Stellenausschreibung ist fertig und geht morgen online«. Als freundlich, zuvorkommend, intelligent und trotz seiner jungen Jahre äußerst erfahren, beschreibt er Sindek und freut sich nun auf die Zusammenarbeit mit ihm – »als Kollegen«. Die Amtszeit von Alexander Schweizer endet am 31. August, seinen Amtsantritt plant Sindek nun für September. (GEA)