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Aktuell Live-Ticker

Wie sich die Corona-Lage in Reutlingen und der Region vom 4. Dezember bis zum 11. Dezember entwickelt hat

Das Coronavirus hält auch Reutlingen und die Region Neckar-Alb weiter in Atem. Eine Zeit lang ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken, jetzt steigt sie wieder an. Wer befürchtet, infiziert zu sein, soll nicht direkt in eine Praxis gehen, sondern erst bei seinem Hausarzt anrufen. Wenn dieser den Corona-Abstrich nicht selbst vornehmen kann, wird der Patient an eine der Coronaschwerpunktpraxen im Kreisgebiet oder an die Abstrichstelle in Reutlingen verwiesen.

Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus
Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus. Foto: Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa/Symbolbild
Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus. Foto: Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa/Symbolbild

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Seit März bestimmt das Coronavirus den Alltag vieler Menschen. Zu Beginn der Pandemie änderte sich die Lage fast jeden Tag. Einrichtungen, Behörden und Betriebe mussten schließen. Es gab immer mehr Verbote und Regeln. Bis hin zum Shutdown. Zwischenzeitlich befand sich Deutschland wieder auf dem Weg zurück zur Normalität, doch aktuell ändert sich das wieder. Der GEA hält Sie hier im Live-Ticker mit sämtlichen Informationen rund um das Thema Corona auf dem Laufenden. Was ab dem 12. Dezember passiert ist, lesen Sie hier

Freitag, 11. Dezember

Reutlingen ist Corona-Hotspot - und nun?

19:18 Uhr Die Überschreitung der 200er-Inzidenz wird erst relevant, wenn sie an drei Tagen in Folge passiert. Das teilt das Landratsamt Reutlingen mit. Dann müssten auf Grundlage der Hotspot-Strategie des Landes Ergänzungen an den geltenden Regeln vorgenommen werden. Was in der Hotspot-Strategie des Landes steht, ist seit vergangenem Freitag klar. Allerdings könnte sich das nach der Konferenz der Ministerpräsidenten am Sonntag auch nochmal ändern. (kk)

130 neue Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen

18:55 Uhr Der Landkreis Reutlingen überschreitet heute zum ersten Mal die 200er-Inzidenz. Er gilt somit als Corona-Hotspot. Das Reutlinger Landratsamt meldet für Freitag 130 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 5.418 bestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 205,9. Es gibt zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona (Stand: 111), teilte das Landratsamt mit. Unter den heutigen Fällen waren bereits 35 als Kontaktpersonen bekannt. Einen großen Anteil machen die Infektionen im familiären Umfeld aus, besonders Großfamilien seien betroffen. Unter den Fällen sind heute unter anderem drei Betriebe, ein Seniorenzentrum und Asyleinrichtungen, mit einem Fall ist die Freie Evangelische Schule Reutlingen betroffen.

Coronavirus

Entwicklung der Neuinfektionen

Gesamt:
Stand:
Datenquelle: Landratsämter

Die aktuelle Lage in den Kreiskliniken Reutlingen: Es gab drei stationäre Aufnahmen in den Covid-Isobereich. Drei Patienten wurden entlassen. Ein Patient ist verstorben. Aktuell befinden sich 35 Covid-19-Erkrankte im stationären Bereich der Kreiskliniken Reutlingen: 28 Patienten sind auf Normalstation, sieben Patienten auf der Intensivstation. (pm)

Gericht bestätigt Verbot der Dresdner »Querdenken«-Demo

18:49 Uhr Die für Samstag geplante »Querdenken«-Kundgebung in Dresden bleibt verboten. Das entschied das Verwaltungsgericht Dresden am Freitag (Az. 6 L 938/20). Der Veranstalter will nach eigenen Angaben nun das Oberverwaltungsgericht Bautzen anrufen. Die Stadt Dresden sieht mit der Demonstration die öffentliche Sicherheit gefährdet und befürchtet einen Massenauflauf. Zur Begründung führte die Behörde aus, dass bei vergangenen Demonstrationen der »Querdenker« weder Abstandsgebote noch die Maskenpflicht eingehalten wurden. (dpa)

102 neue Corona-Fälle in Tübingen

18:23 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Freitag 102 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.883 Fällen seit Beginn der Pandemie, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sind einige familiäre Häufungen und neue Infektionen an Schulen und an einem Kindergarten darunter, vor allem aber viele Einzelfälle ohne bekannte Infektionsquelle, heißt es in der Pressemitteilung. Bei einigen dieser Einzelfälle sei man noch am Ermitteln. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner steigt auf 159. Es ist kein weiterer Todesfall hinzugekommen (Stand 81 Todesfälle). (pm)

Coronavirus

Infizierte, Geheilte und Todesfälle

Gesamt:
Stand:

Anzahl Infizierte absolut

Datenquelle: Landratsämter
Karte: © GeoBasis-DE / BKG 2019

Cegat in Tübingen bietet nun Möglichkeit zum Corona-Selbstabstrich an

18 Uhr Der Tübinger Biotechnologie Konzern Cegat bietet ab sofort ein Abnahmekit mit einem Selbstabstrich für den qPCR-Test an. Diese werden per Post innerhalb von zwei bis fünf Tagen nach Hause gesandt. Alternativ können die Abnahmekits auch in der Cegat abgeholt werden – gegen Registrierung der E-Mail-Adresse und Vorlage eines Personalausweises. (pm)

Bundesbank: Wirtschaft wird nach dem Winter wieder zulegen

17:15 Uhr Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank Anfang 2021 allmählich von den Folgen der Corona-Krise erholen. In ihrer Prognose geht die Bundesbank davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Anschluss an einen erneuten Dämpfer im Winterhalbjahr 2020/2021 infolge der Einschränkungen des öffentlichen Lebens »wieder kräftig zulegen wird«. (dpa)

Handel fürchtet monatelangen Lockdown nach den Feiertagen

16:36 Uhr Der Einzelhandel in Deutschland fürchtet angesichts der ausbleibenden Erfolge in der Corona-Eindämmung einen monatelangen Lockdown für große Teile der Branche. In einem Brief an Kanzleramtsminister Helge Braun warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, selbst wenn nach Weihnachten der gesamte Nicht-Lebensmittelhandel geschlossen werde, könne mit höchster Wahrscheinlichkeit der angestrebte Inzidenzwert von 50 bis zum 11. Januar nicht erreicht werden. »Wir befürchten damit in einen perspektivlosen Zustand mit einem wochen- oder monatelangen Lockdown zu geraten, den der überwiegende Teil des innerstädtischen Einzelhandels nicht überleben wird«, warnte der HDE-Präsident. Deshalb müsse schon jetzt klargestellt werden, dass ein möglicher Jahresend-Lockdown nicht verlängert werde. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sprach sich gegen bundesweite Ladenschließungen aus. Mehr dazu lesen Sie hier. (dpa)

Corona-Fälle und Genesene im Kreis Tübingen

15:48 Uhr Einmal pro Woche veröffentlicht das Tübinger Landratsamt die Fallzahlen des Kreises, aufgeschlüsselt nach Gemeinden. (pm) 

Landkreis Reutlingen erlässt vorerst keine Allgemeinverfügung

15:30 Uhr Eigentlich hätte heute Nachmittag eine mit den Städten und Gemeinden abgestimmte Allgemeinverfügung für den Landkreis Reutlingen in einer Pressekonferenz vorgestellt werden sollen. Nun hat das Land aber heute Mittag bereits weitergehende Maßnahmen verkündet, deren konkrete Ausgestaltung in der Corona-Verordnung noch aussteht. Um weitere Verwirrung über geltende Regelungen zu vermeiden, werde der Kreis Reutlingen nun die Anpassung der Corona-Verordnung abwarten und zunächst keine Allgemeinverfügung erlassen, teilte das Landratsamt mit. Auf der Grundlage der neuen Corona-Verordnung und der weiteren Entscheidungen, die eventuell am Sonntag auf Landes- und Bundesebene getroffen werden, sowie der aktuellen Fallzahlen im Kreis, werden man prüfen, ob für den Landkreis Reutlingen ein »weitergehender Regelungsbedarf« besteht. (der)

Landkreis Sigmaringen sucht Personal für Impfzentrum

15 Uhr Die Sporthalle der ehemaligen Oberschwabenkaserne in Hohentengen soll zum Impfzentrum für den Kreis Sigmaringen werden. Die Kassenärztliche Vereinigung hat bereits einen Aufruf gestartet, um Ärzte und medizinisches Fachpersonal fürs Impfzentrum zu finden, heißt es in einer Pressemitteilung. Es werden pro Tag für die zwei Schichten, in denen gearbeitet werden soll, rund 14 Ärzte, zwölf medizinische Fachangestellte, 28 Kräfte, die bei Verwaltung und Organisation unterstützen, sowie zwei Dolmetscher benötigt. In Summe werden allein hierfür rund 100 Vollzeitkräfte notwendig sein, um den Betrieb zu stemmen. Die Reinigung, die IT-Administration und der Sicherheitsdienst werden zusätzlich durch Dienstleister übernommen, hierfür sucht der Landkreis kein Personal.

»Ob das Impfzentrum wie geplant an den Start gehen kann hängt hier vor Ort ganz entscheidend davon ab, ob wir ausreichend Menschen finden, die mithelfen«, macht Landrätin Stefanie Bürkle klar. Der Landkreis startet aktuell einen großen Aufruf. Man wird auch ehemalige Mitarbeiter und andere Behörden um Unterstützung bitten. (pm)

Umfrage (beendet)

Was halten Sie von Alkohol-Ausschankverboten im Freien?

In Tübingen gilt ein Alkoholverbot an den Adventswochenenden und an den Feiertagen in der Altstadt, in Reutlingen ist es in der Diskussion. Uns interessiert Ihre Meinung dazu.

68%
25%
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Schulen und Kitas sollen zunächst offen bleiben

14:29 Uhr Trotz der geplanten Ausweitung der Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg wegen der Corona-Pandemie sollen Schulen, Kitas sowie auch Universitäten und Hochschulen vorerst geöffnet bleiben. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Freitag in Stuttgart, er wolle aber die Gespräche mit den anderen Ländern und dem Bund am Sonntag abwarten. Vielleicht entscheide man sich dort für ein gemeinsames Vorgehen. Gerade Absprachen mit Nachbarländern wie Bayern seien wichtig. Besondere Regeln wie Quarantänepflicht gelten schon jetzt zum Beispiel für einzelne Klassen, Schulen oder größere Regionen, wenn das Infektionsgeschehen diese erforderlich macht. (dpa)

Einzelhandel bleibt bis Weihnachten geöffnet

14:23 Uhr Der Einzelhandel im Südwesten darf in der Vorweihnachtszeit trotz der geplanten coronabedingten Ausgangsbeschränkungen auch tagsüber weiterhin öffnen. »Wir haben ja keinen Lockdown beschlossen«, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. Es könne aber sein, dass sich Bund und Länder am Sonntag auf weiterreichende Regeln einigen. »Geschäfte vor Weihnachten zu schließen, ist schon eine sehr drastische Maßnahme«, sagte er. Sie machten da den Hauptumsatz. Die Regel gilt bis auf weiteres also nicht nur für Lebensmittel, sondern etwa auch für Mode-Geschäfte. Wichtig sei, dass man zielgerichtet einkaufen und danach nach Hause gehe, sagte Kretschmann. Für die Zeit nach Weihnachten bis 10. Januar hat das Land allerdings einen harten Lockdown angekündigt. (dpa)

Intensivmediziner fordern schnellen, nachhaltigen Lockdown

13:44 Uhr Intensivmediziner habe rasche Entscheidungen für zusätzliche bundesweite Corona-Beschränkungen gefordert. Selbst ein sofortiger Lockdown würde die Zahlen erst in zwei bis drei Wochen deutlich sinken lassen. Jeder weitere Tag ohne durchgreifende und nachhaltige Lockdown-Maßnahmen koste Menschenleben, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens. »Ein Zögern und Warten auf Weihnachten ist schier unverantwortlich.« Die Belastungen auf den Intensivstationen hätten ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr lange von Pflegern und Ärzten gestemmt werden könne. (dpa)

Intensivstation
Da durch Corona-Patienten ein höherer Bedarf an Intensivbetreuung erwartet wird, gibt es drastische Forderungen. Foto: Fabian Strauch/dpa
Da durch Corona-Patienten ein höherer Bedarf an Intensivbetreuung erwartet wird, gibt es drastische Forderungen. Foto: Fabian Strauch/dpa

Kretschmann stellt Lockerungen über Weihnachten wieder infrage

13:05 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die bundesweit geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen über Weihnachten wieder infrage gestellt. Er könne sich etwa vorstellen, dass die Länder-Regierungschefs den Zeitraum der Lockerungen wegen der stark steigenden Infektionen noch einmal verkürzen, sagte Kretschmann am Freitag in Stuttgart. Wenn man etwas ändere, »sollten wir das auch wieder gemeinsam tun«, betonte der Grünen-Politiker.

Bisher ist vorgesehen, dass sich vom 23. bis zum 27. Dezember zehn Personen treffen dürfen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad und der Zahl der beteiligten Haushalte. Es stehe nun im Raum, das wieder auf Familienangehörige zu begrenzen, erläuterte Kretschmann. Hintergrund für die Überlegungen sei auch eine aktuelle Umfrage, die besage, dass sich 40 Prozent der Bevölkerung nicht an die Vorschriften über Weihnachten halten wollten. Das seien »keine guten Nachrichten«.

Derzeit gilt noch bis zum 23. Dezember, dass sich lediglich bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen dürfen. Kinder unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Kretschmann: Ausgangsbeschränkungen ab Samstag

12:30 Uhr Wegen steigender Corona-Zahlen gilt in ganz Baden-Württemberg ab diesem Samstag eine Ausgangsbeschränkung. Ausnahmen könnten etwa die Arbeit oder ein Arztbesuch sein, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. Tagsüber sind mehr Kontakte erlaubt als nachts. Nur über Weihnachten - vom 23. bis 27. Dezember - sei der Besuch von privaten und religiösen Veranstaltungen auch nachts erlaubt, sagte Kretschmann. Die Maßnahmen sollen vorerst für vier Wochen gelten. (dpa)

NRW-Regierung will bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten

11:44 Uhr Die nordrhein-westfälische Landesregierung will auf einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten dringen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werbe dafür, mit den Einschränkungen sogar früher zu starten, als die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina vorgeschlagen habe, hieß es. Er wolle ein klares, wirksames Signal, um die Zahl der Neuinfektion spürbar zu senken, da die ernste Lage jetzt konsequentes Handeln verlange. Nach dem Willen der NRW-Regierung solle es »schnellstmöglich« eine Konferenz der Ministerpräsidenten geben, in der ein möglichst zügiger bundesweiter Lockdown vereinbart werde. Die Leopoldina hatte am Dienstag gefordert, die Feiertage und den Jahreswechsel für einen harten Lockdown zu nutzen. Vom 24. Dezember bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte demnach in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und auch Geschäfte - außer für den täglichen Bedarf - sollten schließen.

