Logo
Aktuell Bürgermeisterwahl

Diskussionen ums Thema Bauen in Pfullingen

Die Bürgerinitiative »Rettet das Arbachtal« hatte fünf Pfullinger Bürgermeisterkandidaten eingeladen, vier nahmen teil.

Es muss nicht immer das Einfamilienhaus sein. Auch alternative Wohnkonzepte sollen in Eningen ein Thema werden. FOTO: ADOBE STOC
Es muss nicht immer das Einfamilienhaus sein. Auch alternative Wohnkonzepte sollen in Eningen ein Thema werden. FOTO: ADOBE STOCK
Es muss nicht immer das Einfamilienhaus sein. Auch alternative Wohnkonzepte sollen in Eningen ein Thema werden. FOTO: ADOBE STOCK

PFULLINGEN. Die Bürgerinitiative (BI) »Rettet das Arbachtal« war interessiert daran, die Meinung der Bürgermeisterkandidaten über die Ausweisung von Wohngebieten im Gebiet »Galgenrain« im Arbachtal zu erfahren. Sie hat daher im März Videokonferenzen mit Sven Bohnert, Detlev Gottaut, Timo Plankenhorn und Stefan Wörner geführt. Wörner und Gottaut seien auch vor Ort gewesen. Martin Fink habe auf die Einladung leider nicht reagiert, teilt die BI mit.

Als Ergebnis der Gespräche, die mit jedem der Kandidaten einzeln stattfanden, stellt die BI fest, dass sich alle bereits Gedanken zur Bebauung im Gebiet »Galgenrain« gemacht hatten. Bei allen habe es auch die Tendenz gegeben, sich von »Flächenfraß« oder der Ausweisung großer Neubaugebiete abzuwenden. Darüber hinaus gelte es, neue gesetzliche Bestimmungen zum Landschafts- und Naturschutz zu berücksichtigen.

Interessant sei die Diskussion über die Themen generelle Wohnbebauung, Verdichtung im Innenbereich, Baulücken, Klima und Kaltluftschneisen gewesen. In Pfullingen gebe es keine ausreichende qualitative Erfassung des Wohnraumbedarfs unterschiedlicher Personengruppen. Ebenso fehlten Konzepte zur Deckung unterschiedlicher Bedarfe, insbesondere für junge Familien, aber auch für alte Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Zu wenig Bürgerbeteiligung

Flächen im Außenbereich zu überbauen, nur weil sie im Flächennutzungsplan vor zig Jahren eingeplant wurden, sei nicht mehr zeitgemäß. Es gebe in Pfullingen aber durchaus noch Flächen für Arrondierungen, so der Tenor. Stadtentwicklung dürfe nicht nur auf Zuwachs orientiert sein, sondern müsse auch für Rückzugsmöglichkeiten der Bürger in stark bebauten Gebieten Sorge tragen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es in Pfullingen zu wenig wirkliche Bürgerbeteiligung gebe. Man müsse die Bürger animieren, sich aktiv an der Stadtentwicklung zu beteiligen. Vonseiten der Verwaltung gehe es darum, die Möglichkeiten der Beteiligung auszuweiten sowie für mehr Transparenz bei den Gemeinderats-Entscheidungen zu sorgen.

Die Gesprächsprotokolle der BI mit den Bürgermeister-Kandidaten können auf der Homepage der Bürgerinitiative eingesehen werden. (fm)

 

rettet-das-arbachtal.de