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Waldkindergarten in Walddorfhäslach startet heute

Beim Naturdenkmal Sulzeiche beginnt Walddorfhäslachs neue naturnahe Betreuungseinrichtung mit einem Schnuppertag.

Direkt am Waldrand, mit großem Außenbereich zum Spielen und Toilettenhäuschen (ganz rechts): So präsentiert sich der neue Waldki
Direkt am Waldrand, mit großem Außenbereich zum Spielen und Toilettenhäuschen (ganz rechts): So präsentiert sich der neue Waldkindergarten von Walddorfhäslach in der Nähe des Naturdenkmals Sulzeiche. FOTOS: RITTGEROTH Foto: Ralf Rittgeroth
Direkt am Waldrand, mit großem Außenbereich zum Spielen und Toilettenhäuschen (ganz rechts): So präsentiert sich der neue Waldkindergarten von Walddorfhäslach in der Nähe des Naturdenkmals Sulzeiche. FOTOS: RITTGEROTH
Foto: Ralf Rittgeroth

WALDDORFHÄSLACH. Der offizielle Start ist zwar erst am Montag, 15. Juli, doch schon am heutigen Freitag beginnt der neue Waldkindergarten von Walddorfhäslach mit einem Schnuppertag. Ab 9.15 Uhr können die ersten Kinder mal ihre neue Betreuungseinrichtung und sich gegenseitig »beschnuppern«. Die beiden erfahrenen Erzieherinnen Beatrice Künschner und Sabine Lechner haben in den letzten Tagen schon ganz viel für den Start vorbereitet, den neuen Bauwagen mit eingerichtet und auch das großzügige Außengelände hat mittlerweile Gestalt angenommen: »Wir hatten dabei eine Riesenunterstützung vom örtlichen Bauhof«, sagt Beatrice Künschner, die wie ihre Kollegin spürbar aufgeregt ist – jetzt, so kurz vor dem Start. Aber das ist positive Aufgeregtheit, die beiden freuen sich, dass es jetzt endlich losgeht. Sie freuen sich ganz offensichtlich auch über die Ausstattung im und vor ihrem Domizil, dem für Waldkindergärten so typischen Bauwagen. Besonders stolz sind sie auf den funkelnagelneuen Ofen mit Kochgelegenheit: »Die Hitze der Herdplatte kann man sogar regeln,« freut sich Sabine Lechner. Dann zeigt sie stolz die Waschgelegenheit, die Garderobe und die Kuschelecke, oben unter dem Dach des Bauwagens.

»Die sollen weg von Computer und Smartphone«

Die kleine Führung geht weiter zum Außenbereich. Dort stehen ein kleiner Schuppen und das Toilettenhäuschen. Beides ganz aus hellem Holz. Dahinter ein Erdhügel zum Spielen und auch eine gemauerte Feuerstelle. Beatrice Künschner kann es kaum erwarten, diese in Betrieb zu nehmen: »Da kochen wir dann Suppe oder machen bestimmt auch mal ein Käsefondue«, bei der Frau aus Zürich bricht die Schweizerin durch.

Freuen sich darauf, dass es endlich losgeht: die beiden Erzieherinnen Beatrice Künschner (links) und Sabine Lechner.
Freuen sich darauf, dass es endlich losgeht: die beiden Erzieherinnen Beatrice Künschner (links) und Sabine Lechner. Foto: Ralf Rittgeroth
Freuen sich darauf, dass es endlich losgeht: die beiden Erzieherinnen Beatrice Künschner (links) und Sabine Lechner.
Foto: Ralf Rittgeroth

»Wir starten zunächst mit sechs Kindern. Dann wächst unser Waldkindergarten bis Dezember auf 16 Kinder«, erklärt Sabine Lechner. Ihre Kollegin fügt hinzu: »Die Kinder in unserer Gesellschaft sind viel zu wenig in der Natur. Das wollen wir ändern. Die sollen weg von Computer und Smartphone. Hier lernen sie die Tiere und Pflanzen vor ihrer Haustür kennen.«

Und ganz nach diesem Konzept wird die Betreuung der drei- bis sechsjährigen Vorschulkinder laufen. Hauptsächlich im Freien und im Wald. Nur bei wirklich unzumutbarem Wetter dient der Bauwagen als Rückzugsraum. Dass der Aufenthalt im Freien für alle zur Routine wird, da ist sich Beatrice Künschner sicher: »Denn wir bauen ja noch unser Waldsofa direkt hinter der Sulzeiche«. Und wer wissen will, was ein Waldsofa ist und wie es aussieht, kommt demnächst zur Sulzeiche und sieht nach. (GEA)