Reihenfolge für Impfung: 5,7 Millionen Menschen sind über 80

10:34 Uhr Allein 5,7 Millionen Menschen über 80 müssten gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn der Vorschlag der Ständigen Impfkommission umgesetzt wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag waren das im vergangenen Jahr 6,8 Prozent der Bevölkerung. Die Kommission des Robert-Koch-Institutes hat eine Priorisierung vorgeschlagen, wer in welcher Reihenfolge geimpft werden soll. In der ersten Gruppe sind Menschen im Alter von 80 Jahren und älter. Am höchsten war der Anteil dieser Altersgruppe in Sachsen (8,6 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Vergleichsweise gering war der Anteil der Menschen im Alter von 80 Jahren und älter dagegen in Berlin oder Hamburg (je 5,8 Prozent). Als zweite Gruppe kämen dem Entwurf zufolge Menschen im Alter von 75 bis 80 Jahre dran. Bundesweit betrifft das laut Bundesamt 3,9 Millionen Menschen, sie stellen 4,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Weitere 3,7 Millionen Menschen sind 70 bis 75 Jahre, diese Gruppe ist als dritte Kategorie gelistet. (dpa)

Baden-Württemberg geht nach Weihnachten in den Lockdown

9:21 Uhr Baden-Württemberg geht wegen der ungebremst steigenden Corona-Infektionen nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar in den Lockdown. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte am Freitag an, zur Not eine gemeinsame Lösung mit den Nachbarländern Baden-Württembergs anzustreben, sofern keine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden könne. (dpa)

Palmer: »Hätten jede Art von Lockdown vermeiden können«

8:54 Uhr  Die europäischen Länder haben mit immer schärferen Kontaktbeschränkungen aus Sicht von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) die falsche Strategie in der Corona-Politik verfolgt. »Wir hätten jede Art von Lockdown mit moderner Kontaktverfolgung wie in Taiwan oder Südkorea und Schutz der Risikogruppen wie in Tübingen vermeiden können«, sagte Palmer der »Pforzheimer Zeitung« (Freitag). »Leider hat sich Europa entschieden, alles auf die Karte Kontaktbeschränkung zu setzen. Deswegen bleibt uns jetzt gar nichts mehr anderes übrig als ein kompletter Lockdown.« Der Oberbürgermeister fährt in seiner Stadt mit rund 90.000 Einwohnern einen eigenen Weg - unter anderem mit besonderen Schutzmaßnahmen für Senioren. (dpa)

Wehrbeauftragte: Bundeswehr rettet Leben in Zeiten von Corona

7:44 Uhr Die Wehrbeauftragte des Bundestags hat in Hamburg die Bundeswehr für ihre Leistung zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelobt. »Wir alle können sehr dankbar sein und auch sehr stolz sein, dass die Bundeswehr an vielen Stellen in unserer Gesellschaft hilft«, sagte Eva Högl (SPD) am Donnerstag auf einem Pressetermin in der Führungsakademie der Bundeswehr. Dabei rette die Bundeswehr jeden Tag Leben. Bundesweit sind nach jüngsten Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mehr als 9000 Soldaten im Einsatz gegen die Pandemie. Ein Großteil von ihnen verfolgt am Telefon die Kontaktlisten von Corona-Infizierten nach - aber auch Ärzte und Sanitäter der Bundeswehr werden eingesetzt. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 1.287.092 (gestern: 1.254.358) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 21.064 (20.460) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 949.913 (929.272) gelten als wieder genesen. (GEA)

Donnerstag, 10. Dezember

Helge Thuns großes Lockdown Medley

19 Uhr 26 Künstler sind dem Aufruf des Tübinger Wort-Akrobaten, Zauberkünstler und Fernsehmoderator Helge Thun gefolgt und haben ihren Beitrag zu einem humoristischen Corona-Medley geleistet. Mit dabei unter anderem: Der Tübinger Schlager-Sänger Dieter Thomas Kuhn, Entertainer Michael Gaedt und die Comedy-Gruppe Eure Mütter. (der)

80 neue Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen

18:32 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Donnerstag 80 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 5.288 bestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt leicht auf 190,2. Es gibt drei neue Todesäll im Zusammenhang mit Corona (Stand: 109), teilte das Landratsamt mit. unter den heutigen Fällen waren bereits 23 als Kontaktpersonen bekannt. Einen großen Anteil machen die Infektionen im familiären Umfeld aus. Bei zwei Betrieben gab es einzelne Fälle. Fälle gab es auch im Kindergarten Brucknerstraße in Reutlingen sowie der Grundschule in Rommelsbach. Auch eine Asylunterkunft ist betroffen.

Die aktuelle Lage in den Kreiskliniken Reutlingen: Es gab drei stationäre Aufnahmen in den Covid-Isobereich. Fünf Patienten wurden entlassen. Ein Patient ist verstorben. Aktuell befinden sich 36 Covid-19-Erkrankte im stationären Bereich der Kreiskliniken: 35 Patienten am Standort Reutlingen, ein Patient am Standort Münsingen. 29 Patienten sind auf Normalstation, sieben Patienten auf der Intensivstation. (pm)

Reutlinger AfD-Kreisrat ist gegen verschärftere Corona-Maßnahmen

18:16 Uhr Dem Landkreis Reutlingen drohen bei einem weiteren Ansteigen der Corona-Fallzahlen zeitnah neue Zwangsmaßnahmen wie Ausgangssperren oder die erneute Schließung beispielsweise von Friseurgeschäften. Das kritisiert Ingo Reetzke, der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion, in einer Pressemitteilung. Er findet es »immer weniger nachvollziehbar«, warum kleine Läden, Friseure und Kosmetikstudios, die Hygienekonzepte vorlegen können, erneut ausgebremst werden sollen. »Große Ketten hingegen, Kantinen und Supermärkte können hierdurch ihre Umsätze stabilisieren und im Weihnachtsgeschäft steigern.« (GEA)

60 neue Corona-Fälle in Tübingen

17:55 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Donnerstag 46 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.781 Fällen seit Beginn der Pandemie, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sind einige familiäre Häufungen darunter, aber auch wieder viele neue Einzelfälle. Außerdem sind zwei weitere Kindergärten betroffen, in denen die jeweiligen Gruppen in Quarantäne geschickt wurden. An einer Schule gab es erneut Folgefälle in einer Klasse, die auch schon in Quarantäne ist. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner steigt auf 144,8. Es ist kein weiterer Todesfall hinzugekommen (Stand 81 Todesfälle). (pm)

Reutlinger Unternehmen Wafios stellt Alltagsmasken her

17:28 Uhr Das Reutlinger Maschinenbau-Unternehmen Wafios steigt ins Geschäft mit Alltagsmasken ein. Mit »AIRcomfort«  hat es  einen Mund-Nasen-Schutz entwickelt, wie es ihn nach Werksangaben bisher noch nicht gibt auf dem Markt: Durch ein  Sichtfenster sind  die Mimik und die Mundbewegungen des Trägers gut zu sehen. Ein akkubetriebener Lüfter sorgt dafür, dass einem nicht die Luft ausgeht, auch wenn man die Maske über einen längeren Zeitraum trägt. Besonders interessant sei die Maske für Berufsgruppen,  bei denen nonverbale Kommunikation  eine wichtige Rolle spielt – in der Therapie, Bildung, Produktion oder auch im Verkaufsgespräch, heißt es. 

Lächelt mein Gegenüber oder schaut es mürrisch? Solch wichtige nonverbale Zusatzinformationen  gehen unter  Alltagsmasken verloren. »Durch die  fehlende Mimik kommt es häufiger zu Missverständnissen.  Wir spüren im Haus die Nachteile der klassischen Masken jeden Tag: Schwere Arbeiten werden behindert, schon  Treppensteigen führt  zum Schnaufen. Es sind vermehrt Arbeitspausen nötig, trotzdem leidet die Leistungsfähigkeit, und die Belastung steigt. Wir sind angetreten,  das zu verhindern«, erklärt  Vorstandsmitglied Dr. Uwe-Peter Weigmann die Motivation hinter der Entwicklung aus den Hause Wafios. Die  AIRcomfort kann überall verwendet werden, wo ansonsten eine herkömmliche  Alltagsmaske aus Stoff oder Papier getragen wird.  Sie  entspricht den Anforderungen an eine Mund-Nasen-Bedeckung gemäß dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Als Schutzausrüstung ist sie nicht zugelassen. (GEA)

Innenminister dringen auf frühe Impfungen für Polizisten

16:51 Uhr Die Innenminister wollen sich dafür einsetzen, dass Polizisten mit als erste eine Corona-Impfung bekommen können. Baden-Württembergs Ressortchef Thomas Strobl (CDU) sagte am Donnerstag anlässlich der Innenminister-Konferenz: »Unsere Polizei muss bei den Impfungen so weit oben wie irgendwie möglich priorisiert werden.« Die Polizistinnen und Polizisten seien ständig draußen unterwegs und hätten viele Kontakte, wodurch sich ein Infektionsrisiko ergebe. Die Innenminister von CDU und CSU sowie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hätten seine Position unterstützt, sagte Strobl. (dpa)

Langlaufloipen auf der Schwäbischen Alb trotz Corona geöffnet

16:23 Uhr Die Skilifte dürfen in Deutschland nicht geöffnet werden. Auf Wintersport muss trotzdem niemand verzichten. Langlaufen ist erlaubt, da die Loipen nicht als Sportstätten wie etwa Turnhallen gelten. Auf der Schwäbischen Alb sind die Loipen gespurt, die kommenden Tage sollen gute Bedingungen herrschen, ab Wochenanfang sollen die Temperaturen wieder steigen. Wichtig: Wer auf den Loipen unterwegs ist, muss sich an die geltenden Regeln und die Einhaltung des Abstands von 1,5 Metern halten – wie beim Radfahren oder Laufen. In Münsingen wurden die Loipen präpariert, in Sonnenbühl auch. Auch in Kleinengstingen sind Loipen gespurt. In Trochtelfingen ist es noch nicht so weit. Gedränge auf den Loipen soll es nicht geben. Niemand möchte Menschenmassen an den Loipen haben. (cofi)

Tigers Tübingen erhalten staatliche Corona-Hilfen

16:13 Uhr »Wir sind in dem Umfang berücksichtigt worden, wie wir die Staatshilfen beantragt haben«, sagte Pressesprecher Tobias Fischer. Den genauen Betrag wollte er nicht nennen. Mit den Geldern sollen ausgefallene Zuschauereinnahmen kompensiert werden. Es gibt bis zu 800 000 Euro pro Club in diesem Jahr. Errechnet wird der Betrag auf Basis der Einnahmen bei den Heimspielen zwischen September und Dezember 2019. 80 Prozent davon bekommen die Vereine ausbezahlt. »Der Betrag ist bereits in unserer Finanzplanung einkalkuliert gewesen«, berichtete Fischer, der die Finanzspritze des Staats als »überlebensnotwendig« bezeichnete. (GEA)

Tübinger halten sich an die Quarantäne

15:11 Uhr Der Tübinger Gemeindevollzugsdienst hat am Mittwoch, 9. Dezember 2020, im Rahmen einer landesweiten Aktion die Einhaltung der Quarantänepflicht überprüft. Fast alle der rund 100 kontrollierten Personen konnten zu Hause angetroffen werden. Die Kontrollen werden am heutigen Donnerstag fortgesetzt. Wer nicht zu Hause angetroffen wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. (pm)

Foto: Wafios
Foto: Wafios

Tübinger Corona-Schnelltestaktion wird landesweit ausgeweitet

14:41 Uhr Die kostenlose Corona-Schnelltestaktion der Tübinger Notärztin Lisa Federle soll landesweit ausgeweitet werden. Nach Auskunft von Federle vom Donnerstag soll es solche Aktionen am 23. und 24. Dezember in mindestens 25 weiteren Städten in Baden-Württemberg geben - und damit ermöglichen, Oma, Opa und andere Verwandte an Weihnachten sorgenfreier zu besuchen. Das Land stelle hierfür mindestens 50 000 Schnelltests aus der Notreserve zur Verfügung. Für die Testaktion kommt Federle an drei Tagen in der Woche mit dem Arztmobil in die Tübinger Innenstadt, an einem Tag ist sie jeweils in Rottenburg und Mössingen. Der Test ist kostenlos. »An manchen Tagen stehen schon mindestens 100 Leute da und warten. Ich bin mir sicher, dass bis Heiligabend immer mehr und mehr Menschen kommen werden«, sagte Federle. (dpa)

Etwa 15 Prozent der Deutschen glauben, dass es Corona nicht gibt

14:03 Uhr Für rund jeden siebten Bundesbürger (15 Prozent) gibt es nach einer repräsentativen Umfrage keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Coronavirus. Das ist ein Ergebnis des Wissenschaftsbarometers, das seit 2014 die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Wissenschaft und Forschung beleuchtet. Fast 40 Prozent der Befragten gehen darüberhinaus davon aus, dass Wissenschaftler der Bevölkerung nicht alles sagen, was sie über das Coronavirus wissen, und dass es wichtig ist, Informationen dazu auch von außerhalb der Wissenschaft zu beziehen. Für das Barometer wurden rund 1000 Erwachsene zwischen dem 3. und 9. November am Telefon befragt. »Beunruhigend ist aus unserer Sicht die relativ hohe Anzahl an Unentschiedenen und Zweifelnden«, sagte Dorothee Menhart, Sprecherin der gemeinnützigen Initiative Wissenschaft im Dialog. »Dies zeigt, dass sich die Wissenschaft noch stärker bemühen muss, auch mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, die unsicher sind.« (dpa)

Kostenlose Masken in Apotheken nicht vor Mitte Dezember

12:37 Uhr  Kostenlose Mund-Nase-Masken für Risiko-Gruppen gibt es in baden-württembergischen Apotheken nicht vor Mitte Dezember. Darauf wies der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) am Donnerstag hin. Die Masken gebe es erst, wenn die Verordnung dazu in Kraft getreten sei. Damit sei frühestens am 15. Dezember zu rechnen. Zugleich appellierte der Verband an die Bevölkerung, angesichts der Corona-Gefahr nicht unnötig deshalb früher die 2400 Apotheken im Land aufzusuchen. Über-60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Risikoschwangere können im Dezember drei kostenlose Masken in der Apotheke bekommen. (dpa)

