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Aktuell Prozess

Amtsgericht Reutlingen: Drogendealer muss zweieinhalb Jahre in Knast

33-jähriger Familienvater aus Riederich hatte zu oft gedealt und war bereits mehrfach dafür verurteilt worden. Keine Bewährungsstrafe mehr möglich

Auch mit Kokain, wie auf dem Foto dargestellt, hat der Verurteilte nach Überzeugung des Gerichts gedealt. Vor allem in Riederich
Auch mit Kokain, wie auf dem Foto dargestellt, hat der Verurteilte nach Überzeugung des Gerichts gedealt. Vor allem in Riederich, Bempflingen und Grafenberg. Foto: dpa
Auch mit Kokain, wie auf dem Foto dargestellt, hat der Verurteilte nach Überzeugung des Gerichts gedealt. Vor allem in Riederich, Bempflingen und Grafenberg. Foto: dpa

RIEDERICH/REUTLINGEN. Am Ende stand dann doch die Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe. Das Amtsgericht Reutlingen hat einen 33-jährigen Familienvater aus Riederich zu zweieinhalb Jahren Gefängnis wegen Handels mit Drogen in nicht geringer Menge verurteilt. Der Angeklagte nahm das Urteil mit Kopfschütteln und hochrotem Gesicht entgegen.

In seiner Urteilsbegründung führte der Vorsitzende Richter Eberhard Hausch aus, dass eine Bewährungsstrafe aufgrund der bereits zahlreichen vorangegangenen Verurteilungen wegen ähnlicher Delikte nicht mehr möglich gewesen sei. Im Laufe der Verhandlung zitierte Richter Hausch auch aus den Gerichtsakten die bereits zurückliegende Urteile und Bewährungsstrafen gegen den Angeklagten, unter anderem von den Amtsgerichten in Bad Urach und Nürtingen. Mehrfach wies er dabei auf die insgesamt 26 Fälle von Drogenhandel hin, die in der Anklageschrift standen.

»Ich kann Topware und noch mehr davon liefern«

Auch Kokain soll der Angeklagte vertickt haben. Von Riederich aus im Ermstal, vor allem in Bempflingen und Grafenberg. In mehreren Fällen hatte der Angeklagte einem verdeckten Ermittler des Landeskriminalamtes Kokain versprochen und auch verkauft. Dabei soll er sogar geprahlt haben: »Ich kann Topware und noch mehr davon liefern.«

Mit seinem Urteil blieb das Gericht knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre und zehn Monate Haft gefordert hatte. Der Verteidiger hatte dagegen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. Er hat jetzt eine Woche Zeit, falls er Berufung gegen das Urteil einlegen will.