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Aktuell Integration

Ukrainer die größte Gruppe bei Flüchtlingszahlen in Tübingen

Flüchtlingsunterkunft in Ravensburg
Blick in eine Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine. Foto: Felix Kästle
Blick in eine Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine.
Foto: Felix Kästle

TÜBINGEN. Die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen bedeutete 2023 auch für die Stadt Tübingen eine große Herausforderung. Wie aus dem von der Fachabteilung »Hilfen für Geflüchtete« vorgelegten Bericht für den Gemeinderat hervorgeht, hat man auf die neue Verwaltungsvorschrift des Landes reagiert. Das Integrations-Management muss nach drei bis maximal vier Jahren beendet sein. Für gut 300 Menschen könne die Beratung durch die Fachabteilung »mit gutem Gewissen« abgeschlossen werden, heißt es im Rathaus.

Es gibt eine große Gruppe von Menschen, die seit mehr als fünf Jahren in der Unistadt leben und nach wie vor Unterstützung brauchen. Auf der anderen Seite erfolgen neue Zuweisungen: vor allem Familien-Nachzüge, afghanische Ortskräfte und Geflüchtete aus der Ukraine.

Wohnraum bleibt Problem

Seit Kriegsausbruch Februar 2022 sind fast 900 Menschen aus der Ukraine nach Tübingen gekommen. 510 sind in städtischer Anschluss-Unterbringung.

Schwierigkeiten bereitet die Tatsache, dass private Mietverhältnisse oft nur kürzer befristet sind. Die weitere Entwicklung sei nur schwer einschätzbar. Doch Wohnraum zu finden, werde ein Problem bleiben. Von Nachteil sei auch gewesen, dass die Wohnverwaltung und das Belegungsmanagement über Monate nicht ausreichend besetzt waren. »Auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen und an Sprach- und Integrationskursen kann trotz großer Anstrengungen auf vielen Ebenen nicht gedeckt werden.« (-jk)

 

IN UNTERKÜNFTEN

Im Herbst befanden sich rund 2.220 Geflüchtete in der Sozialbetreuung der Stadt. Davon waren 1.550 in Anschluss-Unterkünften untergebracht. Die größten Gruppen nach Herkunft: Ukraine 510 Syrien 437 Irak 170 Nigeria 125