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Aktuell Bewerbung

Landesgartenschau kommt in den Jahren 2031 bis 2036 nicht nach Tübingen

Was tun gegen das Insektensterben? Die Pliezhäuser  Verwaltung ergreift jetzt erste Maßnahmen auf gemeindeeigenen Flächen.  FOT
FOTO: PLEUL/DPA Foto: dpa
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TÜBINGEN. Offenburg und Bretten, Bad Mergentheim und Rastatt, Benningen/Marbach und Riedlingen – aber Tübingen ist nicht dabei. Die Unistadt ging bei der Vergabe der Gartenschauen der Jahre 2031 bis 2036 am Dienstag in Baden-Württemberg leer aus. Boris Palmer hatte die Bewerbung 2014 fest in seinem Wahlprogramm, mehrere Gremien haben sich intensiv damit beschäftigt. Zuletzt hatte sich im Juli eine Fachkommission an Ort und Stelle einen Eindruck von der Tübinger Bewerbung gemacht. Im Rathaus ging man davon aus, dass die Delegation einen positiven Eindruck gewonnen hat.

Mit Bus, Stocherkahn und zu Fuß hatte die Kommission im Juli das Gelände erkundet. Begleitet wurde sie von den drei Tübinger Bürgermeistern und Fachleuten der Verwaltung. Vor der Alten Burse begrüßte Kanzler Andreas Rothfuß die Gäste im Namen der Uni.  Am alten Bahnbetriebswerk endete die Tour mit einem Gang durch die alte Werkhalle.

Gartenschaupläne waren verwoben mit Bauplänen

Die Gartenschau-Pläne waren eng verwoben mit künftigen Bauvorhaben: Die Weilheimer Wiesen, der Saiben und der Ortsrand von Derendingen sollten das Zentrum bilden. Tübingen wollte die Gartenschau nutzen, um damit die Entwicklung des neuen Quartiers zu verknüpfen und einen großen Wurf zu landen. Gedacht war auch an ein neues Vorzeige-Viertel. In den Beschreibungen waren Verbindungen zur Altstadt, zum Anlagenpark, zum bis dahin völlig umgebauten Europaplatz und Busbahnhof sowie zum Schlossberg genannt – und auch das Behördenzentrum auf den Mühlbachäckern (Landratsamt und Regierungspräsidium). 

Die Tübinger hatten eine 100-seitige Broschüre erstellt mit Fotos und drei  großformatigen Plänen. Als Titel wurde ein Hölderlin-Zitat gewählt: »Komm! Ins Offene, Freund«. OB Boris Palmer hatte, begleitet von einer Delegation, die Unterlagen Ende 2019 in Stuttgart im Ministerium abgegeben. Allerdings hatte Minister Peter Hauk (CDU) gerade keine Zeit für die Besucher. Die Delegation aus der Unistadt konnte es ihm daher nicht persönlich überreichen. (GEA)