Logo
Aktuell Wucher

Tübinger muss 1 300 Euro für Schlüsseldienst zahlen

Eine kleine Unachtsamkeit ist einem 23-jährigen Tübinger am Samstag teuer zu stehen gekommen.

Die EZB überschwemmt die Märkte mit Geld. Das verzerre die Preise, warnt ein Banker des Traditionsinstituts Metzler. Für Euro
Foto: Jens Wolf/Symbol
Foto: Jens Wolf/Symbol

TÜBINGEN. Nachdem er sich gegen 13 Uhr versehentlich aus seiner Wohnung ausgeschlossen hatte, musste er einen Schlüsseldienst verständigen, der ihm die ins Schloss gefallene Tür wieder öffnen sollte.

Tatsächlich erschienen nach kurzer Zeit zwei unbekannte Monteure, die dem jungen Mann auf dessen Frage nach den Kosten mitteilten, dass die Arbeiten nicht allzu teuer seien. Als die Tür wenig später offen und der Schließzylinder ausgetauscht war, kam das böse Erwachen. Dem 23-Jährigen wurde eine Rechnung in Höhe von fast 1 300 Euro präsentiert, die der völlig überrumpelte Tübinger auch bezahlte. Da ihm dieser Preis später dann doch deutlich zu hoch erschien, wandte er sich an die Polizei, die die Ermittlungen wegen Wucher aufnahm.

Das Polizeipräsidium Reutlingen verzeichnet in den vergangenen Monaten einen Anstieg derartiger Betrügereien. Neben Schlüsseldiensten treten vereinzelt auch Rohreinigungsfirmen in gleicher Weise in Erscheinung. Schwarze Schafe in diesen Branchen machen sich dabei die Notsituation ihrer Auftraggeber zunutze. Ist die Tür erst einmal offen oder das Rohr wieder frei, überwiegt häufig die Erleichterung, sodass von den Opfern die teils völlig überzogenen Preise ohne größeres Nachfragen bezahlt werden. (a)