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Aktuell Integrationskonzept

OB Bosch: »Alles Reutlingerinnen und Reutlinger, egal, wo sie herkommen«

Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Fortschreibung des Integrationskonzepts in der Reutlinger Stadthalle

In Arbeitsgruppen brachten sich rund 200 Teilnehmer ein, um das Reutlinger Integrationskonzept fortzuschreiben.
In Arbeitsgruppen brachten sich rund 200 Teilnehmer ein, um das Reutlinger Integrationskonzept fortzuschreiben. Foto: Norbert Leister
In Arbeitsgruppen brachten sich rund 200 Teilnehmer ein, um das Reutlinger Integrationskonzept fortzuschreiben.
Foto: Norbert Leister

REUTLINGEN. Es gelte »zu überlegen, was von dem 2010 entwickelten Integrationskonzept noch Bestand hat und an welchen Stellschrauben zu drehen ist«, betonte Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch am Montagabend in der Reutlinger Stadthalle. Versucht haben das mehr als 200 Reutlingerinnen und Reutlinger in vier unterschiedlichen Arbeitsgruppen – was sie anmerkten oder bemängelten, las sich in weiten Teilen wie Selbstverständlichkeiten: Gesetze des Landes achten, Begegnung ist wichtig, Vereine öffnen für Migranten, Vorurteile reduzieren, Gemeinsamkeiten finden, Rolle von Mann und Frau definieren, keine Hilfestellung beim Jobcenter für Migranten und ganz viel mehr.

Bevor jedoch die Teilnehmer der Arbeitsgruppen loslegen konnten, hatten Reutlingens Oberbürgermeisterin sowie Annette Widmann-Mauz das Wort ergriffen: Letztere betonte in ihrer Funktion als Migrationsbeauftragte der Bundesregierung »Integration als Daueraufgabe und als Dauerchance«. Bosch hob ihrerseits die Anzahl von 40 Prozent an Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund in der Stadt hervor, unter Kindern und Jugendlichen liege der Anteil sogar über 50 Prozent – »das ist gelebte Vielfalt, das sind alles Reutlingerinnen und Reutlinger, egal, wo sie herkommen«. Wichtig sei es, »gerade jetzt das Integrationskonzept weiter zu entwickeln«, so Bosch weiter. Nach den Reden der beiden Damen folgte ein Vortrag von Jens Schneider, seines Zeichens Ethonologe und Migrationsforscher. Sein Fazit: »Migration ist der Normalzustand – und das war schon weit vor 1945 so.« (GEA)