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Uhrmacherbranche in der Region entwickelt sich positiv

Trotz Online-Konkurrenz entwickelt sich die Uhrmacherbranche in der Region positiv

Junghans Armbanduhr.
FOTO: DPA
Junghans Armbanduhr. FOTO: DPA
Junghans Armbanduhr. FOTO: DPA

REUTLINGEN. Die Uhrmacher sind Fachleute, wenn es um die Herstellung, Reparatur und Wartung geht. Die kleine Branche entwickelt sich in einem wettbewerbsintensiven Bereich positiv. Der Markt für hochwertige Uhren wächst, wie bei der Mitgliederversammlung der Uhrmacher-Innung Reutlingen hervorgehoben wurde.

In dem Traditionsberuf gibt es heute nur noch wenige Betriebe, die ausschließlich das Handwerk des Uhrmachers ausüben. Meist sind Uhrmacherfachbetriebe gleichzeitig Juwelier- oder Augenoptikgeschäfte.

In den vergangenen Jahren ist der Markt für hochwertige Uhren permanent gewachsen. Sie müssen von Fachleuten gewartet und auch repariert werden. Das ist heute die Haupttätigkeit der Uhrmacher. Beim Verkauf von Uhren stehen die Geschäfte – wie viele andere Einzelhändler auch – in einem harten Wettbewerb mit Onlineshops. Bisher können die Betriebe ihre Position trotz intensiver Konkurrenz aber halten.

Das gilt insbesondere im Bereich hochwertiger Uhren, denn hier schätzt der Kunde nach wie vor die fachliche Beratung und das Vertrauensverhältnis zum Uhrmacher. Anders sieht es bei Billigstangeboten aus Asien aus. Diese werde zumeist online vertrieben.Kritisch sehen die Betriebe die Firmenpolitik einiger renommierter Uhrenhersteller: Sie versuchten, durch hohe Vorgaben an die technische Ausstattung sowie an die Fortbildung den Markt für die Reparaturen ihrer Produkte einzuschränken. Uhrmacher solcher Marken müssten Zertifizierungsvoraussetzungen der Hersteller erfüllen, damit sie die Wartungen und Reparaturen vornehmen können. »Die Investitionen gehen hier sehr schnell in den fünfstelligen Bereich, was sich in vielen Fällen aufgrund der Anzahl der Reparaturen und Wartungen dieser Hersteller nicht rentiert.« Hier bleibe dem Uhrmacher nichts übrig, als die Uhr an den Hersteller einzuschicken, was mit hohen Kosten verbunden sei. Die Uhrenhersteller benötigten für die Prüfung und Wartung einer Uhr oft Monate.

Der Sigmaringer Obermeister der Innung, Meinrad Wenger, wurde in seinem Amt bestätigt. Dem Innungsvorstand gehören weitere fünf Mitglieder aus der gesamten Region an. Die Geschäftsführung für die Innung hat die Reutlinger Kreishandwerkerschaft. (pr)