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Mountainbike-Parcours in der Metzinger Motorworld eröffnet

Neues Angebot eröffnet: Mountainbike-Parcours auf 900 Quadratmetern in der Metzinger Motorworld eingeweiht.

In der Motorworld können Mountainbiker nun nach Lust und laune Radfahren - oder eher Radfliegen.
In der Motorworld können Mountainbiker nun nach Lust und laune Radfahren - oder eher Radfliegen. Foto: Steffen Schanz
In der Motorworld können Mountainbiker nun nach Lust und laune Radfahren - oder eher Radfliegen.
Foto: Steffen Schanz

METZINGEN. Die Jüngsten warteten schon voller Ungeduld am Morgen des Dreikönigstags mit ihren Bikes, bis sie endlich den neu aufgebauten Bike-Parcours in der alten Dreherei in der Metzinger »Motorworld« ausprobieren durften. »Erfahrbar« heißt das Projekt, das unter dem Dach des Evangelischen Jugendwerks (EJW) angesiedelt ist »und schon einen gewissen Vorlauf hat«, wie Martin Failenschmid, Vorsitzender des EJW Bad Urach-Münsingen, erzählt. Seinen Ursprung nahm der Bike-Park im vergangenen Jahr in Münsingen. Nun steht er hier Kindern und Jugendlichen auf verdoppelter Fläche von 900 Quadratmetern vom 6. bis zum 27. Januar zur Verfügung. Der Pop-up-Indoor-Bikepark ist von technikaffinen EJW-Mitgliedern entwickelt und in der Region hergestellt worden.

»Als Christen haben wir verschiedene Aufgaben«, sagt Failenschmid. »Einer davon ist ein didaktischer: Menschen etwas Gutes tun, in viele lachende Kinderaugen sehen.« Laut Failenschmid ist das Projekt »Erfahrbar« bestens geeignet, Leute zu erreichen, die nicht im direkten Kontakt zur Kirche stehen. Umsetzbar war der Bike-Park nur dank der vielen ehrenamtlichen Helfer: »Über 50 von ihnen machen den täglichen Betrieb bis Ende Januar möglich, und man sieht, was das Ehrenamt leisten kann«, sagte der hauptamtliche Jugendreferent Samuel Löffler.

Das Interesse am neuen Projekt des EJW ist groß.
Das Interesse am neuen Projekt des EJW ist groß. Foto: Steffen Schanz
Das Interesse am neuen Projekt des EJW ist groß.
Foto: Steffen Schanz

»Die Kirche will mehr sein als ein Gebäude mit einem spitzen Turm. Liebe und Wertschätzung verändern die Welt zum Besseren. Und dieser Bike-Parcours, der meines Wissens nach einmalig in Deutschland ist, soll ein Ort der Begegnung sein«, so Löffler. Der Bikepark hat alles, was das Bikerherz begehrt: Eine Easy Line, eine Flow Line, Steilkurven, diverse Obstacles, eine Pumptrack-Sequenz und eine Jump Line mit Tables. Wer ein eigenes Bike hat, kann es mitbringen, das EJW hat aber auch einen kleinen Fuhrpark und Leih-Helme und stellt diese bei Bedarf zur Verfügung.

Es stehen laut Löffler verschiedene Streckenprofile zur Auswahl. Das Ganze ist gekennzeichnet durch ein Farbsystem. Die blaue Route ist für Kinder ab drei Jahren geeignet, die rote ab sechs Jahren und die schwarze mit der 180-Grad-Steilkurve ab zwölf Jahren.

Wichtiges zivilgesellschaftliches Engagement

Verwaltungsdezernent Marius Pawlak vertrat Landrat Ulrich Fiedler: »Was für ein cooler Termin«, kommentierte Pawlak. Die Idee, die dahintersteckt, ist seinen Worten zufolge faszinierend. Eine funktionierende Zivilgesellschaft sei mehr als ein Kostenfaktor, sondern der faire Umgang miteinander. Gerade in Zeiten wie heute gelte es, die Demokratie zu verteidigen, sprich gemeinwesenorientiert zusammenzuarbeiten. »Machen nicht schwätza«, lautet für ihn das Motto. Er wünschte dem Bike-Park einen regen Austausch und den Akteuren »wenig blaue Flecken und viele Begegnungen«.

"Das Ehrenamt trägt die Gesellschaft, es ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratie- und Glaubensentwicklung", betonte auch Thomas Traub, Leitender Referent des Evangelischen Jugendwerks. Sein Dank galt auch Clemens Fritz, Gastgeber und Centermanager der Motorworld. "Erfahrbar" versteht sich als Motor für eine sich weiterentwickelnde Kirche, die neue Menschen, neue Zielgruppen erreichen will". Clemens Fritz selbst freute sich, dass der Umbau der alten Schreinerei rechtzeitig fertig geworden ist und nun drei tolle Wochen mit vielen Events ins Haus stehen.

Das Angebot des Mountainbike-Parcours ist groß.
Das Angebot des Mountainbike-Parcours ist groß. Foto: Steffen Schanz
Das Angebot des Mountainbike-Parcours ist groß.
Foto: Steffen Schanz

Was alles auf dieser Bahn möglich ist, demonstrierte anschließend Kevin Steudle. Der junge Steudle bewegte sich mit seinem Bike nicht nur auf der Bahn oder dazwischen, sondern sprang von einer zur nächsten, fuhr rückwärts nur auf dem Vorderrad, drehte das Bike um 360 Grad um den Lenker, ohne abzusteigen, so dass die älteren unter den morgendlichen Zuschauern nicht aus dem Staunen herauskamen und die jüngeren mit leuchtenden Augen am liebsten sofort alles nachgemacht hätten.

Das Programm bis zum 27. Januar kann sich laut Löffler sehen lassen. Am 16. Januar ist Christian Textor zu Gast im Bike-Park. Der 35-Jährige ist mehrfacher Deutscher Champion – ein Meister seines Fachs im Gravity-Bereich. Einen Tag später, am 17. Januar, lautet das Motto: »Womens Ride« – Spaß haben, Erfahrungen austauschen, netzwerken. Schon einen Tag später, am 18. Januar, steht ein Gottesdienst der evangelisch-methodistischen Kirche auf der Agenda. Kurz vor Schluss der drei Wochen steigt ein großes Pumptrack-Event, dazu wird die Strecke zu einem Pumptrack-Loop umgebaut. (GEA)