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Tübingens OB Palmer sorgt mit »Vokuhila-Frisur« für Aufsehen auf Social Media

Mit einer angeblich neuen »Gorilla«-Frisur sorgt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer für Aufsehen in den sozialen Netzwerken. Er selbst sorgt nicht für eine Auflösung - dafür sein Friseur.

Mit diesem Look präsentierte sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer auf Facebook. Foto: Boris Palmer
Mit diesem Look präsentierte sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer auf Facebook.
Foto: Boris Palmer

TÜBINGEN.  Boris Palmer ist bekannt für pointierte Auftritte in den sozialen Netzwerken. Jetzt sorgte Tübingens Oberbürgermeister dort erneut für Aufsehen – diesmal mit einer angeblich neuen Frisur. Der 53-Jährige postete am Freitag ein Foto aus einem Tübinger Friseursalon, das ihn mit langer, silbergrauer Mähne zeigt – eine Mischung aus Vokuhila und Anleihen beim Grünen-Politiker Anton Hofreiter. Dazu schrieb Palmer ironisch, er habe sich »den Wunsch nach Extensions in Gorilla-Silbergrau erfüllt«.

Das Bild verbreitete sich rasch. Auf Facebook und Instagram sammelte der Beitrag binnen kurzer Zeit tausende Likes und zahlreiche amüsierte Reaktionen. In den Kommentaren wurde gescherzt, Palmer habe mit dieser Frisur nun beste Chancen, bei der Seniorenvereinigung der Grünen aufgenommen zu werden. Andere Nutzer forderten augenzwinkernd zusätzliche Ohr- oder Nasenringe.

Gegenüber der »Bild«-Zeitung erklärte Palmer zunächst, es habe sich um eine spontane Entscheidung auf dem Friseurstuhl gehandelt. Bis auf Weiteres wolle er so herumlaufen, sagte er – und legte nach: Mit diesem Haarschnitt verbesserten sich seine Aussichten bei den Grünen erheblich. Palmer war von 1996 bis 2023 Mitglied der Partei, hatte seine Mitgliedschaft nach innerparteilichen Konflikten zunächst ruhen lassen und war schließlich ausgetreten. Noch wenige Tage zuvor, am 5. Januar, hatte Palmer die Tübinger Sternsinger jedoch mit gewohntem Kurzhaarschnitt im Rathaus empfangen.

Palmer setzt auf KI

Die Auflösung folgte wenig später. Friseurmeister Andreas Preßler stellte klar: Die auffällige Frisur existiert nicht. Das Foto sei mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt worden. Zehn Minuten habe es gedauert, gemeinsam mit ChatGPT den »Vokuhila-Palmer« zu entwerfen. Ziel der Aktion sei es gewesen, die Menschen zum Schmunzeln zu bringen – und zugleich ein Experiment zu wagen. »Wie leicht ist es doch, mit gefälschten Bildern Stimmung zu machen«, sagte Preßler.

Dass Palmer für solche Aktionen offen ist, passt ins Bild. Der Tübinger Oberbürgermeister nutzt nach eigenen Angaben seit Längerem Künstliche Intelligenz, unter anderem, um seine Social-Media-Beiträge vorab prüfen zu lassen. Den Auftrag an ChatGPT formuliere er dabei so, dass seine Aussagen keinen Shitstorm auslösen. Das aktuelle Posting zeigt damit nicht nur Humor, sondern auch, wie schnell KI-generierte Bilder öffentliche Reaktionen provozieren können. (GEA)