RKI-Chef: Corona-Fallzahlen wieder im Anstieg - Lage könnte kippen

11:47 Uhr Die Corona-Lage in Deutschland hat sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) seit vergangener Woche verschlechtert und könnte schnell kippen. Nachdem die Fallzahlen seit Wochen auf einem hohen Plateau gelegen hätten, sehe man aktuell wieder einen Anstieg, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Das sei besorgniserregend. »Immer noch infizieren sich zu viele Menschen mit Sars-CoV-2.« Das Plateau, auf dem man sich befinde, sei »äußerst fragil«, das Infektionsgeschehen könne schnell wieder kippen, so Wieler. Die Fallzahlen könnten rasch wieder exponentiell ansteigen, dafür reichten wenige zusätzliche Fälle aus. »Das müssen wir verhindern.« Die Kontakte in der Bevölkerung seien noch nicht ausreichend reduziert worden. »Wir sehen immer mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen.« Und auch die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle nehme zu. Das Virus zirkuliert den Angaben nach zunehmend in Risikogruppen. Mehr als 13 000 der insgesamt 20 372 Toten nach Corona-Infektionen in Deutschland seien 80 Jahre und älter. Innerhalb Deutschlands sieht das RKI große Unterschiede: In manchen Regionen gelinge es offenbar besser als in anderen, Infektionen zu verhindern. (dpa)

Junge Menschen und Corona: Viele haben Angst vor der Zukunft

10:32 Uhr Noch ist kein Ende der Corona-Pandemie in Sicht - viele junge Menschen erleben sie als Zeit großer psychischer Belastung. Knapp 46 Prozent der im Rahmen einer bundesweiten Studie befragten 15- bis 30-Jährigen stimmten der Aussage voll beziehungsweise eher zu, Angst vor der Zukunft zu haben. Besonders junge Menschen, die nicht mehr zur Schule gehen, klagten über Einsamkeit, finanzielle Sorgen und andere Nöte. Das sind erste Ergebnisse der Studie »JuCo 2« des Forschungsverbunds »Kindheit - Jugend - Familie in der Corona-Zeit«. Mehr als 7000 Jugendliche und junge Erwachsene beantworteten die Online-Fragebögen von Wissenschaftlern der Universitäten Hildesheim und Frankfurt. (dpa)

Corona-Beratungen von Bund und Ländern wohl am Wochenende

9:56 Uhr  Bund und Länder wollen nach Angaben von Niedersachsens Ministerpräsident Stefan Weil (SPD) in den kommenden Tagen über ein Verschärfen der Corona-Beschränkungen beraten. Wie Weil am Donnerstag im Landtag in Hannover sagte, kommen Bund und Länder wahrscheinlich noch am Wochenende zu erneuten Beratungen zusammen. (dpa)

Israel beginnt mit Corona-Impfkampagne am 27. Dezember

8:39 Uhr Israel wird nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 27. Dezember mit seiner Corona-Impfkampagne beginnen. Der 71-Jährige kündigte am Mittwochabend in Tel Aviv an, sich dann als erster impfen zu lassen. Zugleich appellierte Netanjahu an seine neun Milllionen Landsleute, dem Beispiel zu folgen. »Ich bitte alle Bürger, sich impfen zu lassen.« Pro Tag könnten 60 000 Impfdosen verabreicht werden. Wer geimpft ist, soll einen »grünen Pass« erhalten. »Das wird uns schnell zurück zur Normalität führen«, sagte Netanjahu. Zuvor war am Morgen eine erste Ladung mit Impfstoffen des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer in Israel eingetroffen. Netanjahu nahm die Lieferung auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv persönlich in Empfang. Insgesamt hat Israel nach Medienberichten mit Biontech/Pfizer die Lieferung von acht Millionen Impfdosen vereinbart. Mit dem US-Unternehmen Moderna gibt es zudem eine Vereinbarung über sechs Millionen Impfdosen. In Israel hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. (dpa)

Auch Kanada lässt Impfstoff von Biontech und Pfizer zu

8:04 Uhr Auch Kanada hat dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilten die kanadische Gesundheitsbehörde und beide Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Kanadier früher grünes Licht als die EU und die USA, wo entsprechende Anträge derzeit noch geprüft werden. In Großbritannien ist der Impfstoff bereits seit Dienstag im Einsatz, auch im arabischen Golfstaat Bahrain ist er bereits zugelassen. Der Antrag auf Notfallzulassung sei am 9. Oktober eingegangen und seitdem »gründlich und unabhängig« geprüft worden, hieß es von der kanadischen Gesundheitsbehörde. Als Ergebnis sei dabei herausgekommen, dass das Vakzin die notwendigen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfülle. »Die Kanadier können sich überzeugt fühlen, dass der Prüfungsprozess rigoros war, und dass wir ein starkes Überwachungssystem haben.« (dpa)

Corona dominiert die Weihnachts-Wunschzettel der Kinder

7:36 Uhr Sorgen wegen Corona dominieren in diesem Jahr auch die Weihnachts-Wunschzettel der Kinder ans Christkind. »In etwa zwei Drittel aller Briefe kommt das vor«, sagt eine Sprecherin der Deutschen Post für die Christkindpostfiliale in Engelskirchen bei Köln. »In fast jedem Brief wird Corona erwähnt«, sagt auch die Leiterin des Weihnachtspostamts im unterfränkischen Himmelstadt. »Viele Kinder schreiben, dass sie traurig sind und ihre Großeltern oder Treffen mit vielen Freunden vermissen.« In den sieben Weihnachtspostfilialen der Deutschen Post stapeln sich in der Adventszeit jeweils Zehntausende Briefe von Kindern aus aller Welt. Unter den »materiellen Wünschen« sind den Angaben zufolge viele Klassiker wie Lego, Playmobil, Roller, Bälle, Bücher, Schminkzeug oder Bastelsachen. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 1.254.358 (gestern: 1.229.269) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 20.460 (20.002) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 929.272 (909.058) gelten als wieder genesen. (GEA)

 Mittwoch, 9. Dezember

4.042 neue Corona-Fälle im Südwesten: 59 weitere Tote

19 Uhr Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 4.042 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 174 946 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 59. Insgesamt wurden bisher 3228 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 123 190 Menschen. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 160,2 und damit höher als am Vortag. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 12 davon überschreiten die kritische 200er-Marke pro 100.000 Einwohner. 489 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 286 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2927 verfügbaren Intensivbetten im Land sind fast 81 Prozent belegt. (dpa)

Übersicht der Corona-Fälle im Kreis Reutlingen nach Gemeinden

18:29 Uhr Der Landkreis Reutlingen listet die gemeldeten mit Covid-19-infizierten Personen und die Genesenen im Kreis nach Städten und Gemeinden auf. (pm)

 

London warnt bei schweren Allergien vor Corona-Impfung

18:18 Uhr Angesichts von allergischen Reaktionen auf die Corona-Impfung bei zwei Geimpften haben die britischen Behörden Menschen aufgerufen, sich vorerst nicht impfen zu lassen. Zwei Mitarbeiter des nationalen Gesundheitsdiensts NHS mit einer entsprechenden Vorgeschichte hätten eine allergische Reaktion gezeigt, nachdem sie die Dosis erhalten hatten, sagte NHS-Chef Stephen Powis am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss in London. »Beide erholen sich gut.« Großbritannien hatte am Dienstag mit einer Massenimpfung begonnen. Powis betonte, bei der Warnung handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie es bei neuen Impfstoffen üblich sei. Entwickelt haben das Mittel das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer. (dpa)

155 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen

17:32 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Mittwoch 155 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 5.208 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 193,0. Es gibt keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona (Stand: 106), teilte das Landratsamt mit. Von den heutigen Fällen seien 19 als Kontaktpersonen bekannt gewesen. Überwiegend sind die Fälle in Familien und bei Einzelpersonen. Das Kinderhaus in St. Johann-Lonsingen ist betroffen, ebenso die Schönbein-Realschule in Metzingen und die Laura-Schradin-Schule in Reutlingen, ein Seniorenzentrum in Walddorfhäslach und mehrere Betriebe. In den Kreiskliniken Reutlingen wurden vier Patienten aufgenommen und zwei Patienten entlassen, aktuell befinden sich somit 39 Covid-19-Erkrankte im stationären Bereich, davon sieben auf der Intensivstation. (pm)

Inzidenz im Landkreis Tübingen sinkt wieder

16:56 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Mittwoch 46 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.721 Fällen, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sind einige familiäre Häufungen darunter, aber auch wieder neue Einzelfälle. Außerdem sind weitere Schulen und Kindergärten betroffen. An einer Schule gab es Folgefälle in bereits betroffenen Klassen, die auch schon in Quarantäne sind. Darüber hinaus sind drei weitere Schulen betroffen (Einzelfälle ohne Klassenquarantäne). Hinzu kommen drei Kindergärten im Kreis, in denen jeweils die Gruppen mit einer Quarantäne belegt wurden. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 132,9. Außerdem ist ein weiterer Todesfall zu beklagen, es handelt sich um eine Person im Alter von 95 Jahren. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 81 Personen. (pm)

Deutschland kann laut Donald Trump in Pandemie nicht als Vorbild gelten

16:51 Uhr Deutschland kann nach Ansicht des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump kein Vorbild im Kampf gegen die Corona-Pandemie sein. »Deutschland wurde immer wieder von meinen unerträglichen Kritikern als das Land angeführt, dem wir auf dem Weg zur Bewältigung des China-Virus folgen sollten. So viel zu diesem Argument«, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter zu einem anderen Tweet, in dem ein Nutzer auf den neuen Höchststand bei den nachgewiesenen Todesfällen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Deutschland verwies. »Ich liebe Deutschland - Impfstoffe sind auf dem Weg!!!«, fügte Trump hinzu. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages und damit einen neuen Höchstwert. (dpa)

Kinderärzte gegen verlängerte Schulferien zur Pandemiebekämpfung

16:21 Uhr In der Debatte um das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus haben sich Kinderärzte gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien ausgesprochen. Geschlossene Schulen, Kindergärten und Kitas sollten »nur als allerletzte Maßnahme im Rahmen eines allgemeinen Lockdowns« erwogen werden, teilten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie am Mittwoch mit. Man sei »dezidiert gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien auf (un)bestimmte Zeit in den Januar hinein«, heißt es in der Stellungnahme, die vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt wird. Bisherige Daten aus Deutschland gäben keinen Anlass, generelle Schulschließungen als »taugliches und angemessenes Mittel« zur Pandemiebekämpfung anzusehen. Die belastenden Folgen selbst kurzfristiger Schulschließungen auf das Wohlbefinden und die Zukunftsperspektiven von Kindern würden in der Debatte zu wenig berücksichtigt. (dpa)

Umfrage: 75 Prozent der Deutschen sind gegen Lockerungen an Silvester

15:13 Uhr Eine große Mehrheit der Deutschen ist für strenge Kontaktbeschränkungen wegen Corona an Silvester. Das geht aus einer Umfrage der Meinungsforscher von YouGov Deutschland hervor. Demnach stimmten drei von vier Befragten der Aussage zu, dass es keine Lockerungen beim Kontaktverbot zum Jahreswechsel geben darf. 56 Prozent von ihnen stimmten der Aussage »voll und ganz« zu, 19 Prozent »eher«. 15 Prozent der Teilnehmer haben der Aussage widersprochen, zehn Prozent machten keine Angabe. Auffällig bei der Umfrage: Jüngere Befragte befürworteten am seltensten scharfe Maßnahmen - bei den 18 bis 24-Jährigen waren es insgesamt nur 61 Prozent. In der Altersgruppe ab 55 Jahren lag die Zustimmung zu strengen Regeln beim Kontaktverbot an Silvester hingegen bei 81 Prozent. (dpa)

Spahn: Gurgeln kann womöglich Corona-Gefahr verringern

14:32 Uhr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die Gefahr einer Corona-Ansteckung im Privatbereich womöglich durch Gurgeln verringert werden kann. »Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht. Aber die Idee dahinter ist, dass Gurgeln mit Mundspülungen aus in Alkohol gelösten ätherischen Ölen oder sogar Kochsalz die Viruslast im Mund-und-Rachen-Raum senken soll«, sagte Spahn der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Er selbst gurgele ohnehin regelmäßig. Eine explizite Gurgel-Empfehlung wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene wollte Spahn nicht aussprechen, das müsse letztlich jeder selbst wissen. »Aber schaden tut es sicher nicht.« (dpa)

Handel fordert bei hartem Lockdown zusätzliche Nothilfen

13:46 Uhr Für den Fall eines bundesweiten harten Lockdowns fordert der Handel zusätzliche Nothilfen der Politik. Dann gehe es um eine gleiche Behandlung der Betroffenen, sagte der Präsident des Handelsverbands Deutschland, Josef Sanktjohanser, am Mittwoch. Die bisherigen November- und Dezemberhilfen richten sich vor allem an Firmen, die wegen behördlicher Anordnungen ihren Betrieb dicht machen mussten - also etwa die Gastronomie. Der Schaden müsse dann ausgeglichen werden, sagte Sanktjohanser bei einer Videokonferenz von Wirtschaftsverbänden. Der Verband führe intensive Gespräche mit Finanz- sowie Wirtschaftsministerium. November und Dezember seien für viele Unternehmen normalerweise die umsatzstärksten Monate des Jahres. Wenn diese Umsätze jetzt ausfielen, gerieten viele Geschäfte in noch größere Schieflage. (dpa)

Mittelstand fürchtet in Corona-Krise um Existenz vieler Firmen 

13:13 Uhr Der Mittelstand sieht in der Corona-Krise die Existenz vieler Firmen gefährdet. Wirtschaftsverbände forderten am Mittwoch schnell wirksame Hilfen und außerdem Strukturreformen etwa im Steuerrecht. Sie warnten vor zusätzlichen Belastungen. »Auf die Last, die unsere Betriebe jetzt pandemiebedingt zusätzlich tragen müssen, da darf nichts mehr raufgepackt werden«, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. In der Corona-Krise bräuchten die Unternehmen vor allem Liquidität. Finanzpolster, die manche Unternehmen in vielen Jahren aufgebaut hätten, seien in kürzester Zeit zusammengeschmolzen. Die Lage in den verschiedenen Branchen ist aber unterschiedlich, wie auch aus einem Papier der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand hervorgeht. Das Gastgewerbe etwa sei durch die Pandemie in die größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. Im Handwerk spürten die Gewerke des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes hingegen bisher nur in geringerem Ausmaß die Folgen der Pandemie. (dpa)

