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Aktuell Infrastruktur

50 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Kreis Reutlingen

Von der Förderzusagen an die OEW Breitband GmbH profitieren mehrere Kommunen im Landkreis

Übergabe des Breitband-Förderbescheids im Landratsamt an die Bürgermeister (von links) Alexander Schweizer (Eningen), Florian Ba
Übergabe des Breitband-Förderbescheids im Landratsamt an die Bürgermeister (von links) Alexander Schweizer (Eningen), Florian Bauer (St. Johann), Britta Döppner (Breitbandkoordinatorin im Landratsamt Reutlingen), Roland Deh (Grabenstetten), Stefan Wörner (Pfullingen), Siegmund Ganser (Hülben) und Werner Grad (stellvertretender Bürgermeister Bad Urach). FOTO: PR
Übergabe des Breitband-Förderbescheids im Landratsamt an die Bürgermeister (von links) Alexander Schweizer (Eningen), Florian Bauer (St. Johann), Britta Döppner (Breitbandkoordinatorin im Landratsamt Reutlingen), Roland Deh (Grabenstetten), Stefan Wörner (Pfullingen), Siegmund Ganser (Hülben) und Werner Grad (stellvertretender Bürgermeister Bad Urach). FOTO: PR

KREIS REUTLINGEN. Der Landkreis Reutlingen kann sich über einen Landes-Zuwendungsbescheid für den Breitbandausbau in Höhe von rund 50 Millionen Euro freuen, den Thomas Strobl, Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, vor Kurzem in der Landeshauptstadt übergab.

Landrat Dr. Ulrich Fiedler begrüßt die Förderzusage des Landes: »Für eine zukunftsfähige Infrastruktur im ländlichen Raum bleibt der Ausbau schneller Internetanschlüsse eine der wichtigsten Aufgaben. Deshalb freue ich mich gemeinsam mit den beteiligten Bürgermeistern sehr über die Förderzusage, die es unseren Städten und Gemeinden ermöglicht, die Digitalisierung im Landkreis Reutlingen weiter voranzutreiben.«

OEW kümmert sich

Bewilligt wurden die Mittel für Ausbauprojekte im Graue-Flecken-Förderprogramm, einer Förderung von Gebieten mit einer Downloadgeschwindigkeit von weniger als 100 Mbit pro Sekunde.

Die Zuschüsse gehen an Pfullingen (8,5 Millionen Euro), Bad Urach (7,9 Millionen), Dettingen (5,3 Millionen), Eningen (5,4 Millionen), Grabenstetten (3,6 Millionen), Hülben (1,6 Millionen), Pliezhausen (6,9 Millionen), St. Johann (8,9 Millionen) und Wannweil (2 Millionen).

Diese Kommunen hatten sich im Vorfeld für den Ausbau der grauen Flecken über die OEW Breitband GmbH entschieden. Das heißt konkret, dass die OEW mit Eigenmitteln und mit Fördermitteln des Bundes- und Landesfördermittelprogramms den Breitbandausbau der »grauen Flecken« finanziert. Über die Finanzierung hinaus übernimmt die OEW auch Aufgaben rund um die Planung, Ausbau und Verpachtung der Netze.

Das Gesamtvolumen der Förderung, die zum Beispiel der Stadt Pfullingen zusteht, beläuft sich auf insgesamt 21 Millionen Euro.

»Damit können wir ab dem kommenden Jahr leistungsstarkes Glaserfaser flächendeckend in die Stadt bringen«, freut sich Bürgermeister Stefan Wörner, wie es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung heißt.

Der Großteil der Mittel für die Echazstadt in Höhe von 19,13 Millionen Euro kommt aus Zuschüssen des Bundes und der Graue-Flecken-Förderung des Landes. Die restlichen knapp zwei Millionen Euro Förderung werden auf den kommunalen Eigenanteil, den für die Stadt Pfullingen die OEW trägt, angerechnet.

Glasfaser in der Fläche

Die OEW Breitband GmbH widmet sich seit ihrer Gründung am im August 2021 einem der spannendsten Infrastruktur-Themen in Deutschland: der vollflächigen Versorgung von Unternehmen und Haushalten mit hoher Bandbreite und schnellem Internet mittels Glasfaser.

Vor mehr als 100 Jahren hat der »Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke« die seinerzeit dringendste Infrastruktur, nämlich die für die Versorgung mit elektrischem Strom, in Oberschwaben errichtet und betrieben. (eg)