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Aktuell Reutlingen

Volksbank Reutlingen fusioniert mit der Vereinigten Volksbank Sindelfingen

Der zukünftige Vorstand (von links): Jörg Niethammer, Wolfgang Klotz (Vorstandsvorsitzender), Anette Rehorsch-Hartmann, Siegfried Arnold (Stv. Vorstandsvorsitzender) und Thomas Krätschmer. Foto: Volksbank
Der zukünftige Vorstand (von links): Jörg Niethammer, Wolfgang Klotz (Vorstandsvorsitzender), Anette Rehorsch-Hartmann, Siegfried Arnold (Stv. Vorstandsvorsitzender) und Thomas Krätschmer.
Foto: Volksbank

REUTLINGEN/SINDELFINGEN. »Unsere Vertreter haben die große Chance erkannt und mit ihrem sehr deutlichen Abstimmungsergebnis die Voraussetzung für eine gemeinsame, starke, krisensichere und zukunftsfähige Bank geschaffen«, stellte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Reutlingen eG Siegfried Arnold voller Freude fest, heißt es in der Pressemitteilung der Reutlinger Volksbank. Auch die Vertreter der Vereinigte Volksbank eG Sindelfingen haben mit großer Mehrheit für die Verschmelzung abgestimmt. Damit ist der Weg frei für den Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken zur »Vereinigte Volksbanken eG«. Erstmals waren die Vertreter beider Häuser aufgefordert, schriftlich die Beschlüsse zu fassen, die in »normalen« Jahren in den jeweiligen Vertreterversammlungen anstehen.

Die jüngeren Entwicklungen der Corona‐Pandemie waren letztlich ausschlaggebend, warum sich Vorstand und Aufsichtsrat beider Banken vor wenigen Wochen mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen einstimmig für dieses neue Prozedere aussprachen – nachdem die Vertreterversammlungen im Jahresverlauf bereits zwei beziehungsweise drei Mal neu terminiert werden mussten. Die Lage wurde als zu unsicher eingeschätzt, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Eine Versammlung in geschlossenen Räumen wollten Aufsichtsrat und Vorstand den 204 Vertreterinnen und Vertretern nicht zumuten. Jeder sollte seine Stimme abgeben können, ohne dafür ein mögliches gesundheitsgefährdendes Risiko in Kauf nehmen zu müssen.

Die Auszählung der Stimmzettel unter notarieller Aufsicht ergab am Freitag, 2. Oktober, eine Zustimmungsquote von 97,4 Prozent bei der Volksbank Reutlingen eG und 94,6 Prozent bei der Vereinigte Volksbank eG. Die Wahlbeteiligung lag bei 94 Prozent in Reutlingen und 75 Prozent in Böblingen. Damit trägt die breite Basis der Vertreter diese wegweisende Entscheidung für die Zukunft. In zahlreichen persönlichen Gesprächen, Vertreterforen oder Telefonkonferenzen hatten die Banken im Vorfeld sehr transparent über die Notwendigkeit und die Besonderheit ihrer Verschmelzungsvision informiert und sich den Fragen der Vertreterinnen und Vertreter gestellt, schreibt die Reutlinger Volksbank.

Damit entsteht eine der großen Volksbanken in Baden‐Württemberg, die von rund 77.000 Mitgliedern, 183.000 Kunden und einer Bilanzsumme von 4,3 Mrd. Euro getragen wird. Dieser Zusammenschluss zweier wirtschaftlich starker Partner erlaubt es künftig, »gemeinsam mehr zu schaffen«.

Nach dem positiven Beschluss wird im November mit der Eintragung ins Genossenschaftsregister gerechnet. Am 21. November ist die technische Zusammenführung der beiden Volksbanken vorgesehen. Die Fusion erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2020. Die »Vereinigte Volksbanken eG« wird ihren juristischen Sitz in Sindelfingen haben. Vorstandsvorsitzender wird Wolfgang Klotz (Vereinigte Volksbank eG), den Aufsichtsratsvorsitz stellt Jörg Berner, der bislang dieses Amt bei der Volksbank Reutlingen innehat. Weitere Vorstände sind: stellvertretender Vorsitzender Siegfried Arnold (Volksbank Reutlingen eG), Anette Rehorsch‐ Hartmann (Vereinigte Volksbank eG), Jörg Niethammer (Vereinigte Volksbank eG), und Thomas Krätschmer (Volksbank Reutlingen eG). Kunden und Mitglieder der Volksbank Reutlingen eG behalten ihre gewohnten Ansprechpartner, werden sich aber zum Beispiel an eine neue Bankleitzahl gewöhnen müssen. Über diese und weitere Veränderungen wird die Volksbank rechtzeitig und umfassend informieren und bei der Umsetzung unterstützen. (pm)