TROCHTELFINGEN. Wie haben sie es alle herbeigesehnt! Seit vier Tagen erst sind die Sternsinger daheim, also war das vergangene Wochenende das erste, an dem der schwäbisch-alemannische Narr aus dem Haus durfte. Die Schlangafanger aus Wilsingen hatten – zum zweiten Mal nach dem Premierenerfolg von 2024 – zum Nachtumzug auf die Alb eingeladen – und gleich 40 Anmeldungen von Zünften und Gruppen erhalten, darunter auch die Bürglitüüfel aus dem Schweizer Kanton Schwyz.
Noch frisch an Kräften, waren die Vereine und Zünfte vielfach mit allen ihren Häsgruppen gekommen, sodass die Zahl der Laufnarren sich mit der Zahl der Zuschauer die Waage gehalten haben dürfte. Der Stimmung und dem Spaß an der Freud tat das indes keinerlei Abbruch. Das lodernde Feuer der jungen Fasnet im Herzen, konnte den fasnetshungrigen Narren aus nah und fern das heftige Winterwetter den Spaß an der Narretei nicht vergällen.
Von der Pfronstetter Straße wälzte sich das närrische Jung-Lindwurm über die Lindenstraße zum Partyzelt am Ortsrand. Für die Narren mit etwas sensibleren Ohren und die Lumpenkapellen hatte das Dorfgemeinschaftshaus seine Pforten geöffnet.
Plätzchen auf Ehrentribühne
Zur Mittagszeit gaben sich dort die Zunftmeister beim Empfang ein Stelldichein. Was in Fasnet und Politik Rang und Namen hat, sicherte sich zum Umzug auf der Ehrentribüne beim Oberschlangafanger Ruben Hölz ein trockenes Plätzchen: Zu Bürgermeisterin Katja Fischer gesellte sich Michael Donth, MdB, und der Präses vom Verband Alb-Bodensee-oberschwäbische Narrenvereine (VAN), Uli Hennes und grüßten die vorbeiflanierenden Narren mit ihren Rufen. (häs)

