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Schafe mit herbstlichem Kopfschmuck

Die Samen des Odermennigs krallen sich in der Frisur eines Schafs auf der Alb fest.  FOTO: KÜNKELE
Die Samen des Odermennigs krallen sich in der Frisur eines Schafs auf der Alb fest. FOTO: KÜNKELE
Die Samen des Odermennigs krallen sich in der Frisur eines Schafs auf der Alb fest. FOTO: KÜNKELE

MÜNSINGEN. Außergewöhnlichen Kopfschmuck tragen zurzeit die Schafe auf den Wacholderheiden der Schwäbischen Alb. Im Fell haben sich kegelförmige Früchte des gelb blühenden Gewöhnlichen Odermennigs verfangen. Während andere Pflanzen auf vegetative Vermehrung oder Windverbreitung setzen, hält das Rosengewächs Odermennig im Herbst auf lang gestreckten Stängeln eine Menge Samen bereit und überlässt ihre Verbreitung Wild- oder Weidetieren.

Die etwa sechs Millimeter langen Früchte der alten Heilpflanze haken sich mit Borsten an Fellhaaren oder Schafwolle fest und werden so wegtransportiert. Der Mensch hat sich diese von der Natur erfundene Haftlösung abgeschaut und sich zu Nutze gemacht: Er hat sie auf die Technik übertragen und den Klettverschluss konstruiert. (GEA)