METZINGEN. Der rote Punkt verkündet Gutes: »Nutzungsänderung von Ladengeschäft zu Eiscafé mit Produktion«, ist gegenüber dem Alten Rathaus auf dem Baufreigabeschein im Schaufenster zu lesen. Dort wird also umgebaut. Danach wird Metzingen wieder zwei Eisdielen haben. Zuletzt war es nur noch eine: das Eiscafé Sottozero in der Silcherstraße. Das zweite, ältere, das Eiscafé Venezia, hatte Ende 2023 für immer geschlossen. Die Betreiberfamilie Giacomini sah sich aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen.
Das Ex-Venezia liegt ebenfalls gegenüber dem Metzinger Rathaus. Keine 50 Meter vom künftigen Eiscafé entfernt. Dieses war einmal ein Sportartikel-Laden. Längere Zeit standen die Räume zuletzt leer. Dann kam die Eisdiele ins Spiel. »Hauseigene Herstellung direkt hinter der Theke«, heißt es auf Infoschildern in den Schaufenstern. Noch hemmt meterhoher Sichtschutz die Blicke nach drinnen. Wer trotzdem welche erhaschen kann, sieht einen Spültisch, einen Kühlschrank und verpackte Einrichtungs-Elemente.
Bedarf für mehr als eine Eisdiele in der Stadt
Wann der Umbau abgeschlossen sein wird und das neue Eiscafé öffnen wird, steht derzeit noch nicht fest. Auch der Name und der Betreiber sind noch nicht bekannt. Dass in der knapp 23.000 Einwohner großen Stadt mit ihren Millionen Einkaufstouristen Bedarf für den Gastro-Neuling besteht, ist dagegen klar. »Wir könnten zwei Eiscafés in Metzingen gebrauchen«, hat im Frühjahr selbst Elia Piazza gesagt, die das Sottozero zusammen mit ihrem Mann Giovanni Sorrenti betreibt. An heißen Sommertagen bilden sich vor ihrem Café mit Außenbereich oft lange Schlangen.
»Eine Eisdiele ist für Metzingen zu wenig«, hat auch Stefania Giacomini bekannt, die mit ihrem Mann Roberto einst das Venezia und bis 2017 auch das Eiscafé Duemila auf dem Kelternplatz betrieben hat. Jetzt ist wieder Entspannung für die Eishungrigen in Sicht. »Coming soon« steht auf den Schildern in den Schaufenstern. (GEA)

