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Bürgermeister-Wahl in Pfullingen am 25. April

Gemeinderat beschließt den Terminplan. Kandidaten-Vorstellung am 15. April als Live-Stream

Im Rathaus I hat der Pfullinger Bürgermeister seinen Amtssitz. Ende April werden die Wähler entscheiden, wer auf dem Bürgermeist
Im Rathaus I hat der Pfullinger Bürgermeister seinen Amtssitz. Ende April werden die Wähler entscheiden, wer auf dem Bürgermeistersessel Platz nehmen soll. FOTO: SCHÖBEL
Im Rathaus I hat der Pfullinger Bürgermeister seinen Amtssitz. Ende April werden die Wähler entscheiden, wer auf dem Bürgermeistersessel Platz nehmen soll. FOTO: SCHÖBEL

PFULLINGEN. Die Bürger der Echazstadt werden am Sonntag, 25. April, einen neuen Bürgermeister wählen. Diesen Termin hat der Pfullinger Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Ausgeschrieben wird die Stelle bereits morgen, Freitag, 12. Februar. Bewerber können dann bis Montag, 29. März, 18 Uhr ihre Unterlagen im Rathaus einreichen. Geplant ist zudem, dass die Kandidaten sich am Donnerstag, 15. April, ab 19 Uhr im Rahmen einer digitalen Präsentation den Pfullingern vorstellen können.

Bevor in der öffentlichen Sitzung am Dienstag der Tagesordnungspunkt »Vorbereitung der Bürgermeisterwahl« aufgerufen wurde, hatte der stellvertretende Bürgermeister Martin Fink die Sitzungsleitung an den Zweiten Bürgermeister-Stellvertreter Gerd Mollenkopf abgegeben und den Saal verlassen. Fink hatte sich Ende Januar hinsichtlich der Bürgermeisterwahl-Vorbereitungen für befangen erklärt, da er – bis Mittwoch (siehe Artikel oben) – eine eigene Kandidatur zwar in Erwägung gezogen, aber noch nicht bekannt gegeben hatte, ob er sich tatsächlich für die Nachfolge von Bürgermeister Michael Schrenk bewerben werde.

»Wahltermin in enger Absprache mit der Kommunalaufsicht«

Mollenkopf betonte in seinen Ausführungen, dass nach der vorzeitigen Zurruhesetzung Schrenks die Bürger der Stadt schon nach sechs Jahren wieder aufgerufen seien, ein neues Stadtoberhaupt zu bestimmen. Weil auch Landtags- und Bundestagswahlen anstünden, werde 2021 für die Pfullinger zum Super-Wahljahr.

Mollenkopf erläuterte die Regelungen, die in der Gemeindeordnung für die Bürgermeisterwahl vorgesehen sind. Im Pfullinger Fall müsste die Wahl eigentlich spätestens drei Monate nach Freiwerden der Stelle stattfinden, was auf den 11. April hinausliefe. Dieser Termin liege aber recht nah an der Landtagswahl am 14. März, zudem sei eine Wahl stets mit einem sehr hohen Aufwand an Personal und zusätzlichen Aufgaben verbunden. Deshalb sei »in enger Absprache mit der Kommunalwahlaufsicht und dem Landrat« der Wahltermin am 25. April vorgeschlagen worden, auch mit Blick auf die Pandemielage und der daher zu erwartetende »Welle Briefwählern«.

Für den Fall, dass keine Bewerberin oder kein Bewerber die geforderten 50 Prozent der gültigen Stimmen erhalte, sei entsprechend der Anforderungen der Gemeindeordnung der 16. Mai als Neuwahl-Termin ausgesucht worden. Er wurde vom Gremium ebenfalls bestätigt. Kandidaten können sich dafür bis zum 28. April bewerben.

»Die Stadt verdient eine Führung mit Sachverstand und Engagement«

Die Stellenanzeige soll bereits am Freitag im Staatsanzeiger veröffentlicht werden, führte Mollenkopf weiter aus. »Sicher ist das Amt des Bürgermeisters eine Herausforderung – auch für gelernte Fachleute. Es bedarf daher sicher vieler Abwägungen und Überlegungen, ob man sich nur auf Drängen Einzelner oder etwa aus einer Bierlaune heraus auf ein solches Amt bewerben sollte«, betonte der Zweite Bürgermeister-Stellvertreter.

Eine Stadt mit knapp 19 000 Einwohnerinnen und Einwohnern und einem Haushaltsvolumen von knapp über 50 Millionen Euro zu steuern und zu verwalten sowie auch den zahlreichen engagierten Vereinen in Sport und Kultur gerecht zu werden, erforderte »eine Führung mit dem notwendigen Sachverstand und dem entsprechenden Engagement«, erklärte er.

Mollenkopf würdigte den unermüdlichen Einsatz von Martin Fink: »Hut ab, vor der ehrenamtlichen Tätigkeit unseres Ersten stellvertretenden Bürgermeisters und der Verwaltung, welche gemeinsam diese Zeit meisterten!« Dieser Zustand, der allen Beteiligten »an die Substanz ging«, sollte seiner Meinung nach schnellstmöglich geordnet werden.

Die Erwartungshaltung der Bürgerschaft an das künftige Stadtoberhaupt sei sicher sehr groß, betonte Mollenkopf. Gefragt sei eine Fachfrau oder ein Fachmann aus der kommunalen Verwaltung »mit entsprechender Ausbildung und großer Berufserfahrung, bürgernah, jung und vielseitig engagiert mit neuen und frischen Ideen, ein Mensch, der zusammen mit Verwaltung und Gemeinderäten etwas für uns und mit den Pfullingern bewegen und erschaffen möchte – ein Teamplayer«.

Öffentlich vorstellen können sich die Bewerberinnen und Bewerber am Donnerstag, 15. April, im Rahmen eines Live-Streams, der danach auch online noch zur Verfügung stehen werde, führte Mollenkopf aus. Die Stadt werde auch ein Format schaffen, dass den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffne, Fragen an die Kandidaten zu stellen.

»Bürgernah, jung, vielseitig engagiert und mit frischen Ideen«

Mollenkopf schloss seine Ausführungen mit dem Wunsch, dass es trotz der durch die Pandemie stark erschwerten Umstände einen fairen und interessanten Wettbewerb im Bürgermeister-Wahlkampf geben werde.

Der Gemeinderat stimmte außerdem der Besetzung des Gemeindewahlausschusses zu, die von Barbara Grulke und ihrem Team vom neuen Fachbereich 2 bereits vorbereitet worden war. Dem Ausschuss gehören an der stellvertretende Bürgermeister Gerd Mollenkopf als Vorsitzender, Barbara Grulke als stellvertretende Vorsitzende sowie als Beisitzer Stephan Wörner (Stellvertretung: Ute Jestädt), Gert Klaiber (Carolin Abele), Christine Böhmler (Britta Wayand), Traude Koch (Anke Burgemeister) und Walter Fromm (Thomas Mürdter). Der Wahlausschuss prüft die eingehenden Unterlagen der Bewerber und deren Wählbarkeit. Er ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Vorbereitung und Durchführung der Wahl und stellt am Ende das Wahlergebnis fest. (GEA)