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Für leichte Corona-Fälle: Fachkliniken Hohenurach kooperieren mit anderen Kliniken

Der Reha-Betrieb geht auf Sparflamme weiter, in der Hoch-Phase von Corona kommt den Fachkliniken Hohenurach aber erst mal eine n
Der Reha-Betrieb geht auf Sparflamme weiter, in der Hoch-Phase von Corona kommt den Fachkliniken Hohenurach aber erst mal eine neue Aufgabe zu. FOTO: FINK
Der Reha-Betrieb geht auf Sparflamme weiter, in der Hoch-Phase von Corona kommt den Fachkliniken Hohenurach aber erst mal eine neue Aufgabe zu. FOTO: FINK

BAD URACH. Die Fachkliniken Hohenurach haben gestern Kooperationsverträge mit den Kreiskliniken Reutlingen, dem Universitätsklinkum Tübingen und den Medius-Kliniken im Landkreis Esslingen mit Standorte in Kirchheim, Nürtingen und Ostfildern-Ruit abgeschlossen. Damit wird die Rehaklinik in der Emanuel-Kant-Straße zu einem Haus, das leicht erkrankte Covid-19-Patienten aufnehmen kann, um Akutkrankenhäuser zu entlasten, die Platz brauchen, um sich um schwere Fälle zu kümmern. Dies bestätigte dem GEA gestern Abend auf Anfrage Uli Wüstner, der Geschäftsführer der Fachkliniken Hohenurach.

»Wir können Patienten übernehmen, die über dem Höhepunkt der Kurve drüber sind«, erklärt Wüstner, »wir haben den Platz und das Know-how, um uns genau um solche Menschen zu kümmern und damit Druck von Akutkrankenhäusern wegzunehmen.«

In Zahlen: In dem Haus in Bad Urach gibt es bis zu 400 Einzelzimmer – Doppelzimmer sind in Corona-Zeiten tabu – sowie 40 Ärzte und Mitarbeiter. »Wir bauen gerade extra eine Station um, in der bisher Orthopädie-Patienten in der Reha versorgt wurden«, sagt Geschäftsführer Uli Wüstner. Stand gestern Abend gab es drei Anmeldungen von »leichten Covid-19-Patienten«. Erwartet werden sie am kommenden Dienstag.

Am 23. März hatte sich Baden-Württembergs Gesundheits- und Sozialminister Manfred Lucha an die 193 Rehakliniken im Land gewendet und sie als Häuser für leicht erkrankte Covid-19-Patienten ins Spiel gebracht und sie um Hilfe gebeten. »Es ist absehbar, dass die Zahlen stationär behandlungsbedürftiger Patientinnen und Patienten mit Covid-19 in den nächsten Wochen deutlich ansteigen werden«, so der Minister, »es ist auch absehbar, dass zusätzlich ein Bedarf für weitere nicht-intensivmedizinische Behandlungskapazitäten besteht.« (GEA)