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Frau löst mit morgendlichen Bad in Metzingen Großeinsatz der Feuerwehr aus

Rund 40 Feuerwehrleute waren bei diesem vermeintlichen Brand im Einsatz. Foto: Hartmut Holder
Rund 40 Feuerwehrleute waren bei diesem vermeintlichen Brand im Einsatz.
Foto: Hartmut Holder

METZINGEN. Eine Frau aus Metzingen hat am Samstag bei einem morgendlichen Badegang einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Zu früher Stunde legte sie sich ins warme Wasser ihres Jacuzzis auf dem Dach ihres Penthauses , blickte über die Nebelschwaden von Alb bis Neckartal und freute sich über die ersten zaghaften Sonnenstrahlen im Osten. Und weil es am Samstag mit Temperaturen um die Gefrierpunkt doch wenig kuschelig im Freien war, entfachte sie ein Feuer im gasbefeuerten Heizstrahler auf dem Dachgarten.

Der Wasserdampf aus dem aufsteigenden Jacuzzi in Verbindung mit der lodernden Flamme eines Heizstrahlers auf dem Dach eines Hochhauses wirkte auf einen weiter entfernt wohnender Nachbar, der zur frühen Stunde kurz vor seinem Haus war, bedrohlich. Er kombinierte eigentlich richtig: Feuer und Rauch auf dem Hochhausdach, da muss es brennen!

Nun sind Hochhäuser im Brandfall für Bewohner und Einsatzkräfte durchaus problematische Objekte. Bei der Feuerwehr sind sie deshalb in einer hohen Alarmkategorie hinterlegt. Als der Notruf am frühen Samstagmorgen bei der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Reutlingen aufgelaufen war, schickte die gleich einen Löschzug der Abteilung Stadtmitte und die Abteilung Neuhausen zum vermeintlichen Brandobjekt. Parallel versetzte man die Abteilung Glems in Bereitschaft. Macht unterm Strich rund 70 Feuerwehrleute. Nicht eingerechnet sind die Kräfte der Polizei sowie der Notarzt und die Rettungswagen.

Angesichts der nicht mehr enden wollenden Martinshörner, die aus allen Richtungen zur vermeintlichen Einsatzstelle hin unterwegs waren,  war es dann auch mit dem Entspannungsbad im Jacuzzi vorbei, als Polizei und Feuerwehr in Einsatzmontur vor der Tür im Penthaus standen und lautstark gegen die Tür klopften.

Bis zur Einsatzstelle hatten es bis dahin rund 40 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen geschafft. Der Frau war nach der Aufregung erst einmal der Spaß am morgendlichen Bad vergangen. Und Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Polizei waren froh, den vermeintlichen Großeinsatz nach kurzer Zeit beenden zu können. (GEA)