Boris Palmer lobt »Tübinger Weg«

12:44 Uhr Tübingen kämpft mit eigenen Maßnahmen, die vor allem für den Schutz der Risikogruppe der Senioren vorgesehen sind, gegen einen coronabedingten Gesundheitsnotstand. Im Gespräch mit der RTL/ntv Redaktion begründet Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer den erfolgreichen "Tübinger Weg" zur Eindämmung des Coronavirus mit einer konsequenten Teststrategie in Pflegeheimen. (pm)

Merkel plädiert für schärferen Lockdown

12:03 Uhr Emotionalität in der Öffentlichkeit ist Angela Merkel eher fremd. Umso bemerkenswerter ist ihre Rede in der Generaldebatte des Bundestags. Mit großer Leidenschaft plädierte die Kanzlerin für eine schnelle Verschärfung der Beschränkungen gegen die Corona-Pandemie. »Die Zahl der Kontakte ist zu hoch. Die Reduktion der Kontakte ist nicht ausreichend«, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in der Generaldebatte des Bundestags zum Bundeshaushalt 2021. Selbst wenn man Länder mit sehr starkem Anstieg wie Sachsen herausrechne, gebe es Anstiege. 590 Todesfälle am Tag wie am Mittwoch gemeldet seien nicht akzeptabel. »Und weil die Zahlen so sind, wie sie sind, müssen wir etwas tun, und zwar Bund und Länder gemeinsam.« (dpa)

Deutscher Export kämpft sich in kleinen Schritten aus Corona-Tief 

11:20 Uhr Anziehende Geschäfte in China stützen Deutschlands Exporteure in der Corona-Krise. Die Erholung des Außenhandels setzte sich im Oktober fort, verlor allerdings an Tempo. Die Ausfuhren legten im Vergleich zum September um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Volumen von 112,0 Milliarden Euro lagen sie jedoch 6,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Februar wurde ein Minus von 6,8 Prozent verzeichnet. »Das leichte Plus im China-Geschäft hilft, unseren Außenhandel zu stabilisieren, ist aber zu wenig für eine kräftige Erholung«, erläuterte Anton Börner, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA. Dafür sei der wirtschaftliche Einbruch bei allen anderen wichtigen Handelspartnern zu groß. »Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Deutschland, Europa und weiteren Teilen der Welt können wir uns aber glücklich schätzen, wenn der Außenhandel stabil auf dem derzeitigen Level bleibt«, sagte Börner. Offene Grenzen seien unerlässlich.

Merkel: Familien stehen unter besonderem Stress

10:38 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Leistungen von Familien in der Corona-Pandemie gewürdigt. »Die Familien stehen unter einem besonderen Stress, unter einer besonderen Herausforderung in diesen Zeiten«, sagte sie am Mittwoch in der Generaldebatte im Bundestag. Man müsse sich diesen Stress immer wieder vor Augen halten. »Jeder ahnt, was jetzt los ist in den Familien, wenn man morgens nicht weiß, hat das Kind Schnupfen, kann es in die Schule gehen, was ist in der Schule los, was wartet auf uns.« (dpa)

Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet »Querdenken«-Bewegung

9:42 Uhr Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die »Querdenken«-Bewegung. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart am Mittwoch erfuhr, stufte das Landesamt »Querdenken 711« als Beobachtungsobjekt ein. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlich verordneten Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es in Sicherheitskreisen. Gründer der »Querdenken«-Bewegung ist der Stuttgarter Unternehmer Michael Ballweg. Auch die Innenministerkonferenz will sich an diesem Donnerstag mit dem Thema befassen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte bereits eine schnelle Beobachtung der Bewegung gefordert. (dpa)

Etliche Schulleiter wollen auf Wechselunterricht umstellen

8:32 Uhr Die Möglichkeit für Schulen in Corona-Hotspots, ab der achten Klasse Wechselunterricht einzuführen, stößt auf reges Interesse. Nachdem die Schulleitungen am Montagabend durch das Kultusministerium über die aktualisierte Corona-Verordnung informiert worden waren, gingen bereits am Dienstagmorgen die ersten Anfragen bei den Regierungspräsidien und staatlichen Schulämtern als zuständige Schulbehörden ein. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Lehrergewerkschaft GEW befürchtet ein langwieriges Genehmigungsverfahren und fordert landesweite Lösungen. (dpa)

Handelsverband warnt vor Folgen eines Lockdowns vor Weihnachten

8:04 Uhr  Der baden-württembergische Handelsverband hat vor möglichen verheerenden Folgen eines Corona-Lockdowns noch vor Weihnachten für die Geschäfte in den Städten gewarnt. »Sollte es zu Geschäftsschließungen kommen, bangen wir im übrigen nicht nur ums Weihnachtsgeschäft, sondern ums Überleben der ganzen Modebranche, und sogar um ganze Innenstädte«, sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann der dpa in Stuttgart.

»Wir erwarten in diesem Fall finanziellen Ausgleich für die entfallenen Umsätze der betroffenen Unternehmen auf der Basis, wie er auch der Gastronomie gewährt worden ist.« Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen hatte die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina eine drastische Verschärfung der Corona-Beschränkungen bereits ab kommender Woche gefordert. In einem solchen »harten Lockdown« sollten alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen notwendigen Waren schließen. (dpa)

Gesundheitsminister: Keine pauschalen Besuchsverbote in Pflegeheimen

7:21 Uhr In Baden-Württemberg soll es auch im Fall eines harten Corona-Lockdowns nach Weihnachten keine pauschalen Besuchsverbote in Pflegeheimen geben. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart, kategorische Besuchsverbote bei steigenden Infektionszahlen kämen im Südwesten nicht infrage. Wörtlich erklärte er: »Pauschale Besuchseinschränkungen sind für die Bewohnerinnen und Bewohner massive Eingriffe, unter denen die Betroffenen während der ersten Phase der Pandemie erheblich gelitten haben.« Mittlerweile seien die Einrichtungen und das Personal deutlich besser geschützt - etwa mit Ausrüstung und Antigen-Schnelltests - was ein Offenhalten möglich mache. Die grün-schwarze Regierung erwägt wegen der steigenden Corona-Infektionen ein Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens nach den Weihnachtsfeiertagen. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 1.229.269 (gestern: 1.200.006) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 20.002 (19.434) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 909.058 (888.701) gelten als wieder genesen. (GEA)

Dienstag, 8. Dezember

Inzidenz in der Stadt Reutlingen sinkt auf 200,8

19:10 Uhr Die aktuellen Corona-Zahlen in Baden-Württemberg, Landkreis und Stadt Reutlingen im Vergleich. (GEA)

 

92 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen

19 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Dienstag 92 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 5.053 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 175,9. Es gibt keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona (Stand: 106), teilte das Landratsamt mit. Auffällig sei bei den Neuinfektionen, dass ein breites Spektrum von Betrieben, verteilt über den Landkreis, betroffen ist. Es gebe jedoch keine Häufungen, sondern Einzelpersonen seien betroffen. Mit Einzelfällen seien außerdem das Graf-Eberhard-Gymnasium, das Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen, die Eichendorff-Realschule, die Lautertalschule und die Goldsteinschule Bad Urach betroffen. Im Haus Reichenbach in Sondelfingen gebe es bislang 15 Infektionen unter Bewohnern und 11 Infektionen bei Mitarbeitenden. Zwei Bewohner seien in Zusammenhang mit COVID-19 verstorben. In den Kreiskliniken Reutlingen gab es sechs stationäre Aufnahmen in den Covid-Isobereich und drei Entlassungen. Insgesamt befinden sich aktuell 37 Covid-19-Erkrankte am Standort Reutlingen: 30 Patienten auf Normalstation und sieben Patienten auf Intensivstation. (pm)

78 Neuinfektionen im Kreis Tübingen

18:42 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Dienstag 78 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.675 Fällen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei 29 der genannten Fälle handelt es sich um Betroffene im Pflegeheim der Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler. Hinzu kommen Kontaktpersonen bekannter Fälle, familiäre Häufungen und neue Einzelfälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 136,46. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 80. (pm)

Auch die Reutlinger Glühweinbuden wackeln

18:14 Uhr  Die Reutlinger Verfügung zur weiteren Regelverschärfung zwecks Pandemie-Eindämmung ist noch nicht in reinen Tüchern, da wird sie bereits von einer neuen Landesverordnung überholt: Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Außerdem hat das Stuttgarter Verwaltungsgericht die Maskenpflicht in Ludwigsburg für rechtswidrig erklärt. Wie sich die neuen Entwicklungen auf die geplante Reutlinger Verfügung auswirken. (igl)

90-jährige Britin erhält erste Corona-Impfung

17:41 Uhr In Großbritannien rollt die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes an. An erster Stelle stehen alte und gesundheitlich geschwächte Menschen sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen und medizinisches Personal. Eine 90-jährige Britin wurde  zuerst geimpft. (dpa)

Bundespolizei-Kontrollen: 200 000 Reisende ohne Mund-Nasen-Schutz

16:56 Uhr Bei Kontrollen an Bahnhöfen und im Zugverkehr zur die Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Bundespolizei seit September 200 000 Reisende ohne Mund-Nase-Schutz registriert. Das teilte die Behörde am Dienstag in Potsdam mit. Die überwiegende Mehrheit halte sich aber an die Eindämmungsverordnung der Länder, hieß es. Bundesweit seien rund 3700 Verstöße festgestellt worden, die den Behörden übermittelt wurden. In rund 500 Fällen erteilte die Polizei Platzverweise. Allein im Rahmen des bundesweiten Aktionstages am Montag wurden den Angaben zufolge 3208 Reisende angesprochen, die ohne Maske unterwegs waren. 184 Berichte wurden an die zuständigen Gesundheitsämter geschickt, da sich die Ertappten uneinsichtig gezeigt hätten. Zwölf Platzverweise wurden erteilt. In fünf Fällen wurden Reisende nach Absprache mit Bahn-Mitarbeitern von der Weiterfahrt ausgeschlossen. (dpa)

Mössinger Hallenbad macht auch wegen Corona in dieser Saison nicht mehr auf

16:09 Uhr Das Hallenbad in Mössingen macht wegen Corona in dieser Wintersaison nicht mehr auf. Das bedeutet auch, dass es kein Schulschwimmen geben wird. Das hat der Mössinger Gemeinderat mit einer denkbar knappen Mehrheit von 15 zu 13 Stimmen entschieden. Weiterer Grund für die andauernde Schließung sei die Rutschfestigkeit der Fliesen, die nach der Restaurierung erst weider hergestellt werden müsse. Gleichzeitig spart die Stadt durch das geschlossene Hallenbad etwa 200.000 Euro an Kosten ein, die in das Kurzarbeitergeld für die Mitarbeiter fließe, hieß es in der entsprechenden Gemeinderatssitzung. (GEA)  

Abschlag auf Novemberhilfen kommt wohl schneller

15:48 Uhr Die Bundesregierung will die Abschlagszahlungen bei den Novemberhilfen erhöhen. Unternehmen sollen statt bisher maximal 10.000 Euro künftig maximal 50.000 Euro bekommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen nach einer Einigung zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium erfuhr. Dieser Vorschlag der Bundesregierung liege aktuell den Ländern zur Prüfung vor, hieß es. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Soloselbstständige sollen weiter eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro bekommen. Stand Dienstag wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bisher mehr als 400 Millionen Euro an Abschlagszahlungen ausgezahlt. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Quarantäneverweigerer im Südwesten sollen in Krankenhäuser

14:39 Uhr Uneinsichtige Quarantäneverweigerer in Baden-Württemberg sollen künftig in einem von zwei bis drei ausgewählten Krankenhäusern untergebracht werden. Darauf einigten sich der Landes-Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und der Innenminister des Landes, Thomas Strobl (CDU), am Dienstag nach langen Debatten. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedrängt. Lucha hatte dafür plädiert, dass sich die Kommunen dezentral darum kümmern, da es sich um Einzelfälle handle. Strobl sagte, er sei froh, dass man sich darauf verständigt habe, »hartnäckige Quarantäneverweigerer abzusondern«. Es sei aber nur das letzte Mittel, wenn solche Menschen sich auch durch Bußgelder nicht zur Vernunft bringen ließen. (dpa)

Baden-Württemberg verbietet Alkoholausschank im Freien

13:19 Uhr Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) heute an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen. (dpa)

Gericht hält Maskenpflicht in Ludwigsburg für rechtswidrig

12:42 Uhr Die pauschale Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Ludwigsburger Innenstadt ist aus Sicht des Stuttgarter Verwaltungsgerichts wohl rechtswidrig. Die Allgemeinverfügung der Stadt sehe keine Ausnahmen für Situationen vor, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden könne. Darüber hinaus gebe es keine zeitlichen Einschränkungen, teilte das Gericht am Dienstag mit. Fraglich sei auch, ob die Stadt die Verfügung hätte erlassen dürfen oder dafür das Gesundheitsamt des Landkreises zuständig sei. (dpa)

Razzia wegen Betrugsverdachts bei Corona-Hilfen

11:57 Uhr Wegen möglichen Betrugs bei Corona-Soforthilfen haben Ermittler zehn Wohnungen und Geschäftsräume in München, Pforzheim und Berlin durchsucht. Die Razzia am Dienstag richtete sich nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes gegen sechs Verdächtige im Alter von 28 bis 79 Jahren. Diese sollen im Frühjahr Corona-Hilfen für verschiedene Unternehmen in Gesamthöhe von mehr als 400.000 Euro unrechtmäßig beantragt und dafür zahlreiche Urkunden gefälscht haben. Nach den bisherigen Ermittlungen existierten die Unternehmen jedoch gar nicht oder gingen keiner Geschäftstätigkeit nach. (dpa)

Landratsamt Reutlingen reicht Inzidenzzahl nach

11:31 Uhr Das Reutlinger Landratsamt hat bekanntgegeben, dass die Inzidenzzahl für den Landkreis Reutlingen gestern bei 175,9 lag. Das Landratsamt konnte gestern »aufgrund des Datenumzugs« keine ausführliche Lagemeldung verschicken. Bis gestern Abend sind im Laufe des Montags 15 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Stand heute Morgen (9) beträgt das Plus im Vergleich zu den Zahlen am Sonntag 39 Corona-Fälle. (pm)

Leopoldina fordert Schulpflicht-Aufhebung bis Weihnachten

10:55 Uhr Angesichts anhaltend hoher Neuinfektionen fordert die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Corona-Maßnahmen drastisch zu verschärfen. Die Schulpflicht sollte bereits ab nächster Woche bis zu den Weihnachtsferien aufgehoben und Kontakte »auf das absolute 19 Mindestmaß reduziert« werden, heißt es in einer Pressemitteilung. »Ab dem 24. Dezember 2020 bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und ein harter Lockdown gelten.« Hierfür sollten alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs geschlossen, die Weihnachtsferien in den Bildungseinrichtungen verlängert und das Home-Office, wenn möglich, gestattet werden. (dpa)

