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Aktuell Oberamteistraße

Reutlinger Gemeinderat macht Weg für statische Sanierung der Häuserzeile frei

»In finanziell schwierigen Zeiten braucht es dazu Mut«, hatte OB Thomas Keck am Vormittag in einer Pressekonferenz bekannt – am Abend brachte der Gemeinderat diesen Mut dann auf und stimmte der statischen Sicherung der Oberamteistraßen-Zeile für rund 8 Millionen Euro mehrheitlich zu.

»Es ist fünf vor zwölf«: Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck machte sich trotz klammer Kassen für die Sanierung der histor
»Es ist fünf vor zwölf«: Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck machte sich trotz klammer Kassen für die Sanierung der historischen Häuserzeile in der Oberamteistraße stark. ARCHIV-FOTO: DÖRR Foto: Andreas Dörr
»Es ist fünf vor zwölf«: Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck machte sich trotz klammer Kassen für die Sanierung der historischen Häuserzeile in der Oberamteistraße stark. ARCHIV-FOTO: DÖRR
Foto: Andreas Dörr

REUTLINGEN. Das preisgekrönte Gesamtprojekt – die denkmalgerechte Sanierung der 700 Jahre alten Bürgerhäuser nebst stützendem Neubau – ist mit geschätzten Kosten in Höhe von 17,6 Millionen Euro veranschlagt, von denen 5 Millionen auf das »gläserne Haus« entfallen, das die maroden Bestandsgebäude stützen und einen historischen Keller schützen soll.

Im nun beschlossenen ersten Bauabschnitt wird die Stütze samt Dach und Fassade aus Glasbiberschwänzen jedoch ohne Innenleben realisiert. Von den 8 Millionen Euro, die der erste Bauabschnitt kosten wird, entfallen etwa 60 Prozent auf den Neubau und 40 Prozent auf die notwendigen Arbeiten an den Bestandsgebäuden.

Nach einer ausführlichen Präsentation durch Stadtverwaltung und Fachplaner nebst nicht minder ausführlichen Wortbeiträgen der Fraktionen stimmten 25 Gremiumsmitglieder für den Verwaltungsvorschlag, die neunköpfige CDU-Fraktion und die beiden anwesenden WiR-Stadträte votierten mit Nein, AfD-Fraktionschef Hansjörg Schrade enthielt sich.

CDU-Sprecherin Gabriele Gaiser und WiR-Stadtrat Professor Dr. Dr. h.c. Jürgen Straub bekannten sich in Stellungnahmen zur Sanierung der maroden Bestandshäuser, hätten aber gerne noch über Gestaltungsvarianten zum stützenden Neubau diskutiert. Dem WiR-Antrag, das Thema deshalb nochmals an den Bauausschuss zu verweisen, stimmte aber nur die CDU-Fraktion zu. (GEA)