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Vorbereitet auf Stromausfall: Stadtwerke Tübingen geben Tipps

Je nachdem wie die Gaspreisbremse genau ausformuliert wird, können die Verbraucher Hunderte Euro sparen.  FOTO: WEISSBROD/DPA
Je nachdem wie die Gaspreisbremse genau ausformuliert wird, können die Verbraucher Hunderte Euro sparen. Foto: Weißbrod/Deutsche Presse Agentur
Je nachdem wie die Gaspreisbremse genau ausformuliert wird, können die Verbraucher Hunderte Euro sparen.
Foto: Weißbrod/Deutsche Presse Agentur

TÜBINGEN. Mit einfachen Mitteln gegen die Unsicherheit in der Energiekrise? Was tun, wenn der Strom ausfällt? Und wenn das Heizen teuer wird? Die Tübinger Stadtwerke geben Tipps, wie man sich vorbereitet. »So komplex und unvorhersehbar die weiteren Entwicklungen, so einfach ist die individuelle Vorsorge – ganz ohne dabei in Panik verfallen zu müssen«, heißt es in einer Mitteilung. Die gängigen Hinweise des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für den Fall eines Stromausfalls geben eine gute Orientierung, welche Maßnahmen für Haushalte sinnvoll sind. Die Grundregel lautet: Ein Haushalt sollte rund zehn Tage mit allen Vorräten überbrücken können.

Von Heizung bis Bargeld

Heizung: Den Ausfall der Heizung mit warmer Kleidung überbrücken. Für Kamine einen Vorrat an Holz, Kohle oder Briketts anlegen.

Licht: Einen Vorrat an Kerzen und Taschenlampen, sowie Batterien, Streichhölzer oder Feuerzeuge im Haus haben.

Kochen: Für kleinere warme Mahlzeiten kann ein gasbetriebener Campingkocher oder ein Holz- oder Gasgrill im Außenbereich (Balkon/Terrasse) zum Einsatz kommen.

Essen: Es empfiehlt sich, einen kleinen Vorrat an länger haltbaren Lebensmitteln anzulegen, die im Notfall auch kalt gegessen werden können.

Wasser: Ein größerer Wasservorrat zum Trinken ist empfehlenswert. Pro Haushaltsmitglied sollten circa 10 Liter Wasser in Flaschen vorrätig sein – plus ein zusätzlicher Wasservorrat als Gebrauchswasser (Waschen, Zähneputzen et cetera).

Elektronik: Akkus von Smartphones, Tablets, Notebooks und so weiter sollten möglichst immer voll aufgeladen sein. Solarbetriebene Ladegeräte können zumindest tagsüber Ladevorgänge ermöglichen. Mit einem Kurbelradio bleibt man über Rundfunk auch ohne Batterien auf dem Laufenden.

Zahlungsmittel: Eine kleine Bargeldreserve hilft, wenn bei einem Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.

»Blackout« durch Heizlüfter? Seit dem Sommer herrscht in Deutschland ein Heizlüfterboom. Die Menschen wollen offensichtlich im Fall einer Gasmangellage ersatzweise damit heizen. Das Heizen mit Heizlüftern ist allerdings aus mehrfachen Gründen keine gute Idee – und die SWT raten davon auch ab.

Heizlüfter sind verkehrt

Heizlüfter sind energetisch ineffizient, verbrauchen viel Strom, verursachen dadurch hohe Kosten (deutlich höhere Heizkosten als mit normalem Heizen), können die Elektrik in Gebäuden überlasten und bringen in der Gesamtheit Risiken für die Sicherheit der Stromversorgung. Warum? Bei einem übermäßigen Strombedarf (Netzüberlastung) könnten Netzbetreiber gezwungen sein, gebietsweise temporäre Abschaltungen vorzunehmen, um einen kompletten Stromausfall innerhalb eines Netzsektors zu verhindern.

Zwar ist ein allein durch verstärkten Heizlüftereinsatz hervorgerufener flächendeckender Stromausfall eher unwahrscheinlich, aber auch ein Ausfall in einzelnen Sektoren des Stromnetzes würde zu erheblichen Problemen führen.

Wesentlich wichtiger – und ein sinnvoller Beitrag zur Unterstützung der Stromnetzstabilität – ist ein sparsamer Umgang mit Erdgas, Fernwärme und Wärmepumpenstrom in Haushalten und Betrieben. (eg)

 

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