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Hotel am Stuttgarter Tor in Reutlingen: Erdrutsch an der Baugrube

Ein GEA-Leser hat am Wochenende bemerkt, dass es an der Baugrube einen Erdrutsch gab. Bauleiter Lukas von Hanxleden von der Baufirma Gottlob Rommel erklärt, wie es dazu kam und warum trotz Erdrutsch zu keiner Zeit Gefahr bestand.

Baustelle Hotel am Stuttgarter Tor: Es gab einen kleinen Erdrutsch in die Baugrube.
Kann der Kran kippen? Ist dieser Erdrutsch gefährlich? Das wollte ein GEA-Leser wissen. Die Baufirma Rommel beschwichtigt: Der Kran kann nicht kippen, er ist mit Fundamenten fest im Boden verankert. Foto: privat
Kann der Kran kippen? Ist dieser Erdrutsch gefährlich? Das wollte ein GEA-Leser wissen. Die Baufirma Rommel beschwichtigt: Der Kran kann nicht kippen, er ist mit Fundamenten fest im Boden verankert.
Foto: privat

REUTLINGEN. Das Bild, das ein GEA-Leser der Redaktion zugeschickt hat, sieht auf den ersten Blick beunruhigend aus: An der Kante der Baugrube fürs neue Hotel beim Stuttgarter Tor gab es am Wochenende wohl einen kleinen Erdrutsch. In der Nähe der abgebrochenen Erdkante steht der große Baukran. Der GEA-Leser fragte sich daraufhin: Ist die Sicherheit der Baustelle noch gewährleistet?

»Ja«, sagt Bauleiter Lukas von Hanxleden von der Baufirma Gottlob Rommel. »Gefahr bestand nicht, besteht nicht und wird zu keinem Zeitpunkt bestehen.« Niederschlag und wechselnde Temperaturen hätten in den vergangenen Tagen dafür gesorgt, dass sich im Bereich der Böschung der Boden gelockert und etwas nachgegeben habe. Die anderen Hänge der Baugrube waren mit Folie abgedeckt, was verhindert, dass Feuchtigkeit ins Erdreich eindringt. Dies sei keine Vorschrift, sagt von Hanxleden, werde auf den Rommel-Baustellen aber so praktiziert. Nur im besagten Bereich war eben keine Folie angebracht - was zum Erdrutsch führte.

Planen bedecken die Hänge der Baugrube am Stuttgarter Tor
Am Montag war der Schaden dann abgedeckt: Die Planen verhindern, dass Erdreich aufweicht und abbricht. Foto: Kathrin Kammerer
Am Montag war der Schaden dann abgedeckt: Die Planen verhindern, dass Erdreich aufweicht und abbricht.
Foto: Kathrin Kammerer

Mittlerweile ist auch im betroffenen Böschungsbereich eine Folie angebracht. Komplett entfernt werde die abgebrochene Erde Anfang Januar. Die Standsicherheit des Krans sei übrigens zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, so von Hanxleden. Dieser stehe nämlich auf vier Fundamenten mit jeweils zweieinhalb Metern Breite und sechs Metern Tiefe. Selbst wenn man das komplette Erdreich drumrum entferne, würde der Kran also stehen bleiben, betont der Bauleiter.

Er zieht eine Konsequenz aus dem Vorfall: Der Bauzaun zur Burkhardt+Weber-Straße hin wird nun blickdicht verschlossen. Laut von Hanxleden gab es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit einer Person, die die Baustelle beobachtet habe und sich auch schon unbefugt Zutritt verschafft hatte. So etwas soll in Zukunft verhindert werden. (GEA)