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Bad Uracher Gemeinschaftsschule sucht Leselern-Paten

Für die Bad Uracher Barbara-Gonzaga-Gemeinschaftsschule werden Leselern-Paten gesucht

Werben für Leselernpaten: (von links) Evelyn Wilma, Myriam Tscherny, Silke Schönherr, Anke Bächtiger, Antje Reutter, Christel Me
Werben für Leselernpaten: (von links) Evelyn Wilma, Myriam Tscherny, Silke Schönherr, Anke Bächtiger, Antje Reutter, Christel Meixner. FOTO: BÖHM
Werben für Leselernpaten: (von links) Evelyn Wilma, Myriam Tscherny, Silke Schönherr, Anke Bächtiger, Antje Reutter, Christel Meixner. FOTO: BÖHM

BAD URACH. »Oft reicht der Schulunterricht nicht aus, um Kinder für das Lesen zu begeistern«, bedauert Antje Reutter, Lehrerin an der Uracher Barbara-Gonzaga-Gemeinschaftsschule. Jetzt sollen Profis Abhilfe schaffen. Die Schule knüpfte Kontakte zum Verein »Leselern-Paten Reutlingen«, dessen Ehrenamtliche sich damit befassen, Schülerinnen und Schülern mit Geduld und Einfallsreichtum den Spaß an Büchern zu vermitteln. Auch in Urach werden jetzt Ehrenamtliche gesucht.

»Bevor wir den Verein kennenlernten, haben wir in Eigenregie versucht, Leselernpaten zu finden«, so die Pädagogin. Doch kaum jemand habe sich gemeldet. Rettung kam in Form von Christel Meixner, die bei der Stadt für ehrenamtliches Engagement zuständig ist, und die auf den Verein gestoßen war.

Der Verein »Leselern-Paten Reutlingen« wurde 2009 gegründet und ist Mitglied der bundesweiten Organisation »Mentor« mit insgesamt 80 Vereinen. »Wir kooperieren mit 22 Schulen und haben 207 Mitglieder. Davon sind 180 als Paten aktiv«, berichtet die Zweite Vorsitzende des Vereins, Anke Bächtiger. Das jüngste Mitglied sei ein Student um die 20, das älteste 82 Jahre alt. Pro Monat habe der Verein einen beachtlichen Zuwachs von sechs Paten. »Doch wir begleiten rund 350 Kinder mit steigender Tendenz. Deshalb suchen wir fortlaufend nach weiteren Ehrenamtlichen, obwohl manche schon mehr als ein Kind betreuen.«

Mindestens zehn Paten

In den Schulen wählen Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler aus, die für die Lernförderung geeignet erscheinen. Die Förderstunde findet während des normalen Schulunterrichts statt. "Die Schüler gehen dann mit ihrem Paten in einen separaten Raum, um dort Lesen zu üben. Das läuft als schulisches Angebot", so Bächtiger. Das Üben solle Spaß machen und völlig ohne Druck geschehen. "Unsere Paten durchlaufen eine Schulung.

Für viele Kinder sei es schon etwas ganz Besonderes, dass sich jede Woche eine Schulstunde lang jemand nur um sie allein kümmere. Die Betreuung soll für mindestens ein halbes Jahr übernommen werden. »In der Regel dauert sie aber ein Jahr und kann dann noch fortgesetzt werden«, so Bächtiger.

An jeder Schule gibt es einen Koordinator, der sich um die Belange der Paten kümmert. An der Barbara-Gonzaga-Gemeinschaftsschule hat Evelyn Wilma dieses Amt übernommen, die bereits an ihrem ehemaligen Wohnort Hof in Bayern Vorsitzende des Leselern-Vereins war. »Bislang haben wir in Urach immerhin schon zwei Paten gewonnen, aber es wird noch etwas dauern, bis alles etabliert ist.« Man hoffe auf mindestens zehn Paten.

Auch die Stadtbücherei unterstützt die Initiative. »Wir haben ein reichhaltiges Angebot von geeigneten Büchern zum Lesenlernen«, sagte Leiterin Silke Schönherr. Darüber hinaus gibt es weiteres Lernmaterial, das sich im Praxistest als äußerst sinnvoll erwiesen hat. Jede Schule soll es als Gesamtpaket erhalten. Die Kosten liegen bei 1 000 Euro. Bächtiger: »Wir hoffen, Sponsoren zu finden.« (gb)

 

PATEN UND SPONSOREN

Wer Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit oder am Sponsoring hat, kann sich bei Christel Meixner melden ( 07125 3092541; meixner. christel@badurach.de), bei Anke Bächtiger (Telefon 07121 3035771; baechtiger@leselern-paten.org) oder direkt in der Schule ( www.bgg- badurach.de). (gb)