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Aktuell Bürgerfest

Tierisch was los in Riederich

Freche Füchse, scheue Fische und lustige Bienen sind beim Kinderumzug bewundern. Bürgermeiser Tobias Prokop lobt die Vielfalt.

Schön anzusehen beim Umzug waren die mitlaufenden »Quallen«.  FOTOS: OECHSNER
Schön anzusehen beim Umzug waren die mitlaufenden »Quallen«. FOTOS: OECHSNER Foto: Kirsten Oechsner
Schön anzusehen beim Umzug waren die mitlaufenden »Quallen«. FOTOS: OECHSNER
Foto: Kirsten Oechsner

RIEDERICH. Da war am Samstag tierisch etwas los in den Straßen von Riederich: Freche Füchse und scheue Fische, lustige Bienen, die Tiere Afrikas und sogar Quallen hatten sich aufgemacht, um unzählige Passanten entlang einer knapp einen Kilometer langen Strecke zu begeistern. Traditionell bildet der Umzug der Kinder den Auftakt des Bürgerfestes, standen rund 350 Mini-Riedericher vom Kinderkrippenalter bis zur vierten Grundschulklasse für rund 45 Minuten im Mittelpunkt. Und das ist gut so, wie Tobias Pokrop betont: »Auch wenn es ein großer Aufwand ist, bringt der Umzug Leben in den Flecken.« Für die Verkleidungen gab es ein dickes Lob vom Bürgermeister: »Die Kinder haben alle ganz toll ausgesehen.«

Mit zum Teil wenigen Mitteln haben sich die Kinder in Tiere verkleidet: Einfach Augen raufgeklebt auf Käppis und schon sind die Pinguine fertig. Etwas aufwendiger gestalteten sich dagegen die Bastelarbeiten der wilden Krokodile, die sich indes ganz zahm verhielten.

Gemeinschaftsgefühl gestärkt

Das Mitlaufen im Umzug stärkt durchaus das Gemeinschaftsgefühl in den Kindergartengruppen und den Klassen, weil gemeinsam auf ein Ziel hingearbeitet wird: »Mein Enkelkind ist so stolz, dass es hier mitlaufen darf«, erzählt ein zuschauender Opa nicht weniger stolz. Angeführt vom Musikverein setzte sich der Umzug um 16 Uhr in Gang. Die einen Zuschauer sahen von ihren Balkonen und Fenstern aus zu, andere hatten sich’s in ihren Hofeinfahrten bei Sekt und Bier gemütlich gemacht und andere standen entlang der Strecke. »Ich sehe die Kinder nun zum dritten Mal«, gestand eine Mama, die von einem Stehplatz zum anderen zog. Am Ende trafen sich alle – Kinder, ihre Lehrerinnen und Erzieherinnen sowie die unzähligen Zuschauer – auf dem Festplatz an der Gutenberghalle, der ebenso wie das Festzelt sofort mit Leben erfüllt war. »Familien mit Kindern bleiben nach dem Umzug da«, berichtet der Bürgermeister, das sei so auch gewollt.

Zuerst hatte der Musikverein den Umzug angeführt, dann zog er ins schnell gefüllte Festzelt.
Zuerst hatte der Musikverein den Umzug angeführt, dann zog er ins schnell gefüllte Festzelt. Foto: Kirsten Oechsner
Zuerst hatte der Musikverein den Umzug angeführt, dann zog er ins schnell gefüllte Festzelt.
Foto: Kirsten Oechsner

Zum dritten Mal findet das Bürgerfest dort statt und nicht auf der Raise, rund um Schule und Sporthalle bieten sich laut Pokrop optimale Bedingungen vor allem auch fürs umfangreiche Rahmenprogramm. Viel geboten wurde nämlich im Lauf der zwei Festtage für Groß und Klein: Die Kinder konnten sich beim Ponyreiten und Mini-Baggerfahren amüsieren, die einen übten sich ausgiebig am Torwandschießen und die nächsten stapelten Bierkisten in die Höhe, ständig umlagert waren auch die Stationen der Spielstraße. Und für die kleineren unter den Gästen gab’s nichts Schöneres, als eine oder mehrere Runden mit dem Karussell zu fahren.

Im Festzelt spielte am Samstagmittag das Jugendorchester Riederich-Grafenberg, am Abend sorgte die Band Ernest an the Hemingways für beste Stimmung. Damit war das Bürgerfest aber noch längst nicht vorbei, der Sonntag wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt eröffnet – dort spielten später der örtliche Musikverein zum Frühschoppen und der Musikverein aus Grafenberg zum Festausklang auf. Auch präsentierten verschiedene Gruppen des TSV und die Tanzgruppe der Zigeuner-Hexen ihr Können.

Die brachten sich neben der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, der Feuerwehr, dem Schützenverein und dem Sängerbund auch in der Bewirtung ein: Die wurde erstmals gemeinsam gestemmt und in eine Kasse gewirtschaftet, der Gewinn dann unter den beteiligten Vereinen aufgeteilt. Die Kosten für das Fest- und Bewirtungszelt übernimmt traditionell die Gemeinde: »Es ist uns wichtig, das Fest zu erhalten«, erklärt Bürgermeister Pokrop. »Deshalb greifen wir hier den Vereinen unter die Arme.« (GEA)