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Aktuell Bauprojekt

Sparkassenzentrale Reutlingen zieht 2023 um

Das neue Dienstleistungszentrum im Orschelpark soll Platz für rund 400 Mitarbeiter bieten

Die Sparkassenzentrale zieht 2023 von der Tübinger Straße in den Orschelpark um. Foto: Markus Niethammer
Die Sparkassenzentrale zieht 2023 von der Tübinger Straße in den Orschelpark um.
Foto: Markus Niethammer

REUTLINGEN. Viele Jahre war es rund um den Orschelpark ruhig geblieben. Anfang Oktober berichtete der GEA schließlich von einem Bauprojekt im Orschelpark (»Es tut sich was im Orschelpark«). Die Investorengruppe »Activ-Group« investiert in ein neues, multifunktionales Büro- und Verwaltungsgebäude, das sich momentan im Bau befindet. Gestern wurde bekannt, dass auch künftig weiterhin fleißig – im als Dienstleistungspark titulierten Gewerbegebiet – gebaut wird. Die Kreissparkasse will im Orschelpark nämlich ein neues Dienstleistungszentrum errichten. Das hat der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Reutlingen auf Vorschlag des Vorstands beschlossen.

Für eine langfristig stabile Geschäftsentwicklung sei es notwendig, mehrere im Stadtgebiet Reutlingen verteilte Standorte mit rund 400 Mitarbeitenden aus den Bereichen Markt, Marktservice und Stab dort zusammenzuführen, heißt es in der Pressemitteilung vom gestrigen Montag. Baubeginn wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 sein, die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Das neue Dienstleistungszentrum der Kreissparkasse Reutlingen, das den Namen Sparkassen-Haus tragen wird, soll deutlich mehr sein als ein Ersatz zur jetzigen Zentrale in der Tübinger Straße in Reutlingen. Mitarbeitende aus Marktbereichen, dem Marktservice und den Stäben werden im neuen Dienstleistungszentrum gemeinsam arbeiten, die bislang auf vier verschiedene Standorte innerhalb Reutlingens verstreut waren. Auch das Kunden-Service-Center wird hier angesiedelt und bietet von dort aus Telefonie, Chat, Videoberatung und digitale Services.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Neubau war weniger der Zustand der derzeit genutzten Räumlichkeiten. »Die Erwartungen unserer Kunden an ihre Sparkasse haben sich in den letzten Jahren stark geändert«, erklärt Michael Bläsius, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Reutlingen. »Unsere Kundinnen und Kunden erwarten immer größere Flexibilität, schnellere Prozesse und passgenauere Dienstleistungen von ihrer Sparkasse. Wir sind hier zwar sehr gut aufgestellt, wollen uns aber zukunftsfest machen.«

Immer schneller fortschreitende Digitalisierung sowie neue und agile Arbeitsformen seien Anforderungen, für die man mit dem Neubau die räumlichen und technischen Voraussetzungen für rund 400 Mitarbeitende schaffe. »Trotz Home- office und mobilem Arbeiten ist uns ein Ort wichtig, an dem alle Mitarbeitenden zum Austausch zusammenkommen können und der auch nach außen für unsere Kundinnen und Kunden offen ist. Nur so entstehen Ideen und die Synergien, die wir für die Herausforderungen der kommenden Jahre brauchen.«

Der vom Reutlinger Architektenbüro Riehle+Assoziierte geplante Neubau, ein dreigeschossiger Baukörper mit Staffelgeschoss, beschreibt eine dreiflügelige Gebäudeform mit eingeschnittenen Lichthöfen. Klare Linien, gute Tageslichtnutzung, Offenheit und Flexibilität sind dabei maßgeblich. Neben einem offenen Bürokonzept wird es für die Mitarbeitenden auch Möglichkeiten zu separiertem Arbeiten und für informelle Kommunikation geben.

Für den Neubau entwickelte die Kreissparkasse ein nachhaltiges Konzept für Energie- und Gebäudetechnik, das besonderen Wert auf ökologische und ökonomische Aspekte legt. Ein Mobilitätskonzept berücksichtigt die Anforderungen der Lage im Dienstleistungspark Orschel.

Vorstand Joachim Deichmann, verantwortlich für den Geschäftsbereich Gebäudemanagement und Betriebswirtschaft ist sich sicher: »Das neue Dienstleistungszentrum der Kreissparkasse ist eine Investition in die Zukunft und in die Region. Wir schaffen damit jetzt die Grundlagen, um auch in Zukunft erfolgreich und teamorientiert arbeiten zu können«.

Wirtschaftlich sei der Neubau nicht nur vertretbar, sondern sogar sinnvoll. Durch Abschreibungen verteilen sich die Kosten auf viele Jahre, gleichzeitig könne man bei Personal- und Sachkosten durch Synergieeffekte und eine nachhaltige Energiebilanz effizienter werden. Für die bislang genutzten Immobilien im Besitz der Sparkasse gebe es vielversprechende Gespräche mit potenziellen Interessenten, sodass man am Ende des Tages eine schwarze Null im Hinblick auf das Gesamtprojekt erwarte. Daher sei der Neubau eine unternehmenspolitisch sinnvolle Entscheidung. (GEA/pm)