TÜBINGEN. Mehr als 200 Menschen sind am Samstagmittag auf dem Tübinger Marktplatz zusammengekommen. Sie trafen sich unter dem Motto »Solidarität mit dem Widerstand im Iran«. Auch Oberbürgermeister Boris Palmer hatte vorher via Facebook zur Teilnahme aufgerufen. Zu Beginn gab es eine Schweigeminute für die tausenden Todesopfer. Da das iranische Mullah-Regime im Zuge der landesweiten Proteste das Internet und die Telefonleitungen abschalten ließ, lässt sich die genaue Opferzahl nicht genau ermitteln.
Die Kundgebung wurde nicht etwa durch eine Organisation veranstaltet, sondern von mehreren Tübinger PhD-Studenten (Doktoranden). Mehrere Sprecher fanden emotionale Worte zum Leid der Protestierenden. Unter anderem wurde ein Brief einer in Tübingen lebenden iranischen Studentin vorgelesen. Sie selbst hat aus Angst, dass dadurch ihre Familienangehörigen im Iran gefährdet werden könnten, nicht zum Mikrofon gegriffen.
Im Anschluss bestand für alle Beteiligten die Gelegenheit, mit den Menschen aus dem Iran ins Gespräch zu kommen und sich über die aktuelle Situation auszutauschen. (GEA)



