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Belsen plant am Sonntag ein Gottesdienst-Experiment

Jesuskreuz
Ein Jesuskreuz und eine brennende Kerze stehen in einer Kirche. Foto: Ronny Hartmann/dpa/Archivbild
Ein Jesuskreuz und eine brennende Kerze stehen in einer Kirche. Foto: Ronny Hartmann/dpa/Archivbild

MÖSSINGEN. Mit der neuesten Corona-Verordnung der Landesregierung sind inzwischen auch wieder Gottesdienste erlaubt. Andreas Kopp, der Pfarrer der Belsener Kirchengemeinde, sieht das mit gemischten Gefühlen: »Wir haben uns im Kirchengemeinderat dagegen entschieden, wieder mit normalen Gottesdiensten zu starten.« Mit den Bestimmungen fänden nur noch 30 Leute in der Belsener Kapelle Platz, es müsste ein Protokoll mit Sitzplan und Adressen geführt werden, der Fahrdienst für ältere Besucher stünde vor erheblichen Problemen und sowieso sei Singen mit der Gemeinde weiterhin untersagt – an normale Gottesdienste sei daher noch nicht zu denken.

»Wir feiern weiter den Gottesdienst digital und versorgen alle, die sich das wünschen und keinen Internet-Zugang haben, mit gedruckten Predigten oder Kassettenaufnahmen«, so die Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Anne Bayer. Es würden über die digitalen Kanäle Menschen erreicht, die zuvor nicht erreicht worden wären. An Pfingsten ist aber ein kurzer Gottesdienst im Freien angedacht.

Für den kommenden Sonntag plant die Kirchengemeinde ein besonderes Experiment: Zum ersten Mal wird ein Gottesdienst komplett live gefeiert und dabei übertragen. Auf dem Programm steht der »Gemeindehaus-Gottesdienst«, eine neue Form mit interaktiven Elementen. Über ein Online-Portal können die Besucher während des Gottesdienstes Wünsche und Fragen äußern. (k)

 

CORONA-LAGEBERICHT

Bis Mittwoch, 17.30 Uhr, sind im Kreis Tübingen 1 242 Corona-Infektionen nachgewiesen worden, zwei mehr als am Tag zuvor. Zwei mit dem Corona-Virus infizierte Menschen im Alter zwischen 80 und 90 Jahren sind gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 51. (la)