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Getümmel bei »Gönn dir Tübingen«: Palmer sieht keine Gefahr

Boris Palmer
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

TÜBINGEN. Die Feierabend-Aktion »Gönn dir Tübingen« lockt donnerstags in die Unistadt – Einzelhändler und Gastronomen sollen davon profitieren. Das Konzept wird angenommen. Hotspot ist der Holzmarkt. Dicht nebeneinander platzierten sich die Besucher auf den Stufen der Stiftskirche – ohne Masken.

Für OB Boris Palmer offenbar ein beruhigendes Bild. Er postete auf Facebook ein Foto des Treibens mit dem Kommentar »Friedlich und bunt. Da kann man beruhigt schlafen gehen.« Auf Nachfrage bestätigt Palmer, dass er tatsächlich noch sehr gut schlafen könne, denn das Bild lasse überhaupt nicht erwarten, dass es zu Krawallen kommt.

»Die Bilder aus Stuttgart zur selben Zeit sahen völlig anders aus. Und die Abstände wurden beachtet«, betont er. Die geltende Verordnung lasse zehn Menschen in Gruppen zu, bald werde dieser Wert auf 20 erhöht. »Das ist angemessen, denn der Kreis Tübingen ist seit einer Woche coronafrei« (Vergl. Corona-Fälle) Er befürchte durch die Versammlung weder Gefahr durch Corona noch durch Gewalt.

Bürgermeisterin Daniela Harsch freut sich laut Pressemitteilung der Stadt ebenfalls über das Treiben zum Feierabend, bittet aber darum, weiterhin auf Abstandsregeln zu achten. Auch Alexander Stagl, Vorsitzender der Vereinigung Tübinger Gastlichkeit (TüGast) reiht sich ein: »Wir werden unsere Gastro-Betriebe bitten, zusätzlich darauf zu achten und ihre Gäste darauf anzusprechen, wenn es eng wird.« (GEA)