90-jährige Britin erhält erste Corona-Impfung

10:38 Uhr Eine 90 Jahre alte Frau hat die erste Corona-Impfung in Großbritannien erhalten. Margaret Keenan wurde im Universitätskrankenhaus in Coventry geimpft, wie der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) mitteilte. Großbritannien hatte vergangene Woche als erstes Land der Welt dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Noch in diesem Jahr sollen vier Millionen Impfdosen in dem Land eintreffen - insgesamt hat London 40 Millionen Impfdosen von Pfizer bestellt. In China und Russland sind bereits Produkte heimischer Hersteller im Einsatz. (dpa)

Die Tigers Tübingen spielen wegen Corona demnächst in Rottenburg

9:44 Uhr Wegen des Aufbaus der Impfzentren in der Paul-Horn-Arena spielen die Tigers nur noch am 14. Dezember in Tübingen. Die Tübinger Zweitliga-Basketballer ziehen Mitte Januar in die Rottenburger Volksbank-Arena um. »Als wir davon erfahren haben, dass die Stadt Tübingen für die Tigers eine Ersatzspielstätte suchen, haben wir unsere nachbarschaftliche Hilfe angeboten«, berichtete Thomas Weigel, Erster Bürgermeister in Rottenburg, von dieser jüngsten Entwicklung. Die Paul Horn-Arena wird den Tigers allerdings schon deutlich früher als ursprünglich für Mitte Januar geplant nicht mehr zur Verfügung stehen. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Heimspiel des Zweitligisten gegen die Artland Dragons am kommenden Samstag (20 Uhr) bereits die letzte Begegnung in der aktuellen Saison 2020/21 sein. Grund dafür ist: Die Vorbereitungen für die Impfeinrichtung müssen bereits ab dem 14. Dezember beginnen. Dabei werden nach neuestem Stand das Kreisimpfzentrum (KIZ) und das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) dort einen gemeinsamen Standort erhalten. (wil)

Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

8:36 Uhr Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Corona-Krise zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums. Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket. (dpa)

Umfrage: Viele Menschen bereit zum Corona-Regelbruch an Weihnachten

7:56 Uhr Nicht wenige Menschen sind einer Umfrage zufolge bereit, die eigentlich für gut befundenen Corona-Regeln an Weihnachten zu brechen. Mehr als drei Viertel der Befragten befürworte die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, ergab die Studie im Auftrag der Universität der Bundeswehr München. 42 Prozent sagten aber auch, sie wollten sich unter Umständen über geltende Regeln hinwegsetzen.

Die Bereitschaft zum Regelbruch sei besonders dann gegeben, wenn Menschen die Regeln für übertrieben hielten oder sicher seien, das nichts passieren könne, heißt es in einer Mitteilung.»Überdurchschnittlich viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Sie eine Situation wie diese im Gegensatz zu anderen Menschen überdurchschnittlich gut einschätzen können - weshalb sie Verbote für andere Menschen gutheißen, sich selbst aber darüber hinwegsetzen«, erläutert Philipp Rauschnabel, Professor an der Universität. »Zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass mehr Menschen die Regeln missachten, wenn sie bemerken, dass andere Menschen das auch machen.« (dpa) 

Reutlingen plant Maskenpflicht in der Altstadt und Alkoholrestriktionen

7:36 Uhr Seit Tagen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 200: Damit ist Reutlingen Corona-Hotspot. Manche Bürger fürchten vor allem weitere Einschränkungen, andere fragen sich, wann die Stadt endlich Maßnahmen ergreift, um die Zahlen zu senken. Da der Inzidenz-Grenzwert des Landkreises noch unter der 200er-Schwelle liegt, gibt es keinen Handlungszwang. Auf GEA-Nachfrage ließ Oberbürgermeister Thomas Keck nun jedoch wissen, »dass die Stadt auf Landrat Thomas Reumann zugegangen ist, um weitere zur Eindämmung der Neuinfektionen geeignete Maßnahmen in Gang zu setzen, bevor auch der Landkreis diese Grenze überschreitet«. Geplant sind: die Ausweitung der Maskenpflicht auf die gesamte Reutlinger Altstadt und ein allgemeines Verkaufsverbot für Alkohol von 19 (bisher 23 Uhr) bis 6 Uhr, das insbesondere alkoholgetriggertes Treiben an Tankstellen eindämmen soll. (igl)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 1.200.006 (gestern: 1.141.544) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 19.434  (18.097) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 888.701 (811.091) gelten als wieder genesen. (GEA) 

Montag, 7. Dezember

2.300 Personen sollen im Tübinger Impfzentrum täglich geimpft werden.

19:20 Uhr Das Kreisimpfzentrum (KIZ) und das Zentralimpfzentrum (ZIZ) werden nicht wie geplant seperat, sondern gebündelt ihre Zelte in der Paul-Horn-Arena aufschlagen.  Insgesamt sollen dort täglich bis zu 2.300 personen geimpft werden. Im Dezember soll das Tübinger Impfzentrum startklar sein. (ott)

15 Neuinfektionen im Kreis Reutlingen

18:46 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Montag 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl sei heute niedriger, weil von den Laboren weniger Ergebnisse eingingen. Damit gibt es im Kreis insgesamt 4.961 bestätigte Fälle. Von den Neuerkrankten waren bereits vier Personen als Kontaktpersonen bekannt. Auch eine Schule ist betroffen. Die 7-Tages-Inzidenz lag gestern bei 165,1, die Zahl der Todesfälle bei 106. Neue Werte nannte das Landratsamt »aufgrund eines dringend erforderlichen Datenumzugs« nicht. Es gibt einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona (Stand: 106), teilte das Landratsamt mit. Rund ein Viertel der heutigen Fälle sind demnach Folgefälle von bereits bekannten Fällen. Betroffen sind heute ein Kindergarten in Pliezhausen, eine Schule in Bad Urach, eine Asylunterkunft und Pflegeheime. Außerdem eine Person, die von einer Reise aus der Türkei zurückgekehrt ist. In den Kreiskliniken Reutlingen gab es drei stationäre Aufnahmen in den Covid-Isobereich, eine Person ist gestorben. Insgesamt befinden sich aktuell 36 Covid-19-Erkrankte am Standort Reutlingen: 28 Patienten auf Normalstation und acht Patienten auf Intensivstation. (pm)

Inzidenz im Kreis Tübingen steigt auf 113,2

18:16 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Montag 24 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.597 Fällen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei den genannten Fällen handelt es sich um Kontaktpersonen bekannter Erkrankter und neue Einzelfälle. Auch sind weitere Schulen und Kindergärten im Landkreis Tübingen betroffen. Insgesamt gab es Fälle an fünf Schulen (davon wurde an zwei Schulen die jeweilige Klasse in Quarantäne geschickt, an den anderen drei Schulen sind nur einzelne Schüler von Quarantänemaßnahmen betroffen). Bei den Kindergärten sind an insgesamt sechs Einrichtungen Fälle aufgetreten. Dort sind die jeweils betroffenen Gruppen in Quarantäne. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 113,2. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 80. (pm)

Curevac peilt Zulassung in der EU und in Lateinamerika an

17:39 Uhr Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac ist im Vergleich zu seinen Mitbewerbern bei der Erforschung eines Impfstoffs gegen die Corona-Pandemie etwas später dran. Eine letzte klinische Studie steht noch aus. Doch jetzt peilt die Firma eine Zulassung in der EU und Lateinamerika an. (dpa)

Erste Corona-Impfungen wohl für Risikogruppen und Personal

17:02 Uhr Zum Start der Corona-Impfungen in Deutschland sollen Ältere über 80, Pflegeheimbewohner und bestimmtes Personal mit hohem Infektionsrisiko voraussichtlich zuerst zum Zug kommen können. Insgesamt handelt es sich dabei um rund 8,6 Millionen Menschen, wie aus einem am Montag verschickten Entwurf der Ständigen Impfkommission (Stiko) hervorgeht. Dazu können Länder und medizinische Fachgesellschaften nun noch Stellung nehmen - wegen besonderer Eilbedürftigkeit bis diesen Donnerstag. Grund für eine Prioritätensetzung ist, dass zum möglichen Auftakt von Impfungen zu Beginn des neuen Jahres nur kleinere Impfstoffmengen erwartet werden. (dpa)

Epidemiologe: »Zahl der Erkrankungen viel wichtiger als Laborbefunde«

16:30 Uhr Im Kampf gegen das Coronavirus müssen nach Überzeugung des Epidemiologen Gérard Krause die tatsächlich an Covid-19 Erkrankten stärker in den Blick genommen werden. »Die Zahl und Schwere der Erkrankungen ist viel wichtiger als die Zahl der Laborbefunde allein«, sagte der Wissenschaftler vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Neuinfektionen sei als einziger Wert für einschränkende Maßnahmen sachlich problematisch. »Man muss zum Beispiel wissen, wo und in welchen Personen- und Berufsgruppen die Infektionen hauptsächlich übertragen werden, oder wie die Versorgungslage in Krankenhäusern und Pflegeheimen ist.« Kinder verbreiteten das Virus weniger als Erwachsene, sagte Krause. »Die Möglichkeiten, besondere Risikopersonen etwa in Altenheimen besser zu schützen, sind noch lange nicht ausgeschöpft. Wenn wir in diesen Bereich ebenso so früh und so viel Aufmerksamkeit gerichtet hätten wie in die Ermöglichung von Fußballspielen, wären wir jetzt vielleicht hier besser aufgestellt«, kritisierte der Mediziner. (dpa) 

Baden-Württemberg beklagt »Schlendrian« und will weiteres Corona-Treffen

16:04 Uhr Angesichts der anhaltend hohen Corona-Zahlen dringt Baden-Württemberg darauf, dass Bund und Länder noch vor Weihnachten über eine Verschärfung der Auflagen beraten. »Das Problem besteht darin, dass ein kleiner aber relevanter Teil der Menschen die Maßnahmen nicht mehr in der nötigen Konsequenz befolgt beziehungsweise die bestehenden Freiheiten maximal auszureizen versucht«, sagte der baden-württembergische Regierungssprecher Rudi Hoogvliet der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten«. »In der Tat ist da ein gewisser Schlendrian eingekehrt, und nicht alle zeigen das notwendige Maß an Eigenverantwortung, weshalb die Politik immer wieder bemüßigt ist, nachzuschärfen.« Ein Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel vor Weihnachten sei deshalb notwendig. (dpa)

Krankenhäuser fordern Rücknahme der Lockerungen um Weihnachten

15:19 Uhr Die deutschen Krankenhäuser haben aufgrund anhaltend hoher Neuinfektionen eine Rücknahme der Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester gefordert. Mildere Regelungen etwa bei Kontaktbeschränkungen könnten »zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen, mit weiteren Folgen für Kliniken«, sagte der Chef der deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem »Handelsblatt« (Online). Die jetzige Situation sei für das Personal in vielen Kliniken ohnehin schon belastend und herausfordernd. Damit sich die Lage auf den Intensivstationen nicht weiter verschlimmert, befürwortet Gaß Verschärfungen der Maßnahmen »in Gebieten mit sehr hoher Inzidenz«. (dpa)

Altmaier: Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

14:48 Uhr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für nicht ausreichend. Altmaier sagte am Montag mit Blick auf die anhaltend hohen Infektionszahlen, man werde in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensive Beratungen führen müssen. Die Entwicklung der Zahlen sei »weit hinter unseren Erwartungen zurück«, sagte Altmaier. »Man wird sagen können und sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen.« Der Minister äußerte sich in Berlin vor einer Videokonferenz der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister. (dpa)

Umfrage (beendet)

Wie denken Sie über die Lockerungen der Corona-Regeln an Weihnachten?

Die deutschen Krankenhäuser fordern wegen der zu hohen Fallzahlen eine Rücknahme der Corona-Lockerungen an Weihnachten. Mehrere Politiker haben sie dagegen verteidigt.

23%
75%
2%

Gesundheitsminister für Wechselunterricht

14 Uhr Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) von der Notwendigkeit von Wechsel- beziehungsweise Fernunterricht in älteren Jahrgangsstufen überzeugen. »Das erscheint mir jetzt ein probates Mittel«, sagte er am Montag im Radioprogramm »SWR Aktuell«. Um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu reduzieren, sei es wichtig, Kontakte zu beschränken. Mit dem sogenannten Wechselunterricht, bei dem zum Beispiel Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden, könnten auch Kontakte auf dem Weg zur Schule und in Bussen und Bahnen eingegrenzt werden, sagte Lucha. Daher wolle er Eisenmann »dingend bitten, jetzt auf diesen Kurs einzuschwenken«. (dpa)

Corona-Krise hat zahlreiche neue Wortschöpfungen hervorgebracht

13:19 Uhr Kein anderes Thema hat den Wortschatz in diesem Jahr so stark geprägt wie die Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wie eine Sprecherin zu den Erweiterungen des Wörterbuchs der Neologismen, also der neuen Wörter, mitteilte. Etwa 1000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das IDS in diesem Jahr demnach gesammelt. 

