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Früherer Bad Uracher Bürgermeister Markus Ewald tritt in Weingarten zurück

Markus Ewald war von 2004 bis 2008 Bürgermeister von Bad Urach, danach Oberbürgermeister von Weingarten. Seit einem Verkehrsunfall im Dezember 2018 sitzt er im Rollstuhl. Foto: Stadt Weingarten
Markus Ewald war von 2004 bis 2008 Bürgermeister von Bad Urach, danach Oberbürgermeister von Weingarten. Seit einem Verkehrsunfall im Dezember 2018 sitzt er im Rollstuhl.
Foto: Stadt Weingarten

BAD URACH/WEINGARTEN. Markus Ewald, der von 2004 bis 2008 Bürgermeister in Bad Urach war und seit 2008 Oberbürgermeister in Weingarten ist, legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen Ende Januar nieder. Das teilte der 57-Jährige am Montagabend in einer Gemeinderatssitzung mit. Eigentlich endet seine Amtszeit erst Ende 2024. In Abstimmung mit dem RP Tübingen will er sein Mandat bereits Ende Januar 2022 niederlegen.

Bei einem schweren Verkehrsunfall am 14. Dezember 2018 auf der B 30 im Kreis Biberach wurde Ewald als Beifahrer eines Autos lebensgefährlich verletzt. Erst Anfang 2019, nach einer langen Zeit im künstlichen Koma und vielen Operationen im Bundeswehrkrankenhaus Ulm gab es Entwarnung. Die Verletzungen waren aber so gravierend, dass der studierte Betriebswirt, der in Urach aufgewachsen ist, im November 2019 querschnittsgelähmt im Rollstuhl ins Rathaus zurückkehrte.

Auf Anraten der Ärzte

Er habe alles getan, um seine Leistungsfähigkeit »so gut es unter den gegebenen Umständen möglich war« zurückzuerlangen, sagte Markus Ewald. »Allerdings muss ich heute eingestehen, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder Momente gab, die mir klar vor Augen geführt haben, dass – wenn ich mich weiter über die Warnsignale meines Körpers hinwegsetze – mein Gesundheitszustand weiter erheblichen Schaden nehmen wird«, so Ewald sichtlich bewegt, »auf dringendem Anraten meiner Ärzte musste ich nun die schwere Entscheidung treffen, Ende Januar 2022 mein Amt als Oberbürgermeister niederzulegen.«

»Wir haben viele große Projekte in der Vorbereitung«, sagte Ewald dem GEA auf Anfrage, »das braucht die volle Kraft.« Die Weiterentwicklung des verkauften Krankenhauses »14 Nothelfer« zu einem Gesundheitszentrum – ähnlich wie jetzt in Bad Urach – will er ebenso noch mitgestalten, wie den Haushalt für 2022 aufs Gleis bringen. Der Termin für die Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers ist noch offen. (GEA)