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Verdi ruft zu Warnstreiks auf: Tübingen betroffen

Die Gewerkschaft Verdi ruft im öffentlichen Dienst der Länder unmittelbar vor der zweiten Verhandlungsrunde zu ersten Warnstreiks auf. Ein Schwerpunkt ist am Mittwoch die Unistadt Tübingen.

Gewerkschaft Verdi
Die ersten Warnstreiks des Jahres 2026 stehen in Baden-Württemberg an (Archivbild). Foto: Christophe Gateau/DPA
Die ersten Warnstreiks des Jahres 2026 stehen in Baden-Württemberg an (Archivbild).
Foto: Christophe Gateau/DPA

TÜBINGEN. Nachdem vor Weihnachten bereits zwei Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe bestreikt worden waren, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu weiteren Warnstreiks an mehreren Standorten auf. Am Dienstag folgen Aktionen in Esslingen, am Mittwoch weitere in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim. Verdi rechnet mit mehreren hundert streikenden Beschäftigten.

Hanna Binder, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin, betont die zentrale Rolle des öffentlichen Dienstes: »Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind keine überflüssige Bürokratie, sie sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, darf nicht den öffentlichen Dienst schwächen.« Betroffen sind vorrangig Universitäten, Hochschulen, Studierendenwerke und weitere landesweite Einrichtungen.

Jonas Weber, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Fils-Neckar-Alb, fordert von den Arbeitgebern in der nächsten Verhandlungsrunde ein ordentliches Angebot: »Die Kolleginnen und Kollegen erwarten in der nächsten Verhandlung am Donnerstag klare Signale. Es darf nicht sein, dass die Landesbeschäftigten von der Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst abgekoppelt werden.«

Warnstreik am Mittwoch in Tübingen

In Tübingen soll es am Mittwoch zu einem Warnstreik kommen. Die beteiligten Einrichtungen umfassen die Universität Tübingen, das Studierendenwerk Tübingen, das Kommunale Bildungs- und Forschungszentrum (KBF) Tübingen, das Vermögen und Bau BW Tübingen, das Regierungspräsidium Tübingen, das Landesamt für Denkmalpflege und das Landestheater Tübingen. Eine Kundgebung ist für 10 Uhr am Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität geplant.

Hintergrund der Warnstreiks

In der laufenden Tarif- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent Gehaltserhöhung pro Monat – mindestens 300 Euro zusätzlich –, um insbesondere niedrige Lohngruppen zu stärken. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro monatlich mehr erhalten, zudem wird die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Zeitzuschläge sollen um 20 Prozentpunkte steigen. (eg/GEA)