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Narren sind in Melchingen außer Rand und Band

Doppel-Jubiläum in Melchingen: Die Klein-Berliner Bären sind närrische 33, die Melchinger Burghexen feiern ihren 40+1-Geburtstag mit Dämmerungsumzug

Die Melchinger Burghexen führen den Dämmerungsumzug an.  FOTO: BARTH
Die Melchinger Burghexen führen den Dämmerungsumzug an. FOTO: BARTH
Die Melchinger Burghexen führen den Dämmerungsumzug an. FOTO: BARTH

BURLADINGEN-MELCHINGEN. Gleich zwei Jubiläen konnte die Narrhalla Klein-Berlin am Wochenende feiern. Die Klein-Berliner Bären feierten ihr 33-jähriges Bestehen mit einer Bären-Party und einem Brauchtumsabend, und die Melchinger Burghexen haben zum 40+1-Geburtstag mit Dämmerungsumzug eingeladen.

Zwei Tage lang war das Albdorf im Ausnahmezustand und fest in Narrenhand. Der Rathausplatz wurde zur Partymeile umfunktioniert. Auf dem Parkplatz der Festhalle stand ein großes Barzelt, und in der Halle fand der Brauchtums-abend statt. 28 befreundete Zünfte hatten sich zur Party und Brauchtumsabend angemeldet. Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt, als das bunte Programm startete. Die Prinzengarde der Narrhalla Ringingen eröffnete galant den Abend mit dem Märchen vom gestiefelten Kater. Der »Kölner Jeck« und Melchinger Elferrat, Tobias Ellner, führte mit launigen Worten durch das Programm. Es folgten sehenswerte Tänze der Betzinger Mühlenkatzen, der Sickenhauser Wölfe, der Großengstinger Garde, der Krautscheißer Unterhausen und der Männergarde Sonnenbühl. Zwischendurch sorgen die Guggenmusik Engstingen und die Lumpenkapelle Ringingen für Stimmung und brachten die Halle zum Brodeln. Wer lieber abtanzen und feiern wollte, war im Barzelt bestens aufgehoben. Hier legte DJ Scody heiße Rhythmen auf und sorgte für Stimmung.

Tags darauf gratulierten 22 Zünfte den Melchinger Burghexen beim Dämmerungsumzug zum Geburtstag. Die Gastgeber führten – obwohl sie mit der Bewirtung der vielen Gäste alle Hände voll zu tun hatten – den Umzug an. In die langsam hereinbrechende Nacht schlängelte sich der Zug durch die Straße »Unter den Linden«. Mit dabei waren, um nur einige zu nennen, die Burichinga Kloster Ahna-Goischd’r, Donauhexen Sigmaringendorf, NZ Inneringen, Narrengesellschaft Reutlingen, Zünfte der Nachbargemeinden Ringingen, Killer, Starzeln, Gauselfingen und Hausen i. K. Viele Zuschauer betrachteten das fantasievollen Häs der Maskenträger und ließen sich von deren Freude anstecken.

Viele der Zünfte hatten ihre Lumpenkapellen dabei, sodass die Besucher am Straßenrand schunkeln und mitsingen konnten. Die Partymeile, Barzelt und Halle füllten sich wieder im Handumdrehen, und überall sah man singende und tanzende Narren. Die Stimmung war ausgelassen, dafür sorgten nicht zuletzt die Lumpenkapellen, die zum Teil spontan aufspielten. Das Programm in der Halle eröffnete die Melchinger Prinzengarde, Tobias Ellner führte erneut durchs Programm, und die aufspielenden Kapellen hatten leichtes Spiel, das Narrenvolk zu unterhalten. Ein Großaufgebot an Helfern sorgte dafür, dass keiner der Besucher hungern oder dürsten musste. Im Barzelt fand DJ Scody wieder den richtigen Mix, sodass die Narren lange ausgelassen und friedlich feierten. (GEA)