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Tübinger Grüne stimmen mit Urwahl über OB-Kandidaten ab

Bewerbungsfrist bis 28. Februar, am Ende soll eine Urwahl über die Kandidatur entscheiden. Mitgliederversammlung soll Verfahren beschließen

Das Rathaus von Tübingen
Wer sitzt von Herbst 2022 an im Rathaus in Tübingen? Die Stadt-Grünen wollen ihren Kandidaten basisdemokratisch finden. Foto: Franziska Kraufmann
Wer sitzt von Herbst 2022 an im Rathaus in Tübingen? Die Stadt-Grünen wollen ihren Kandidaten basisdemokratisch finden.
Foto: Franziska Kraufmann

TÜBINGEN. Die Grünen in Tübingen möchten über ihren Kandidaten für die OB-Wahl im nächsten Jahr mit einer Urwahl entscheiden. Das hat der Stadtvorstand von Bündnis 90/Die Grünen in einem Schreiben an die Mitglieder bekannt gegeben. Die Mitgliederversammlung am 20. Oktober, 19 Uhr, soll das Verfahren beschließen. Diese ist in der Westspitze, Eisenbahnstraße 1.

Nach den Plänen des Stadtvorstands sollen sich nach einer Bewerbungsphase bis zum 28. Februar im März die Kandidatinnen und Kandidaten auf einem Podium vorstellen. Im April soll dann eine Urwahl durch die über 450 Mitglieder des Tübinger Stadtverbands darüber entscheiden, wer für die Grünen im Herbst 2022 für den OB-Posten in Tübingen antreten wird.

»Auf diese Weise möchten wir eine unangreifbare, basisdemokratische Entscheidung herbeiführen«, sagt Pressesprecher Marc Mausch. Nur so werde es gelingen, die Partei geeint in die Wahl zu führen. »Das Verfahren ist mit der Alternativen und Grünen Liste Tübingen abgestimmt, die mit ihren rund 50 Mitgliedern auf eine ähnliche Weise entscheiden möchte und traditionell auf der Kommunalebene mit uns eine gemeinsame Einheit bildet«, ergänzt Alisa Volkert, Co-Pressesprecherin der Grünen in Tübingen. »Wir als Stadtvorstand haben dabei einen Wunsch: dass wir diese Diskussion nun unversehrt so führen können, dass wir anschließend alle gemeinsam hinter unserer Entscheidung stehen«, heißt es in dem Schreiben. Das laufende Parteiausschlussverfahren gegen Boris Palmer beeinflusse das Nominierungsverfahren nach den Plänen des Stadtvorstands nicht. (pm)