Bahn verstärkt Maskenkontrolle in den Zügen

12:55 Uhr Hunderte Bundespolizisten und Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn kontrollieren am Montag in ganz Deutschland schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in den Zügen. Schon vergangene Woche hatte der bundeseigene Konzern angekündigt, die Kontrollen im Dezember noch einmal verstärken zu wollen. Täglich soll in bis zu 50 Prozent der Fernzüge kontrolliert werden. Mit dem Aktionstag am Montag will die Bahn erneut auf das Thema aufmerksam machen. Wie viele Mitarbeiter und Beamten genau unterwegs sein werden und wie viele es normalerweise sind, teilte die Bahn zunächst nicht mit. »Inzwischen sind Verstöße die absolute Ausnahme«, teilte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber mit. »Damit das so bleibt und sich unsere Kunden noch sicherer fühlen, erhöhen wir zu Weihnachten erneut die Kontrollen und zugleich die Sitzplatzkapazität im Fernverkehr für Reisen mit bestmöglichem Abstand.« (dpa)

Söder verteidigt Lockerungen über Weihnachten 

12:11 Uhr Die geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen über Weihnachten sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch in der gegenwärtigen Lage der Pandemie vertretbar. »Ich finde, wir brauchen schon eine Balance von Empathie und Rationalität«, sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videokonferenz des Parteivorstandes in München. Natürlich könnte man auch sagen, dass man die strengeren Regeln auch über Weihnachten fortsetze, er halte die Ausnahme aber für vertretbar. Weihnachten sei gerade für viele ältere Menschen von besonderer Bedeutung, für viele Menschen sei es ohnehin das wichtigste Fest des Jahres, sagte Söder. »Je älter man wird, desto mehr schätzt man den Wert von Familie«, sagte Söder. Er sei überzeugt, dass man die Menschen in dieser ohnehin schon schwierigen Zeit »nicht zusätzlich noch mal extrem belastet«. Hinzu komme, dass es an Weihnachten keine Parties gebe, die Feiern fänden einzig in den Familien statt. Daher sei es auch richtig, die Lockerungen nach Weihnachten wieder zurückzunehmen. »Silvester ist mehr Party als sinnliches Fest.« (dpa)

81 Prozent der Intensivbetten in Deutschland belegt

11:34 Uhr Die Zahl der Patienten, die wegen einer Covid-19-Infektion auf der Intensivstation liegen, ist auf knapp 4.000 gestiegen, mehr als die Hälfte davon muss beatmet werden. Die Grafik zeigt die Zahl der Covid-19-Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen im Zeitverlauf sowie den Anteil der beatmeten Patienten und die aktuelle Auslastung der deutschen Intensivstationen laut DIVI-Intensivregister. (dpa)

Kritik an Feiertagslockerungen

10:45 Uhr Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zweifelt wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen an den geplanten Lockerungen von Kontaktbeschränkungen über die Feiertage. »Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind. Sie werden unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten führen und stellen damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar. Daher sollte man abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten anderthalb Wochen entwickeln«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes, Gerd Landsberg, der »Rheinischen Post« (Montag). Am Sonntag hatte Bayern seinen Kurs zur Kontaktbeschränkung deutlich verschärft. Lockerungen für die Weihnachtsfeiertage wurden auf den Zeitraum vom 23. bis 26. Dezember begrenzt, die für Silvester geplanten Lockerungen wurden gekippt. Der Präsenzunterricht für ältere Schüler wird ab kommenden Mittwoch eingeschränkt. Ferner sollen ab Mittwoch landesweit strengere Ausgangsbeschränkungen und in Hotspots mit einer Inzidenz ab 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auch zwischen 21 und 5 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre gelten. »Ob Ausgangsbeschränkungen für bestimmte Nachtzeiten ein wirksames Mittel sind, muss sich erst zeigen«, sagte Landsberg. (dpa)

Impfkommission will Plan vorlegen, wer zuerst geimpft werden soll

9:50 Uhr Die Ständige Impfkommission (Stiko) will noch in dieser Woche ihren Entwurf für die Priorisierung der Impfungen gegen das Coronavirus vorlegen. »Die Empfehlung wird dann für alle Länder und Gesundheitsbehörden verfügbar sein«, sagte der Vorsitzende Thomas Mertens am Montag im Deutschlandfunk. Damit hätten sie alle Informationen, die sie für ihre Vorbereitungen bräuchten. Die Stiko befürwortet zunächst eine Priorisierung der Impfungen mit dem Ziel, schwere Covid-19-Verläufe und Todesfälle zu vermeiden. Man müsse sich zunächst auf den Individualschutz konzentrieren, erklärte Mertens. Denn bis man einen epidemiologischen Effekt habe, also eine Änderung in der Dynamik des Infektionsgeschehens, werde es Monate dauern. Deshalb sollten sich laut bisherigen Plänen der Bundesregierung Risikogruppen wie Ältere und Vorerkrankte vorrangig impfen lassen, aber auch Medizin- und Pflegepersonal sowie Menschen in Berufen zur Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens. Ab Mitte Dezember sollen die Impfzentren in Deutschland einsatzbereit sein, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vergangene Woche gesagt - auch wenn bislang in der EU noch kein Impfstoff zugelassen ist. Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer sowie der US-Konzern Moderna haben die Zulassung für ihre Vakzine allerdings bereits beantragt. (dpa)

Winfried Kretschmann verteidigt Entscheidung für Silvester ohne Lockerungen

9:15 Uhr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Entscheidung verteidigt, die Corona-Maßnahmen rund um Weihnachten zu lockern, an Silvester jedoch nicht. »Weihnachten ist ein eher ruhiges Fest der Familie. Silvester ist ausgelassen«, sagte Kretschmann dem Südkurier (Montag). Außerdem sei Silvester kein Feiertag. Die beiden Feste könne man nicht gleichsetzen. Zudem seien schon die Lockerungen vom 23. bis zum 27. Dezember »nicht risikoarm«. In Baden-Württemberg dürfen sich an diesen fünf Tagen zehn Personen treffen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad und der Zahl der beteiligten Haushalte. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Hotelübernachtungen sind zudem für Familienbesuche erlaubt. Kretschmann betonte außerdem, die Grenze zur Schweiz solle trotz teils hoher Infektionszahlen im Nachbarland weiter offenbleiben. »Die Grenzschließungen in der ersten Welle im Frühjahr haben zu ziemlichen Verwerfungen und zu großem Verdruss geführt«, sagte er. Jetzt müsse dafür gesorgt werden, dass die Vorschriften auf beiden Seiten der Grenze ähnlich seien. (dpa)

Kanzleramtsminister Helge Braun rechnet mit Start der Impfungen Anfang Januar

8:30 Uhr Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) geht nicht davon aus, dass der Impfstoff gegen Corona noch in diesem Jahr in Deutschland verabreicht wird. »Ich rechne damit, dass das ganz früh im nächsten Jahr in den allerersten Tagen losgehen kann«, sagte Braun am Sonntagabend im »Bild«-Talk »Die richtigen Fragen«. Nachdem Anfang Dezember mehrere Hersteller die Zulassung ihres Impfstoffs in der EU beantragt hatten, hatten sich in Deutschland Bund und Länder für einen möglichen Start erster Impfungen noch vor dem Jahreswechsel gewappnet. Am Samstag hatte allerdings auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von einem Anfang Januar anvisiertem Impfstart gesprochen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will über das Vakzin der Mainzer Firma Biontech und des US-Konzerns Pfizer bis spätestens 29. Dezember, über das des US-Konzerns Moderna bis 12. Januar entscheiden. Großbritannien prescht vor und verimpft das Biontech-Serum BNT162b2 schon ab dieser Woche in 50 Krankenhäusern des nationalen Gesundheitsdienstes NHS. (dpa)

Verbände befürchten soziale Konflikte bei Impfstoffverteilung

7:50 Uhr Wohlfahrtsverbände warnen vor sozialen Konflikten und Ungleichheit bei den künftigen Corona-Schutzimpfungen. »Sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt, werden wir eine Verteilungsdebatte erleben«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Zuerst würden gesundheitliche Risikogruppen und medizinisches Personal geimpft, danach jene, »die die Wirtschaft am Laufen halten und als systemrelevant gelten«. Wer aus gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht als weniger wichtig angesehen werde, werde »hinten anstehen müssen«. »Das wird natürlich zu Konflikten führen«, warnte Schneider. Es dürfe auch nicht sein, dass sich Reiche womöglich Wege suchten, um die Warteschlange beim Impfen zu umgehen, indem sie sich das Präparat gegen viel Geld im Ausland beschaffen. (dpa) 

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 1.194.550 (gestern: 1.183.640) Corona-Infizierte, 18.989 (18.839) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 868.285 (852.580) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Sonntag, 6. Dezember 

Fast 80 Prozent der Intensivbetten im Land sind belegt

18 Uhr Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 1797 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 166.640 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 15. Insgesamt wurden bisher 3021 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 117.655 Menschen. 456 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 269 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2940 verfügbaren Intensivbetten im Land sind 78,6 Prozent belegt. (dpa)

80 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen

17.30 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Sonntag 80 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 4.946 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 184,6. Es gibt keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona (Stand: 107), teilte das Landratsamt mit. In den Kreiskliniken Reutlingen wurden 2 Patienten aus dem Covidbereich entlassen und 2 aufgenommen, so dass die Anzahl Covid19-Erkrankter in Reutlingen weiterhin bei 34 Patienten liegt  (27 Patienten auf Normalstation, 7 Patienten auf Intensivstation). (pm)

27 neue Corona-Fälle im Kreis Tübingen

16:46 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Sonntag 27 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.573 Fällen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei den genannten Fällen handelt es sich um Kontaktpersonen bekannter Fälle sowie eine Fallhäufung durch eine von einer Reise rückgekehrten Familie. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 110. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 80. (pm)

»Glühweinspaziergang« in Heidelberg aufgelöst

16:17 Uhr Die Polizei hat in Heidelberg eine Gruppe von rund 200 Menschen aufgelöst, die zum Glühweintrinken zusammengekommen waren. In fast allen Fällen hätten sie weder Abstand gehalten noch eine Mund-Nase-Bedeckung getragen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Beteiligten seien am Samstag wegen eines »Glühweinspaziergangs« von vier Gaststätten zusammengekommen, hätten dann aber dicht gedrängt auf der Straße gestanden, statt zu spazieren. (dpa)

In eigener Sache

Die Corona-Krise hält uns in Atem. Der Reutlinger General-Anzeiger unterrichtet seine Leserinnen und Leser täglich mit dem Live-Ticker zuverlässig über das Geschehen vor Ort und die Entwicklungen in der Region. Der Live-Ticker ist für unsere Kunden kostenlos. Das ändert nichts daran, dass wir nicht öffentlich-rechtlich finanziert sind wie die Fernsehanstalten ARD und ZDF, sondern allein über unsere Leser und Anzeigenkunden. Selbstverständlich soll der Live-Ticker für Sie, liebe Leserinnen und Leser, kostenlos bleiben. Angesichts der Situation bitten wir Sie dennoch, über den Abschluss eines Web-, Digital- oder Print-Abos nachzudenken, um unsere Arbeit zu fördern, zu finanzieren und weiter zu unterstützen. Wir sind sicher, dass wir Sie mit unseren redaktionellen Inhalten und Verlagsleistungen überzeugen. Wir sind für Sie da und danken für Ihr Vertrauen.

Ihr Verleger Valdo Lehari jr./Ihr Chefredakteur Dr. Christoph Fischer

Polizei Karlsruhe hatte mit vielen Verstößen gegen die Corona-Verordnung zu tun

15:43 Uhr Die Polizei Karlsruhe hat am Freitag- und Samstagabend wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung mehrere hundert Verwarnungen ausgesprochen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, füllten sich am frühen Freitagabend zwei öffentliche Plätze mit Besuchern, die dort in Gruppen zusammen aßen, tranken und sich unterhielten. Die Polizei beobachtete etwa 350 Verstöße gegen das Ansammlungsverbot und die Maskenpflicht. Die Beamten sprachen die Besucher an und verwarnten mehr als 200 Personen. (dpa)

Bayern kippt die für Silvester geplanten Lockerungen 

15:12 Uhr Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen verschärft Bayern seinen Kurs zur Kontaktbeschränkung deutlich und kippt die für Silvester geplanten Lockerungen wieder. Das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschloss in einer Sondersitzung, dass am 9. Dezember zudem der Katastrophenfall erneut ausgerufen werden soll. Die Regelung ist zunächst bis zum 9. Januar befristet. »Es bleibt dabei, die Zahlen sind einfach zu hoch«, sagte Söder. Auch viele Kliniken klagten inzwischen über eine Überlastung. Der national vereinbarte sanfte Lockdown habe eine Wirkung, aber auch nur eine milde. (dpa)

Ausgangbeschränkungen in Mannheim und Pforzheim eingehalten

14:26 Uhr Die Polizei zeigt sich zufrieden mit Ausgangsbeschränkung in den Städten Mannheim und Pforzheim. Beide Hotspot-Kommunen hatten die Maßnahme zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens sehr kurzfristig angekündigt, in Pforzheim trat diese mit nur rund einem Tag Vorlauf am Samstag in Kraft. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

»Bei Anruf: Kunst!« am Theater Magdeburg

13:38 Uhr Oper und Schauspielhaus müssen wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Deshalb suchen die Theater nach neuen Wegen, um Kulturinteressierte zu erreichen. Am Theater Magdeburg griffen Künstlerinnen und Künstler für die Aktion "Bei Anruf: Kunst!" zum Telefon. Sie trugen Texte, Arien und Lieder quer durch die Literatur- und Musikgeschichte vor. Die Resonanz sei hervorragend, sagte Theatersprecherin Christine Villinger. Auf der Anrufliste der Künstler hätten auch Nummern aus Baden-Württemberg gestanden. (dpa)

In Bayern bahnen sich verschärfte Corona-Regelungen an

12:55 Uhr Angesichts der kaum sinkenden Corona-Infektionszahlen bahnen sich in Bayern wie bereits in einzelnen anderen Ländern Verschärfungen der geltenden Regeln an. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein Kabinett für den Mittag zu einer Sondersitzung zusammengerufen. (dpa)

Giffey sieht bei »Querdenken« Verfassungsschutz gefordert

11:07 Uhr Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht bei der »Querdenken«-Bewegung den Verfassungsschutz gefordert. »Bei Gruppen, die sich verfassungsfeindlich äußern oder einen Angriff auf die Demokratie planen, muss sich der Verfassungsschutz einschalten«, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Das heißt nicht, dass alle, die bei solchen Demonstrationen mitlaufen, als Verfassungsfeinde angesehen werden.« Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Schausteller im Land wünschen sich »gleiches Recht für alle«

10:18 Uhr Mark Roschmann, Präsident des Schaustellerverbands Südwest, wünscht sich nicht viel mehr als »gleiches Recht für alle«. Dass auf dem Adventszauber, wie die Alternative mit 33 Buden für den gestrichenen Stuttgarter Weihnachtsmarkt heißt, Glühwein und Bratwurst verboten sind, während drum herum die umliegenden Gastronomen gerade diese Verkaufshits reichlich anbieten, sei ein Widerspruch, der für wachsenden Verdruss bei Beschickern und Besuchern in der City sorge. (GEA)

Weihnachtssong »Einmal im Jahr« made in Kusterdingen

9:47 Uhr Axel Kühn ist professioneller Bassist, Songwriter und Komponist im Bereich Pop, Rock und Jazz und wohnt in Kusterdingen. Er hat zwei Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren und musste feststellen, »dass es schwer ist, gute Weihnachtsmusik aus dem Genre Pop/Rock zu finden, die musikalisch anspruchsvoll ist, jung und alt gefällt und trotzdem good vibes und eine gewisse coolness ausstrahlt. So kam mir die Idee meinen eigenen Weihnachtssong namens «Einmal im Jahr» zu schreiben«. »Einmal im Jahr« wird heute auf allen gängigen Download und Streamingportalen wie etwa Spotify oder Apple Music veröffentlicht. Kühn ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich diesen Song hören, »da ich denke, dass gerade in diesen düsteren Zeiten ein witziger Song mit guten Vibes vielen Menschen ein paar unbeschwerte Minuten der Freude schenken kann«. (pm)

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IG BAU besorgt über weniger Schwarzarbeitskontrollen

