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Christopher Gohl von der FDP rückt für den Kreis Tübingen in den Bundestag nach

Bei der Bundestagswahl gescheitert, jetzt Nachrücker in der FDP-Fraktion: Christopher Gohl. Foto: Uschi Pacher
Bei der Bundestagswahl gescheitert, jetzt Nachrücker in der FDP-Fraktion: Christopher Gohl.
Foto: Uschi Pacher

TÜBINGEN. Die Landtagswahl vom 14. März beschert Tübingen für den Wahlkreis nun einen fünften Vertreter im Bundestag: Christopher Gohl kommt als Nachrücker für Dr. Christian Jung in den Bundestag. Jung hatte im Wahlkreis Karlsruhe-Land für den Landtag kandidiert und ist auch gewählt worden. Deshalb gibt er jetzt sein Bundestagsmandat auf. Jung war 2017 über die Landesliste der FDP auf Platz zwölf in den Bundestag gekommen, Gohl lag damals auf Platz 13. Allerdings wird es für ihn ein kurzes Gastspiel: Er kandidiert für die Wahl im Herbst nicht mehr.

»Dass ich jetzt das Bundestagsmandat ordnungsgemäß und herzlich gerne annehme, ist für wie mich eine Ehrenpflicht zum Dienst an der liberalen Demokratie«, erklärte Gohl zu seinem Einzug in den Bundestag auf den letzten Metern. »Mein Herz schlägt für die Stärkung unserer Demokratie durch Reformen.« Außerdem will er prüfen, »was wir als Bundestagsabgeordnete für den saudischen Menschenrechtler Raif Badawi tun können, der im Gefängnis sitzt«.

Christopher Gohl forscht und lehrt seit 2012 am Tübinger Weltethos-Institut. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte er bei den Erststimmen 7,9 Prozent erhalten; bei den Zweitstimmen kam die FDP im Wahlkreis auf 11,8 Prozent.

2019 wurde der Tübinger auf Vorschlag der damaligen FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg vom Bundesvorstand der Partei zum Vorsitzenden der neu eingesetzten Kommission »Freiheit und Ethik« berufen. Diese soll sich mit den Grundsätzen liberalen Politik befassen und den Vorstand in Fragen von Bioethik, Digitalisierung, Klimawandel und Demokratiepolitik beraten. (GEA)