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Aktuell Tradition

Sternsinger sammeln in Metzingen, Grafenberg und Riederich 27.000 Euro

145 Jungen und Mädchen in Metzingen, Grafenberg und Riederich singen, bringen Segen und sammeln für Projekte gegen Kinderarbeit überall auf der Welt

Sternsinger in der St. Bonifatiuskirche Metzingen mit Ingrid Hermann (rechts).  FOTO: SANDER
Sternsinger in der St. Bonifatiuskirche Metzingen mit Ingrid Hermann (rechts). FOTO: SANDER
Sternsinger in der St. Bonifatiuskirche Metzingen mit Ingrid Hermann (rechts). FOTO: SANDER

METZINGEN. 145 Sternsinger mit 66 Begleitpersonen haben in Metzingen mit allen Teilorten sowie in Grafenberg und Riederich den Segen in die Häuser gebracht und dabei mindestens 27.000 Euro für Projekte gegen Kinderarbeit gesammelt. Noch nicht einbezogen sind die Kollekten der Dankgottesdienste in den Kirchen der einzelnen Orte.

Die 68. Aktion Dreikönigssingen, wie die Sternsingeraktion offiziell heißt, steht unter dem Motto »Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit«. Im Blickpunkt steht Bangladesch. Allein dort müssen trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren unter teilweise sogar besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten.

Organisatoren verabschiedet

»Insgesamt werden weltweit mehr als 2.400 verschiedenartigste Kinderprojekte durch die Sternsingerspenden, die beim Kindermissionswerk in Aachen zusammenlaufen, unterstützt«, informierte Ingrid Hermann in der Kirche St. Bonifatius. Sie und ihr Ehemann Harald wurden jetzt von Pastoralreferentin Barbara Schmitt-Feuchter nach 23 Jahren als Organisatoren der Aktion in Metzingen verabschiedet. Sie würdigte die ehrenamtliche Unterstützung durch die beiden. Die Hermanns hatten die Organisation für 732 Sternsinger und 480 Begleitpersonen übernommen.

»Gleich zu Beginn unserer Tätigkeit gab es den Tsunami«, so Ingrid Hermann zum stürmischen Beginn mit besonders großer Spendenbereitschaft. Die Coronazeit war eine große Herausforderung. Unter Beachtung aller Schutzmaßnahmen konnte außer im Jahr 2021 dennoch der Segen von Haus zu Haus gebracht werden. »Anderen helfen zu können, ist ein Segen«, so Hermann. »Ihr seid ein Licht in der Gemeinde«, so Pfarrer Marco zu seiner ersten Sternsingeraktion in Metzingen. In seiner Heimat Venezuela gibt es diese Aktion nicht, erst in Deutschland hat er sie kennengelernt. Sie zeige »Solidarität mit Bedürftigen unserer Zeit«. Sternsinger-Partnerorganisationen können mit den Spenden vor Ort Maßnahmen finanzieren, um Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

»Es macht glücklich zu wissen, dass wir anderen Kindern helfen können«, sagten Grafenberger Sternsinger strahlend. Dafür sind sie trotz Kälte und Schnee gerne von Haus zu Haus gelaufen. »Die meisten Menschen freuen sich sehr, wenn wir kommen, und das freut uns auch«, waren Kommentare von Metzinger Sternsingern. Sie hoffen zusammen mit allen Beteiligten, dass sich Nachfolger für das Ehepaar Hermann finden, damit sie auch im nächsten Jahr singen können: »Heller Stern in der dunklen Nacht«, oder »Tragt in die Welt nun ein Licht.« (GEA)

 

sternsinger@katholischekirchemetzingen.de