8:43 Uhr Die IG BAU hat sich besorgt darüber gezeigt, dass der Zoll während der Corona-Pandemie weniger Kontrollen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung macht. Bis Ende Oktober ist die Zahl der Kontrollen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 37.770 Firmen zurück gegangen, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Reutlinger Grünen-Abgeordneten Beate Müller-Gemmeke hervorgeht. (dpa)

Forderungen nach Regeln für Corona-Impfungen werden lauter

7:10 Uhr Immer stärker häuften sich in den vergangenen Tagen Schlagzeilen, die Hoffnung machen: Bald rollen Impfungen gegen Corona an. Doch wie soll das Projekt Massenimpfung konkret ablaufen? Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 1.183.640 (gestern: 1.157.514) Corona-Infizierte, 18.839 (18.577) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 852.580 (831.935) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Samstag, 5. Dezember

Die Lagemeldung der Stadt Reutlingen

18 Uhr Die Stadt Reutlingen stellt wesentliche Kennzahlen in ihrer Lagemeldung übersichtlich dar. (pm)

68 neue Corona-Fälle im Kreis Reutlingen

17:40 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Samstag 68 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 4. 866 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 170,7. Es gibt einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona (Stand: 107), teilte das Landratsamt mit. In den Kreiskliniken Reutlingen wurden 5 neue Patienten in den Covid-Isobereich aufgenommen und 6 entlassen, ein Mensch ist verstorben. Aktuell befinden sich 34 Covid19-Erkrankte im stationären Bereich in Reutlingen (27 Patienten auf Normalstation und 7 Patienten auf Intensivstation). (pm)

Zahl der intensivmedizinisch betreuten Menschen in Deutschland erreicht Höchststand

17:09 Uhr Zum zweiten Mal in Folge hat die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Menschen in Deutschland einen Höchststand erreicht. Zudem wurde mit 483 neuen Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden der zweithöchste Stand seit Ausbruch der Pandemie erreicht, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag mitteilte. Der bisherige Höchstwert war mit 487 Todesfällen am vergangenen Mittwoch registriert worden. (dpa)

Erneuter Corona-Befund bei Handball-Trainer Schweikardt

17:02 Uhr Trainer Jürgen Schweikardt vom TVB Stuttgart ist erneut positiv auf Corona getestet worden. Das teilte der schwäbische Handball-Bundesligist am Samstag mit. Nachdem er das Testergebnis vom vergangenen Montag erhalten hat, habe sich der 40-Jährige direkt in häusliche Quarantäne begeben. Schweikardt habe leichte Symptome einer Erkältung und bleibe bis Mitte nächster Woche in Isolation. (dpa)

44 neue Corona-Fälle im Kreis Tübingen

16:40 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Samstag 44 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.546 Fällen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei den genannten Fällen handelt es sich in der Mehrzahl um neue Einzelfälle, bei denen die Infektionsquelle bislang nicht bekannt ist. Auch gab es familiäre Häufungen im Zusammenhang mit bereits aufgetretenen Fällen an Kitas und Schulen. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 103,99. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 80. (pm)

Polizei löst Party von Jugendlichen in Heidelberger Hotel auf

16:24 Uhr Die Polizei hat eine Feier von rund zehn Jugendlichen in einem Hotel in Heidelberg aufgelöst. Nach der Beschwerde einer Nachbarin wegen Lärms habe die Polizei in einem Hotelzimmer in der Weststadt sieben Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren aufgefunden, teilte ein Sprecher der Polizei am Samstag mit. Die Jugendlichen kamen demnach aus sechs verschiedenen Haushalten und hatten sich in der Nacht zu Samstag in dem Hotel eingemietet, um zu feiern. (dpa)

Grafenbergs Bürgermeister will Infektionen verhindern

15:53 Uhr Für den mit 2.714 Einwohnern überschaubaren Ort Grafenberg hat das Gesundheitsamt des Kreises Reutlingen 17 Coronafälle gemeldet. Das war bereits am Mittwoch. Am Donnerstag sind sie konstant geblieben, am Freitagabend meldete das Gesundheitsamt 18 Fälle. Diese Entwicklung beschäftigt die Einwohner. Gerüchte machen die Runde. Halbwahrheiten verfangen sich. der Bürgermeister hat sich nun Gedanken darüber gemacht, was er tun kann, damit sich weniger Menschen in Grafenberg anstecken. (mak)

Software-Probleme: Überbrückungshilfe soll ab Januar fließen

14:25 Uhr Die staatlichen Hilfen an Unternehmen und Selbstständige zur Überbrückung der Einbußen im Teil-Lockdown wegen der Corona-Krise fließen nicht vor Januar. Zehntausende Direkt- und Abschlagszahlungen wurden bereits bewilligt. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. (dpa)

Zweifel an Lockerungen der Corona-Regeln für die Feiertage

13:18 Uhr Rund fünf Wochen dauert der Teil-Lockdown schon, doch die Infektionszahlen gehen einfach nicht zurück. Sind Lockerungen über die Feiertage noch gerechtfertigt? Die Zweifel wachsen. (dpa)

Moskau beginnt mit großangelegten Corona-Impfungen

12:29 Uhr Moskau, die größte Stadt Europas, hat am Samstag als erste Metropole in Russland mit großangelegten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. In 70 Kliniken der Stadt starteten am Morgen die Impfungen mit dem in Russland entwickelten Vakzin »Sputnik V«. Das teilte der operative Stab der Hauptstadt mit. Zuerst wurden demnach Mitarbeiter des Bildungs- und des Gesundheitswesens sowie sozialer Dienste gegen die Lungenkrankheit Covid-19 geimpft. Tausende Menschen hatten sich für den offiziellen Impfstart einen Termin geben lassen. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Bald könnte es losgehen mit den Impfungen

11:31 Uhr Bald könnte es losgehen mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Doch wer ist zuerst an der Reihe: Ärzte, Pfleger, alte Menschen? Experten raten dazu, das in einem Gesetz zu regeln. Dem müsste dann auch der Bundestag zustimmen. Doch die Zeit drängt. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Mehrere Tausend klicken sich zur Württembergischen Philharmonie

11:08 Uhr Die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe haben sich im derzeitigen Teil-Lockdown früh festgelegt: Man werde nicht vor Anfang Februar wieder ins reguläre Programm einsteigen, hieß es. Das gibt eine gewisse Planungssicherheit – für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie fürs Publikum. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen geht einen anderen Weg, wie Intendant Cornelius Grube im Gespräch mit dem GEA erklärt. (akr)

Mannheimer »Querdenken«-Demos bleiben verboten

10:50 Uhr Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat die geplanten »Querdenken«-Demonstrationen in der Stadt endgültig verboten. Das Gericht wies eine Beschwerde des Organisators gegen ein Verbot durch das Verwaltungsgericht Karlsruhe am Samstag ab, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Gericht begründete die Abweisung der Beschwerde mit widersprüchlichen und vagen Äußerungen des Organisators in der Öffentlichkeit, ob er die zuvor festgelegten Auflagen ernsthaft durchsetzen wolle. Daran bestehen laut Gericht »durchgreifende Zweifel«. (dpa)

Türkei verschärft Corona-Maßnahmen

9:19 Uhr Seit Wochen hat die Ärztevereinigung in der Türkei strengere Regeln zur Eindämmung der Pandemie gefordert. Nun hat die Regierung reagiert. Ausgangssperren sollen die Fallzahlen runterschrauben. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Gewerkschaft: Polizei kennt Corona-Regeln nicht

8:54 Uhr Einsatzkräfte in Baden-Württemberg haben nach Ansicht der Polizeigewerkschaft DPolG Probleme beim Versuch, die Corona-Regeln zu kennen. Sinnvolle Hilfestellungen und Übersichten beim Aufarbeiten der sich oft ändernden Vorschriften gibt es laut Landeschef Ralf Kusterer nicht. »Ich gehe davon aus, dass in der Tat viele Polizistinnen und Polizisten damit Probleme haben und enorme Kraft und Zeit aufwenden, um immer die wichtigsten Regeln zu kennen«, teilte Kusterer auf dpa-Anfrage mit. (dpa)

Diakonie: Corona-Schnelltests kein Allheilmittel

8:01 Uhr Corona-Schnelltests sind aus Sicht von Fachleuten kein Allheilmittel, um Infektionsausbrüche in Alten- und Pflegeheimen zu verhindern. Zwar hätten dadurch bereits einige Einrichtungen vor Ausbrüchen bewahrt werden können, erklärte der Wohlfahrtsverband auf Anfrage. Allerdings sind diese Testergebnisse mit Unsicherheiten behaftet.  Mehr lesen Sie hier. (dpa)

DOSB-Boss Hörmann: »Mehr und mehr in einen Teufelskreis«

7:17 Uhr Der Deutsche Olympische Sportbund will auf seiner digitalen Mitgliederversammlung über die Folgen der Pandemie und die Perspektiven für die rund 90.000 Vereine beraten. Die Lage ist ernst, sagt DOSB-Präsident Hörmann, und die Not wird größer werden. (dpa)

Corona beeinflusst Buchmarkt

7:04 Uhr Die Pandemie hat vielfältige Auswirkungen. Auch der Buchmarkt ist nicht vor dem Corona-Einfluss sicher. »Tatsächlich gab es durch die Corona-Pandemie auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten bei Büchern«, berichtet ein Sprecher des Großhändlers Libri in Hamburg. Mehr lesen Sie hier. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 1.157.514 (gestern: 1.141.544) Corona-Infizierte, 18.577 (18.097) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 831.935 (811.091) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Freitag, 4. Dezember

Neue Corona-Hilfen für Unternehmen

19 Uhr Seit November müssen viele Unternehmen, Einrichtungen und Selbstständige ihren Betrieb einstellen. Der Staat liefert jetzt neue Corona-Hilfen. Was Sie tun müssen, um Förderungen zu erhalten, erklärt die IHK Reutlingen in einem Video. (GEA)

18:37 Uhr Gemeldete Corona-Fälle und Genesene im Landkreis Reutlingen nach Städten und Gemeinden. (pm)

 

69 Neuinfektionen im Landkreis Reutlingen, Inzidenz sinkt auf 165,1

18:16 Uhr Das Reutlinger Landratsamt meldet für Freitag 69 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit gibt es im Kreis insgesamt 4.798 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 165,1. Es gibt einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona (Stand: 106), teilte das Landratsamt mit. Rund ein Viertel der heutigen Fälle sind demnach Folgefälle von bereits bekannten Fällen. Betroffen sind heute ein Kindergarten in Pliezhausen, eine Schule in Bad Urach, eine Asylunterkunft und Pflegeheime. Außerdem eine Person, die von einer Reise aus der Türkei zurückgekehrt ist. In den Kreiskliniken Reutlingen gab es vier stationäre Aufnahmen in den Covid-Isobereich und vier Entlassungen. Insgesamt befinden sich aktuell 36 Covid-19-Erkrankte am Standort Reutlingen: 29 Patienten auf Normalstation und sieben Pat. auf Intensivstation. (pm)

3.391 neue Corona-Fälle in Baden-Württemberg

18:04 Uhr Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 3.391 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 162 388 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 60. Insgesamt wurden bisher 2.978 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 113 267 Menschen. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 140. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 434 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 258 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2962 verfügbaren Intensivbetten im Land sind 81,8 Prozent belegt. (dpa)

Maskenpflicht in Outletcity Metzingen verlängert

17:46 Uhr Die speziell rund um die Black Week erlassene Maskenpflicht in der Outletcity und Teilen der Metzinger Innenstadt wird verlängert. Das heißt, dass in den genannten Bereichen bis 19. Dezember ein entsprechender Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, auch unter freiem Himmel. Dies gilt von Montag bis Samstag, 8 bis 1 Uhr in der Nacht. Zudem sind Warteschlagen vor den Geschäften auf 20 Meter begrenzt, Einzelhändler sind somit verpflichtet dies auch durchzusetzen, ansonsten droht ihnen ein Zwangsgeld in Höhe von 500 Euro, wie die Stadt weiter mitteilt. Aber auch jeder andere Verstoß kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Diese nach dem Infektionsschutzgesetz erlassene Allgemeinverfügung der Stadt Metzingen tritt heute, Samstag, in Kraft. (füs)

54 neue Corona-Fälle, Inzidenz nähert sich 100er-Marke

17:18 Uhr Dem Landratsamt Tübingen sind am Freitag 54 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit liegt der Kreis bei 3.502 Fällen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei den genannten Fällen handelt es sich um einige familiäre Häufungen und um neue Einzelfälle. Auch sind drei Schulen betroffen. An zwei dieser Schulen wurden die betreffende Klasse zu einem Teil in Quarantäne geschickt, an einer Schule hat der festgestellte Corona-Fall keine weitere Quarantänemaßnahmen zur Folge. Weiter sind zwei Kindergärten betroffen, bei denen die jeweiligen Gruppen sowie auch das Personal mit einer Quarantäne belegt wurden. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 96,1. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 80. (pm)

Warum Christbaum-Verkäufer am Kreuzeiche-Parkplatz in Reutlingen verärgert sind

17:12 Uhr Heute hat an mehreren Plätzen in Reutlingen der Christbaumverkauf begonnen. Am Parkplatz Kreuzeiche sorgen die Corona-Abstrichstelle und die deshalb eingeschränkten Parkmöglichkeiten für Unmut unter den Verkäufern. »Es ist ein Unding hier unter diesen Bedingungen zu verkaufen«, sagt Christbaumverkäufer Helmut Heinzmann. Er findet vor allem die Einfahrt zum Parkplatz problematisch. Es gäbe zu wenig Parkplätze für Weihnachtsbaumkäufer und diese seien dazu nicht hinreichend ausgeschildert.

