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Evangelische Allianz Reutlingen spinnt ein Netz der Verbundenheit

Mehr als 1.000 Menschen besuchen den Abschlussgottesdienst der Gebetswoche.

Zum Zeichen der Verbundenheit spannen die Gottesdienstbesucher ein großes Netz aus Wollfäden.  FOTO: EVANGELISCHE ALLIANZ
Zum Zeichen der Verbundenheit spannen die Gottesdienstbesucher ein großes Netz aus Wollfäden. Foto: Evangelische Allianz
Zum Zeichen der Verbundenheit spannen die Gottesdienstbesucher ein großes Netz aus Wollfäden.
Foto: Evangelische Allianz

REUTLINGEN. Mehr als 1.000 Teilnehmer aus Reutlingen, darunter fast 140 Kinder, trafen sich zum Abschluss der diesjährigen Allianz-Gebetswoche zu ihrem gemeinsamen Abschlussgottesdienst, der aus Platzgründen in den Räumen der Freien evangelischen Schule Reutlingen (FES) stattfand.

Eingeladen hatten mehrere Gemeinden, die über die Evangelische Allianz in Reutlingen miteinander verbunden sind. »Die unterschiedlichen Traditionen und Frömmigkeitsstile dieser Gemeinden verliehen dem Gottesdienst ein buntes Bild, in dem der gemeinsame Glaube an Jesus Christus als menschgewordenem Gott letztlich das einheitliche Fundament bildet«, teilte die Evangelische Allianz mit. Das fröhliche Miteinander habe sich in fetzigen Liedern, die von der Band der International Christian Fellowship (ICF) begleitet wurden, gezeigt. Die Moderation übernahmen die beiden Ehrenamtlichen Jan Seitz (Freie evangelische Gemeinde), Sabrina Kottmann (ICF) sowie Pastor Jörg Steinle (Evangelische Gemeinde Lerchenbuckel). Die Pastoren Mike Schmidt (ICF), Marcel Locher (Christliches Zentrum Reutlingen (CZR) sowie Christoph Klaiber (Evangelisch-Methodistische Kirche) gaben jeweils in einem kurzen Impuls Einblicke in ihr Leben, wie sie zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben und wie sich das im Alltag heute auswirkt.

Das Motto der diesjährigen deutschlandweiten Gebetswoche lautete »Gott ist treu«. Diese Erfahrung machte auch der Mitbegründer der FES und langjährige Rektor Martin Kuhn (Evangelische Gemeinde Silberburg), als er vor 13 Jahren eine schwere Herzerkrankung erlitt, die ihn fast das Leben gekostet hätte. Durch die Gebetsunterstützung vieler Menschen in seinem Umfeld habe er überlebt, auch wenn dazu mehrere Operationen und eine lange Reha Zeit erforderlich waren. Als symbolisches Zeichen der Verbundenheit dieser unterschiedlichen Gemeinden bekamen alle Gottesdienstbesucher einen Wollfaden, der im Gottesdienst zu einem großen Netz gespannt wurde. Während des Gottesdienstes wurde für die Kinder ein eigenes buntes Programm in getrennten Räumen angeboten.

Die Mitglieder der Evangelischen Allianz in Reutlingen sehen sich als Teil der Stadtgesellschaft. So fließt die Hälfte der Spendeneinnahmen dieser abgelaufenen Gebetswoche an die Reutlinger Tafel – die andere Hälfte an die Evangelische Allianz Deutschland für andere gemeinnützige Projekte. Allein am Sonntag waren dies jeweils mehr als 1.100 Euro. Weitere Gelder aus den Gebetsveranstaltungen der vergangenen Woche stocken diesen Betrag auf.

Vorsitzender der Evangelischen Allianz Reutlingen ist seit 2021 Pastor Christoph Klaiber. Die angeschlossenen 15 Gemeinden und Organisationen erreichen nach eigenen Angaben wöchentlich mit ihren Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen mehr als 2.500 Menschen in Reutlingen.

Deutschlandweit repräsentiert die Evangelische Allianz in mehreren Tausend Gemeinden etwa 1,3 Millionen Christen aus Landes- und Freikirchen. Weltweit bildet die Evangelische Allianz mit circa 600 Millionen Menschen nach der katholischen Kirche die zweitgrößte christliche Gemeinschaft. Die jährlich stattfindende Allianz-Gebetswoche jährt sich in diesem Jahr zum 180. Mal (Gründung 1846). (eg)