Noch ärgerlicher ist die Situation für Stockingers. Das Christbaumverkäufer-Ehepaar konnte seinen Stand am Nachmittag nicht wie geplant aufbauen, weil parkende Autos die Hinweis-Schilder zum ab heute geltenden Parkverbot missachtet haben. Das allerdings sei ein Problem, mit dem die Verkäufer jedes Jahr zu kämpfen hätten. (mewe)

Britisches Corona-Impfprogramm soll am Dienstag starten

16:41 Uhr Nachdem die ersten Impfdosen in Großbritannien eingetroffen sind, will der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat. (dpa)

Mehr als 4.000 Corona-Patienten auf der Intensivstation

15:56 Uhr Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hat erstmals die Schwelle von 4.000 überschritten. Am Freitag meldete die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 4011 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Das waren 31 mehr als am Vortag, wie aus dem Divi-Tagesbericht hervorgeht. 60 Prozent der Patienten werden invasiv beatmet (Stand: 04.12., 12.15 Uhr). Auf den Intensivstationen, wo sich die Entwicklung der Infektionszahlen erst zeitverzögert bemerkbar machen, war die Zahl der verfügbaren Betten deutlich gesunken. Sie liegt laut Divi-Bericht ohne Notfallreserve aktuell bei rund 5.000. (dpa)

Kostenlose FFP2-Masken für Tübinger mit wenig Geld und hohem Corona-Risiko

15:30 Uhr Allen Bürgern, die wenig Geld aber dafür ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus haben, stellt die Universitätsstadt Tübingen kostenlose FFP2-Masken zur Verfügung. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Die Verteilung beginnt am Montag, 7. Dezember. Alle Nutzer der Tübinger Tafel, die über 65 Jahre alt sind oder aufgrund Erkrankungen ein erhöhtes Risiko haben, bekommen in dieser Woche jeweils fünf Masken ausgehändigt, sodass gewechselt werden kann. (pm)

15:25 Uhr Gemeldete Corona-Fälle und Genesene im Landkreis Tübingen nach Städten und Gemeinden. Stand: 3.12.2020. (pm)

Regierung will Kultur unterstützen

15:01 Uhr In einer Videokonferenz mit Leitern von Kultureinrichtungen der Region betonte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Willen der Bundesregierung, die Kultureinrichtungen für eine Wiedereröffnung zu »ertüchtigen«. Dafür sei das Förderprogramm »Neustart Kultur« gedacht. Die Gelder sollten nicht nur der »Wiedergewinnung eines vielfältigen Kulturangebots« dienen, sondern den Beschäftigten im Kultursektor auch eine Erwerbsperspektive geben. Bei der Konferenz hatten beispielsweise die Leiter des LTT Tübingen, der Burg Hohenzollern oder des Holzschnittmuseums Klaus Herzer in Öschingen über ihre Situation berichtet. Ein immer wieder genanntes Problem war dabei die Unsicherheit und die Unmöglichkeit zu planen angesichts ständig wechselnder Corona-Beschränkungen. Eingeladen zu der Konferenz hatten die CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz und die CDU-Landtagskandidatin Diana Arnold. (akr)

Nikolaus kommt in Sonnenbühler Ortsteile

14:42 Uhr Alles fällt aus, auch die vom Tourismusverein Sonnenbühl organisierte Nikolausaktion. Um den Sonnenbühler Kinder trotzdem eine Freude zu machen, hat sich eine Gruppe von Freiwilligen kräftig ins Zeug gelegt: Am Sonntag wird der Nikolaus in alle vier Ortsteile der Gemeinde kommen, stilecht auf der Pferdekutsche und mit Geschenken für alle Kinder. Vier Kutsche-Nikolaus-Teams sind in den Sonnenbühler Dörfern unterwegs und stellen die kleinen Überraschungen dezentral und kontaktfrei zu. (cofi)

Bedenken mit Blick auf Ausgangsbeschränkungen

14:02 Uhr Mit Blick auf Ausgangsbeschränkungen für Corona-Hotspots hat der Landkreis Tuttlingen Bedenken geäußert. Wenn das Land Baden-Württemberg solche weitgehenden Maßnahmen vorgebe, sei das auch eine Frage der Kontrolle und Überwachung, sagte Landrat Stefan Bär am Freitag. Ausgangsbeschränkungen würden nur funktionieren, wenn zusätzliche Polizeikräfte abgestellt würden. Dazu habe man aber vom Land nichts gehört. Auch wolle der Kreis selbst über eine solche Maßnahme entscheiden und prüfen, ob die Voraussetzungen dafür vorliegen. »Einen Automatismus sehen wir nicht.« Bär kritisierte die Corona- und Kommunikationspolitik der grün-schwarzen Landesregierung. »Wir würden uns wünschen, dass wir nicht immer neue Regeln aus der Presse erfahren«, sagte Bär. »Maßnahmen, die sich alle drei Tage ändern - das hätte man auch anders machen können.« Es liege weiter kein offizieller Erlass vor für die Hotspots. Bislang habe man nur zwei, drei widersprüchliche Entwürfe gesehen. (dpa)

Positiver Trend in Sigmaringen

13:40 Uhr Das Gesundheitsamt Sigmaringen sieht leicht positiven Trend in der Corona-Pandemie. Die 7-Tagesinzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner sank in der vergangen Woche von 71 auf an einem Tag bis zu unter 50. Heute liegt sie bei 68,8. so Dr. Susanne Haag-Milz, Leiterin des Gesundheitsamts, blickt aber weiterhin mit Sorge in die Zukunft. »Das Infektionsgeschehen ist weiter diffus und uns ist allen bewusst, dass sich die Situation wieder sehr rasch ändern kann und wir es mit steigenden Infektionszahlen zu tun haben.« Verbesserungen erhofft sich das Gesundheitsamt durch die neue Corona-Verordnung Absonderung, die seit gestern in Kraft ist. »Sie baut ganz stark auf die Mitwirkung der Betroffenen«, so Haag-Milz. Sie zielt auf die Mitarbeit aller und hilft mit, die Virusverbreitung noch schneller und damit wirkungsvoller einzudämmen. Die Betroffenen müssen nach Bekanntwerden des positiven Abstrichergebnisses die erforderlichen Absonderungsmaßnahmen sofort einleiten und nicht erst, wenn das Gesundheitsamt sich meldet. Neu ist auch, dass Haushaltsangehörige von positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen sich automatisch absondern müssen. (pm)

US-Außenminister lädt 900 Gäste zum Empfang ein

13:04 Uhr Trotz rapide steigender Corona-Infektionszahlen in den USA hat das Außenministerium unter Ressortchef Mike Pompeo 900 Gäste zu einem Empfang Mitte Dezember eingeladen. Zu einer weiteren Party mit Pompeo und dessen Frau seien 180 Botschafter mit Begleitperson eingeladen, berichteten US-Medien übereinstimmend am Donnerstag (Ortszeit). Die Mitarbeiter des Ministeriums wurden demnach in der vergangenen Woche angewiesen, Veranstaltungen auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren oder sich virtuell zu treffen. Pompeo und sein Protokollchef Cam Henderson sollen sich jedoch über die Regeln hinweggesetzt haben. So plane das Außenministerium in den nächsten Wochen fast täglich größere Empfänge. Die geladenen Gäste sollen mit Essen und Getränken verpflegt werden. (dpa)

Gemeindetag verteidigt Einschränkungen für Corona-Hotspots

12:28 Uhr Der Präsident des Gemeindetags, Roger Kehle, hat die drastischen Einschränkungen in den Corona-Hotspots im Land verteidigt. Ihm sei bewusst, dass Ausgangsbeschränkungen ein heftiges Mittel seien, sagte Kehle der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Nach schmerzlichem Überlegungen sei man im Corona-Lenkungskreis der Landesregierung aber zu dem Schluss gekommen, dass es keine andere Möglichkeit gebe. Er selbst habe sogar die Idee eines ganz harten Lockdowns zwischen Weihnachten und Heilig-Drei-Könige ins Spiel gebracht. Die Kommunen stünden nun aber hinter dem gefundenen Kompromiss. Es sei richtig, dass lange und intensiv um solche Maßnahmen gerungen werde, da es sich um große Einschnitte für die Menschen im Land handele. (dpa)

VGH lehnt Eilanträge gegen Quarantäne-Pflicht ab

11:39 Uhr Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten müssen in Baden-Württemberg weiterhin für zehn Tage in Quarantäne. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim lehnte nach Angaben vom Freitag drei Eilanträge gegen die Regelung ab. Für das Land sei nicht nachprüfbar, welchen Infektionsrisiken Einreisende ausgesetzt gewesen seien, hieß es zur Begründung. Daher sei die Quarantänepflicht gerechtfertigt. Die Beschlüsse vom Donnerstag sind nicht anfechtbar. (dpa)

Pfizer vermeldet Verzögerungen beim Ausbau der Lieferkette

11:20 Der Pharmakonzern Pfizer und die Mainzer Firma Biotech hofften, noch in diesem Jahr 100 Millionen Dosen ihres Corona-Impfstoffs ausliefern. Doch es werden nur halb so viele, was anscheinend auch an Verzögerungen beim Ausbau der Lieferkette liegt. Der Ausbau dauere länger als angenommen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem »Wall Street Journal«. Außerdem hätten die Ergebnisse der klinischen Studie später vorgelegen als ursprünglich gedacht. Der Zeitung zufolge hielt Pfizer noch bis Mitte November intern an dem Ziel fest, bis Ende dieses Jahres 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Zuletzt sprach das Unternehmen allerdings schon von 50 Millionen Dosen. (dpa)

Weihnachtsbäume könnten teurer werden

10:44 Weihnachtsbäume sollen teurer werden. Das teilte der Bundesverband  Weihnachtsbaumerzeuger mit. Kundinnen und Kunden müssen  etwas tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr: Für einen Meter Nordmanntanne in bester Qualität werden zwischen 20 und 27 Euro verlangt, Blautannen kosten zwischen 12 und 16 Euro je Meter und Fichten gibt es je Meter für 9 bis 12 Euro. In den meisten Wohnzimmern glänzen an Heiligabend festlich geschmückte Nordmanntannen, ihr Marktanteil beträgt 75 bis 80 Prozent. Kunden schätzen den Baum wegen seiner weichen und fest sitzenden Nadeln. Bei den Weihnachtsbaumerzeugern seien wegen der Corona-Verunsicherung den Angaben nach viele Bestellungen in diesem Jahr später als üblich eingegangen.  Auch die Betreiber von Verkaufsständen hätten in diesem Jahr einen deutlich höheren Aufwand.

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen ist inzwischen überall in Deutschland angelaufen. Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger erwartet trotz Coronavirus-Pandemie einen Absatz auf Vorjahresniveau. Am Ende könnten wieder zwischen 20 und 22 Millionen Weihnachtsbäume verkauft werden, schätzt der Verbandsgeschäftsführer Martin Rometsch. (dpa)

Corona-Massentest in Österreich gestartet

10:20 Die Corona-Massentests in Österreich stoßen auf reges Interesse. Zum Auftakt am Freitag bildeten sich in Wien und Innsbruck nach Angaben von Reportern des ORF und des Senders OE24 längere Warteschlangen vor den Teststationen.

In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150.000 Tests pro Tag. Die Regierung hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen mehrere Millionen Österreicher untersuchen lassen. Ziel ist es, besonders auch die symptomfreien Infizierten zu entdecken, um so die Infektionsketten zu durchbrechen. (dpa)

Jetzt doch kleiner Weihnachtsmarkt in Reutlingen

9:41 Uhr In Reutlingen soll es nun doch einen kleinen Weihnachtsmarkt geben. Das teile die Stadtverwaltung nun mit. Sieben Buden, mit Alkohol und Speiden stehen in der Fußgängerzone. In der Wilhelmstraße 94 eröffnet gleichzeitig ein Indoor-Markt mit 500 Quadratmetern Fläche, in dem weihnachtliche Produkte, Schmuck, Handwerkliches und kleine Köstlichkeiten geshopped werden können. Im Indoormarkt sieht man sich gut gewappnet, um die Hygienekonzepte umsetzen zu können. Die Schaufenster werden komplett geöffnet, sodass stets für Frischluft gesorgt ist. Mitorganisatorin Anja Sommer betont, dass die »maximal 40 Besucher auf markierten Wegen von Stand zu Stand geleitet werden«. (ele)

Nikolaus mit Video-Botschaft in Kinder

8:20 Uhr Weil die aktuellen Corona-Kontaktbeschränkungen auch für den Nikolaus gelten, haben sich Darsteller in Friedrichshafen am Bodensee eine Alternative überlegt. Mit einer Videobotschaft wollen sie sich die Tage an die Kinder und Haushalte wenden, die sie im Normalfall besucht hätten. »Anders geht es ja nicht, weil der Nikolaus und Knecht Ruprecht ja schon zwei Haushalte sind«, erklärte Bertholt Erich Schwarz von der Nikolausgilde in Friedrichshafen, die er 1985 mitbegründet hat. Auch Besuche im Freien habe das Ordnungsamt den sieben Nikoläusen und Knecht Ruprecht der Gilde untersagt.

Normalerweise besuchen Schwarz und seine Mitstreiter ehrenamtlich jedes Jahr rund 160 Haushalte, Kindergärten, Vereine, Schulen und Selbsthilfegruppen. Die Resonanz auf das Angebot mit der Videobotschaft sei sehr gut gewesen. »Das ist besser als nichts«, sagte der 70-Jährige. (dpa)

Corona-Fälle an Pfullinger Schulen: Schüler in Quarantäne

7:39 Uhr Am Mittwochabend hatte das Landratsamt in seiner täglichen Corona-Meldung mitgeteilt, dass jetzt auch die Wilhelm-Hauff-Realschule (WHR) in Pfullingen betroffen sei. Das bestätigt Schulleiter Jochen Wandel auf Nachfrage. »Wir haben jetzt den vierten Fall«, erklärt er, wobei der erste Fall Monate zurückliege. Vor den Sommerferien hatte es bereits eine Infektion mit dem SARS-Coronavirus 2 an der WHR gegeben, die rund 900 Schülerinnen und Schüler besuchen. Aktuell seien drei Infektionen bei Schülern bestätigt, wobei Wandel darauf hinweist, dass es sich bislang um Einzelfälle handle. Die positiv Getesteten befinden sich in Quarantäne, die aber bislang nicht für die ganzen Klassen angeordnet worden sei. Die Schule befinde sich diesbezüglich im regelmäßigen Austausch mit dem Gesundheitsamt. Alle Schüler und Eltern würden zudem zielgerichtet über den Schul-Messengerdienst über aktuelle Entwicklungen informiert.

Aktuelle Corona-Zahlen der Johns Hopkins Universität

7 Uhr Wir beginnen den Morgen mit einem Blick auf die Zahlen der amerikanischen Johns Hopkins Universität: Diese zieht für ihre Corona-Erhebungen andere (und mehr) Quellen heran als beispielsweise das Robert-Koch-Institut (RKI). In Deutschland gibt es demnach 1.141.544 (gestern: 1.117.953) Corona-Infizierte, 18.097 (17.659) Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben und 811.091 (789.564) gelten als wieder geheilt. (GEA)

Alle Informationen, die zwischen 26. November und 3. Dezember rund um das Coronavirus eingegangen sind, finden Sie hier.

 

 

Nikolaus richtet sich per Videobotschaft an Familien
Berthold Erich Schwarz (l) als Bischof Nikolaus und Michael Huber als Knecht Rupprecht. Foto: Felix Kästle
Berthold Erich Schwarz (l) als Bischof Nikolaus und Michael Huber als Knecht Rupprecht.
Foto: Felix Kästle